1897 / 149 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 28 Jun 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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§ 7. Das Aufgebot und die KraftloSerklätun verlorener oder ver- nichteter Anleibescbeine erfolgt nach VorschrFft der 838 ff. der ivilvrozeßordnuna für das Deutsche Reich vom_ 30. amm 1877 .oG.-B. S. 83) bezw. nach § 20 des AusfuhrungSgese es zur YYY" Zivilprozeßordnung vom 24. März 1879 _ Gesey- mml.

Zinsscheine und Anweisungen können weder aufgeboten noch für kraftlos erklärt werden. Doch kann nach kxeu_1_Ermeffen der _Kommjsfiyn demjenigen, weleher vor Ablauf _der vterxahriZen Periabrungsfrrft 3) den Verlust eines Zinsscbetns bet der ommtsfion anmeldet und bescheinigt, der Betrag des Zinsschetns._ wenn lehterer bis um Ablaufs der Verjährungsfrist mcbt präsenstert worken rst, nach Ablauf derselben ausgezahlt werden.8

Für die Sicherheit der außgegebenen_Anleibescheine und deren Zinsen haften in erster Reihe die der Provmzial-Htlfskaffe gehörtgen auf Grund des oben bezeirbneten Reglements erworbenen Darlebns- forderunaen, der Reservefonds und das StamZUVermöaen der Pro- vinzial-Hilfskasse, demnächst aber auch das ubrtge Vermögen des Provinzralverbandes.

§ 9. Der Provinzial-Ausschuß überwacht die Befolgung der vorstehenden V orschriften.

(Muster zu den Anleihescheinen des Provinzicxlverhandes der Promax Ostpreußen für Zwecke der Provrnztal-Hrlfskaffe.) Anleihsschein

d e s _ Provi nzialVerbandes der Provxnz Ostpreußen für Zwecke der Provinzral-Htlfskaffe. Wappen der Provinz.)

17111. AuGgabe, Vnchstabe ...... , Nr ..... Über ........ Mark.

Der ProvinzialVerband der Provinz Ostpreußen verychulder dem Inhaber dieses Anxeihescheins ........... Mark, verzinslrch zu . . . Prozent jährltcb. _

Diese Darlehnsscbuld rst auf Grund des Beschlusses des 21. Osr- preußischen Provinzial-Landtages vom 23. Februar 1897 aufgenommen worden. _

Die umseitig abgedruckten Bedingungen finden ans fie An- Wendung.

Könégsberg, den . . ten ........ 18 _ _ __ Kommisfion für die Verwaltung der Provrnz_tal-Htlfska71e. (Stempel.) (Unterscbrtftenh

Landeshauvtmann. Mttglted. Cingejragen in das Register, Blatt ..... Der Konjxolheamte. (Unter]chrrft.)

(Muster zu den Zinsscheinen.) ProvinzOstpreußen. _ _ Erster (bis zwanzigster) Zinsschein . te Rethe zum_ Anlethe- scheine des Provinzialverbandes der Prhvtnz Ostpreußen fur Zwecke der Provinzial-Hrlfskaffe. __ 17111. Außgabe, Buchstabe . . . . Nr ..... _. . aver ..... Mark zu ....... Prozenj Zrnsen _ über .......... Mark . . . . Ps.

Der Inhaber dieses Zinsscheins empfängt gegen deffen Rückgabe am . „ten 18 . . und späterhin dre Ztnsen des vor- benannten Anleihescheins für das Halbjahr Vom . . . . . . ._brs ........ mit (in Buchstaben) . . ._ . . . Mark . . Psenmgen bei der Landcs-Hau tkaffe für *die Provxnz Ostpreußen m Komgsberg Und den öffentlich ekannt gemachten Einlösungsftellen.

Königsber , den . „ten ........ 18 . „_ _ _ _ __

Kommis um für die Verwaltung der Prohmzral-Hrlxskane.

(Stempel.) (Fakfimile der Unterschriften.)

Landeshauptmann. Mitglied. Der Kontrolbeamtc.

(Faksimile der Unterfchrift.)_ __ Dieser Zinsschein ist ungültig, xvenn keffen Geldbetrag mcht bre: zum 31. Dezember . . . . erhoben wtrd.

(Muster zu den Anweisungen.)

Provinz Ostvreußen. _ Annoeisung zu_r_n Anleiheschem es Provinzialverbandes der Provinx Ostpreußen xür Zwecke der Provmzxal- Hilfskaffe. _ 17111. Außgahe, Buchstahe . . . . Nr. . . .. uber ..... Mark zu ....... Prozent ijen.

Der Inhaber dieser AnWeisung empfängt gegen derenNhckthe zu dem bezeichneten Anleihescbeine die . . . „te Rethe Ztn91chetne fur die 10 Jahre 19 . . bis 19 .. bei der Landes-Hauptkaffe fur dre Provinz Ostpreußen in Königsberg. sofern von dem Inhaber des Anleihescheins nicht rechtzeitig Widerspruch erhoben 1st.

Königsber , den . „ten ........ 18 . ._ _ _ _ "

Kommifséon fiir die Verwaltung der Provmzml-anskane.

(Stempel.) (Fakfimile ker Unterscbrrften.)_

Landeshauptmann. Mitglied. Der Kontrolbeamte.

(Unterschrift.)_ _ Anmerkung: Jede Anweisung ist mit der ergenhandtgen Unter- schrift eines Kontrolbeamten zu versehen.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenherten.

Bekanntmachung.

Der Magistrat der Stadt Barcelona hat nach den hierher gelangten Mit eilungen unter dem 17. Mq1_d. I. einen Preis von 20 Pesetas für das beste Ortgtnal- werk über spanische Archäologie ausZeschrteben, _

Zu elaffen werden handxchriftlzche oder gedrnckte therten sowohl panischer als auch ausländ1scher Autoren _m _[atermschen kastiliantscher, katalonischer, französrsxher, ttnltemscher oder portugiesischer Sprache. Dieselben_muffen nut etnetn Morro versehen und von einem verschlohenen Kunert beglertet sem, welches außen das _Zleiche Motto trägt und mnen den Namen und Wohnort des erfaffers enthält.

Die BewerbunJSarbeiten find bis zum 23. Oktober 1901, Mittags um 12 Uhr, auf dem Sekretari_at des Magtstrats- Kollegiums zu Barcelona _abzugeben. Dre Zuerkennung des Preises erfolgt am 23. April 1902. _ _ _

Die werteten Bestimmungen fur dze Prersbewerbung werden diesseits auf schriftliche Anfrage mrtgethexlt werden.

Berlin, den 22 Zum 1897.

Der Minister _ _ _ der geistlichen, Unterrichts- und Medtzmal-Angelegenhetten. Im Auftrage:

Althoff.

Der praktische N t _l)r. mec]. T_ethlefjen in Friedrich- stadt ist zum Kreis:» ftkns des Beztrks Fnedrtchstadt, Ktn: SchleSwig, ernannt worden.

Königliche Friedrich-Wilhelms-Universttat.

Bekanntmachung. Das von dem hiefigen verstorbenen Rentier Simson Simon geftifjete Stipendium von jährltch_1200 „46 soll für das Jahr 1. April 1897/98 von neuem verlrehen werden. Nach den testamentarischen Besttmmungen muß der Bewerber zur Erlangung des Sttyxnptums: _ 1) in Preußen geboren und [udts en Glaubens sem, 2) mit einem unbedingt guten euTmß der Retfe von einem hiesigen Gymnafinm ahgegangen un _ _ 8) auf hiesiger Unxverfitat als Studierender der Medtzm immatrikuliert sem, sonne _ _ _ 4) ein Zeugnis; seiner Vedurfttgkert _vorlegen. Außerdem muß derselbe, vom Begmn des_2. Semesters seines Studiums ab, bei Erhebung des Sttpendmms,_welches in oierteljährlichen Raten pränumerando _gezahlt wrrd, m jedem Semester ein Fleiß: und Sittenzeugtnß vorlegen. _ Bewerbungen find schriftlich unter Verfugung der Zeugmffe bis zum 15. Juli d. I. bei uns emzuretchen. Berlin, den 22. Juni 1897._ _

Königliches Universrtäts-Kuratormm. Brunner. Daude.

Ministerium für Landwi_rthschaft, Domänen und Forsten.

Der Thierarzt Knud Nissen zu usum _ift urn König- lichen Kreis-Thierarzt ernannt und dem elben dre rets-Thter- arztstelle für den Kreis Hmum ubertragen worden,

Ministerium des Innern.

Tem Landrath Grafen von Wartensleben ist das LandrathSamt im Kreise Wirfiß ubertragen worden.

Angekommen: Seine Excelienz der General:Auditeur der Armee, Wirk- liche Geheime Rath Ittenbach, aus Karlsbad; der Ministeriab-Direktor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Wirkliche Geheime Ober-Regierungs-Rath 131“. Micke, aus der Provinz Heffen-Naffau.

Abgereist':

der Präsident des Kaiserlichen Patentamts, Wirkliche Geheime Ober-RegierungS-Rath von Huber, nach Txrol.

Yiehtamtlichez. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 28. Juni.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten am Sonnabend Vormittag auf der ahrt an _Bord der_Yacht „Hohen- zollern“ von Brunsbüttel na Kiel dre Vortrage des Chefs des Militärkabinets, Generals von Hahnke und des Chefs des Zivilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths ])1'. von Lueanus. Nachmittags, nach der Ankunft in Krel, welche gegen 0 Uhr erfolgte, empfingen Seine Majestät den deutschen Botschafter in Rom von Bülow. _

Gestern Morgen hielten Seine Majestät an _Bord den Gottesdienst ab und statteten dann Semer ngestät hem König der Belgier anf der Yacht „Clementme“ emen Be1uch ab. Abends fand an Bord ©. M. Yacht „Hohenonern“ znr Feier des Jubiläums Ihrer Ma1estät_der Korngtn Vrctorta von Großbritannien und Irland ein großeres Dmer statt.

hre Majestät die Kaiserin und Königin trafen am sonnabend Nachmittag von Grünholz in Kiel em und begaben Sich an Bord S. M. Yacht „Hohenzoklern“, Gestern empfingen Ihre Majestät dortselvrt den Be1uch Sexner Maxenat des Königs der Belgier.

Der BundeSrath versammelte fich _heute. zu einer Plenarsißung. Vorher beriethen die veremrgten Auhschuffe für Handel und Verkehr und für Rechnungézwefen,_ dre 12er- einigten Ausschüsse für anhel nnd Verkehr und fur qutrz; wesen, sowie der Ausschu fur dre Verfassung.

Nach telegraphischem Bericht aus Kapstadt wird arn 1. Juli d. I. ein neuer Zolltarif des Südafrxkant- schen Zollvereins in Kraft treten.

Der hiesige Königlich rumänische Gesandte A. Beldiman hat Berlin mn Urlaub verlassen. Während semer Abwesen- heit fungiert der Legations-Rath Cucrurano als Geschaxts- träger.

Der Bevollmächtigte zum Bundeßrrrth, _GroßherzogliY badische Ministerial-Direktor Scherer 111 mu Urlaub na Baden-Baden abgereist.

Die R ierungs- Referendare von einsberg nus Breslau, rerherr von Mal ahn aus Luneburg, 131“. zur. Dyckerho f aus Wiesbaden, r.]nr. von Schonebeck aus Köln und Gols aus Potsdam haben hie werte Staats- prüfung für den höheren Verwaltungsdienn be anden.

Kiel, 26. Irmi. Ihre Majestät die Kaiserin _und Königin traf, wie „W. T. B.“ berichtet, heute Nachmittag 31/ Uhr hier ein. Zum Empfanéze war am Bahnhof der Ho :Marschall Freiherr von Se endorff erschrenen. Auf der Fahrt durch die festlich geschmü_ck_ten Strqßen der Stadt nach dem Schlosse wurde Ihre Majenat von emer zahlretchen Menschenmenge enthusiastißh begrußt. _Vald darauf kam Seine Kaiserliche und Konigljche Hohen der Kronprinz

5 Uhr lick die Yacht „Hohenzoüern“ mit Seiner Majestät dem Kai

Kanal in den hießY

er und „König an Bord aus dem Kaiser Wilhelm- afen ein. Als_ dre Kaiser- liche Standarte fich r wurde, gab_ dre auf der Rhede liegende Kriegsfiotte den Kmser : Calut ab, während die Mannschaften auf Deck Paradeaufftellung nahmen. Als fich die Rauchwolken verzogen hatten, wurde die „Hohen ollern“ im inneren „Hafen fichtbar undUZtng gegn)- über der arinxAkademie vor Anker, _Ihre a1e_sté_it _dre Kaiserin und Königin und Seine Kaiserliche und Komglrche Hoheit der Kronprinz beobachteten vom Balkon auß das Em- laufen der Kaiserlichen Yacht. Bald darauf verlteßen Ihre Majestät und der Kronprinz das Schloß und begaben Steh mittels Dampfpinaffe an Bord der „Hohenzollern“. Tansende standen in dcr Waffer-Mlec und braunen Ihrer Ma_[e_stat der Kaiserin und dem Kronprinzen enthußasnsche Hu dtgungen dar. _ Der deutsche Borschaster am ttaltemschen Hofe von Bülow traf heute Nachmittag hier ein und beaah fich al_sba_ld an Bord der „Hohenzollern“, woselbst er von Serner Majestat dem Kaiser empfangen wurde. Später nahm der_Botschafter an dem Diner bei Ihren Majeßäten the11._ _ Dre Lustyacht „Lensahn“, mit Seiner Königltchen Hohen dern Erbgroß- herzog von Oldenburg an Bord,i1t hier em etroffen. _ _ 27. Juni. Heute früh 71/2 Uhr 1raf_, na dem Berzcht des „W.T.B.“, Seine Majestät der Konrg derBelgrer an Bord seiner 5 acht „Clementine“ hier ein und wurde rnit Salut begrüßt. m Laufe des Vormittags empfing der König der Velqier den kommandierenden Admiral, _Adnnral von Knorr, den CheF der Marinestation der Ostsee, AdmiralKoester, und_dcn Chef des Geschwaders, Vize-Admiral Thomsen. _ Setne Majestät der Kaiser hielt heute Vormittag 91/2 Uhr an Bord der Yacht „Hohenzollern“ den _Gottesoienst_ ab und empfing später den Besuch Seiner Majestät des Konigs _der Belgier. Um 111/2 Uhr begahen Stck) Ihre Maxeßaten der Kaiser und die Kaisertn mrt dem Kronprmzen an Bord der Kaiserlrchen Renn : Yacht „Meteor“, um an der See-Regatta rheilzunehmen. Auch der Kömg der Belgier begab sich anf der Yacht „Clemennne“ zu dem Wettsegeln. _ Nachmittag um 81/2 Uhr trafen der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe nnd der_ groß: britannische Botschafter Sir Frank LaScelles __mtt _dem Personal der Botschaft hier ern. _ Auf 1ammtltchen Schiffen im Hafen ist die englische Flagge tm Grhßtopp _gehtßt. _ Ihre Majestäten der Kaiser un_d dre Karserin kehrten um 6 Uhr von der Regatta zuruck. Eßne S_tunde später fand an Bord der Yacht „Hohenzoüern“ e1n_großeres Diner statt. An demselben nahmen the1l: Ihre Majejtaten der Kaiser und die Kaiserin, der KönZg her Belgrer, _der Rexel)?- kanzler Fürst zu Hohenlohe, der großbrrtannnche Botjchafter Srr Frank" LaSccllch Wwie die Mitgjreder der Botschaft, der deutsche Botschafter in Rom von Bülow, der deutsche_(Hesandte_1n Kopenhagen von Kiderlen-Waechter, der Wirkliche Gehetme Lber-RegierungS-Rarh Freiherr von Wilmowsxr, dre Adrnrrale sowie die Befißer der bei den Regatten anwe1enden engxtschen Yachten. Während der Tafel erhob Sirh _Seine Ma_xe!_tat der Kaiser, begrüßte zunächst Seine Maxestat _den Komg der Beigier und kündigte an, daß der Köntg 5113 §__l11TS der Deutschen Marine gesteUt sei. Sodann erinnerte Aherhqchftderfelbe an das IubiläuthrerMajestätderKÖnigmVictortaundschlqß dcn Trinkwruch mit einem dreifachen „Hurrah“ auf dte Königin, Währenddessen gab die Kriegeslotte einen Salux ah. Seine Majestät der König der Belgier dankteSemer Ma1eftat dem Kaiser und brachte auf Allerhöchstdeffen Gesundheit ein Hoch aus. Während der Anwesenheit des Konigs Leopold wehte neben der Kaiser-Standarte die belgische Flagge auf der Kaiser- lichen Yacht. _ Seine Kaiserliche und Königliche Hohen der Kronprinz ist heute Abend 6 Uhr 10 Minuten nach Plon ab ereist. _

g _ 28. Juni. Seine Majestät der Kaiser begab Sich heute früh 7 Uhr an Bord der Kaiserlichen _Renn-Yacht „Meteor“, um an der Se el=Regatta nach Eckernfhrde_thetlzn: nehmen. ZU derselben Zeit fuhr Ihre _ Maxestnt dre Kais e rin nach Bellevue nnd unternahm emen Spaztergang im Düsternbrooker Walde. Ge en 9 Uhr gtng sodann dte „Hohenzollern“, nachdem Ihre ajeftät_ “Sich wreder an Bord begeben hatte, den Yachten folgend, m See und wrrd vor: aussichtlich heute Abend bei Eckernforde ankern.

Sachsen.

Ihre Majestäten der König nnd die KöniJin haben sich, wie das „Dresdener Journal“ meldet, am Sonnabend Nachmittag nach Pillniy begeben, wohm das .qulqger verlegt worden ist. (Hlerchzeing hat auch Ihre .meglrche Hohen die Herzogin-Mntter von (Henna, Hochstnzelche seit dem 19. Juni zum Bemck) Ihrer Majestäten am Korng- 1ichen Hofe weilt, in Pillnis Wohnung genommen.

Elsaß-Lothriugeu.

Die Nr, 12 des „Gese blattes für Elsaß-Lothringen“ veröffentlicht das Stempelge eh, das Geseß, betreffend dre Registrierun sabgaben für dre Uebertragung von Apotheken und von Kuxen owie die Erbschaftssteuer von Kuxen, und_das Geses, betreffend die RechtSverhältniffe d_er Gerzchtßvollzreher und die Errichtung einer Penfionskaffe fur (Herrchtsvollzteher und deren Hinterbliebene.

Oefterreich:ngarn.

Der König von Siam hat am Sonnabend Wien _ver- laffen und src!) nach Budapest begeben. Der_Kats er gelettete den König nach dem Bahnhofe und verabjchzedete fich paselhst in herzlichster Weise. Dre Ankun t hes Komgs von Sram 1n Budapest erfolgte vorgestern Na mrttag um_4_ Uhr. _ Am Bahnhofe hatten fich zur Vegrü ung der Mrmster-Pra _dent Baron Banffr), der eine kurze Ansprnche an den omg richtete, sowie die Spißen der Behörden emgefunden._ _

Nach Meldungen Wiener Blatter Zahen noeh merztg Ge: meindevorsteher des Be irks *ertmerth, der Ge- meinderath zu Brüx, der tadtrath Ln S_aaz und die Gemeinden Altstadt und Tannwalkz te Einstellung der Arbeiten in dem ihnen von der Regierung ubertragenen Wirkungskreise beschloffen. _

Großbritannien ub Irland.

Die Königin besuchte, wie ,W. T. B.“ berichtet, _am Sonnabend Vormittag mit der_Éroßfürftin S_erglus von Rußland und der Prtnzesstn Hetnrtch oon

in Begleitung des General-Mawrs von Deines aus Plön hier

an und begab sich ebenfalls nach dem Schlosse. _ Kurz vor

Battenberg das Königliche Mausoleum in Fragman-

Rachmittagß wohnte Allerhöchstdieselbe im Schloßpark zu Windsor emem Turnier und einer Reiterquadrille der orse-Guards bei und befichtiqte nach dem mili- rischen _Schausptel eine AusfteUun der „Windsor Rose Society“. Gestern Vormittag wo nten die Königin, die Kaiserin Friedrich sowie die Prinzessin Heinrich von Battenberg dem Gottesdienst im Mausoleum in Frogmore bex. _ _Am Nachmittag trafen der Großfürst und dre Großfuryttn Sergius von Rußland in Windsor ein. In der deutschen Botschaft zu London fand gestern Abend zu Ehren der chtserin Friedrich ein Diner statt, an welchem auch der_Prtnz und die Prinzessin Heinrich von Preußen sonne der erzog und die Herzogin von Sachsen-Coburg und otha theilnahmen. Bei dem Her og von _C_at_nbr_tdge fand gestern Abend zu Ehren der emden Jurjtltchketten und der besonderen Abgesandten ebenfaUs etn iner statt.

_ Der_ Erzherzog Franz Ferdinand von Oester- retch-Exte hat gestern früh die Rückreise nach Wien an: ßetreten. Der Prtnz_Chrrstian zu Schleswig-Holstein, mme der Eqthenbtgh und der Oberst Wandrop als Ver- treter _ der Komgm und alle Mitglieder der ösierreichisch- ungawscben Botschaft hatten dem Erzherzog das Geleit nach dem Bahnhof gegeben.

Ueber dre Flottenrevue in Portömouth wird ge- mcldet, daß dre Kolonialtruppen zur Theilnahme an der- selben _axn Sonnahend früh dort eintrafen, von der Bevölkerung enthnstamsch begrußt und von dem Mayor und den städtischen Vehorden auf dem Rnthhause bewiUkommnet wurden. 167 Kriegs: sch1ffe, darunter dre vollständig zu Kreuzern außqerüsteten Dampfer_ „Campama“_ der Cunard-Linie und ,.Teutonic“ der Whtte _Star:Lime, nahmen an der Flottenschau thetl. D1e_ br1t1schen Kriegsschiffe bildeten vier, je 5 Seemeilen lange Ltmenz während eine fünfte Linie in der Länge von 21/2 Seernetlen aus Torpedobooten formiert war. Die 13fremdland1schen Krieasfchiffe bildeten die sechste Linie der Aufstellung. Der Prinz von Wales traf kurz nach 1 Uhr Mit großem Gefolge auf der Werft ein und begab fich sofort an Bord_ der _ Königlichen Yacht „Victoria und Albert“,_ wo _Hochstder1elbe das Frühstück einnahm. In der Zrmschenzett wurden die Gaffen zwischen den meen der Jlottenaufstellung von allen anderen Fahrzeugen gerammt. Sobald _die Königliche Yacht den Hafen verließ, begann das Flaggfchtff „Renown“ den Königssa ut abzugeben, der nach und nach von den verschiedenen Abtheilungen der ganzen Flotte und ebenso von den fremden Kriegsschiffen aufgenommen wurde. Das Geschwader des Prinzen von Wales_bestand rm Ganzen aus zehn Dampfern, darunter die Dampfer „Carthaae“ und „Elfin“ mit den fremden Fürstlichkeiten und den außerordentlichen Gesandten an Bord, ferner die Dampfer „Eldorado“ mrt den Botschaftern, „Danube“ mit den Lords des Oberhauses und „Campania“ mit den Mit: ghehern des Unterhauses. Die Königliche Yacht dampfte zuern hnrch die einerseits von den fremden Kriegsschiffen, and_erer1ens von den britischen Kren ern und Schlachtschiffen gebtldete Gasse und wurde im Vorbeiéahren von den Offizieren und Mannschaften ernes ]eden Schiffs mit brausenden Hochrufen begrußt, wghrend die Schiffskapeüen die Nationalhymne spxelten. _ Dre Mannschaften sämmtlicher Kriegsschiffe brachten Llnchzerttg Hochs aus, als die Königliche Yacht nach beendeter ;_xlottenrevue vor Anker gin?_. Die britischen Admirale begaben frch hterauf an Bord der öniglichen Yacht, wohin auch die Vertreter der fremdländischen Marinen kamen, um dem Prmzen von Wales vorgesteUt zu werden. Am Nach- m1ttag fuhr _der Prinz von Wales zum zweiten Male durch dre Nethen der Schiffe. Gegen 6 Uhr erhob sich ein (Hethtersxurrn mit wolkenbruchartigem Regen, doch war troß de_s ungunsngen Wetters die Illumination der Flotte sehr rntrkungsvokl. Auch die Stadt Portsmouth und die um- lregenden ZMS waren“ hell erleuchtet. _ Gestern berrjchte m ortSmouth den ganzen Tag über eine fesrliche Bewegung; Tausende kamen von London und anderen Orten, um die Flotte zu sehen. “Viele der ausländischen Matrosen hatten Urlaub zum Besuch der Stadt erhalten und wurden _non den Einwohnern "reundlichft empfangen. Das amertkan11che_Kricgsschiff ist chtern bereits wieder in See gegangen; die ubrt er: werden wahrscheinlich noch mehrere Tage 111 Portsmouth b erben, da _eine Reihe von Festlichkeiten stqttnndxn so_l], darunter eine Bestchtigung des Arsenals, Turn: spzele fur brttische und ausländische Matrosen, sowie eine Be- thrxhzmg der Lffizrere und Mannschaften seitens der Stadt- e or en.

Frankreich.

Der „Petit Puristen“ vernimmt, daß der Kriegs-Minister, General _Btl_lot noch vor den Parlamentsferien eine Gefeßes- vorlage ernbrmgen werde, welche die Theilung des 171. Armee- Korps und die Btldung eines )(x. Armee-Korps bestimmt. Der Standort_ dieses neuen Armee-Korps solle Toul sein. Dieser Mitt etlung gegenüber erklärt jedoch das „Echo de Pures“, da der Kriegs:Minifter der Ansicht sei, eine Therlunxz des 171. Armee-Korps in zwei selbständige Kprps _wurde _Schwierigkeiten im Hinblick auf dre Emhenltchkeit tm Gefolge haben. Der Minister dürfte stch _daher dami_t beqnügen, für Chalons wie für Nancy 19, emen Divisxons-General als Kommandeur des nörd- Uchen und des südlichen Theils des 71. Korps zu ernennen, welches in der Person eines General-Inspekteurs einen Oher-Befehlshqber erhalten werde. Demselben Blatt zufolge wurde der Krtegs-Mmister ledi [lch befürworten, rings um Nancy herum Feldschanzen zur ufnahme der Feld-Artillerie sonne Deckungen für die Infanterie anzulegen.

Italien.

Der Senat ha? in seiner vorgestrigen Sißung den Geseh- entwur betreffend dre Bewilligung von ? Mtllionen Lire fur_ artnezwecke, angenommen, nachdem der Marine- thster Bt_m in Beantwortunq einer Anfrage des Senators Rysst erklart hatte: Es würde unverständig sein, fich bet dem Bau der Schiffe, von einigen Spezialitäten ab- ßesehen, an das Ausxand zu wenden, schon aliein aus ern Grunde, weil dre einheimische Industrie für viele Dmge geringere Preise ver ange als das Ausland. In Erwrderung auf eine Anfrage des Sengtors Negrotto be- merkte der Minister sodann, er habe sick) mit der Frage der Tordepobootzertorer und_TorpedojäZer beschäftigt und strhe 1n dieer ngelegenhett mit onstrukteuren in Ver- hand_lung. Sobald dre Mittel vorhanden seien, werde diesem Vedurfniß, das die Aufmerksamkeit der Regierung erregt habe, abgeholfen werden. Das Haus nahm sodann

die _Berathnng über die Vorlage, betreffend die Armeeorg ani: sation, nneder auf. Der SenatorRicotti erklärte: Er werde, nZenn _er auch der Vorlage nicht günstig egenüberftehe, dennoch fur dteselbe_ stimmen, um der ungewi en prekären Laqe der Leeresorgamsation ein Ende zu machen. _ In der gestrigen

Wung _wurde die Vorlage, betreffend die Organisation der Armee, m geheimer Abstimmung in der von der Deputirten- kammer beschlossenen Fassung mit 68 gegen 27 Stimmen an- genommen.

Spanien.

Zur Deckung der im nächsten Nechnungsjahre entstehenden Lasten für die durch die Zolleinnahme garantierte Anleihe ist, wie „W. T. B.“ aus Madrid meldet, durch ein Dekret die Einführung einer vorübergehenden inneren Abgabe verfügt worden, we1che in einer Zuschlagstaxe von einem Zehntel auf die meisten direkten und indirekten Steuern be-

ehen sol]. Durch diese Zuschlagstaxe werden die bestehenden Zolltarife nicht berührt. Auf die Dividenden der industriellen und kommerziellen (Heseklschaften soll eine Steuer von 1,25 Proz. gelegt werden.

Türkei.

Der „Times“ wird aus Konstantinopel vom 25.1). M. herichtet, daß der Bericht der Finanzkommission, welcher m der Sißung der Boischafter in der Angelegenheit der ?“riedenSperhandlungen vom 24. Juni vorgelegt worden ist, [?ck dahm äußere, die griechischen HilquueUen würden bei außerster Anstrengung nur IahreSzahlungen zur Deckung einer _eriegsentschädigung von 4 Millionen türkischer Pfund zu: a1en.

Aus Kauen vom Sonnabend meldet die „Agence Harms“, daß zwischen den türkischen Behörden und den europäi- schen Befehlshabern ernstliche Schwieri gkeiten, betreffs der Polizeibefuqniffe eingetreten seien. Die Mohamedaner protestierten lebhaft gegen vorgenommene Haussuchungen und Waffenbeschlagnahmen und Würfen Europa vor, dasselbe beschüße die Aufständischen und unterdrücke die Türken. _ NÜÉN einer weiteren Depesche vom gestrigen Tage überfielen die oha- m'edan er von Kundin in der Stärke von 1200 Mann in der Nacht zum Sonnjag den dtex Stunden von Kandia im Innern gelegenen Ort Khani Kastelli. Es entspann sich darauf em heftiger Kampf, in welchem die Mohamedaner 13 Todte und 12 Verwundete verloren. Die Verluste der Aufständischen smd nicht bekannt.

Grieckxenlaud.

Die türkische Armee in Epirus hat, einer Meldung der „Agence Harms“ aus Athen zufolge, verschiedene Stellungen bei Ugrapha befehl. Da hierdurch im Fou der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten der Rückzug der Griechen bedroht werde, habe die griechische Regierung beschlossen, Karpcn esion stark zu besehen; diese Beseßung habe sich auch dadurch nothwendig erwiesen, daß einige Räubervanden in der Umgebung von Karpenefion aanetaucht seien.

_ _Das KÜjten-Wachtschiff “"erkyra“ hat einen unter turktscher Flag e fahrenden Schooner aufgebracht, welcher von Seeräubern be!?eßt war. Leßtere hatten auf einigen kleinen Inseln der Chkladen Räubereien verübt und Vieh und andere. Gegenstände fortgeführt.

Rumänien.

_Der Prinz Ferdinand von Rumänien hatte am Freitag wieder einen Fieberanfall; am Sonnabend war die Ternperatur normal, doch find die Kräfte des Kranken e- schwacht. Der linke Lungenflügel ist, dem „W. T. x .“ zufolge, noch nicht vollkommen frei.

Amerika.

Dns „Neuter'sche Bureau“ meldet aus Washin ton, daß me Antwort des Staatssekretärs Sherman an? den Protest der ]apnnischen RegierunJgegen die Annexion Hawans_ vorgextern der ]apaniychen esandtschaft zugesteüt worden set, welche dteselbe sofort telegraphisch nach Tokio mit- gethe1lt habe; Man erwarte, daß die (Gesandtschaft nach Empfang wetterer Instruktionen eine ergänzende Note über: reichen werde.

Nach einer amtlichen Depesche aus Havanna sind 18_Soldaten und ein Ofnzier, welche Reisende begleiteten, zwrschen Havanna und San José La os von den Aufständischen ermordet worden. Eine Truppena theilung, welche zu Htlfe geetlt war, schlu die Aufständischen einige der leßteren wurden getödtet. Gert": twetse verlautet, Maximo (Gomez sei er- mordet worden. Der General Wehler ist in Incaro ein- getroZen und hat seine_Reise nach dem Osten fortgeseßt.

us Buenos Arres wird der „Times“ vom gestrigen T_age gemeldet, dnß dle Anfständifchen in Uruguay sich wr_ed_e_r__in__denBes1H von Rivera an der brafilianischen Grenze gee a en.

Das neue chilenische Kabinet ist, nach einer Meldung des „W. T. V.“, wre folgt, gebildet worden: Orrego Huco Inneres, Morla Vienna Aeußeres, Tocornal Yuan en, Amunategui Justiz, Bergara Krieg, Prats ndu trie und öffentliche Arbeiten.

Afrika.

Wie das „Reuter'sche Bureau“ aus Prätoria meldet, sandte der Präfident Krüger der Königin von Groß- brtxannien ans Anlaß des Regierungs-Iubiläums seine personlichen Gluckwünsche, _ mo_bei er dem innigen Wunsche Ausdruck gab, das; der Königtn zur Wohlfahrt ihres Volkes noch lan e die Herrschaft erhalten bleiben möge. Am Sonn- abend er 1el_t _d_er _Prästdent Krüger ein Antworttelegramm, Övor_1_n die Komgm ihm für seine freundliche Depesche herzlichst an .

Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die vorgestrige Sißun des Herrenhauses befindet steh in der Ersten Beilage. g

_ In der heutigen (25) Sißung des Herrenhauses, welcher der Ju tiz-thster Schön tcdt und der Minister für Handel und ewerbe B rcfeld beiwohntcn, wurde zunächst m emmgliger Schlu berathung der vom Hause der Abgeordneten in abgeanderter Fa ung an das Herrenhaus zurückgelanZte Ges eZentwurf, betreffend Abänderungen der hinsichtl ck der agd auf Wasservögel für Ostfriesland geltenden geschlichen Bestimmungen, ohne Debatte angenommen.

Sodann fand die einmal! e Schlußberathung über den Gesehentwurf, betreffend die Zwangovollstreckung aus

Jorderungen landschaftlicher (ritterschaftlicber) _redttanstalten, statt, welcher nach Zurückziehung emes unwesentlichen Antrags des Gra en von Puckler- Burghauß, gegen den _ftch der Justiz- inister Schönftedt aussprgch, en b10e unverandert an enommcn wurde.

errauf folgte der mündli e _ Bericht der Bau- kommrfsion des Herrenhauses m der Angelegenheit dcs Neubaues für das Herrenhaus.

Berichterstatter Herr von Wedel berichkete über den Stand der Sache. Das Gebäude sol1e in der Leipzigerstraße 45 111 gegen die Straße zurücktreten und zwei _ Flügel erhalten für die Dienstwohnungen der Präsidenten _des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses. Der neue Sißungsxaal werde etwas größer sein als der jetzige und 244 Sitze erhalten, d. h. 59 mehr als der jeßiße Sihungssaalz die Zahl der Mitglieder werde auch dann noch größer sein als die Zahl der Siße, aber es werde nicht leicht vorkommen, daß aUe _244 Si : beseßt seien. _

Bet Schlu des Blattes sprach der Redner noch weiter.

Bei der am 23. d. M. im 2. Wiesbadener Wahl- kreis e (Wiesbaden-Rüdesheim) vorgenommenen Reichstags- Sticbwahl wurden nach amtlicher Feststellung im («Janzen 22147 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Louis Wintermcher-Wiesbaden (fr. Volksp.) 14011, auf den (Gegenkandidaten R. vonFugger -Oberkirchberg b. Ulm (Zentr) 8136 Stimmen. “7 intermeher ist daher gewählt.

Arbeiterbewegung.

Jn Essen fand gestern eine außerordentliche Generalnersamm- lung des (HerverkVereins christlicher Bergarbeiter statt. Auf Antrag des Bergarbeiters Brust wurde eine Resolution angenommen, die mit einem Zusa des Bergarbeiters Brin ewald im wesentliehen folxxenden Wortlaut at; Der Gewerkverein Zristlicber Bergarbeiter hält die in Bochum erhobene Forderung eines Minimal-Hauer- lobns Von rund 1500 „M im Jahre, als für die besonderen Ver- hältnisse der Bergarbeiter berechtigt, aufrecht und steht auch heute noch auf dem Boden der Bochumer Resolution über die Lohnverbältniffe, sowie auf dem Standpunkt seiner Lohnein- gabe. Die eingetretene Steigerung der Durchschnittslöhne um 2,7 0/9 innerhalb des 1. Quarrals 1897 (bei den Hauern um 3,25 0/0) halten wir für ungenügend und der Lage der Sache bei der großen Vkehrzahl der Zechen nicht entsprechend. Nachkem unsere Ar- beitgeber es vorläufig abgelehnt haben, mit uns Beziehungxweise unserem Vorstand in Verhandlung zu Treten, halten wir die Stär- kung unserer Organisation an Mitgliederzahl und besonderS an Geldmitteln für den besten Weg, um auf die Dauer durck) Unsere Organisation unseren ForderUnnen Anerkennung zu verschaffen. Jux- besondere beantragen wir, in Erwägung, daß der Untersckßiek zwi*'chrn den Bergarbeiterlöhnen bei gleich tüchtigen und Yleißigen BerJl-su (Accordarbeitern) vielfach ein so unnatürlich ßroßer ist, indem kcr- arjigen Arbeitern neben hohen Löhnen auch solche von nur „50 W 60 „& auSgezahlt werden, eine bessere Regelung und Gleichhalrrnz der Löhne.

In Erfurt ist einer Berliner Meldung_der „Köln. Ztg.“ z'.“- fol e die sozialdemokratische Genoskenschafts-Schub- fa rik, die Von den „ausgesperrten“ SchubmaÖern gegründet wurde, infolÉe finanzieUer Schwierigkeiten eingegangen.

us Weißenfels berichtet die „Geraer Ztg.“ unter dem 25. d. M. über den Bergarbeiterausstand: Es stellt fich immer mehr heraus, daß der Ausstand Wenig Vorbereitet gewesen is?. Viele Arbeiter haben fich der Bewegung nur ungern an- Yschloffen, während andere weiter arbeiten. Auf einzelnen ruben ist ein Stamm Arbeiter zurückgeblieben, sodaß wenigstens die nöthigséen Arbeiten außgeführt werden können. Die Ausfichten auf eine Verständigung smd jeh] erheblich gefaklen. Die Arbeiter haben ihre Forderungen wieder ausgenommen. Einzelne unter diesen, wie den Achtstunkentag, die Freisabe des 1. Mai 11. a., batten fie wolrher faÜen lassen, um eine in Aussicht gestellte Lohnerhöhung zu er an en.

'us Stettin berichtet rie .Lstsec-Ztg.“ zum Tiscblrr ausstande: Die Tischlergesellen versuchen noch immer den Auk- stand aufrecht zu erhalten, obschon die Mehrzahl schon wieder die Arkeit aufgenommen hat und Max meist zu_den früheren Bedingungen. In einer vorgestern Abend abgehaltenen Ver1ammlung erstattete “rée Lobnkommié- ston Bericht über die gegenwärtige Lage des Ausstandes. Danach sollrn noch 180 GeseÜen ausständig sein, während 300 die Arbeit wieder aufgenommen haben. Es wurde eine Resolution angenommen, wonach die unverheiraxbeten Ausständigen sicb Verpflichten sollen, im Laake dieser Woche Stettin zu verlassen. Ferner sollen arbeitende ledig.? Gexellen zu Gunsten der Verbeiratheten auf die Arbeit verzichten.

In Spandau sind einer Mittheilung des ,Vortvärtö“ zufolge die Maurer in eine Lohnbewegung eingetreten.

Kauft und Wissenschaft.

Die25Cntwürfe, welcbebeidem internationalenPlakat- Wettbewerbe der Königlich_säcbfischen Hokvianofortefabrik Kars in die engere Wahl Ekommen 1'md, werden vom 9. Juli ab in dem Salon des Vereins '«erliner Künstler (im Architektenhauseck öffentlich ausgestellt werden.

Rom, 21. Juni. Unter den neurn Funden, n'elcbe in der estrigen Sitzung der zeeaäemia sei Unesj nicht nur besprochen, Hondern aucb Vor Augen qefteüt wurden, erregten besonderes Auf- sehen die goldenen Schmucksachen, welchc am 1. Mai in einem Grabe rer Etruskcrstadt Vctnlonia entdeckt warm und heute wir morgen vorübergehend im hiefigcn Tbermen-Muscnm ausgestellt sind. Von L. A. Milanr, dem Direktor des UUZSQ Ltrnseo in Florsnz. zu dessen Bereich Vetulonia gehört, vorgelegt, wurden die Goldfarben mit den Fundumständen erläutert von dem Finder Ißdore Falcbi selbst, dem Entdecker und Crforfcber des lahes und dem, man darf sagcn, sirgreicbc'n Nrr- fechter der Aufi t, das; eben dort, auf dem nordwestléck) ron Grcsirrr Ws den Marcmmen aufragenden Hänel Vejulonia gelegrn habe. Der Schmuck gehörte offenbar einer Frau: Uebrrladrnbeét und auf- fallende Größe smd eben nach drm Geschmack jener Zerren

etra en wurden. _ in goldenes Halsband aus 138 Glaspcrlc'n,

brrn ?, dercn Zwrizabl aüerdingö bei dcr chinanderwirruna der G0 drähte nicht genügend klar tft. eine große Haarnadcl, von dicker Kugel bekrönt, zwei Paar Armbänder ver chicdcner Form: das eine aar je ein mehrfach gcwunkener «latter tab, an den Endm vielle cbt mit Ambra verziert; das andere rricberc'r ledung, aus je, vier nebeneinander liegc'nden Reifen mit Scharniersehloß bestehend. e„O_azu endlich acht Fibrin, von denen fünf von etwa .“) zu 12 ('m Lauge ansteigend, jede von anderer Bildung und Verzicrun am Gewande übereinander geordnet zu denken sein dürften während d c drci größten, Bede etwa 20 am lang, nur in Kleinigkeiten von einander a weichcnd, gleichen Platz nebeneinander zu derlangen scheinen, ihrer Länge wegen dann allerdings nicht quer, sondern senkn'ckyt gesteckt. Und all dieser Schwark nicht nur golden, sondern auch reich verzkert, audgenommen die' len des Halsbandeb, welche nur gestreift sind, und die alanen rmbänder, sowie zwei der kleineren Fibrin,

deren eine mit sYangenc-rtiß ßcb krümmendem Bügel, von welchem sektlich abwe selnd Sr ßen und Küge1chen abstehen, diese

gewesen, in welchen ibeln, SicherheitSnc-drln bis 30 am lang'

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