Juan“, „Zar und Zimmermann“, Wa enschmied', „Wildscbüß', ,Naibtlager', .Troubadour", „Masimba ' (Verdi), .Moletto", „Teil“ „Barbier von Sebilla', „ imentstocbter', . MF“, ,Stradella“, . üdin' „Frei! üß“, . u ' e Weiber“, „Fidel ", „Postillon', .' e Dame", . umberger pe“, sowie mit Ge- nehmigung der eneral-Jntendautur der KöniZlichen Schauspiele Carmen“, 0376116118“ und .Maryaretbe'. _ m 22. Juni wird Heinrich Völkl ein Gafis iel beck nnen.
Die Daten der nä fü:- nirr'1'1„,en großen Philharmonischen Konzerte unter Art ur Nikiscb's Leitung lauten wie folgt: 11. und 25. Oktober, 8. und 29. November, 13. Desemlier, 10. und 24. Januar, 7. und 21. Zebruar, 7. März. Abonnements-Anmeldungen
werden täglich in der of- Musikalien - Handlung von Ed. Vote 11. G. Bock, Leipzigerstr. 3 , sowie bei der Konzertdirektion Hermann Wolff, Berlin W., Am Carlsbad 191, entgegengenommen.
Maunigsaltiges.
Die hiesige ältere Garnison-Kircbe in der Neuen Yiedrich- sira e wird nach Allerbööbster Bestimmung am 31. d; . das 1,I'uhiläum ihres 175jäbrigen Bestehens in feierlicher Weise ege en.
Der Polizei-Präfident von Windheim ist von seiner Reise nach Paris hierher zurückgekehrt.
Das Königliche Polizci-Präsidium theilt mit: Es ist wahrgenommen worden, daß die zu Beleuchtyngözwecken ange- legten elektrischen Leitungen nicht immer mit der nötbigen Sorg- falt gegen brennbare Stoffe (Holz, Vorbän e, Guirlanden u. s. w.) isoliert werden, sodaß fie bei zufälliger Bes ädigung große Gefahren herbeiführen können. Die Besitzer elektrischer BeleuchtungSan'lagen werden deshalb ersucht, den Leitungen ihre volle Aufmerksanrkett zu- zuwenden, auch die Anlagen öfters durch zuverlässige Zinnen eingehend untersuchen zu lassen. Die größte Vorsicht ist in beatern, öffxnt- lichen Versammlungßräumen, Kaufhäusern, Lagerhausern und Fabriken, inb denen brennbare Gegenstände gelagert oder verarbeitet werden, ge 0 en.
Die Stadtv erordneten genehmigten in ihrer gestrigen öffent- lichen Sißung zunächst einige unwesentliche Vorlagen, betreffend die Cmerbung und Veraußerung von Grundstücken. _ Auf den Vor- schlag des Vorstehers trat die Versammlung alsdann unter Zurück-
ellung anderer Gegenstände der Tagesordnun in die nochmalige
eratbunxx des Vertrages mit der Berliner 5Fferdebrrbn-Gesrlischaft we en Abanderung einiger von der Stadtverordneten-Versammlung bes [offenen Paragraphen,welche die Pferdebahn-Geseüscbaft als für sie unannebmbar bezeichnet hatte, ein. Der Ma istrat bemerkte hierzu in seiner neuen Vorlage: „In einer * esprechung von Kommiffaren der Verkehrs-Devutation mit Vertretern der Ge- sellschaft (Direktion und Aukfichtöratb) find von den letzteren eine Reibe von Abänderungsvor chlägen gema6bt, im übrigen aber die Erkxärung abgegeben worden, daß bei Berücksichtigung Jener Vor- schlage der VertragsenUvurf bei den Geselischaften Anna me finden werde. Die wichtigste Aenderung an dem Beschluss der Stadt- Verordneten-Versammlung, welche die neue Vorlage enthält, ist die, daß die Mitbenutzung der Geleise der Gesellschaft durch andere Unternehmer nicht auf 650 111, sondern, wie in der ursprüng- lichen Magistratsvorlage gefordert, nur auf 400 111 gestattet sein solle.“ Zu dem Gegenstande lag wieder eine Reihe von Anträgen vor, welche theils aänzliche Ablehnung der Nachtragsvorlage und Festhalten an dem Beschluss der StadtverordnetenVersammlung forderten, theils weitereStrecken über 400111 hinaus festgestellt wissen woÜten. ' Nack) längerer Debatte wurde mit 58 gegen 24 Stimmen die Magtstrcrtsvorlage bezüglich der Umwandlung des Pferdebahn- betriebs 'in emen elektrischen angenommen. Das MitbenußungSrecbt der Schtxnen durch fremde GeskÜschaften (mit AuSnabme don drei genau praztsierten Strecken) Wurde mit 52 gegen 38 Stimmen wie vorher auf 400 111 festgeseßt. Abgesehen von einigen redaktionellen Aenderungen,"wurde nur eine neue Bestimmung in den Vertrag auf- e'nommen, „namlich daß es der Direktion nur außnahmsweise gestattet em sol], die Wagenfiibrer mehr als 10 Stunden zu beschäftigen. _ Es, folgte die Bcratbung des Antrags der Stadtverordneten 131“. Frirdemann und Genossen: den Magistrat zu ersuchen, in gemischter
Deputation xu beratbm. auf welze Weise dem Uebel- ftande zu bezeugen ist, d GrundßüÜeige-iibiimer beim Enverb von Grundstü en in unveks deter Unkenntni bleiben von h_er Ver fiicbtung zur “UMZU- ortostatutaris „ Beiträge fur eilung der Stra . cb kurzer Begrundung dck An- trages du den Stadtverordneten 131“. Friedemann wurde derselbe obne weitere De arte angenommen. _ Dem Autrage des Arbeits-Aus- schaffes der Berliner Gewerbe-Ausfiellung 1896, ihn gegen einer Summe yon 160000 „sé aus der _ g der er- berfiellung des Treptower Parks zu entlasien und die Wieder- herstellung selbst zu bewirken, ift der Magi mi nach Anhörung der ark - Deputation insoweit beigetreten, als hiervon das dem artenbau-Verein zur Ausßellung Yk Berik! un gestellte Tmain zwischen Treptower Chaussee und pree, C em e- und Fischerei- gebäude zu deffen Wiederberstellung der Gartenbau - Verein verpflicßtet ist, sowie diejenigen Parktbeile außgescbloffen find.]u deren Wiederberstellung dritte Personen verpflichtet sind. Mit den in Betracht kommenden Ausstellern bezw. Pächtern ist der Arbeits- Ausscbuß in Verbindung getreten, und es 011 die Wiederberftellun dieser Terrainabschnitte einem Unternehmer bertragen werden. An dieser Antra wurde nach Befürwortung durch den Magistratskommisfar, Stadtratb amslau, entgegen einem Anfrage des Stadtderordneten Dr.Hreuß auf Ueberweisung desselben an einen Ausschuß, angenommen. uf die öffentliche folgte eine geheime Sitzung.
Eine unter der Leitung des bekannten Yippologen und Pferde- malers, Majors a.D. Richard Schoenbeck zu hren des „Deutschen Sportvereins“ veranstaltete Pferdesport-Aussiellung wurde gestern Nachmittag im Festsaale des „Kleinen JournalS' eröffnet. Zweck derselben ist, die bildliche und plastisch? Darstellung des Pferdes in möglichster Mannigfaltigkeit undNaturtreue vorzuführen. Die Aus- steliung ist sehr reich beschickt und macht einen überaus günstigen Eindruck; besonders gut und zahlreich ist die Malerei von der Hand erster Meister auf sportlichem Gebiet vertreten. Oelgemälde von Freyberg, Steffeck, Sperling, Hünten, Krause, Krü er, Reichenbach, Schoenbeck und Horace Verner, Aquarellen von och, Bildhauerarbeiten von Max Landsberg und Anderen zeigen d_em Besucher das Pferd in allen Gang- arten, im Stall und als Portrat. Daneben finden sich Kunstdrucke und Photographien in großer Anzahl. In einem Nebensaale haben verschiedene hiesige Firmen Außrüstungen für Pferd und Reiter zur Schau gestellt. Dem Sportliebhaber und Pferdekenner bietet die Ausstellung welche bis zum 5. Juni geöffnet bleibt, fonach reichen Stoff zur * elebrung und Unterhaltung.
In der gestrigen Sitzung des „Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den preußischen Staaten“ wurde der Rechnungßabschluß der Gartenbau- Ausstellung vorgelegt. An Etniriitögeldern gingen danach 108 000, an Pla mieiben 6000, an Restaurationspacht 4000 „Fi ein. Den Wert!) der brenpreise schäßt man auf 7000 „M Der Zuschuß des Arbeits-Ausschuffes beträgt 10000 .46 Die Außstellung hatte also eine Gesammteinnahme von 135000 „76 und ward, da die bisher berechneten Außgaben etwa 132 000 „16 betragen, somit noch einen Ueberschuß aufweisen.
Das Verkehrsbureau, welcbrs .Der Tourist", das offizielle Organ des Verbandes deutscher Touristenbereine, als Geschäfts- stelle des Verbandes unterhält, veraus abt unentgeltlich die Prospekte der meisten deutschen und der angekiebenften auswärtigen Bäder und Sommxririfchen, und zwar sowohl einzeln, wie, nach balneoloYzschen oder geographischrn Gesichtspunkten geordnet, tn Gruppen._ „ct Beginn'der Kursaison sei auf diese seit Jahren bestehende _Etnrxchiung, die auch dem Interesse der Kurorte und Fremdenpla 6 dient, aufmerksam gemacht. Das Verkehrsbureau be- IUZ? sich_ ottsdamerstraße 121g und ist wochentäglich von 9 bis
r geo ne.
Bochum, 20,Mai. Hruie fand bierselbst die Beerdigung des Gebetmrn Kommerztcn-Ratbs Baare unter außerordentlich großer Brtbeilrgung stati. Die Leiche wurde in der Familiengruft auf dem alten Kirchhofe Hergeseßt. Die Läden in den Straßen, welche der lange Tranerzug pas1rerie, ' warr'n arschloffen. Im Auftrage Seiner Ma estat des Kaisers, AÜerböchstwelcher an die Familie des Versiorbensn ei_n Beileids - Telegramm gerichtet batte, leute der Regierungs - Prafideni in Arnsberg Winzer einen prachtvollen
ablung
Kr Sar nieder. Vertreterdet W" MMU" desa-ÖFrmkes, B?:mte, Meißel, Arbeiter, Bélessinteu, Vereine mit den Vereinszeichen, MlMxi'w" Konfessionen und viele Bürger
nahmen an der T
Saarbrücken , 20. Mai. Die Königlitbe Eisenbabn-Dkrekiion macht bekannt: Bei dem Eisenbadnunfgll „ Gerolstein wurden der Bremser Merzbach aus Trier, dre Reservisten mann Brmrs, Christian Broicber nnd Peter Kraft aus Barmen, wham Ernestu5, Karl Kuba und August Krause aus Elberfeld und August Carl Hüßaen aus Velbert getödtet, die Reservisten Buber, Biermann,
es , Becker und Best!) aus Elberfeld und aus Lamm Kabnem aus Langenber , Becker aus eismann, rbslößer aus Wermelskirchen, lüge! aus Ronédotf, der Jürlier Frensber vom Füsilier-Regiment Nr. 39 s wer und die e erviften Klarbolß, Kleinbogen, Büdicker, Adolfs, B unter, Giebel, Brauch, Bänker und Asbeck aus Barmen, Becks, Grebn genannt Fiesler, Freiherr von der Heydt aus Elberfeld, Burberg aus Voiß. winkel, Figge aus Wülfrath, Kiffewüter und Hartmann aus Wer. melskircben, Adolpho aus Benrath und Conradi aus Solingen sowie der Füsilier Berger vom Füsilier-Re iment Nr. 39 leicht der! . Die Angehörigen rourdcn seitens der abnverwaltung sofort bene??- rtcbiigt. Die Namen von zwei Leichen konnten noch nicht festgestellt werden; in den Kleidungsstücken der einen befand sich ein Brief an Engelbert Kern.
_ Karlöru'be, 20. Mai. Hrvte wurde die Grundsteinlegung fur das Kaiser Wilbelm-Denkmal bierselbst in schlichter, wurdtger Weise vollwgen. Ober-Bürgermeister 1)r. Sebniyier that nacb Verlesung der Urkunde die üblicbkn drei Hammerscbläge mit dem Wunsche, daß das Denkmal, welches sich über dem Grundstein erheben werde, viele Jahrhunderte einem Gemeinwesen tüchtiger deutscher Burger voranleuchten möge.
Kaßbütte (Schwarzburg-Nudolsiadt), 20. Mai. Der .Köln. Ztg.“ wird gemeldet: Gestern Abrnd 7 Uhr 45 Min. fiel dicht ober- balb Meuselbacb (10 km südlich von Königsee) ein Meteoritein unter explosionSartigrrn Knall nieder. Er flog über den Kopf eines a'uf dcm, elde beschastigten Mädchens hinweg 18 111 in genau west. licher R1 tung, schlug tn die Erde und wurde noch ganz heiß 6118.
e raben. Das Gew1cht beträgt 1.380 ]ZZ. Der Stein wird vom agneten angezogen. Drr Bruch ist hellgrau.
BudaYesi, 21. Mai. In dem Heizraum der Kunst- scblosserer von Fodor, in der Waiyner Straße, brach in der“ vergangenen Nacht Feuer aus, durch welches das ganze Haus ein- geaschert wurde; vier Gehilfen kamen bei dem Brande ums Leben, etwa zehn wurden mehr oder weniger sehwer verleßt.
Le Mans, 20. Mai. Die Waggonfabrik der Brüder Carel ist heute Nacht fast Vollständig niedergebrannt. Der Schaden wird auf eine halbe Milliwn Francs geschäßt.
Charkow, 20. Mai. In drm großen DorfeIYeressietscbnoje brach eine Feuersbrunst aus, welche, dem . . . B.“ zufolge, ber heftigem Winde binnek einer Stundr dreihundert Höfe einäfcberte. Mehrere Personen sind 1111 FLUST umgkkommen, auch viele Haustbiere und Vorratbe von Getreide und Heu find von den Flammen der- nichtet worden. EW;: 1700 Menschen Wurden 011120117106.
0 pe, Dornieder und Borchert aus Barmen, IsenberZ,sé Kramer,
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Wien,_21. Mqi. „(W. T. V.) In der heutigen Schluß- fißung der 0sterrerch1fchcn Quoten-Deputatton wurde das Scheitern der Verhandlungen bezüglich der Quoten festgestellt. Der an bride „Häuser des Reichsrathes hierüber zu erstattende Bericht wurde estgeseßt.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
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Weiterbe cbt vom 21. Mai, 8 U *
„Ro rgens. Wagner.
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Nürnberg. Große Oper in 3 Akten don Richard In Scene gefeßt vom Ober-Regiffeur Tetzlaff. Dirigent: Kapellmeister Or. Muck. (Hans
Sonntag, Nachmittags R Ubr: Kabale und Liebe. _Abends 711 Uhr: Die Maschinenbauer. rung: Vor und.- nach drr Vorstellung: Garten-
Montag: Unser Doctor. Bei günstiger Witte- Konzert.
Stationen.
Bar. auf 0Gr. u d Meeressp red. in Miiiim.
Wind.
WMA“.
in 0 Celsius
Trmperatur 50 C. : 4 0 R.
Belmuliet. . Aberdeen . . Cbriftiansund Kopenhagen . Stockholm . Laparanda .
!. Petersbg. Vioskau . . . Coerueens-
torvn . . .
Cherbourg . er. . . .
vlt . . . . mburg . . winemünde
Neufabrwaff er Memel
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ünster. . . KarlSrube . . Wiesbaden . München . . Chemnitz . . Berlin . . . Wien . . . . Breslau . . .
led'Aix.. iza Imst,...
764 768 768 761 764 764 763 761
762 760 763 762 761 761 760 758
757 760 757 758 758 7 60 7 60 757 758 757 756 756
OSO NO ONO 'OSO N SW ONO OSO
OSO ONO NO NO NNO N NW NNO
N NNW NW
NO
iwolkenlos Zbrdeckt Wolkenlos wolkig beiter wolkenlos „bedeckt
1 *wolkig
1
1
2Zbeiier 3ébedeckt 5Zwolkenlos ZTwolkixZ Zibalb ed. 3,bedecki 1!bedeckt 13Nedel 2.beiter
1 wolkenlos 4 bedeckt
2 bedcckt
2 bedeckt
fiiü bedeckt
3,bed€ckt 2113011011106 2 bedeckt 3 DUnst 2 wolkig
still Wolkig
Uebersicht der Witterung.
Auf dem ganzen Gebieta ist die Luftdruckvertbeilun leicbmaßiJ1 und daher die Lufibewegung übera * m höchsten ist der Luftdruck über Nord-
chwach.
west-, am niedrigsten über Süd-Europa.
20
[Leder
Mittel-Europa dauert die nördliche Luftströmung Fri. In Deutschland ist das Wetter kühl, im
ordwesten heiter, im Südcn und Osten trübe; in Süddeutschland gingen zahlreiche, in Ostdeutschland
stellenweise Gewitter nieder.
Die Morgeniemveratur
liegt in Norddeutschland ziemlich unter dem Mittel-
Mrtbe, zu Magdeburg um 5
Grad.
Deutsche Seewarte.
baus. 126. Vorstellung.
Theater. Röniglirhe Zrbauspiele. Sonnabend: Oprrw
Die Meistersinger vou
Sachs: Herr Theodor Reichmann, K. K. Kammer- sanger aus Wien; Waltbrr von Stolzing: Herr Emil Götze, Königlicher Kammersänger, als Gäste.) Anfang 6Z libr.
Schauspielbaus. 137. Vorsteliung. Biel Lärmeu um Nichts, Lustspiel in 5 Aufzügen von WiUiam Shakespeare, überseßt Von August Wilhelm Von Schl? el und Ludwig Tieck. In Scene geseßt dom Ober- egifseur Max Grube. Anfang 74 Uhr.
Sonntag: Opernhaus. 127. Vorstellung. Haschisch. Oper m 1 Aufzuge. Dichtung von Axel Delmar. Musik von OScar von Cbrlius. _ 11a '1'ra71ata. (Violetta.) Oper in 4 Aktsn Von Giuseppe Vardi. Bailet von Yaul Taglioni. (Violetta: Signorina Franceßcbina redosti, 616 Gast.) Anfang 7 Uhr.
„Schauspielhaus. 138. VorsteUung. Coriolau. Ytstortsckpes Drama in 5 Aufzügkn von William Shakespeare, _ überssßt von Schlcgel und Tieck. Nach der Bubneneinrichtung bon Wilhelm OMS!- baufer m Scene geset vom Ober-Regiffeur ax Grube. Anfang 711 U r.
Reyes Opern -_Tbeatcr. Ter Verschwender. Orxgmal-Zaubermarchen in 3 Aufzügen Von Ferdinand Natmupd. Musik Von Konradin Kreutzer. _ Der Brüet-V'erkauf zu dieser Vorstellung findet heute und nzorgezr m drr Zeit 17011 9_10 und 10&_1 Uhr im_Komgltcben Schauspielhause statt. Preise der Plays: 3, 2, 1,50 „46 und 75 „z. Aufgeld wird mcbt erbobcn. Anfang 711 Uhr.
Oprrnbaxs. Montag, den 24. Mai er., mii auf- gehobenem Abonnement und unter Fortfall der prrmanrnt reservierten Diknst- und Freipläße, Gast- spiel des Herrn Franceßco Tamagno: Der Prophet. _ FrlmdenxLoge 20 .“, Orchester-Loge 18 ..ck, 1. Rang Balkon und Loge 15 „46, Parquet 15 «FC, 11. Rang Balkon und Loge 8.46, 111.Rang Balkon und Loge 6 .46, 117. Rang 3 „76, Stsbplaß 2 .“ _ Dkk 'BtÜewerkauf ist eröffnet. Anfang 7 Uhr.
Dre Opernhaus-Abonnemenis-Billets, 11. Rang Balkon _recbis Nr. 13 und 14, für die 128. Vor- stelLung Und abbgnden gekommen. Dieselben werden desbatib sur ungultig erklärt; vor Ankaaf wird ge- warn .
Deutsches Theaier. Sonnabend: Der Sohn des Khalifeu. Anfang 7? Uhr.
_Sonntag, Nachmittags 21“ Uhr: Hmele's Himmelfahrt. _ Vorher: Blau. _ Abends 711 Uhr: Am Ende. _ Die Schulreiterin. _ Guten Morgen, Herr Fischer!
Montag: Don Carlos.
Berlinrr Theater . Sonnakend: Renaissance. Anfang 7? Udr.
Montag: Die Maschinenbauer.
Lessing - Theater. Sonnabend: Gastspiel des Frrenczv-Ensemblks. Die Geisha. oder: Eitze japanische Theehaus-Geschiehtc. Operette in 3 Akten 11011 Owen Hai]. Musik von Sidney Jones. Deutsch Von E. M. Norbr und Julius Freund. Anfang 71- Uhr.
Sonntag: Gastspiel des Fercnczy - Ensemblss. Die Geisha. _
Montag: Gastwiel .er Ferenczy - Ensembles. Die Geisha.
Kefidrnz-Theatrr. Dirckiion: SigmunkLauten- burg. Abschieds-Cyclus dcr Direkiion Laufenburg. Sonnabend: Der Besuch nach der Hochzeit. Lustspiel in 1Akr Wn Alexandre Dumas. _ Hirrauf: Im Pavillon. (1.0 1381111111.) Sobwanf in 3 Akten don Ernest Blum und Radu! Toché, deutsch bon Ludwig Fischl. Anfang 7? Uhr.
Sonntag und folgende Tage: Der Besuch nach der Hochzeit. _ Im PaviUon.
Kent; Theater. Schiffbauerdamm «../5. Direktion; Sigmund Laufenburg. Sonnabend: (Haft- Yisl des Herrn Willem Royaards Vom Königlich * iederländicheu Tbeatrr in Amsterdam. Trilbh. Schauspiel in 4 Akten nacb George Maurier und Le Potter, deutsch Von Emanuel Lederer. In ?? YZ gefaßt von Sigmund Laufenburg. Anfang
r. *
Sonntag: Trilbh.
Sonntag, Nachmixtags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Maxcelle. Komödie in 4 Akten von Victorien Sar ou.
§ch1UkahMLQ Sonnabend, Abends 8 Uhr:
Madame Vouivard. Souatag, Nachmitta 3 Uhr: Baumehre. _ Der eingebildete anke. _ 21st 8 Uhr:
Die Journalisten.
Theater de; Keanu. Kantftraße 12. (Babu- bof Zoologischer Garten.) Sonnabend: Gastspiel des Herrn August Iunkermann. Onkel Bräsig. Anfang 711 Uhr. _
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: YiLfiWe Jagd. - Abends 7? Uhr: Onkel
ra g.
Beginn derOpern-Saison: Soyntag, dcn 6. Juni (1. Pfingstsejrrtag). Sommervreije.
Theater Antrr den künden. Bekrrnfir. 55/57.
Direkxion: Julius Fri sch. Sonnabend: Gastspiel des Fräuleins Annie irkens Vom Theater an drr Wirn in Wien. Der arme Jonathan. Overerte in 3 Akten don Hugo Wittmann und Julius Bauer, Mufik von Carl Millöcker. Dirigent: Her Kapeii- “WiF? Korolanyi. ReZix: Herr Glefingrr. Anfans („ r.
Sonntag: Gastspiel des Fräaleins Annie Dirkrns. Der arme Jonathan.
Thalm-Thratrr (vorm. Adolph «:ck-25771671. Dreödenerstraße 72573. Dir-ktion: W. Haikmaxn. Sonnabend: Gastspiel des Hsrrn Leopold Deutsch. Zum erstkn Mair: Rothe Zettel. Schwank m 4 Akten vcn Richard Mark. In Scene grseßt ron Julius Türk. Arfang 7? Uhr.
Sonntag und wlgende Taze: Rothe Zettel.
“ Familien-Nachrirhten. Veriobt: Frl. Elixabetb Richter mit Hrn. SLL.-
Lieut. August Hrinrici) Ziegler (DavoI-Haunover- Verehelicbt: Hr. Amtßricbter Max Kinzel unt Frl. Alice Steinbock (Frankfurt a. O.). _ Geboren: Ein Sohn: Hrn. Pfarrer Sckitrr
(L_iebmow i. Pomm.) _ Hrn. Pastor A. Schreibrr (Kaiserswerth a. Rb.).__ EineiTocbter: Hrn- Major Ludwi Von Aster (Berlin). . „
Gestorben: r. Oberst-Lieut. a. D. rredttcb Wilhelm von Hohe (Weilburg a. L.). _ 1.er- waltunas Zricbts-Direktor, Geheimer RegierutZZÉ' Rath Jo ann Rudolph Heydenreich (OSncrbruÖ- _ Fr. Hulda Agnes von Fristb, geb. Schoah?" (Breslau). _ Hr. Prem.-Lieut. Guisbert kakk (Mörcbinléen i. Lotbr.) _ Zr. Lyda von Kats“- eb. Mü er ( Berlin). _ r.Ober-P0stratb a.D- Faul Robert Wentzel (Berlin).
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Verantwortlicher Redakteur : S 1 em enr (ckck in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin- Truck der Norddeutschen Bu druckerei und Verläék“ Anstalt Bkrlin ZW., Wi helmsiraße Nr. 32.
Sechs Beilagen
(einichlisi;lich Vérfkn-Veilage).
Grüe Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeigcr.
„;),/.*? 119.
Berlin, Freitag, den 21. Mai
Beeiüte von deutschen Würsten.
Qualität
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R o g _ L 11,20 11,701 _ * 12,00
Ratibor . . . 14,20 14,651 15,30 Aschersleben . . 12,00 12,55? 12,85 Aachen . . . . _ _ , _ Döbeln . . . . _ _ ; 14,30 Breslau . . . 14,40 14,90Z 15,40 Neuß . . . . 15,10 15,60
Ratibor . . . _ _ Aschersleben . . 11,00 11,70 Aachen . . . . _ ._ _ , Döbeln. . . . - 10,70 11,003 - Breslau . . . 10,90 11,20 11,30? 11,50 Neuß . . . . _ 10,80 11,30; 11,30
Ratibor . . . 10,00 Aschersleben . . 10,50
11,80? 11,90 12,00 _ 11,00! 11,25 11,50 12,20
Gerste.
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15.00 16,75 16,40 16,60
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12,50
11% 11,80
15700
Breslau . . . 10,00 11,00Z 12,50 13,00 13,50
Ratibor . . . 11,50 12,601 12,70 13,00, 13,10 Astbersleben . . 12,50 12,50? 12,70 13,30“; 13,40 Aachen . . . . _ _ | _ _ , 12,75 11,50 12,10 ,
Hafer.
14,40
13,30 13,60 13,25
13Z0
Döbeln . . . . _ _ j _ Breslau . . . 12,20 12,401 12,60 13,00; FZZ
' * Neuß
12,80 30 375 12,50 12,74 20'. 5.
Bemerkungen.
Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswertb auf volle Mark abgerundet mitgetheilt.
schnijtspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
Der Durch-
Ein liegender Strich (L_thin den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist; ein “P
Punkt ( .) in den leßten sechs
cn, daß entsprechender Bericht fehlt.
Deutscher Reichstag. 225. Sißung vom 20. Mai 1897, 2 Uhr.
Der Geseheniwurf, betreffend die Feststeüung eines dritten Nachtrags zum Reichshaushalts-C'tat für 1897/98, wird in erster Lesung erledigt und der Budgetkommis- sion überwiesen.
Es folgt die dritte BeratiZuan des von den 21ng. Rickert (fr. Vgg.), Ehni (fr. Volksp. , 1". v on Jazdzewski (Pole), 01: Lieder (Zentr), Richter (fr. Volk»), Singer (Soz.) und Werner (Reformp) beantragten Geseheniwurfs, be- treffend das Vereinswes e 11. In der Generaldiskussion er-
hält das Wort
Abg. Ablwardt (b.k.F.). Redner führt us, daß das im Abge- vrdnetenbause vorgelegte Gefey die Sozialdemo ratie treffen solle, sie 51561 nicht treffen werde, denn sie agitiere weniger in öffentlichen Ver- ?ammlungen, als von Fabrik zu Fabrik und von Haus zu Laus. Daß man Ideen durch Gesetze nicht beseitige, müßten auch die Ur eber drs Geseßks wissen, und deshalb müsse das Geseß noch einen anderen Zwrck haben, als die Sozialdemckraiie zu treffen. Der Entwurf ri te fich vielmehr gegen andere mißliebige Parteien. Durch das Geetz würde die antisemitische Agitation, die hauptsächlich in Vereinen gemacht werde, in der erbeblicbfien Weise beschränkt, und das Gesetz sei daher für die antisemitische Fartci gleichbedeutend mit der Vernichtung. Die antisemitische Partei abe eine solche Behandlung nicht verdient, denn nur durch sie sei die Militärvoriage zur Annahme gebrarbt Worden. Die antisemitische Y_artei wolle die gegenwärtige Entwickelung nicht durch Revolution. [ondern durch Reformation bessern. Die anti- semitische Partei stehe durchaus auf monarchischem Boden. Durch das Grieß würden nur die Parteien grkräftigt, die durchaus nichts mit der grgenwäriigen Entwickelung gemein batten. Die Sozialdemokratie glaube, daß das Kapital an sich der Feind der Menschheit sei. (Präfident Freiherr Von Buol bittet den Redner, auf das Vereins- eseß zu kommen.) Redner erklärt zum Schluß, er werde für den
ntrag stimmen.
Abg. Lerno (Zentr.): Die Behauptungen des Reichskanzlers und des Staatssekretärs von Voeiticber, daß die bayerische Gefes- gebung dieselben Bestimmungen enthalte wie die preußische Vorlage, kann ich nicht unwidersprochen lassen. Unser Vereinßgeseß datiert von 1850, also aus der Zeit der finstersten Reaktion. Wenn man ein neues Gesetz machen wil], geht man doch nicht auf solche alten Geseße zurück. Nach dem bayerischen Gesetz darf die Auflösung einer Yersammlung nur erfolgen, wenn jemand in derselben direkt das Strafgese verlest; das ist etwas Anderes, als in der preußischen Vorlage tebt.
Abg. Wern er (Reformp): Die Behauptun des Herrn von Boetticber, daß die preußische Vorlage eine Verbs erung sei, „ist un- rtchtig; die Vorlage enthält ledi lich eine VeAchlecbterunS. Der sachsische Bevollmächtigte Graf Hobent al mußte cl) selbst erichtigen, aber nicht aus den Akten, sondern er benutzte lediglich ein Zeitungsblatt. ch bedauere, daß Sa fen solche Vertreter hier hat. (bPräsident Frei- herr von Buol bezei net diese Bemerkung als unge öri ge enüber den Mit liedern des Bundeßratbs.) Man will lediglich e n nebel- Jeseß- der es wird kein Druck im stande sein, die Wahrheit zurück- zuhalten; namentlieh wird es niemals gelingen, die Antisemiten zu unterdrücken. Die debnbaren Begriffe der preußichen Vorlage kann man nicht untergeordneten Polize beamten in die and geben.
Abg. Hilpert (b.k. F.): I babe gesen das bayerische Vereins- gesetz nichts Anderes einzuwenden, als daß es gegen die verschiedenen politischen Parteien verschieden angewendet wird. Ich werde für den
ntrag stimmen.
Ab? 1)r. Förfter-Neustettin Neformp.): Die Verfassung Liebt dem Re (be die Gesc gebung und * eaufsichtigung dev Bere nSwe ens, daher hat der Reichs ag das Re t, sich um den preußijchen Landtag zu kümmern, und er hat erner das Recht, 0 (: Erfüliung des ihm Igebenen VeZprechens zu verlangen. Der Reichstag
na
sationen. Diese Crwariun ist nicht erfüllt wvrden, und dadurch ist große Beunruhigung in we ten Volkskreisen entstanden. Der Kampf spißt fich zu einem Kamxf zwischen der deutschen Volksvertretnnlg und der vermeintlichen preußi (ben Volksvertretung zu. die nur eine K affen- vertretung ist. Der Reichstag ist einer solchen Klaffenvertretung über- geordnet. Deswegen müssen wir die Vorlage annehmen.
Damit schließt die Generaldiskussion. In der Spezial- diskusfion wird der einzige Artikel ohne weitere Erörterung angenommen; die Annahme des Antrags im Ganzen erfolgt gegen die Stimmen der beiden konservativen Gruppen.
Darauf wird die zweite Beraibung der Vorlage wegen Acn derung der Gewerbeordnun (Handwerkervorlage) fortgexßt bei den §§ 811) und 85, welcFe von der Errichtung von chiengerichten, Innungskrankenkaffen u. s. w. handeln.
Die Abgg. Auer (Soz.) und Genossen beantragen, die SciFgffung von Jnnungskrankenkaffen nur dann zu gestatten, wenn te Mehrheit der in dieselbe Anfzirnehmenden zugestimmt hat und nachdem der Vorstand derxem en Ortskrankenkasje,
* bei welcher die Betheiligten bisher ver rchert waren, gehort worden ist.
Abg. Brühne (Soz.) führt aus, daß die Innungen bisher durch- aus keine erheblichen Leistungen für die Lebriingßausbildung auf- zuweisen hätten, daß man ihnen daher auch keine Vorrechte einräumen dürfe. Redner wendet sich gegen die Einrichtung besonderer Innungs- schiengericbte und Innungskrankenkaffen, durch Welche die gewerb- lich? Schied§gerichte und die Ortskrankenkaffen beeinträchtigt werden wur en.
Abg. Dr. Hirse (Zenit) tritt für die Aufrechterbal1ung der Jnnungßsckpiedßgerickyte und Innungskrankenkassen ein. Die Sozial- demokraten unterschieden freilich nur die beiden Gruppen Arbeiter und Arbeit eber mit angeblich entgegengeseßten Interessen. „Man müffe aber d e Arbeiter und Arbeitgeber, die auch vielfach ememsame Inter- essen hätten, gemeinsam organisieren und einen 21ng eich der Interessen herbeizuführen suchen. ,
bg. Richter (fr. Volksp.): Hinter den Zimftlern siebi nicht die Mehrheit der HandWerker, sondern nur eine verschwmdendr Minderheit, denn svnst würde man nicht so „ängstlich bemüht sem, Bestimmungen in das Gesetz aufzunehmen, durch welche JnnungSzwang dekretiert werden kann. Die Schädlichkeii. der Innungsscbiedsgericbte und Innungskrankenkassen für die anderen Schiedsgerichte und Kranken- kassen wird in der Begründung der Vorlage selbst anerkannt. Je nachdem ein Arbeiter bei einem JnnungSmeister oder Nicht-Jnnun s- meister arbeitet, wechselt die Zuständigkeit der Schiebe; cri te und der Krankenkassen. Innungs-Scbieds eri te bättrn eme icdru- tung, wenn dadurch eine besondere Sa Veriändigkett der Schieds- ri ter geschaffen würde. Aber in Berlin haben nur zwei Innungen sel ständige Schiedögericbie; die übrigen 45 Innun en„baben nur ein gemeinsames SchirdsZZricbt, vor welchem zwei Sire tfalle im Monat verhandelt werden. er Bundestag der Jewerblichen Schiedsgcri tr, welcher im September 1896 in Straß urg Yetagt hat, hat ck deshalb mit Recht gegen die Zulaffunß der nnumxsscbiedsgrri tc außgexpran; denn 6 nicht die Gewer egeri te durcb kochen werden von 611 cbie'deri ten der Innungen, um omebr wird auch die Wirksamkeit der inigungoämter gehemmt.
Die Anträge werden ab elehnt und 2? 811), sowie ohne erhebliche Debatte dic §§ 82 b S 87 unter blehnung mehrerer unerheblicher Anträge, unverändert genehmigt.
Nach § 88 können die Innungen fur die Fachschulen (Hebülßren erheben.
A g. Kopkcb (fr. Volks .) beantra t, diesc" Bestimmung zu streichen, denn ie Gebühren bunten do nur von den Lehrlingen erhoben Werden. Von der besseren Ausbi dung der Lehrlinge hätten aber die'. Me! ier Vortheil die daher auch die Kosten 176.ko müßten. Da die cht! nge in dir Fachschulen ezwungcn werdcn önntcn, so vertrage es sich damit 1111111, für den . Zesuch der S ulm Gebühren
k“"Wie MLM erfprecben erwarten, dax; im Wege der Landeögese ge ung die Au bebun des Ver indun overbots herbeigeführt w rde, und zwar 0 ein, 0 ne irgend welche "011112711-
1111 (Beben. Dazu komme, das; die' Fackchulcn meii Zuschüsse von den rmelndcn und zuweilen auch vom Staate erhalten.
1897.
Abg. Schmidt-Verlin (Soz.) vertbeidigt einm Antrag der Sozialdemokraten, nach welchem für die Benupung des Innun s- Arbeitßnachweises von den Arbeitnehmern Gebubren nicht erbo en werden dürfen; die Meister solljen ihre Einrichtungen sich selber er- halten und nicht die Arbeitnehmer dazu heranziehen.
Abg. Gump (Rp.): Die Innungen übernehmen den Arbeits. nachweis und müffen natürlich die Kosten decken, wie jeder Privat- unternebmer seine Kosten auch deckt. Ohne Gebühren kann wobl kaum eine Jnnun die Kosten der Fachschule decken. Wenn die Gemeinden die Koten der Fachschulen decken, fällt natürlich die Er- hebung von Gebühren fort.
Die Anträge werden abgelehnt und § 88 unverändert an- genommen. _ * . Bei § 898. wrrd ein Antrag des Abg. Dr. Schneider (fr. Volks .), wonach die Jnnun en auch ohne Genehmigung der, Aufstpchisbehorde zeiti verYÜgbare Gelder anders als puprllarisck) sicher sollen an egen önnen, abgelehnt.
Na § 940 sind die Innungen befugt, dur Beauftragte die Befo gung der ,eseßlichen und statutariLchen orschriften in den zur Innung geßörigen Betrieben zu 1": erwachen.
Die Sozialdemokraten beantragen, dai; dabei ein Vertreter des Gesellenausschusses zugezogen werden solle.
Der Antrag wird abgelehnt.
Nach § 97 kann die Schließung einer Innung erfol en 11. a., wenn die Innung sich Jeseßwidriger Handlungen 0 er Unterlassrxngen schuldig macht, urch die das Gemeinwohl ge- fährdet wrrd, oder wenn ste andere als die geseßlich zuläsfigen Zwecke verfolgt.
Abg. Dr. Schneider beantragt, diese Bestimmun dahin zu fassen: ,wenn die Innung das Gemeinwohl dadurch geizäbrdet, daß sie geseßwidri e Beschlüsse faßt, oder geseßwidrige Handlungen ihres Vorstandes w ffentlich geschehen läßt, oder wenn sie andere als die gesetzlich zulässigen Zwecke verfolgt.“
Der Antrag wird abgelehnt.
Um 53/4 UYr wird die weitere Berathung bis Freita 1 Uhr vertagt. Außerdem Geseß, betreffend den Servistarik, und Besoldungsvorlagen.)
Statistik und Volkswirthschaft.
Die Großstädte der Erde im 19. Jahrhundert.
Das Zusammenströmen zahlreicher BevölkerungWaffe-n Verschie- denster Herkunft in ,Großstädten' ist in neuerer Zeit mehrfach Gegenstand eingehender Untersuchungen und Besprechungen gewesen, so besonders auch auf dem 7111. internationalen Kongreß für Hygiene und Demographie in Budapest. Dort gab 1)r. Stépban Sedlaczek, Leiter des städtischen statistischen Departements in Wien, eine Ueber- sicht über die Bevölkerungßzunabme" der Großstädte im 19. Jahrhun- dert. Er bes ränkt sich auf die Studie mit 300000 Einwohnern und mehr, berücksi tigt iedocbtbunlichst aÜe auI unserer Erde (36); nur yon Asien scheint er ungenügende Auskunft er alten zu haben, da er birfür nur eine Stadt (Bombay) aufführt. Von 1800 bis 1890 haben sich nach seinen Angaben (für 32 Studie), wie wir den „Mittbrilunaen des Königlich würjtembergischen Statistischen LandeSamts" entnehmen
verdoppelt 5 (Amsirrdam 408 061'), Birmin bam 429 171, Brüssel 465 517, Manchestrr 505 308 und Rom 423 217 ,
vsrdreifacbt 2 (Kopknhagcn 312 859 und Marseille 403 749),
Vervisrfacht 5 (London 4211 743, Lyon 438 077, Paris 2424 705, St. Petersburg 954 400 und Prag 360185), _
verfünffacbt 5 (BrrSlau 335 265, Dresden 276 522, Hamburg 564 728, Köln 281681 und Wien 1364 548),
4 vZSZeckysfacbt 3 (Leeds 367 506, Liverpool 517 980 und Warschau 555 ' ,
versiebenfacbt 2 (Glasgow 565 839 und Sheffield 325 304),
verachtfacbt 1 (Münäpen 350 000),
verneunfacht 3 (Berlin 1578 794, Budapest 492 237, Leipzig 295 025),
verzehnfacbt 1 (Baltimore 434139); _ _
Eine 25fache Vermehrung der Bewohnerzabl wei1rn 2 Stadte (New-York 1 515 301 und Pbiladeldbia 1046 964), eine Vermehrung um das 245fache 1 (Chicago 1099 850), endlich eine Vrrmrhrung um das 339fache ebenfaiis 1 (Br0_0klvn 806 343) auf.
Die Bevölkerung Dublins ist innsrbalb dcr 17151711 40 Jahre Von 261700 auf 245 001, also um nicht wenigcr als 16 699 zurück- gcgan en.
Klar und scharf tritt hervor, .das; das Zunabmsvrozknt der amerikanischen Städtk jenrs alier übrigen Siädtc wrii dintcr sicb läßt“; sobald die BLWobner von Ncw-York und Brooklyn über die Vereinigung dieser beidrn Städte abgestimmt baden wcrden, wird in aliernächster Zcit Rew-York unmittelbar bintcr London kommen, welches im 188th Jahrzehnt allrin von 1111611GWR113D1M brrcits einen Theil des im W896 dcr narürlichcn Vcrmcbrung sicb rrgrbrndcn Zuwachses wieder nach auswärts abzugcbcn, gezwungen 1113111. in der Lage war. „ . '
Mi Recht sagt Dcdlaczck im 21616 ferner Besprechung dieser Ziffern: ,Die Frage nach dcn _Ursacdrn des Zuzuxzcs nach der Stadt, wenn auch nur kurz und in großanügcn, zu blkü ren, ebört wohl 11 den schwierigsten Aufgaben; drnn das Studium diescr „ rage ist gleichbedrutrnd mit dcm Studium der Entwickelung drs Burger- tbums, mit dem Studium des Organismus der gesanjmirndvirtb- schaftlichen Thätigkeit der Völker und Nationen. Dre“ 1te_ttgc und rapide Znnabmr dcr industricUcn Thätigkeit, die dcrtntt ;).)and in Hand gebende, stcis wachsende Arbeitstbeilung emsrsctts, so- wie die' durch 1181016 bcdin te, ungbweisbare Forderung nach möxlichsicr Vcrrinigung dcr .lrbeitskrafte andererseits, untcrstüßt dur die stets fortsckorcttcude Bcsciti ung der raumlichen Entfernung und Abgeschicdcnbsit im Wege der c«baffung neuer Barkebrsmittel, müssen in stctö böbrrcm (Grade auf dic'Btldung und das rasche Wacbötbmn mä fixer Bevölkerungszcntren bmwirken. Alle statistiécben Untcrsmbungru ü ren zu dem Rrsultate, das; einerseits die ?ab der Städte“ in steter Zunahme begrtffcn ist und daß anderereits die xiädtiscbr Bevölkerung cinen immrr größeren Antbeil an der Ge- ammtiwvölkeruna der verschiedenen Länder und Staaten auxweist. Angcsickyts einer so Zwalttgcn, allerwärts zu beobachtenden, in tetem und war rapidem feigen bc'xxriffenen Wanderbewegung, durch welche die * ab] der Städte und die *Jewobnerzahl derselben von Jahrzehnt zn Jahrzehnt gesteigcr1_ wird, eriscbeint eine zeitlich und räumlich mö lichst weit außgreisende siaiiiiécbe Beobachtung derselben wobl bo ommcn ZHW tferti t. Der Beo a ter fragt sich erstaunt, wel es endlich das esu tat d eses mächtigen mwandlungsprozeffes der n- Clcdclungsform ein werde, deffcn Wirken während dcs lesten Zabr-
underts wir zi crmäßi zu ver olgen bemüht waren, dessen endlicher Abschluß aber beute no garni t abzusehen ist.“
*) Dig Zahlen geben die Einwohnerzahl der einzelnen Städte
nach dcr Zahlung im Jahre 1890 an.
:..«WUMW W564 52-52-6277;- Ö.?