Die Staaks-Bauprämie ist aus den Betriebsüberscbüffen der Jahre 1872-1880 an den Staat zurückgezahlt worden, bildet also kein Pasfivum der GeseÜskbaft mebr. Die dem Anlaaekapitale gegenüber- stebenden, im Befiy der Recbte Oder-Ufer-CisenbaHn-Geseüschast und im Bexriebe befindlichen Strecken umfaffen zusammen 318,11 km, wovon 57,31 km xweigeleifig ausgeführt s'md. _ In neuerer Zeit wurde der Bau einer Nebenlinie von Kreuzburg über Rosenberg und Lubliniß nacb Tarnowtß geplank und ist bereits im Van de- griffen. Diese Bahn wird rmt Staafssubvention nach Maßgabe des Geseßes vom 23. Februar 1881 bergesteüt. Der Bau Wurde Ende 1881 begonnen und man erwartet die Tbeilstrecke von Kreuzburg bis Rosenberg am 1. Juni 1). I. dem Verkehr übergeben zu können. Zur Beschaffung deH Baukavitals wurde die Emission von 9 000 000,“ 40/9 PrioritäZH-Obltgationeq genehmigt. Außerdem sucht die GLskÜ' schaft geaenwartrg die Konze1fion nach zum Bau einer Sekundärbahn von Bahnhof Hundsfeld nach Trebniß.
Berlin, 7. Februar 1883.
Konsulatsberichte.
New-York. Ernteerqebnisse und Preéßverhälf- nisse, Dezember 1882.
Die Ernte landwirthschnftlicher Produkte des eben abge- laufenen Jahrks in den Vereinigten Staaten hat nach den Vetöffentlichungen des Ospartsmxzut 0t' JgricuWnrs und nqch den Pl.;ßnotirungen der in New:York abgeschlossenen Geschäyte folgende Resultate ergeben:
Weizen.
Das Ernteeraebniß entspricht fast genau den Angaben, welche in zuverlässigen Kreisen bereits vor 4 Monaten ge: macht worden sind. Die Spekulation hatte befonderkz auf hohe ZLffern in der Ernte an der Pacifikküsie gerychnet. Dort beträgt indessen dieselbe nicht mehr als 45 MiÜionen Busbel. Die Gesammternte der Vereinigten Staaten beläuft s1ch mzf 500 Mjllionen Bushel, d. 1). per Acker 131/2 Vusbel, was der 1312 jeßt exreichten höchsten Durchfchnitt§ziffer von 14Bushel (mkdrtg- ster Durchschnitt 10 Bushelper Acker) sehr nahe kommt. Dre Qua- lität ist im Allgemeinen Zu:. Daß Geschäft ist infolge des'bejseren Ausfalls der europäischen Ernte zur Zeit wenig bejrtedtgend, ja ck 5011 sogar Weizen von Bombay und dem perstschen Golf in Europa biÜiger geliefert msrden können, als von Amerika
aus. Preise vom 11. Dezember low New-York: Nr. 1 «bin- Doüars 1,081/2 pr. Bushel, 2 _,991/2 _ 523011100 „ 3 „
„ 1 188, 1:091/4 _- „ 1,095/8 ;; „ 2 „ „ 1,061/2 „ „
1,06 Hafer. Das Ernteergebniß ist fast dasselbe wie bei Weizen, näm- lich 480 Millionen Bushel. P 's ret 9: Nr. 1 wbits Doll. _ 50 Cts. 2
„ „ „
„
“
pr. Bushel, - 47-471/2 Cts. „ „
Roggen.
Das durchschnittliche Ergebniß pr. Acker ist 14,7 Bushel, was einer Gesammternte von 14 Milljonen Bushel gleich- komrétt. Die durchschnittliche Qualität Wird mit 95-100 cm- gege en.-
„ „ „
Preis: Nr. 1 Doll. _ 69 Cts. bis 70 Cts. pr. Busbel.
Gerste. Y([Ichsammtc»,rgelmiß 45 Millionen Bushel, nämlich 23,5 Bushel per er. Preis 961/2 Cts. bis 1011/54 CTS. pr. Vushel. Buchweizen. Gssammternte 11_12 Miüionen Vusßel, wovon die Hälfte auf Pennsylvanien entfällt, Quaktät durchschmtt-
[ich gut. Preis 76 Cts. pr. Bushel, Mais. .
Gesammterqebniß 1640 Millionen Vushel, was auf 65 Millionen Acker einen Durchschnitt von _25 Bushsl per Acker ergiebt. Gkgen das leßte Jahr ist xme Zynahme von 400 Millionen Bushol zu konstatiren. Dte Qualttät wird als „Zuysrjor“ bezeichnet.
Preis 60-703/8 Cts. pr. Vushel. Baumwolle.
Das definitive Ergebnis; läßt sich vor der Hand noch nicht angeben, doch wird man angesichts des auSgezeichneten Wettersa, während dss November, welches das Reifen der Baumwolle sehr begünstigt hat, nicht weit von der Wahrheit entfernt sein, wenn man auf eine Gesammternteddn 63/4 Mil- lionen BaÜen (auf einem Areal von 161/4 Mültonen Acker)
rechnet.
Preise uplsnä 10335 per Pfd. 016111317 713/15 [5 striat- 0111111211"! 81/4 81/2 Zooä 0101112117 91/15 95/15 strict Zam] 010111317 91/2 93/4 ]0v7 miääliUZ 915/16 103/15 MÄR 1017 miääUng 103/16 103/8 wjäciljnJ 103/8 109/15 Jom! 1111001111th 105/55 1013/15 strick Looc] mjääüng 1013/15 11 wjääling fair 115/16 111/2 fair 121/5 121/4
Amtlicbe Berichte aus den Königlichen Kunstsammlungen.
Jus dem Jahrbuch der Königlich Preußischen Kunstsammlungen. rscheint viertelxäbxlick) zum Preise von 30 „M für den Jahrgang in der Werdmannschen Buchhandlung zu Berlin.)
]. Königliche Museen in Berlin.
Gemäldegalerie.
L In dem Zeitrau ' 0 ' ' Gemälde ekwaen wFrdYZF 1. „zul: brs 30. September find folgende
Albrecht Dürer Bild ' ' ' '
- mß emes vornehmen Mannes m mrtt- [FRITHTF [Nach “ck75 ILWendet, den Black auf den Besäkauer &“ RecÖte übLI"Z-emLhkÜU"kn Wckiaen Haar und schwarzem VoUbart. wg. und Wbt 'e- ["k“ Ixxegt; lestere umfaßt eine kleine Papier-
auf em“ Brustung, auf die sich aucb der rechte Arm
lose stüßt. Schwarzes B *“ Untergewand von farbigeYYéosZéarzes Wamms,das„ oben offen, em
die mit Querstreifen von gsidgewirx'etßxex? läßt, mit geschlixzten Aermekn,
über die Brust und die link ch ' Band geziert smd. Quer schlagen. Gründlicher Gruned. LFELgtrszßeeiZalfäowarzer Mantel ge.
Bez. links unten mit dem Monogramm, dngusLb als alt er-
wiejen, aber eine etwas ungewöhnlx e Leimfarben auf feiner Leinwand. Hä.) 0??ka rbaZ 57InZVaYrLoFZZ
aus der Sammlung des Herzogs von Hamiltch. *
x
Für unsere Sammlung bei dem empfindlieken , Mangel an Dürerscben Werken von besonderem Interesse. Das B'ckd, das wobl 1" di? Jabre1496_14_98 geseßt werden muß, cbaraktensnt vornehm- lich die Frühzeit des Meisters und chat alle hervoxragenden MÄU- male seiner damaligen Kunstweise. N1cht blos Auffassung und n- ordnung, aucb Technik und Leinwand ver'ratbetx, 1xnbeschade_t der na- iionalen Eiaenart des Meisters, die deutlrche Etnwtrxung semes ersten italienischen Aufenthalts. In vieler Beziehung ertnnxrt daher das Bildnis; an den Dresdener Altar, mit dem _ck; ungefahr gleicbzkltiß (oder wenig später) entstanden sein mag, wie a,b!(b die „gleiche Mal- weise auf feiner Leinwand bezeugt; nur 1st_d1_e Außfuhryng. ent- sprechend der bezüalicben Kunstaattung, _sorgfalttaer und ltebevokler. _ Die Persönlichkeit des Dargesteüten, xedenfalls vornehm "und be- deutend, wenn auch von wenig anspr'ecbendem und fast dusterem, drohenden Aussehen. Hat sich bis jeßt mcht„fests1el!e§_ [a?en. Ja der Sammlung Hamilton galt das Bild fur em Selbtvyrjrat des Meisters, docb erinnert nur etw-t dgs [ange Welllge aar und die dem Selbstbildniß in Madrtd glercbe Steklung an den Künstler. Nach einer anderen Ueberlreferung solxte xs emen qu- fürsten von Sachsen vorstellen. Das könntx mzr Frtedncb der We1_1e sein, dc-n wir aber, insbesondere aus den Btldmffen CranaÖS, 11111 zu ganz anderer, aÜzuonlbeleibta-r Gestalt kennen. Ob er aber 1115191111 jüx-geren Jahren dem Bilde Dürers entsYrockzen haben mag? Zw11chen den Jahren 1494 und 1501 hielt fich Frxednck) der Werse wrederbylf in Nürnberg auf, und des Künstlers Vezrebungen zu th„[affen stck) schon jeßt bis in den Anfang des KA, Jahrhunderts zurückverfolgen Näheres werden vieUeicht weitere Yrscbungey crgsben. , ,
2) Francesco Squarcione. urig mtt dem Kmde. Maya, hinter einer niedrigen steinernen Brustung, „tm Pkofilsnaä) l1nks gewendet, drückt das nackte Kind mit beiden Handen_an tbre B(ust, indem fie mit der Rechten den 'Mczntex um es schltygt; das Ktnd, erregt zurückblickend, scheint fich m' tbre Arme gefluchtet zu_ babexj. Zu beiden Seiten der Maria je eln Kandelaber; Hznter tbr em rotber Vorhang, zu dessen Seiten ein schmaker StretsenßandsckZaft und leicht bewölkter Himmel. Auf dem Vorbanzze oben am 011 31er- lichen Bändern schwebendes Gebänge von Frachten und Blattern. Auf der Brüstung ein Apfel. _ Maria fast lebensgroße Halbfigur.
Bez. auf der Brüstung: 07138 827311010181 k10'1'01118. _ Jn Tempera auf Pappelbolz. H. 0,82, br. 0,68. _ Ern'orben m
Padua.
Das Bild des seltenen und als Führers der _SÖule von Pgdqa für die Entwickekung der oberitalienischen Malerxt besonders Wichtr- gen Meisters füUt in unserer Sammlung, in der di? Ku'nst des Quattrocento eine hervorragende Stellung einnimmt, eme 113011 un- wesentliche Lücke aus. Es ist neben einer Altartafel in der stadttscben Galerie zu Padua (von 1452) das einzige bezeichnete und ficher be- glaubigte Werk des Künstlers und stammt, gleich jenem Altarwerk, aus dem Hause Lazzara zu Padua (noeh kürzlich daselbst), für das zweifeléohne beide Bilder urWrünglicb gemalt waren. Von jkner Tafel aber untersckyeidet fich unsere Madonna durch die Formenfülle, die Lebendigkeit der Benoegunq, den schönen Kopf der Maria so vor- tbeilbaft,-daß Etorve und Cavalcaseüe zu der Annahme geneigt find: „troxz der Inschrift habe Mantegna als Gehülfe Squarcione's An- tbeil an dem Bilde gehabt“.
Zur Herstellung baulicher'Arbeiten für dée Einrichtung des UKULn Heizunßssvstems mußtexx die bétden nach Süden gelégenen Oberlicht- säle für einige Zeit ge1chloffen werden. - Der Umbau des östlichen Flüqu geht seiner Vollendung entgegen; derselbe wird hofféntlich
gleich eitig mit dem dazu gehörigen und in seiner Ausstattung neu herzujztellenden südlichen Oberlichtsaale im Frühjahr 1883 eröffnet Wexden können.
Jul. Meyer.
13. Sammlungen der Skukpturen und Gipsabgüsse.
]. Abtheilung der antiken Skulpturen.
An Originalen erwarb die Abtheilung in der Zeit vom 1. Juli His 30. September 1882 eine Anzahl Bruchstücke von Skulptur- und Arckoijeklurtheilen, welche mit einer schon früher erworbenen Knaben- stajue in Tarent gefunden waren“, es fänd, soweix ('ich urtbeiken läßt, bevor Aües hier angekommen ist, Ueber- reste eines Gradmals, Kapitäle, Friesverzierungen, leß'fere auch dadurch merkwürdig, daß fis in Hochrelief außgéschmtten und auf einem Hintergrunds befestigt Waren. EbenfaUs aus Tarent stammt ein kleiner weiblicher archaischer Torso" Durch Herrn Hu- mann wurden in Smyrna vier kleine Reliefftucke erworben, zwei Erotenfciese, der eine angeblich pergamenifcben Fundorts, sodann ein Stück mit eincm römischen Porträtprofilkopfe in Rankenornament, am Pagus in Smyrna gefunden, das vierte endlich an:? Hierapolis (Phrygien) mit der rätbselbaften DatstLÜung dreier, nach rechts ge- wandt nebeneinanderstebender, bis auf einen Schurz und einen Hals- ring nackter, junger Männer, die jeder einen großen Hammer ge- schultert tragen; links, wo der Stein abgebrochen ist, folgfe, wie es fckeint, ein vierter. Von der Inschrift am oberen Rande ist der Schluß . . . . LO/UURULJVZ erhalten; im Fslde steht “!“/12". Einige Kleinigkeiten wurden der Abtbkikung aus der vom Antiqua- rium angekauften Beckekscben Sammlung überwiesen.
Die Sammlung der Abgüsse erhielt von Hrn. ])k. Hartmann in Beirut Abdrücke der Polsterverzierungen eines großen Sarkophags in Laodicia. Aus Paris wurde der von Brunn neuerdings für ein Original des Praxiteles erklärte Satyrtorso vom Palatin im Abguffe bezogen, und als wertbvolles Geschenk des Königlich itaüc'nischen Unterrichts-Ministeüums ging ein Abguß der in der Viüa Hadrians gefundenen Dionysosstatue ein, der Kopie eines griechischen Originals aus dem 7. Jabrbundert v. Chr., Polykletischer Art verwandt.
Ganz besonders muß aber der Abfocmungen des ganzen Testa- ments des Augustus in Ancyra und einer AquaHl der Fels- skulpturen von Bogazkiöi bier gedacht Werden, welche «Hr. Dr; Hümann auf einer im Auftrage der Königlichen Akademie der Wissenschaften und der Köpigliäyen Museen eigens zu dem Zwecke unternommencn Reise glücklich zu Ende führte. Schon find die Formen'aüem Ansckpeine nach in gutem Zustande in der Formerei der K'ömglichen Museen eingetroffen und werden obne Verzug aus- gegossen, um die Abgüsse zur Aufstellung und zur Abgabe an andere Sammlungen zu bringen. Eingehendere Mittheilungen über die Er- gebmffe'disser Reisearbeiten bleiben vokbebalten,
Setjens der Restaurationswerkstatt Wurde die AufsteUung dreier Statuen Und zwqier Einrahmungen von Wandniscbw, sämmtlicb Fund- stucken der zxverten pergamenischen Außgrabungéveriode am Ende des_O_stsaa_les “tm Museum voUendet, dabei mit aUerböchster Wahr- schemltchkat die Zugehörigkeit eines Kopfes zu der Athenastatue mit kreuzweise gclegter Aezis wahrgenommen. Diese Aufsteüung war mit Ansxrecxgung aUxx_Kräfte qm 14. Auaust ferfig gsworden, als Se. Maxestat dcr Katjer und König der Abtheilung die Gnade Seines Besuches schenkten.
Erst ganz kfzrzlicb wurde endlich wiederum ein Fund bei der Reinrgung der Stmsblöcke der (Gigantomackpie gemacht; der Name Nexeus kam unter der Kalkdecke rechts an dem Eckblocke zum Vor- schein, auf „dem [inks der Name Amphitrite fich befindet, Daß dieser Eckblock mtt Recht auf die Ecke links von der Treppe gesetzt war, faxrd dadurck) feme "endgültige RechtferTigung, und die Benennung der bejxchn tFrguren zunachst links und rechts von der Ecke ist jest ganz get er.
_ Unter verschiedenen Arbeiten an GPPZabgüffen ist die Zusammen- fugung des farneüschxm mehrfach für ekna'n Laokoon gehaltenen Torso zu Yxapel (Arch. Zett. 1803, Taf. 0111187111, 3) mit dem zu ihm gehortgen, im Palazzo Farnese zurückgebliebenen, linken Arme cr- wabgenswertk). Herr 1312 Lange gab den Anlaß zur Anschaffung der Abguffe mzd Anstellung des Versuches, durch welchen festJesteüt ist daß Y JFF?) ektrz Atlxmt ist. K “ ' te, e a non es großen ataloges der Ori 'malskul turen schrttt b1s zur Nr. 473 vor. Der kleine Katalog chr-Gypsxbaüffe wurde zum Neudruck? vorbereitet; aucb find zu einer neuen Bear-
we1che das Museum in die Hand nimmt, die ersten Vorarbeiten bego'É'en'l dscb ftlicb Rk ft kt" d Ak 1 me an a e eon ru wn er rovoisv im Karton von Fr. Thierscb in München, vom F"?!"mstleovj:1 YMWR Museum geschenkt, fand im pergamenischen Saale ihren PlaF onze.
(Fortsetzung folgt.) große *allgemeine
Das vorläufige Programm für die
Gartenbau_-Ausstell_ung, die der Verein zur Beförderung des Gartenbaues m den Köyxalich preußischen Staaten, die GeseÜscbast der Garienfreunde Berlms und der Verein „Versuckpßgarten' hier- selbst v:?ranstalten Wird, weist 236 Preisaufaaben auf, für die theils
Medaillen. theils Kunstgegenstände, Geld- oder Ebrendi [ ausgeseßt sind. Ein Ehrenpreis ist für die hervorrageYdY; Verdienste um d1e Aussteüung überhaupt bestimmt; für
dekorative Grquen, bei degen aucb ornamentaler Schmuck gestalte“! ist, stehen 7 Preise zur Verfugung. Von den 9Preisen für Rosensoa der erste dem zugesprochen Wexden, der mindestens 12 Exemplare in 6 Sorten ausstellt, Welche m Bezug auf Kultur und äußere An- forderung _den auf den ' englischen Aussteüungen vertretenen Rosen glexchkommem Yet den 6 Preisen für Orchideen ist sowohl auf Sortcn; dte fich zu Marktpflanzen eignen, wie auf Schaupflanzeg Rucksicht_genommen; ein_ Preis ist außerdem für eine neu eingeführte 'Ortbxdee v":)n spexifijckyem Werth aUSJesetzt auch unter den 1] Preisen _fur_ blubende Warmbauspflanzen findetfich“ ein solcher für eme neue_ Etnfubrung der Züchtung wie es überhaupt das Bestreben des Comttés war und rst, „durch die Ausstellung nach (10611 Seiten bin möglichst anregend zx: wrrken. 45 Preise locken die Züchter blühender KalthaquUanzeq- msbesondere von Azaleen, Ca- melien, Rhododendron, Ertken,„(§1[eus u. s. w. Dm 8 Preisen für blühende Zwiebelgewächsx des srxten chndes sieben eben so viel für blühende Stauden gegenubex. Em Prets unter den 21 Preisen für Blattpflanzen soll dLm Aussteller VM PUMP. dix sich besonders zur Zimmsrkulfur eignen, zugxfprochen werden. Fur Dtckpflanzen und baum- artige Lilien sind 6 PreiHaufaaben gxstcllt. Bet den 16 Preisen für
getriebene Gehölze des fxeten Landes rst sowohl auf blühende wie auf
nicbtblübendeGedöszL Rucksxchtgcnommen; Em Preis winkt dem Aus-
steller eines blühenden, btsher noch mcht als treibfäbig bekannten
Baumes odcr Strauches. „ Für „gewöhnliche Gehölze ;)“ freien Landes find 12, fur Conxferen 6 Yreißaufgaben ge- steÜt Recht inTereffant dürfte eme Aufste ung von 95,7,
bäumen werden, welche die Erziehung derselben in den !) Wenen Stadien vom Kcimling_ an vorführt; ihr ist einer der7 ' Obst- bäume reservirten Preijc zugedacht. Den 8 Preixen für oetriebenes und konservirtes Obst geseüt fick) ein 9. inzu, der für das beste in Deutschland nach der neuen amerikanischen Methode bergxstelste Dörrobst bestimmt ist., Sehr belehrend dürfje auch die Abtheilung der cxotrschen Nußvklauzen werden. Sie wird u. A. enthalten eine Zusammenstellung der Pflanzen, ck uns die wichtigsten Kolynialryaarn' _liefem unter Beifügung der Samen odcr Pflanzentbetle, wre drexclben im Handel vorkommen,“* eine Zufammensteüung der wickokigften Gespinnskpflanzen sowie der davon gewonnenen Fasern und der daraus gefertigten Stoffe und kndlich eine Zusammenstellung _von fremdkändischen Pflanzen, deren Holz bei uns als Nußbolz eingeführt wird. Für Gsmüse smd 12, für abgeschnittene Blumen und Arrangemxnts 18, für Gartenpläneß und für Gartengerathe u. s. w. 27 Preise auSgesth.
Die Generqlversammlung der Vereinigung 1er Steuer: Und Wrrtk) schaft5reformer nahm gestsrn noch fob gende Resolution: „Die Generalversammlung begrüßt die Be- strebungen der Bauernyercine mit lebhafter Freude und hofft. daß die Bauernvereine ber voUc-r Wahrung der Selbständigkeit ihrer Organisation gemeinschaktlfch mit uns (den Stkuer- und WirWsÖafts- rsformern) zur gedethluhen Lésung, der wfrthschaftlichen Fragen energisch bkitragen Werden,“ mtr etnem Anfrage des Hrn. Schön- feld an: „Es ist erwünscht, in alken Pr'ovinzen des Deutschen Reiches Bauerntage behufs Behandlung volkßwtrtbfchaftlicher Themata, Welche d'xe Landwirjb1chajt beTreffen. abzuhalten“.
Den ersten Gegenstand dsr beuti gen TagLLordnung dikdete 'die Wäßrungs frage. Der Referent, Dr. O. Arendk (BMW befür- worxefe. in Gemeinschaft nut dem Korreferenten, Frbrn. v. Mirbach folokndc_ Resolution: „Die Generalvetfammlung Hält an den Beschlünen früherer Generalversammlungen zu Gunsten der ver- tragsmäßigen Doppelwäbrung _feft und ficht in der Bekämpfung der Goldwährung eine der Wichtigsten Aufgaben der Sozialreform. Die Generalversammlung hofft, daß die ReichSregierung durch An- regung eines Wiederzusammenjritts der vertagtcn Pariser Münz- konferenz eine Einigung über die Silberfrage anstrebt.“ Nach1ängerer Debatte, in der sicb sämmtliche Redner im Sinne des Referenten aussprachen, gelangte die Resolution einstimmig zur Annahme,-
Der Stolzescbe Stenograpbenverein zu Berlin eröffnej am Freifag, den 9. d. M., Abends 8? Uhr, in seinem Vsreinßlokale, Alte Post, (1. Burgstraße 71., unxer Leitung seines Vorfißenden, des Parlamentsstenograpben Hrn. Backler (80. Engel-Ufec 6) einen wöchentlich einmal staxffindenden «entgeltlichen Kursus zur Aus- bildung in der „praktistyen Handhabung“ der Stenograpbie, an dem fich auch Nichtmitglieder betbeiligen können.
Gestern Abend fand im Residenz-Tbeafer die Aufführung des . Othelw ' m_it veränderter Besetzung der beiden Hauptrollen statt. Mr. Booth Mielke den eifersüchtigen Mohren und ein Hr. Lederer a. G. den Fäbndricb Jago. Der amsrikanische Dar“ steller bat, den großen itakienijchcn Schauspielern folgend, den Mohren Sbakespeare's in einen Mauren verwandelt: so konnte er dem G2ficht, der Gestalt und Haltung den vornehme“ durchgeistigten Ausdruck geben, Welcher den Adel der Seexe (mä) in dcr äußerenCrscbeinung d::ccbscbeinen läßt, Dem Gefubk W Publikums wird dadurch Rechnung getragen, da die Liebe der Desdemona zu einem äußerliä) abs'cbreckenden Mohren dem Zgsebauer schwerer glaubhaft zn mackyen ist. Bei der Ben'egxithke-t und gexadesu erstaunlichen Ausdrucksfähigkeit seiner Gcfichszuqe gab der KMM“ sein Bestes in der großen Scene, in welchxr dt; Verwandlung semekr unendlichen Liebe in eine ebenso grenzenlothtkersucht vor fich geb., Die rührende und innige Zärtlichkeit, unt welxber er _fich VXN Desdemona verabschiedet, hat noch tbken Gndruck "UN „NWWB 0,5 der langsam gestreute Same des Verdachts 111 dem Gemutbe DMU!) S Wurzel faßt und der Ausbruch des herzzerrxtßendey GramZ und einer Wohnwißigen Wildheit die Seelen der Horer bzs ins ?ßnnerste ec- scbüttert. Die Ungewißbeit, welcbe er Vexstand mch zu losen vermag, treibt den Liebenden umber wie, einen Gefangeden, MWT ybn- mächtig an den Eisenstäben seines, K_erkers ruttelt. Jn dtcsen Seelcnkämpfen. welcbe Mr. Booth tn ]edex Fass): und „Muskel des Gasnbts zum Ausdruck zu bringen vcxmag, lxegt sern unlodltchxx Zau- ber und seine stärkste Gewalt über dre Gemutber. Daß der Kunstler wiederum rauschenden BcifaU ernjxte, braycht kczum wtederhyltzk werden, da jedestincr Leistungen emne so cjaenartjge qnd ergreifende ist, daß man vergeblich Versucbxn ZkadL- Usb dem Emdklkck 3" “"t-“ ziehen. _ Von den übrigen Mttspxelern muß anerkenzxend Frl. R“ ner (Desdemona) erwähnt Werden, Welche dem großexcn M:! Aegenüber ihre anze Kraft eszsexzen schien und dmnlMYt“de dießmal eine “?reulicherc Leistung als am Sonnabend 1" an
beitung der Beschreibung der GyHSabgüffe Von E, Friederichs,
brachte. , Nedacteur: Riedel. Berlin: Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W- EM“- Vier Beilagen “ (einschließlich Börsen-BeilaßÜ-