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Aus Neustadt a. H. wird der „Frkf. Ztg.“ unter dem 10. d. M. esörieben: Der Ma iirerausstand, der vor etlichen Tagen in ever außgebrochen ist (vgl. Nr. 104 d. BUZ, scheint sich nach und 11 weiter außdehnen 311 101-[len. Seit beute ii auch ein Theil der Maurer Ne'ust'adts ausstgndtg und, wie man hört, soll auch in den ubrigen pfahtschen Stadten eine Bewegbung unter den Maurern bemerxlicb set_n. Die Forderungen der Ar eiter richten sich durchweg auf die Einfuhrung der zebnftündigen Arbeitheit, welche von den Unternehmern _abgelebnt wird.
Aus Mailand wird demselben Blatts gemeldet: Im Land- bezirk pon Cremona stellten die Landarbeiter und Kolonisten die Arbeit em; , Die Bewegung dehnt sich rasch aus. Mehrere Dörfer wurden mtltiäriscb besetzt, obgleich bisher keine Unruben eintrafen.
, In Lyon haben, wie im ,Vorwärtß“ mitgetheilt wird, sämmt- liche Maurer wegen Lobustreits die Arbeit eingestellt.
In Marseille sollen dieKupferfchmiede, 400 an der Zahl, aussiändig sein.
Kunst und Wissenschaft.
_ ,Kunsigeschicbtlicbe Einzeldarstellunae'n', von Pro- fessor Or. Adolph bilippi. Nr. 1 bis 5: „Dt? Kynst der Renaissance in talien." Erstes Buch: „'Die Box- renaisfance.“ Verlag von E. A. Seeazann 'in „Leipzig. SP'MI eleg. kart. 2 „M - In diesem Werke wird eme tm bestxn nine populäre Darstellung der Entwickelung der Renaiffancexkunft in Italien unternommen. Der Verfasser schildert, aus de_m re1che1_1 Box:! ,der Kunst-Wiffenschaft schöpfend, das sponxaiie Erblqben der [el_bstandtgxn Kunstübung in den einzelncn Landstrichen Italiens, soweit fie, fur den Gegenstand in Frag? kommen. " Indem xr das Waken der führendkn Geister dariteUt, unterlaßt er mcht, den Etn- fiüssen unpersöniichcr Art, denen sie, außgeseßt_ waren, Rech- nung zu jrazen; er berücksichtigt die Etgentbumlicbkxiten der Landschaften, die Cinfiüffe der Gesellschaft, in der fich dt? gr0ßen Künstler der Renaissance betvegen, und sucht so die pragmatische Art der kunsigeschicht1ich6n Darstsllung zu vsrteefxn. Der szrfaffer Ver- meidet zu viele Namen und Einzelheitkn, giebt abxr „dre Bahn der Sterne erster Größe am Kuustbimmcl Italiens möglichst klar uiid bestimmt an. Hiermit wird besonders denjenigen Lesern gedient skm, die einen allgemeinen Ueberblick iiber das Ganze gewinnen 10011611, obne fich durch 0116 Einzelheiten hindurcharbeich zu müsiexz. Dqs Werk ersscheint in fünf einzéln känilicben Abtöeilnngen, die xe 2 bis 3 „M ko ten. Der vorliegende erste Theil handelt von den Kunstlern der Vorrenaissance-Zeit, den Bildbauxrn v_0n Pisq und den Malsrn Giotto und Fiesolk. Die Ausstattung iii. gefällig, die Illustratiorx (50 Abbildungen) reich und gut. Ansffxßrliche Pr0sp€kre werden auf Verlangen 0011 der Vetlagsbucbbandlung pcrsandt.
Land- und Forstwirthséhaft.
Saatenstand in Rußland.
Nachrichten aus Nikolajew zuf01ge, läßt der_ Stand der Saaten in dem südlichen Chersonsr und Jekaterinoslgwicbsn G0u06xneme11t zu wünschén übrig. Regen ist dringend erwunscbt. In Benarabien wkrden bereits ernste Befürchtungen laqut. In dem Polixwaschen und Kiewschen Gouvsrnement smd die “1111511591211 Hcffer, doch dérlangi man auch dor! nacb Regen.
Saatenstandim1101d11cke11B111gariem
Dic Saaten sind gut durch den Winter gekommen. Dic: seit Anfang April anhaltende kühle Witterung Hat 'das Wach§thum_ und die kräftige Entwickelung dsr Wintersaaten „so_wre das gute AWSZLU des Sommergetreides wesentlich gefördsri, sodaß dLrSiand der Feldcr zur Zkik ais xébr gui k25€1chn€1 WLTÖM kann.
Theater und Musik.
T176316r des Westens.
Herr August Junkermann, der trefflich.“ Darstküsr Reuter- sÖer Gesia1ten, ssßie gestern sein Gastspiel mit roßem Erf010 fort. Er spielte in der dramatisMnIdvUe . Hanne 11118“ den Pasjor lebendig und mit (5321111111), sodaß die bsiterén Und Wehmütbigcn Seiten dss Seelenlebens des alten Gkistlicben ibre 00112 Wirkung auf die“ Hörer und Z8schauer (1115551611. Der kleine ©ch_wank, den fick) der Darsteller 0115 dkm bekanntkn Rsuterffchen Gc- dicht „Jochen Päfsl, wat büst Du vör'n Esel“ geschaffen
i(bt Vom 13. Mai, r Nkorasns.
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1 Wind. WSUS!“-
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Stationen.
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rcd. in Mikiim. in 0 (Celsius s) 0 3“. : 40 R.
Temperatur"
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Belmullei. . Z WSW 2-bedeckt Aberdeen . . : 769 NRW 3zbexeck1 Cbristiansund 765 N 2Zbedeckx Kopénbagen. J 758 ONO beekak Stockholm . , 757 MW 4,bedecki
Laparanda . ' 165 NO ZZMKM t. etersbg. 764 [OSO 211000211108 Mos au . . . 7 65 DVD
___ _1-w01k671106 Coerueens- 1 = ' 101011 . . . 772 ')1 ]xbéiter
Anfang 73 Uhr.
Shakespeare,
Lünrgxiüie .Zrhauspiric. 5.103. 1132300120009. Das Heimckjeu an: Herd. Oper in 3 521th611112981 (frki „nacb Dick€n§' 31210?- namiaer Erzählung) von 21.Y1.Wi[1nér. Musik 7311190 von Carl G01dmark. In SLM? Zeseßt 00111 Ober- ngimeur Teßlaff. Dkkoraiive Einrichtung dom karz JnsVektor Brandi. Dirigent: Kapkümeister 131". Muck.
SchauspieWaus. Abonnemsnt 13. Histoxiscbcs Drkakinaf itn 5 AUÜTYLM l00:1 dWiZiaxi 116er ron “E: 60? un 311. , _ Nach der Bübneneinrichtung Von Wilhelm Oechel- P- PMT- cutxchövon EmanUel Lederex. häuser in Scene 96161 00111 Ober-Regiffeur Max „ Grube. DekorativeEinrichtung Vom OöerxJani-yr *? Uhr. Brandt. Anfana 73 [Wr. _
S00nabsnd:Over11bau§. 119. Vorstellung. Neu
bat, verskßie die Zuschauer in die beiletfle Laune. In _der Tbat kann der Offiziersburscbe, den Iunkermami bier ,verkötpat, in der äußeren Erscheinung und im Wesen als ein Muster von komischer Naivetät nellen. In der dramatifierjen Episode „Müller Vo ' aus ,Ut de Franzosentid' stellte Iunfermaun eine lebenswabte, one Bauern- gesialt auf die Bühne, mit der er seine BegabunLK für die Charakte-
ristik von VolkSiypen wieder nach einer anderen ichtung bin zeigte.
Im Königlichen Opernhause gebt morgen zum 41. Mal Carl Goldmarl's Over: „Daß Heimchen am Herd" unter Kapell- meister 1)r. Muck's Leitung in Scene. Die Bess mm ist folgende: Dot: Frau Herzog; May: Fräulein Weiß; lummex: Herr Pbilipv; Tackleton: Herr Krolop; Zeimchen: Fräulein Rotbauser. Als Jobn gastiert zum „ersten Male err Bachmann vom Stadt-Tbeater in Nürnberg. - Die am Sonnabend neueinstudiert zum 70. Male in Scene gebende Oper .Aida' ift folgendermaßxn beseßt: König: Herr Krolop; Amneris: x. (Höhe; Aida:Fräu1em Hiedler ; Radames : Herr Sylva ; Rampbis: errModlinger; Amonasro: ZL!!! Hoffmann. Kaveümkisier Sucher dirigiert. Das Werk ist in vcene geseßt vom Ober-Regiffeur Teßlaff. dle dekorativx Einrichtung vom Ober-Jnspektor Brandt besorgt. ,Die leßte Aufführung fand am 6. Oktober 1892 statt.
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen 'Sbake- ipeaZe's Drama .Coriolan" mit Herrn Malkowsky in där Titelrolle gege en. _
Im Deutschen Tbxaier ist eine Neuauffübrunq von SchiUet's .Räubern' auf nachsten Dienstag, den 18. Mai. festgeießt. Außer 7 srrn Leffler Vom Stadt-Tbsaier in Bremen und Josef Kainz wirken darin noch mit Fräulein Annie Trenner sowie, die Hérren Paul Biensfeldi, Hanns Fisäoer, Ferdinand (Gregori, Emtl Marx. Ludwig Menzel, armann Müller, ermann Niffen, Max Reinhardt, Rudolf Rittner, uido Tielscher, Richard Vallentin. .
Ludwig Fulda's Lustspiel ,Fräulsin Willys“ kommt m aUer- nächsisr Zeit am Schiller-Tbeater zur Aufführung.
Jagd.
Zusammcnstcllung des im Bézirk des Königlich preußischen .IN-Jagd- amts in der Jagdsaison 1896/97 611691011 Wildcs und Ranbzeuges.
„4. Anf „HofjagdeU wurdkn er1egt: am 3. Nodembsr 1896 im Grunewa1d bei dEr Parf0rc0-Jagd ( St. Hubertus) 1 grobe Sau; am 13. und 14. Rodsmbcr in dcr Kolbiiz-Leßkingcr Heide bei drei Lapp- jagsn mit Kammern Und Laufitellung anf Damwüd, einer Suckxc mit dEr Findcrmeuw auf Sankn tm ab?)?stelltcn Distrikt 151 Schaufler, 412 Spicßer und Wild, 202 gro e Sauen; am 4. und 5. D*:zcmber im Sauwark 561 Sprin 6 bei zwei Such?" mir der Findermsutc auf Sauen im abgesieüten Distrikt und cinsm abgestellten Jagcn auf Damwild und Sansa 14 Schaufler, 31 Syisßer und Wiid, 239 grobs, 107 gsringe Sauen; am 11. Dezymbcr im Grynewaxd bei einem eingesteüten Jagen auf Damwild 71 Schaufkr, 24-1 Svikßer und Wild; axn 5; Jammr 1897 im Enten- falF bei eri Standirkibsn auf Fayansn 498 Faxancn, 3 Vasen, 8 «iück Vörschikdenes Wild; am 15 “Januar in den_ Feldmarken Britz, Buckow, Groß-Zietben bei zwei Standireiben aus Hafen, in denen Seine Majesiat streiften, 817 Hascn.
13. Auf Hof-Jagdamts - Jagdsn wurdkn Erlsgt: am?. Ja- nuar 1897 in Kiekebxxsck) und 11102315 bxi 0in Keffkltrkiden und einem Standireiben 307 HQZCU; am 12 Janna): Mf dxn Feldmaxken Lankwi' U00 Marikndorf bsi drei Keffkltrkiben und cinem Standtreidkn 52 Hass" und 1 Fuchs; am ]3. JTMUM? auf der Féldmark Bornim bsi 181173 Standtreiben 187 H.:ssn. „
(*. Auf dsr Pürschs, Snckye, ParsZrcc; und leinen Trsibjagdcn sowié dnrch Fang: in derJ»:ch01*71)aide,im Grune- wald, 101-i PoiIdam Und Falkenbaaen: 71in11ch?, 274 Rotbwiw- Spicßsr und -Wi1d, 106 Scbaufwr. 469 Damwiid-Sxießcr Und -Wi[d, 6 grobe", 8 gcrims Sam'n, 110 Rcks, 1 “0,2013, “701 Hasen, 223 Rebhuhncr, 63 chiéékk und Cormorane, 122 7311chch20 2,1111rdcr, 44 J1tiiss, 1 Wisssl, 23 RÜUÖVÜng; in dsr 31015115-20151111ger Heidi“: 5 Hirsche, 10 Rothwilk-Spießkr und-Wild, 65 Schanfler, 118 Dam- wiid-Svießer und -Wild, 19 RLÖL, 6 Hasen. 20 inßer und C0rm0- kam:, 40 Füchst, 5 Marder, 2 Jltiffé, 4 Wicsél, 20 Raubyögel; in d?! Göbrdk, itz: Saitvark kei SDrings, 1111T0161JI1É'U 551 K*ircßrods: 11 Hirsche, 23 Rotbwild-Svisßer und-led, 10 «150111167, 35 Dam- wi1d-Svießkr und =W110. 42 groß?, 48 geriage Sau011_,_ 5 N€1*8,_12 Hassn, 23 Rkikxkr und Cormyrane, 5 Mardkr, 3 Jliiiis, 2 Wic1el. 39 Raubvögel; im «Hammer-KInigH-Wustsrbanx61161: GLÜLJL: 1 Pirxch,
Theater.
Sonder-
129. Vorstkllung. Coriolan.
_ „. _1,. 19. V0rstel1ung. UML- TIMEX.
Sonnabend : Triiby.
Rrßdknz-Thcater. Dir:!kisn: 9316510558555..- , 50:3. Freiiag:_V_aterfrcudeu. * 53731139? OPML“ 3 Akten 7011 P. Pirychbsrgxr und G. Klitscher. -- Vorhxr: Der neue Ganymed. (0316 161015.) Schwayk in 1 Akt don Boltsx-Bäkers.
S0:1:105111d 1100 1701921156 Tags: Vatersreudeu. Freitag: Dxittletztes Gastspiel der - Worber: Der neue Ganymed. .
EchiffL-auerdamm 4 a. / 5.
Dirxktion:S1-*mund Lautxnburß. Fréitag: Trilbv. KMM; -Karca und des enn Baubet er. Die Schauspikl i:“:5 4 MLM nacb George Maurier und schönéyHeleTtZ, H (;
SM.? ge:"?ßt 0011 Sigmund Lautenburg. Anfang
Sonniaß, 2100515111935 3 1152: ZU 17215511 Préisen:
2 ufler, 13 Damwild-Spikßer und -Wild. 33 grobe
1 Re , 15 Hasen, 64 Reiber und Cormome, 4 F se; in Wildpatk und im eldjagdgebege bei Potsdam: 8 irscbk, 10 wild-
uud -Wi k, 2 Damwild-Spießer und . ild, 7 Rebe, 197 Fasanen, 184 Hasen, 330 Rebbübnet, 1 Jazz, 10 Marder, 35 Iktiffe, 22 Wiesel, 71 Raubvögel; im Feld“ dge € bei Berlin: 4 Rebe. 113 Hafen, _ 1819 Rebhuhner, 3 FÜML, 4 ltiffe, 37 Wiesel, 4 Raub. vögel; m der Stadtforst Spandau: 15 Damwild-Spießer und -Wild, 34 Rebe, 26 Fasanen. 76 Hasen, 120 Rebbübner, 5 Füchse, 2 Iljjffe, 2 Raubvögel; im Fürstenwald bei Oblau: 32 Re 6, 54 ?asanen, 147 Hasen, 509 Rebbübnet, 1 Fuchs, 21 Marder, 42 Ill se, 74 Wiesel, 474 Raubvögel; im Feldjagdgebe 6 bei Cassel: 5 Rebe, 3 Fasqnen, 17 sen. 65 Rebbübner, 18 Fü se, 2 Marder, 3 Jltiffe, 14 Wiesel, 33 _aubvögel. Ferner w'urden auf den untkr () ange. führten Jagdaebteten erlegt 393 Gänse, Enten, Schnepfen xc. und 1529 Stück Verschiedenes, Krähen xc.
JusFsammt rvurdxn erke? 96 Hirsche, 317 Rotbwild-Spießex und -Wi , 419 Schaufler, 13 9 Damwild-Spießer und -Wi1d, 523 Zrobe Sauen, 163 geringe Sauen, 217 Rebe, 689 Fasanen, 3106 Hafen,
066 Nebhübner, 147 inber und Cormorane, 393 Gänse, Enien,
Schnevfen Lk., 218 Füchse, 63 Marder. 135 Jltine, 154 Wiesel,
69667F0Ét00xel und 1537 Stück Verschiedenes, mithin im Ganzen “„ S u .
Maunigfaltiges.
Die Gartenbau-Ausstellung imTreptower Park bat gestern Ahead ihre Pforten geschlossen. An den letzten Tagen, an denen der Emtrittépreis 5043 betrug, War der Besuch troß des regnerischen Wetters noch ein verbältnißmäßig guter. Die Vesucherzabl schwankte zwischen 3- und 5000. Heute wird mit 3711 Aufräumungsarbeiten be. gonnen. Die anläßlich der Ausstellung verlängerten Linien der elektrischer: und der Pferde-Babn werden von heute ab wiedkr auf ihre frühere FaHrtgrenze verkürzt.
_ Die Erbkbung der Stempelgebühren erfolgt in den ver- sch1edenen Kulturstaaien durch Verwendung von Wertbzeichen in der Art, daß die den -Sikuerbetrag darstellenden Marken auf die Urkunde geklebt und entyprecbend entwertbet werden. Eine Wieder- verWLndung kassierter, von wertblos geWordenen Urkunden abgslöster
. Marken ist möglich, wenn 65 gelingk, den fehlenden Theil der auf das
Papier der Urkunde binübergrcifsndxn Entweribungsftempel oder Vermerke auf dcn neuen Utkunden wieder zu ergänzen. Die Gefahr dcr Wiederverwendung ist xine um so größere, als dieselbe leicht aus- geführt werden kann und bei [105011 Wertbbeträgen aucb verlockend und lohnend erfch€int. Den Bemühungen des Kontroleurs des biefisen Hauvt-Stemvel-Magazins Tbie_lemann (Z. Gneisenaustx. 55) ist es nun gelungxn, durch ein einfaches und smnreiches Verfahren die Wiedervsrwendung vorschriftsmäßig Verwendeter Stempel- marken unmöglich zu machen. Das neue Verfahren fiebert nicht (1116111 die Einnabtmn an Stemvelgebübren, sondern es eignet sich auch für das Publikum zur Selbstkasfieruna von Urkunden 01161: Art, die namcntlich für die Ve1steueruna von Quittungén 2c. erwünscht erscheini. Die Einführung des Vetsabrcns ermöglicht übrigens die Bcibkbaltung dkr sYit've'r 061111157711 Original-Druckstkmpel, ver- yrsachi somit keine weientlicben Unkosten. Die Details des Ver- kabreys werden von dem Erfinder desselben den Betheiligten auf Wimxcb dirékt :nitgcibeilt.
Hamburg, 12, Mai. Die! Bürgerschaft betietl) Henke die 111 e11affend2 neue Radfabrcr-Ordnung und genehmigte mit 65 gegen 58 Siimmsn im Pxinziy den Nummernzwana. EI tvuxde sodann ein Ausschuß Von 9 Mitgliedern mik der Weiteren Ausarbei- tung der Vorlage beauftragt.
* Wien, 12. Mai. Aus Obxr-Okstxrréicb._Steiermark, Faärnikn und Tirol Werdén itJrke Schneefalle und Be- 1chädig1mgen der Saaten und Obstbaume gemeldet.
Paris, 13.Mai. Ausx Bordeaux, Montlucon und Macon _wird iiarker Froit „gemeldet, welchkr in den Wein- g ärten xebr großen Schaden (MUCHTSÜL.
(Fortseßun-g dss Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Sonnkag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen:
Schwank in Der Bettelstudeni.
Thalm-Theater (Vorm.Ad01pb Ernxt-Theaxn). D:?Idsnersiraße 72/73. Direktion: W. Hasemamz. _, _ rau Julie Kopaczy-Karczag und xweiteß Gasttpie des «Herrn OScar Bauberger. Lsßie Woche. Die schöne Helena. Overexte in 3 Akten von I. Offenbach- Anfang 73 Uhr. .
Sonmakend: Vorleßies Gastspiel der Frau Julix
Anéang
Montag: Frau Lieutenant.
Familien-Nachrichteu.
., EWU
„DFH 112.
, Grfte Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeigcr.
Berlin, Donnerstag, den 13. Mai
Berichte von deutschen Fruchtmärkteu.
Qualität
gering ' mittel 1
11
Gezablter Preisfür1Doppelzentner
gut
Ver-
nie- drigster
„sé
böcb- Z| nie- böch- '
ster xidrigster ster „48 *] 0-4 „14
nie- drigster
„46
15173“
„sé
Durch- schniits-
preis für
1 Doppel- zentner
916
Am vorigen Marktlage
Außerdem wurden am Marktlage (Spalte 1) nach über- schläglicber Schätzung verkauft Doppel- zentner
(Preis
unbekannt)
Stargard . . Limburg a. L. Neuß . . . Dinkeleübl . Schweinfurt . Braunschweig
Breslau Neuß
Insterburg
Stargard . Lissa. . . Bromberg . Yaderborn. imburg a. L. Neuß . . . Dinkelsbühl . Schweinfurt . Braunschweig .
Breslau Neuß
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Insterburg Elbing . Lissa. . . Paderborn . imburg a. L. Dinkelsbühl . Schweinfurt . Breslau
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Insterburg . Elbing .
targard . Liffa. . . Bromberg . aderborn. . imburg a. L. Neuß . . . Dinkeksbübl . Schweinfurt . Braunschweig Breslau Neuß
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Ein liegender Strich (:) in den E
Frankfurt a. O. .
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15,30 16,80 15,75 13,00 14,50 15,30
11% 11,40 10,75
10,50
14,00 13,00 11,00 10,90
10,92 15,00
10,00
14,00 12,60
12734
14,20 13,50 12,80 12,00
15:80 15§0 1
15,80 16.30 17,00 17,10 . 15,90 15,90
13 50 13,50 „ 15,50 15,80 ; 15,80 16,30
11,80 11,60 10,90
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14,601 14,80 15,40, 13,50; 13,75 13,75 13,00 13,20 13,20 12,401 12,60 13,00;
11,90 “ 11,80 10,95 ; 11,00
H, 13,40 ,' 11,30 , 14,50 : 13,70 ; 11,70 ,! 11,50 Lx 11,30
I, 13,90 ' 13,14 =“ 12,40 ; 14,00
, 12,30 * 12,80
Weizen.
15,40 16,00 18,09 16,30 17,10 16,15 14,00 16,20 16,30
Roggen.
11,00
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16,00 15,10 13,50 ,
H a f 14,00 14,00 15,20 13,20
11,80 15,60 14,00 13,70 1 13,40 :, 11,80
15,40 16.00 18,42 16,80 17,20 16,15 14,00 16 50 ]6,80
11,00 11,90 11,80 10,95 11,00
13,61 11,80 14,60 13,70 11,70 11,70 11,80
st €.
13,90 14,29 12,40 14,00
16,40 15,10 14,40
: l'.
14,00 14,00 15,20 13,20
12730 13,60
12,80 16,10 14,00 13,70 13,50 . 12,80 23
Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf 0011e Doppelzentner und der VerkauisMrtb auf 00116 Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durch- 1chnijispreis wird aus dkn unabgerundeten Zahlen berechnek.
Punkt ( .) in den [eßtcn skch§ Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.
14,00 12,80
12,80 12,40
13,20 13,24 12,56 15,61
12,70
15,70 18,04 16,11 18,22
16,24
11,00
11,60 10,88
11.50 12,97 11,35 14,32
11,62
14,50 13,33 12,33 13,25 11,46 17,00
14,00 12,82
12.89 12,35
12,80 12,89 12,50 16,67
12,56
9" „©
Wd-i !“)?“9'57'. 7490- 9009 159957“ 95-7"
12". 5. 10
palten für Prkisé haf die Bedeutung, das; der bktrcffendc Preis nicht vorgekommén ist; ein
Deutscher Reichstag. 221. Sißung vom 12. Mai 1897, 2 Uhr.
Auf dsr Tag660rd dcmokraten, die §§
bu ck 6 , welche aufzuheben.
nung steht der Antrag der Sozial- 95, 97, 9911110 101 des Strafgeseß- ic Majestätsbelcidigungen betreffen,
Vor dem Beginn der Beraihung bemerkt
Abg. Singer (Soz.): , auf dsn Tribünen Kriminalpolizisten anwesend smd. Ich nel) daß sie nur als Zuhörer _etschiknen find. Veranlassung nehmen, das Publikum auf den Tribünen zu warnen, 10lch€ Aeußerungcn zu tbun,we1che vielleicbl zu Denunziaxionen Ver- anlaffung geben könnten.
räsident Freiherr 0 011 B u 01: Das Publikum auf den Tribünen
Mir ist die Mittheilung gewordcn, daß
Ich möchte aber
me an, daraus
Majestätsbeleidigungcn ist die: Provokation dazu, die durch Angriffe
algen Parteisn und Personxn 'bcrvorgcryfen wird. ch gegen meme Partei insbe|0ndere, aber auch gegen
Angriffe richten si
Die beleidigenden
andere Parfeien und Bevölkarungßschichka ja gegen den ganzen Reichstag. Der regierende Monarch befindetsich in einer unvkrantwortlicben Stellung,
befreit von jeder Schranke des Strafrechts.
Für die Handlungen des
Monarchen find die Ministxr wkrantkvortlici).„ Daraus folgt, daß der Monarch fich alles Eingreiwnß in die Paxtetpolitik enthalten müßte. Hält der M0narch ein Einschreiten gegen eme. Partei für nothwendig, 10 muß er Minister auswäblcn, dic da_für die Verantwortung übst- nehmen. Wenn jemand scinsn Manneéiiolz Vor Königstbronen zei en onte, 10 würde bald der Strafrichtcr_ einschreiten. Was man Lich aües gefaklen lassen muß, beweisen _Aeußerungen, die zu Verschiedenen Zkiten und Gelegenheiten ans Fürstlichem Munde gefallen sind. 1889 hieß es, daß jeder Sozialdemokrat glcicb sei einem Reichs- und Vater- landsfeind. Die Aeußerung, daß die Soldaten auf ihre Brüder und Eltern schießen müßten, wenn es befohlen würde, hat ebansalls schwer
“ 1897.
fortgede. Ich hatte gehört, daß er besonders den Vorwurf in dem angeblichen Telegramm als Zeitun Snachricht bezeichnet hat, und habe ibxi dxsbalb bierbsi nickt umerbro en, aber ich möchte doch gerade mit Rücksicht auf das, was er _im Begriff ist außzufübren, ihn er- suchen, an dieser Sitte unbedingt sesizubalten, daß jedes Hineinziebm des StaatSoberbauptes in die Debatte nur in der ebrerbietigsten und jedenfalls in keiner verleßenden Weise zu gsxcbeben bat.
_ Abg. Bebel (fortfahrend): Ich glau :: mich bemüht zu haben, direkt k61n€ Person in die Debatte zu ziehen. Beim letzten Beispiel insbesondech babs ich lediglich von Zeitun Znacbricbten gesprochßn. Es „ist „bisher aüerdings (He'pflozenheit eweJLn, keinerlei regierende Perion 111 die Debatte zu ziebxn; man at sich dafür besonders auf das, englische éarlament berufen. Ich bestreite das. Nicht 5105 regterxnde Px: onen, sondern auch Mitglieder des Königlichen Hauiks sindrm dorttgxn Parlament in der lebhaftesten Weise kritisiert wordc'n, namentlich bei Geldforderungen iür Heiratbszweckk. Das englische Parlamenx bat _fich 11le aus das energischste ßewehrt gegen die Re- g_te,rung; ,1ch rvnnschte, daß dér Deutsche_N€ichstag auch nur die Halfte dieseß Mutbks zetgkn mök-bte. Auxdis Dauer geht es nicht, daß zweierlei Recht besteht, daß für 56101112 P.'rionen Eine bcsondexe SteÜunlg geschaffe_n wird. Das kann deseiiigt Mrdcn, ohne daß Deutsch and _in seiner Stellung als Staatswesen irg-xnd welcbe (Gc- fabr lauft. Der Staat kommt nicht in 6561051, 1091111 ein Trunken- b01d Oder eine Frau eine unbedachte Aeußerung 1501. Früher, als die einzelftaatlichen Strafgeseße n0ch bestanden, war Wenigstens der Azitrag ziir Strafvxrfolgung nothwendig. Wie es zu Luther's Zeiten kerne Majestatsbeletdigungen gegeben hat, so kann man auch heute ohne solche auskommen.
„Abg.'1)r. Lieber (Zenkr): Der Vorredner schien in einem Theile seim-s Votirags eiye ruhige, 10ch1iche Behandlun einleiten zu nzolLen. Der Gedanke, die Bestrafung der Majestätsbe7€idigung von Ltnem Antrgg oder cmer Gunebmigung abhän ig zu machen, ist von anderer Seite außerhalb_ des Reichstages an schon angespr0chen. Der Begriff'der Majkstatsbeleidigung bat eine AuZdebnung gefunden, die qtemals im Sinne der Geskizgeber gelegen hat. Der (101115 87611- 6118116 hat nirgenkd Jrößere Verwüstung angerichtet, als gerade auf dem Gebrsie dkr Maissiatsbeleidigung. Aber trotzdem können wir uns nicht dazu enxschltsßen, das Kind mit dem Bade außzuscbütten und die Strnafbefti-m'mungen überhaupt aufzubebsn. Daß es früher keine Maxeiiatßbelerdtgungsstrafe gegeben hältc, ist ein Jrrtbum dss Abg. Bebe]. „Ich „möchte nicht die Strafen der ()ar011119. auf die Majestatsheleldiger 0011 heute angewendet sehen. Es find sch011 B0rsch1age gemachi„um nur die wirklichen Fehltritte z11 bestrafen, 10 Von Hexrn Yoseffor 0011 Schulte-Bonn. Wir kdnnten dabxr in ganz ruhiger 911€ vxrbandeln. 21er die Beispiele, 016 der Redncr angefubrt bat, zeigen, das; der Antrag 31) 10310 ver- bandelx WETTW soÜte. Er bat auSgefübri, daf; derjeni e, welcher sich. eines bcjonderen geseßlichen Schutzss erfreut, 01115s besondere Pflichten 11.150, daß der Reichsrag da[)er gegkn g6wiffe Aeußerungen Fr0nt machen muss?. Man kan_n über derartige Dings verschieden- axttgcr Meinung sein. Ich vernebc es, daß die Freunde des Herrn BLbleLs 161)er ertragcn, wenn sie: 0011 wsm immer Vaterlandsfeinde 0061 0001101) gegannt werden. Wir unsererseits smd in dieser Be- ziebung sch0_11_harter geworden. Wir 505611 Vor Jahrzehnten UNS 10161): Voxwmse 00111 ersten Beamten des Reichs ins Geficbt schleudern [affen muffsn, smd. jedoch unb€1rrt unseren Weg gegangen. Auch wenn von noch höherer Stelje derartige Aeußerungen über uns fallen sollten, so Weren meine Freunde den Beweis, daß dieser Vor- wurf zx: U11xecht erhoben Werde, nicht zwingender erbringen, als dadurch, daßdwtr fur diesen Antrag unter diejsr Begründung nicht stimmen wer en.
' Abg. Richter (fx.V01ksp.): Wir Werden für diesen Antrag auch nicht stimmsn, aber wir baltkn die Frage für revisionsbedürftig. Man sollte ihn'benußen, um in einer Kommission den Weg zu suchen, auf dem diese Revision fick) bewegen muß. Die Beseitigung der bstreffendey Bestimmungen des StrafgefeßbuÖS würde nicht Alles erreichen. Wir halten 061 der Revision des Strafgeskßbuchs f010ende Aenderung für nothwendig: Die Staatsanwaltscbaft darf nicht geztvungen sein, jsde Anzeigeysgen Majestätsbeleidung weiter zu verfolgxn. Höbsre Justizbeamke, 10,1ac der preußische Justiz-Minister, haben 11ch dahin auEgesJoMn, dgß fia eincn f01chcn Zustand bedauern. Dic Einleitung Zines rozeffes 101116 daher abhängig gemacht werden 00:1 „einer Ermacbtigung des Justiz-MinistLrs, der für die Justiz- 0011111 vsrantw0rtlich 117. In FäUen der Majsstätsbäeidigung wird oft die Begnadigung ausgesprochen. aber erst nach Durchführung des Prozeffes. MajestätßbeleidigungS-Prozeffe tragen niemals zur Hebung des Ansehens der Majéstät bei. Das Straf-Minimum ist ferner viel zu hoch gegriffen, so daß der_06rurtheilende Richtsr meist selbst zu einem Begnadigungsgesucb auffordert. Aber Es giebt Personen, dic nicbt Gnade, sondern ihr Recht vkrlangen. Bei der Stcüung der fiirstlichen Personen ist dis Widerklage ausgeschlossen; der Richtsr mnß auf 016 Strafe kkkt'UUCn, aucb 7061111 cine Provokation 00711691. WEnn die fürstlichen Personen ohne: ministerieUe Begleitung in dis Arena_k)inabsteigen, dann ändsrt 7111) die Situation 0011ständig. Dcr betreffende Angegriffexic wird dann chrlos, und das muß ihn Verbittern und in dcr Errkgung zu Asußerungen Veranlaffen, die? er sonst unterlassen hätts. Es stellsn fich deshalb auch andere PersonM auf seine Seite, wslcbe dkn Angriff auf einen Wedrloscn für unrecht baltc'n. Wenn s1ch Aeußerungen Füxstlichcr Personen gegen den Reichstag oder seine Mitglieder richten, so müsskn die An egriffkncn sich vcrjl)6idig€n könnkn. Wenn VLrleßcnd-E Alußkrungen fa en, wcnn
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cinstudiert: Aida. OPEL in 4 Akten 0011 (55. Verdi. Marcelle. Text von Antonio Gbislanwni, für dis dcuiscbe §chiUkr-Theatcr.
FüblnLT bclarbeitetA vfon IYÜFHSMW BaUet von
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Schauspielhaus. 130. Vorstellung. Viel Lärmeu Dx? G'W1ffen,swUW- _ _
um Nichts. Lustspiel in 5 Aufzügxn vor: ngjam Sonnabknd, Abends 8 Uhr. Da" Bureaukrat.
Sbaksspeare, übersetzt v0n Au ust Wi1b€1m 0011 Schlegel und Ludwig Tieck. 5211170119 7 3 Uhr.
hat 1121) jeder Aeußerung zu enthalten, sonst Wurden bei der geringsten der Reich§iag nicht Versammelt ist, so smd dic Angégriffknen Wehr- 109, weil fie des Schutzes der Immunität entbehren. Wynn der Rsichstag dkrsammelt ist, wäre die Möglickokeit vorhandkn, das Privi- legium der Redefre'ibeit gegen das anders Privilegium der Underant_- wortlichkeit anzuwenden. Hier tritt uns aber die Sitte entgegen, daß Acußerungen Fürstlicher Personen nicht zum Gcgpnstandzparlamen- tarisch6r Erörtkrungen gemacht werden dürfen. Diese Sitte 111511
" * -- - " derlc t,weit über die Kreise der Sozialdemokratie hinaus.EineAeußerung torung die TUYMM unnackxßchtltch geraumt werden. 71ch18B1€ sich gegen die Nörglsr, womit nach dem Zusammenhange die Zur Begrundung erhalt das Wort Herren Von der Rechten gkmeint waren. Schließlich kommt auch der 21190- Bebel (Soz.): (Es liegt hier zum ersten Mal ein Antrag Tag, wo, die Partei der Rechten als Umsturzpartei gngeieben wird;
aus Milderung des Strafgeseßbucbs vor. Wenn man an eine Milde- fie hat m Bezug auf die Untergrahung dcr Verbaliytffe in den rung nur dann herangehen will, wenn die betrkffenden Vergehen nicht 1675th Jahren mehr geleistet als dre Sozialdemokratie. In der Mbr Vorkommen, dann muß unser Antrag abgelehnt werden, denn die schärfsten Weise wurde der Bßschluß des Reichstages Wegen der Be- _ , „ , Zahl der Besttafungen wegen Majéstäjsbekidigung vermehrt sich. glückwünschunq des Fürsten Bismarck getadelt. Keinem Parlamente aus eine; th ber, wo cs undenkbar war, daß Furst11che Personen Die Verurtheilungen betrugen 1890 508 fie stiegen in den folgenden der Welt tft je etwas Aehn1iches gesagt worden. Gegen uns ivurde den Reichstag zum Gegenstand einer solchen KrtUk machten. Jahren auf 524, 525, 593, 622, und erft 1895 ist eine Verringerung gesagt: Eine Rotte von Menschen, nicht wertb, den Namen Deutsche _WLUU Herr Lieder auf dte_ Bezeichnung des Zentrums (1149161159- kingktketen- Zur Zeit Lujber's bestand kein Majestätébeleidigungs- zu tragen. Die Pastoren Zvurden aufgkfordcrt, von der „P0litik zu Winde bingewwsen bat, so ist das doch etwas Anderes. Gegcnuber dem Paragraph. Auch Friedrich der Großewoüievon Majestätsbeleikigungen lassen, dieweil ße das garmcbts angebe. Das gebtdochfo mciytwätex, R61ch3kanzlßr konnte fich das Zentrum vertbetdigen, und Es hat ihm '",kbts Wissen. Die größteZahl der MajestäLSbeleidigungs-Prozeffe ware dage-gen muß man 1ch wehren, da muß der ganze Reichstag wie em Wahrlich ntcht_s geschenkt. Wenn solche Aeußexun'gen Furstlickxer Per- memals angestrengt worden, wenn sie nicht durch Denunziationen am Mann auftreten. ann die Aeußerungen von dem Herrn und dem sonen allgemein bekannt, werden, so 111 es xnoalicb, ihren Wortlaut Iktegt wärkn, die auf der niedri sten Rachsuchtberubten. 21191878 nach Knecht, von den Edlen und Unfreien, die Front machen müßten gegen zur Verhandluxig 'zu _brmgen, obne daß die Person) genannt wird, dem Attentat die Sucht nach enunziationen einen hohen Grad er- den Umsturz. Wenn über die Vc_rweigerung der Marine-Aussaben nach demi das ist peinlich fur den Präsidenixn. EZ muß ezne volle, offene, “ich, sprach sogar der Minister Graf zu Eulenburg sich dagegen Zeitungsnackyrichten gesprochen wird 0011 den vaterlandslosen Geseüen, ehrliche AuGemanderseyung parlamentarisch moglich sem, wenn solche aus und meinte, man hätte solche Aeußerungen gleich selbst strafen wohin s011 das führen! Wenn deraxttge Beschuldigungen gegen die Angriffe Vorkommen" man darf ni t fingieren, daß solche Aeußergngqn ollen. Redner führt einzelne Fälle an, in denen die Denunziation geschleudert werden, welche zun) Wohle des Vaterlandes gehandelt zu überhaupt nicht vorßandey smd. , ir smd de;: Anficvt, daßxs fur die von den eigxnen Verwandten der Angeklagten außgegangen sei, und haben glauben, so müssen Wir uns dagegen wehren. (Glocke des Gxscbäftsordpungs-K0mmtssion eme zweckmäßige Auf abe_ware, zu er- - fährt dann sort: Nicht bloß die Beleidigung, sondern auch die Ebr- Präfidenten.) wagen, ob die bisherige parlamentarische Praxis n_0 langer aufr 1? Verlesung eines Fürsten wird als Majestatsverbrechen angesehen; man Präsident Freiherr von Buol: Ich muß deYRedqer tinter- erhalten werden kgnn. Wenn der Reichstag dazu ubergebt, eine sol 6“ V antwortlicher Redakteur“ Siemenroib tsogar eine indirekte Majestätsbeleidigung erfunden. Durch die brechen. Es it allgemeine und altbexgebraäotx Sitte m diesem Yeußezung zyt Ptskussion zu„stelxen, dcznn wird die alte gute Sitte? er . ' Anwendung des (101115 6170111116115 werden Majestätsbeleidigungen Hause, daß das Staatßoberbaupt in keiner Weise ip die Debatte 114) wieder emburgern, daß die Fursten in Bezug auf die anderen gesxs- U Berlin. . be'tyiesen iind bestrat, obgleich die grö ten juristischen Auw- ezogen wird. Mit Rücksicht auf die Eigerzartigkett des Gegen- gebenden Faktoren sich jeder Aeußerung enthaltxn i_verden. Die em-
Verlag der EMUÜM (SÖVU) in Berli!"- Mat?!) wie z. B. rofe 01: von Liszt, idersvruch egen 1olche ?tandes babe ich dem Redner die_Schranken wett gezogen, muß aber sache Aufhebung de_r bxtreffenden Paragraphen ist nicht työglicb. Be- druckerei uud Veüas'“ Uktbekfe erheben. Der O er-Staatßanwalt Drescher w0171e die Aus- unbedingt daran festhalten, daß jedenfalls nicht in irgend 01111) nur leidigungen der Maiestat konnen auch auf Grund der gewohnlichen Be- “ U" M- daß eine Nebenregierung bestehe, als Majestätsbeleidigung entfernt unebrerbietiger oder „ gar verlesender Weise das Staatdober- letdi ungs-Paragrapben sebrscbwer geg ndet werden. thbtig isles wohl, uUfa en. Solche Vorkommnisse lassen schließli-FF Alles laubhaft haupt hier erwähnt wird. Das scheint mir aber der Fall zu sein, den ntrag an eine Kommi on zu 11 errveisen und die Bestimmungen:
Cherbourg . 769 YONO 210.015 bed. elder. . . . 765 -. 35011) bsd. vlt . . . . 759 mburg . . 760 winemündc 760
Neufabrwaffcr 760
2118le . . . 759
FW . . . . 769 .ünsier. . . 762 Karlsruhe . . 765 Wiesbaden . 764 München . . 764 Cbcmniß . . 764 Berlin . . . 761 Wién . . . . 763 Breslau . . . 763
Le d'Aix . . 769 .izza . . . . 768 wolkia Triest . . . . 764 bedeckt
Uebersicht der Witterung.
Auch heute zeigt die Wetferlage wenig Aenderung. Das H0chdruckgebtet, dessen Kkrn westlich von Irland liegt, hat fich ostwärts über Deutschland hinaus ausgebreitet, barometrische Minima liegen über den dänischen
In Deutschland ist das Wetter bei scb'vacber OUMÜ? in 3 Akten von Luftbewegung kühl und trübe, nur in dem S1reifen Sidney IoneS. Deutsch von C- M. Roebr und Wien in Wien. Der Vogelhändler.
Chemni -Danzig herrscht heitere Witterung; meist JUÜUS Freund. (Ferenczv-Ensemble.) AWMF 7? Ubk- ' 3 Akten von M. West u d L. ld. Mu k von
ist Nied,?rscblag gefallen, 20 0111 zu Köniasberg; im Sonnabend: Die Geisha.= (Ferenczv.Ensemblk.) L Zeller. Anfang 74 Uhr." He ß
zentralen Deutschland fanden GEMÜ“ statt. Sonntag: Die GeiShn. (FUMNNEÜLMUW Sonnabend: Gaiisviel des Fräuleins AnnieDirke'rs. Deutsche Seewarte. "_“- Der Vogelhändler.
,. „ , .Verlobt: Frl. Frida 811115 mit Hrn. Gutsbefisér
FTSWZ- MMW 0 UN:! und Pram.-Lieut. "(*-,L. Arthur Henninges (Kulm- Trebiéfslde).
Verehelicbi: Fürstl. Lipp. Brunnenarzt Dr. Georg Edler von Hoffmann mit Frl. Helene 00: Naßmer (Görliß). ..
""""-""""“ THERMO 025 WERU!» Kanfftraße 12. (W510 GF H„rten: „(Tine T7Ytesrd: ) Hrn. ZileF“
' “' ' : " hof Zoologisäier Gurken.) CTrkiiag: Gastspiel des ," WM ck?) kamm "kk UZ - ". rn. __'
GJYisYZaLT 1171?! 1731. WMW Die versunkene Königlich württkmbxrgischen ?Hofschauspielkrs Herrn MLkUUKÖ-W'sffvr Scherer (Munster [. )
S„zabMd; Freiwiwz Augusi_Junkermann. Hanne Nüte's Abschied. -
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bed eckt beiter bedeckt bedeckt heiter bedeckt beiter wolkig wolkig wolkenlos
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- _ Hisraus: Müller Voß. - Zum Schluß: Jochen _ rn. ?" met er eyne Ne ' „ Sonntag, Nachmittags 23 1150 Hamlet. - ?P- . . ' '“ ' . “ka . . asel, wat büft Tu vorn Esel. Anfang 73 Uhr. Ges.mben. Fr. Superintendent Lune Seidensim - WMW 77 Uhr. Die versunkene Glocke. Sonnabend, Nachmittags 33 Uhr: Kinder-Vor- 5125. Weber (Westen eln). "" Hk- Pfartxr SW" steUuna. Hänsel und Gretel. - Abends 7.1Ubr: Gustav Svendelinzß otSdam). - Hr.RegterunJ
' , rei a 35_ d . Gastspiel des Herrn Auaust Junkermann, des Herrn Rath „Wilhelm ablfs ' (Wennigsxn). - VZZZIJ. Yikeßteiß ZrietdFrF AAanM-ZZÉFZT Franz Gutberr' und Fräulein Martha Glück. Zum Kanzlet-Ratb und Geheimer Registrawx FN? “Sonnabenz. Renaissance ' “9 * * ersten Male: Unser Doctor. „ „_ Dedow (Berlin). _ r._Gebetmer Knegsrat Sonntag Nachmittags 201151" Die Brüder _ Sonntag, NachmiitagßZUbr: Be: halbkn PrsUen: a. D. Carl Weppler ( erlm). Abends 73,115r: Renaissance. ' * Jaén Stuart. _ Abends 73 Uhr: Unser oc or.
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Lening -T1)katkr. Freitag: Die Geisha,
Inseln und dem Rigaiscben Busen. Wk: Eine japanische Theehaus-Geschichte. Direktion: Julius F OWL" HIÜ- Musik von des Fräulein]; Annie Dir ens Vom Theater an der Operette Druck der NorddeutschenB , „, Anstalt Berlin ZW., W1 elmstraße Nr. 3“
Sechs Beilagen erseheinen.
Tßealer Unter den Enden.. Vek-renstr. 55/57. sche. Freitag: Gastspiel
Auch das Si e bl ib n b i i 7 we der Redner dazu über ebt, die großen Gefahren und die schreck- des Strafgesetzbucbes einer evision zu unterziehen. y n e e e m Hoch au 6 neu V onarchen lickxyrjt Zustände zu schilderß, welche eintreten würden, wenn das so Abg. Dr. von Levetzow (d. kons.): Aus den von Herrn Bebek
(einschließücb Börxen-Béikage1- wurde als Majestätsbeleidigung aufgefaßt. Die Ur ache zu zahlreichen