1897 / 150 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 29 Jun 1897 18:00:01 GMT) scan diff

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E aminatoren: die ordenil_ichen Professoren der Cherme, G- heime egierun s-RätbeOr.L1mpr1cht und1_)r. Schwanert, der ordentliche rofeffor der Ph fik 1)r. _thharz und der ordentliche Professor der Botanik 1“. Schutt.

Prüfungskommisfton an der Königlichen Universttat

in Halle,a. S.: _ _" Vorsißender: der KreiSphystkus, Geherme Samlats-Rath

])1". Mi el. _ Exckminatoren: der ordentliche Professor der Chemre, _Ge-

heime Regierungs-Rath ])): Volhard, der außerordentliche

Professor der Chemie ])r. Doebner, der ordentltche Professor

der Botanik 1)r. Kraus und der ordentltche Profeffor der

Physik ])1'. Dorn.

Prüfungskommisßon an der Königlichen Techmschen Hochschule in Hannover: ' „.

Vorfißender: der Regierungs- und Gehetme Melnzmal: Rath ])r. Becker. '

Examinatoren: der Professor der C emre ])r. Seubert,

der Professor der Chemie ])r. Behren , der Professor der

Botanik 1)r. Heß und der Professor der Physrk 131'.

Dicterici. [ck Ui | t" K" [

un skommi um an der Köni i en n vcr m ' _1e :

P fVcZsißenderss der Geheime egierungs- und Medrzmal-

Rath und außerordentliche Professor 111“. Bockendahl. '

Examinatoren: der außerordentltche Professor der Chemxe

Vr. heimer, dcr ordxntliche „Professor der Botamk, Ge-

eime 5 egierungs-Ralh 1)r. Remko und der ordentliche

- rofessor der Physik ])r. Ebert.

Prüfungskommission an der Königlichen Univers1tät in Königsberg 1. Pr.: ..

Vorfißender: der Regierungs: und Med1zma1- Rath 131". Katerbau. ,

Examinatoren: der ordentliche Profeffor der Chemte, Geheime Regierungs-Nath [)r. Lossen, der ordentliche Pro- fe or der Agrikulturchemie 111“. Ritthausen, der ordxnt- liZe Professor der Botanik ])r. Larssen und der ordentltche Professor der Physrk ])]: Pape.

Prüfungskommiffion an der Königlichen Univcrfttat in Marburg: , Vorsißender: (Her Univetfitäts-Kurator, Gcherme Ober- Re ierun s-Rat teinmeß. _ g Emeinatorhen: die ordenüichen Professoren der (Therme Geheimer Regierungs-Natl) 131“. Schm1dt und Dr. Ztncke, der ordentliche Professor der Botamk ])r. 21. Meyer und der ordentliche Professor dcr Physik, Gehetme Regterungß-Rath Vr. Melde. ' Prüfungskommiffion an der KönTglichen Akademw in Münster 1. W.: . ', Vorsißender: der Regierungs: und Gchetme Medrzmal: Raik) ])1'. Hölker. - _ ' Examinatoren: dcr ordentltche Professor der Chemxe Dr. Salkowski, der ordentlicheHonorarWrojeffor der _Nahrungs: mittclcbemie 1)r. König, der ordentltYe Professor, der Botanik, Geheime Regierungs-Naih ])r. rcfeld und der ordentliche Professor der Phystk 1)r. Ketteler.

13. Hauptprüfung. Prüfungskommission in Berlin: " _ Vorsißender: der ärztliche „Direktor der 'Homglichcn Charité, General-Arzj, Gehexme Obrr-Mcdrzmal-Raih [)1'. Schaper. ' Examinatorcn: der Dozent_ der NahrurItZstrtslchemw an der Körxiglichen Technischen Hochschule, egterungs-Natk), Professor Dr. von Buchka, der Professor der Ymüchen Technologie an derselben Anstali Dx"; szt und der rofeffor der Botanik an der Königlichen Umversüat, G:"herme Regre- rungs-Rath Vr. Schwendener. Prüfungskommiffion in Bonn:" „_ Vorsißender: der außerordcmliche 11niver111ats:Profes1or, Medizinal-Rath V1“. Ungar. _ Examinatoren: der Vorsteher. der lan5w1r151chaftlrchcn Versuchsstation d's 1andwirthschast11chen Verems fur Rhem- prcußen, Professor [)]: Slayer, der außerordentltche Pro- fessor der Chemie ]))“. Ansch_iiß und der außerordentltche Prof-essor der Botanik 131“. Sch1mpcr.

Prüfungskommisston „'m Breslau: . _

Vorfißender: der Stadtphystkus und Samlats-Rath, Professor Dr. Jacobi. _ _

Examinatoren: der außerordemltche Profesjor der land- wirthschaftlichcn und technologischen Chemre 1311 Ahrenß, der Direktor des städtischen chemischen UntersuchungSamts ])1. Fischer und der ordentliche Professor der Botamk, Gchctmc Regierungs:Rath 131“. C o k) n.

Prüfungskommiffion in Göttingen: . Vorfißender: der Universitäts-Kurator, (Gehenne Obcr- Regierungs-Rath j))“. Höpfner. ' Examinatoren: der außerordentltcye Profeffor dcr Chomre V1“. Polftorff, der Diriqent der Kontrolftatwn des land- und forstwirtbschastlichen Hauptverems ])1'. Kalb Und dcr ordemlichc Profeffor der Botanik ]))“. Berthold.

Prüfungskommifsion in Hannover: _ _ Vorsißender: der Regierungs- und Geheime Mcdtzmal- Nail) ])]: Becker. ' ' . . Examinatorcn: der Letter dcs stc'rdttschen Leben?:mxttel- 11nter1uchung§-Amts ])1'. S xhxvqrß, der Pro essor dcr tsch- nischcn Chemie an der Komgltchen Tcchms err Hochschulc ])r. Ost und der Proscffor der Botanik an dxcser Amstalt ])]: Heß. - un skommission 'm Königsber 1. Pr.: VoYrßeLdeJ: der Regierungs: und Megoizinal-Rath ])r. Katerbau. _ Examinatoren: der ordentliche Professor der Agrrkultzxr- chemie [)r. Ritthausen, der Vorsteher der Versuchsstatron des Ostpreußischen landwirthschastlichen Zenxralveretys 1)1*. Klien und der ordentliche Professor der Botamk 131: Lurs ? en.

Prüfungskommisfion i_t_1 Münster 1. W.,: Vorsißender: der Ober:Prä11dial-Rath von Vrebahn. Exammatoren: der - ordentliche Honorar-Professor der

Nahrungswiltelchemie ])r. König„ der außerordeniltche Pro:

fessor der pharmazeutischen Chemte 131". Kaßner und der ordentliche Profeffor der Botanik 131: Vrefeld.

Berlin, den 22. Juni 1897. Der Minister

. Ministerium des Innern.

Dem Landrat!) Weyersberg ist das Landrathöamt im Kreise Fallingboßel übertragen worden.

Bekanntmachung.

Auf Grund des § 3 der in Nr. 284 des. „Dßutschen Reichs- und Königlich Preußtschen Staats-Anzetgers vom 2. Dezember 1891 veroffentlichten und am 1.Januar 1893 in Kraft Betretenen _ . _ orschriften für dre Lreferun und Prufung von Papier zu amtlichen Zwe „en hat ferner die folgende Fabrik ihr Wafferze1chen bet der unter- zeichneten Anstalt angemeldet. Die Anmeldungen Nr. 1_ 7 sind im „R.-N.“ Nr. 84d.J. 1892, 8'_]*4 111 x/ 15-"26 136 27-"34 157 x- 35-39 p/ 183 40-44 213 45-49 239 50-“35 277 56_65 11 1893, WM 125 68 67 1894, 69 19 1895, 70 „' 306 71 84 1896, 72 102 73 111 74 106 1897

veröffenilicht.

? Firma : Wortlaut des Wafferzeichens GZ .

751 Gebrüder Bub!

..... Normal.....

in Ettlingen Erbrüder Buhl, Ettlinßen

Charlottenburg, den 11. Juni 1897.

Königliche mechanisäÖxechnische VersuchHanstalt. A. artens.

Ab ge r ei st: Seine Excellenz der Staats: und Kriegs-Minister, Gcneral- Lieutenant v o n G o ß 1 e r , mit Urlaub.

Yichtamtliäjes. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 29. Juni.

Seine Majestät der Kaiser und König betheiligten Sick), wie „W. T.B.“me1det, gestern an Bord der Segel:Yacht „Meteor“ an der Regatta von Kiel nach Eckernförde, wo auch die Yacht „Hohenzoücrn“ mit Ihrer Majestät der Kaiserin und Konigin an Bord Nachmittags um 123/4Uk)r eirltllicf. Ihre Majestätcn übernachteten an Bord der „Hohen- o ern“.

z Heute Morgen um 8 Uhr traten Se. Majestät dEr Kaiser mit dem „Metcor“ Und um 91/4 Uhr Ihre Majestät die Kaiserin mit der „Hohenzollern“ die Rückfahrt nach Kiel an.

Das Staats: Ministerium trat heute Nachmittqg 2 Uhr im Dienstgebäude, Leipziger Platz 11, unter dem Vorstß des Minister-Präsidenten Fürsten zu Hohenlohe zu einer Sißung zusammen.

FriedrichSrUk), 28. Jun]. Der Nerchsßauzlcr Furst

u Hohenlohe-Schillingöfarst stattct'e chern auf der Ückrcise von Kiri nach Berlm m Beglettuung dss „deutschen Botschafters in Rom von Bülow dem Fursten Btsmarck cinen mehrstündigen Besuch ab. Sachsen-Weimar:Eisenach.

Der Staats:Minister Freihcrr vo 51 _Groß vcronrntltcht nachstehende Danksagung Semer Komglrchen Hohen dcs Großherzogs: _ _ , ' _

Die Feier Meines Gchurtötggeß, aus Y_te em neue?- 1181 schmerz- licbes Ereignis; in Meinem Hauxe einen Yüsteren Schatten, geworfen hat, ist auch in diesem Jahre der Anlaß zu d_en manmgtaltigftén Kundgebungen treucr Gxßnnung aus „allen_ Tbcrlry Meines Landes gewescn, für die Ick Sie ersuche, Memen tief empfundenen Dank zu allgemeiner Kenntnis; zu brin en. , * "_

Je schmerzlicher die Gefühle find, die Muh beute bexyegen munen nacb drm schweren Verluste, den Ick durch das vlhßlzckoe Ablebsn Meiner geliebten Gemahlin erlitten habe, um_ so trostlrcher rst Mit die treue Theilnabme Meiner Landeskinder, wre fie fich m den bers- Lrauickenden Brweisen ibrer Anbänglichkeit ausspricht, um so Txßßere Genugtbuung gewährt 852171: (1316), das Andenken der unverglei lichen Fürstin und Frau, deren Verlust wir gemeinsam betrauern. so hoch geehrt zu |ka. Möae ihr leuchtenkes- Vorbild, Meinem Lande zum Segen, aucb bci der Nachwelt unvergänglkcb fortleben!

Sckchrin, dcn 24. Juni 1897.

Carl Alexander.

Qeßerreiéh-ngarn.

Dcr Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich- Este ist gestern Abend im besten Wohlsein von London 111 Budweis eingetroffen und hat fick) alsbald werter nach Konopis tbegeben. ' _

Der und der Deutschen tn Voshmen, dessen Bundesfest in Ausstg verboten worden war, htelt gestern dort eine ahlreich besuchte VolkSversammlung ab. Sodann fand em imchanter Festzu zu dem Volkskest auf der Ferdinanps- höhe statt. Da uhestörungcn befurchtet wurden, war eme

,

NeichUage Zimmermann:Dresden wollte an der Versamm- luwz thetlnehmen, wurde aber, wie „W. T. B.“ me1det, am Bahnhof in Bodenbach von einem Beamxen der_ GethÖolizei mit der Aufforderung empfarx en, unverxuglich uber e' renze urückzukehren. Derselbe 11 durch em Erkenntmß der 5JJezirkshauptmannschaft in Tetscben auf Grund des § ' 2 des Geseves vom 27. Juli 1871 aus dern ganzen Hourg- reich Böhmen ausgewiesen, und ihm zugleich unter Humus auf die im § 323 des Strafgeseßes_ festgxseßtcn_ Straffolgm untcrsa t worden, _den Boden des Komgretch Bohmen binnen Jahres "st wieder zu betreten. Dl? Gemeindevertretungen von E'ger und Tann- wald haben, Wiener Blättern zufolge, gletchfallß beschlossen, die Arbkilen dcs ihnen mm der Regterung ubertragenen Wirkungskreises vom 15. 3qu ab emzustellen. _ _

Aus Budapest wird gemeldet, daß _dex Korxtg von Siam am Sonntag in Begleitung des thstch f"ur_ Ycker- bau Darsnyi das Schloß und die Kronberrschaft Godollo bc»-

fichtigt habe.

Großbritannien mad Irland.

Die Königin kam gestern Nachmittag in Begleiturzg des Großfürsten und der Großfürstin Sergrus' forme der Xrinzessin Heinrich von Battenberg von W(tzdsor WZ

ondon und begab src!) vom Paddington-Bahnhofe drrxkt pa

Kenfington, wo AÜerhöchstderselben vor der Parochmlftrche eine Adresse der Einwohner Kenfingtons überretchr wurde. Von dort feste die Königin ihre Fahrt nach dem Buckm ham- Palast fort, wo die Ankunft um 11/2 Uhr erfolgte. och- mittags fand in dem Garten des Buckmqbam : Palastes ein Fest statt, welches einen glänzxnden Verlauf, nahm. Anwesend waren mehrere tausend (Hätte, darunter dle Mit- glieder der Königlichen Familie, die europäischen und indischcn Fürstlichkeitcn, die fremden außerordentlichen Gesandten mit ihrem (Gefolge und die Premier-Minister der Kolonien mit ihren Familien. Die Königin erschien kurz nach 5 Uhr und fuhr in einem weispännigep W(xger) 5urch_ die Parkaylagxn Kurz vor 7 UZr kehrte die Komgrn mtt der Karsertn Friedrich nach Windsor zurück.

n der deutschen Botschaft fand gestern Absnd zu Ehren des rinzen Albrecht von Preußen ein Diner statt. Unter den Gästen befanden fick) ferner der Herzog Albrecht von Württemberg, der Prinz Friedrich August von S achsen und der Prinz Hermann von Sachsen-Weimar. _ Heute Vormittag giebt der deutsche Botschafter ein Dejeuncr für die Mitglieder des diplomatischen Korps; auch die Erb- prinzessin und die Prinzessin Fevdora von Sachsen- Meiningen haben ihr Erschkinen zugesagt.

Jm Unterhause JW gestern der Erste Lord des Schoß: amis Balfour die Ec lärung ab, daß er von dem Loro- Kämmerer ein Schreiben erhalten habe, worin dieser betone, daß die Beamten des Königlichen Hofes ernstlich bemüht ge- wesen seien, dem Sprcchcr und den Mitgliedern des Unter- hauses die größte Achtung bei deren Empfang seitens der Königin zu erweisen. Der Lord : Kämmerer be: dauere sehr, wenn troéz des besten Bestrebens etwas vorge- kommen sei, was 11an ricdcnheit hervorgerufen habe. Infolge der Abwesenheit vieler Mitglieder, welche sich bei dem Garten- fest der Königin im Buckmgham-Palast befanden, wurde im weiteren Verlaufe der Sißung die zwcTte Lesung einer unter: geordUeten Regiernngsvorlagc mit 65 gegen 52 Stimmen vcr- worfen. Der Erste Lord des Schaßcs Balfour erklärje: cs sei klar, daß die Feier des JubiläUms der Königin der Führung der Geschäfte im Hause Schm€cr1gkejten bereite, und er beantrage daher die VLrtaqung drs Hauses. Auch dieser Antrag wurde mit 64 gegen 58 Stimmen abgelehnt. Im weiteren Vrrlauf der Sißung wurde jedoch der von Balfour wiederholt gesicZUtc Antrag auf Vertagung mit 133 gegen 76 Stimmen ange- nommen.

Frankreich.

Der. Ministkr des Auswärjigen Hanotaux gab gef1ern, wie „W. T. B.“ meldet, den Milgliedern der deutsch- französifchen Kommission zur Grenzregulierung am Niger ein Dejouner, an welchem auch der Minister für die Kolonien Lebon, der deutsche Botschafter Graf zu Münstrr, drr Botschafts:Sckrctär von Müller und Andere thril- nahmen. _

Der Senat nahm geßern eincn GefeßentwurF an, durch welckwn die von der Budapester Telegraphen-Konseren auf: gesirUten Tarifsäße in Frankrelch eingsführt werden. Ferner genehmigte der Senat eine Vorlage, durch welche den über den telegraphischen Verkchr zwischen Frankrcich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz Und

theilt wird.

Der Erlaß, betreffend dée von Frankreich und dem Deutschen Reich unterzeichnete?) Abmachungen Ü_brr dcn telegraphisckyen Verkehr, 111 heute amtlich veroffenilicht worden.

Der Armee-Jnspekteur Jamont hat sich gestern Abend zu Liner Befichtigung-Zrcisc an die Ostgrenze begehen.

Italien.

In der gestrigen Sißung dcs Senats verlas der Prä-

sident ein Telegramm der französisch-italie_nischen Liga, zu Paris, welches das Andenken an den Sieg vpn Solferino feiert, und erklärte, daß er es für seine Pflicht erachte, das Tele ramm sofort in dem glexchrn Sinne zu bxantworten. [sdann wurde das Marine- budget berathen. Die Senatoren Cerrutti und_Ncqro_tto empfahlen eine Verstärkung der Marine. Der Manne-Mtytstcr Brin gab darauf analoge Erklärungen ab, wie ste bet der Berathung des Marinebudgets in der Kammer gechht worden waren. Hierauf wurde das Marinébudgexgenehnngt. _ In der Deputirtenkammer elangte em gleiches Telegramm der französisch - italieuiscFen Liga zur Vex- lesung. Der Prästdent bemerkte dazu, daß er es fur Leine Pflicht gehalten habe, die Depesche durch den Aus- ruck der Gefühle zu beantworten, mit welchen das Haus auf Anregun des Deputirten meriani den Gedenktag des ruhmreichen ieges von Solßrmo begrüßt habe, so_wre durch den Ausdruck des Dankes und der Herzlichsten Wunsche fur die Liga und deren Präsidenten.

Spanien. .*

Der Minister:Präfidcnt Canovas del Castillo hat, dem „W. T. B.“ zufolge, erklärt: wenn Krankheiten bei_ dem- Heere auf den Antillen große Verluste verursachten, wurden im Oktober 20000 Mann nach Cuba geschickt werden, um

der geistlichen, Unterrichtsé-ZmFs) MedizinakAngelegenheiten. 0 6.

große Gendarmeric-Abthälung aufgeboten, jedoch ereiJnete fich kein Zwischenfal]. Der Abgeordnete zum deutchen

die Verluste zu erseyen und den Aufstand zu unterdrücken.

Rußland getroffenen Vercinbarnngen die Zustimmung er-_

Schwaz. ' Die Kommission des Ständerathes für die Vor: beratbung des Rückkaufs der Eisenbahnen verlan 1 vom Eisenbghnxkdepartement neue Vorjchl e, betreffen die Orgamsatwn der Verwaltung der Bundes ahnen.

Niederlande.

Aus dem Ha_ag meldet „W. T. B.“: Dem Vernehmen nach hat 594 Kabmet gestern der Königin-Regentin die Portefeurlles zur Verfugung gestellt. Der Minister des Neusser!) Roiéll wurde gestern von der Königin: Regentin nn Schlosse HU Loo empfangen.

Türkei.

Wie das Wienex „Telegr.=Corresp.-Bureau“ berichtet, fand gestern NachmittaJ m Konstantinopel eine Konferen z der Botschafter un sodann die neunte Sißung zur Fortseßung der Friedenßverhandlunaen statt. -

, Zur Aburthctlung von 25 wegen junglürkischer Um-

trtebe angeklagtenMarinekadetten und :Eleven ist, wie „W. T. B.,“ aus K_onsjantinopel meldet, ein außerordent- 11ches Krtegßgertcht zusqmmengetreten. , AusKanea benchtet dre „Agence Havas“, daß von bri- nscher Serre dasel_bst100_Mann und 2 Gcschütze gelandet worden srten. , Dre Admtrale hatten Maßregeln zur Besserung der Lage 111 H1e_ra_pet„ra beschlossen. Sie würden zu diesem Zweck Unter rialien1schetxt Ober-Kommando ein internationales Detachcment dorthm en1senden, welches um ierapetra herum emen Kordon 'zur Verhinderung von Ang ffen seitens der Jnsurgeyten 11110611 solle, und ebenso ein zweites Detachement, m21ches_1n_nerha15'der Stadt die Festung bese en solle. Die gegenwartige, turktsche Besaßung solle ein ag er vor den MaUern beztehen.

Amerika.

Wie „W. T. B.“ aus New-York berichtet, hat der Staatssekretär Sherman fich dahin geäußert, daß die Trusts die wichtigste Fra e des Tages bildetcn; ste sollten unterdrückt werden, aber das estehende Géseß reiche dazu nicht aus. Er sei der Anstcht, es werde den Mängeln des Geseßes abgeholfen werden können. Die Währungsfrage werde in der gegen- wärtigen Tagugtg des Kongreffcs nicht zur Berathung ge- lang 11, auch set er außerftande anzugeben ob die Erledigung der Frage so bald erfolgen werdx, daß sie von den Wahl- programmen der nächsten Präsrdentenwahl:Kampagnc ver- schwinden könne.

Das venczolanische Ministerium hat, wie die „Agenqe Havas“ aus Caräcas meldet, seine Entlassung rmgcrercht.

Parlamentarische Nachrichten.

Drr Schlußbericht über die gestrige Sisung des Hörrcnhaufes befindet fich in der Ersten Beilage.

Nr. 26 des .Centralblatts der Bauverwaltung“. heraus- ?;(acben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 26. Juni, hat olgxndxn Inhalt: Amtliches: Dienst-Nacbrichten. _ Gutachtrn der Köpxgltchen Akademie des Bauwesens, betr. 5611 Entwurf zu einem Rexchs-Post- und Telegrapben-Gebäude in Karlörube in Baden. _ Nicxoxamxlrckpes:«Ingenieur-Vereknsbäuser. (Schluß.) _ Ueber die Thatmkett des Stadtbauamis in München im Jahre 1895. _ Doppel- vrrs'ma zum Abstecken Von Winkeln von 45 und 90 Grad. _ Die Yretßhewerbung für den Neubau des Rathbauses in Leipzig. 1. _ * (tmrscbtks: Wettbewerb um Entwürfe für ein Museum in Altona. _ Wejtbewrrb urn eincn ,BWmarcktburm' auf dem Knivsberge bei Apenzade. _ Prexsbewerbung um Entwürfe für die künstlerische Auk- scbmuckang der Vordkrfront des Nathbauses in Karlsruhe. _ Preis- aufgabe der Schltchting-Stiftung. _ Neue Patente.

Nr. 23 des .Eisenbabn-VerordnungsblattS“, heraus- [1698th irn Ministerium der Öffentlichen Arbeiten, vom 25. Juni, (ntbalt „emen Erlaß des Mmisters der öffentlichen Arbeiten vom 19. Jun! _1897, betreffend die Einführung einer neuen Telegraphe'n- ordnung fur das Deutsche Reich.

Arbeiterbewegung.

Aus Dorttmund ber1chtet die ,Rhein.-Westf. Ztg.“, daß kie dortigen der (soztaldsmokratischen) Organisation angehörigen Zimmer- leute an dre Arbeitgeber die Forderung eines Stundenlohnes von 45 .xz'gesteüt, aber eme zustimmende Antwort nicht erhalten hatten. In elner am Sonnabend abgehaltenen Versammlung der Zimmer- gexcßrn 1st_ de'sbalb beschlossen worden, den Arbeitgebern ordnungs- nraßtg zu kundzgen, sod'Jlß in 14 Tagen, wenn bis dahin eine Einigung mcht erzielt wird, der usstand eintreten würde.

_ 21115 Weixen'fels wird der .Frkf. Ztg." unter dem 26. d. M. ae1chrtcben, ka _dte Zahl der ausständtgen Bergarbeiter in

etZ-Weißensels 2300 bw 2400 bejrägt; von dem Ausstande nd 22 Betriebe betroffen.

Ju Landsherg an der Wartbe haben, einer Mittheilung des .Vortyärtß' zuso_lge, die Bildhauer der Bendix'schen Holz- bearbeitungs-Fabrtk wegen Lobr-streites die Arbeit nieder elegt.

In Dresden ist nach dkmselben Blatt die Lohn (wegung der Tischler und Glas er für beendet erklärt worden. In einer Reihe yon Werkstättm haben sich die Arbeiter überhaupt nicht an der Lohn- bewegung betbeiligt.

' Aus Berlin wird_ der „Köln. Ztg.“ tele rapbiert: Die Musik- lnsirumenten-Fabrtkgnten werden fich1 in ganz Deutschland vereinigen, um bet Auss1a_nden gemeinsam vorzugeben.

JnLondorx steht, wre die .A.K." berichtet, in derMaschinen- haubranche em groß?; Ausstand in Ausßcht. Gestern woklten “.?" drei von den großten Maschknenfabriken an der Themse 1000 Maschinenbauer kündigen. Es handelt sich um die Erringung des achtstündi en Arbeitstages. Die Arbeiter be- haupten, daß 150 irmen i n schon bewtlligt haben. Widerstand leisten namentlich hornycroft u. Co. in Chisw1ck, Humphreys u. Tennant in, Dep ord und Midlotbian u. Co. in Southwark. In diesen, Fabriken so te gestern ekündigt werden. Es heißt, daß etwa 70 Ftrmen in London einen erband gegründet haben, um der For- deruna der Arbeiter ntgegenzutreten.

In Lyxon er11är.*n, wie der „Köln. Ztg.“ unter dem 27. d. M. Llemeldet wtrd, d1e vereinigten Bauhandwerker den aÜgemeineu

uéstand, der angeblich 20000 Arbeiter umfassen wird.

Statistik und Volkkwirthsthaft.

Die Durchschnittsvreife von Getreide in Württemberg 1. d. I. 1766-1895.

In den .Württmbet ischen Jahrbüchern für Statistik und Landeskunde“, Jahrgang 1886, haben 131". O. Ttüdinger und Her- mann Mäbrlen tn Stuttgart als neuen Beitrag zur Preisgescbicbte eine gebgltvolle Arbeit mit „TabeUen über die Durchschnittsprelse der ErzeugmsZe des_ eldbaues m Württemberg in den Jahren 1766 bis 1895 yewffezrtlt 1, welche das gesammte vorhandene prengeschichtliche Matertal fg: dieses Lan_d, die pertiefte Erkenntnis; der wirtbschaft- lichen „Vorgange, die gesingerte Crnficbt in den Gang und die Ursachen der Preisbewegung wahrend der lesten hundert Jahre zu einem ein- betstltcben Bilde vereznigt. Die Durchschnittöpreäse sind für den Zetjrgum You 1766 1716 1815 den Rechnungsbücbern größerer (Güter, fur die spateren Jahre den PreiSnotierungc-n der öffentlichen Märkte des Landes entnommen und sodann für heutige Maße umgerechnet.

Es wurden danach durchschnittlich bezahlt für 1 (12 (100 kg):

im Jahre Kernen Gerfte Hafer Dinkel Roggen Weizen .“ =“- .46 ck „46 . 1766 8,41 5,86 4,89 6,01 5,83 1770 18,96 13,19 7,14 13,54 15,09 1775 9,21 4.69 6,12 6,58 6,17 1780 11,05 7,03 7,14 7,89 8,23 1785 11,05 5,86 5,11 7,89 8,23 1790 14,20 10,85 7,14 10,14 10,97 1795 31,57 14,65 18,37 22,55 21,94 1800 13,26 8,79 7,14 9,47 8,91 1805 23,41 11,72 10,20 16,72 17,83 1810 13,15 8,79 6,63 9,39 8,91 1815 24,49 14,65 10,20 17,49 16,45 1820 11,78 6,74 5 92 8,41 7,18 1825 11,38 7,79 6,30 8.20 6,95 1830 14,88 8,21 7,35 , 10,22 10,51 1835 13,20 10,52 9,03 9,88 10,17 1840 17,54 12,34 8,23 11,60 12,91 1845 20,12 15,54 10,69 14,17 16,12 1850 14,17 8,97 8,00 9,66 9,71 _ 1855 28,34 17,65 12,11 18,68 22,92 28,45 1860 23,32 19,09 13,94 15,02 18,11 22,61 1865 16,74 12,80 11,43 12,23 12,91 16,46 1870 21,43 15,89 15,25 15,02 15,37 20,80 1875 21,09 18,55 16,10 14,93 17,69 20,81 1880 23,76 17,51 13,37 16,28 20,83 22,72 1885 17,95 15.21 13,38 13,00 16,12 17,52 1890 21,14 18.09 15,59 14,68 18,14 20,11 1895 15,50 14,91 1209 11,65 12,59 15,39

Vor Ausbau der Eisenbahnen war es fast ausschließlich die Ernte des eia-nen Landés, welche die Höhe drs Angebots bestimmte; daher unerhört bobo Frucbtpreise in den in vorstehender Tabelle nicht auf- geführten Mißjabrkn 1816 und 1817: für 1 (12 Kernen _ d. s. die aus den Hülsen oder Spelzen des Dinkels oder Spelzes, einer geringere Bodenansvrüche machsnren Weizenart, der Hauptbrotfrucht des Landes, auf den Mühlen durch ,Gerbcn" gewonnenen Körner, .gegerbter' Dinkel _ im Jahre 1816 durchfchnittlich 35,48 „ki, im Jahre 1817 sogar 47,60 26, Roagen1816: 27,80 „44, 1817: 39,31 „M, Gerste 1816: 24,81 „M, 1817 : 39,85 „14 Um dem Gstreidewucber, dsrdiese außerordent- liche Tbeueruna auszunußen suchte, Einhalt zu thun, wurde damals (im Vorsommer 1817) ein gefeßlicher Maximalpreis für die Fruchtmärkte fest estßt, und zwar für 1 Scheffel anel 16, ©2111? 27, Kernen 42, HaLer 12 Gulden. Nachdem die Ernte? des Jahres 1817 aux aus- gefallcn war, sanken die Prsise wieder fast ebenxo rasch, als fie €- stiegen waren, und so betrug der Durchschniftspreiß von Kernen m Jahre 1818 mit 22,06 „ck nicht einmal Uhr die Hälfte des Preisks im Jahre 1817 und sank im Jahre 1819 auf 13,68 ck14, im Jahre 1820 auf 11.78 „44 für 1 (12.

Wie sehr die in frühererx Zeiten 10 innige Wkchselbezisbung zwischem den Fruchtvreisen und drm Erntrausfall auch auf die Tokale Versckoiekdknheit der Preise nicht nur von Land zu Land, sondkrn in demselben Lande yon Marktort zu Marktort wirkte, zeigt folg-xnder Vrrgleich der Stuitgarter Preise mir denen von Ulm im Jahre 1781, wobei allerdings zu bkacbtcn ist, daß letztere Prsife aus drr 3511 vor der EM!? und erstere aus der Zeit nach der Ernte stammen:

Preise in Sjuttgart in Ulm für 100 Rz; .“. .“ Kernen 6,36 Nopqen ..... 7,54 4,70 Gerste 5,86 4,28 Hafer ...... 5,31 3,89

Die Stujtgarter Preise smd beträchtlich höher als die Preise in Ulm, weil die fruchtreiche 111er Gcgénd neben Versorgun des Körner- bedarfs drr städtischen Bevölkerung noch Getreideausfukér ermöglichtr, während Stuttgart der K'ornzufubr aus andkren Gegenden bedurfte 11:15 die erheblickxen Kosten des Landtransporjés tragcn mußte. Noch in den 50 er Jahren disses Jahrhunderts zkißtsn die württembergischen (H(treidemärkte die größten Preiéuntérscbiede; so betrug im Jahre 1854 der Unterschied zwischen dem Kernendurchschnittspreis des Schwarzwald- und demjenigen des Neckarkreiscs 3,60 „14 für den Zentner. Noch viel bedsutcndcr waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Säxrannen. So betrug ebenfalls im Jabre1854 der Durab- schnittépreis für 1 tr. Kernen auf der Schranne Crailsbéim 11,97 „44, auf der Schranne chorndorf 18,30 „14; Nürtingen notierte 13,84 „M, Mösßngen 20,65 .46 Die auffallendstsn Preißuntxrsäyiede aber zsigten in diesem Jahre die Schrannen des Donaukreiyes: Kernenprcis in Riedlingen 10,80 „FQ. in Laygenargen 25,96 574 für 1 Ztr. Auch drr Ausfall drr Kartoffelernte war in früheren Jahren

Von Einfluß auf die Getreidepreisx*. So 5011611 infolge Auftretens der Kartoffelkrankbcit die Jahre 1846 und 1847 bei guten mittleren Getreideernten nur ganz geringe Kartoffelrrntcn, und der Durchschnitts- preis für 1 (12 Kcrncn stieg infolge dessen Von 20,12 „54 im Jahre 1845 auf 28,17 „M im Jahre1846 und auf 32,40.“ im Jahre 1847, ging aber im Jahre 1848 nach einer befriedigenden Grtreideernte und einer qualitativ chständi zufriedensteücnden Kartoffelernte auf 17,77 „14 zurück. _ Dsr 52 e Stand der Fruchwreise in den Jahren 1854 und 1855 war eine Folge der eringen Ernten der voraus- geganaenen Jahre; es stieg der Durchscßnittkpreis für 1 (12 Kernen von 22,69 .“; im Jahre 1853 auf 30,92 .,“ im Jahre 1854, Weizen Von 21,94 „M auf 32,83 „44, Roggen von 19,20 «jk auf 27,14 „16 Einen gleich hohen Stand wie in den Jahren 1854 und 1855 erreécbten die Fluchtpreise seitdem nie wieder, obwohl mehrmals theils ebenso geringe, theils noch geringere Ernten zu verzeichnen warm, so in den Jahren 1866, 1867, 1873, 1876, 1878, 1888, 1889. Mit dcr Ausbildung des neuzeitlichen Verkehrömittel- und Nachrichtenwcsens gestaltete sub der Landesprcis mehr und mehr unter drm Einfiuß nicht allein dcs ErnteausfaUs res cißencn Landes, sondern des W'lt- Erntecrgebniffes, und es trat an de Stelle der nationalen Preis- bildung die iuternationale. Immcrbiusind infolge der kaum zureiZendcn Getreideernte des Jahres 1872 und der geringen Ernte des abres 1873, in welchem namentlich die Hauptbrotfrucht des Landes, der Dinkel- wetzen oder Spelz, einen starken Ausfall erlitten hatte, die Frucht- vreise stark in die Höhe gegangen: für 1 (12 Kernen vou 2411.46 im Jahre 1871 auf 26,68 .,“ im Jahre 1872 und 29,47 .“ 1m Jahre 1873, Weizen von 23,78 «M auf 26,07 „ki- bczw. 29,31 «16 Aberschon dte Mißernten der Jahre 1888 und 1889, wie sie in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts in Württemberg einzi dastehen _ dcr

esammtausfall der 1889er Ernte ist yon sachver tändiger Seite auf nicht weniger als 28 Millionen Mark berechnet worden _, hatten so wenig Einfluß auf die Preisbildung, daß rer Durckofchniitsvrcis für 1 (12 Kernen von 18,55 „16 im Jahre 1887 auf nur 20,16 «16 im Jahre 1888 20,32 .“ im Jahre 1889 und 21,14 .,“ im Jahre 1890, Wéizrn von 17,92 .,“ auf nur 19,96 .“, bez. 20,23 .,“ und 20,11 „ji, Roggen von 15,11 «M auf nur 15 81-14,

...-

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bezw. 16,51 .,“ und 18,14 „M fich erhöhte. Troß befried1aender Landeöernten in den Jahren 1890 und 1891 stieg der Schrannenpreis

im Jahre 1891, der gleichzeitigen Sjeigekung -auf dem Weltmarke folgend, noch weiter; für 1 (12 Kerncn auf 22,62 „M, Weizen auf 22,82 .“, Roggen auf 19,82 ._.-ck, um bis zum Jahre 1894 beständiß zu sinken. 1895 trat dann „Meder eine _ für Gerste, Weizen un Kernen sogar nicht unerhebliche _ Erhöhung der Fruchtpreise ein.

Für die levten vier Jahrzehnte bereckmen fich folgende Durch- schnütsvreise für 1 (12:K G | Has W R . . emen er e er eisen ogaen

m den 10 Jahren ..“ ck ““ '“ .“ 1850/59 21,80 15,16 11 55 22,81 17,13 1860/69 21,72 16,09 12,68 21,26 16,40 1870/79 24,32 18,46 15,14 23,43 19,06 1880, 89 20,31 15,90 13,07 19,65 17,23.

Vemerkenßwertb ist, daß das Jahrzehnt 1870/79 durch einen Preis- bochstand fich außzeichnet, den es besonders seiner ersten Hälfte und dem darnaligxn wirtbschaftlichen Aufschwung verhankt. Schnell aber erfolgt tm nachsten Jahrzehnt 1880/89 ein Rückschlag unter Wirkung der wachsenden, dyrch die Verkehrßmitfel erleichterten Konkurrenz des Weltmarktes. Wahrend aber Hafer und (Gerste, beires nicht Welt- barrdelßartikel, noch „immer einen höheren Preis zu behaupten ver- mogen, sxnkt das eigentliche Brotgetreide im Preis noch unter den Durchscbmtxspreis der 50 er Jahre.

' Wie dre Fruchtpreise in Württemberg nunmehr ganz unter dem Emfluß derW'ltmarkLPreise stehen, so zeigen fie auch an den einzelnen Fruchx'marktorten'eine_größere Gleichförmrgkeit. Der Verkehr auf den öffentlichen G21re1demark18n hy: indeffen schon seit Jahren abgknommen. Am Schlusse der Arbeit W1rd noch hervorgehoben, daß dre moderne Entwickelung des Verkehrs- und Nachrichtenwesens auch die bis- herige Art des Kaufes uxd Verkaufes dEr Bcotfrucht auf dsn Schrannen des Landes umzugestalten strrbt. „Der Schrannen- verkehr des Landes nimmt stetig ab. Theils pflsgt der Käufer (Händler, Müller, Brauer, die Proviantämter) jeyt in unserem von Eisenbahnen nach jeder Richtung durchschnittencn Lande mehr und mehr vom Produzenten obne Vermittelung des Schrannenmarktes im Hause zu kaufkn, theils wird der Kauf und Verkauf des Getreidss an der Börse _ Landcßproduktenbörsen in Stuttgart 1811 1861, in Hall seit 1895 _, auf denen die Geschäfte nur nach Mustern abgeßchloffen Werden, immer aUg-zméiner.“

Literatur.

In London ist am 26. d. M. die bxkannte englische Roman- schriftstellerin 5Ykargaret Olipbant im Alter von 69 Jahrxn gestorben. Sie gehörte zu den erVorragenderen Vertreterinnen der englischen Erzählungskunst und bat eine lange Reihe yon Ro- manen vérdffentxicbt, welche das Landleben drr höheren Kreise, aber auch das fülle Pfarrhaus und dre Dorfidylle behandeln. Daneben War fie auch auf den Gebieten der. Biographie und der Literatur- gefcbichte thätig. Sie verfaßte einc dreibändige Geschichte der nsuersn englischen Literatt-«r, 1790 bis 1825 (1882 erschienen), und im Jahre 1892 Veröffentlichte sic: „“1'116 7101016511 NYS 0k§ug11311 1166r2ß5r6“ (zwei Bände).

„Die Wasscrkuren.“ Jnnrrxx und äußere Wasser- anwendung im aufe. Zur VerbüturHZ und Heilung von Krankheixen. Für Laien dar etellt von ])1'. 11168, . Wich mann, dirigierendem Arzt der Wa erheilanstalt in Ilmenau. 2. verbessert? Auflage. Mit 8 Abbildungen. Verlag von Otto Salle, Berlin 77. Pr. gkl). 1 .,“ _ Der Verfasser, ein auf „seinem Spezialgebikt [)(-kannWr Arzt, behandelt in dieser Schrift in Einer für Iedérmann verständlichen Schreibweise sowie überfichtlichkr Gruppikrung dcs Stoffss die mannigfachsten Anwendungen des Wassers und zeigt, wie Heilerfolge damik nicht allein in Kurorten, Waffsrßeilanstalten u. s. w., sondern bei entspreckpender Behandlung auch im Heim des Kranksn crzirlt werden können. Im Hinblick daran, daß fich die Wafferheilmstbode neuerdings für eine Reihe von Krankheiten wiedéc der Anerkennung erfreut, dürfte das praktische Büchlein Vielrn, besondérs Nervrnkranken, willkommen sein.

_ KatechiSmus der Schwimmkunst von Martin Schwäaerl. Zweiie Auflage. Mit 111 Abbildungen. Verlag von J. J. Weber in Leipzig. In Original-Leinenband PKW 2 .“ _ .Der vorliegende Leijfaden giebt in dem ersten, ,Die Schwimmschule und ihre Hilfsmittel“ betitelten Abschnitt dem Lelyrrr Anrveisung, wie er den Schüler zu behandeln hat, warm ihn vor Fehlern gegen die Ge- sundhritsprY3 und bietet dann Unterweisung im Brust- und Rücken- schwimmen, affertretsn, Dauerscbwimmru und für dix Vorbereitung zur Ablegung der Schwimmprobe. Dsr zweite Abschnitt 12111 die höhere Schwimmkunst in allen Schwimm1agckn und wendet fich zucht dsn mannigfachen Sprungartrn zu. Der drirtc Abschnitt endlich bandclt eingebknd Von dem Tauchen, rem Sckywimmkn in der Kléiduna, den RottungSVerfuchen und giebt Anleituni] für verschäedene ergö liche Schwimmspiele. Das k1€ine BUZ) ist kar und leicht Verständli r- schrixkscken und wird Lchrern 11118 Schülern fich als ein gutsr Berat ,cr cher en.

_ Das jüngst erschienene 12. H-Ift dcr Halbmonatssckprift „Aus fremden Zungen“ (Teutscbc Verlagö-AnstalT in Stuttgart) ist von einem besonders mannigfaltigen und rcizvoüen Inhalt. An rer Spi des Hefts stkvt der Romarx .Ramrmtcbo“, das- nc'Urste Wrrk des ranzosen Pisrre Loki, des Vcrfasskrs dcr „Islandfiscbcr' nnd der „Madame Chrysantbézmc". ,Ramuntcbo“ ift wsnigcr rin Roman als eine Dichtung zu nennen; Loki „schildert darin das Land, där Filtern und das W(sen drs Baskknvolkcß, wie er es mit scincn Po.t€11augkn erschant Hat. Dic .Handiung ist einfach, abm- gleicbwohl fesselnd, die Svracbc „schön und kia Darstcüxmg rrn prächtigem Kolorit. An zwcitcr Stcsllc findet man aus dcr (der dcs Russen Goatscbarow da;? (rstc ron vier .Porträté': kik östliche Charakterscbilderang cines 1s1111'kB6k16111kn. Es 711111 srdamr der schon im 11. Heft bcgonncm dänische Roman „Lic („(scbicbtc eincs jun cn Mädchens“ von Crna I'm“! - „Hansen. In diesem Wcrk deckt die crfaffcrin kühn und (::crgi'ch dék Schäécn der moderncn Frauenerziébnng auf. Dic Frisck)? nnd djs bcrcktc Ehrlichkeit der Schilderung führt 191ch1 ü'ocr manchc nnlrugbar etwas drastisckoc Steüen hinweg. Weiter finden wir noch (1116 packcnkk ungariscbc Er- zählung, „,.-Rodornnm 111 *xtorimn“ Von Julius Pekéxr, sowic rin ftimmungSyolles schwedis :s_G(dicht run Ulrik BMW. Endlich ist aus der Rubrik „Von DÖCU'M unk I(ncm“ noch eine !*mn- und bumorWUc rumänische chcndc zu crwäknrn.

Gesundheitswesen, Thierkrankheitcu vnd Absperruugs- Piasxregclu.

Algoricn.

Ter Gcncral-Eochrncur in ngcr bat angwrdncx, daß vom 21.d.M. an die Provcnicnzcn auöchkda in Algerien cincr är tlicbcn Untersucbunx nnd Dcöinfcktisn unjcrlicgcn und im übrigen Schiffe, welckpc das Notbc Mrcr pasficrt habe"", bcsondcrö überwacht wcrden.

Dic Regierung von Nru-Sük- Wales hat unter dem 12.3.1- nuar d. J. bcxüzliä,» der Einfuhr ron Vicb folgenden für einen Zeitraum von zwci Jabrrn gültige Vcstimmungsn crlaffcn:

Dic (Einfuhr von Rindvicb, Schafen und Schweinen nach dcr Kolonie Ncu-Süd-Walcs ist nur aus Deutschland, Gro britannien, Irland und aus den Vereinigten Staaten von “. merika ge- stattet, und zwar müssen diese Thiere entweder in Hamburg oder in London oder in Nrw-8 ork unter Beobachtung der bestehenden bezüg- lichen Vorschriften der chifft werdcn.

Pferdc, Kamcele, Hunde, Ziegen, Rotbwild, Antilopcn, Lamas, Büffel, andere wilde Wicdcrkäucr und unter besonderen Umständen au Stauzubcbör dürfen aus aUcn Ländern mit Ausnahme von

Aft ka untg_ Beobachtung der bcstebcnden bczüglicbcn Vorschriften nach Neu-Sud-Walcs eingeführt werdcn. Fqu und Streu dürfm