1897 / 119 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 21 May 1897 18:00:01 GMT) scan diff

berichtlicher Antrag der Rechnung!; = Prüfungs- Kommission, ein Bericht der Rentenbank-Kommis*ion sowie achtzehn Veri te und Anträge des Petitions-Ausschufses. Endlich find folgende Wahlen vorgenommen worden: die eines Mit liedes und zweier stellvertretenden Mitglieder des Provinzial-AuYschuffes sowie des stxllverireienden Vorsißenden des Ausschusses, ferner eines burgerlrchen Mit liedes der Ober:Ersaßkommission ]] im Bezirk der 36. n anierie-Brigade und von drei Mitgliedern der Provinzial: ommisston zur Prüfung der leßten Jahres- rechnungen'. .Als Mitglied und stellvertretender Vorfißender des Provrrrztal-Ausschuffes hatte seit vielen Jahren der LandrSpfenmgmeister Niemand in eide fungiert. Der Provinzial:Landtag gab in einem S reiben an denselben seinem Bedguern über den durch sein hohes Alter gere t- fertigien Rucktriit unter dankbarster Anerkennung seiner e- deutenden Verdienste um das Wohl der Provinz besonderen Ausdruck und wählte an seiner Stelle den Ober-Bürgermeister ])r. Giese zum stellvertretenden Vorsißendcn des Provinzial-

A . USsthUffLS Sachsen.

Jbre Majestät die Königin traf gestern Mittag von Karlsbad in Villa Strehlen ein und seßte um 4 Uhr 30 Mi- nuten Nachmittags die Reise nach Sibyllenort fort", wo die Ankrmft um 10 Uhr Abends erfolgte. Der Aufenthalt Ihrer Maxestäten des Königs und der Konigin in Sibyüenort wird sich, dem „Dresdner Journal“ zufolge, bis ungefähr Mitte Juni erstrecken.

Baden.

Ihre Königliche Hoheit die Kronprin essin von Schweden und Norwegen trifft, wie die "arlSr. Zig,“ meldet, heute Nachmittag von Venedig in KarlSruhe ein.

Hessen.

Die Ueberreichung der von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland für das 2. Großherzogliche Draaoner-Negi: ment (Leib-Dragoncr-Negiment) Nr. 24 gestifteten Standarten- bänder fand heute auf demGriesheimer Uebungsplas durch dez1_Oberstcn vori Nepokortschißky in Gegenwart Ihrer Komglichrn Hoheiten des Großherzogs und der Groß: herzogin statt.

Oefterreich-Ungarn.

Der österreichische Minister-Präfideni Graf Badeni sowie der österreickYschc Finanz:Minister Dr. von Bilinski find heute in Bu apcsi eingetroffen.

Im österreichischen Herrcnhause begann gestern die Adreß-Debaiie. kreiTZcrr von Chlumcrkt) besprach die Thronrcdc und drr": tc eine Anerkennung für den Dreibund aus, welchcr währcnd des griechisch=türkiichen Kricgcs fich als „Hort dss Frischs erwiesen habe; er gedachte der Kaiser: begegnung, hob das freundschaftlichc Verhältniß zu Rußland hervor, welches eine Gewähr für die Erhaltung des Friedens bedeute, und dankte drm Kaiser, dessen persönlichrm Eingreifen dieser Erfolg zuzuschrcidrn sei. Freiherr von Chlumcckr) besprach sodann die auf den Außglcick) brziiglichcn Steben der Tbronrcdc, dic freudig zu begrüßen seien. Gleich darauf seien die Sprackzcnvcrordnungcn rrschicncn, welchc bci seiner Parisi schwere Bedenken erweckt hätten, so: wohl hinsichtlich des Zustandekommens cines 1110(111§ pr00€ci€11r11 dcr chicrunZ als auch hinsichtlich des Inhalts. Die Sprachcnverordmmg bab.“ drii Wdffenstilistand, der nach dem Schritrrn dcs 188921“ Aitsglcichs nach drm Grundsaxze „Uri ])(d5510S11§" gcbcrrscht hab:“, Unre'rbrochcn. Seine Parici bedauere dir Verordnung, wxil sie dcn Schein crwccke, ais Ob iic dic SiaaiSrcchtSfordcr1mg unirrsiüßc. “Die Frage sri im Grssßgrbungswegc zu rc 2111: er bitte um die Annabmc des von der Minoriiäi vorgcs [agrncn Absaßcs drr Adréise. Graf From von Falkenbarincrklärtc namens der Rccbicn, daß er den Adirßsriiwurf in dor vorlicgrndrn Faisnng cm: nrbmo. Tor Ministcr-Präfideni Graf Badcni brwrack) sodann dic Z1170ch€11VCWTÖT1UUILU in Vbbmrn und in Mäbren Und bcmerkic:

Er KIL? ki-xi'kri Ergrnßand rrran, wcil kr dsr sirizigx und jé'kéii- falis wiÖTT-giic Diäxrrnzpunki sei, drr die Parteien rox? Haus?? düzügiirb drs Nrrrx'i-(Fniwrirfs trrnrr. Tic Erkabruxgsn :Ußcrbaid des Hauses bäiich béwixién, d;? i:? diksrrn béiiririlrx- iridrniwaii- licbcn Paricikamrir Klagxn Zagrn rikie V:?rrdxiungcn krirrbxn würden?, MW? (121 d::n wxbrI-t Jkdait rkri-ZTSON Kikbt do:;i .:.-crinzxstén Anbalk Zäxtxn. Man irrrcjés TM *:?71-(“7 Brcw1r5chiisvxg U:? VrrZ-xiraitigrmg des T-kutiébibixwé. Er rriKr „:ck, wxlcbr krr-krrr: Bkirimwxmz Tisis Bkiürérrunx crwrérri kéxxir. Ti? VROTTZUUF-ÉU Irrbirirrri zwei Katcgcrirn ron Bcßimmurxrx: kik rr??? INI; ici“ de? PTRSi-ZKJNLFÖTÉ, die xwriic (*r- Zäziicb dr? irr-Fr-x: TirrL-É "rrrik rxr TUQLZZiarisn 7,2: r-xwikléen. Hi-ZLÖÜ'LÉ dc: rriir: K::r;rri-: :r-rrd»: drr bxr-xii; rUrÖ kik Vér- drdrirrz !*.-:.". J:.Z'r-c 35-50 x-FÉ-Fi-srx ZM'TZK rizxrxiéw ;Wreckt €"!-

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Großbritanien amd Irland.

Jm Unterhause erklärte gestern _der Parlaments- Sekretär des Curzon: die italienische Regierun habe die britische Meßiierung davon benachrichngt, da sie die Beseßung Ka alas nicht an „echt_ zu erhaltxn wünsche, sie möchte fich aber hin 1chtlich des ett- punktes des Rückzugs über die Ansichten der britiche_n und der ez ptischen ierung unterrichten. Die Aanegenhert werde zwi" en der im Mischen und der britischen ' egierrzng erörtert. Der Erste Lord des Schaßamts Balfour theilte mit, er hoffe, die Pfingstferien des Hauses für die eit vom 4. bis 14. Juni anseßen zu können. Das Haus na m sodann die dritte Lesunq der Vorlage an, durch welche den Volks- schulen Staawzüschüffe ewährt werden. Anläßlich eines An- trags zur zweiten Le?ung der Finanzbrll tellte James Lowther emen Unterantrag, worm erklärt wird, daß das gegenwärtige Finanzsystem gegenüber den stetig steigenden An- orderungen des Staatsdienstes unzureichend und daß die Zeit zur Erschließung verschiedener neuer Steuerquellen gekommen sei. Der Kanzler der Schaßkammer Sir M. Hicks Beach, der den Antrag bekämpfte, meinte, „derselbe ziele auf Schußzölle ab. Lowther glaube, daß es Mit England rapid herunter ehe, während andere Länder infolge des Schußzoils unter günßtigeren Bedingungen mitEngland konkurrieren könnten. Die enormen Einkünfte Englands unter dem gegenwärtigen Steuersystem, fubr Sir M.,Hicks Beach fort, bildeten hierauf die beste Antwort. Großbritannien habe ein enormes Uebergewicht im Welthandel. Im Falle des Eintretens einer ernsten Handelsnoth oder eines großen Krieges könntxn allerdings neue Steuerquellen nothwendig werden, aber fur die augen: blicklichen Bedürfnisse reiche das ]eßige Fitxanzsystem aus. Lowther zog sodann seinen Unterantrag zuruck, worauf die zweite Lesung der Finanzbill ohne besondere Abstimmung an- genommen wurde.

Frankreich.

Der Staatssekretär der Südafrikanischen Nrpublik Dr. Leyds ist gestern in Paris eingetroffen.

Rußland.

Der Großfürst Paul Alexandrowitsch ist, wie „W. T. B.“ aus St. Petersburg meldet, unter Belassung in dem Kommando als Führer der 1. Garde-KavaüerißDivision zum (Hencral-Adjuianten ernannt worden.

Italien.

In drr gestrigen Sißung der Deputirtenkammer cr- kiärtc der Minister des Aeußern Visconti Venosta in Be: antwortung einer Anfrage des Deputirten de Cesare: Die Regierung schenke dem neurn oUtarif der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika die grö'te Brachiung und habe nicht verfehlt, die Aufmerksamkeit der Vereinigten Staaten auf die Schädi ung hinzulenken, wrlchz den italienischen Intrressen aus die em arif erwachsen könne. Italien gedenke nicht, eine Politik der Neprcffalien einzuschlagen; aber wenn die Vereinigten Staaten auf ihren Absichten beharren soilten, werde die italienische Regierung fich genöihigt sehkn, zu prüfen, ob gewisse amerika: nische Einfuhrartikel und einige amerikanische Geschäfte (TMS Vcrficherung§gesc11schaficn 2c.) den Gegenstand analoger O) aß- nabmcn aus Gründen der noihwendigcn Veribcidigung bilden könnten. Hierauf nahm die Kammer die Beratbung der An- träge, betreffend Afrika, wieder auf. Der Krich-Minister, General Pellou x bestätigte, das; die Aufrechterhaltung einer wirksamen Besesung der erythräischen Kolonie bei ciner Be- wiliigung von nur 7 Miliionen Lire unmöglich sei. Zu diesem Zwecke würde, wie dcr Ministcr-Präsidcni di Rudini am 15.1). M. bcrciis erklärt babe, cin Aufwand von ungefähr 30 Millionen erforderlich sein. Es sei daher angcschloffcn, außer Massowai) cinen größcrcn Plus der Hochebsne zu halten odrr gar wiedrr in das früher? Dreieck Massowab-AEmara-Kcren cinzurücken. Der Minister crkläric, daß man Kassaia bisber hauptsächlich aus moralischen Gründen bcseßi gshalien babs, daß ck aber bei ciricr Neuorganisation der Kolonie angebracht erscheinen dürfte, dasselbe aufogeben. Die beste Lösung der Frag? sci, di? Koionié wieder in ähnlicher Ausdehnung wie in den Jahren 1892 94 abzugrenzen, wobei es vorrbriihaficr srindürfrc,dicse[be einrm Zivil-Gouvcrnrrxr zu unterstellen, dcm mcm cine gcwiffe Akiionsfreibeit einräumen könnte. Der Ministsr kam zu dem Schluß, daß eine Brwilligunq von 7 Miilionsx: Lire ausreichend sti, falls man ÜUf eine militärische Bsscßung drr Hochebene verzichte. Alsdann ver- ibcidigte der Minisrér-Präsident di Rudini das afrikanisch? Programm dcr Regierung, indem er die gZYnerischYz Redner widrrlsgie und, nach dcm Bericht des . T. .“, fich fdigriidcrmaßsn äußéric:

Er Ziaude, dat“; drr Augcnblick ßkkNULUkn sei, um zu 61115111 Abiäyiui; ZU griangxn. Er sei Erstaunt über daS Einbringku mehrerer T.:errrdnxinzrn, welch? einrn AaiichUd beantragten, und wierérbole :;Édrbckiirh, kai: k-Zinxriei grbsime VNträze, noch mündliÖe 9er ichriir1ich€ Vrrrriirhx'axgsn rriit'iertrn, Mich: das Haus nichr kc'nns. Ti? Kammkr w:??? Sbrwrrixl ron dsr Anzrlégsnbeit wi€ die Rcßikrung. Er “'r-i iwwxr ch ri-Z BSitx-UUr-Z éine-Z Ziril-GOu-k-rrnrur? in Ervtbräa ,TZ'TT."'Z“11. (Zr brxréii? iki": wobl, dar:; rr: en:“rgiscbkn urid radi- kxix-ri M:?rxwan, wrickxr er vorscb'iage, Widersprux'y bkrror- ri-xixr. Er wüsir adxr nochw21§ brirnrn, dai; dis Regikrung Lestrebt ?“.»i, Fix; Priixii 7:1" TSTÉZYLM Miche die Abgrenzuns der militärischen BxirZM; wöxiiw'“: :::!“ I)iaFrw-ab 5,2: brichrär-kkn fache. .Was die Mi::ri "„-.:: Er:?iÉUZ 'riéiex- 34.8,er betriä'x, so sini: dieselbkn dcn “rer EKWUTZ-xix :e: Uwiiärxr akbäaxig, dé? Zum großxn Tbxilé mäch- Tixrr *L.:: ;14: Unie: W:Lrn Unr- Könnkdk Tie rxn wäschirrenm Skixkr. “:x-:Urzxir irirriixk NÖUMURZ rrn Erytbrä: kali? er für :::-„2591452. TTM". w:: bedürik ZUQÜÖÜ einer 3811 der Ruhe rmx“ wamixrx, bkrrr muri xu xinkm EÜTZÜlÜJén Ent- ? Toi; ;_;?LTNZ-kl: Ténrie, wax- i:". dikikr Sach? am beitkn 3:2 23:7» izx. (Fr “."??7255? kicbt, waruw kék ASF. Dal TMM 21? Axirkéxrriaiwnx kx“: BricZunZ ron Kaäai: für not!:- T-k'r-„rxx ZUM»... (I.- N xxx,:r richriz daß„ iaiiZ E-erten fich in Im- dxrwrr krixxr», Fmiiyn Kabul: obne Griakr bkkaitkn kÖxm, dock) :ck»? €.“- erx-xxisé NUZ-é'." r-aravé zieZ-xxi. (5; 55,12? niÖTZ ir: KUKA; ZU Lk.:x. R.".L DM; =.“- !M iikibe, wirrr-én FF; rie ichwerrn diriw- ::.:TÉÖ-xr. Qs: wiikériirbkr. Frrilr Tiererrlkn. Er WO? 1152531211; d::x-xi axrirx-ZMW, d:? ii.? O::Urxrir: dr: ZMHKMS einrn Ani- :r-Ur'. wr. ZSMii-WM Lis! krixrrkrk. Ti? kainunß TLM? (*Ihr wrbl :*ix "ERIMA; Hex *.*-MOSS, dix M*. einer tirim U::zuiriérsabeit mi! kkn .':«ZLZiÖUiTLÉ-xr S-bwikri“*r::?u are“: den HZNM (& WLLULMNZ erase. T'i-éx i;.xzcirrxrrrécx-ir irrirxx r.“?É: rxmb iHOÜaniZe Mr unüdaieste Un: M?.?Z-nxuryxr. ior-T-krr. : x:! i;,rcH ?Wirdriirk SAZUÜ bkikitißt Werder:, die

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HW:?“L-i WAI? die WM? geiésMiyn und zur Begrün-

j ;“:er “!.-sx: ÖMU!KZ"M TÜILSLÜ'UUUJM «Legaugm.

ck Spanien.

Die Cortes smd gestern ohne Thronrede erö worden. Im Senat - brachte die Regierun den "nett, wurf einer Reform des Militär: Strafgeseßbqu eine Vorlage, betreffend die Vermehrung der oberen Marinc-Offizierstellen nach Maßgabe der Flottenvergrö erung, ein. Der Deputirtenkammer legte der Minister des Innern Cos - Gayon einen Geseßentwurf vor, durch Welchen der _Regierun für alle während der Parlamentsferien ge- trofFenen Maßnahmen Indemnität ertheilt wird. ur Pruöfung des Geseßentwurfs wird eine Kommission gebi det wer en.

Gegenüber einer Meldung des „Standard“, daß der Präsident MacKinle seine Vermittelung bezüglich Cubas an- bieten und ver anqen werde, daß Spanien Cuba an die Aufständi- s chen verkaufe, erklärt die „Agen ia Fabra“ : die spanische Regierung werde niemals einem Verkau e zustimmen und auch in einer Angelegenheit, die Spanien allein angebe, keine auswärtige Vermittelung annehmen.

Luxemburg.

Nach einer drei Tage währenden Debatte hat, wie „W, T. B.“ meldet, die Deputirtcnkammer gestern einen An- trag der Deputirten Servais und Genossen auf er ab- seßuzig des Wablzensus von 15 auf 10 Fr. mi12 gegen 8_ Stimmen yerworfcn und einstimmig eine Vorlage, betreffend die Abschafsung der Kopfsteuer, angenommen.

. Türkei.

Zn Thessalien ist nunmehr gestern, wie die „Agence Havas“ berichtet, definitiv ein Waffenstillstand von 17 Tagsn abgeschlossen worden, nachdem es noch am Dienstag und Mittwoch zu einem Kampfe gekommen war, über welchen „W. T. B.“ aus Chalkis vom gestrigen Tage meldet: 15000 Türken verfolgten am Dienstag Mittag die Griechen von Domoko aus und eröffneten das Feuer mit schweren Geschüßen. Dcr Phurka:Paß war nur, von 10000 Mann griechischer Infanterie bewacht. Die übrigen Truppen der griechischen Armee befanden sich bereits auf dem Rückzuge nach Lamia. Der Kampf endete um 8 Uhr Abends. Die Gricchxxn behaupteten ihre Stellungen und zogen fich dann am Mittwoch früh nach Taraßa einem Orte zwischen Pburka und Lamia, zuriick. Die Türken verfolgten fie. Um 10 Uhr Vormiiiags kam es zu einem neuen Gefecht. Etwa zwanzig Schwadroncn türkischer KavalLerie machten eine Umgebungsbcwegung und versuchten den Rückzug der Griechen zu hindern. Es wurde ein [ob aftes Feuer seitens der (S_riechrn unterhalten, durch welches en Turken größere Verluste beigebracht wurden. Der Kampf wurde dann plö lich info_lge der Vorbereitungen fiir den Abschluß eines Wa en: stiiljtandes abgebrochen. Die Griechen zogen fick) auf Lamia zuriick. Gestern, Donnerstag, gingen die türkischen Truppen Hinter den Pburkaéßaß bis jenseits der alten Grenze zurück.

Auch in Epirus ist der Waffenstillstand zu stande gckommrn, nachdem ein Vrrsnck) drr dortigen türkischen Be- fehlsbaber, mit de_n griechischen Führern wegen Herstellung der Waffenrube_in Verbindung zu treten, an der Haltung der Griechen gejchriiert war, die von dem türkischen Parlamentär keine Notiz nahmen. Die (Griechen versuchten noch am Mitt- woch mit 2 Bataillonen von Arta aus einen neuen Vorstoß auf iiirkischrs Gebiet .: zu machen und beschossen die Stellungen der Türken mit Artillerie.

Nach_cincr Meldung der „Agence Havras“ wird eine Kommisiion höherer Offiziere beider Heere eine neu- trale Zone zwisch2n den Arman feststellen.

Aus Kaner: mrldrt die „Agenzia Stefani“, daß die Ein: schiffnng der griechischen Truppen ihren Fortgang nehmen Die Admirale bcständen darauf, daß auch die Krieg5muniiion und die Waffrn eingeschifft würden. Die Jnsurgenicn br- gönncn fick) zugänglicher und vsrsöbniicb-er zu zeigen, mit AuZnabme jedoch derjenigen bci Kandia und an einzelnen anderen Punkten.

Griechenland.

Der Kronprinz bat, wir aus Aibcn gemeldet wird, sein Hauptquartier bei dcn Thermopylen aufges lagen; bei ibm bxfinden fich General Smolenski und Oberst assos. Die Armes steht bei Lamia und boi Molo.

Trr ehemalige griechische General-Konsul in Kanca ist nach dem Abgang der leßten Abtheilung der grie- chischen Truppen von Kreta in Athen eingetroffen.

Cipriani, dcr in dem leßten Gefecht bei Domoko eins schwere Verwundung am Knie erhalten hat, ist nach Athen gebracht wordcn.

Dänemark.

Tem „W. T. B.“ wird aus Kopenhagen gemeldet, daß das Folkerhing, nachdem rs sich als unmöglich erwiesen habe, ein neucs Ministerium mit Unierstüßung drs LandH- things zu bilden, dessen Adstimmuug über die Finanzvorlage am 8. d. M. die Demission des Kabincts Rheedß-Thoti ver- anlaßte, auf nächsten Montag 32: cinrr Sißung einberufen wordcn sei. Gerüchtweise variante, man werde versuchen, das jeßige, bis zum 1. Juni geltende inierimistische Finanzgeses aiif zwei Monate, also bis zum 31. Juli, zu verlängern, da bis: dahin di? Ministerkrisis wahrscheinlich beendet sein werds.

Amerika.

Ter Staatssekretär Sherman hat, wie „W. T. B.“ mcldet, dem Senat eine Zuschrift des deutschen Botschafters Freiherrn von Thielmann unterbreitet, welcbe nach den ' nstrukrionen der deutschen Regierung abgefaßi ist „und gegen die geplanten amerikanischen Differeniralzolle auf Zucker aus Ländern, welche Exportprämren ahlen, Yer: wabrung einlcgt. Das Schreiben führt aus, 'dakZ, wenn diese Zölle er::gefübrt würden, Deutschland vor die Frax gestellt werds, ob die nach dem (Iegenseiiigkeiisvertrage von aratoga vom Jahre 1891. auf Waaren aus den Vereinigten Staatxn, insbxsondere auf Ackerbau-Erzeugnisse, aUSJedehnten Vortheilr der Minimaltarife, wie sie in den Verträgen Deutschlands mit mehreren anderen S_taaisn festgeseßt wurden, auch f?rner in gewährt werden konnten. , . _

( stern hat der Senat gegen 14 Stimmen eme Rejolution des Senators Morgan a;“.genommen, worin erklärt wrrd,_ daß auf Cuba der Kriegszustand herrsche. Die Vereinigten Staaten würden strenge Neutralitäiveobachlen, indem fie beide:! Thrilen die Rechte kriegführen'oer Parteien zugeftänden.

ein „sowie ,

Parlumucristhe Nachrichten.

DerVeri tüber die estrigeSisung des Reichstages „We: mh in Ersten Ekarage.

- In der beutisgen (226) Sihung des Reichstages, der Staats ekretär des ern, S_taats - Minister 1112 von Boetti er imd der mister fur Handel und Gewerbe Bre el berwohnten, wurde die zweite Be- xajhung des eseßentwurfs wegen Aenderungen der Gewerbeordnung (Handwerkervorlage) fortgeseßt, und zwar bei dem § 100. Nach. dies_em können Zwangs-Jnnungen auf Antrag Beiherlrßter fur Handwerke [eicher oder'verwandter Art durch dre ho eren Verwaltungs- Fehörden gebildet werden 1) wenn die Mehrheit der betheiligten Gewerbetreibenden dem mati e zustimmt, 2) wenn der Bezirk der Innung so abge renzt rt, daß die Mitglixder an dem Gcnoffenschaftsleben t eilzunehmen in der Lage smd, Y wenn die Zahl der vorhandenen Hgndwerker zur ildung einer lebensfalzrgen Innung auSrercht. Diese Vorausseßung ist jedenfails „ann gegeben, wenn zwanzig Handwerker bei- tragspfltcbttg imd- , , _

In besonderen Fallen, so beantragt em Zu1aß der Kom- mission, kann auch ohne Zustimmung der Mehrheit die Zwangs- innung eingerichtet werden; auch kaixn derAnirag darauf gerichtet werden, daß die Zwanqsinmm beschrankt wird auf diejenigen Hand- werker, welche in der Regel Le klinge und Gesellen halten.

Ein Antrag des Abg. Meisner (Zentr.) will in diesem Falle nur die Handwerker mitftimmen laffen,_welche Lehrlinge und Gesellen halten; ein Antrag des Abg. Basiermqnn (ni.) will für die Bildung der Zwangs-Jnnungen eine Zwrtdrittel- Mehrheit Vor- geschrieben wiffen.

Abg. Dr. Schneider (fr.Vo1k€p;) beantragt die Wieder- berßellun der Vorlage mit der Bescbrankung, daß Zwan s-Jnnungen nur für d ejenigen Handwerker gebildkt werden, welche Le klinge und Gesellen halten.

Ab ._MeZn er (Zenit) empfiehlt seinen Antrag, der eigentlich srlbsivertandli sei.

Abg. Bassermann (ni.): Gegen die Zwanas-Jnnung walten in den Handwerkerkrcisrn Süddeutschlands und auch erheblicher Theile Mitteldeutscblands große Bedenken ob. Das geht deutlich hervor aus den Zuschriften der Meistervereine, Welche nicht auf Grund der Innungen, sondern in fkkién Vereinigungen zusammengetrrten sind. In diesen Kreisen ist kein Wunsch Vorhanden nach dem großen Maß bureaukratischer Bevormundung, welcbks mit jxder Innung verbunden ist, Wir können daher frer die Regierungswrlage nicbt hinausgehen, schon weil dieselbe der Regierung immer noch die Mög- lichkeit bietet, einer beantragten Zwangs-Innung aus besonderen Gründen die Genehmigung zu Versagen. Die Kommisiwnsbescblüffc geben aber über das zulässige Maß hinaus, namentlich bezüglich des Von Harm Gamp beantragten Zufaßks,' daß auch obne Zustimmung der Mehrheit der Berbeiligten eme Zwangs-Jnnunß gebildet werden kann. Zur Bilduzig der Zwangs-Innungen müssen zwei Drittel der Beibeiligtrn zustimmen, weil nur die freudige Mitarbeit der roßen Mehrzahl der Mitglieder ein reges und gedeihliches nnungslkben sichert. Die Zahl von zwanzig Mitgliedern ist durchaus nicht immer genügend; denn diese zwanzig können gxrade sehr wenig leistungsfähig sern. Eine genaue Prüfung der Verbäitniffc ist dringend nothwendig. Man sollte auch nicht zwei Kategorien don Handwerkern schaffen, dis mit Gesellen und die obne Gesellen. '

Ab . ])r. Freiherr von Herrling (Zentr.): Ich habe es bisher unikria en, meinen von der berbeit meiner Freunde abweichenden Standpunkt darzulegkn. Ich hatte _das auch unterlassen, wenn nicht der § 100 so gestaltet worden ware, daß ick) ibm unmöglich zu- stimmen kann. Das lebhafte Interesse meiner politischen Freunde für die Hebung des Handwerks tbeilc ich durchaus. Ick ge- höre auch nicht zu denen, welche immer wieder von dem Unter- Mnge de§_ Handwerks zu erzählen wissen. Die Entwickslung dsr «erbältniße bat dirse Prophezeiung ebenso Lügen gestraft, wie die andere Behauptung von der wachsendrn Verkündung der Massrn. Man wird wi? dic leßxere auch die erstere Theorie aufgeben müssen. Ich Weise darauf bin, wie aiies, was sich an die Gas- und Wafferinstallation und an die Elektrizität anschließt, dem Hand- werk neu gewonnxn ist. Auch für die Förderung korporativer VL!- bände tr€t€ ich wre Vor 20 Jabrcn ein. Es handelt sich lediglich um die Frage der „Durchführung dsr Organisation, die meiner Meinung nach nicht auf dem Boden Links allgemeinen Zwangrs erfolgen soll. Gcgsn die obligatorische Innung babe ich mich dabsr stets ausgssprocbxn. Was Mit über die Erfahrungen in Oesterreich mitgetheilt ist, haltmici) don ähnlichen Einrichtungen zurück. In Oesterrricb stehen die Zwangsorganisationen zum größtem Theil nur aui dem Papier. Ich „kann deshalb nur auf den Boden treten, den die Régierungswrlaga bietet. Es handalt fich dabei um einen Kom- Vromiß,_und ich bin bereit, meine Bedenken qegendie Zwangs-anung 1beilwci1e zu unterdrücken,_ weil die'Vorlage sie zum tbril beseiti t hat. Es ist die Gefahr nicht beseitigt worden, daß die Disku- bkit, Welche die wangs-Znnung will, ,aus den technisch und wirihschaftlich urückgebliebencn de_stebt, welche den fort- (xrschrittenen Elementen die Innung anszwingt. Aber das wird nicht immer der Fall sein, es ist vielfach bestritten wvrden, daß die Mehrheit der Handwerker die Innungen will. Die Vor- lage giebt die Möglichkeit, die ZUM auf das Erempél zu machen, ob wirklich die ehrheit der Handwerker Innungsfreunde sind. Aber ich kann nicht für die Beschlüsse der Kommission ftimmeg, weil dadurch die Möglichkeit gegeben ist, die Jnitiatide in die Hande der Behörden zu legen. Wir babrn gar keine Veranlaßung, die diskretionären Befugnisse der Verwaltungsbehörden zu erweitern. Wir “haben auch allen Anlaß, die Verwaltungs- brbörden gegen Agitationen zu schützen, die in dieser Bestimmung niir neus Nahrung finden würden. Das Maß von Arbeit, welches bisher nußlos für Agitationen Verwendet wurde, soll jeßt auf die eigentliche Innungßarbeit konzentriert werden. Der Initiative der Betheiligten will ich aber keine zu großen Hindernisse bereiten, des- halb werde ich gegrn den Antrag Bassermann stimmen.

d 5Yet Schluß des Blattcs nahm der Abg. Dr. Schneider as ort. *

_ _ Das Herrenhaus nahm heute seine Plenarsißungeu wreder auf. _Versiorbcn smd seit der leßten Si ung des Laufes die Mitglieder Staatssekretär Dr. von Step an und

_raf von Rothkirch-Trach. Der Präsident ürst zu Wied midmcte den Verstorbenen einen Nachruf und ge achte besonders anerkennend der großen Verdienste des verstorbenen Organisators und Leiters des deutschen Postwesens. Das Haus ehrte das Andenken an die daxingefchiedenen Mitglieder in der üblichen Weise.

Neu berufen md: Christian ErnstZürsiÖu Stolberg- Werni erode auf (Grund erblichen Ne ts, ra von der Rxcke- olmarftein, präsentiert vom Lands aftsbezirkc Furstentbum Oels.

Auf den schriftlichen Glückwun ck), welchen der Prei ident anf Beschluß des auses an das itglied Fürsten von is- marck an dessen eburtsiage gerichtet hat, ist von demselben ein Dankschreiben eingegangen. Das Haus nahm von dem- selben Kenntniß. _

Darauf machte der Präsident Mittheilungl von den cm- ge angenen Vorlagen und von den seinerse ts getroffenen ein weiligen Ver ügungen.

. ur Ver an lung stand zunä st der Veri t iiber die Er- gebnise des ' etriebes der preußi chen Staats ahnen im Be- triebsjahre 1895/90.

Der Referent der Eisenba n-Kommisfion, Ober-Bür er- meifter Küper beantragte, den ericht durch KenntnißnaiIme für erledigt zu erklären. Das Wort nahm zunächst der Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen. * ' (Schluß des Blattes.)

Arbeüerbejvenuua.

Aus Barmen wird der .Rbein.-Wesif. tg.“ berichtet: Am Mittwoch haben in der Eisengießerei bon pterbeck u. Zie [er 50 Former und HilfSarbeiter die Arbeit eingestellt. Ber ,medseiizes Ausstandes soll in .Maßregelung' einiger Arbeiter zu u en n.

In Stettin hielt der neu gegründete Arbeitgeberbund aus den Holzbearbeitungsbetrieben am Dienstag eine Ver- sammlung ab, in der, wie _die .Osisee-Ztg.“,meldet, eine aus sechs Mitgliedern bestehende Schted§gerichts-Komm1ssion gewählt Wurde zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeit- nehmern. Die Lobukommission der ausständigen Geeren hat an sämmtliche Meister ein Rundschreiben gerichtet, in dem die Forde- rungen der Ausstandigen nochmals unterbreitet werden. Die Ver- sammlung lehnte es ab, sich überhaupt auf das Schreiben einzulassen. (Vgl. Nr. 115 d. Bl.), "

Aus Oberschlesien wird dem .Vorwariß' geschrieben: Auf der Leogrube bei Czernowitz und auf der Neu-Przemsa-Grube bei Myslowiß sind die Bergarbeiter-Ausstande mit geringem Erfolge für die Arbeiter beendi t wvrken. Ein neuer Ausstand ist auf der Wanda-Grube ei Myslowiß außaebrocbew, '

Aus Triest meldet „W. T. B.“: Sammtlicbe Arbeiter des Oesterreichischen Lloyd babrn wegen Unzufriedenheit mit dem diSziplinaren Vorgehen der Direktion und mit den Dienstderbäliniffen gestern Vormittag die Arbeit eingestellt.

Aus New-York berichtet die .Voff.Zig.“ unter dem 17. d. M.: 24000 New-Yorker Schneider, die für die Konfektionsgesckoäfte New-Yorks und der Umgegend arbeiten, haben *die Arbrit niedergelegt. Viele von den Ausständigen sind arme polniiche Juden. Die Noth bat sie zum Ausstand getrieben.

Kunst und Wissenschaft.

Y: Ein sehr nüslicbes Nachschlagewerk ist unlängst im Vrrlage von W. Spemann yon der Grneralverwaltung der König- lichen Museen zu Berlin unter dem Titel .Kunstbandbuck) für Deutschland“ herausgegeben worden. Es stellt eine Wesentlich vermehrte, in allsn Theilen ergänzte und berichtigte NeuauSgabe des yon Rudolf Springer bearbeiteten und im Jahre 1880 zuerst erschienenen „Statistischen Handbuchs für Kunst und Kunstgewerbe im Deutschen Reiche“ dar. Der Bibliothekar der Königlichen Museen Dr. F erdinan d Laban bat die mühevolle Neugestaltung des überreichen und fort- währender Veränderung unterWorfe-nen Stoffs in gewissenhafter und übersichtlicher Weise durchgeführt. Der Inhalt des auf nahezu siebknbundert Oktavseiten angewachsenen Buches gliedert sich in folgende Rubriken: Behörden der Kunitverwaltun_g, denen fich die ReichSanstalfen und die anentare der Kunstdenkmalsr einzelner Staaten und Provinzen anschließen, Sammlungen, deren Bestaud durch Einbeziehung der bedeutenderen Privatsammlungey eine wesentliche Bereicherung 988811 früher erhalten hat, u'nd Kirchenschaße. Dann folgen die Lehranstalten für Kunst und Kunstwrffenfchast, Uniwersitäien, TLÖ- nischen Hochschulen, Kunst-Akademien, Kunst- und Kunstlgewerbeschulen, technische BildungSanstalten. Die Besetzung der einze nen Lehrstühle und Fächer, die Studienpläne, Lebrmitieisammlungen und Stipendien sind auf Grund sorgsamer direkter Jnformationerx ausführlich verzeichnet. Die Gruppe der Vereins, die künstlerische oder kuniiwiffenschaftlicheJnter- essen vertreten, zerfälit in Alterthumsvereine, Künstlerbereine, Kunst- vereine, kunsigewerblicheVezreine, Architektezivereine und photo rapbische Vereine. In eine-m Anhang werden die wichtigsten in Deuts land er- scheinenden Kunstzeiisckpriften sowie die Jnstiiute für Kunstauktidnen zusammengesteüt. Den Beschluß bilden die mit Gewissenbaitig- keit gearbeiteten Re istrr von Personen- und Ortsnamen. In der Gruppierung des Janzen wie in den Einzelangaben verräih sich ein beivunderungéwürdiger Fisiß und kluge Beherrschung des oft schwer zu übersehenden Materials, sodaß wit der Zahl der gemachten Stichproben das Vertrauen zu der Zuderlaisigkeit des so vielen Br- hörden und Einzrlpersonen unentbehrlicbxn Handbuchs wächst. Für eine Beurtheilung der Kunstpfiege „im Deutschen Reiche i1t birr ein werthdoÜes statistisches Material aufgebaufi, desssn Bsnutzung sicherlich nacb mancher Richtung Nußen stiften wird. Der herabs- gebenden Behörde wie dem umsichtigen Verfasser sind daher Alle zu Dank verpflichtet, deren Beruf 0er Lebenssieüung sis mit den künst- lerischen Verhältnissen und Zusiandexr des engeren oder weiteren Vaterlandes in Berührung bringt. Die Ausstattrzng des Werks zeugt von gcdiegencr Vornebmheit, sodaß der Ladenpreis yon 10 «M mäßig genamqt werden darf. Hoffentlich ermöglicht der starke Absaxz eine periodische Fortführung des nüßlicben Unterqebmens; jede Neu- auflage bedeutet für ein solches Werk begreiflicberweise eine Be- reich37ung und Steigerung der Zuverlässigkeit der Angaben.

Die diesjährige Versammlung der Internationalen krimi- nalistisch en Vereinigung, Landesinuppe Deutsches Reich, findet am 9. und 10. Juni (Mittwoch und Donnerstag nach Pfingsten) in Heidelberg statt. Am Dienstag, drn 8. Juni, ßndet Begrüßung und gesellige Vereinigung in der MuseumSwirtbschast statt; für Freitag, den 11.Juni, ist der Besuch der Strafanstaltrn Bruchsal und

islau in Aussicht genommen. Den Hauptgegenstand der Beratbungen wird die Frage des Strafensystems unter dem Gesichtspunkte der Durchführung grundsäßlicher Reformen auf dem Gebiete des Strafvoazugs im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung bilden. Berichterstatter hierüber sind Geheimer Justiz - Rath, Professor Dr. Seuffert-Vonn und Geheimer Regierungs-Ratb ])r. Krobne-Berlin. Die Seuffert'scben Vorschläge bestehen aus acht Thesen nebst eingehender Darlegung und werden der Versammlung gedruckt vorliegen. Als Weiterer Beratbungsgegenstand ist m Aussicht genommen die Frage der so enannien Unschuldsstrafen, d. i. der straf- rechtlichen Hafibarkeit 0 ne _jeglichcs oder wenigstens obne volles Verschulden. Auch ist ein, Antrag des Geheimen Justiz-Raihs, Professors Dr. von Liszt aus Beratbung, von Saßungcn für die Landesgruvpe an emeldet. - Bemerkt sei noch, daß sieb in Heidelberg ein OrtSausßcbu gebildet bat, bestehend aus den Herren RechtSanwalt [)x'. elm, roerzor Jellinrk, Professor von Lilienthal, GYcimer Hofrat , Professor .Meyer, Prioatdozsnt ])r. Mittermaier, ebeimer Regierungs-Ratb Pfister, Staatöanwalt Sebold, Oberamtörichter Süpfle, Ober-Bürgermeister Wilckcns. Anfragen über die Tagesordnung und Anmeldun en nimmt Privat- dozent Dr. W. Mittermaier in Heidelberg, Kar straße 8, entgegen. Anmeldungen werden möglichst bis zum 31. Mai erbeten.

Schulwesen.

Hinsichtlich des Turnunterrichts in den Schulen, ins- besondere der Pflege der so enannten volkstbümlicben Uebun cn, hat der Minister der geisili cn xc. AUJLU enbcitcn unter dem 15. ärz d. I. eine Verfügung an die Provin al-Ochulkollegien und die König- lichen Regierungen erlassen, in wel er co h_ei t: Sowohl bei den Besiétigungen dcs Turnunterricbts " den S ulen als aucb bei de_n Turn ebrerprüfungen ist wiederholt wahrgenommen worden, das? die

socknanntcn volkstbümlicben Uebungen, namentlich das Stabsbr ngen un die Wurfübunpen, nicht nach Gebühr epfiegt worden Muldigun kann für die cu Ucbclsiand

Lunden werden, welche das in

Waren. Cine En

nur in den Einf] rn gc

unserem Klima unvermeidliche Hallenturncn auf den Turm. betrieb überhaupt leicht ausübt. Der Minister fiebt sich deshalb veranlaßt, iüc das Turnen im Freien während des Sommer-

Halbjabres die Pflege der genannien Uebungen noch besonders zu

empfehlen. Auch der schulgerechie Lauf (ver [. § 22 im Leitfaden für den Turnunterricbt in den preußischen Volksjßcbulen) und der Lauf und Sprung über Hindermffe ist auf den Turnplä en eifrig zu üben. Gleichzeitig macht der Minister auf_ die uner reulicbe Erscheinung aufmerksam, da oft gerade die leistungßfäbigften Turner, denen einzelne s wierigkre, bei Schauturnen besonders beliebte Uebungen trefflich gelingen, bei der Ausführung grundlegender ein- facher Uebungen die rechte Sauberkett, vermiffxn lassen. Er sieht hierin die Folge daVon, daß hier und da die uxierlaßlicben, zum Schulturnen gebörendrn Uebungrn unter dem einseitigen Streben _ nach kunst- turneriscben, in die Augen faÜenden Leistuzigen vertzachlassigt werden. Es Werde gleichmäßig darauf zu halten sein", daß im Turnunierricht der Schulen überall den Gesichtspunkten gebubrxnd Rechnung geira en werde, welche in dem Leitfaden für Turnunterrickpt in _den preußis en Volksschulen von 1895 und in den Lehrplanen fur die boberen Schulen Von 1892 dargelegt worden sind. Die Behörden haben das danach Erforderlichr zu veranlaffen.

Bauten.

Dem Minister der geistlichen oc. Angelegenheiten hat der obne Gruebmigung des Ministeriums zur Ausführung gebrachtc _Umbau einer Kirche Veranlassung zu einem Runderlaß (Vom 6. Marz 1897) an die Regierungs-Präsidenien gegsben, worin zur Wahrung der Interessen der D enkm alpfle g e für künftige ähnliche Fälie darauf auf- merksam gemacht wird, daß nach der Zirkular-Vsrfügung vom 24. Januar 1844 (Zentrbl. der Unterrichts-Veertung für 1888, S. 153) der Regierungs - Präsident unzweifelhaft berechtigt ist. die Ortspolizei- behörden anzuweixen, daß alle Bauprojekte, wslche auf Um- und Erweiterungs auicn, auf ibeilweisen oder gänzlichen Abbruch, überhaupt auf irgend eine Veränderung sich bezicbrn, vor Er- tbeilun des Baukonsenses ihm zur Kenninißnabme eingereick)i werden. Der egierungs-Präfident hat dann, soweit ihm die Entscheidung nicht seitens des Ministeriums allgemein überlassen ist, an dasselbe zu der chien, und es darf vor erfolgtem Beschztde zur Aubfiihrung der beabsichtigten Maßnahmen nicht geschriiten werden.

Gesundheitöivesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Wien, 21. Mai. (W. T_. B.) In der Nestrigen Sitzung drr Akademie der Wissenkchasten berichtrten dir Von der Akademie zum Studium der Ben enpest nach Jndirn entsandten Aerzte mündlich über ihre Thätigkeit im Pestgebiet. Sie boden bervor, daß wedsr die Scrum-Jnjektionen des Dr. Yxrfin noch die Prädeniiv- Impfungen des ])1'. Haffkin erfolgreich scien. Die.“ Gefahr der Ein- schleppung der Pest in Europa sei rrlcziiv recht qrring. Ein aus- fübßlicber schriftlicher Bericht wird spairr drr AkÜÖLMiS vorgelegt wer en.

Bombay, Donnerstag, 20. Mai. (W. T. B.) Seit Ausbruch der P est sind iitsgesammt 12 324 Personrn an drr Pest srkrankt und 10 507 Prrsonen der Seuche erlegen. Die Gksammtzabl drr in den leßtrn 15 Tagen gestorbenen Personrn beirägt 1105.

Verdingungen im AuSlande.

Oesterreicb-Ungarn.

_ 31. Mai, 12 Uhr. Baudirektion fiir iis Wiener Stadtbahn: Ausführung don Hochbauten. Bauloose 17 und 18. Näheres bei der K. K. Baudirektion für die Wiener Stadtbahn (UU Mariahilfer- straße 126), für die Staiion Hütteldorf-Hacking bei dsr K. K. Vau- leitung der Wiener Stadtbahn, Srkiirn Wisntbgl- und Donaukanal- linie (121 Waisenhausixaffé Nr. 16), fiir die OasissteÜ-Z Breitensce und für die Station Penzing bei dcr K. K. Bauleitung der Wisner Stadtbahn, Srkiion Vororle- und Donaustadilinie ()(? Gersten- gaffe ]) und bsim ,Rrichs-Anzkiger'.

Niedrrlande.

9. Juni, 11 Uhr. Departement für Wabsrsraar, JÜUÜS] & Y_yysrbkzch im Haag: Licfcruna voir Steinkohlen für den Bedarf der Dampfsabrzeuge an der Capelicben und DrongelStischsn Fähre, Provinz Nordbrabant. (Schätzung 7,50 fl. fiir die Schiffstonne.) Bediiigungsheft Nr. 135 liegt nacb 26. Mai zur Einsicht im (Gebäude dcs Departements und bei den Provinzial-Verwaltungen auf und ist ferner gcgen Kostenerstattung erhältlich bei Gebrüdrr van Cleef, Spui 283. im Haag; nähere Aufschlüsse ertb3i1t der 1100käjyg911j811r Wr rjyjczrezy im _ aag, Flqurlen Burgwal 16 1), sowie das Bureau der Arbeiten ziir 57 erlegung der Maaßmündung zu Hertogexxbosch.

Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 21. Mai. (W.T.B.) Nrrddeutscber Liovd. PD. .Lahn' 19. Mai Nm. Rriie von Southampton n. Nrw- York fortgcs. „München“, 1). Baltimors kommrnd, 19. Mai Abds. a. d. Weser angek. .Wartburxx“ 19. Mai Nm. Rsiss won Ant- werpen n. Bremen fortges. ,.Oavel“, v. Nkw-York kommend, 20. Mai Mrgs. a. d. Weser anger. „Aachcn“, 19. Mai Nm. v. Baltimors n. dWeser abgeg. „Bayrrn“, v. Ost-Nfisn kommend, 19. Mai Nm. in Suez angek. .Karlörube', n. Australikn be- stimmt, 20. Mai Vm, in Alba_ny angek. „Trade“ 20. Mai Mrgs. in New-York angel. .Sa-chien“, n. Osi-Afien bestimmt, 20. Mai Nm. a. d. Weser angkk, .Barbarossa', v. Anstralirn kommend, 20. Mai Nm. a. d. Weskr angel. .Roland", 1). leveston kommend, 20. Mai Nm. a. d. Wesér angek. .Willebad' 20.3Nai Mrgs. in Baltimore angekommen.

Hamburg. 20. Mai. (W. T. B.) Hamburg-Aryerika- Linie. PD. .Pennsylvania', Von Hamburg kommend, iii gkstrrn Abend in New-York eingetroffen. „Andalusia“, don New-York kommend, hat Heute Morgen Scilly passiert. ,Columbia" ist heute Nachmittag von Cbrrbourg abgrgangcn. ,

London, 20. Mai. (W. T. B.) Union-Linte. „Moor“ ist auf der Heimreise gestern von Kapstadt abgegangen.

Rotterdam, 21. Mai. (W. T. B.) Holland-Amerika- Linie. Dampfer .Spaarndam isi don New-York gestern Narb- mitta in Rotterdam angekommen. D. .Obdam“, von Rotterdam nach ew-York, hat heute Vormittag Lizard passiert.

Theater und Musik.

Jm Königlichen Opernbausc geben am morgigen Geburts- tagr Richard Wagnrr's ,Die Mcisterfingrr Yon Nurnbsrg“ uiiter Kapellmeister 1)1*. Muck's Leitung in Scene. . _Hrrr Emil Göße xngt dcn Stolzing, Herr Theoddr ,Iieickxznann den

aus c-achö als Gast, dic Eva Franlem Hiedler die “iiagdaleuc Frau Götze“, den Zogncr Herr Mödlinger, den Bcckmeffer Herr Schmidt, dcn David err Sommer. - Herr FranceSco T amagno tritt nur einmal, und zwar am Montag, den 24. Mai, in Mercrbcer's Oper „Der Prophet" auf.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen Shake- spcarc's Lust viel „Viel Lärmen um nichts" „gegeben. Den Benedict spirit Kerr ' ?atkowsky, die Beatrice Fräulein Poppe.

De Opcrusaison im Theater des Westens icginnt am

)fingsisonntag, den 6. k. Pk., mit Meyerbecr'sO er „Die Hugenotten“. ' m zweiten Feiertag wird .Der Trompeter von S kkingen' (von Neßler), am nachfol enden Dienstag .Das Glöckchen des Eremitcn' gegeben; das gcx'ammic * ersonal soll in diesen drei Vorstellungen abwechselnd v_ov- ge übrt werden. Die Eintrittspreiie variieren für numerierte Si plase zwis en 1 und 5 «M; von allen Abonnements odkr sonstigen reis- ermä igungen ist abxseben worden. (Eine Vorverkgungebübr wird weder an der bcaterkasse, noch im Btuetverkauf bei Kühling u. Güttner, Theater - Buchhandlun , Mark rafen- straße 52, erhoben. In der knappbemeffenen Zeit b s zum 29.' u ust gelangen ferner noch zur Aufführung: ,Figaro's Hoodie“. . on

,:«114k«„ch4i“*§* BMW,