1872 / 8 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 10 Jan 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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-- Ihre Majestät die Kaiferin-Köni in wohnte gestern der ersten Abendandacht in der Gebetwocße der evan- gelischen Allianz bei.

_ -- Jm weitern Verlauf der geftri en Sißung des auses der Abgeordneten sprachen in der erathung Über en Etat des Mimfteriums des Innern zu den -- gestern bereits m-ttge- theilten -- beiden „Anfragen der Kommiffarien des Hauses m der Generaldiskusston noch der Staats-Minister Graf zu'Eulen- bur? und die Abgg. Mitschke-Coüande, Graf WinLin erode, l)r, öwe , He se undSchulze (Berlin),“in dcr Spezia] is usfion rechtfertigte, bg. Retchensperger (Olpe) nochmals dle Anträge der Komm1 arten„ welche demnächst - nachdem einzelne An- fragen Hex bgg. Rrchter (Hagen) und Parisius zu den Etats für die Polxzeryexwaltungen in Hannover und Magdeburg von dem Staatssztster Grafen zu Eulenbur beantwortet waren -- geyehmtgt wurden ,' dagegen wurden ie - estern gleichfakls m1tgethexlten - Amendcments der Abgg, Bog FM und ehner ab elehnt. Bei Hem Etat für die Polizeiverwal ung von erlin ent Hann fick) eme längere DiSkussion, an deren Schluß ein Antragdes Abg. Dr. Virchow: die Königliche Staatsregierung aufzufordxry, wegen 1lebe1'tra§un„ einzelner Zweige der städti- schen P,!)ltzexvcrwaltung auf ie cmeindc fich mit dem Ma- gistrat m Enwernehmen zu se en angenommen wurde. Die «Yung wurde um 5 Uhr ges [0 en. '

Hannover, 9. Januar. Der provinzialftändische erwaltunXausschuß bewilligte in seiner gestrigen leßten Stßung dem issenverbande Hollage-Wackum m den Kretsen OZnabrÜck, Versynbrück und Tecklenburg zu Ent- und Bewässe- rungs-AnlctJen em Darlehn aus dem Landechliorationswnd, gene migte cn Ankauf vpn Grundstücken für die Irrenanstalt zu. „Znabrück und crledrgte verschiedene Angelegenheiten der ständischen Anstalten.

Cassel, 8. Januar. Der ständische Verwaltun s.». AUZschuß seßte in der Schlußfiéung am 6. d. Mis. die e- raxhung UUÖ Bes lußfaffung (“4 er die Vorlage des Landes- Dtrektors, betreffen die Erhöhung dcs Einkommens ständischer Beamten für 1872 fort.

Sachfe11. . Dresden, 9. Januar. Auf der Registrande dxr heuttgen „St un der 1]. Kammer befanden sich U. A. exn K_ommumka de Fmanz-Ministeriums, welches Unterlagen fur dre erat 111) des Stencrreformgcseßes enthält, sowie ein Aykrag, dre ev: 1911 des Stempelsteuer escßes betreffend. Der Vizexraßdent Streit begründete zunäch den Antrag Über die gefcßaftltche Behaydlunéx der drei Gemeindegeseße, dre Debatte ?UWchst auf die m Be yacht kommenden aklgememen Prinzip- rqgen zu rtchten 2c. Dte Kammer nahm dtesen Antrag ohne Derusstoy an und trat, nun in dre Generaldebatte über die Gemerndegxseße selbst em. (S_s Wurden sodann im weiteren Vßrlquf der SLZUUJ, folgend; PrnKipfragen der Gemeindegeseße erörtert: Nothwen 1gkert emer evision der Gemeindegese - gebung; Aufstellung besonderer Gemeindeordnungen für Sta t und Land,“ Axttonomie der Gemeinden; Gemeindemitgliedsckzaft ,' besonderes Bitr errecht in Städten. Nachdem djexe Prinztp- fraßen 111“ ausß'jhrltcher erathung erörtert wor en waren, Der a te dre Kammer die DrSk-usfion.

aden. KarlsrUZe, 8. Januar. Das heute aus- JHegebene vGeseZes- un VerordnunZsblatt für das-

roßherzogthum Badener enthält: «.

oxdnungen: einige Aenderungen in der Or anisation der Ge- “Uchte zmd Verwaltungsbehörden des Großherzogthums, die Qrgamsatiorz der Handelsgerichte, die Attsbildung, Priifun und d1enstpolizeilrche Ueberwachung des zur AuZübung dcr FelJmeß- kunst hesYeUtep Personals betreffend,“ ferner Bekanntmachungen des thstermms des Großherzoglichen Hauses, der Justiz und des Auswärti en; di? Artsübung des Vegnadigun stechtes be- treffend; des Timstermms des nnern: die Natura Verpflegung dxr Truppey im Frieden betre end,“ des Handelsministeriums: dre unfranktrte Absendung por opftichtiger Dienstsachen mittelst der Post betreffend.

Sachsen-Weiwar-Eifeyach. Weimar, 9. Januar. Der" Großherzog xft von seiner Reise nach Berlin hierher zurucFekehrt.

* nhalt. Dessau, 9. Januar. Die neueste Nummer der »,GesxH-Sammlung für das Herzogthum An alta enthalt eme Vekmxntmachung vom 25. Dezember 18 1, be- trIffend, das Verzsrchmß Her zum Familien-Fideikommiß des Herzogltchen “Hauses gehorrgcn inländischen Grundstücke.

Oesterreich-Un qrn. Wien , 8. Januar. Der Kaiser hat am 6. d. M., Uttags 1 Uhr, den zum außc'rordent-

Großbritannien am Kaiserlich Königlichen Hofe ernannten Sir Andrew Buchanan empfangen und de en Beglaubigungs- schreiben entgegengenommen.

Prag , 8. Januar. Das Ministerium entschied über den Rekurs der heißen vom texten Landesausschuffe ernannten Lan- des-Medizinalräthe, daß ie vom gegenwärtigen Landesaus-

annten beiden (czechixchen) Medizinalräthe nicht als sol e zu betrachten seien und ie Funktionen derselben an die frü eren Räthe über ugehen haben.

Kron adt, 8. Januar. „Boghati, Adjutant des Ex- Furstexx Casa, wurde auf Reqmsition der rumänischen Regie- rung hrer verhaftet.

Großbritannien,. und Irland. London , 8. Januar. Ihsre Majestät die „Köni in verläßt in Begleitung des Prxnzen Leopold, der PrinzeÉn Beatrice und der Kinder des Prmzxn von Wales mor en indsor und begiebt sich zu einem 14tägtgen Aufenthalt na OZborne, Insel Wight. Die Prin- xsftn Ludwig von Hessen tritt heute m1t ihren Kmdern 16 Nüxkreise nach Darm adt an,“ der Herzog von Edinburgh wird ferner Schwester da Geleit bis Brüffel Rhea.

." Die lgndwirthschaft11che Sozietät von orfolk hat den Prt'leten von Wales zu ihrem Präsidenten für 1872 gewa .

_ Gestern starb hier der General-Lieutenant Sir E d mund Macart ur (Oberst des 100. Infanterie-Negiments im Alter von 82 ahrcn. Der Verstorbene trat im Jahre 1 08 in die Armee xmd machte sfaß sämmtliche Schlachten und Aktionen um'spamschen Halbin elkréege mit. Auch nahm er an der Ex- pedttton ngck Canada Theil und erhielt alsdann ein Kom- 111qz1d0 bet 1er britischen Okkupations-Armee in Frankreich. Wahrend der RegierunZszeit König Wilhelms 17. bekleidete er das Amt des Oberst- änmwrers und funkxirte hierauf viele Y)!)tre „als (Homoerneur und TrUpPenbefethaber der Kolonie

tc orm.

. Frankreiexh. Paris, 8. Januar. Das »Iournal offi- ctcla vcröffenflreht em Schreiben des Justiz-Ministers an die. General- rokuratoren in Betreff des neuen Geseßcs Über die Wahl un Zusammenseßung der Handelsgertchte. Die Wahl erfolgte bisher 111 Gemäßheit der Art. 618-621 des 0068 (15300111111er durch Notable, die von den Präfekten auschahlt wurden. Nach dem neuen Gesetze soll die Wahl vor eineererjarnxnlxxng ersol; en, die eine aus dem Präsiden- ten m_1d emen; Mttgüede des andesderichts dem Präfideuten und emem MÜZULÖL der Handelskammer, Z eneralräthen, dem Präßdenteu de Conseil des Prud'hommcs und dem Maire beste ?nde Kmxzmrssxon zusammenseßt. Das erwähnte Schretben euthalt eme nähere Anweisung über die Bildung dteser Konuznsfioncn, sowie über das Wahlverfahren.

Versatlles, 9.?a11uar. n der Nationalversamm- [UUY wurde dre Zu aßkonVentLon zum Frankfurter Frieden ene mr ,t: Es begann die .Diskussion über die Bexkeuerung er Mostlzarxvsrthe. Der Fmanz-Minister hol) die ringende Nothwendrgkett einer Ent cheidunsZBhervor.

„Lille, 9. Januar. W. T. .) Das nunmehr definitiv vorlxegende Resultat der Ergänzungswahlen für die Natwnalversammlung ergiebt im Departement Nord die Wah! von Dupont und Bergerot. Die Republikaner blieben mit

andesherrli ch e VW 27 Stimmen 111 der Mmorttat.

Spqnien. Einer Depeschß ausMelilla vom 5. Januar thfolge sm? auf Befehl des Kaiserlichen Prinzen von Marocco 1e8aufgraben der Belagerer zerstört worden. Zwischen dem Prmzen und dem Gouverneur der Festung hat eme „Konferenz statt efxznden, in welcher der Kajserlrche Prinz befriedigende lexchltuffe gab. Die Angelegenhcrt ist damit als beendigt zu c ra ' cn.

Türkei. Aus Konstantinopel vom 6. Januar wird der »Timesa Fele raphirt: Nachdem Graf Andraffy auf die Er- nennung ezne „Ungarn zum österreichisch-un artschm Botschafter bei der Turker be anden, ist Graf Ludo provisorisch zum außerordentlichen esandten und bevvllmächtigten Minister er- nannt worden. -

Dänemark. Kopenhagen, 8. Januar. Der Reichs- ta" eröffnete heute seine «Zungen. - Das Folket ing Wa )lte Kxabbe'zum Präsidenten, I. A. Hansen und V. Chri ien- sen zu Vtchrästdentcn.

Afrika. Nach Berichten aus ,der Capftadt wurde (1171 17. November die Anne ion der Diamantenfelder an die bm- trsxhe Krone formekl vo zogen, was unter den Diamanten- rabem große Begeisterung hervorrief. Die Feier War sehr

lichen und choUn1ächtigten Botschafter der Königin von

urz und einfach. Einer der Kommissäre Verlas die Annexions-

Zchuffe eingeseßten und willkürlich von dem Statthalter aner- .

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a ge aufge ißt wurde. Der Präsidenx des Orange-Fret-

aa es, Mr. rand, hat gegen die Annexton Protest em ele t. Die Diamanten-Ausbeute nimmt zu, und von allen ä er; aus find Transportmittel nach den Feldern ehr_ gesucht. Dyer Paffa ier-Waggons gehen von der Capfta .* xe t wöchentlxch nach en Diamantenfeldern ab und legen dle, ntfernung m etwa acht Tagen zurück. Die Regierung betreibt den Bau der Eisenbahn im Osten mit Energie.

Hroklamation von einem Wagen aus, worauf die britische

Aus dem Wolff'schen Telearaphen-Vüreau.

e Mittwoch 10. Januar. Nach einer „Meldung des xPeTt; (FHW! [| der, biSherige österretch-„ungartsche Gesandte in Iskt'o , Graf Ludolff, zumaußerordentltchen „Gesandten m_1d Leiter der österreichisch-uugartschen Botschaft bet der Pforte m Konstantinopel ernannt worden. , _

London, Mittwoch, 10. Januar. Hter emgetroffenen Nachrichten zufol e ist die deutsche Fregatte »wae- am 11. De ember in Barbados und dle orvette vGa elle: am elben age 'in ort au Prince an ekommen. 7- er Weft- Lndiendamplfer ; bea ist mit 297,2 Dollars m Contanten heute in P ymouth eingetroffen. , .

London, Mittwoch, 10. Januar. Der bishertge General- konsul in St. Miguel (Azoren),_ E. J. Monson, tft zum Geyerql- !onsul für dats gesYnmte Kömgrerch Ungarn nut dem Stye m

e ernann wor en. . _ P |thhen , Dienstag , 9. Januar. Durch Kömgltches Dekret ist die Deputirtenkammer aufZelöst worden.

New-York, Dienstag, . Januar. Der kommankzxrende General der Militär-Division des Südens, General-„Maxor H. W, Salleck, i gestorben. -- Meldungen aus Mexiko zufolge soll der Anfü rer der Znsxxr§enten, General Porfirto Draz, m zwei größeren Gefechten Nie erlagen erlttten haben.

Landtags - Angelegenheiten.

Berlin 10. anuar. In der gestrigen (15.) Sißung des Hau es deYAb ?ordncken nahm in dxr GeneralxDrskusson uber en Gesc - ntwurf, betre end dte Ueberwersyn einer Summe von ?ährlicb 142,000 T" lr. und emes Ka ita s vyn 46,380 Thlr. an den kommunalstand'rscshen Verband es Regre- run s-Vezirks -Wiesbaden, der thster des_ Ixmern Graf 3312: Eulenburg nach dem Abg. Grafen Winzmgerode das ort“

mu cini en aklgemeinen Ausführungen entge entreten, dre

von Ichn Hßrrn IZedner gemacht Worden, snd, Hex so e en aufhöxte, zu s rechen. Der Auffassung, als ob bei BetvxÜrYn'xig der Provtne ial onds an Hannover und Hessen wesentlrcb der _e chts unkt zum runde gelegen habe, als wollx man, diesen Provrnzen cn Uebxr- tritt zur preußischen “Monarchte erletchtern, als wolle man ekm Pfiäfterchen auf die Wunde legen, dre damqls blutete, muß teh ent egentreten. Dieser GefichtSpunkY xvar mrt maß cbeyd, man 0 tc Von der Bewilligun der Provtnzmlfonds, daß te eme solche Zßirkung üben würde; a ein der Grundgedayke war der, da?" man mit der Bewilligun von Provinzialfonds, dre man an und. ur. ck als etwas Zweckaßiges und Erfirebmstyert cs cxnsah, [zer dteen Provinzen den Anfang machen wollte, weil 1ch dre UmstanHe und die ganzeLa e des Landes injenem Momente azn besten dazuetgneten. Wenn ie Regierun Ihnen ext vorschlagt,_ Hem Kommunal- bezirk von Na an einen &rovinzialxonds zu bewtlltgen, so stek)_t fie ganz an dem elben Standpunktckwelchen se Haqus den' PrOV1nzen Hannover und Hessen gegenüber emnahm. Wrr wuxden m der That in eine sehr ei ent ümliche Lage kommen, Wenn wn: Leute den) Re- gierunngezirk a an gegenüber sagex1 Wollten: ,'dle ZmaJamrrun. mit Preußen hat ck ja auch ohne dre 140,000 Thlr. jahrli gemgck) , wir Wollen das (Held lieber in der Tasche behalten.a Auf dxesen Standpunkt kann' tch die Regierung mcht stellen,“ Nassau hat emezr Bikligkeitsanspruch arauf, daß es ganz ebenso behandelt werde ww diejenigen neuen rovinzen denen Provinztalforzds gegeben wor- den smd und i kann en Antra _der Negterung auf emx solche Éewilligung nicht als ein : tttelchenc bezerchnen, ww es der Herr Vorredner eben gethan, heat. Wenn er aber agt, daß bei jeder Bewilli ung vo_n Provmztalfonds, rößerezt oHer Lleineren, naturgemäß die rage wnder auftauchen „wer e: Wik xvxrd es mit den'enigen Provinzen gehalten werdet), dte btsher noch „temen rovinzialZonds atten, namentlich also m:, den glten Promnzen? -o muß ich das alks berechtigt ansehen. Allem Werne .Herren, znan arf doch nicht behaupten, wie der „Herr Vorre ner es gethan, btsher

' Ver re un en ungenügend erfüxlt worden. Sie M die ?eegZMWechunYn atFals angenommen, Ste haben sie zum

e

aben die ,

Y ' tra irt csi darüber daß auxh den al„te„n Prqvmzux 1:9- viZUikalF-Fndsh bekwilligsx Werden Hollen , em gegenserttgeJ Emverstan wi?chen der Regierun und der Landesvertretung emgetreten; aber ie Erfüllung dteser ersprechunYen kann 7396) auch nur duch) Zu.- sammenwirken der Re ierun un der Landesvertretme herbergefuhxt Werden. Es liegt nich in er Machtvollkomryenhett er Regxcrxmg oder des einzelnen Ressorts, plöYlich die .Bewaltgung VM Pvaztal- fonds zu dekretiren, sondern azu gehört eme finanztellc „age des

eines geßenseitigen Einverxätndnisses über die Bewilligung und deren

öemlt ereinenlß . ' H hNung bébe si MLM über verschtedene Male dte Ehre gehabt, u erklären, daß ie . egierung „ncxch dem Muster„ Welches ei der Bewilli ung von Provmzmlsonds fur Hie neuen Provin en aufgeste t morden ist, an an„dte„alten Provmzcn Pro- vinzial onds zu bewilligen bereit set, namltcb. naeh dem Muster, gewiÜe Leistungen, die dem Staate oblagen, dre dur den Staat erfü würden, auf die Provinzen übxrgehen zu la en und den

rovin en diejenigen Beträge u überwet ey, welche bisher aus der Ytaats a e für die Er "(lung ieser Verp tcbtungen “gelejftex Woxdcn nd. I habe die bre gehabt Ihnen zu. sagen, daß 11) dteser ezie ung eingehende Verhandkmgen zwxschsz .den exnzelnen MmiZerien 2Ytattgelfunden haben„ um dre em e„n emzelnext

Weige der erwa tun auSzuschetden, Welche xn txse Kategorie. ?tllen könnten. Ich ha e zu memem Bxdauern hmzufugerx xnuffenx- das Resulfat ieser Vechndlungen em ziemlrch ynbefttedtgendxs Wesen ist, weil diejenigen itvxel, welcbe de„n preußtschen Staat 111 einen alten Grenzen gerade fur„solche Zwerge der Verwaltung zu Gebote standen, von denen Lier dre Rede sem kann, au erordeytltcb beschränkf Waren, und weil eLhalb",„ Wenn man cmx eberwetsung dieser Mittel an die einzelnen Pxovmzen stattfinden lxeße, das _Quan- tum des aux die einzelnen Provmzen fgüenden Anthetls xmr em sehr erin es un unbefriedi endes würde [em könnxn. GleichwoLl hat ie .egierun versuch , wo fich trgend „eme Gclxgenhet bot, ihren uten Um durch die T_hat usbexvetsen, und m dreser Ge- danken olge ist dem Landtage setrzer ett ern (Hefe vor chla? gemacht worden, Wonach die Provinzml- ulfsfonßs als vo. es tgen hum den Provin en überwiesen werden [0 ten. , Dtes war _kemc germgc Summe, es hanLelte tch um dritteha [) M1lltonen. Den Herrey tft bekannt, daß dieser (He eßentwurf nicht zur AnnWme gelangte, well may sagte, die Organe, enen die 'onds Überwwerx werden soüten, serey zur kLeit nicht olche, daß eine efinitive Ueberjrvexsun an fieftattfinden könne. Man Wo te dreUcberweisung nur provisortsch ÖattfindZUla extund ab- warten, bis die Or anisation der Provmzey urchgefuhrt em Werde, um dann eine de nitive Ueberjvctsung emtreten u la en. Das Herrenhaus widersprach dieser Ynficbt, und der escßen wurf kam nicht ur Annahme. Es War 13th der Audeth Hes Gedankens, daß eine Keberweisung der Provinzialfonds Éweckmaßtg erst dann zu er- fol en habe Wenn die Organisation der ehHrden derqrt statt eFunden halJe, daß Äe mit den Bedurfniffen de„r Nextzext und mri den unschcn und Absichten der Landesvertretung uboeremsttmmen.

An diese Auffassung ist die Re terung vor der Hand gehundcn. Dies ist der eine und wichtige Getchtspunkt, dcr andercgft der: Wo werden die Fonds hergenommen, wmx xben eme Ab- Wei ung derjeni en Fonds, von denen 193 vyrhm dre Ehre atte, zu ?pre en, zur Her eklung cini ermqßen betrqchtltcher, aySretchen er Pro- vinzialfonds nicht hinretcbt? 11 dieser Beétehung, meme Herren, brxftet die neuere Zeit und die finanziekle Gesta tung unserer Staatsverhqlt- nisse be ere Ausficht als 'e vorher, doch aber vor der Hand nur eme Aus ch Ihnen ist die age unseres Staaxshaushalts bekgnnt,_- wür en Sie glauben, daß in diesem AugenblrckFoYrel led dtspombcl ist, um den Provinzen hinreichende FyndT Fur thre ctgeyen Zwexke zu überweisen. Die Staatsrcgterung 1| dteex An1cht th, fiezst aber der Anficht, daß der Zeitpunkt, eintreten wrrd, obald Yranßretcb die Verpflichtungen er üklt haben Wrrdß Welche es uns gc cnubex uber- nommen hat. Die cgierung at cn Standpunkt , dte Pro- vinzialfonds 5106 he ufteklen seten, urch Ueberwcrsung YOU Staaxsfonds, unter gleichzeiti er Ußzberwcisungbtsber__vo111Staate praftrrtxr Leistungen insofern verlasjgen, als fie gewcklt ift, uber dtese Grynzen hmauszngchn und den Provinzen, außer einer soxchcnßlbzwet zmg, noch andere Fonds zur Dispofition zu ftellen. Ste jvrll, um „te 6 Maßregel aus- zuführen, aber den Zettpunkt abwgrten, Wo dre r gmsann der provinzieklen Vcrjvaltung zur Qlusfuhrng gekommen cm 11:3er und wo die ffnanzicllcn Verhältnis? des , taatcs gestatten „Wcrch, den Provinzen Fonds zu Überwetsen, „set es 111 Kaprtal, set Zs m Rente, sei es, wie von einigen Sexten angedeutet und Zervunscht worden ist, in gewiffen Steuerquotxn. Aber, „a e dxese Fra en, meine Herren, in diesem Augenbxtcke zu ventxlrrcn, MUM nich? an der Zeit. Wir wiederholen dtc ZUsqgc, „dle ww ruher gemacht haben, in erweitertem Maße, abox Wir"kc5nnen fie night crfüklen, und dre Landesvertretun kann „sie ,1ncht_erfullcn, bevor, dte- jenigen Bedingungen eingetreten md, dre 1ch nur eben zu entwwkeln erlaubt abe. te die e Erklärun beruhigend W1r,ken,so wnxde es x_mch mcht

blos Ful; Allgetxnincn freugen; es wüxdcj mrr nasmentltch erwxmscHt sem für die Berathun dieser Vorlage, _dtc :ck als eme nothwendt e Konse- Juenz derjeniqen «chrittc ansehe, dre Wtk Hannover xmd He. en gegenJ uber ethan Haben, und die, wie ich (est uberzeugt bm, meme Herren, auch Eis in Ihrer Majorität genehnugcn werden,

an e der Ab eordneten im Entwurfc vorgelegte (H„esey, beereOfafchekjvndée rrichtugnZkeines GesammtzKonststortums ür die evangelischen irchen tm Negterungs - Beztrk 'Cas el lautet: ' "ll elm von Gottes Gnadxn Kömg von Preußen 2c., veroYernYi? „?Zuftimämng der beiden Hauser des Landtags Unserer

' t: Monarchtc, was folg zu Cassel, Marburg und

J. 1. Die evangclßschcn Konststorien den an eo en. . ' . Hanau 217MDie LeiftJn? aller Angelcgenhcrten der cvq11gcltschc1thrchc11 -. a el, insbesondere die Befugmffc dcr WHWZFZ .)

im Kkgierungsbezirk . ' [en an (16 durch Unseren Erlaß vom 13. Jumx1 Kontstorten, ge) f vorgesehene evangcltsche Gcsmmut-Konfi-

Gc„.=Samml. S. 583)

Staates und überhaupt eine Situation, welche das Zustandekommen

orium Über.