1871 / 192 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 11 Dec 1871 18:00:01 GMT) scan diff

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dürfe man nicht vergessen, daß vor der Vertheilung an die Einzelstaaten pas Reich mindestens eiNe Summe Von 500 Mil- lionen für etgene Zwecke zurückbcßalten wsrde. .Zu diesen Zwecken gehöre die Zahlung der Retabliffementsgelder, der be- deutendeJufwand fur die Anlage neuer Festungen, die Aus- gaben fu; Invalidenpenfionen, die schon jeßt auf jährlich 12-7,- Milllonen vcxanschlagt werden, und ähnliche Aufwendun- gen. Troßdcm durfc Preußen hoffeU, durch den noch auf ihn faUcnden _Antheil der Kriegs-Entschädi ung sich von allen Unproduktwen Anleihen Lu entlasten. as den vorl'ie enden Etat betreffe, so sei dersel e mit einer vielleicht zu weit ge enden Vorsicht aufgefteüt. Wünschenöwerth sei es, daß bei der Vor- lage des Budgets dem Hause sofort ein abgeschloffenes Bild alles dessen gegeben werde, was an Stcuerreformen, Gehalts- verändcrungcn u. s. w. beabsichtigt werde. In diefcm Jahre habe der Finanz-Minister durch seine leßten Erkläxungendem bisherigen Mangel abgeholfen,“ er habe dem Hauxe ein Bild gegeben, das zwar in vielen Punkten crfrcultch sei, Dennoch aber noch Lücken zeige. Nachdem der Redner fichIÜber die Punkte geäußsrt, welche er im Etat vermißé', nahm bei Schluß des Blat_te_s der Abg. v. Gottberg das Wort," um das Etatsgescy Fg“?! etmge von dem Vorredner erhobene Angriffe zu ver- et igen.

- Die_ am 8. d. Mts. zu Görlixz abgebalkcne Si ung des Oberl'austßer Landtages wurde mit einigen ges äftlichen Mitthetlungen eröffnet; mit Rücksicht auf das unter dem 4. Dezember publizirte Reichsmünzgeseß wurde der Landes- hauptmann zu den in Folge desselben nöthi werdenden Ka cn- emrichtun'gen ermächtigt. Der hierauf er attcte Bericht uber die ständtsche WaisenhaUs-Verwaltung lieferte den Nachweis, daß in dieser Ansxalt sowohl die Erziehungs- als die äußeren VerwaltunJersultate überaus ünftig gewesen 11111), es konnten darum mit Rücksicht aufdie erztelten Ersparnis: dem Curatorio der Anßalt aus den etatsmäßigen Einnahmen derselben die Mittel zur Disposition gestellt werden, um Waisenknaben, die fich dazu eignen, für das Lebrfach vorbereiten zu lassen. Der mit der Fürstenthums-Landscbaft in Betreff eines Theiss des Stände- hauses bestehende, aber bald zu Ende gehende Miethsvertra wurde unter einigen, den Verbältniffen entsprechenden Modi [- kationsn vom Landtage auf'Z Jahre prolongirt, und endlich, nachdem auch ein Regulativ zur Unterßüßung der Angehörigen solcher, Oberlaufißer Krieger, die im leßTen Feldzuge gefaUen sind, eingehend berathen und festgeßellt worden war, eine große Anzahl von Stipendien an Militär-Aspiranten, Studirende, SchÜler 2c. verliehen. Hiermit waren die Arbeiten des Land- tags erledigt, derselbe wurde daher in feikrlicher W617? vom Landeshauptmmm geschlossen.

«- Am 8. 1). MW. fcikrts, wie bereits kurz gemeldet, Friedrich von Raumer, seTt 1819 bis in die laßt: Zeit cm der hiesigen UniVLrsttät lhätig, sein fiebzigjähriaes Jubiläum im Staatsdienste. SWN am Morgen empfing der Jubilar

ein Schreiben des Fürßen von Viömarck, der ihm im Namen '

des Staats-Ministerimns in warmetx Worten dcn Dcmk fÜr die dém Staate und der Wissenschaft geleisteten freuen und er- folgreichen Dienste aussprach und ihm dazu Glück wünschte, daß es ihm beschieden gewesen sei, noch die jeßige Erhsbung Deutschlands zu erleben, und som?! sein Alter von einem goldenen Abglanz jener Zeit, deren Geschichch§schrcibcr cr ge- worden, bestrahlt zn schen. Darauf begrüßte ck11 der Dekan der philosophischen Fakultät, Professor Mommsen, der 171 B8- gléitung der Profefforen Haupt, Rose und Trendelenburß als DL- putirter derselben erschien, in längerer Ansprache. Der Rektor. der Univerfität, Geh. Regierungs-Rath Dove, Überbrachte im „Namen des Senats, und der Dekan der juristischen Fakultät, Gch. Iustiz-Nath Heffter, in deren Namen die herzlichsten Glückwünsche. Auch aus Breßlau, wo von Raumcr acht Jahre lang als Profeffor gewirkt, sandten Rektor und Senat ein Glückwunschschreiben. Unter den zahlreichen anderen Zu- schriften an denIubilar find besonders zwei eigenhändige Schreiben Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin hervorzuheben, welche in hnldreich€n Worten dem- selben Anxrkcnnung spenden und von eimcm Vildniß Sr. Majestät des Kaisers begleitet waren.

- Im Berliner Znschaner der *Neuen Preußischen Zeitun : WM 1. Dezember d. I. Nr. 281 wirö das Verlangen geste t, _ daß dieDircktwn der hiesigen V 8 r b in d un Zb a h n. nöthigenfaljs durch Druck auf die PrivaL-Eissnbahn- erwaltungen 1311: .An- nahme von Frachtstücken zur Beförderung nach den verschie- dknstqn Verkehrsrichtungen auf jedem Berliner Bahnhofe er- mögliche. Es wird vorausßese t, daß dieser Forderung ebenso leicht genügt werden knne, als bei den Stadt- post - Expeditionen, welche Packete nach" allen Post- coursen annehWen. Bei diesem Urtheil findet der Um-

stand nicht genügende Würdigung, daß die Ver ät ' der Pößpacketbeförderung weit cinfacher liegen, ??llsnésexie Fee massenhaften Beföryerung der Eisenbahn-Frackxgüter und da die konformen Emrtchttmgcn Nr unter einer einzigen Verival tungßelzen'dcn Poßanftalken die im Jxxteresse dcs Publékuw gxwtß nußlxch'e Axxnahme der Packete an jeder beliebigen E p'; dtttonsßclle mel le1chtcr gestatten, als die AtxMhmc derJ-rachtgme ???)? éefördZErzsm UFC!) (Yen V?xkchrsrichtungen auf jedem der Ver e enen 12mm 11-- erwa un en e öri en ' höseJösÜliés isr. W s 9 Jh 13 hiesigen Bahn «1 a wün en wcrih bezeichnete iel ii von , waltungen der hier müUdcnden ELfenbxeFUcn schderlTZ 2381? Gegensmnd eingehender Vcrathungen gcmach1. Bei den er bgndlxm-W thröe als das zunächst zu befriedigenOeBxdürfni dx? ELUUMUUJ anerkannt, daß dw in Berlén auf ciper Bahn aZ-wmmenden Wagenladungsgütcr nach einé anderen hzestgen Bahnhwxc zm: Entladuug werer können., So viel Möglich, wird in diefs Bezxchunq schwa; ],eßt 5911 WÜNséhsn des Publikums Mtgegen. gekommen, die tartfmäjzxge VcrpflkchTUnJ aber so lange 911596er bleiben, bis die Umbauten, welche an verschiedenen htesmen ahnböfen im Gange find, voUendrt sein werden, Ha zur, Zei? nicht Überall dernöthige Raum vorHanden tft, um ]ederzUt dte von den verschiedenen hier mündenden Etscnbahnen ankommenden großen Wagenladungskransvorce aanehmen zy kötmen. Bezüglich des Stückgutvcrkehr wurde von cmer gleichen Einrichtung schwerlich

und _den Transport über die Verbindungsbahn zu erhebenden Gebuhren fich [Zöhex stellen würden, als dieselben gegenwärtig", betragep, wo fur dt; An- bezw. Abfuhr von einem der hiefigen BaFnböfe nach Prtvatwohnungen und umgekcHrt durch die Va nspedkicure in' der Re el nur 9 Pfg. Pro Ctr. erhoben wer- den. Sollte fich tm Lau e der Zeit ein wirkliches Bedürfniß zur weiteren Außdchnung der zunächst in AuÉficht genommenen Emrtchtungen ?erausstellen und namentlich auch die uneinge schränkte Anna me der nach den Verschiedenftcn Verkehrsrichtun gen zu vcxrsendcnden Frachtqüter auf jedem der hiefigen Bahnhöf troß der hiermit verbundenen höher», Frachtkosten vom „Handel?? stande als eine wesentliche Verkehrserleicbterun erkannt werden so„ist wohl zu erwarten, daß die Eisenbahn- erwaltungen be muht sem werden , den Wünschen des Publikums soweit ent- gxgenzukommcn, als die Betriebseinrichtungcn auf den Bahn- höfen und der Verdindungßbahxx dies irgend gestatten. 7

- Der pon_ Danzig um 21157: 82 Minuten Nachmittags fahrplaUmäßtg m Stargard i. PMMU. Unkommcude Schnel] zug ist am 9. d. Mts. wegen Schceserwthngen wieder von Stolp als Separatzug abgelassen urcd hat in Stargard dcn Nr*:fchlaß cm den um 6 Uhr WWW in Berlin ankommcUden Couricrzug erreichx, - Die auf der Strecke Stolp-„anzig aus der ,erwc'ihntm Ursache ciUgetretenen Störmxgen im Eisenbahn- bctrxebc fwd skit dem 9. O. MTF. Abends bestitigt.

»- Die mit dem Courierzn e aus Cöln Über Kreiensen um 1050 Uk)? VMmitmgs fxlli'e PQst ist am 9. d. MHZ. 4 Standes: verspätet bicr Eingetro Ln. „_

» Auch ßcßcrn, Sonntag, und heute, Myntag, verspateten sich dic Comcicr- und Schnellzüge vom Rheine (mf bejdcy Linien crhsblicl); auch fielen die PeerenzÜge zxxm Theklz di?! Güterzüge ganz aus. Die Urfache war so starkes Schneeirerbcn, daß einzelne Strecken auf M wesxchhen Bahnen zcitwcise gaUz unfabxbar war». _

Die Mit dc-m Courierzuge aus Cöln über Mtnden um 735 Uhr Vormittags fällige Post 111 deZbalb ILÜLM 1 Stunde 25 Ménutcn , heuk 1 Stunde 30 Minuten verspätet hier eingetroffen.

- Die mit dem Schnellzugc aus Fkankfurtka. M. um 735 Uhr Vormittags fäÜiZe Post ist heut 30 Minuten ver- spätet hier angekommen. '

(W. T. B.) Laut

Sacksen. Leipzig, 9. Dezember. , , Bekanntmachung des hiesigen Polizeiamts 1st, die fernere Mxt- qliederschaft der in Eisenach konstituirtcn sozml-depxykrall' schen Arbeiterparkei und die Leistung von Bettragk" S" die Kasse des erwähnten Vcrkins, sowie die Anwexbung fur denselben allen hiefigen, der Iurjsd'Zktion des Poltzemmts LFU- terstclltcn Personen bei Vermeidung einer Haftstrafe von 1715? Wochen vcr'ooten. Die Vekanntnmchng hebt hxrvor, fast 1e e Nummer der von dem genannten Verein zu scmem Organ,?- klärten Zeitschrift »Volksstaat- verratbe. als Zweck des Verst?“- wenn mcht direkte Aufforderung zuxn Hochverrath,_ doch ij? Absicht, zu Geseßübertretungen nach dieser Rtchtung hm IMI zu machen.

Württemberg. Stuttgart,9.Dezember. Heutewurl)e

von dem Abgeordneten Mohl in der A b g eo r 1) ne 1 enkam mee? eine ausführlich motivirte Jnterpellatwn an das Mmisteriumg

Überkzeführ. J

zUr Uebcrnahmc mu v

_ . ein ausgk :- dehnter Gebrauch gemacht werden, da die fur die Expedirung lick) der Geistlichen, vor eleat. In Art.9 des Ein

'- ßnd zwci verjchärfendc

: noch hinzu: *Der Versuch ist strafbar,-

von 50 bis 500 Fl.

' schäftigte,

richtet, ob die Regierung gesonnen sei, der Ausdehnung der Kon'. '

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der Reichsgcscchbung auf das Gebixt dcs gesammLcU [MWST- Rechtes mit allen rschtlichcn Mitteln c-ntgegcnzuwirken. Der Zustiz-Miuifier von Mittnacht beantwortete dieseInter- nation vorläufi dahin, daß der betreffende vom Remastage pFxgenommcne Ge. ctzentwurf einem YuSschuffe dcs V„u11dcöratyes L*bexwiesen sei. Bevor dieser Bericht erftaxtct, wurde es nicht u„gemessen sein, sich Über die Ansichten, d_er Regxerunq auszu- “rechen. Nach dieser Aeußerung dcs Munster blieb dte Inter- weuation Vorerst unerled!gt.--D1e Begrundung dcs Oester- ken'sch Antrages, betreffend dicWahrung der Recht; der Kam- mer gegenüber einer eventucUen weiteren Beschrcmkung der Selhßändigkeit Württembergs durch die Re1chsverfaffung, wird bis zum nächsten Dtenstag vcrfchoben.

Baden. Karlsruhe, 8. Dezember. Dcr Großherzog empfing am Mittag des 5. d. Mts. in bexonderer'Audtenz ch reiherrn von Bibra, um aus Hessen .? qnycn sem Beglaubt- gungsschreiben als Königiiä» bayerischen unster-Refidentm am Großherzogxichen Hofe entgchnzunchmxn. Nachdem Freiherr on Bibra auch von der Großherzogin empfangen woxden, 7 wurde derselbe am Abend des 6. d. Mrs. zur Großherzogltchen

e 0 en. , Tafel 9 3 9 Prinz Wilhelm ift gestern Vormttta

-- 9. Dezember. in Karlsruhe eingetroffen. ZU Ehren des Geburtßta cs de

Markgrafen Max fand gestern Familientafel im Gro herzog-

' S [0 e att. nchen- ZieffbaskxifM Regierung hat dem Landtage den Gesetz-

'r än an des Strafaese buchs rücktcht- entwnrf, betreffend dicC g 3 a Führungsge Ms estimmungen enthalten. Die erste ve- droht den vMißk-rauch der ge1st1ichen Amtsgewalt odcr, Androhu'ng eines bestimmten Mxßbxauck-s , insbesondere durch n1ißbräuchliche Anwende c?erstlétcher „Versprechunz en oder Drohungen « mit Gef ngmß 13123 zu zwer ahren, aucb mitA Vtcriust Zoek);s FäkbleZZtreanan FFK " ' e cm er von 1 u .) , lletdung offentlrck) r 3 Die ZKFML Bdestim- un bedro t die Gci (ichen, welche »in Kirche 9 er an exem, 32:1 regligiösenh Vcrsamnleuugen ÖOÜWUPTM Ort 111 Öffenxlrchen Vorträgen entweder &) die Staatskosterxxng,„ Geseke, Emriéy- tungen des Staats, Anordnuwgen odcr Berwgungsn cmlewcr Vehördentadeln, oder 5) aus Anlaß vox) staQS- odcr gxmetnde- bürgerlichen Wahlen oder zum Nachthetl _bcßnnnUU Personen auf die Wahlberechtigten e'mzuwn'ken 11117567“, nut (Heldftrase

keienz

_'chen

Sa en-Wéimar-ÉäseWch. Weimar, 8. Dezembex. Seitens YZ Landtags war bei der Berathuxxg uad Gcnchrm- gung des leßten Etats der Wunsck) nach thunlnhftcr und durch- greifendsterVercinfachung dcr Staatsverwaltung ausgesprochen, und von dem Großherzog infolge dessen eine aus Abgeordneten “und Staatsbeamten bestehende Kommisston'berufen worden, welche sich in wiederholten Berathungen_1mt den Fragen bx- ob eine weitere Personalreduktwjx"vorzunehmen se1, ob die Geschäftsthäti keit der Behörpenpock) wetter. zu beschränketé, und ob es infolge de sn thunltcb sex, dw Zahl der SYathbehördea zu verringern. Infolge dieser Veratbungen find _emxge Anträge an.die Staatsregierung gelangt, welche e'inzclYe Veranderungen vorschlagen, so namentlich dieEinfÜbrung emechrtretung dcr YU)- zelncn Verwaltungsbczirke mit Verthung dcr Personalamt und eigner Rechte und Pflichten, Abschluß eines StaMatsvcxtrags mit Preußen wegen Uebernahme vqn Zuchthaussträflmgen, Aufhebung der Gebundenheit des bäuerlxchetz GrnndYesiZes, Ermächtigung der Gemeindebehördcn zur ger1cht11cher Vcßatjgung von Verträgen u. s. w. Einzelne dteser Anträge will M) die Regierung, wie aus einem Reskript an der_1 Landtag hervor- geht, einer beabfichtigten Rcvifion der Gememde-Ordnung vor- behalten; an Stelle des Vertrags, mit, Preußen wegen Ueber- nahme der Zuchthaußfträfl'mge xvtrd'em so1cher mtt Gotha ab- geschlossen werden, für andere Anträge behält. sich die Reg1erung die weitere Erörterung vor. In Bezug auf dte Redyktwn des Personals im StaatSdienst ist dieselbe bereits entschtcdcn vor- gegangen. Der dem Landtag vorgelegte Eta? zeigt, daß gegen den Voretat 22,600 Thlr. durch Personalreduknon (tm Beretch des iMmz-Ministcriums allein über 15,000 Thlr.) erspart worden Ud- Bonden bis jekt eingebrachten Vorlagen, betreffend den EisLNbahnbau, ist der Antrag besonders hervorzuheben, durch wclchen die Regierung die Ermächtigung ycrlangt, fich mxt 100-000 Ter. pro Meile oder 270000 Thlr. uberhqupt an dem Stammakticnkapital zum Bau der Bahn vox) Mcxnmgcn nqch Fulda zu betbeiligen- wie solches von der mcmmg1schcn Regle- rung in Attssicht gestellt ist. Einige andere karctck beszhe11 sich auf Ertheilung des ExpropriatwnLretheI fuL ewe Usxn- bahn von Naumburg nacb Artern und fur cme Dwergverbm-

OefksrreW-Ungarn. Wien, 9. Dézember. DST bissige

deutsche Gesandte, General v. Schweiniß, hat fich heute nach Berlin begeben-

-- An Stelle des zum Diviüonär iu Preßburg ermmntcn

Feldmarschakl-Lieutenams Jreihcrxn, von Packerxv zvrrd der FcldmarschaU-Lieutcnant Herzog erhelm_ 50,11 Wart tenZ- berg das Kommando der 5.Truppen-D1ms10n m Olmuß übernehmen.

Prag, 9. Dezember. Die Prinzessin Therese von

Oldenburg ist heUte nach kurzem Leiden hier .Der-stor'oeß. ZDK: Prénzessm war am 17. April 1815 geboreU, sekt 23. APTTl

837 mit dem Prinzen Peter von Oldenburg vermählt.) Pestb,8. Dezember. DasUnterhaus seßte dieBerathung

Über das Budget fort. »- Die Vorlagen des Finanz-Ministers, die Fortcrbebung der Steuern betreffend, wurden

heute

vcrtheilt. Die erhebljcheren AnderynZencfind folgende: Wechsel dürfen im Inlandc vom 1. Apr:]. 872 angefangen nur auf

von der Regierung ausgegebenen geftempelten Blauquetten

ausgesteüt werden ,' alle anderen werden als ungcstcxnpelt b;. trachtet, auch wenn fie mit Stempelmarken versehen smd. Dte Straßenbahnen zahlen ßatt "7 nur !; Kreuzer von_ der Fahr- karte. Fahrkarten von Eisenbahnen und Dampfschtffcy zahlen je 1 Kreuzer von 50 Kreuzer der Fahrtaxe, o„hne Veshmmung ciner Maximalgrcnze. Akticn-GcsclUchasten durfen bet der Fa- jirung eines Ekxxksmnxens erster Klasse vym Brutto-Erträgmffe die Zinsen der 171 dem Unternehmen placrrten eigenen oder ent- lcdjrten Kapitalien Nicht abziehen, wohl aber die v_on _den cZin- sen soicher Kapitalien entrichtete Steuer thren Glaubtgern an-

rechnen.

SÉZWeZz. Bern, 10. Dezember. Die Pfarrer der im Jura gelégencn Dörfer Courgenay und Courtcdoux [wurden von der Kanzel suspendirt und denselben dte T*?mporaaen ge- sperrt. -

Belgien. Brüssel, 9. Dezembex. Die Repräscy- taUtenkammer M zum 12. d. M. emberufcn, um ngte-

rungZ-Mittheilungen entgegenzunehmen.

Öraxssztannieu und Irland. London, 9. De- zember. (W. T. 23.) Nach den heute aus;;eßeben-xn Vulletxys Über das Befinden des Prinzen v on Wakcs war Her heunge Morgen ruhrgcr verlaufen. Auch hatte der gestern emgetrctenc iebcrparoxysmus in gewiffem Grade nachgelassen Und der Schwächezußand sich nicht vermehxt; der Prn'jz hatte die Nacht geschlafen,“ ie Erschöpfung der Krafte haTtx m:;yt zugenommen, der aUgemsine Krankheitszuftand wyr em gunsttgerer. Auch den Nachmittag hatte de_r Prmzxuhtg zugebracht,“ die Krank- heitssxmxptomc find indeß unverandert.

-- 10. Dezember. (W. T. B.) Den, heutigen neueren Vuklx- tins zufolge war der Zustand des Prznzen von Waxes sert gcftern unverändert,“ der Prinz [| merft bcxvußtlos, sem Zu- stand jedoch keineswegs ohne Hoffnung. Dxe Nacht hat derselbe ruvig zugebracht; obgleich noch unmer eme hedeutcnde, Er- schöpfung der Kräfte besteht, so haben fich doch dre [Jedenxltchen Krankheits-Svmptome mcht vexmehrt. Wenn dt; 11ach|§n 24 Stunden keine Verschlinmwrung vrmgen, dann lst weitere

„( 0 nun vor anden. _ _ Y ffDengNachlZnittag hat jedoch der Prmz sehr m1ruh1gzugcbracht.

S*in U md war verbunden mitAthmungSnothund Schächung de; F?räYe. Dic bedenklicheren Symmee fim) zuruckgékehrt.

Man hegt ernstliche Befürchtung.

*rankr-cich- Pczris, 8. Dezember. _ Das »Iourngl officixXla meldet, da an der wxsßenschaftltchen Fakultat in Nancy 1) ein thrstuhl für hohere 'Mathematxk und 2) ein Lehrstuhl für angewandte Mathemättk dUrch Dekrete vom 15. November gegründet worden_,sind. Durch Dekrete" vom 6. Dezember ist Herr Bach,“,fruher §Frofeffor der hoheren Mathematik in Straßburg, fur den ehrstuhß der höheren Mathematik in Nancy und Herr Samt-Loup, Traber Professor der angewandten Mathematik in Straßbyrg, fur,d'en Lehrstuhl der höheren und angewandten Mathemank m Pomers ernannt

worden. , _ , -- [) Blatt vers entltcht ferner exn'Dekret, chh ?Fnsxknee ehemals zrftfr Civilliste gehorrge Domach

K:TéMinistcrium dcs Ackerbaues und Handels unterstcüt, mn

" * ' ts wecker nu bar gemacht zu werden. " fur YtZYF-Zoumal oyfficiela giebt folgende UebsxxfickZt Uher die Lage von Algier: »In der Pryvmz Okay zsk M;»age un Tell befriedigend: die Bevölkeruyg ck nur ,me 1hr_cm§«lckcxbau beschäftigt. Im Süden verschwmdct al1mahitch M 511111) dm Angriff von Ben Hamza hervorgerufcme Axtfrcgung. Die Stämme haben stch zu genügend starken Gxuppen yereizngt, um einer neuen offensiven Bexvcmmg dc-s chmdcs w:,derstehen

dUUJsbahn zwischen der Saalbahn Und Eichicht-Gera.

zu können und halten sich in der Nähe unserer mobilenKolonnen

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