1872 / 17 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 20 Jan 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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aus gehen fie bis nach Gießen. Also weil in Kalk Wagen rcparirt Werden , die über die Cöln-Mindcncr B9l1n_laufcn, Muß man „an- nehmen, das; die Kalker Wcrfsiatt auch für dlc Interessen der Coln- Mindcncr Bahn arbeitet; folglich muß der Gemeinde Kalk auch em Theil des Rein-Einkommch dcr Cöin-Mindencr „Bahn zusfallcn. Was diese Deduktion anbetrifft, inerne Herren, so wurde 161) fie ugcbcn, wenn wirklich nacizgcwwsen. Ware, daß dxc Werk- rätte in Kalk dazu „beitragt , Rcmcriräge für die. Cöln- Mindener Bahn zu “erzielen; dann. würde es auf die L„agc dcr Werkstätte resp. darauf, daß fie nicht unmittelbar nn dcr _C01n= Mindener Bahn liegt, nich? weiter gnkommcn. Aber 1311 Deduktion ist thatsächlich unrichtig. Die Kommission hat nicht genugend beachtet, daß dicCöln-Mindcncr Bahn ihre eigenen, für ihre Zwecke vollkonnnen

ausreichenden Werkstätten, namentlich die Centkalwcrkstättc in Dort='

Umnd 11111111. Will man nun auch der Kommission so weit entgegen- kommen wir irgend möglich, so entsteht doch immerhrn sofort die "rage: wie soll degm dcr Anthcil dcr Kalker Werkstatt an dem Fieincrtrngc von (Köln - Minden ermittelt wcrden? Das „kann doch nur in folgender Weise geschehen: die Gcsanm1tlc1ftun- gen der Dortmunder Werkstatt und der Kalker Werkftaxt muß man zunächst zusa1mnenrcchnen und fix dann auf die beiden Bahnen Deuß = Gießen und Cöin-Mmdcn nach dem Verhältniß rcpartircn, welches sich ergiebt, wenn man dcn'gcsani'inten Betriebsnmfang auf Dcuß-Gicßcn cxncrscits und auf Cokn-Mmdcn nndcrcrscits mit einander vergleicht,“ alsdann aber muß nian zusehen, ob nunmehr dir Werkstatt in Kalk mehr leistet, als bei 1110119101111- tirung aux fie entfällt. Das Resultat ist _alsdann abcr, dreses, daß die Dortmnnx-cr Werkstatt eher für Dcuh-Grcßcn nntarbcitet, als Umgr- kclyrt die Kalkcr „Zchsxatt fiir Cöln-Mindcn. Demnach treffen die Vorausseßungcn dcr Konnnisfion nicht zu, und man rnuß dalxcr 1agen, daß für die Erzielung des Reinertragcs 1,1011 Cöln-Mindrn dix Ka!kcr Werkstatt von keinem Einfluß ist, daß fie feine Reinerxrägx fur Cdln- Minden erzielen hilft. Weil das nun nicht der Fall ist 10 muß .der Anspruch der Gemeinde Kalk zurückgcwic en wcrden. Äus allcndie- scn Griinden bitte ich das Hohe Haus, xcn Antrag der Konnnimon

abzulehnen.

_ Im Verlauf der DiSkusfion nahm der Regierungs- Kommiffar noch einmal das Wort: '

Ick möchkc zunächst, meine Herren, mir eriaubcn, hervorzuheben, daß es sich hier um eine administrative Rechts ache, handelt, daß es lediglich daraux ankommt, welche der beiden artetcn nach La e der Geseßgcbung und der faktischen Verhältmffc Recht hat, so da gklc die von einem geehrten Herrn Vorredner hervorgehobenen vermeint- lichen Bikligkeitsgründe, Bclaftun der Gemeinde 1c. 2c., nach Lage der GcstYebung ohne jeden Belang ind. ,

ann erlaube ich mir, dem Herrn Abg. Lauenstein nochmals zu erwidern, daß er das Reskript des Ministers von 1869 drircharts un- richtig auslcqt, eventuell bitte1chdcnHrn.Abg.Lauenfte1n,nur die1cnigcn Stellen des Rcskriptcs vorzulescn, aus denen er dasjenige folgern Will , was er be auptct. Ick behauptebcstinnnf, daß es nicht rirhtig ift,- wcnn dcr „err Abgeordnete Lauenstein sagt, nach dem Rcskript habe der Minister des Innern die Ansicht, daß,. wenn eine Eiscnbahngescll- Ychaft sich eine Maschineanrkftcitte für ihre eigenen Zwecke anle 1, as wie ein chondcrter Gewerbetricb hctrachtct werden und dichr Betrieb der Ma chincnwerkftättc ganz für fich allein und abgesondert von dem Eiscnbahnbetrichc betrachtet und beurthcilt Werden müsse. Das hat der Herr Minister des Innern nicht g'esagt, wndern das Gcgcnthcil. In dem Rcskript heißt es, soweit es hier rn Frage kommt: »dcm entsprechend „hängt auch die Entscheidung davon ab , ob die in dcr Maschinenwcrkstatt zu Langenberg zur Aiisfr'ihrung kmnxncndcn Arbeiten als zum Gewerbebetriebe der Bergisch-Märxijchen Eisen- bahn gehörig, anzunhen finde. Es wird 6110 die Frage cstht: gehören 'dtc „m der Werkstatt gemachten Arbeiten zum 1"isenbahnbetriebc? Und die Frage wird demnächst dahin beantwortet, es liegt kein. Grund vor, dicgcdachtenArbcitcnfür etwas anderes, als x'ir cinqtz mtegrircndcn Theil des Gcwcrbcbetricbcs der Berxisch-Märqun Emcnbahn zu,erklären. Demnach kommt es bei dcr curthcilung der Sach; lediglich darauf an: erzielt die Eisenbahn- gcseUschaft durch ihren Ersenbahn-Gewcrbcbcirieb ein Einkommen? und wenn se ein solches n1ch_t erzielt, so es meines Erachtens völlig unzulässig, zu Jagen: dxe Eisenbahngesekljchast verthrilt zwar keine Zinsen und Dididcndcn, abcr fie dat irgendwo eine Werkstatt und dtc hat sie nicht zu ihrem Vergnügen, sondern, so dcdnzirt dcr Hr. Abg. Lauenstein, sie Hat daraus ]cdenfails den Vortheil, daß fie sich die Sachen, die dort gemacht werden, nicht an einen dritten Ort, bcßrllcn und theurcr bezahlen muß, folglich profitirt ste so und so viel dadurch, daß fie die Werkstatt hat und das- jenige, was sie wcnner Schaden hat, rechnen wir ihr als Einkommen an Un beziehen davon Einkonnncnfteuer. Das ist meines. Crack,)tens cine unrichtige Dcduktion.

Endlich komme ich dgrauf zurück, daß es in der That Vollkommen gleichgriltig ist, daß die Cigrnthümcrin dcr Dch-Gicßcncr Eisenbahn 110111 eine zweite Bahn hat, die fich rcnkirt. Man wird nun und 11111111111111101 behaupten wollen, daß, wenn Jemand in der Gemeinde 521 eine rentable Fabrik [1.11 und in der Gemeinde B gleichzeitig cine nicbt rentable Fabrik, das; er dann in der Gemeinde B chhalb zur Emkonnnrnßcucr Hera'ißuzicbcn ift, Mil die Fabrik in der Gemeinde Y fich rentn't. Aus dic1cn Griinden kommt es _auch für die Gemeinde 51101 IM 1111111 Ul Betracht, daß die Ge cllschast, welcher die Druy- (Hicßcncr Bahn 'JLHOÜ, noch eine zweite 31iscnbahn hat, die rcntabrl ist.

Ich brttc Wiederholt um Ablehnung des Antra-xxcs dcr Konnnixfion,

-* Bei der Berathnng des Etats der StnatZ-Lottcric cr- klärtr zudem 2111110091126 Abg. Schröder, die Gehälter dcs Vorjtehers und des 3100th Direktors nls künftig wcgfallcnd 311

bezeifcxncn, der Regierungs-Kommiffar Geheime Fmanz-Rath H0 mann: . „Meine Herren! Die Zahl von _Stexlcw für Hicjenige Behörde, welche die Lotterie verwaltet, Zrschcmt m thrcrmchigcn _Gcstaltun nicht neu in dem dies1ährigen tht, sondern_fic ist 111 gleicher Wei e unverändert in einer ganzen Reihewon fruheren Etats schon vor- handen. Wenn ,man in friihcrcheit, cs zweckmaßig Befunden hat, gerade diese Behörde kollegialistb cm;.„unchtcn und diesen _erwaltungs- ZWeig nicht einem einzelnen Beamten 1111318 Hand zu geben, 10, glaube :ck, licgcndthründe, dicdafr'ir obgcwaltet haben, 3111111101 nahe. Einerseits handelt es fich hier um eine Gcldvcrwaltung 11011zicmlich erheblichchm- fange ,' sodann abcr - und das ist der Hauptgenchthnft- handelt es sich hier um einen Zjvcig des Dienstes, wo dem luckszufall cin unge- heurer Spielraum eingeräumt ist. Das ngtraucn zu einer Staats- lotteric wird natürlich in dem VTaße bcßchcn, aks die vollständige Garantie dafiir gegeben ist, daß bei dcr Vcrthcrlunq dcr Gcwinne eben nur der Zufallund111chts weiter als der Zufall cnt1chc1de1 Diese Gründe find glaube ich, “icmlich gewichti , und sic finnds gcwcscn,dicdazubcstimm haben„die Échördc in dieser eise zu orga11tnrcn,1in_ddicsc Griinde würden es unérrläsfig erscheinen laffen, an der kollegiali1chen Einrichtung der Behörde etwas zu ändern. Nun, meine Herren, wenn Sie einen Blick auf die Zahlen werfen, so werden Sie schen, das; im iibrigen die kollegialischc Behörde so billig wie möglich eingerichtet ist. Ein einziger von den Beamten bezieht ein 1101er Gehalt, dic Übrigen Beamten sind durchweg ans anderen Stcklcn [)erangrzvgrn und beziehen nnr neben- her Gehälter fiir die (3301116106 Ick glaube , daß sach11ch kein Grund vorliegt, in diejer Einrichtung etwas zu ändern.

- Bei Verathung eincr „Petition aus Alt-Rahlstndt: 11311 vsranlaffen , daß 11111 'der Ernfr'ihrung dcs Gescxzes Über d1e Aufhebung des Jagdrechts cms fremdem Grund und Boden m

Schleswig- Holstein, auch die [1115th gezahlxen Iagdablösun s- gelder in Wegfakl kommenéé, erklarte der Staats-Mim er von Selchow:

Ich kann auf die gestellte Frage eine sehr, bestimmte Antwort eben. Es hat unpassend gcschienen, gegenwärtig in einer einzelnen *rovinz des Staates das Jagdrecht auf fremden Grund und Boden

fortbestehen zu lassen, während es in allen übrigen Provinzen bereits beseitigt ist. Des1vcgen ist von mir eine GeseßeSvorlage ansgcarbeitet und wird auch, wie ich laube voraussc cn Zu diirfen, noch während dieser Se fion dem Hausge vorgelegt wer en önnen. Es ist nicht die Absicht, ie zuerßzdem andern Hause vorzulegen, Weil auch1ch meiner- Leits die innere crwandtschaft mit dem allgemeinen Ablösungsgcse e, as ich heute vorzuxegen die Ehre gehabt habe, anerkenne. Das Ge es ist in meinem Ministerium bearbeitet und in den weiteren Stadien, die es zu durchlaufen at, nur dadurch etwas aufgeha1ten worden, daß einxlne Bedenken agegcn angerc t worden smd, dre aber zum großen „heile me r formaler Natur md, und ich laube, die Er- klärung meines xerrn Kommissarius in der Konnnifion hier nicht blos wiederholen, wndern, Wenn es gewünschx wird,_ auch dahin de- klarirxtnbzu können, daß die Einbringung die1cs Gejeßes sehr nahe 10101 e t.

- In der Berathung des Etats der Seehandlung nahm nach dem Abgcxyrdneten Schröder (KHM svcrg) zu dem An- trage dcr Konnmffare dxs Hausesz 1) dre «taatsrcgicrung auf- zufordern: auf die baldi e Veraußerring der gewerblichen Eta- bkiffementH der See an lung, crnstlrch Bedacht zu nehmen, 2) zu erklaren: der "(ettogewmnwer Seehandlung aus dem Jahre 1870 rm BetraZe von 558,093 Thlr. 19 Sgr. 8 Pf. ist zu all ememen Staqf Zwecken verfrxgbar und dem Landtag ist Über Lerwendung dieser Summe eine Vorlage zu machen, der Finanz-Mrmstcr Camphanscn das Wort:

Meine „Herren! Was den Antrag betrifft, mit der Veräußerung der gewerblilben Etabliffemcnts der Scehandlung vorzugehen so würde ich diesen Antrag uthcißen, wenn dre AquÜhrung ebenso 1eichtwäre, als wre es leicht iZ, einen „solchen Antrag [)inzusteUcn und die .Be- l)auptung anfzustellcn: ]a die Vcraußcrung müsse doch gelingen, wenn der gute Wiklc da wäre.

, Erlauhen S_ix mir, daß ich auf das, was geschehen ist, nachdem ww 31.11th uber d1c1cn Gegenstand verhandelt haben, etwas näher eingehc. Das Haus hat im vorigen Jahre. deannsch ausgesprochen, daß die Srehandlung, wenn irgend möglich, ]cdoch ohne fir zu verfehlen ern, nnt'dcm Verkaufe dcr “AMW dcr Pakent-Papiersabrif vorgehen möge. Meine Herren! Das ist gc1chehcn,' ,die Scebandlung ist in die Lage gebracht worden, daß ihr, nachdem ihr mehrere unacccptable Offerten (1111101111 waren, auch 0119 acceptable Offerte gemacht worden ist, und 11.1 hat nn Lauf? des dorigrn Jahres Weit mehr wie die Hälfts der sammtlxxhcn Aktren, dic fie in_Bczug aufdiescs Etablissement noch besaß, zur Vcrgußcrung qcbrqcht, Sie hat in solchen Aktien einen Betrag von 90,000 “11111011 Preistn _vcrfnrist, die weit Über [1ka gehen, einen Posten zu 1423711111. und einen anderen Posten zu 150 pCt. Die Scehandlung Wird (111111 heute bereit sein, mit diesem Verkaufe vor- zugrbcn, Wenn sec Käufer zu annehmbaren Preisen findet.

Dann, meine Herren, hatte die Scehandlung die Veräußerung

„drs großen Mi'xl)len-Etabliffcmcnfs in Bromberg ins 20ng gefaßt.

Es ist Jhncn bei den friiheren Icrhandlungen _ 100111 :ck mich 191111, entsinne, war es schon vor zwei Jahren » angr- kundnn worden, daß man die Vorbereitungen treffe, um mit einer sol- chen„VrräUßcrung vorgehen zu können. Diese Vorbcryitungcn haben 3111101110 darin 111010111 miiffcn, dic Vcdingungcn grnau zu formu- lircn, Unter welchen ein solches Etablissement 111111111111 werdcn könnte.

, Es [irgrn dort schr schwierige Vcrhältniffc „Wr. T1"? Besixung 1111111

in il1rrn

crstcn Anfängen ist _m der

__ 0111110119116), 1111 Iaickrc 1842, 2111111111 crworbcn

worden, um das große Vcricsc-

sungsprojckt in der Tuchelcr Haide zur Ausführungd bringen zu können. Zu dem Ende war es n'o'thi , daß er Bcßß und dryBcherrschung ,der Wasserkraft bei dcr ramaligen Herkules- Müble m Bromberg m dre ändc des Staafes übergebe, der auf dieses allgxmeinc Interesse Rück1tcht nehmen könnte. Die Scchandlung at nzm cine ziemlich ausgedehnte Korrespondenz darüber gehabt, wie Fc? dic Bcdmgungcn würden formulircn laffcn, um ]cnem Zwecke e einer Veräußerung nieht in den Weg zu treten. 'Als man glaubte, hiermit fertig zu sein, da blieb noch übrig, fich init der Voerwaltung dcs andelH-Miniftcrii in Verbindung zu scßcq, urn fcftzmtellcn, wie es hinsichtlich der Schiffahrtsvcrhältnéffc auf dcr Brahe 1111 c- stalicn würde, Wenn dieses bis dahin m dcn Händen dcr «tna 5- Verwaltung befindlich gewesene Etablissement in Privathändc Über- ginge. Diese Verhandlungen haben gcrqumc Zeit in Anspruch ge- nommen; itideZZii schon im Jcbrxiar vorigen Jahres hat zunächst der Herr ÖandelL- rimftcr dcn l_rbhastcn Wunsch auchsprochcn, daß zu einer solchen Veräußerung n1cht gcschrrtten werden 1116 c, Und znmr im dringendsten Interesse der Schiffahrt weil viele Dinge, die der Bcfißcr, so [an e wie das E1gcnthum 0/11) in dcnKändcn der Staat:?- rcgnrung bcfin ct, fich fiiglich gefallen läßt, ic cr bereitwillig Fhut, nicht erfüllt werden 1011an- sobald das Etabliffkmcnt in den „Händen eines Privaibcfißch wäre, und wenn aUe die Bedingungen dcmsKontrakx -_21b1ch[uffe hinzugefügt wcr- den solltcn, die den Privatchßcr in dicjcr Beziehung 116111, abhängig _machcn dyn der VerWaltung chr „Schiffahrts-Jntcreffcn, ann war vorauZzunhcn, daß ir end em Prwatbefißcr fich nicbt dazuentschlicßen würdx, ]xncs Etabli emcnt ZU erwerben. Das hat dahin geführt, daß sich dre Regierung - ich kann sagen zu meinem persönlichen Bedaiicrn - wird entschließen müssen, ans die Veräußerung des 'Etabliffcments m Bromberg zu verzichten.

Wenn nun aber 111th gxmcint Werden sollte, daß diese An- forderung für die Staatsintechen einc bcwnders nachthcilige sei, so 111111111) mir erlauben, dem Hohen Hause die Mittheilung zu machen, daß in den 10 Jahren von 1861 bis 1871 es nur ein einziges Jahr gegebcn hat, in welchem dicses Etabli1emcnt mit Verlust gearbeitet hat, daß aber in allen anderen Jahren anxchnliche, zum Theil außerordent- lich hohe Gewinne dadurch erzielt_wor cn smd, daß dichrzinsung des Vuchrvcrfhcs des Etablissements, wwic der durchschnittlich Verwendetcn Betriebskapitalicn in die1cn Jahren 208,276 Thlr. betragen hat,“ man würde also in_ diese Zahl nut 10 dividiren müssen, um zu dem Ia rcsdurchschnitt zu gelangen, d. 1). 20,327 Thlr, und daß während die es Zeitraumes cin Reingewinn von 415,174 Thlr. 22 S r. 6 Pf. au gekommen ist. Demnach hat fich das bei dem * tabliffc- ment hcschäfiiYe Betriebskayital, das fich die Scrhandlung zu Lehr billxgxn „_,insen verschaffen kann, und ferner der Buchwerth

er Etablinemcnts, der zu 4 Prozent Zinsen gerechnet wird, -- also das in dieser Weise theils durch Festlegung in Immobilien, theils durch Hergabe zum Betriebskapital beschäftigte Kapital hat während eines Zeitraums von 10 Jahren durchschnittlich gerechnet - nicht in jedem einzelnenJahre 12171... PCt. Zinsen aztxgebracht. Meirichrrcn, Sie werden „hcgrcifcn, daß das Staatsintcrcffcnichtsehr lcbhaftdazu indrcingt, dieses Etablissement veräußern zu müssen, und daß, wie er Staat ich des Befißcs von Mühlen iiberhaupt nicht durchgangig cntschlagen ann, er von diesem Stand unkte (zus cs verschmerzcn kann, wenn tcr „Fnöthigt ift , das Etabli, cmcnt m Bromberg noch weiter zu be- rei en.

Hichon abgesehen, meine Herren, bcfißt dic Scehandlung Über- haupt, Alles in Allem gerechnxt, nur noch zwei ewcrblichc Etablisse- ments, ein | r großes m_„Erdmannsdor und ein zjveitcs kleineres in Lan cLhut. Bude "nnd bestimmt ,für Flachsspinnerei, Erdmannsdorf weitergehend. ngleich Weberei umfassend, und urspriinglich Yibstct lediglrch aus der wyhxwollcnden Absicht, der dortigen e eröevölkerung dnucrnde Bc1chaftigung zu sichern. Ms ich vor Jahren das Präsidium der Seehandlung iibcr- nabm, war das Etablissement in _Erdmannsdorf meine Zrößte Sorge. Dama1s sal) man es als 1101111; selbstverständlich an,

der Staat in Bcziehung auf dreses „Etablrffcmcnt keine andere Auf abc lösen könne, als nntmcincm mehr oder, Weniger „gro en Verluste die philanthropnchcn Zwecke„ die man ms Auge gefaßt kaffe, zu unterstützen. Dqs Etabliffcmcnt wurde ursprünglich für ebenskräftig anJesehcn; es ist m_ehrmals dcm Publi- kum zum Ankauf angeboten wor cn, zuleßt, wie ich danerrcnseiner- Zeris mitgetheilt habe, 1870. Und, 111einrHcrren, bx) der letzten Aus- cßung dicses Etabliffcments, wo die Bedingungen fur die Submisfion auf den Wunsch einzelner Abgeordneten„ völlig frei auch hier mit- Yheilf Worden find, ist iiberhaupt gar kci11G_cbot abgegeben Worden. ie soll es denn nun die Staatsregierung anxangcn, es zu veränszcrn, meine Herren? Ich sage: es ist 1111110110111 gar kein Gebot Jbgcgcb cn worden. Seitdem haben wwsdcn Kriegs gehabt Und ]th haben wir eine criodc großen gcwcrb11_chcn Arrf ch1vu11gs, bis zum heutigen nge i1 aber auch während dir1cr Pexwde des großen gewerblichen Aumchwungs irgend eine ernstlick) gemcmte Offerte für das Etablissement in C'rdmannsdorf nicht abgegeben worden. Der Herr Vorredner verwahrt fich, dachcn, daß er dcn Staat nicht darauf hinweistn 1110111, fixk) nut den .Herren Gründern cin- zulaffcn. Meine Herren, das 'WÜÜZL aiich nicht guk 111111111111 sein, wenigstens nack) drm, wnZiniriib-cr ahnlich Prozrdnrcn berichtet wor- den ist; da bcginnt man ]a gewöhnlrch dannt, daß man ein Objekt fur einen mäßigen PrciZ crstcht Und dann Abnelnncr für einen bei weitem [1131111111 Preis findet. chn ?LT'SÉJÜt (1111, eine Veräußcrnng ich einlassen will, dann wird er 11011101be 1agcn:1ch lege den Preis, xcr bedingt wird, bis ans Hrllcr 0110311701019; dcr LandrsthrctnnZ 1101,“ er wird saZen, 1111 biete (11:11)- 1111111 drjz Schatten einer „Ham 205132, daß Aktionäre [)11011g130g11i wcrden, dre nachher 1111111100000 cr cn. Und so bitte ich, meine .Herren, wenn Sie in allen Zcitrtngen

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lesen,. daß [)in dies in die Hände cincr 21ktien-Gcsxllschaft über eht und dort ]cnes, nicht den Schluß daraus, zu Ziehm, daß nun auch tabliffe- xrxcntts , die dem Staate gehören, in dieser Wci1e veräußert werden onn en.

Würde es, fich nun empfehlen , nachdem wir erst - wie lange wird es her sem? - 1101: zwei Jahren die„ganze mühsame Prozedur durchgemacht Haben ;- cmc Prozedur, die fur die Verwaltung ja nach- theilig ist, weil ic nherall Unsicherheit bei dem Beamtcnsiande her- vorrULt, weil, ic rxberakl bei den Beamten das Gefühl hervor- ruft, a fie nicht Wissen, Woran fie smd, und deShalb die Freudigfcit tn dcr „crwaltmxg und (1110 auch die Erfolge in der Verwaltung be- einträchtigt * wurde es nch also empfehlen, wieder mit cincmsolchen Submisnon?:verfahrrn vorzugehen? Ich würde in der That glauben, daß die Verwaltung dcn orwurf werdiéne, sie habe es nicht ernst- lrci) gemeint, wenn ficngcgenwiwtig zu cinkm solchr11Schritfiibcrgehen wollte. Jch11abe erklart und wrll wieder olcn: wenn der geehrte Horx Vorredner oder irgend Zeman uns Kauf- Offerten cntgcgcnzubrnchn oder zu „beschaffen vermag, die annehmbar zu xrachtcn ind _- und 1111, kann vcrsnhrrn, daß dabei ein 1116110111 611661101115 nicht mrtspirlcn 11111d , sondern daß wir uns dem Urthcilsspruch von Sachwerftändigcn in dicser Beziehung untxrwerfrn wollen - wenn also solche Offerten zu bringen snd, so dürfen Sie Ich Verlassen, daß die StaatSvchaltung durchaus nicht " säumen wrrd ,. 111 du Vcräußernng der Etablissements zu willigen; erzwingen aber, meine .Herren, können wir e nicht., Ich möchte, nnn glauben, daß es auch hinsichtlich diccr Etabliffcmcnts 0111111011 von Werth ist, wenn 111) Über die Resultcrtc dcr Verwalkung NYC]; noch einige Mittheilungen mache. Bei dem Etablrffcment in Erdmannsdorf haben wir, wie g sagt, mit besonderenx_Schwicrigkcitcn zu kämpfen gehabt. Dessen- Ungenchtct hat dieses Etablissement, bei dem die Zinsen vom „Betriebs- Kaprtal und vom Buchwert!) in den 10 Jahren von 1861 bis 1870 749,98] Thlr. 5 Sgr. 11 Pf. ßctragcn haben - für das einzelne JaKr ergiebt fick) also, - nn? 10 dividirt, 74,998 Thlr. un sc) 0111031011th und Pfennige -„wäl)rcnd jenes Zeitraumes nicht em cinztgcs Jahr Ich_abt, in dem cm Verlust stattgefunden hat, und hat wahrend 1111163 Zcxtraumcs einen Gewinn 11011 777,949 Thlr. 24_ Sgr. 4 Pt. erztelF, rind auch „selbsk bet diesem Etablissement, das Mix großxn SchwierigkUten zu kampfcn hatte, hat fich das gesammte, darin thcxl„s fxstgelchc, theils als BetrrebSkapitak beschäftigte Geld in dem zehgnahrigen Zrttramn mit mehr als acht pCt. verzinst.

Ver" drin Etablracmxnt in Landeshut, meine Zerren , haben wir rmtcr umtigcnchrbaltniffcnzuarbeiten gehabt, un das Etablissement in Lan cshut _; 1ch glaribe, es wird für das Haus kaum von Inter- esse 101111. Wenn 1111 alle emzelncn Ziffern anfülre - hat während des zehn1ahrigen Zeitraums mehr als 12 pCt. urchschnittlich geliefert. Dessenungeachtet ist die Staatsregierung fick) deffcn bewußt, daß sie dex) darternden Befiß _von solchen gewerblichen Anstalten nicht 11 wunschen hat. Sie wird 1191!) wre vor troß aklcr Opposition, der ?"te begegnen mag, m_cht dazu die and bieten, um die Etabliffcments zu verschleudcrn, Ste wird nach ww Vor, mag nun ein solcher Antrag,

.gestellt werden oder nicht, gern dararthedachtnehmen, diese Etablisse-

ments in Pxivgthändc iibergchcn zu lassen und vorzugsweise in solche, von denen 11c uberzeugt sein kann, daß sie den im Interesse jener Landfesthcile lwxhwnhügen Fortbetrtcb diescr Etablissements in solider verstandiger Weise sichern.

'l'roelakteu- uml Ksaaren-lkörße.

Berlin, 19. 36111161. (1111113116116 1)1'615165135161101131 7011 (161161116, 116111, 061, 961101611111 111111 8111111115 6111? 01111111 (165 J. 15 1161" 801561101000013, 1111161“ 211216111111Z (161' 1161“- 61116161117661'611- 111111 1)1'0111111161111161116r.)

117612611 pr. 1000 !(110111'. 1060 68-84 11111. 116611 (2116111111, Z611161' 111611161 75 “11111". 1162. 16111. g6111. 1111611161 80 “11111". 1162., ISUZU“: pr.. 11165611 Monat 79“; r., 79 L., „16111161-13'6111'1161' 791 Zr„ 11'6111'1161-1161'2 792 Lk., 111111141161 80 1162, 1161-1001 802, 1162., 3011111111 81 1162.

110ZZ611 ]11'. 1000 KiloZr. 1060 55 -59 "11111“. 116611 M16]. Z6- 1'01'1161'13, 55Z-59 “11111. 116611 0,1161. 1162, 111. (1165611 11701161 561

" :'1 56“, 1162, ÜLkak-JLZÜ'Z 563, 1382., 611111- WQ!" 561“; 6 562; 6 WK

1162, 1161-1001 561. 6 571; 6 57 1162. , «1001-4611 57“, 6 58 6 5775 11132. (1611111111. 1000 011. 111111111§1111Z5111615 56'5 "1“1111'. pr. 1000 081"-

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