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Wer Bezirksstraße im Si e von Geisenheim an: zizerkennm und die Koßen .MMÜUUMJ, soweit ste mcht her Gemeinde Geisenheim zuxallen€ in den "“M" Etat emzußellen, - dem mit der nde Niederlahn 11 wegen Uebernahme des Eigenthums und dxr Unter altung einer Strecke der Wiesbaden - Cms : „Koblenzer ezirks- straße vereinbarten Vertrage die Genehmigung zu er-
eilen und das Gesuch des Gemeindevorstandes zu
emberg um Gewährung eines Zuschusses zu den Kosten der Ausfyhrung von Gemeindewegebauten dem Landesausschuß zur Prujung und Bxschlußfaffunq zu überweisen. Zu den Berichten der manzkommlffion wurde beschlossen: erstens die in den Kapitel:: I'. und )(] des Außgabe-Etats: entwurfs au geführten Beträge zu bewilligen, weitens den LandW-„usschuß zu ersuchen, dem KommunaF-Land- tag_e Normatwbßstixnmungm für die Gewährung von Zu- schuffen an landwrrthschaftltche Schulen bei seiner nächsten Taguxig vorzulegen_ und drittens: dahin zu wirken, daß den Gemeinden die Mo lichkeit gegeben werde, durch Ortsstatut den Besuch der lan wirthschaftlichen Fortbildungsschulen auf 13cm Lande seitezis der aus der Elementarschule entlassenen junger! Leute tn ähnlicher Weise anzuordnen, wie dies bezuglich der gxwerblxchen Fyrtbildungsschulen geschehen ist. Die dem _Magrstrat zu_ Idstein für die Baugewertschule da_selbst b:sher„ hewiüigte Beihilfe wurde weiter _ae- ryahrt, der histortfchcn Kommission für Nassau vorläufig ein Geldbettra von 1000 «kk: für ihre wiffenschaft: l_ichen Unterne wungen bewiUiqt und zu der bevor- 1tehendxn landwrrthschaftlichen Ausstellung der Bienenwirthe am hiesigen Orte cin Zuschuß von 300 „47; gewährt. Das Gesuch der Beamten _der Landes-Direktion um Erhöhung der Wittwen-Pcnsion, die Eingabe von Bezirksbeamten um apdemyeite Regelung ihrer Besoldungßverhältniffe und dir Eingabe mehrerer Bureau-Asfistenten der Landes: Direktion um Beförderung zu Sekretären wurden dem LandeS-Ausjchuß mit dem Auftrag überwiesen, die Be: foldungéverhältmssx dcr Bezirksbeamten zu prüfen und je track) dem Ergebnis; der Prüfung dem Kommunal-Qandtage 2111? Vorlage__ zu machen. Die bis jest von der Fmanzkommrsnon _vorberathencn Spezial:Etats des Bezirks- vrrbatioes wurden jämmtlick) genehmigt, Alsdann wurden die btshxmgen drei Beirätbe_ zur Landesvank-Direktion wieder: gewahlt, ebenso auch zwsi Stellvertreter; für den dritten, ver: ttorbencnSteüvsrtrcter wurde der Banquicr Arthur Andreae zu Frankfurt a. M. gewählt.
Württemberg.
Ihre Majestätxn die Königin und die Königin: NegenZin Ye'r Niederlande xind mit Ihrer Durchlaucht der Pripzeffin Elisabetb_ zu Waldeck und Pyrmont am Freitag Abend zum Be1uch der Königlichcn Familie in Stuttgart einge'troffen.
Oesterreicthgarn.
Der Kaiser Und der Erxbcrzog Otto sind am Sonn: abend Nachmitiag aus St. Petersburg wieder in Wien ein: getroffen.:T-icKaiserin traf am Sonnabend früh von Territet in Wien ein UND Hat in dcr Villa, im Lainzer Thiergartcn Aufenthalt "enommen. * “
Der Konig“; vo'n Serbirn ist auf der Reise nach Cosmic vorgestern Nachmittag in Fiume angckommen imd brgabsich nach Abbazia zUm Besuch des Königs und rer Königin von Rumänien, 1321 dencn Ierryörhstdersclbe zwri Stunden verweiltr.
Der Minister : Präsident Graf Badeni hat fich am Sonnabend Abend nach Budapest begeben und wird morgen von dort nach Wien zurückkehren.
Tée ungarische QUotrndepUtation hielt vorgestern Abend in Budapest rina Sißung ab, welcher dic Minister Baron Bansin und 111", von Lukacs bciwohntcn. Es wurde b€schloffem an den Grundiäßcn fcftzuhaltcn, welche von drr von dem letzten Reichstage grwählten Laotrn: deputation in drn Botschaften an dir Österreichifchc Quotcndcputation dargelegt morden find. Sodann muroe ein Subcomiié: gewählt, welcbch mit dem Subcomité der öster- rcichischrn Tuotendcpumtion mündlich bcraihen sol]. Zum Vräiidcntrn dcs Subcomités wurde Szell, zum Referrnten Falk gewählt. AUßcrdem gchörcn demselben Hegedues, Ooranszki), Anton Lukacs, Matlekovics und Ko: soman Tina an. - Tir österreichische Quoten: dcpuiation trat grstrrn Vormittag in Budapest zu einer Sißung zusammen, welcher auch der Ministsr: Präsident Graf Badcni urid der Finanz : Minister Dr. von Bilixiski bciwohnten. Auf der Tagrsordnung stand die Wahl eines ancomijéz behnfs AUfnahmc dcr münd- 1ichen11ntsrhand1ungch mit der uxigariscbrn Tonrndrputation. Gcwäblt wurden Graf Zchornborn, von Jaworski, BELL“, Tumba, Fort, Meiigcr Und Graf Zrdtwiß. Ti? (Ze: nanmen begabexi sick) nach der Sitzung in das ungarische Untrr: 130115, wo um 121111r dic SUÖCOMÜÉÖ beidsr Quoxe'ndepixtationen zusammentraten, Graf Schocnborn und Koloman ('“-;er führten Dsn Vorsixx». Dic Erörterung daurrir bis“ Z Ulzr Nach- mitiags, worauf die Fortseßnng derselben auf Heute Nach- mittag 4") Uhr anbrraumt murdr. _ Tie ungarische Tuoxendevutation wnrde für heute Vormittag 11 Uhr ZU ciner Plenarsißung einberufen. Die öftrrreichiiche QUO: tendepuiation trat gestern um 41lhr Nachmittags zu einer Vlenariisnnz zUsammen, welchrr (1115) der Minister:Präi-Hdcm Graf Badem und der Finanz:?!)kinistrr Dr, von Bilinski bri- wohmsn. Tic: BNÜTHLMJ wahrxr bis 7 Uhr Abends,.
Gestrrn Sand in Reichembrrg ('BÖHmen) der Partei: Tag der deuxschen Volksvartri UNTer Betheiligung von Abgeordnsrsn aus (111271 Kronländem statt. Es wurde eine mit (111211 varlamsntarisckzen Mitteln Durrbznführendr Be; kämvfung drr Zvrachenverrrdnmxg 11:10 bis Enthndung einer Abordnuwg an 0211 Kaiikr bsschloven.
Frankreich. Der radika1:iozia1'iiiisch§_ Twutirie Vuillod i;: geüern im JuraerartémM zxm :enaror gewählt worden.
Rußland.
Die Prinzessin Heinrtcé) von Preußen äsi, wie „22. T. V.“ meldet, am Sonnabend in ZarskojßSsew ei!“- ZWM und daselbst von dem Kaiser, der Kaiserin und dcm Großiürsten VauL, sowie von dsr! Mitgliederx der „“Mich-m Brtiäkaf: mviaNZM wordeti.
Du 'Wiener „Tel .-Korresp.-Vureau“ erfährt aus Konstantmope] _vom . d. M., der Sultan habe am tag dem rumamscheti Gesandten Djuvara für die korrekte . UMF Rumäniens wahrend des Konflikts mit Griechenland einer! gut aus esprochen. Die Na richt von der Uebersendung der idenns en 91en_ des Graßn urawjew und des Grafen Goluchows qn die vier Balkan aalen habe im Yildiz-Palast sehr befriedigt. 'Die Noten würden als Beweis für die auf Erhaltung der Integrität der Türkei gerichteten Bestrebungen der Kaiser- miichte angesehen. Die Frage bezüglich der einstweiligen Ver- leilxung de? Schußes und der Kapitulationßrechte an die Griechen seite:)s der drei Mächte sei noch nicht geregelt; troß- dxm xrfolgr die Fortseßung der Abstempelung der Schusscheine fur die Griechen durch das französische Konsulat.
Nach einer Depesche Edhem Paschas hat am Freitag Abend eme Stunde Weges vor Veleftino ein Kamm statt- gefunden, we_lcher während der Nacht unterbrochen, am Sonn- abe_nd fru!) jedoch, wieder aufgenommen wurde. Drei Bc- feftigungen und_vter Schützengräben seien genommen worden. Die Griechen hatten s1ch in eine Stellung bei 021an westlich von Belestmo gelegetien Dorfe zurückgezogen; dies Dorf sei von 61118111 Redifbataillon beseßt worden. Hafi Pascha sei mit 10 Batmllonen und zwei reitenden Batterien nach Veleftino abgergen.
us Pharsala mird drr „Times“ vom 2. d. M. ge: meldet, _daß dczrt 30000 Mann griechischer Trupprn mit 60'Geschußen standen.“ Die Türken rückten wahrschrinlicb von Trikkala aus vor; die Griechen, deren Stellung schwach sei, blieben, unthätig,
Eine in Konstantinopel eingetroffene Depesche des Kom- mapdanten der türkischen Truppen in Epirus vom Freitag _meldet: _Ein Evzonen-Bataillon und zwei Batterien, welchc _mfolge eines Angriffs von türkischer Seite Kara- vanserai (?) verließen, traten den Rückzug gegen Kumuzades (111 U11!) ließen auf ihrem_ Wege ein Grfchüß zurück. Die „Hohen, welche den Pax; von Kumuzadcs beherrschen, wurdrn von den Türken bcseßt. Eine vorauSgeschicktr Reko- gqyßcierungs-Abtheilung traf nicht auf den Feind. Ein grie: ck31ches Bataillon, welches mit drei Geschü en gegenüber Zßlos an der Straße nach Luros erschien, mußte infolge der Nthedcrlage der (Hrikchen bci Karavanferai ebenfalls zurück- gc en.
Aus Konsta_ntinopel vom gestrigen Tage meldet das WieUer „Telcgr.-Korrc1p.:Bureau“, Saad Eddin Pascha sei mit 8000_Mann_ außerwählier Truppen, von Monastir kommend, in Janine: eingetroffen. ,Die Pforte hoffe, durch Eingreifen frischer Trupprn die Griechen baldigst aus Epirus hinaus zu dranget) uno wdann offensiv vorzugehen.
Dre „Agence avas“ berichtet aus Atbe n, daß, nach einem
Telegrqmm au? _ra'vasara vom 1. d. M„ die Landbevölke- Luyg m' unb§1chrcrb1xcher Erregung nach Arta gxflohen fei. ©axnmtltche Lad_en dajelbst seien geschlossen, In militärischen Kreisen werde die Frage des Rückzuges crwogcn. Nach einem anYeren'Telegraan sche man Feuer in der Richtung auf Philippiada aufsteigen. Die Türken hätten die Brücke über den Luros beseßt. , Dem „Daily Tele mph“ wird aus Athen gemeldet, dort eingegangenen Nachri ten zufolge sei auf Mytilenc ein Azifsxynd zu Gunsterx Griechenlands ausqcbrochen: die griechncbe Flott? werde 11ch unverzüglich dorthin begeben.
Griechenland.
In der vorgrstrigcn Sißun drr Teputirtsnkammcr erklärte, 11316 „W. T. B.“ me drt, der Minister-Präsidenf Ralli: Die erst? Sorge drr Regierung werde die Neor- ganisation des Heeres sein, ohm: die; weder der Krieg fort- geseßt, noch rin chenvoÜcr Friede herbeigeführt werden könne. (Glücklichethisc bewahre dic Armer, die eines» brffercn Schick: fals würdig sri, 11)an Muth; man könne sich vertrauensvoll auf dieselbe verlassen. Er, der Minister-Präsidrnt, apyrllicre an die Deputirtenkammrr und_ an die Nation. Die Regierung vrrlangc, daß die Kammcr 1ich mit ciner Untrrbrcchung ihrer Tagung einverstanden erkläre. T_elyannis sagte, es sei Nicht nöthig, das; die Kammcr ihre Amicht durch eine besondere Ab- stimmung kundgcbe: gegen die Unterbrechung der Tagung der Kammer werde von nicmand Einspruch erhoben werdcn. Seine Partei werde das nrur Kabinct voll und ganz unterstü cn,s01cmge die Türkcn auch mir das kleinste Stückchen des * aterlandrs beseßk hielteix: die erste Sorge sei, den Fcind aus dem Lande zu vortreiben. Die Prinzen müßten vom Kricgsschauplaß ab: berufen werdcn, derKrMprinz sei zu ermüdet. Papamicha: lopuko syrack) sein Erstaunrn über die Untbätiqkeit drr Flotte aus. Der MinistexPräfident N a 1 li bemerkte, (111€ NachriDtcnYibrr den Sieg der Grirchen bei Vrlrstino am 30. April bcnäiigtcn fick). Ter Amrag auf Unterbrechung der Tagung drr Depu- tirtenkammer wurde einstimmig angenommen. Delyannis ging auf RUM 311 und Orücktr ihm dir Hand. Die Sißung wurde hirrauf geschloffrm
Die Gcsandtant-aliens und Oesterreich-Un_garns statteten grftern den Ministern Rai [ i und S k uludis Be1uche ab.
Bulgarien.
Am Sonnabrnd früh wurde, wie „W. T. V." (11125 Sofia berichtet, an mehreren Schon in der Stadt rin revolu- tionär : anarchistischer, in roxhen Lettrrn gedruckter Aufruf angeschlagsn. Der Aufruf, lechrr die Unterschrift „MaredonischÄozéUlisxiich:rev01uxionärr Gruppe“ trug, wurde von dsr Vo1iz-ri iofrrt crtiernt. Tie Verion, welche den AUfruf gedruckx hartr, WUYÖS :*?rhaitet.
Amerika.
Tir ZtaaiH-Einnahmcn der Vereinigten Staaten im Monat April beLrugen, dem „W. T. B.“ zufolge, 37812135 Dollars, die Au6gaben 32 072 097; im April 1896 hatten die AUSgaben die Einnahmen um 4 704 488 Danrs überstiegen. Tie Zolleinnabmen im Avril 33. waren doppelt so hoch als diejenigen im April 1896.
Eine der „TimrH“ aus Montevideo vom 30.1). M. zugegangriie TWLsthL mrldet, daß Nach Informationen auß amtlichen LurUen die Revolution der Blancos Regen MangelS an Grid und Schießbedarf im Erlöschey_begr171en sei. Der Anführer der Blancos Nunez sei mit ]einenjämmt- lichen Offizieren von der revolutionären Partei abgefallen und habe ein in hefiiqßer Svrache gehalteneH Manifest gegen das Rrvolutionßcomité veröffentlicht.
Asien.
Ter König von Siam traf, wie das „Neuter'sche Bureau“ meidet, vorgestern in Aden ein und feßie am Abend die WeTterreiZe *.*-ach SW fort.
Afrika.
Wie die „Agenzia Stefani“ aus Zeila vom 30. o. M.
meldet, !hexlte der „Ma or Nerazxini aus Balacca, welches zwischen Gilde a und „parat liegt, mit, daß er am 23. v. M. von _Menelik ein Schreiben cr- ha1ten habe, worm xs heiße, das; mehrere JtaKener mit „zahlreicher Begleitung das äthiopische Gebiet auf drr Sxite d_er Gaüasxnach Baro hin hätten betreten wollen. Da die Hauptlmge der leßteren sicb dem widerseßt hätten, sei ein Kampf entßanden, der mit Verlusten auf beiden Seiten geendet habe. Zwei Itqlrener seien zu Gefangenen gemacht worden. _ NYS San s ibar werden der „Agenzia Stefani“ Einzelheiten Uher dtc Bestrafung dxr an der Niedermeßelung der Expl- dition CecchiBetheiligten berichtet. Un efähr 1000 Sorüalis wurden Hanach 131 dix Fluchtgeschla en, au seiten der Italiener wurden em _Askart gelobtet und dreize n verwundet. Inden Hütten der'Somalts _wurdcy Gegenstände vorgefunden, welche der Ex: pedmon Cerchi gehryrt hatten“. Die Zerstörung der Dörfer der Schuldigen 1cheine auf di? Somalts großen Eindruck ge: mgcht 1: haben; angesehene Einwohner von Mogdischu und .Haizpt'mgc der benachbarien Stämme hätten sich zu dem mxltemschen Kommandanten begeben, um ihn zu deJLÜck: wunschen,
Das „„Reuxerxschc Bureau“ meldet aus Kapstadt, daß drr Prcmwr-Mmixtcr Sprigg in einer Entgegnung an dcn (m der vorgestrtgcn Nummer 1). Bl. mitgetheilten) An- trag Mernman erklärt habe, daß, wenn der riede mit Tran§vaal_aufrecht erhaltexx bleiben solle, eine ussöhnung brtder Theile erfolgcn'müne. Er werde der britischen Ne: gierixng ratherx, alle Mittel per Diplomatie anzuwenden, bevor sie die Entscheidung durch emen Krieg versuche. Er hege in- dkffen die Zu_verficht, daß die freundlichen Beziehungen mit Transvaal wurden au_frecht erhalten bleibrn.
'Aus Cape Coast Castle wird demselben Bureau vom Ystrtgcn Tage gemeldet, daß der Gouverneur beunruhigende 8cachrtchtrn a_us deni Hmterlgnd der Goldküste erhalten Haben EZ scheme fast qrwrß zu sem, daß die Expedition untcr ?uhrung _des Lieutenants Henderson, welche im An: ang___ vorigen Monats pon Samorn in Wa an- gegrtnrn wurHc, 1391: einer Katastrophe“ ereilt worden sei. Beglaubtgte Emzrlheiten fehlten noch; indes; habe der Gyuvernrur „“?“.hrW daß Ferguson, ein seit langer Zett tm Koloxiia diem! stehender Neger, schwer vcr- wundet wordcn sei; , Dre Lage werde für sehr ernst gehalten. Der (Gouverneur jet_am Sonnabend nacb Accra abgerrist. Henderson war der Fuhrer ciner Gesandtschaft, welche mit den äupilmgen dcs Hmtcrlandes Verträge abschluß, und wurde von„cmer starken Brdeckungstruppe begleitet. Die britischen Bleordcn betrachten Wa als zur britischen Jntereffenspßäre ge orig.
Parlamentarische Nachrichten.
In der heutigen (213) Sißung des Reichstages, welcher der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, der Staats- sekretär drs Innern, Staats- Minister ])1'. von Boetticher, der'Staatssekretär des AUSWärtigen Amts, Staats-Minister Freiherr von Marschall und der Staatssekretär des Reichs: «chaßamrs 1)1'. Graf von Posadowsky beiwohnten, fmnd folgende Interpellation drr Abgg. Graf von Kaniß (d. kons.) und Genossen auf der Tacesordnung:
“.Bcabsickxtiaen dis ykrbündetrn Kegierungen angefiÖts Orr ör-
rorstebrnden Erhöhung wichtigsr Positionen des Zoütarifs drr Norr- amerikanisrben Union, inkbesondere der verschärften Differrnzirriing der deu1sch€n Zackereinfubr, an dem durch Notenaustausch rom 22. August 1891 getroffenrn Ucbercinkommrn mit den Verciixizxsn Staaten festzubalte'n ?“
Nachdem der Staatssekretär dcs Auswärtigen Amts, Staats-Miniftrr Freiherr von Marschall sich bereit erklärt hatte, die Jnterchation sofort zu beantworten, bcgründctr dcr Abg. Graf von Kanixz diesclvc 'm längerer erc, dir bei Schluß des Blattes noch nicht beendet war.
7- Der Scbkußbericht Übrr _d_ic Uor Sstrige Sitzung _Ocs .Haujes der Abgeordneten brxmdet ich in der EMM Beilage.
- In der Hrutigexi (74.1 Sißung dcs Herufes der Ab; geordneten, welcher drr Minißer der geistlichen Zr. An: gelegenheiten 1). 131“. BLUE bciwohnte, wurde dw ziyeite Be: rathung drs Etats des Ministeriums der geistlichrn, 11_nterrichts- und Medizinal:2[ngelegcnheiten fort: gexeßt. _ _ „ .
_ Bei der Funktionézulage fUr drn Vorytchcr der erzbild- Anstalt für Denkmalaufnahmen reg!
Abg. won Nievenbauisn (kons.) cine ErwriterUr-s des Meßbildrerfahrkns an und erimrrrt an die Ausxührungxn der xrüÖercn Ang. Meyer-Arnéwalke und Angust Reichrni-pkrgrr. Das vkoto; grammetriscbe Institut bystsße nurmehr Mit 10 Jabrrn und könne'aus gute Leistungsn zurückblickrn; (Z müsse aUrs gexban Herren, um das Institut lcbrnkfäbig zu erhalten. _ Es 10111131 nicht nur die Baudenkmäler m_iskrrs Vaterlandes, kondern m der g1nzen WSU. soweit fis künstlerixcbrn Charakter haben, aixfgerzsmxxxrn werdxn. Mit Summen, die in dem ganzen Etat verba1tmßmagig g€ring srien, ließt? fich eine solche Erweiterung des Jastrkuts Oor- nrbmen. Bisbkr séi nur eine verschwindsnde Anzahl Von Aufnabnzen von Baudenkmälern grmacbt worden._ Der Kultus-Mimster moge feinrn Einfluß bei kxm Finanz-Minnter geltend machen, um die nöthiffe'n Milrrl zur Auégrstaltung dss Instituts zu erbalten.__ „„
' inister der Zristlicven 2c, Angelegenbriten 1).1)r. Bomé: ;zm Krixuß-Minésterium herrscht das größte Interesse Für das Meßbild- Vrrfabren, und die Aufnahmen ickreiten in erfreulicher Wem: fort; aber es hat fich noch nicht ein Mann grfunden, der nach dem Tode des Erfinrrrs drs Vsrsabrens, Reairrungs- und Geheimen Bauratbs Meydenbauer dieses komvlizierte Verfahr-n auch im Wege her L_ehr- tbätigkait zu veraklgemeinern im stande war. Bis je thaben die Mitres des Instituts aussereicbt. Sollte das nicht me r der Fall Dem, so würde ich weitere Mittel bei der Finanzverwaltung beantragrn. Wir erkennen drn Werth der Sache in jeder Weise an, und (S ist nicht zu befüräxtén, daß dem Institut Eintralg etban rpcrden konnte.
Abg. Dr. Dittrick) lentr.) betont geicßfalls die Bedeutung drs rbotrgrammetrischkn Verfahrens, „
Abg. Frriberr von Plettenberg-Mebrum (kons.) erklart, daß seine Frrunde fich der Anschauung von dem Werth. des Ver- fabréns vollkommen anschließkn, daß sie aber bet den sonstigen Hohen Anforderungrn an “den Staatsfäckel davon Abstand nehmen,„e1ne höhere Summe dafür in den Etat einzustellen, zumal fie die bisher einrestellte Summe von 18000 «“ für genügend balken und es hier beiße: yrjrwipjjzs obsca.
BeidenAuSgaben für die evangelischcnKonfijtorten brin t
JLU. Rickert (fr. Vgg.) die Petitionen aus vier Kirchen- gemeinden m skinem Danziger Wzblkreis zur Smackpe, welche fich darüber rkk'cbwerten, daf; fie gegen ihren Willen nach einem anderen
ant rden ein. Er bittedie inskmuisßou, die W inYmtbixng zu nehmen, baut di: Sache aufgeklärt
Bei den Wgabxn für die Visthxßmer und dre zu den- selben gehörigen Institute beantragen die _ .
Abgg. von der Acht (thr.) und Genossen, rz: Regierung zu YIM, eine Erhöhung der Bezüge der Domkapttularien, Dom- v en. Diözesanbeamten, Diözesananstalten und Domkirchen in Ath ju nehmen imd behufs Festftellung des Bedarfs unt den katholischen Bischöfen tn V;'rbiudung zu treten.
A . Dr. Porsch (Jean.) bittet, entgegen dem ablehnende): Beschlu der Bud etkommisfion, um Annque tes Antrags. Die Bezüge der Geißlichen seien sowohl, in der Yatboliscbeti, wie in der evangelischen Kirche zu ' gering. werfexloH set das Bedürfnis; einer Erhöhung _ fur die omgeiftluken _ und Beamten vorbanken, deren Vorbildung ihrem Range nicbt entiprxche. Die Gehälter der geistlichen Begmten dürften von der allgemein?): Beamtenaufbefferung nicht auégejchloffen werden, und wenn man die Gehälter der evangelischen Geistlichen erhöhe, mfiffe_ man auch ?16 katholischen bedenken; die Gebälrer der Domgeistlichen seien tm „Jahre 1821 festgesetzt, seit welcher Zeit der Werth des Geldes ge- sunken sei, während die Anforderungen azi die Lebensbalxung ge- ftieaen seien. Redner will dahingestellt sern [affen ob etrxe Ver- pflichtung des Staates bier vorliegt, aber jedenfalis ftebxxeft,1_)aß die Abmachungen der Bulle „(19 55111113 animarum“ mch: erfullt seien. Wenn man staatlicherseits die Buüe korrekx, d. b_. nczrb dem Wortlaut ausgeführt hätte, ständen die Donigeistlickyer) gunstiger da. Bei der Säkularisation sei den Geistlichen eme reichliche Dotierung zugesa tworden. Aüein für die Diözexe Breslau habe man berechnet, das; der taat aus der Säkulariiation 4496 662 Thaler jahrlich _Se- wonnen babe, selbst nach Abzug dessen, was der, Staat aus dem sa - 1arifierten Vermögen für die Dotierung der Geistlicher angesetzt habe. Der verstorbene Dompropst Kaim in Breslau babe wiederholt erzablt. daß bei der Säkularisation dsr Staat den Breslauer Dvmberrrn 2000 Thlr. jährlich babe Lehm wollen, daß aber die Domherren selbst wegen der bedränaten „age des Vaterlandes davon_ 1000 ZTbl'r. auf dem Tische res Vaterlandeögeovfert hätten. Die Regierimg moge m den Akten nachsucben, ob diqe Crzablung _begründkt sx). Redper zitiert als ferneres Zsugniß dafür das Buch eines _evangeln/Éen (Heist- lichkn aus der Zeit der Säkularisation: ,Denkwürrigkeiten Schlesiens“.
(Schluß des Blattes.)
'rerdenkömu.
Arbeiterbewegung.
Der sogenannte .Arbeiter-Feiertag“ der Sozialdemokraten am 1. Mai ist auch in diefxm Jahre, soweit Nachrichx€n vorltxgen, überall obne Störung Verlausen. In den großen deu11chen Stadtxn scheint die Betbeiligung dcr Arbeitkr zumeist geringrr gewxsen 'zu sem als in den Vorjahren. Hier in Berlin war nach den Mitibezlungcn rer Blätter von der brdingt geplanten Arbeitsrube fast ntchts_zu wären, Aus Breslau und Dresden wird der „Köln. Ztg.“, aus Mainz der „Jeff. Ztg.“ Aehnlicbes g-xmeldet. „ ' _
us Kiel wird der „Köln. Ztg.“ telrgravbiert: Da die Arbeit- geber des Tischlergewerbes gestern die Verhandlungen vor dem Gewerbegerickpt abbracben, beschloß eine “Versammlung der Aus- ständigen, für den FaÜ, daß die Meister bis bxute die Forderungan nicbt bewiüigt hätten, einen allgemeinkn Ausstand zu crklärrn und die Forderungen zu Clböben, (Vgl. Nr. 97 1). Bl.)
In Bremen ist nach der ,Weser-Ztg.“ drr Ausstand der Arbeiterinnen der Jutr-Spinnerei und Weberri Bremen durch Vermittrlunß des EinigunZSamts des Gewcrbegexichts beendet worden. Die Forderungen wurden zum tbeil bewxütgt. (Vgl. Nr. 101 d. Vl.) ' .
Hier in Berlin ist die Lohnbcwegung dsr Schriitaiecß er durch einen Vergleich zwischen dem Arkeitgebern und Arbetjern bei- gelest worden. (Vgl. Nr. 92 1). Bl.)
Kunst und Wissenschaft.
Am Sonnabrnd wurde, wie scbon kurz mitgeibrilé, dir Große Berlincr Kunséausstellung 1897 im Landcs-Ausstkliungsyark durch einen Festakk in dcr Kuppelbaüe, Welche mir eincr Büste Seinsr Majestät des Kaisrrs aus;]rscbmückt war, eröffnrt. Eraämend kaX.
berichtigrnd ist noch hinxuzufüqen, daf; _znnäckßst der Fräsident der“
Aussteüunqßkomnrix'fion, Professor Ernst Kverner _eimxt) urzen Bericht Über die Ausst-Züung, die in diesem Jahre im tvexemltchkn mir Wkkk?
Berliner und Düsseldorfer Künstler enthalte, erstattstc, woraixf im Auf- “
trage des durch kit: Verhandlungen im Abgeordnrtrnbaufe bkbéU'ocrtén Ministrrs der geistlichen 2c. Angelegenheiten der Gcaieral-Dire'ktor drr KSninicben Museen, Wirkliche Geheime Ober-Regirrungs-Raib 131». Schöne dir Eröffnungsrede hielt und mit einem Hoch Qui Seim Majejtät den Kaijer und König als dem Schirmherrn und BsscbüZ-sr dsr Künste die Ausstellung für eröffnet Erklärte. Alsdann criylgxr der übliche Rundgang. - Eltva um 2 Uhr fanden ßch_daraus die Künstler und eins Anzahl Ehrengäste in dem großen Reitauratirns- Paviüon zu einem Festmahl ein. An der Ebrentafrl battrn der General-Direktoc der Königlichen Museen, Wirkliche Gebeimr Obor- Regierungs-Ratb Or. Schöne und der Ebren-Präfidcnt der Afarrmir étofesor Karl Becker zur Seite des Vorsißenden der Ausstellyngs- ommts wn, Professors Ernst Koerner laß genommen; iernrr 133211 an der elben unter Andkren die 'Wir [ichkn Geheimen Rätbe, Pro- “fxffor Adolf Menzel und Graf von Harrach, der Ober-Bürgexmeister Zel1_c und der Stadtverordneten -Vorsteber [Jr. Langerbans. Weitere sims Tafeln waren von den übrigen Festtheilnehmern dicht befest- Die Reihe der Trinksprüche eröffnete General-Dirrktvr 1)r. Schöne mit einrm Hock) auf Seine Majestät den Kaiser; Profrffor Ernst Kortner gedachte in seiner Rede des StaatZ-Ministers 1)r. Boffe und leerte fein Glas auf das Wohl 1365 mit seiner Vertretung beauftrasten General-Direktors Vr. Schöner. ro- feffor Müller gedachte der deutschrn Kunst und der deutschen Kün Uer, Maler Haußmann der AuÖftellungSkommrsfion, Professor Becker der Stadt Berlin, Stadtverordneten-Vorsteber 1)r, Langerbans drr Ber- liner Künstler. Weitere Reden Hielten noch die Maler Dielifz, Graf von attach und zum Schluß der Wirkliche Geheime Rath, Profeffor “Ado! Menzel. - Von 5 Uhr ab wurde der Ausstellungspark dem Pablikuu: eröffnet.
Dem Königlichen Museum für Naturkunde ist am
13. Januar 1). I. eine dritte Sendunß konservierter Thiere 'von dem Leiter rer wiffenschaftlicben Station in Neupommern, Profeffor Ur. Dahl, zugegangen. Die Sendung enthielt: 22 Säugetbier-Skelette, Bälge und Schädel, 3 Vogelbälkze, eine Anzahl Vogeleicr und Nester, 48 Reptilien und Amphib en und 1 Glas mit SÖildkrötenciern, 176 Fische, mehrere Hundert Gläser mit Insekten, mehrere Kästen mit trockenen Insekten, 51 Gläser mit Krebsen, 80 Arten Land: und Meeresmollusken, 74 Gläser mit Würmern, 15 Seewalzen u_nd See-Igel, 30 Schwämme, je 1 Aftinie und 1 Foraminifere. Die Konservierung der Thiere war durchgängißnéut. Der wissenschaftlicbe Werth der Sammlunz ist be- deuiend. e Stücke find mit genauen undortSangaben und viele mit biologischen Bemerkungen versehen. ine große Anzahl .der ge- ammelten Thiere war vorher in jenem Gebiet um!) nicht ge- nden worden. - Ferncr gingen am 3. März von Pro-
fessor Dahl als vierte Sendung ein: 9 Säugetbiere in Alkohol, 39 Vogelbälge nebst einer großen Anzahl Vo el- nesier und Eiern, O0 Reptilien und Am bibien, eine Anzahl Fi che, 21 roße und 197 Röhren läser mit nsekteu, Myriovoden und AraZniden, 488 genadelte nsekten, 155 Insekten in Vätern und Rollen, 37 große Gläser und 8 Röbeengläser mit Krebsen ferner eine größere Anzahl von Mollusken, Würmern, Cchinodermrn, Coelcnjeratcu
und en. Die Konservierung wat auß bei dieser Sendung gut. Der wissen chaftliäe Wert!; um derselbe, wre der drr vorhergehenden Send _
Wer „Verein des Museums für deuttcb'e Volks- tracbten und Erzeugnisse des Haus ewerbeö“ btelt geßern unter dem Vorfis der Herren Gebeimxr gienmgs-Ratb Profeffor 1)r. Schwur und Gehrimer Medizinal - Raik) rofeffor Rud. Virchow im ö aal der alten Gewerbr-Akademie, lofterstraße 36, in welcher das useum ßch befindet, seine Gxneralvxrsamyilung ab, in der nach Vorlesung des gedruckten Jahresberichts mitgetheilt wexden konnte, daß die umfan reiche Neuaufnabxne der gesammten Bestande nunmehr zum Abschlu gebucht ist. Die Stammsammlung besteht aus inSgesammt 5501 Nummern. Darunter bcfinden_fich 142 ganze Trachten, von denen jxdoch nur 69 ausgesteUt sind, wahrend 43 noch eingepackt liegen. Auf die einzelne'n dextfcben Lander und Landesflxile vertbeilen fick) di“ Objekte, wir folgt: Vayrkn 1152, Pommern 465, Elsaß 689, Brandenburg 603, Ostpreußen 490, Schlesqu- Holstein 435, Baden 312, Heffen-Naffau 174, Braunschweig 133, Hannover 93, Provinz Sachsen 73 , Westfalen „62, am- burg 57, Pommern 59. Die übrigen deutschen Landestbeile find urch eine kleinsre Zahl von Gegenständen vertreten; garnicht vertreten s'md nur Westpreußen, Waldeck und Lübxck. Unter den außerdxutscbrn Ländern staben Voran die Schwei mit 146 und Oesterrxich mit 63 Gegknständen. Zu der Stammjkammlun komm_en noch hinzu: die Sammlung des Profeffors Virchow mit 70 ; cnftcznden, 134 Gram- ftände, die aus dem Kunstgewerbe-Museum u erwxesen unk? finiscbcn und slawischen Ursprungs sind, ferner die dem Museum nicbt'exgen- tbümlicb gehörige deutscb-etbnographtsÖe Sauimluxig der ,CÜLCÜJVL'k Weltauskeüung mi! 1104 Nummern m_id endlich die Bibliothek mit 72 Nummen, sodaß die Zrsmnnten Bestande 6881 Nummern umfassen. Die gelegentlich einer ondoner Ausßellung zusammengebrachte Or. Jabn'iche Sammlung, die bisher auch im Mus eum ausgesteüt war, ist nach Ueberfiedelung des 111". Jahn nach London herausgenommen worden. Der Verein ist jeßt bemüht, Véittrl zum Erwerb dsr Chicago-Sammlupg zusammrnzubringen. Das Intereffe für das Museum soll durch zeit- Weilige Publikationen und Versammlungen zu de_ben gesucht werden. Auch die Frage der Beschaffung neuer Raume brdatf der Erwägung. - Nach Wiederwahl des Vorstandes legte Fabrikant Sökeland neue Erwerbungen des Musrums wor. Darunter befinden fich eine KeUektion von Apparaten zur Flachsbereitung, sine Darstellung der Fabrikation der Holzschube, wre sie in Westfalen als Winterarbeit betrieben wird, und das Modrl! eines ländlichen Zichorienfabrikations-Betriebes, wie er im Kreise Tecklenburg gleichfalls als Wintergewerbe gehandhabt rvtrd. An den Vortrag schloß stch ein Rundgang durch das Museum.
- Für die 1711. Jnternatiynale Kunstausstrllung zu München 1897 fungieren als Ausnahmejury der Sezession nacb- folgende Herrxn der Vorstandschaft derselben: die Maler Ludwig Dill, Profeffor, (Enter Präsident; Hugo Freiherr von Habermann, Profeffczr und Ehrenmitglied der Akademie drr bildenden Künste, Zweiter Pra- sident; P. W. Kellsr-Reuxlingc'n, Erster Schriftführer; Arthur- Lang- bammcr, Zweiter Schriftiübrkr; Hubert von Heyden; Albert Keller, Xrofsffor und Ebrenmitalird_ 13er Akakemie; Christian Landenberger;
tanz Stuck, Akademie-Profrßor; Fritz Rittcr von Ubdr, Profeß'or und Ehrenmitglied der Akademie: Heinrick) Zügel, Akadrmie-Profenor und Ehrenmitglied der Akadlmic; drr Bildhaurr Jo!€f_ Floßmann; ferner als Ersa : die Maler wador Hnmuxel, Hugo König, Pro- fxsxvr, und Wil elm Volz. _
_ In der neuen G1yptotbrk zu Kopenhagen Ut Vorgestern die internationale Kunstausstellung in Anwesenheit der ganzen Königlicbrn Familie feierlich eröffnet worden.
Land- und Forstwiethsthast.
Die oberschlesischen Notbstands-Meliorationen des Jahres 1896.
Im Jahre 1896 wurden in Oberschlesiey die Anlagen von 12 Ent- wäßerungs-Genoffenscbaften («egen 14 im Vorjahre) mit einem Ge- sammtflächeninbalt von rund 2511 118. (gegen 2169 1113. im Vorjahre) abgenommen. Für eine weitere Genoffenscbaft (40,3892 113.) wird die AbrcchnunZ zur Zeit revidiert, di? Anlagen sollen demnächst abgenommen wcrden. * 61 13 Grnosfenschaften find die AußfübrungSarbeiten zwar beendet, die Abrechnungen aber noch nicht eingereicht (Flächeninhalt 2182113). In dsr Austübrung bcgriffrn sind die Anlagen bei11 Ent- wässgrixn g s-Genoffenjibaften undeinchnt- und B*cwässerungs- Genonemcbaft (1860 118), während die Vorbereitungen zur Ausführung bei Ziner Entwakserunkxs-GenossensckWst (100 113) gctroffcn sind. (Gebildet wurden zwei fr chrr Gknoffknfchafjen mit einem Flächen- inba1t yon etwa 510 1111. In der Bildung be riffcn sind fünf Ent- wäjscrungs-(Hrnosjknsckpaitkn. Außrrdem nd drri Anjräge auf Bildung von Wie'sen : Meliorations - (Henoffensckpastcn einge- gangen, welche Projsktr zur Zrix rrvidicrt werden. Writers Projx-„kte jmd in der Vorbrrcitung _bcgriffen. Zwei Flußregulierungs- projkkte, Von dercn DurckoÜhrung cinr erbrbliche Vrrbcfferung dcr anliegrnden Wiesen zu xrwartxnxist, sind Von dcn Jnterrßrnten ge- xiebmigt wordkn; die Statutcn für die zu bildenden Grnosenscbaften xoUrn nunmehr vorgelegt werden.
Ueber die EkaÜZL rer ausgeführten Meliorationen ist Folgendes zu bemerken:
Dir Wirkung drr Drainagr bsi der naffsn Wittk'rung drs Sommers 1896, ist recht günstig gewesen. Die FrühjahrsvcstrUung war auf draimertsm Boden troß drr anhaltenden Niederschläge rechtzritig möglich, wäbrrnd fie fich auf undrainiertem Bodrn vielfach überhaupt nicht oxer erst akg?" Ends Mai ermöglichen ließ. Die Mrbrerträgc aÜcr Fruchtartm gegrn frübcr _sind im Durch- schnitt auf 25 r. H. zu vckranschlagrn. Bei Kartoffeln steÜtc 111) der Prozentsaß infolge: drr durch die Drainagr ab- .gewendeten Kartoffelfäulc noch höher. Es lirgen visle Fälle vor, wo sich die Mebrerträge auf das Doppelte des frühsten Ernteergeb- nisses stellen. Auf den Wiesen zrigten fich ebenfaüs gßnftige Er_folge. Es War sogar stellenweise ein Mehrerjrag yon 50 v. *V- aegcn früher zu verzeiäonen. Hervorzuheben ist noch, das; melioriértc Moorflärben, welche bisher fast ertraglos waren, einkn Pachterlös Von 20 «44 pro Mvrgrn einbrachten.
Die durch die Notbstands- Meliorationen bis jetzt überhaupt erst kulfurfähig JLWNDML Fläche bstrcigt 614,50 113.
Saatenstand in Süd-Jkalien.
Die Aussaat in Süd-Jtalien uno Siziléen hat im vorigen Hrrbst unter Farkem ngen zu leiden gehabt. Das in dzn lrßten Monaten eingriretene gute Wetter hat dann aber einen so günstigen Einfluß auSgeübt, daß nunmrbr die Getreideernte in ihrer Gesammtbeit zu sehrs gltltékl Hoffnungen berechtigt. Das eriche gilt von 17:1“ Frühlings- aus an .
Die Blüthe der Obstbäume ist allenthalbxn glücklich vorüber, und der Wein ist weit vorgeschritten.
Verkehrs-Anftalten.
Ma lm s, 2. Mai. Von den Tbeilnxbmern an demßestc dcr Eröff- nung der neuen DampHerlinieSa nißk-Tre leborg waren während des Festmahls in“ kalmö an I re Majestätcn_ den Deutschem Kaiser und den König von Schweden und Norwe'gen Huldigun :s- Telcgramme abgesandt worden. Als Antwort ist, wie „W. TMK.“ meldet, folgende Depesche Seiner Majestät des Dcntjcbcn Kaisers eingegangen: , '
„Den esttbeilnebtpern für die Mir, zum Auödruck gebrachte Huldigung einen Kaixerlichen Dank. Möge auch diese ncuchrr- bindung den friedlichen wie freundschaftlichen,Beziehungen der WM- dischen und deutschen Völker zum Segen getrieben.
Wilhelm, 1.11“
Seine Majestät der König Von Schweden und Not- w egen antwortete:
.Ich bin mit lebhaftem Antbcil dcr bedeutsamen abrt uud drm
Feste gefolgt; ich danke dem Kaiser und der preußif " Regierung,
wel die neu Vetb'mduna kräfüg gefördert haben; ich hoffe, daß“ sie Yden Ländxtn einen Nasen bringen und das gute Verbiltniß misöen beiden Völkern festigen werke. OOkar.“
London, 1.Mai. (W.T.V.) Union-Linie. D. .Albenian'
ist heute auf der Hsimreise in Southamvtqn angekommen.. . - 3. Mai. W. T. B.) Union-Linre. D.. ,Gatta' ist
am Sonnabend autf der AuSreise von Southampton abgegangxn.
Theater und Musik.
Deutsches Theater. _ _- Zum Besten der Genossenschaft deutscher Vubnkn-Anéeboriger wurden gestern in einer Mittaqsvorstellun unter dem zu qmmrn- faffsnden Titel ,Ksäjyjyj“ drei längst und a ng'iZ! _bekannte emaftige Stücke auf efübtt. Emil Pobl's finniges Lustipxxl „Thea oder die Schukreitcrin“ machte d-n Anfang und vrrbreitktr m der treff- licben Darstellung, di: dem Stüc! hier zu theil wurde, Behaglich- keit und Frohsinn durch das Haus. Herr Saurr als eleganter, leichtlebiger Baron Von Wedding, Hrrr Nissen als an Herzxund Körper gleich frischer und kerngesunder Landedelmann und Frau Sandow in der Rolle der geistvollen Baronrffe Thea brachte:) rede Wendung des Dialogs so trefflich zur (Grlxung, das; “dir frobltchr Tbeilnabme bis zum leßtrn Wort rege blirb. - C::nr ungerne?" drastische Wirkung erzielts dir köst1iche Operette „Frischen rdrr Guten Morgen, Herr Fischer!“ von W. Zx'rieerÖ Mit der Muiik von E. Stiegmann. Herr Hermann Müller gab d_kn altén schreckbaftrn Doktor Hippe und rau Schnrider das Dienstmarcbrn .Guste' unt drastisch Charakteristik; bksonkers rritwickeltrn ste_tq dem Momrnt, Wo in ibnrn die Angst vor cinkr unfteierr-g vabrachtrn, graufigen Tbat aufsteigt, eine erschüttrrixde Krank; beide trugen außerdrm ihre Couplkwrrse mit prächirger Lawnr wor. Auch die Hrrrrn Mxnzel, als drr alte Fiichr aus Hakaerg und Zn Hanns Fircber als sein Sohn Frischen trugen kaIMZbrigrzUm
elingen der Aufführung bsi. - Die Darficüung'der «_uppxz'eckxen Operette „Flotte Bursche“ oder .Das Ew'tg-Mannlirbc', wie ße parodistiscb grnannt war, erfordrrt eigentlich grschult€re Ge- sangskräftr, als man unter Schauspielern zu fixxdkn pflegt._ Trotz- dem boten alle Mitwirkenden, besonder? Frau Sxxzewer, tn einer lustigen Burschenrolle und Herr Thiclikber als _Snkiclpuycr Flrck recht glückliche Leistungen dar. Den größten Erwla truxi ,aber in dieser Opere-„tte Hrrr Kainz davon. der 15611 (111611 Grizbals Geier durch eine fast erschreckend häßliche Maske und durch rms k81ch:' Zahl Uralirr, aber noch heute zugkräfiiger Nuancen cbaraktsrifixrtr.
Lessing-Tbeater.
Das Ferenczy-Ensemble erranß am Sonnabend mit der “2111711119- rung der engliiaxen Operette ,Die Geisha“ odxr „Eine ja- panische Tbeebaukzgesckzickote' von Owen Hall, zu der Sidney Jonex! die Musik geschrieben hat, cinrn Erfolg, wie er aus diesem Gebict seit drm Erschein€n des „Mikako* kaum wirds: ra- gewesen ist. Die glückliche Wirkung beider Operétten cntwringt ZUm tbril gleichen Ursachen, insofern eine gewisse Vrrwandxschaft in der Wahl der Handlung und der Oertlicbkeit, kndln-b auch in drr musi- kaltschrn Gsstaltung und in der Form der Darstrllung besteht; nur tritt in drr „Grisba' dic zarte lyrikche Empfindunz stärker brrvvr, als in dem auf eine kräftigere humoristische Wirkung abgestimmten „Mikado'. Vom Bkginn an nimmt die Musik Sidney Jones' durch ihre anmutbigr und ftrts eigenartige mslodische Erfindung für sich ein; jedem Einzél- und Ensrmklegesange wird durch irgend eine orginrllc Wendung ein lebrndigt'r Reiz Vcr- lieben, der besondrrs in den Geiéba-Lisdern von blübrnder Frijcba ist. Nebra der sanftrn lyrischrnStin1mung kommt in reicher Abwechselung aber auch der Humor in den komischen Nummsrn, dir nach englischer Sonderart den *)Kinstrcl-Liedcrn nachgebildet sind, zu seinem Recht. Dieser stimmungksvoüe Melodienreiz, der übrr die beirrn ersikn Akte verschwrnderisch aus Ebreitet ist - der dritte Akrstrbtmufikalisck) hinter den brtdrn er trn zurück - wird m:! künstleriscbrm Feingefühl durch eine Instrumentation Von ebrnso zarter wie ursvrüng- icher Klangsihönheit noch besonders ehoben. Die Handlung kommt bei dsr Wirkung diesrr Operrtte se r wrnig in Betracht, ja, «35 ist eigentlich gar kcixie Handlung vorhandrn. Man wird erbeitert Und erfrischt durch die cinirlnen Episoden, die in Likd und Tanz in dir Erscheinting treten. Dxr Tanz odcr eigentlich eine wirgende, rvtb- mi1ch-gefallige Bcwrgnng begleitet (111€ Grfängr, und hierbei rnt- wickelten die Hauptyarstellcr wir der Cbor eine überraschende Anmutb und zuweilen auch eine drokiixe Gelenkigkeit. Wik dic Mufik zarte Empsmdunxxen und Frvbfinn wrckt, so wird! das Auge €rfteu1 durcb dir Schönheit drr Bewegung, den phan- tastijche'n Netz des FacbersPi-le, drn Glanz der wogrndcn Géwänrrr, die sich in b_luméger_Pracht sammt drn Blütbcn und Bäumen Von dem lich1xn Himmri eines Frübsymmrrtagrs abbcben. Dir Oyrrette ist mit SorJfalt emstudiért Worden und ging tadellos oon statte'n. Als Datstellsrin der Hauptrolle, dcr Geisha Mimosa San, führte sich eins junge», „fastnoch kindlich“: Kün'sjlerin, Fräulsin Mia Werber, mit
utrm Erfolge 12111; fie Verkörperre die kleine, scbm-xicbleriscbe Japankrin im ..?ortrag un_d in dcr wargung mit reiner Mädchrnbaftigkeit und zarter Annzutb. Yrrr CarlSchulz sang die Parke des englischrnLieuthc-nts Reginald mrt DGefchmack und Empfindung. Als Wirth drs Thre- bauses .Z-Zhn Laufend Freuden“ Littwickeltr Herr Sondermaim eine staunrenßwert'br Brweglichkkit der Gliedc'r und rim: brmerkenswrrtbe Geschtcklichkeit “lm Kupletwortrag. Ja kleinrren Roürn tratsn noch die Damen Erich (Mon Sramore) und DélmaSulirttr) sOLVÖS Herr Anher (Marqms Jmart)_he_rvor. Die Zuhörer nahmen, in güritiafter Stimmung, das Wrrk mrt stürmischm Brifall auf. “
Jm Königlichen Opernhausc wird MONA“. Bizxx'; err „Carmen? gcge-brn. Den Don JOsÉ fingk der Königliche Kammrrsängkr Hsrr Ennl (stze als Gast; YLUÜk-Dirrktor Stcinmanm rériZi-xrr.
, Jm Königlichen, S'Öauspirlbanfc g-Ilangt morgen Karl Niemann7sLus1fptek „Wie drr» Altrn sungrn" i:“. drr brfannrrn Brsrßung zur Auffübrrng,
Im Theater Untrr dcn Lindrn konan grsts.11 dir Erst- aufführung der, neusn Operette .Der WunderkaabI' von (Z. von Taund wegen 21an Unfalls, der die Darstrlkrin drr Hauvtroüe bsi der Geizkr-prrobx _bctroffen hatte, nicht staxtfirrrm. 7 Es grlangte dabe'r die Gtraxxß'ichr Operette „Dir Fledermarxs“ zur Aufführung.
Jr! der Martenkircbe' wird Hrrr OrganKst Bkrnkxard Irrgarig am Mittwoch. _den 5. Mai, Mittags 12 Wx, Orgrl-Kompofitioncn von Bach, Rbrmbcrgsr, Wtoor und Dirne! svirlkn. Fräulein Emm!) Haberlandt und Fraulrin Agnr-Z Frirdrikbowicz bieten Gesangs- imd Orrr (Carl Söhrr Vérlinrorträzr. Dcr Eintritt ist frri.
Manuigfaktiges.
' EineSisungkrr Startrrrordneten-Versammlung findet, wie die' ,')iat-Ztg.“ mxttbcilt, in dieser Woche nicht statt.
_ *Heft1xrr .Mit_tbeilungcn und Schriften des Aus- 1chuksxs fizr dcut_1chc Nationalfcstr' ist soeben bci Olkrn- bvurg m Munchen erschixnen. Dasselbe enthält in gediegener und vorucbmcr Ausuattung dir „Grundlegenden Verbandlungrn in Berlin am 31. Januar 1897“ und bietet in der Darstellung wic diesc Verband- 1:1_ngcn sirb abgespielt habet), ein Bild dar von den errken und Zielrn, die mit drr Einrichtizn deutscher Nationalfritc vsrfolgt wmdr-r' Dic deutschen Nationalsete soüen danach cin Mittcl bilden zur weiteren Stärfun des Nationalgkfübls, zur Kräftigung der Volksgcmndbxit, zur Hebung des bürgerlichen Gemeinfinns und zum, Außgleick) sozialer Gegensäye. Diesr großcn iele sollen xrrctcbt Herden durch die Vorarbeiten zu den in etwa ünfjäbrigen Zwischenraumen stattfizidenden Festen, durch das Vorbild, das sie geben, und durch den Einfluß, den fie bicrmit auf das Leben, Denken und Empfinden des Volks uben. Insbesondere folien dadurch auch allerorten die Volksfextc belebt und veredelt sowie die Leibesübungen
im Turnen, Sport und Spiel allmählich zu einer lebrndigen Volksfitte
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