1872 / 11 p. 14 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 13 Jan 1872 18:00:01 GMT) scan diff

Art. 18. Die Rechte des Rumänischen Staates“ e en die “heren Konzes onäre die aus d ' . . , , _ em Gee e . MT.FF..?L§M§M“§L171111111219IFZTLMYL. 11 181111111" Hr.. V..1x....ch-s.......st“3........ ...s 111111121111111111 . . __ . er _: u_ngen er ru eren Jon e "ronärc wie die B ' ' ' Blelftrtedtgung der Subkonzcsnrpxare, dre Bezahlung saxnxntlxchersttm Lande bxfindlichen er1beiten ,und MateriérzlcilthndLZe dt;?)chExrxinrßßZFhTtxntheY slZl 611qu dre Bezahlyng dcr brs zur Uebernghmc der eren gemaß der Konze1ffon fälligen Coupons gehenaufdie Aktiengesellschaft über Eben o Jene ZTrreerUÉZre-ZLUYYZWZZZVTZFKZYYYIZZZKUK?!" dUteLtlrkt,welc?eU?§tsxfotrixe3eét sochéltt'e? ardrs der allen Konzession während der Dauér, wo 'Le ' * - - ' „tenge e a 1! ere : ie ren K " " dstesiety YZLYJFYJ néeJupsZYZeZ soi nwreN auf RYlt'rtlttwn „des von „thurn entzogenen DepotY Zu belxnglxr, ohnxtxzedsanFe icrxesnéezeMZanFaTl? v1'2eni Staat aYzlelTitet Werdén könnte, amen rt er, trgend em Recht m Anspruch nehmen zu können, das daraus gegen den Rumänislch en , „r . 14. Gleichzeitig mit der Promulgation des gegenwärtigen (Hefe es ollen drei Rumäni e K " ZYeFÉevßrerLZOIÜZZFYOYTYexrrtirtenkqttjtmxcr JdeeYRegicrulrx-Zg gecrhdälU?7 ?xerd-en wird, die fich nLY) BYWÉYÉÜnNrJMTnZva orxoobjk o aren enn tren rga toncn a an an eren Cou o s ' en » ' dre GeseÜYZaft w:rd„:hre Mixen Pur tm Verhältniß zu dry annétllirten Obligationen cmitxian FZTfenYeUltchMngsftempel aufzudrücken, und :e annulltrten Oblxgatwnen sollen der Rumännchen VTYicrung zur “Vernichtung übergeben werden. nicht ültgxilrxe'ianr seYcerr ZYHÉ Perwaltungsratheswyd dcr. „ctricbsdtrektion wird in Bukarest sein. Das Budget der Aus aben wird VorgengtDrYerYn.„- h t de1a tgu1.g durch dre Rumamsche Regrcrung und muß dtescr 6 Monate Vor dem Anfange des Be iebsjahres rc » egrerun a as Recht der Aufficht und Kontrolle in Bezug auf die Verwaltun dcs Bahnn ys Art.!ß. FieAktieneeklckatwirdr, ow [b'c' ' g -- ec. .. , lichen Ba??? TYfgcftJtejéHpW?iY 11xe Lb3“rZS§TckZÉ,01Tfor?1?irene„l Fertigstellung als bcrm Bau der 8111th dem vom Munstermm der öffent- r. . rc ee atatnitdasRctwd' ' . ' - veräußerYlntochlIit irgend einrésxl (1311 zuchfusionirenéké, e er dcrr Bestß noch den Betrreb der “Bahn an rrgend eme andere Geseklschaft zu Kraft bestehren. . A0e Bcsérmmungen dcr ursprungltchen Konzesnonsurkunde, dre nicht dem gegenwärtigen Geseße widersprechen, bleiben zu Art. 19. Dre Regterung ift ermächtigt, auf Grund dieses Geseßes mit der Aktiengesellschaft eine Konvention abzuschließen.

Zusatzbsstimmungen.

Art. 20. Im Falle, daß innerhalb 40 Tagen von der 'romul ation w" t' G ' ' ' inlabcr d'e v . " , g ' ,gegen, gr [gert eseßrs an„ du». Gesellschaft der Obltgatrons- wiT' fVlngLVÉFMYZTÉ? teetrrrng m Gemaßhctt mrt dcm vorhergehcnYen Arklkrl angearoettcte Konventron mcht sollte annehmen wollen, soll . . _ ra es am 3715. Oktober 1871 in Gemäßheik des Gcscßcs Vom 27/29. uli [. . vom S “ds ' " YTr'quwZFbdeitebetjlxexlawYetlZTia? c2[l]t*e/1]1]*,aF§§/]2' 868 ML? Hckrzögrn von chst und Rarin derxr JGrafen 861kasz errm teVZéÉYYTtsbSeYZU 1?th mänisjchen Staats frei von jedngÉelaftung. “auch m an egrrffenen Etscnbahnen, rm vollstandrgen und ungethetlten Ergenthum des Ru- er Jechte der YonerftxyäreJfinF erloschen. . . , te egteruyg e enn rmx “or erung an, in Bezug auf die Reklamationen von Summen die " ' ' ZÜTsxZZÜÉLUYZsdJäFZesJJbZlZNZY ZYYZUZZI svTndVÉtrtißbZYaZeriaÉY-m [;)dcr für OrganYrung dcs BckriebcsgesdcßrllZTFriFrekdYekfllernrkdetTiLoFeRu, "11311? c rn ' " " ' ' ' ' vor der FUMÉÖUMZÖLEU YYeLs-Z [)11 ardts ÖT???" Vefiß c1e1 trsrtea neden?!) arrest? ahn durch dre uhercn Konzcsüonare kontrahrrtcn Obltgatwnen, dre , ._ n a rgung cr nhabcr von Obligationen der altrn Konzesfionäre wird dieRumän' R ' (' Nominalw t ck , ', , , rschc «cherung„140,00„0,000 «Fr. ......... M3??? tnASchultderLsZkZYké-ngcn zu 72 pCt. Zrnscn und 7 Wk. Amortisation zahlen, so daß diese Schuld gettlgt sem soll mnerhalb . 1 ,er trnurä von 1 «00,000 Fr. , die das Finanz-,_Ministcrium rend des eitraums v ....... ' ' * unmrttelbar dre Obll atwnen dcr fruheren Konzcsfionärc aus dem Verkehr einziehct? und die Zchuld von 1040000000 aZlcxnrrjeréenémrd es

Durch Aner 261MHUT§JeZFerSchUW von 140,000,000 Fr. als einer Staatsschuld erwirbt die Regierung alle Rechte , die die nhaber aus der Konzcsfion vom "Z"""Déßrrnbér 1868 gegenüber der Regierung hatten, in Bezug aber auf die am “1. Januar und 1. Juli 1871 fällig

*

JTRJFFLen“Coupons wrrd in weiter unten folgendem Paragraph das Nöthige bestimmt; die Amortisation wird rnit dem 1. Januar 1872

, , . 117. Die für die Bezahlun der inen und dr A ' ' -- - , nöthtgc umme wird unverändert jedes IIahr Zs sStaatsbudZet cFZFcrtterxTn m den durch das gegenwarttgc Geseß festgefteklten Termmen

Z. 17- Die Schuldverschrcibungen des Kapitals sowohl als am!) der Zinsen dieser Staatsschuld Werden von jedwelchen Steuern

oder Abxzabcn, sei es Namens des Staats oder der Gemeinden, oder sonsk unter welchem Titel immer befreit sein. Die Qahlung der insen

wird an Rechnung des Staates am 1. Januar und 1. Juli 11.St,ci11cs 'edrn a r's an* d " ' Z London ((Blick)JTLZFrZTLMZstBIYZckZMZ _"inYWMFListeriun;ZZZJJFUZÖMKI ohchr BaLkinejxklitYFßertrchZFIreft, WW, «BMM- Pakts und ,. , , , a 1111 xlr, te 1 er yon , 0 r. der im ". 111 i ul'rt c“t ck - Bankhausern'er Vanfmftrtutcn zuxbewtklrgenÖurQ dercn Verméßclung die im FIZ stiprZiYÉelEie11113iFUZ1agtstlol§m2HJT,als Prowfion den oder Ban konstitutx YeerVLFLrtNtschIFer gltrn OblZJatwnrn g„e cn dre Schuldvcrschreibungen des Staates durch die Bureaus der Bankhäuér endet sein. 1 r umamschen egrerung o cntlrch bekannt zu machen find, muß spätestens bis zum 1. Juni 1872 Le- J. 171". DM Obltgatwnsinhabcr werden wegen Be ahlung der vor dem 1.Ianuar 1872 fälli gewordenen Coupons oder wegén

sonfti er wie immer tt ' - -- . ., , , BezalZlung verantwoéxtelciLcrhcüexdensprüche, dre auf das Depot ezug haben, fich an dre fruheren Konze tonare halten, dre allem für deren

Der Staats-Kommi arius Ür die Ei enba 9“ * N * - -' Berlin, den 12. Januar 1872. ff f s hn Roman BUTÜLLÜ- „UU jR-F.e28ec11:20ti

leich geachtcten Gymnarums m't d' ' ic Univerfitätsstudicn, )" 1 em Zeugmß der Reife für 11) thruiYW ciner vollständigen Universität als immatrikulirter Salzwedel, den 5. Januar 1872. D e r M a i | r a t. WeiZ.

[138] Bekanntmachung.

Nach dem von dem vormaligen Raths-Kämmerer Ern Wil [m Muller 111 dem Testamente (16 111110 Salzwedel, dcn 24.Ia?1uar1h“7935,

gestifteten Univerfitäts-Stipendium smd:

&) die Söhne der durch Männer abstammenden männlichcn De- cendenten des Bruders des St" ters w ' ' " Tn Braunschweig, ck , erland Luthg Muller

b) die Söhne der durch Männer abstammenden männlichen De-

scendenten des O eims des St“ t s ' " . Burchardt zu SYlJchel und lf er ' Wetland [)1' BUILT Nrklaus 11116 130511111811111611 11611111611 ZSZtSUUUZ'SU an auf 1116

0) die Söhne der WM) Männer abstammcnden männlichen =

WMF??? ZeYFferdFZ cfr)1nd GsevgtteÉsldcsttifters, weilZed ““"„uulßn (181' - . , „e o rler“: Freer m aZWe el “] tb- ]] 1113101:er erste Rethe zur Thetlnahme an dem Stiprndium berufen 3" Wlk - SO 3“

Ari Gru , , * - - 111 (1611 X(d'ni 1.1)1'61188. 813 t - - “S-ÜWf «MMI? d§en1112§ésuk111r1Y5J LHZYFYZMZÖYYZZleY W“ “M (?MZMl'ZskWtäx' UTZSZZQFZFFZZÉYZZ93311111JMFH SLZ! xlelngYZkMLeÖfordern wir Diejenigen, welche ?u obiger Kategorie .setien YYYFZTY'" KM1FYZZ"KMÜ ()* WU Z317j3tj- * ** Zeh mit ihrenaA ewcrber urn das Sttpendtum au treten wollcrr, auf, umuk“ . 1, U11 annabeua erwhoint eino

Usprucben ber uns zu melden und dieselben gehörig ' m'“ "" "5.3 für “|“" xmms Jahr 4 'l'balor.

und vollständig dar uthun binnen acht Wochen präklufivjschcr Frist. ]n861'316 in (1811 ÜUUÜLSU 111111611 (116 121761165156 76rbr6jrung

Unerläßljche cdin un en 111111 127616611 311J61101m116117011 (16126ir1111 8-11 - * ' Stix) endiums sind: J I der Zulassung zum Genusse des yonüaassnstolnsr70:1011118611111 uml (1NFUWZHTJZZJFYFYWFZ

& :der chhweis der Entlassung aus der rima eines prcu ichen nyealtjon ae" *""“19" “w" [““"Ü'ÜUÜW'ÜÜ oder cmes von dem Herrn Kultus= inifter den preußixchen 301111], 91. ijmLkZÜkä-JIG. ,

Hier fokgt die besondere Beilage

Besondere Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeigrr.

M' 2 vom 13.

Januar 1872.

Inhalts-VerZeichnioß: Das Deytsrhe O„bcr-Handelsgrricht. -- Dqs Gebiet und die chölkerung des preußischen Staates. - Die S iel- waaren abrtkatron tm Kömglrch sachfischen Gerrchtsamt Sarda. - Ueberficht der Fachkalender. _ Die Illustration der deut chen

Dichtung. lll.

Das Deutsche Ober-Handelsgericht.

Seit dem 5. August 1870 ist zu Leipzig ein anfänglich nur das Gebiet des Norddeutschen Bundes_u1nfaffendes, jeßt aber wirklich Deutsches Ober- andelsgerrcht thätig, über dessen weitreichende und praktisch br eutsameNechtsprcchung wir fortan Bericht geben wollen. Das Deutsche Reich entbehrte seit der Aufhebun des Reichs-Kammer erichts in Weylar ?6, August 1806Z, al 0 während, voller 64 ahre , cines emein amen Gc- r'rcht hofes, dessen W1edererstehung wir dem undesgesex; vom 12. Juni 1869 zu danken haben.

Das Bedürfnis; einheitlicher Normen für das an*Lan- desgrenzen und partikulare Auffaffunßen sich nicht bindende Ver- kehrsleben hatte im Deutschen Zol verein unabweisljch sich herausgestellt und zu der AUg.Wechsel-Ordnung von 1848, nebst Nürnberger Novellen von 1862, sowie zu dem .5' andels-

eseybuch von 1861 gejührt. In der Praxis zeig e sich je-

och bald, daß diegcmernsameGestaltunJ des (materiellen) Rechts nicht enüYglte, so lange "eine gleichmaßige Handha- bung dieser ?ür [le ergangenen Saßurrgen nicht esichert war. Hierfür, soweit es ohrxe gleiches gerichtltches Verfaßren 111ögl_ich, eme Garantie zu bieten, ist das Deuxsche Obcr-Handels-

ericht bestimmt, indem es grundsäylrch für bürgerliche - treitigkeiten in Handels-„ und Wechsel-Sachen, an Stelle der bisYer darüber end ülxrg urtheilenden, obersten Landesge-“k richtshö e und unter VeJeitrgung der Aktenversendung an ja- ristische Spruchkolle ien oder Univerfitäts-Faku[täten als leßte Instanz berufen un ein eseyt worden ist.

Die Anrtswirksamkei des Gerichtshofes wird jedoch durch den Rechtskreis der Interessen, welche zu seiner Errich- tung Anlaß gegeben haben, nicht genau und nur unvollstän- dig bestimmt. Sachlicl) umfaßt dre Kompetenz desselben - aus praktischen Rücksichten -- .

1) nicht alle Proze e aus Handelszées äften, wre Z. 13 Nr.1 des Gescxzes vom 1'. Juni 1869 ergiest wodurch in das Rechtsleben die wichtige 1111tersche1drrng materieller und pro- zeffualer Handelssachen gebracht wird ,'

2)chauch andere, als Handels oder Wechselsachen, na- mentt :

3) die nach». 14 desselben Geseßes durch eine Kla en_häu- futLYIZfblelzw' Wiederklage ctwa angezogenen gewö nlrchen S ei (1 e, 11) Yacdédrucksachcn (vergl. Bundesgesey vom 11. Juni 7 , 6) Entschädigungsansprüche aus „den BundesgeseZen vom 1. Juni 1810 oder vom 7. Zum 1871.

In territorialer „Beziehung greift die „Thätigkeit des 539er über das eigentliche Bundes-, jeßt Rerchs ebrex [)m- aus , sofern das Rercthericht » Und zwar mrt achlrch un- beschränkter Kompetenz -- ,

1) nach dem Geseß vom 22. April 1871_als oberZLerGe- richtshof für die der Bundes-Konsulargerrchtsbar ert un- terliegenden Sachen oder , _

2) als Kaffationshof fÜr das Nerchsland Elsaß-Loth- ringen fungirt. . . _

In diesen beiden Fällen, sowre derm Nachdruck oder bei solchen gleichzuachtenden unerlaubtrtr Nachbrldungrn, Auff- führungen 2c. isi das Ober: a11dels?errcht zuglerch unt stra gerichtkrcher Jurißdiktion au gestatte .

:

Bis Ende Juni 1871 hat der Gerichtshof die ihm oblie-'

genden GeYchäfte unter Mitwirkung, aller anwesenden Mit- glieder erle igt , dann trat für zwcr Moncrte em besonderer »Ferien-Senata in Thätigkeit, und sert Anfang Sep- tember 1871 geschieht die Rechtsprechun -- auf Grund. des inzwischen ergangenen, vom Bun leatl) - enchmrgtexr GeschäftsreZulativs - ,in zWer_gesonde_rt9n enaten, dre nur ausnahm weise zum .Plenrzm „ftch verermgen. . Die bisherige, manmgfach m ublrche Anschamrn en ery- reifende und fortan norméebende. Grsarxzmtwrr samkert es Gerichts (bis September 187 ) wollen wrr fur das Deutsche Wechselrecht durch einerrfich auf das praktisch bedeutsame richtenden Rückblick vorfr'r ren. - * *_ 1) Der Wechsel als ür den Umla"u bestnnmres, _m- doffables Papier muß 7 e1bst die dadurch begrun eten Verbmdlrch= keiten genau bestimmen, alle wes entlrchen Erfordernrss e aus

der W e ck s e l u r k u n d e erkennen lassen. Es darf daher zu etwaiger

Ergänzung der Wechselschrift nicht auf die bei der AuZftellun

getroffene Vereinbarung zurückgegangen werden,“ Erkenntni

v. 11.0ktobrr 1870. Doch schließt dies nicht aus, einzelne Un-

genarrrgxerterx der Fassung aus dem Gesmmntinhalt des

Wechsels rm We e der Interpretation zu heben; Erk. v.

15. November 18 0.

2) Die einzelnen Akte des Eintretens in den Wechselver- band begründen selbständige Ohligationen, die nur in der Wechselsumme, als Objekt der Letstung, cinen sachlichen Zu- sammenhang haben. Em Jndoffant kann daher, aus besonde- ren Gr1'111den„ dem Jndoffaten oder einem späteren Wechsel- rnhaber"gegcm'tber fich außer wechselmäßiger Verhaftung befin- den, wahrend der Acceptant unverändert verpfiichtet bleibt; Erk. v. 18. Okt. 1870. Beim Abhandenkommen des Wechsels eht der Rückgriff gegen die Girantcn und den Aus e1ler verloren, der Acceptant aber kann nach emgelertetem Amortisationsverfahren zur Deponirrmg der Wechselsummen, auch bei geleisteter Kaution zu direkter Zahlun , ar) ehalten werden; Erk. vom 20. Dezember 1870.

Au dyreFem Prinzrp der Selbständigkeit der einzelnen Wechselverbrndltchkcrten, verbunden mit den modernen Grund- säßen von der Territorialität der Rechte, beruht die bekannte, vielbesprochene Entycheidung vom 21, Februar 1871 Über die Unwirksamkeit der franZösischen Indultgeseygebung vom 13. August 1870 (un ihre Fortseyung) fur in Deutsch- land gegebene Giri 2c. Dem Wortlaut nach den französischen Acceptante112c.lediglich eine nach lokalen Rücksichtcn an srch statt- hafte Protestfrist gebend, haben die angedeutexen Geseße sachlich eine Prolon ation der Wechselahlung emgeführt, welche allerdin s den erpfiichteten, die au? französischem Gebiet leben, zu Skat en konmxt, gber für Deutschland und hiesige RechtSakte bedeutungslos er1chemen mußte. , , ,

Z) Der wechselmäßige Anspruch emes Gläubigers [dsf xrch vermdge seiner formellen Natur und seiner Selbständr ert schon im Entstehen von dem die Wechselausstellung veranla en- den Rechtsgeschäft ab. - Aus Le tercm herriihrende Rechte und der Wechselanspruch verhalten irh nicht wre Leistung und Gegenleistung zu einander. Eine Ntchterfüllun etwaiger Ver- pflickÉungen aus dem unterlre enden Geschä?t hindert daher die eltendmachUng des forme en Wrchselrrchts nur, werm der beklagte Wechselschuldner die persönlrche Emredc der Argltst zu begründen Verma . Erk. 13. 25. Aprrl 1871.

Dirse leßtere mu aber beftrmmt aus besonderen, den Wechsel- anspruch modifizirenden, formgü1tigrn Abmachungezr srch er-

eben,sonst dringt der Beklagte damrt mcht durch. Es blerben m der raxis dre betreffenden, nur ganz aklgemern aufgestellten Em- reden (z. B. mangelnder Deckung, der Srmulatwn 21.) ohne

ErfolJ, wenigstens bei dem hierin konsequenten Ober-HandelZ- erich.

g 4) Die Zahlungszeit eines Wechsels ist genügend be- immt , wenn im Wechsel , “der'en Tag und Monat mit em usaß 01". (d. h. 1111111 GUkkSnij) angegehen worden. Erk.

v. 7. anuar1871. Doch muß der sd beze1chnete_Verfallta

im laufenden Jahre noch 1116 [ich sem, dem) eux Wechsr,

deffen Zahlungszert vor dem Au stellungstage (regt, 1| ungul-

tig. Erk. v. 11. Oktober 1870. _ _

Die Zahlungszeit muß in fich bestnnmt sem,“ wrrd fix quf oder nach Kündi ung gestellt, so rst derWerhsel ungulxrg. Auch kann die Za lungszeit_ des Wechsels PUUZLPLLÜ nur eme sein. Jede Alternative hierm macht dezr Wechsel selbst dann ungültt , wenn eine der getroffenen Bestmunungen unstatthaft ist. Er. v. 6. Juni 1871. ' _

6) Die am Rhein und, m Westfalen mcht seltenen vom preußischen Ober-Tribunal erher mcht anerkannten sog. , e r th = wechsel (lautend auf X Thaler oder Werth) find grltr ,' Erk. v. 7. Februar 1871. Ebenso Wechsel, welche auf eme be immte Summe in Courant oder Münzen (bezw. Sorten) »nach Coursa gestellt sind,“ Erk. v. 4. Marz 1871. ,

6) Der AuZfteller emos, an er;?ene _Ordre gezogenen Wechsels wird als solcher von ferner wech elmäßigen Verbindlich- keit dadurch nicht ,befrert, daß er den Wechsel mit einem aus- drücklich die Gcwährlerstung ablehnenden Jndoffament begiebt. Erk. v. 8. November 1870, welche Entscheidung das Schwanken.

der bisherigen Praxis beseitigt.