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in Wien. Er entf Kö auf Auratben des Bassisten-dexxaifer- lichen Hofoper Vr. _ at Schmidt, der sein Lehrer in der Gesangs- knn war, zur Bubne zuelkeben, wel 6 er mit nur drei Opern- partieu ( raßro, Marc , Bertram n agierte: KünstlerÉe- erst in, Troppau in Schlesien betrat. ein gr es mustkalisches - dächtmß und sein Flei errangen ibm bald das " Repertoire, sodaß er bis , also in 28 Jahren, 98 O ernpartien -- eine fast von keinem Sängex erreichte Zabl - beberrs te. Ueber
nnover, Köln, Gothenburg in Schweden, Bremen kam er an das
tadt-Tbeater in Leipzig, das damals unter Friedrich ase's Leitung siand und wo er den Po ner in Wagner's . eifterfingern' kreierte. Seit 1872 ge örte er dem Verbande der hiesigen Königlichey Oper an, wo er zuerst in drei vönig verschiedenarttgen Roüen, nämlich als van Bett in „Zar und Zimmermann“, als Plumket in .Martba' und als Kaspar im . reisghüß“ auftrat. Seinen ersten grchn Erfolg batte er als „Wa ertrßger', dann als CScamillo in . armen“. Er sang mit gleicbex ngebung ernste _wie komische Rouen, obwohl die letzteren als seine eigenjlicbe Domane bezeichnet Werden müffen. Besonders war er ein beliebxer Interpret Mozgrt's (FiYaro, Leporel102c.), nicht minder gescha t wurde er 010 .Konzert-, ieder- und Kirchen- sänger. Unzählige ufikfeste bat er während seiner langen erfolg- reichen Thätigkeit unterstützt; bei der in Salzburg zur Centenar- Feier Mozarks „veranstalteten Festaufführung sang er den Figaro. Jm abre 1868 heiratbete er in erster Ehe die bekannte dramatische Sängerin Vilma von _Voggenbuber (die erste Walküre und Isolde in Berlin), welche thm vor 9 Jahren im Tode voran- ging. Das Königliche Opernhaus verliert in ihm einen vielseitigen und pflichttreuensKunftley der nicht leicht zu ersesen sein dürfte. Auch die Königltckpe Hochschule für Mufik, woselbst er dramatischen Unterricht ertbeiltk, trifft mit seinem Tode ein herber Verlust. Als Mensch erfreute sich Franz Kroxop in Weitesten Kreisen großer Be- liebtheit. Seine Verdienstßwurden durcb mehrfache Verleihung von Ordenßauözeichnungen von seiten Verschiedene); Fürstlichkeitcn anerkannt.
Fräulein „Lindner ist am verganaenen Freitag am Stadt- Theater ixt LLipzig als „Jungfrau von Orleanö“ mit glänzendem Erfolg auigetreten.
Manuigfaltiges.
Das175jäbrige Bestehen der Garnisonkirche in der Neuen Friedrichstra 6 Wurde „gest'ern auf Allerböchsten Befkbl durch einen Festgottes ienst feterlxch begangen. Das Gotteshaus war mit Laubgewindcn xercb gkziert, und über dem Altar pranate die aus weißkn Blumen gebtxdete Zahl ,175“. Aus Anlaß der Jubelfeier waren bereits vor dem GotteSdiknst wexthvcüe Gaben überreicht worden. Ein Comikéz von OffizierSdamcn ftixtete eine neue kostbare Bekleiduna für Altar, Kanzel und Brüstung der Kaiserlichen Loge aus rotbem Stoff mit Stickerei in gelber Seide und hatte die altehrwürdigen Kandelaber, das Betpult und die vier Cborstühle auffrischen lassen. Die früheren Konfirmandinnen stifteten eine weiße Altardecke, auf die mit gelber Seide die Worte, gestickt find „Jesus Christus gestern, heui' und derselbe auch in Ewigkeit.“ Die Helferinnen der Kinder- scbule endlich schenkten ein Velum. Zum Festgottesdienst erschien im Allerhöchsten Auftrage der Chef des Milikär- kabinets, General yon Hahnke;_ ferner wvbnten demselben bei: der Gouverneur von Berlin, Graf von Wedel, der Kommandant von Berlin, General-Major von Naßmer, der kommandierende General des 111. Armee-Korps, General Von Ligniß, der General von Hart- mann und viele andere hohe Offiziere. AUe Ttyppentbeile der Garnison batten Abordnungen in Parade-Uniform ent1andt. Auch die
lo garde-Kompagnie und die Bezirks-Kommandos waren ertreten. Die usXk wurde yon der Kapelle des 2. Garde-Regiments 3. F. aus- eführt. Die Festpredigt hielt der Garnison-Pfarrer Goens übst salm 26, V. 8. In knapper Schilderung gab der Geistliche ein fesselndes Bild der Geichicbte der Kirche und der Entwickelung des Militärgottesdienstes überhaupt seit jener Zeit, da der Große Kurfürst seine Grenadiere unter den Linden des Friedhofs der Heiligengeist- Kirche zum Gottksdienst zu sammeln pflegte. Er erinnerte an die erste kleine Garnison-Kirche, die nach zwanzigjährigem Bestehkn durch die Explosion eines alten PulVLrthurmes mit der Garnisonschulc zxrstört wurde, und giyg dann spezieUer auf die Geschichte der jeßigen Kit_che ein, die s. L. die größte evangelische Kirche War, die seit der Rexormation in erlin gxbaut wvrden ist. Mit Gebet und Segen, gesprochen von dem Militar-Oberpfarrer Wölfmg, schloß die Feier.
Eine Vorführung des Rettungs- und Kranken- transport -Apparates 08: Berliner Unfallstationen. verstärkt durch Mannschaften der freiwilligen Sanitäts -K0- lonne „Berlin“ vpm Rothen Kreuz_ und Pflegerinnen dss „Zweigvereins Berlin' _des „Vaterlandischen FrauenvereinS“, fand gestern Mittag aus dem Brauerei-Grundstück des Herrn Hoflieferanten Julius Bößow, in der Prenzlauer Allee Nr. 242, vor etwa 200 geladenen Gästen stajt. Unter _den Anwesenden befanden sich Ihre Durchlauchten die Fürstin zu Hohenlohe und die
rinzessin Elisabeth zu Hohenlohe, der Präsident des Reichsbank- irekwriums, Wirklicher ebeimer Rath [)r. Ko , der General-Arzt ])r. GraSnick, der Polizei - Präsident von Wind eim, der Gensral-
- etär des „Rothen; Kreuze!“ 131“. Liebctt, -S .1)r. Pgua- wF und Andere. Direktor Schle ger, PoWi led des Kuratoriums der Berliner Unfallsl onen, schilderte 'xun (bft ein- ebend die Rettungseimichtungen, welcbe karauf durch eine Sanitäts- olonne und die oben enannien Pfle erinnert praktisch vexanscbau- licht wurden. Die dee der Ue uns war folgende: „In einem Gebäude hat eine Kesclexvlofion ftattgefunden, wobei die Innenräume, in denen sich eine ößere Anzahl Arbeiter befand ver- schüttet worden sind.“ Die euetwebr und die nächstbekegene Unfaustation wurden unverxü lieb alarmiert. AlSkann wurde 9 eigt, wie die Verunglückten aus i rer gefährlichen Lage zu befreien eien. Alsbald trafen von der Unfallstation der Krankenwagen, aus den übrigen Stationen das Leib und ilfspersonal, dekgleicben Mit- glieder der Sanitäts-Ko onne und flegerinnen, zu gleicher Zeit auch die übrigen 9 Krankenwagen ein. Im Ganzen waren 11 Aerzte und 40 Personen des Hilfspersonals, 10 Wagen mit je einem Kutsiber und einem Begleiter zur Stelle, wobei 10 Schwer- und 10 Leicht- verle ten Hilfe gebracht wurde. Die Uebung, Welche mit großer Ges windigkeit und Exaktheit außgeführt wurde, nahm etwa 10 Mi- nuten in Anspruch.
Der von dem „Deutschen Sport-Vexein“ im Landes- Aussteüungsvark auf dem Flats, wo fich ehedem der Tempel mit dem Pergamon-Panorama erbo , veranstaltete „001100111'8 11ij1 116“ wurde am Sonnabend und Sonntag Nachmittag bei hurZÖem FrühlingSMtter abgehalten, nachdem er am Freitag des heftigen Ge- witterregens wegen in leßter Stunde batte abgesagt werden müssen. Den interesanten sportlichen Vorführungen wvhnten an beiden Tagen Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzen Friedrich Heinrich und Joachim Albrecht sowie Seine Hoheit der Herzog Ernst Günther zu SchleSwig- Holstein bei. Es war dies die erste Veranstaltung des unter dem Vorßß Seiner Durchlaucht des Prinzen Aribert von Anhalt stehenden jungen Vereins. Die Konkurrenzen wurden am Sonnabend um 18 Uhr mit Wettbswerbunaen für Pferdehändler und Reitbahnbefiser eröffnet, worauf die herrschaftlichen Konkurrenzen, und zwar mit Herrenreiten, ihren Anfang nahmen; ein Wettbewerb yon Zwei- und Mebrspännern, theils von Herren, theils von Livréekutscbern gefahren, folgte. Konkurrenzen für öffenxlicbe und Lobnfuhrwerke, Vorführungen Von GeschäftSwagen und endlich sogar Von Automobilen 1chloffen das rogramm des ersten Tages ab. Der zweite Tag brachte, außer ähn ichen wie die oben- genannten Veranstaltungen, 018 auptnummer des Programms Kon- kurrenzen aktiver Offiziere, die i re Kampagne-Reijpferde vorführten. Besondere Aufmerksamkeit erregth 01111) die Wettbewerbe von Arbeitspfsrden, wexlche _in großer Anzahl und guter Verfassung zur Stelle waren. Die Srsger erhielten nacb Schluß der Vorführungen ihre ?lhrlanrcise aus der Hand Seiner Durchlaucht des Prinzen Aribert von n a . ?
Die Ausstellung .TranZvaal“ am Kurfürstendamm wird am Donnerstag, den 3. Juni, Nachmittags 5 Uhr, vor einem geladknen Fyblikum eröffnet werden. Die große TranSvaal-Karawane ist unter xttung 086 s. Z. nach Süd-Afrika entsandten 1)r. Obnefalsch-Richter bier eingetroffen. Außer einem reichen ethnographischen Material kamen mitdersklben ein €uglisch€r_Bergwerks-Jngenieur, ein Missionar nebst Faxmli-k. mehrere Boerensamilien und ca. 150 Eingeborene, Manner, anuen und Kinder, jbeils dém Stamm der Zulus, theils den'Hoitxntotten, Buschmännern, Matabele und den Baffuto ange- hörig, Öl,?! 0n._ Aus!) das von der Expedition mitgeführte Thier- maxerial ist 6111 jehr interessantes: Zebras, Strauße, Autilopkn, Trek- Sttere u. s. w. find in schönkn Exemplaren Vertreten und werden dazu beitragkn, dem Gefammtbilde noch einen besondere'n 7xotischen Reiz zu verleihen.
Breslau, 29. Mai. In der hkutigen Jahresversamm- lugg 'der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiff- brztchrger“ wurden der Jahresbericht und die Rechnungslegung er- ledigt sowie der Etat für 1897/98 festJseyt. Als Ort der nächsten Jahres- VUsammlung wurde Köln gewählt. er Vize-Präfident der französischen RettungSgesellscbaft Emil Robin winde zum Ebrenmit lied ernannt. - Die .Scblxstsche eitung' myldet aus Görliß: estern Nach- nxittag_ schlug ein 5 lis in den Fabrikscbornstein der Eisen- gießerei Von Kruschwitz 'm Olberswrf bsi Zwickau und zerstörte den oberén Theil des Schornsteins. Die herabsiürzendsn Trümmer schlugen durch das Dach und tödieten zwei Arbeiter.
Hamburg, 29. Mai. Der Besuch, welcher 350 Miiglikder des Bundesraths und des Reichsta es der Gartenbau- Ausstellung beute abstatteten, gestalkete fi , wie „W. T. B.“ be- ricbtkt, zu einem glänzenden Fit. Nach der Ankunft auf dem Aus- stqungsplaZ beFT-üßte Bürgermeister Mönckeberg die Festgäste, welcbe bterauf einen undgang durch die Ausstellung unternahmen. Bei dem Festdiner in der Haupthalle der Ausstellung hieß Bürgermeister MönckeberÉ die Gäste willkommen. Der Staatssekretär des Innern, taats-Ministsr Dr. von Boetticher dankte und pries die Ausstellun als Ein vaterländiscbes Werk aUerersten Ranges. Der Zwsite Vizc- Präfident des Reichstages Vr. Spahn brachte einen Trinkspruch auf den Arbeitéausschß aus. Nach dem Diner unjernabm di? ijellscbaft eine Fahrt auf der Elbe und stattete dem Schnelldampfsr dsr Packetfahrt - Aktiengesellschaft „Augusta
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Bichia“ einen WWU. «a:: 55:8 11:1“:- 6 "ckan da!“ ein . . „ in VKL d * „ 23" 'I???“ MYM IZKF WW... UZI“
wise nach Berlin an.
London. 29. Mai. Sechs Offiziere von “dem eit Bantry (Süd-Jrland) stationierten Kriegsschiff ““RE:-Zlin?! wood“ nzacbten am Donnerstag eine Bootfabrt in See. Man hat serizdixenkt nfiubtds von ihnen gehört und befürchtet, daß fie sämmtlick; e nen ,n . ,
Rom, 29. Mai. Gefiexn Abend 11 Uhr 40 Minuten wurde in Palaßcia, Prqvmz Lecce, em ftaxkes Erdbeben verspürt, das auch 111 Bark, Tirt'olo, Oppido Mamertina, Reggio diCa. [Jßxpxia-RMessZUÉiund Msi??? bedqbackSotxit wurde. In tici,
ta, om un ena regt r en te Zmo t l ' 11 der genannten Stunde Erdbeben. me er 8 mb a s zu
Rom, 29. Mai. De_r Schlosser Acciarito, welcher das Attentat gegen Seine Majefiat den König von Italien verübte, wurde von den G_eschworene„n in der heutigen Schlußverbandlung für schuldig erklart; der Gerichtshof verurtbeilie ihn zu lebensläng- licher ZwangSarbeit und Nebenstrafen.
, Pisa, 30. Mai. Bei eine; kirchlichen Feier, die gestern in der btyfigen Kathedrale veranstaltet wurde, entstand eine große Panik, de;: welcher mehrere Personen verun lückten. Die Feier galt der Ent- byllung uitd Ausstellung des nach 1) elen Jahren wieder öffentlich ge- zeigtep Bildes, das unter dem Namen „1186011110. 80660 ZU orZanj“ in Pisa „besonders boch verehrt wird. Die Vorbereitungen für bis Zeremonien, welche mehrere Tage dauern sollten, hatten eine groß“: Mxnscbenmen e bexbeigelvckt. Die Lokalbebörden, darunter der Bürger- metstxr, we] er_emen der zum Schrein mit dem Bildnis; ebörenden Schlussel nx Handen hatte, waren amvesend' mehrere BiJcböfe und zahlretcbe' Pilger aus den „benachbarten Sfadten wurden erwartet. Kurze Zeit „nach dem Vegmn der Feier fiel eine Kerze herab und entzundete elner) Dekorationßgkgenstand der Kirche. Es entstand eine furchthare Pamk in dem betreffenden Theile der Kirche, indem die zahlreiche Menschenmenge nach der nächsten Thür bindrän te. Das
euer wurde "alsbald anöfcbt; doch wurden bei dem Gedr nge neun
Ersonen getodtet. Die Zahl dar in das Hospital gebrachjen Verwundeten beträgt 21; die sonstigen Verwundeten warden iu lhre Wohnungen überführt. Von den in das Hospital Gebrachten. konnten 11 beute früh dasselbe verlassen; eine Person ist schwer, eine andere sehr schwer verwundet, die Uebrigen befinden s'1cb in der Beffe- rung. Der größte Theil der Todten und Verwv6det8n besteht aus
raum; 0116 gehören der Einwohnerschaft Von Pisa an. Die
gtbedrale wurde „sofort geschlossen. In der Stadt herrscht Be- stuxzung; die Feierlichkeiten wurden eingestellt. - Der Flügel-Adjutant“ SEMA; Majestat des Königs Von Italien übersandte im Namen Aserhochstdesselben deni Präfekten Von Pisa ein Telegramm, in Welchnemxr der schmerzl1chen Erregung dss Königs über das schwere: Ungluck ['n-der Kathedrale Ausdruck giebt und den Präfekten ersucht, den Famckten der Veru_nglückten das herzliche Beileid Seiner Majestät auIzu/prechen. Der Prafekt und der Stadtratl) veröffentlichen Bkkannt- machungen,'in denen sie die Bürger ersuchen, Ruhe zu beWabren. Akle öffentliche'n ergnügunaen find eingestellt. Für die Opfer der Katastrophe wird em feierliches Leichenhegängniß veranstaltet werden.
G e 13 t, 29. Mai. Das W a a r e n b a u s der großen sozialistischen Korporatw-Genoffenschaft „V 0 o r u it" ist durch eine F eu ers b ru nst 051119 zerstört worden. Die Waaren find sämmtlich verbrannt, aber niemand umgekommen oder verletzt.
. Chriitiania, 30. Mai. Die Stadt Namsos ist bkute Nach- mutag bei herrschendem starken Winde fast gänzlich ein Raub der Flammen gsworden. New-York, 29. Mai. Nach einer Depesche aus El Paso- del Norte iß der Rio Grande aus den Ufern getreien. (Gegen 500 Hauser sind zerstört und etWa 3000 Personen ihrer gesammten Habe beraubt wvrden.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Paris, 31. Mai. (W. T. B.) Den radikalen Blättern zufolge hat die Kommission der Deputirtenkammer, welche mit der Prüfung des mit Japan vereinbarten. HandelSvertrages bejraut war, den Vertrag für un: annehmbar erklärt, da derselbe für die Indußrie und die Schiffahrt Frankreichs geradezu verhängnißvoll werden könnte.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)
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Wetthr i 10011131. Mai.
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nicht gemeret.
hseitereé, thkeZFlunx Larisa“ Zitttterung Zu erwarten - orgsns. 11. 11 en an i 08 6 er ru ig, warm . . . und wolkenlos. Gewitter und Niederschlag werden Anfang 73 Uhr.
Deutsäyc SCLWQTTL.
Stationsn. Wind. W611?!"-
in 0 Celfius
Bar. auf 06517.
» u d Meeressp rcd. in Millim Temperatur 50C. : 4 9 R
Belmullet. . OSO bedeckt Aberdeen . . SSW Christiansund wolkig Kopenhagsn . beiter Stockholm . wolkenlos Kparanda . O wolkenlos Oskau . . . bedeckt
Coterueésns- R own . . . egen C crbour . wolki 8 Uhr. . 316. „g. . 63169 Schauspielhaus. ylt O wolkenlos der Irrungen- Qamburg . . wolkenlos Swinemünde beiter Nsufabrwasicr beiter Memcl . . . 763 Regen
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Ykünster. . . 762 wo enlos e r e "" ' Karlörube . . 762 wolkenlos Ma rubge. Wiesbadcn . 763 Münchkn . . 765 Chemnitz . . 765 Berlin . . . 765 wolkenlos Wisn . . . , 762 wolkenlos F
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Abonnement und 3 Akten von
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Schauspielhaus.
Breslau . . . 765 bedeckt
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Uebsrficht dsr Witterung.
Die Luftdruckverjbeilung isi gleichmäßiger gewyrden; die Depression im Westen bat fich verflacbt, wahrend Anfang 73 Uhr. das Hochdruck ebiet nacb Nord-Europa fortrvanderi M sodaß demnä ft Fortdauer der östlichen Winde b *
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Anfang 7? Uhr.
Eönigliüze Zrhauspiele. Dienstag: Opern- „ halb bed. baus. Auf Allerböchsten Befehl: Mit aufgehobenen: 3 Akten von Owen Hall
reservierten MFS.
uber. Text nach dem
vom OTreikZmeffvonTLYtJsteF; _ Int Kcenell ge'fixjtzt vom er- e eur ? a. irtgen: ape mei er
?Zaptistx: Herr Schubert, vom König- Die Geis
lichen Theater in Hannover, als Gast.) Anfang
'ti ck OM“? 7111136112; 6 u u m two: pernau. . oteun. :: e. Romantische Zauber-Oper in 4 Akten €von Albert MFM indeÜtsYtM " Lorßing. Text nach Fouqué's Erzählung frei be- Ye ' arbeitet. Tanz von Emil Graeb. 21an 71 Uhr. 74,
o
iétorisches Drama in 5 Aufzügen von William akespeare, übersetzt von
der Väbneueinricbtung “von ' m Dubelbäufer in Scene gesetzt vom Ober-Regiffeur Max Grube.
Dentsthes Theater. Dienstag: Freiwild.
ittwvch: Die versunkene OloEe. Donnerstag: Die Räuber.
Theater.
"Ut“ Fortfal] der permanent Der Maurer. Komische Oper in Anfang 73 Uhr.
ranzöskskhen Die Geisha.
ha.
Lus viel in 3 Aufzügen von Dienstag: Madame Mongodiu. William Shakespeare.
Scene ge eßt vom Ober- egiffeur
Uhr.
148. Vorstellung. riolau.
legel und Tieck. Nach
Direktion :
Berliner Theater. “Dienstag:
Mitthh: Die Maschinenbauer. - _ Donnerstag: Die Maschinenbauer. “;.
Ce - T eajer. Dienstag: Ferenx'z-Wnsemlkjles. Die Geiöha. oder: Eine Verlobt: Miß Lily Thornton mit Hrn. Neat- japanische Theehaus-Gesthichte.
. Musik von Sidney Jones. Deutsch von C. M. Roche und Julius Freund.
Mittwoch: Gastspiel des Ferenczy - Ensembles. Donnerstag: Gastspiel des Ferenczy - Ensembles.
Refidenz-Theater. Direktion: SigmundLauten- 147. Vorstellung. Die Komödie burg. Abschieds-Cyclus der Direkjion Laufenburg.
ür die Bühne eingerichtet 3 Akten yon Ernest Blum und Raoul Tocbé. Deutsch von Karl von oltei. In Scene gesetzt vom Ober- von Emil Neumann. Anfang 7x Uhr.
Re iffeur Max rube.- Der eingebildete'Krauke. Lu tspiel in ZAufzügen von Jean Baptiste Moliöre, godin. der Wolf Graf Bauden'schen
"Mittwoch und folgende Tage: Madame Mou-
Keues Thextter. Schiffbanetdamm 4a./5. Direktion: Sigmund Lautenbmg. Dienstag: Trilöy. George M
„ von manuel ene gesetzt von Sigmund Lautenburg. Anfang von
Mitth und folgende Tage: Trust).
'VW-Theater. Dienstag, Abends 8 Uhr: Bauernehre. - Der eingebildete Oranke. MittWck), Abends 8 Uhr: Madame Bouibard.
Theater Kater den fmdmgéebrenftt. 5257. ins . ' st : er ZigeunerkarM OMX: 3 AM,“?mcb einer
' „ Erzählung M. Jökai's, von J. Schni er. Mufik Renaissance von Johann Strauß. Anfang 76 Uhr. J Mittwoch: Der Zigeunerbaron.
Gastspiel des FUMUien-Nachrichten.
Dietrich von Hagen (Meran-Bernbur ). - Frl.
Operette in elene von Waßdorf mit rn. Sew ieut. Max“
offmann von Waldau (S önfeld-Bernstadt), 7- rl. Gertrud immermann mit Hrn. Lieut. (€th von Collani ( erlin).
Verehelicbt: Hr.Tbeod0r von Rekowsw mit kl.. Ida Kolbenacb (Hirschberg i. Schl.) - Hr. ?" richts-Asseffor Dr, _jur. Rudolf Hassenpflug mtt' Frl. Frieda Kuhn (Beuthen O.-S.).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Konsistorial- A effor Nentwig (Breslau). - Hrn. von Unruh» (. [.aMünche). - Hrn. rem.-Lieut. Tre elt (Magdeburg). -- Hrn. O erlebrer 1)r. Göt ck)- mann (Breslau). - Hrn. Bürgermeister H.. Grobben (Aldekerk). - Eine Tochter: Hrn. Fritz Frbrn. von Efebeck (Stadtgut Raudten b.
audten i. chl.). _
Gestorben: Y. Landgerichts-Prafident, Geheime Ober-Justiz- atb Adelheid Ser, Leb. Ende TYotsdam). _ Hr. Oberst-Lieut. Ludw Schals
Schwank in
l' .- . aftor 0111. Umut Swe);- asTtrtsmYScXJ-ZJolzéReinNeudorf)?“_ r. Louise Portbeim( erlinZ.ck-,-)-
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Lederer. In Portbeim, geb. von
Hr. Gymnasial-Direktor Dr. C. Balm (Trat
Verantwortlicher Redakteur: Siemenrojh in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags“- Anstalt Berlin IN., Wi elmftraße Nr. 32.
Neun Beilagen (einschließlich Börsen-Veilage).
oa" _ ' amen “ welcbe niÖt-in Hamburg blieben, traten kurz nach'9 Uhr die Rück:
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Erste Beilage
Berlin, Montag, den 31. Mai
Berilhte von deutschen Fruchtmärkteu.
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137201 13,70 Breslau . . . 12,20 12,40 , 12,60 13,00 ; 13,40 Neuß . - - „ - - 3 11,80
. Z. . . ' ' ' ' . * ' . . ' ' ' ' . . TY
Roggen.
SU-
15,50 16,10 15,80 14,70 16,20 16,30 19,00 16,77 17,00 15,10 15,00 15,50 16,76 17,60 17,00 13,80 16,20 16,30
11,00 11,50 11,80 12,00
12,20 12,25 11,50 14,30 14,70 14,64 11,86 12,00 12,00 11,50 13,50
11?0 11,50
| 6. 12,50 12,00
12750 . . . 14,00 14,00 14,00 .
e r. 13,60 136 13,60 14,00 13,20 416 12,60 12,40 14,80 . . . . 13,40 555 13,21 13,06 13,20 390 13,00 12,95 12,60 . . . .
13,80 14,00 . . . . 12,80 293 12,74 12,36 19,00 38 733 17,34 17,38 19,31 770 17,91 17,10 17,20 930 16,53 16,10
13,30 . . . 14,80 . . . 14,50 . . . . 14,00 75 1025 13,67 13,86 . . 15,60 193 2876 14,90 14,62 . . 15,00 9 135 15,00 14,55 . 13,70 . . . .
13,50 . . . .
12,80 20 255 12,75 12,74
Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswertb auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durab-
kcbnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.
Ein liegender Strich H;) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist; ein
Punkt ( .) in den leßten sechs
Preußischer Landtag. H e r r e n h a u s. 19. Sißung vom 28. Mai 1897.
“(Aus Nr.1250.Bl. in berichtigter Form wiederholt.)
Die Berathung des StaatHhaushaltß-Etats für 1897/98 wird beim Etat der Iust1zverwaltung fortgeseßt.
Bei den Einnahmen gtebt H ld bi E
- " iter Struckmann- i 66 cm zur rwägung
anbeiQméesbBtFir terxitretefReduktion der zu hohen Gebührentarife angezeigt sei. Die Steigerung der Einnahmen sei _nicht durch eine Zunahme der Gescbä :, sondern durch die neue Gebuhrenordnung vo"n 1895 zu erklären. Tach derselben hätten fich auch die Notariathebubren nach den Gerichtögebübren zu richten. Besonders bart sei die rovinz Hannover von der neuen Regelung betro en worden. Iedenfa 6 habe das neue Gerichtskosten esetz für die st dtiscben und ländlichen Ge- Zneinden ieine ungetznin ??)?Ze ?lebelastqué szanLl enxxsTrFsttxßbe as 5 k u a te en gegen der 53115771 f THAI der freiwilligen Gericétsbarkeit. Das ei eine sebr bedenkliche Wirkung des neuen Geseßes.
Justiz-Minister Schönstedt: "
Meine Herren! Auf die Anregung des Herrn Ober-Vurger- MÜsters Struckmann kann ich zunächst die Erklärung abgeben, daß die
alten, daß entsprechender Bericht fehlt.
Königliche Staatßregierung und insbesondere die Justizverwaltung die Wirksamkeit des neuen Kostengeseses mit der größten Aufmerksamkeit zu verfolgen bestrebt ist und zwar speziell auch nach der Richtung hin, um fich ein Urtbeil schaffen zu können, ob die in dem Kostengeseß vorgesehenen Gebühren über das Maß des Villigen und Rothwendigen binaußgeben. Die von Herrn Ober-Bürgermeister Struckmann vor- gebrachten Zahlen, soweit fie Einzelfälle betreffen, bin ich selbstverständlich zu kontrolieren nicht in der Lage gewesen, ich habe aber nicht den geringsten Zweifel, daß alle diese Zahlen richtig find. Es find auch wohl ähnliche Berechnungen schon aufgestellt bei der Beratbung des Kostengeseßes selbst; es bedurfte dabei nur einer einfachen Vergleichung der früheren Tarife mit dem des vorgelegten Geseßentwurfs, um zu diesem Resultate zu gelangen. Es ist auch bei der Beratbung des Geseßes niemand darüber im Zweifel gewesen, daß dasselbe nach oben hin eine Erhöhung der Kosten zu Lasten des rechtsuchenden Publikums zur Folge haben würde; nichts desto weniger haben beide Häuser des Landtages mit den Grundprinzipien des Gesetzes fich einverstanden erklärt, und dasselbe ist mit nicht sehr erheblichen Aenderungen im Großen und Ganzen auch Ihrerseits ge'ncbmigt
worden. Das; die jeßige Kostenböbe auf dem Gebiete der nicht streitenden
1897.
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Gerichtsbarkeit zu vielen Beschwerden Anlaß giebt, wird an und für fich keinem Zweifel unterliegen; daß diese Empfindung in der Provinz Hannover lebhafter beroortritt wie anderswo, dafür hat Herr Ober- Bürgermeister Struckmann bereits eine Erklärung gegeben; fie liegt darin, daß bis zum Erlaß dieses Geseyes nail) den in der Provinz Hannover geltenden alten Sportelordnungen die Gebühren fur Akte der freiwiUigen Gerichtsbarkeit ganz erheblich niedrtger waren, als'in den alten Provinzen, daß fie insbesondere scho'n sehr bald eine Maximalgrenze erreichten, Die höchste Gebühr, die in der Provinz Hannover für Akte der freiwiüigen Gerichtsbarkett exboben werden konnte, betrug nur 30 „46, sie war bereits erreicht bei Objekten von 27-30 000 «M
* Noch eine weitere, in den alten Provinzen nicht gekannte Er- leichterung für die Eingeseffenen der Provinz Hannover, lag darm, daß nicht unterschieden Wurde zwischen ein- und zwusetttgexx Ge- schäften. Auch nach dieser Richtung bin hat die neue Gebubren- ordnung, welche eine gleiche Behandlung der Sachen im ganzen Um- fange der Monarchie berbeiführte, fich in der Provinz Hannover be- sonders fühlbar machen müssen, indem auch dort ein zweiseitiger Akt jetzt dopyelt so hoch karifiert wird wie ein einseitiger. , Wenn Herr Ober-Bürgermeister Struckmann noch besonders bm- gewiesen hat auf die sehr hohen Sätze für Erb- und Uebertragsvertrßge, so wirkt noch ein anderer Umstand dabei mit, nämlich der, daß nach einer Entscheidung des Kammergerichts, des höchsten Gerichtshofes in Kosten- fachen, Erb- und Uebertragsverträge doppelt besteuert werden, nämlich einmal als UebertragsVLrträge, und dann auch 1101!) als letzt- willige Verfügungen, als Testamente, sodaß jeßt im Bezirk des Ober- Landesgerichts Celle der vierfache Sat; desjenigen, was früher zu zahlen war, herauskommen kann.
Meine Herren, ich gebe vollkommen zu, daß derartige Dinge nicht angenehm berühren und vielfach schmerzlich empfunden werden; 0nd6rer- seits Werden wir aber nicht vergessen dürfen, daß bei dM niedrigen Objekten dieses Geseß im allgemeinen erhebliche Erleichterungen g-e- bracht hat, daß besonders auf dem Gebiet des Jmmobiliarverkebrs fur kleinere Objekte die Säße nicht unerheblich beruntergeseßt find. Es ist von Vornherein, namentlich auch von seiten des Herrn Finanz- Ministers der Grundsaß scharf auSgesprockxen, daß die Neuregelung der Gerichtskosten auf diesem Gebiet nicht zu einer Verminderung der StaatSeinnabmen führen dürfe, UNd deshalb für die Herabsetzung der Kosten nach unten ein Au9gleich gefunden werden müffe in der E7- böhung der Kosten nach oben. Daß dieser Gesichtspunkt fich a*uch'm der Praxis als berechtigt erw'iesen hat, dafür darf ich mich berufen auf den Bericht eines Ober-LandeSgerichts-Präfidenten, der besonders hervorhebt, daß in seinem Bezirk - es ist der Bezirk Kiel - dLe Kosteneinnahme für die kleinen Objekte in der freiwiüigen Gerichtsbarkeit seit dem Inkrafttreten des neuen Gessßes abgenommen habe, daß aber dieser Ausfal] in den höheren Einnahmen für größere Objekt? seinen Ersaxz finde.
Betreffs der Ehe- und Uebergabeverträge erlaube ich mir noch zu bemerken, daß der Erhöhung der Kosten für diese Verträge auf der anderen Seite eine Erleichterung gegenübersteht, indem für Um- schreibungen don Grundstücken auf Grund solcher Verträge nur die Hälfte der Kosten gezahlt wird, die sonst für Auflaffungen zu zahlen wären.
Was speziell die Gcstaltung der Verbältniffe im Bezirk Hildes- heim betrifft, so hat der Herr Ober-Bürgermeister Struckmann vvr- gestern, wo d€r Justiz-Ciat schon zur Verhandlung kommen sollte, mir Mittheilung davon gemacht, daß er die Verhältniss des dortigen Amtsgerichts zur Sprache bringen Wkkde, und ich bin deshalb in der Lage gervesen, mir Auskunft von dem aufsichtfübrcnden Richtkr in Hildesheim darüber zu verschaffen, wie thatsächlich fick) die Ver- bälfniffe dort gestaltet haben. Die Uebexficht ist heute Morgen ein- gggangen, Dio: Zahlen decken fich nicht mit denen des Herrn Ober“. Bürgermeisters Struckmann, dée“ (mH deshalb nicht ganz maßgebend waren, weil, wenn ich richtig verstanden habe, fie fick) 11icht 0561“ das ganze Jahr, sondern nur über den Zeitraum vom 1. Novembcr bis 1. April erstreckten. Mir liegen hier die Uebcrfichtkn dsr Einnahme der Gerichtskaffe in Hildesheim für die Etatsjahre 1893/94 bis 1896/97 vor, und daraus ergiebt fick), das; die gesammte Jft-Ein- nahme an Gerichtskosten, dc'r streitigcn wie dcr freiwillige'n GerickotS- barkeit einschlikßlicb der Stempsl, die im Jahre 1894/95. dcm [DZTM Jahre unter der Herrschaft des alten Gkseßes, 191 558 „48 1117711961: Jahre 1896/97, dem ersten Jahre, in dem das ncue Goscy zur VOÜTU G1!- tung gelangt ist, - in dem dazwischcn [irgendkn Zadrc galt zur Hälfte das alte, zur andern Hälfte das ncuc Gcscx: _ fich auf 255566 846 erhöht hat, also im Ganzkn um ctwa 64 000 41. Diese Zahl, die sehr boch klingt, verliert aber wcfcntlick) an Bedeutung, wenn man zugleich erwägt, Worauf diesc chbrcinnabmc bcrubt; denn aus den Weiteren mir mitgribe'iltcn Zahlen ergiebt fich, daß in dem gleichen Zsitraum die darin cntbaltenc Stempclcinnahmc sich von 37 777 541. auf 72 314 .41» Erhöht hat, also um annähernd 34000 ck., die von der gcnanntsn Mchrcinnabme abzuziehen find. Die Erhöhung der Stcmpeleimmhme hat ja mit den Gerichtskosten an fich nichts zu thun.
In dem Schreiben des auffiebtfübrcndcn Richters wird weiter gefaßt, daß die Erhöhung allerdings im wxscmlicbe'n zurückzuführen sei auf die Einnahme in der freiwilligen Gerickyisbarkc'it, we'il' die Prozesse beim Amtsgericht und beim Landgerickot Hilchbcim sich im Ganzen auf derselben Höbe gehalten haben; aber er 5151 zuglri-z hervor, daß in der Stadt Hildesbcim cine rsgc Bautbätigkcit und Spekulationskäufe von Grundstücken stattgefunden hätte, die fort- gesetzt zu solchen Einnabmestcigctungen führten, und das: auch im Landbezirke gesteigerte Umsaßverbältniffe wahrzuncbmcn gcwcscn seien. Auffallend boch gcgen frühere Jahre kann übrigens dtcfc Wbt- einnahmc an Kosten kaum crscbeincn; denn auch schon untkt der Herrschaft des alten Kosteugescvcs haben :. V. die' Mehreinnahmen vom Jahre 1894 auf 1895 im Amtsbezirk Hilde'kbc'im ("noa
13 000 .“ betragen. Gcgenwärtig licgcn dic Abschlüsse über die ge-
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