Deutsches Theater.
Am Dienst
Räuber“ neu ein udiert zur Auffübnm gebracht. Man wie bisher gewöhnlich, die Mannheimer B
erückfichtigt; durch sind einige neue
die'Darstekun anbetrifft, meisten EimelL s uspielerische Leistungen haben nur
vor, und Herr ann Le ffler, der Gast der Bühne die des Karl Moor [xf eite, dargexvoten. Der Frau; des rn Kainz ifi vqn früheren Au übrungen ber bekannt; aber der arsteller weiß ferner Aufgabe immer neue Seitetz abzugewinnen, die auch neues Liebt ayf den Charakter wer en. Seine Sprache floß klar von seinen Lippen, auch wenn si die Worte fast übereilig folgten; dabei fand er für den überle enden Bösewicht überall den rechten Ton und die richtige Faltung" den öhepunkt der Leistung bildete wieder die Scene, da dem Feigen Ge penfter in der Einbildung erwachsen. Herr Leffler vom Stadt-Tbeater in Bremen brinat eine stattliche Bühnen estalt mit und besißt eine Gewalt der Stimm- mittel, die den Jugendlichen Stürmer Karl Moor auch im Tone klaubbaft macht. Seine erste große Scene ließ ihn nicht nur äu er- i sondern auch durch sein überlegenes Wesen über alle seine e- no en hervorragen. In den späteren Akten hielt sich der Dar- steÜer nicht voll auf der anfänglichen .?öbe; sei es, daL er [eine Stimme in der Antrittsscene zu ehr angestrengt arte, ei es, daß ihm der trotz des Räuberlebens innerlich zur Helden röße wachsende Geifst Karl's noch nicht klar und ans aulich genug vor ugen siand. Jeden alls aber hat sich dieser junge chauspieler im wesent- lichen einer selbständigen und eigenartigen Lösun seiner Aufgabe gewachsen gezei t. Die übrigen Darsteller spielten ?asi auSnabmelos gieich-*alls beifa swürdig; namentlich Jelan Fräulein Annie Trenner die fäöwierige RoÜe derAmalia fast 1": erra chend glücklich, und Herr Guido Tbielscher gab den Pater ohne Uebertreibung.
Kainz, der den
Jm Königlichen Opernbause werden morgen Maßcaani's einaktigc Over „0379110119. kquiGQUQ“ und No sini's komische Oper .Der Barbier von Sevilla" gegeben. Herr Ulf; tritt in der leyteren Oper als Figaro auf, in welcher Rolle er in diesen Tagen in Wiesbaden große Erfolge erzielte. Die Rosine fingt Fräulein Dietrich, den Almaviva Herr Naval;
Im Königlichen SÖauspielbause gebt morgen Shake- speare's Drama .Coriolan“ in Scene.
Intendant Prasch versendet soeben die Abonnements-Einladungen für die erste Spielzeit des Goetbe-Tbeaters (Theater des Westenö), das, wie schon kurz mitgetheilt, am 11. September unter seiner Direktion eröffnet wird. Die erste Vorstellung sieht unter dem Zeichen des Dichters, dessen Namen das Theater trägt: . aust" wird mit Otto Sommersiorff (Faust), Ludwig Stahl ( esybistopheles) und Teresina Geßner (Gretchen) als Erö nungs- Vor teilung ge eben. Da die Tragödie dem Repertoire des erliner Theaters ange ört, so wird :e nur noch einwak im Abonnement wiederholt und verschwindet odann für die nachste Saison vom Spielplan des Goetbe-Tbeaters. Als erste Novität und gleichzeitig als zweite Abonnements-Vorstellung elangt „Im Dienste der Pflicht“, Schauspiel von Ernst Wichert, zur arstellung. In diesem Stück wird sich das neuengagierte Personal dem ublikum vorstellen. Als dritte Abonnements-Vorstellung wird Sha espeare's „Sommernachts- traum“ in vollständig neuer Ausstattung mit Auguste Prascb-Greven- berg als Puck gegeben Werden. Die vierte Abonnements-Vorstellung bringt, wieder als Novität, Anzengruber's Schauspiel .Der Einsam“.
We en der Vorbereitungen zu dem Schwank „Rothe Zettel", der am nä sten Sonnabend am Tbalia-Theater zur ersten Auf- führung kommt, bleibt das Theater moraen, Freitag, geschlossen. Für die Hauptrolle des Schwanks, den Theater-Direktor Stanislaus Wenzel, ist Herr Leopold Deutsch als Gast gewonnen worden.
räulein Ida Hiedler bat gestern in Wiesbaden die Titel- rolle .n Verdi's .Aida“ mit außerordentlicbem Erfolge gesungen. Die Künstlerin kehrt sofort wieder hierher zurück, um am Sonnabend als Eva in den .Meisterfingern“ aufzutreten.
Abend wurde Schiller? Trauerskiel ,Die atte nicht,
earbeiiung der Vorstellung Zu Grunde geleJt, sondern die ursprünglicheéorm der Dichtung mehr b er , uftritte hinzugekommen,
welche aber die Gesammtwnkun des Dramas kaum verändern. Was o ann man im Gau en und in den eiten sich wo [ befriedigt erklären; a er wirklich Joke ran:
olle
59 202 an Frauen. hörden eingerichteten 17.73 WM an en Klaffe.
und 17 733 .“
erläuterten Vortrag, in der Südsee mit Verhältnisse und der
land
Reise dorthin,
schleuse-- esterland theilt mit, daß die
meldungen zu der Kin
Yersonenverkebr
ist.
wiffenswertb Reisen
die bei beachten sind,
gaben über Fahrpreise
Kiel, 19. Mai.
gebracht worden.
Köln, 20. Mai.
das fallen wodurch die stoßenden
e eleise furchtba Waaen
Der büßoe „Verein für Volksbäder' hielt am Dienste: Abend unter dem Vorsitz des Profe ots ])r. Laffar in dessen Klink seine Generalversammluna ab, der Stadtratb Borchardt beiwobnte. erstatteten Bericht zufol e sind im [exten Jahre in den An alten des Vereins 248762 B der verabreicb
benuvt worden. 16 844, unter den 71041 Brausebädern 2249 erster Der Betrieb der drei Anstalten erforderte 46234 „46, eingenommen wurden dagegen 56 437 „M, sodaß sich ein Netto- übers izß von 10 203 .“ ergab. msen bildeten die Einnahme der Vereinskasse in Höhe von
In der „Deutschen Kolonial-Gesellschaft', Abtheilung Berlm-Cbarlottenburg, hält am 8 Uhr (im gro en Saale des Hotel Saxonia, König rä ersiralße), Herr Korvetten- apitäu a. D. Rüdiger einen durch ro? '
Die Direktion der Nordseebäder auf Sylt giebt aüjäbrlicb unter dem Titel „Beschreibung der Nordseebäder Sylt: Wester- und Wennin siedt“ ein Büchlein heraus, welches alles
für die Badegäste NüßlicJe Man findet in diesem Führer eingehende Mittheilungen über die geogra- pbixckoen und klimatischen Vetbältniffe dex Insel, über die Wirkung des Au enthalts auf derselben über die Seebader und ihre Wirkung, über die über d e Verwaltung, die Wohnungs- und pßegungsverbältniffe 2c. Jilußrationewaus dem Badeleben. Als Anhang ist ein Eisenbahn- und Dam fscbtffs-Fahrplan der Linien Berlin- amburg und H
meldun en von Badesästen und Nachfragen über die Verbältniffe Ind zahlrei er als im vorigen Jahre eingelaufen, wie an 'n-
sol], in großer Zahl eingeben. bahn barrt seit Beginn dieses Monats ihrer Verwendung.
Unter dem Titel „Eisenbakn-Auskunftsbucb für den
erlage von Aiexayder Köhler in Dresden (Pr.60 H) ein handliches Buch, welches in leicht überstcbtlicber Anordnung und gedrängter Form 0068 mrjtbeilt, was für den Reisenden in Betreff des Personenverkehrs
, enthält das Buch Fahrpläne, die Wahl der Fahrkarten und besten und billigsten Reisewege, An-
Fahrpreiöermäßigungen, Rundreise- und Sommerfabrkarten, über die Geltendmachung von Erstattungs- und Entschädi ungSansprüchen u. a. m. Besonders praktisch sind die beigeYebenen
Reisenden schnell über die besten dire
in vielen Fällen ein größeres Kursbuch entbehrlich machen.
su nken e Ew er „Joha nnes“ (s. Nr. 116 d. Bl.) gestern Abend durcb Fahrzeuge der Kanalverwaltung g e [) oben und nach der Swentine
ungxück bei Gerolstein wird der „Köln. Ztg.“ berichtet: Das Ungluck hat'sTch zugetragen, als der Zug die starke Kurve in der Höhe des Gerolsteiner Schloßbrunnens auf Pellen zu passierte. waren loSgdekop elt und rannten aus einer Entfernung von 200 111
wurden fieben Wagen theils ganz,
WW.
6 Vertreter der Sadt Berlin der Dem von dem Votsi enden
worden: 189 560 an Männer, Die seiner Zeit auf Anregung der ftädtis Be- Bäder erster Klasse sind fort7ges : uur ver ältniß-
Unter den 17 72 Wannenbäderu
Dieser Ueberschuß, die Beiträge
Montag, den 24. Mai, Abends onSbr der betitelt: „Bilder aus dem deuts en Schw gebiet besonderer Berücksichtigung der wirthscba tlichen Missionsqrbeit'.
und Wiffenswertbe sorgsam zusammenstellt.
Ver- Das Büchlein zieren zahlreiche interessante
over- beigefügi. - Die Bade- irektion von Sylt Saison am 15. Mai eröffnet Worden ist. An-
ch die derheilsiätte, welche am 1. Juni eröffnet werden Die zwei Kilometer lange Wandel-
auf deutschen Eisenbahnen“ erschien im
Außer
den mannigfachen auf
Bestimmungen. Eisenbahnen und
Dampfschiffen zu Vorschlage über und Gepäcksäße, über wichtige Verbindungen,
abrpläne, welche den ten Verbindungen aufklären und
Amtlicher Mittheilung zufolge ist der ge-
Ueber das bereits gemeldete Eisenbahn-
17 Wagen
hinab auf den getrennten ersten Zugtbeil, re Zertrümmerung der zunächst aufeinander Verursacht wurde. Bei dem Anprall theils nur in einzelnen Ab-
aus , Hilfe leisteten Geiftl
Gerolfiein den Sterbenden die Termge-r der Religion ::me Bei dem tall wurden ein remser und zwei eseryjßen ia einm 11 en dem Bahndamm befindlichen &ka eschleudert und sind, da fie schwer verletzt waren, ertrunken ie am sebwerstkn Verletzten wurden na Gerolstein ins Kranken: baus, die leicht VMuudeten nach Trier 9 racbi. Der StaatSanwau Melchers aus Trier leitete den ganzen Tag hindurch die Unter. suchung auf der Unglückssielle. .
Stuttgart_, 18. Mai. Der „Schwäbische Schiller. Vereirx ', der kurzlich erst durch die reigebigkeit einiger seiner Mit. glieder m den _Besitz deß handschri lieben Nacbla es von Ludwig Uhland ?elangt ist, hat eme neue, reiche Gabe erha en; die I. G, Cotta' cbe Buchhandlung, Nachfolger, bierselbst "bat den Be- schluß g§faßt, dem Verein eine Stiftung im Betrage von 10.000.“ zuzuwen en.
Alt-Oetting, 19. Mai. „W. T. B.“ meldet: GesternAbend 6 Uhr entgleiste auf der biefigen Endstation der neu gebauten ftaatlrcbezr Lokalbabnsirecke Burgbausen-Alt-Oetting ein Materialzug an, der Einfahrtsweiche. Der erste Wa en fjürzte um und begrub die auf ihm - stehenden Arbeiter unter ck. Drei
Mann wurden getödtet, ein vierter verleßt.
Weimar, 18. Mai. Ans Rücksicht auf das Hinscbeiden rer Königlichen Hoheit der Großherzogin Sophie von Sachsben, 1n„der'auch die deutsche Literatur eine bocbberzige Freundin, die Stifterin des .Goetbe- und ScbiUer-ArcbivS' betrauert, hat der Vorstand der „GoetHe-Gesellschaft' bexcbloffen, die dies'äbrige Generalversammlung nicht wie sonst chon in der Pfing woche abzuhalten, sondern sie auf einen späteren Zeitraum, und zwar auf dxn 9. Oktober zu verlegen. Von festlichen Veranstaltungen wird dteSmal Ybßand genommen. Die TageSordnung wird sich auf den Jabre'sbertcht und die Iabreörecbnung, die Decharge - Ertheilung und die NeuWabx des Vorstandes sowie etwaige rechtzeitt eingegangene Anfrage beschranken. Hingegen hat sich aus ertretern der .Goetbe-Gesellschaft', der .Dxutscben Shakespeare- Gesellschaft“, der „Deutschen Schiller-Stiftung', des .Goethe- und Schiller-ArchivS“ und des Großherzog- ltchen„Hof-Tbeaters ein Außschß ebildet, welcher am 8. Ok- tober eme getriei'nsame Gedächtni feier zum Andenken an die verewigte Fursim ux den Sälxn des hiesigen Sophienstifts ver- anstalten wird. Die Rede halt das Vorstandsmitalied der „Goethe. Geseüschaft“, Wirklicber Geheimer Rath, Profeffor Kuno Fischer. Die Feier soll durch musikalische Aufführungen eingeleitet und ge- schlo,en werden.
Paris, 20. Mai. Ja der Nähe von Laon wurden, wie „W. T. B.“ meldet, vier Arbeiter vom Blitz erschlagen.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Konstantinopel, 20. Mai. (Meldun des Wiener K, K. Telegr.:Korr_esp.-Bureaus.) Ein Erla des Groß- vxzrrs an die Ministerien, welcher von diesen alien selbst- siandtgen Behorden und BefehlssteUen Übermittelt wurde, besa t: dre Einstellung. der Feindseligkeiten gegen „Griechenland ZSei erfolgt, um weiteres lutvergwfzerx zu vermeiden. Die Bedin- guxigen der Waffenruhe seien edoch keineswegs mit den Friedensbednzgunqen z_u verwechsxeln. Die Oberbe ehlshaber der Armeen m Thessalten_und Epirus Hätten Befeh erhalten, na „Abschlzxß des Waffenjtillstandes Femdseli keiten streng zu ver uten, dre Truppen jedoch kampfbereit zu alten.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
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"cbt vom 20. Mai, Morgens.
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Wind. Wetter. MaSca ni.
von
Stationen. Berga.
Bar. auf 0Gr. :: d Meeressp
réd."1nMiUims in "Celsius
'"“ MC.: 4021.
Temperatur
- Der
1-*
ONO 1lworken1os N 2 beiter ONO 5 wolkenlos NRW 3 beiter
N bedeckt
- heiter bedeckt
767 770 771 765 765 769 764
Belmullet . . Aberdeen . . Cbristiansund Kopenhagen . Stockholm . Üaparanda . oskau . . . Tothueens- toWn . . . Cherbourg . der . . . . vlt . ' . . mburg . . winemünde Neufabrwasser Memel aris . . . . ünster . . . Karlßrube . . Wixsbaden . Munchen . . Cbemniß . . Berlin . . . Wien . . . . Breslau . . . 759 le d'Aix . . 760
iur.... 757 b Tr eft . . . . 757 nFlLkY
Uebersicht der Witterung.
Bei wenig veränderter Wetterla e we en über Mittel-Europa lebhafxe nördliche Lad nYrdöstli e Wirzde, unter deren Einfluß die Temperatur dur - schnittlich etwas berabgegangen ist. In Deutschland is_t das _Wetter noch warm, an derKüste und in den sudw tltchen Gebietstbeilen beiter, im übrigen trübe, vielr fanden Gewitter, statt; zu Kaiserslautern errexhte gestern die Nacbmrttagßtemperatur 27 Grad.
Deutsche Seewarte.
141- p-* OBQO
Anfang 7 Uhr.
H [_ck „_.-1
Abonnement 13.
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Shakespeare,
765 Nach
762 764 765 765 763 761 760
760 761 759 759 750 761 761 758
beiter bedeckt wolkenlos beiter wolkenlos beiter bedeckt bedeckt Dunst wolkenlos wolkenlos bedeckt beiter Nebel wolkig wolkenlos ball) bed.
Nebel
k-“k-“d-“k wos;
Brandt. Anfang
1.41.- «Ops;
um Nichts. Shakespeare,
»Hw-w («»Easy-“cho
sunkeue Glocke.
bauer. Sonntag
MMW
Schauspielhaus.
der Bübneneinrichtung von häuser in Scene gefeßt vom Ober-Regiffeur Max (Grube. DekorativxéxiFichtung vom Ober-Jnspektor r. Sonnabend: Opernhaus. 126. Vorsiellun . Meistersinger von Nürnberg. 3 Akten von Richard Wagner. Theodor Reichmann, „K. K. Kammersänger aus W Walther von Stolzing: licher Kammersänger, als
- Theater. Freitag: erenczy-Ensembles. Die Geisha. oder: apanische Theehaus-Gesthithte.
Theater.
Römgltrhe §chansmele. Freitag: Opern- baus. 125. VorsieÜung. Quallen: tuation". (Bauern-Ghre.) Oper in 1 Aufzug von Text nach dem gleichnamigen Vo
In
136. Vorstellung. 20. Vorstellung.
Freitag : Anfang 74 Uhr.
Berliner Theater. Freitag (36. Abonnements- . Vorstellung : Zum ersten Male: Die Maschinen- nfang 74 Uhr. Sonnabend: Renaissance. Nachmitta
„ . Scene geseßt vom Ober- Regiffeur Teßlaff. Dirigent: Kapellmeister Or. Muck. Barbier von Sevilla. Komische Oper in 2 Aufzügen von Gioacbimo Rossini. Dichtung nach Beaumarchais, von Cesar Sterbini, übersetzt von Ignaz Kollmann. Dirigent: Kapellmeister Sucher.
Coriolau. Historisches Drama in 5 Aufzü en von William uberseßt von S le el und Tieck. ilbelm Oechel-
Große (Hans Sachs : Herr
er Emil Götze, König- aste.) Anfang 6-1- Uhr. Schauspielhaus. 187.Vorfteliung. Viel Lärmeu 7 Zusisptel in 5 Aufzü en von William uberseßt von Augut Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck. Anfang 74 Uhr.
Deutsthes Theater. Die Sonnabend: Der Sohn des Khalifeu. Sonntag, Nachmittags 24- Uhr: immelfahrt. - Vorher:
& Uhr: Am Ende. - Die Schulreiteriu. -
Guten Morgen, Herr Fischer!
Havuele's Blau. -
6 LF Ubr: Kabale und Liebe. _Benvs 74 u r: Die Maschinenbauer.
Gastspiel des Operette in
Anfang 76 Uhr Sonnabend: Die Geisha.
MW Sonntagh
stuck Die Geis a
burg. Freita : freydeu.
Sonder- Väkers. Anfang 76 Übr-
Sonnabend: Neu einstudiert:
Neues Theater. Direktion: Sigmund Laufenburg. spiel des
Die per 111
ien; Schauspiel in 4 Akten WFG Potter, deutsch von
U!) . Sonnabend : Trilbh.
Marcelle. Komödie in 4 Akten
Sardou. Ithüler-Theater.
Madame Bouivard.
ver-
Abends
hof Zoologischer Garten.) ,des August Iunkermann und Fräulein Martha Glück. Anfang 75 Uhr.
Sonna end: Onkel Bräfis.
Die Wilde der Vorstellung: Garten-Konzert. Eine
(1.Pfingstfeiertag). Sommerpreise.
ZAkten von Owen Hall. Mufik von Sidney Jones. Deutsch von C. M. Roehr und Julius Freund.
“Gastspiel des Ferenczy-Ensembles. Gastspiel des Ferenczy - Ensembles.
Kefidenz-Theater. Direktion: SigmundLauten- Zum leßten Male: wank in 3 Akten von P.Hirschberger und G.Klitscher. - Vorher: Der neue Ganymed. (Saks L-Sforb.) Schwank in 1 Akt Von Bolten-
, Jm Pavillon. (110 Karfam.) Schwank m 3 Akten von Blum und Toché. - Vorher: Der Besuch nach der Hochzeit. Lustspiel in 1Akt von AlexandreDumas.
SÖiffHauerdamm 4a./5. . Freitag: ' _ , errn thlem Royaards vom Königlich Niederlandicben Theater in Amsterdam. Trilbv. eorge Maurier und Y. manuel Lederer.
cene gesetzt von Sigmund Lautenburg. Anfang
r
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu balben Preisen:
Freitag, Abends 8 Uhr: Sonnabend, 21wa 8 Uhr: Madame Bouivard.
Theater des Aeneas. Kantstraße 12. (Bahn. Freitag: Herrn Fr. Gutbery
Unser Doctor.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: „ _ Jagd. - Abends 7? Uhr: Onkel Vrasig. Bet gunstiger Witterung: Vor und um!;
Beginn der Opern-Saison: Sonntag, den 6. Juni
DTheater Unter den Enden. Bebrenftr. 55/57. - irektion: Julius Xrißsche. Freita : Gai iel des Frä'uleins Annie Dickens vom TbZater arsispder Wien in Wien. Der Vogelhändler. Operette in 3 Akten von M. West und L. Held. Musik von C. Zeller. Aufan 74 Uhr.
Sonnabend: Gaßispiel des Fräuleins Annie Dirkens. Der arme Jonathan.
Thalm-Theater (vorm. Adolph «:nft-Theatee). Drxsdenersttaße 72/73. Direktion: W. Hasemann. Freitag: Wegen der Generalprobe zu „Rothe Zettel“ geschlossen.
Sonnabend: Gastspiel des Herrn Leopold Deutsch- Zum ersten Male: Rothe Zettel. Schwank in 4 Axten von Richard Mark. In Scene geseßt von Julius Türk. Anfang 7? Uhr.
Sonntag und folgende Tage: Rothe Zettel.
Vater-
Familien-Nachrichten.
Verlobt: Elisabeth Freiin Yon Dalwig mit rn. Oberst a. D. Fiedler (Deutsch-Jägel-Naum urg
a. S.). Verehelicht: Fr. ckHubsrt von Natbufius mit Lollo Yeim don rü (Wabliß b. Königsborn). - . Amtöricbter Fri Klüppelberg mit Frl. Maria Strauch (Nicoiai sls). - Hr. Amtßricbter Pr- Drenkmann unt Frl. Helen Drory ((Neu-Ruppin)-
Gebyren: Ein Sobn: rn. Réxtter utsbesißer
Fehr Grafen von Stosch (Poluiscb-Öeffel). ““ ine Tochter: Hrn. 131". 111611. Hans von Ferentbeil (Oschersleben).
Gestorben: Frl. Florentine von Katte a. d. H- Wust (EberSwalde). - Hr. Prem.-Lieut. O Eichner (Schweß). - Hr. Wirklichen: Gkbtkmek Ober-Regierungs-Ratb a. D. Karl Rudolf Daune- mann (Pöpelwtß). - r. Pastor 6111. ])r. byiul- Carl Jun bann éBerlin . - Hr. Ober-Bucb “Ü?" Albert P anert Berlin .
Gast-
In
von Victorien
Gastspiel
Verantwortlicher Redakteur: Siemenroih in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags" Anstalt Berlin ZW., Wi elmsiraße Nr. 32.
Sieben Beilagen (einsäöließlich Börsen-BeilagK). 1
)
1
„215€ 11
E r | e B e i l a g e , . zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Donnerstag, den 20. Mai
Berichte von deutschen Frueh, tmärkten.
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Gezablter Preis für 1 Doppelzentner
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Insterburg. Stargard . Limburg a. L. Neu . . . . Schweinfurt, . Braunschweig .
Breslau Neuß
15760 15,30
rankfurt a. O. . targard . . Liffa . . . . Limburg a. L. Neu? . . . . Din elsbübl . Schweinfurt .
Braunscbrveig Breslau .
Neuß
Elbing . . . . Frankfurt a. O. . Limbur?) a. L. . Dinkelß ühl . Breslau
Insterburg. Elbin . . . . Fran art 0. O. . Stargard . . Lissa . . . aderborn . imburg a. L Neuß . - . Dinkelsbühl . . Schwein uri, . . Brauns weig- Breslau
Neuß
***- WL“ **:-900] | SO
14,40 13,50 12,50 12,40
12,20
'F'"""*'"'§Z
Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerih auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durch
15,80 17,89 15,80 16,10 13,50 15,40 15,60
11,70 11,50 10,80
10,80 14,00 13,25 11,40 11,20
12,00 14,00 12,80 12,30
1277
14,60 13,75 13,20 12,60
13,00 12,50
13,19 ,
14,80 13,75 13,20 13,00
sebnitispreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
Cin liegender Strich -) in
Punkt ( . ) in den letzten sechs Spalten, daß entf
Deutscher Reichstag. 224. Sißung vom 19. Mai 1897, 12 Uhr.
Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen
ist die folgende k. F.) und Ge-
Nummer d. Bl. berichtet.
Vierter (Gegenstand der TageSordnung Interpellation der Abgg. ])r. Hahn (5.
nossen:
geb Verordnung, betreffeud die Lichter-
“ L 1 -Dam fahrzeuge, ' fahrzeuge und der oosen ipsckfodampfer völlige Gleichheit der
cbaffen sell? Kaiserlichen Verordnung und Signalfübrung ker Fischerfthzeuge im all- gemeinen diefe Wegerechtliche Bedeutung wie dre entspreehenden
bezüglich des Wegerechts der Nechtßgrundlagen mtt England
2) ob die Vorschriften der genannten
über die Lichter-
engliscben Vorschriften haben sollen?
' - unten Kai etlichen Verordnung den Fisch- 3) ob die in der gena s machenden Lichtex wie in England, anzeigen sollen, daß die wv sie diese Lichter uxtd Signqle zu Arbeit in ihrer Manövnerfahtgkett be-
dampfern zugewiesenen besonderen, und Signale, ebenso _ ?isckpdampfer in den Failen, übten haben, durch ihre . hindert, bezw. beschrankt sind?
Staatssekretär des Innern, Staats -Minister ])1'. von
Boetticher:
Ich bin bereit, die Interpellation sogleich zu beantworten.
seine früheren Ausführungen in dieser lüffe der Konferen_z von Washington Der Staatssekretarwon Boetttcher bald eine Konferenz etnberufen „werden er durch eme be- Redner fragt, ob
Abg. 131“. ahn weist auf Angelegenheit in. Die Besch seien nunmehr veröffentlicht. babe in Aussicht gestellt, daß olle, um die Frage
sie kenntlich
des Wegerechts der Fischdampf
ondere deutsche Verordnung anderweitig zu regeln.
in diesem Sinne werde vorgegangen werden. . . Staatssekretär des Innern, Staats - thster Dr. von
Boetticher:
Ich glaube, mir den Dank des hohen Hauses zu verdienen, wenn ich die Beantwyrtung der Interpeliation auf ein einfaches, aber ver-
nebmliches Ja beschränke. (Bravo! Heiterkeit) Damit ist die Interpellation erledrgt.
Es folgt die zweite Berathung des Geseßentwurfs, bc-
vom 10.
„Ist der Herr Reichskanzler bereit, darüber Auskunft zu
en: „ ' ' t d 1. uli 1897 in Kraft iretende Kaiserliche
1) Ob die M em I und Signalfübrung Jer FFW?- l ,
treffend Abänderung der Gewerbeordnung.
Nach § 81 können diejenigen,
ftändig betreiben, zur Förderung der§ 8
zu einer Innung zusammentreten. gaben der Innung. Die Avgg. von
bea t , die obli atori chen Zwangsinnungen einzur n ragen g aufgeführte Gewerbe. Das
zwar für bestimmte, namentli
welche ein Gewerbe selbst- emeinsamen anereffen 19. bezeichnet dte Auf-
Vi6reck und von Werdeck (d. kons.) ten, und
erzeichniß
* dleser Gewerbe könne vom Bundeskatb ergänzt werden.
; 11,80 x 11,80 , 10,95
* 13,40 ' 11,70
' 13,71
Z 13750
(1
8
W e i x 16,00 16,00 18,29 16,30 16,20 13,90 16,10 16,10
Rogg
13,19 11,30 14,30
11,50
G e r 12,50
H a f 14,00 13,20 14,60 13,20 12,60 13,80 13,62 11,80 15,00 14,50 13,70 13,40 11,80
Vemerk
den Spalten für Pr-ife bat die Bedeutung, prechender Bericht fehlt.
e 11. 16,00 16,00 18,49 16,80 16,20 13,90 16,40 16,60
e n. 11,80 11,80 10,95 13,32 11,80 14,50 13,40 11,70 11,70 11,80
ft e. 13,71 12,50
14,40 e !.
14,00 13,60 14,60 13,20 12,60 14,00 14, 47 12,80 15,70 14,50 13,70 13,50 , 12,80 35
ungen.
44'6
Abg. v o n Zwanqsinnung, könne.
Zwanqsinnungen nur auSna die
handelt es sich nicht darum,
Regierung die
für die praktische Politik Kommission zu Gunsten wird die Bildung von
gegengebracht wird.
Mitgliedern,
im Bundeskatb der Meinung,
Man rufe immer au'f bindere eine feste Organiatwn'des Handwerks,
mswetse zulaffe. Dre Geseßgebung zu machen, des 011)
der Vorredner empfiehlt, sondern,
werker etwas zu erreicherx. Ich 5 _ Zwangémnung annehmen wird, nachdem
14 Jahren dieser auch von der Mehrheit des Reichsiages er Forderung Widerstand entgegengesxßt hat. ' wurf annehmen, der jeßt wesentltcde Vortbetie wir ibn ganz ablehnen in Erwartung grßßerer Vortheile? und nehme dte Vorlage an, die von der der Handwerker erheblich abgeändert ist. Es Zwangsinnungen erleichtert a„ucb dq, Mehrheit der Handwerker der Bildung derselben widersprtckzt. werden im Großen und Ganzen den Kommisstonsbeschlusien zustimmen und uns auch auf lange Diskussionen nicbt einlassen. Minister für Handel und Gewerbe Brefeld: Meine Herren! In voller Uebereinstimmung mit den Aus- führungen des Herrn Vorredners kann ich mich dahin aussprechen, daß nach meiner Auffassung seit dem Erlaß der Gewerbeordnung kein Geseß zur Annahme gelangt ist in diesem hohen Hause, was soviel Wünsche dos Handwerkers der Erfüllung entgegengefübrt hat als wie dieses Geseß; ich meine deshalb, daß in der That das Handwerk, wenn auch nicht alle seine Wünsche durch dies Geseß erfüüi Werden, doch aue Ursache bat, zufrieden zu sein mit dem, Was ihm hier ent-
daß auch dieMajorität der Mitglieder dies in der eigenartigen Fassung zur Vorschrift gemacht, daß sie zu- nächst die Bildung der Zwangsinnung angenommen hat und die Majorität, die gegen die Zwangsinnung ist, auf den Beschwerdeweg verwiesen hat. Gerade in diesem Punkte begegnet die Vorlage dem erspruch im Vundeöratb. Man war
unbedin ten und allseitigen Wid (; daß es unbedingt erforderlich sei, die
15,81 18,33 16,42
16,20
11,49 10,87 13,25 11,72 14,30
11,"80
13,71 11,05
14,00 12,90
12,80 12,43 13,85 13,37 12,78 14,81
12,74
15,80 18,26 16,38
16,42
11.50 10,88 13,53 11,75 14,36
11,72
12,86
11,05 15,92
13,60 12,67
13,00 12,46 13,20 13,24 12,71 15,61
12,78
fiicht, auf diesem Gebiet wieder etwas gut emp edle er die Annahme seines AytrageY.
Abg. GÉmnv (Rp.): Etsrst TCbetl mxßrzer t
(? orredners ewi e l-ympa ren en gegen.
trage d s g ob wir die Bahn beschreith sollen, die ob es möglich ist, fur die
ege nicht die Erwartung, da ,
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12Z 5 19". 5.
15. 5.
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15. 5. 15. 5.
15. 5. 17. 5. 12. 5. 12. 5. 15. 5. 12, 5.
19". 5.
Sollen wir einen bringt, oder sollezn Ich bm
daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist; ein
Viereck emrfieblt die Einführung der obligatorischen weil nur dadurch allein dem Handwerk geholfen werden zum Kampf gegen den Umsturz und indem man dsa a 6
Freunde bringt dem An- Allein heute
Ick) möchte nur noch mit Rückficht auf die Ausführungen des ersten Herrn Vorredners kurz hervorheben, daß er nach meiner Ansicht von einer irrigen Ansicht außging, wenn er angenommen hat, daß der früheren preußischen Vorlage das Prinzip der unbedingten Zwangs- bildung der Innungen zu Grunde gelegen babe. Ebenso wie die gegen- wärtige Vorlage hat auch die frühere Vorlage die Zwangsbildung der Innungen abhängig gemacht von bestimmten Voraussetzungen. Sie hat erfordert einen nicht zu großen Bezirk, eine genügende Zahl von die in die Innung eintreten, und sie hat endlich erfordert, für die Zwangsbildung sei; nur hat sie
and-
wo die Wir
1897.
Voraußseßung, daß die Majorität der Beibeiligten für die Zwangs- bildung sei, ebenso genau festzustellen, wie die beiden anderen Vorausseßungen, daß der Bezirk nicht zu groß und eine genügende An- zahl von Handwerkern vorbanden sei. In dem Zwecke hielt man es also für noibwendig, daß die Betheiligten konvoziert werden, daß die Be- denken, die für die Bildung sprechen, und die Einwände, die gegen die Ziyangsbildung sprechen, erörtert werden und daß festgestellt wird, ob eine Majorität für Zwangsbildung ist oder nicht, und nur in diesem Fall soll mit der Zwangsbilduna vorgegangen werden. Meine Herren, das ist die Grundlage des Kompromifses, was im Bundes- ratb unter den betbeiligten Regierungen abgeschloffen tft, und ich glaube nicht, daß von diesem Kompromiß di€ verbündeten Regierungen abgeben werden und können. Sie stehen dabei auf der bestimmten Vorausseßung, daß eine Zwangsbildung der Innungen nur dann einen Sinn hat, wenn man sieht, daß mindestens die Mehrheit der Beihciiigten dafür ist. Es ist unter allen Umständen er- fordetlich, daß die Innung überwiegend aus solchen Be- tbeiligten besteht, bei denen auch der gute Wille voxhanden ist, die Aufgabe der Innungen zu erfüilen, - daß es absolut nichts nüßt, eine Zwangsinnung zu schaffen, wenn die Mehrheit derjenigen, die demnächst den Ausschlag giebt, gegen die Zwangs. innung ist und der Erfüllung der Aufgaben, die der Innung gestel-lt sind, entgeßentritt. Ich darf mir erlauben, Ihnen ein Beispiel zu geben, das in der gestrigen Versammlung des GeWerbekammertages angeführt worden ist. In Hamburg existieren 700 Schuhmacher, die in der Innung sind; es sind außerdem noch 2000 Schuhmacher vorhanden, die nicht in der Innung find. Liegt es nun im Interesse der ersteren 700, das; die 2000 mit einbezogsn werden in die Innung? Dann haben sie ja die Majoriiät und sie werden die 700 überstimmen, und die Erfüüung der eigentlichen Aufgaben der Innung ist abhängig von denjenigen, die die Zwangsinnung nicht wollen. Das liegt doch auf der flachen Hand. Das sind die materiellen Gründe, die bestimmend waren für die Auffassung des VundeSraihes. Ick) glaube, es wird genügen, wenn ich sage: auf der Grundlage, die der Herr Abg. von Viereck in seinem Anfrage will, ist eine Verständigung nicht zu er- reichen; deshalb bitte ick) Sie, diesen Antrag abzulehnen.
Aba. Euler (Jenin): Wenn man aües auf die Beschlüsse der Mehrheit steÜt, dann müßte man auch ayerkzznnen, daß_ die Mehrheit des Handwerks auf dem Handwkrkertage fur die obligatorischen Zwangs- innungen isi. Diejenigen, welche nicht dafur sind, befurchten eben, daß das Handwerk wieder zur Vlütbe und Macht komnien könnte und natürlich dann im Sinne der Ordnung _und des Christentbums wirken würde. Daher die Gegnerschaft der Linken gegen die Vorlage. .Die maßgebenden Vertretungen des Handwerks haben sich damit ein- verstanden erklärt, daß die Vorlage der Kommission zur Angabme gelange, damit diese Session nicbt vorubergebe, ohne„daß fur die Handwerker etwas geschaffen wird. Von dem Boden dieser Vorlage aus wird man dann weiter arbeiten mussen. Auf Einzelheiten einzu- geben, verzichte ich; ich will nur b€merken, daß der Beschluß, daß von 1905 ab nur derjexHigse,h der cl;;tein iYißistertitel besitzt, Lehrlinge unterri ten oll für mi e r wi g . . '
2152.16. Vielhaben (Reformp): Dt? Förderung der wirth- schaftlichen Lage des Handwxrks, die allseitig Verlangt wird, findet sich unter den Aufgaben der Innungen nicht; es werden ihnen nur ideale Auf aben gesteüt, namen111ch 01175 die LehrltfngSausbil- dung. Die (Zroßindusiriellen erkennen die Rothwendtgkeit des Handmerks an, weil ihre Arbeiter dort 0u8gebi1detwerden.„ Aber wie kann dadurch das Handwerk gehoben werden? Hochstens ermuntert man dadurch die Handwerker zum Frozitmacben gegen die Sozialdemokraten. arum will man „ nicht die Zwangsorganisation für die Hgndwerker ebenso einfahren, wre man fie für die Krankenkassen eingefuhrt hat? Nach der Vyrlage werden mehrere Kategorien von Handwerkern gcschaffen, dre mimer unter staatlicher Kontrol€ stehen. Wir Verlangen eine auf sittlicher Grundlage beruhende Organisation; denn auf Grundlage dieser, Vorlage erreichen die Handwerker nicht da?, was fie erwarten. Wenn die Handwerker jest dcn Innungen fernbleiben, so geschieht das haupt- sächlich deshalb, weil fie in den Innungen'doch nichts'auerichten können; denn wenn die Innungen gechn dre unanftandigen Hand- werker etwa Vorgehen wollten, dann wurden diese einfach aus der
S iden. _ _ , „ JnnuAani: 11)s1'c.heKr0pais check (d. kons.):, Wer wie "ich fur die Wunsche des Handwerks immer ein etreten ist, wudwohl 111361? der; Verdacht erhaben sein, daß er die orlage für auSretchend Halt.“ Die Wunsche des Handwerks sind stets darüber hinauSgcgan en. Fur die Zwangs- innungen hat der Reichstag und haben dte onservairven und "das Zentrum sich früher nicht außgesprochxn. 'Das Handwerk war fruyer auch diefkr Meinung, dünn es lie 1 nicht tm'Jntereffe dcr Jnnurzgen, offenbare Gegner aufzunehmen. ohl aber Est die Vorausseyung eder Zwangsinnung der Befähigungßnachwleis. _Fur diesen war eme ' ehr- beit im Reichstage Vorhanden, aber mchx fur die Zwangsmnmxgen. Der Entwurf des preußischsn Handels-Mimjters don Berlepsch ging weiter als die jeHige Vorlage. Aber der Antrag von Viereck deckt 7101 damit nicht voilständrg. Das JnnungSgebilde, welches in den _§§ 81 und 818. enthalten ist, ist kein NEUSS Gebilde, sqndern es besteht agf Grund der Gesetzgebung. Wenn di:- ZwangSmnung geschaffen „wird, wird ein Kampf in das Handwerk hmeingetragen; aber die Zwangs- inmmg bringt auch ihre eigenen Gegner in die Innung hinein, und damit geht die fiege des Gemsinfinnes, welche die Hauptaufgabe ist, verloren. Der ntrag von Vierkck wil,1 den Handwerkern mehr bieten als die Vorlags, aber er wird es n1chtb€streiten können, daß die Vorlage recht vieles mehr bietet, als die bisherige Gesetz ebung. Wir find seit 1869 auf diesem Gebiete langsam Schritt Vor , chritr weitergegangen. Der Schritt, der je thmacbt werden soll, ist ber weitem der größte. Dsshalb möchte ck Sie bitten, troß aller Be-
" e e Vorla e u stimmen. , , , denkeZlbferÉ.sSchneiTezr (fr. Voik6p.): Einzelne Zweige des Hand- werks find zurückgegangen gegenüber der Großindustrie. Aber es ent- wickcln sich auch immer neue Erwerbßzweige m der Form, von Spezialitäten, und mit der auSgedebnteren Anwendung der elektrischen Kraft können dem Handwerk wiederum neue Bahnen eröffnet Werden.
Ab . Schmidt-Berlin (Soz.): Die Freunde des Handwerks sind jeßt in zwei Lager gespalten: die einen wollen die Zwangs- organisation unter allen Umständen, die anderen wollen sich mit der Regierun Svorlage begnügen. Für keinen Stand ist z_ur Organisation soviel ge cheben, wie für die Handwerker. Wegn die' Organi ation den Handwerkern wirklich helfen kann, dann mufFerr die Freunde des Handwerks für die Vorlage stimmen, aber die wtrtoschaftlichen Ve?- bältni e verhindern eine Besserung der Lage des andwexk ., Di? Organsaiion der Atbsiter innerhalb der Handwer Sorgamsatton s
vernachlässigt und geschädigt worden. Mei Ab . von [oe (d. kons.): Ich will arzz kurz s rechen. n Stand:)?mkt istPderjeYii e des Herrn von thereck. ie Ablehnung
des Antrags würde die ' orlage zur halben Arbeit machen, und das