1883 / 112 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 16 May 1883 18:00:01 GMT) scan diff

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_ Reibe schlechter Ernten,

Ge enstande babxn. Was das Schloß betrifft, so wird zunächst die Gechicbte des alteren Baues gegeben, der bis in den Anfang des 12.Jabrbunderfs zurückreich, und Grundriß und Ansicht des Schloss?!- sowie des inneren Hofes beigefügt, wie sich diese vor dem neuesten Umbau darstellten; Auch_ zwei gefcbnißte Holztbüren des früheren Baues, soxvix zwet a_lte, tm Jahre 1864 dort ausgegrabene Geschüße Zvi: sqrgfalng hescbrteben und abgebildet; die reich mit Wappen und nscbnften verzxerten Feldséhlangen stammen aus den Jahren 1521 und 1530 und find jetzt auf der Südwestterraffe des Schloffes aufgestellt. Cine Ansicht des prachtvollen Neubaues ist der Titelseite des Hefts ei„nged_ruckt. Aus der Stadt Wernigerode selbst finden dannzuvörderst dte Ktrckxenhauten ejngebende Beschreibung, nämlich die Ober-Pfarx- _kirche unt nner, Ruhe von Grabdenkmälern der Grafen von Werm- geryde, deren vter abbildlicb mitgetheilt werden, alten Glocken, Altar- gekatbßn, einer frübaotbiscben Lade zum Einlegen von Paramenten und emem Temperagemälde auf den Tod des [eßteq Grafetz von Wernigerode'(1429); die Marienkicckpe, die Johanniskirche, dre St. Georgs-Hospttalkirche (mit einem schönen alten estickten Teppich, Szcnen aus dem Leben der Maria Magda ena, cnibaltend, aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, sowie Fragmen- ten einer Stola, welche als ältestes Muster yon _Druck auf Leinwand sehr merkwürdig ist) und _die Ntcolmkträye. Das malerische Ratbbaus mit seinem maxxnigfalngen _ornamentalen und figürlichen Holzschnißfebmuck, das gotbuche Haus (xeßt Gasthof) am Markte, das sogenannte Neustädter Rathbaus un? verscknedene andere interessante Fackowerkbauten mjt ihren grotesßverzterten Balken- köpfen uad sonstigen künstlerisch stylxfirten Holzarchxtckturen, Frgyren- schmuck, Wappen und Inschriften (auf mehreren Tafeln Meder- gegeben), die alten, zum Theil noch'erhaltenen Stadttbore, Mauern, und Mauertbürme nebst den an tbxten angebrachten Stadtwgppen werden ebenfalls unter Beihülfe zahlretcber Jützftratwnen des'Naherxn beschrieben und vor Augen geführt. _ Auch dteses Heft fchlte t mit einer statistisch-kunstbiftorischen Uebcrfich und emer _leckens an des beschriebenen Gebiets, bringt aber außxrdexn' noch eme mit großem Fleiß aufgestellte Zeittafel der wermgerodtscben Bau: und Kunst- geschichte bis zu Ende des 17. Jahrhunderts. _ Das rerch angestat- teje Heft bietet nicht nur dem Alterthumßfreunde, sondern auch dem Architekten, der fick) für'altdezxtscbe Holzbauten und ihre originelle Ornamentik interesfirt, _vtelerlet Anregen'des und Bemerkenswertbes. _ Der Kavallerte-Urxterofftzzer als Rekruten- und Reitlehrer, sowie als_ Zugfuhrer, Flugel- und fcbließender Unter- offizier. Nach dem Exerzter-Reglement, der neuen Reitinstruktion und anderen Dienstvorschr1sten zusgmmengesteüt vyn Balthasar, Nitt- meister und CScadron-Cbef un 2. Haynovertsckoen Ulanen-Regiment Nr. 14. weite vollstandig umgearbettete und bexeutend vermehrte

Auflage. it Abbildungen und 23 litbogravbirten Tafekn. Berlin, Verlag d_cr, Liebe'lsckoen Buchhandlung. Preis 3 s“- _ Die neue Rettmstruknon, dre seit Frühjahr 1879 durch das

Armee-Verordnungéblßtt chroffenen Abänderungen im Exerzier-Regle- ment, in den Voxsckprrften uber kas Turnen sowie in der Instruktion über die Wgffenubungen bahen eine gänzliche Umarbeiiung des vor- liegenden,“ fur die KavaÜerre-Unteroffiziere sebr nüßlieben Buches nothwenxtg gemacht. Auck) „smd in der neuen Auflage Formationen des Regtments und der Bnaade hinzugefügt, wodurch, sowie durch andere Vermehrungen der Inhalt bedeutend erweitert worden ist. Der ,Kayallene-Unteroffizier“ dürfte daher in dem Kreise der Inter- effenten etner wohlwollenden Auxnahme sicher sein. In_ demselben _Verlage cr chien: ,Dxr Unteroffizier im Terram“, Kenntxnß des Terrams, Verstandniß eines Planes und echt Katte, Orierztjren, Säxäßenynd Messen der Entfernungen, Cro- glren, Rekognosz_tren, Fubrung erper Truppenabtbeilung im Terrain, ln Handbuch fur den Unteroffizrer der Infanterie und Kavallerie. Sechste vollstandig umgearbeitete und bedeutend vermehrte Auflage,

bearbeitet von Hilken, Hauptmann 5. la suite des 8. West- fälischen Regiments Nr. 37. Mit 5 Plan- und Figurm- tafeln." Preis geb. 1,20 ckck, geh. 1 «si _ Dieses Buch

giebt dem strebsamen Unteroffizier 171€ nötbige Anleitung, nach Er- werbung der nothwendi en theoretncben Vorkenntnisse mit Nu en praktisch das Terrain tudiren und daffelbe für das militäri (be Handeln nutzbar mo_chen zu können. In der vorliegenden Aufiage ist der Inhalt tbeilweüe anders gruppirt und dieselbe, unter Ausscheidung des Veralteken, nach vielen Richtungen bin wesentlich erweitert und so den Anforderungen der neueren Taktik entsprochen worden. _ Kiel, 16. Mai. (W. T. B.) Der bier tagend_e_ b'anstsche Ge schicht§verei_n bat die Stadt Goslar zum nachstjabngen Ver- sammlungsort gewahlt. , Land: und Forstwmßsäxaft. _ Dem zweijen Bande der wiederholt erwähnten vom Verein fur Sozialpolitik unter dem Titel .Bäuerlitbs Zustände in Deuschland“ berausge ebenen Berichte entnehmen wir üher die Lage de's bauer- licben LsiFs in den xvestpreußtfcben Höhqdrftrikten das Folgende: ie hypotbckari1che Verschuldzmg der bauerltckpen Grund- stücke sei seit einer Reihe von Jahren in ctner bedenkxichen Zunahme und namentlich seien seit Ayfang der 70er Jahre betrachtliche Grun'd- schuldcn kontrabirt. Unverjchuldete Bauernhöfe seien beute yur m den besseren Gegenden und auch da nur vereinzelt anzutreffenxm den meisten Dörfern sei die Mehrzahl der_Bauern von vornherein ver- schuldet. Eigentlich habe diese Vcr1ckulduna mit Aufhebung der Wuchergeseße begonnen und nach 1870 rapide zugenommen, als das Kapital den Vedürfxigen gesucht und der Wucherer dem Landmanne sein Geld zu Bauten und Meliorationen aufgedrungen, die nie oder selten ausgeführt worden s'eten. Die_ Verschuldung set also tbatsäcblich zunächst die Folge des l_excbter zuganglich gemgchten Hypothekenkrcdits. Sie sei (1 er auch vrelfack) die Folge der Eintra- gung von Erbportioncn, die bei ihrer Fäüigkeit in Hypotheken um- gewandelt worden seien. Sie sci_ ferner Hie Folge der Eintragung von Restkaufgekdern, obgleich dieje den bauerlichcn Bcfißer selten ruinirten da, wo mit angemessenem Kapitale angemcffene Flächen erworben worden. Anders sei es axlerdings da, wo schwaches Kapital nach größeren bäuerlickpcn Wikib1chaften strebte; dort sei in der Regel diE“ Anzahlung verloren, Wenn nicht ein glücklicher Zufall den Verkauf_ des Grundstücks ermögliche." Die Gründe der Verschuldung des bauerlicben Befißes würden aber nock) durch andere gewichtige Faktoren vermehrt, wie die jahrelangen schlcchten Ernjcn, die durch die Konkurrenz des Auslandes gedrückten Preise, die Sturm- flutb von Kreis- und Kommunalabgaben, welcbe vielfach den ersten Grund zu neuen Schulden und der daraus folgenden Subbastation gelegt hätten. Wie diese Abgaben gewachsen seicn, wie tief fie in die Wirthsckpaftkfübrung cinfckonittcn, das Weist der Bericht durch eine Be- schreibuug der Verbälfniffe dcr Gemeinde j„Ult-(Grakvch im Berenter Kreise nach, Welche fü_r cinen Theil der weftprcußischcn kleineren Wirtbscbaften a[s typistb bezeicbnctswexden. Der Bericht schließt diese Beschreibung der dortigen Verhaltnisse mit folgendcn Worten: „Warum kann nun der fleißige, im Allgemeinen nicht unintelligente Bauer mcbt vorwärts kommen, warum kommt er vielmehr in den lk ÖM Jaern ficbtlich zurück und muß in vielen Fällen Le 11 Grundstuck, das er nach Kräften so lange er konnte, eiyirtbschaftct hat, mit ddenitb Riückedn alnsetHen?J [ZweiLellosffist hdite „_ ie nnencen aten etrosn a, F?rseeklÉF ?tme Sebald daran. kar nicma s hätten die Einwirkungen eine koloffxkevßmxxchtend und gefahrlich ausfaüen köx'xncn, Wenn nicht treibung dieser FSTrlastung, mtt Steuern auf ihn drückte und dic Bei- fälLige Steuer „deerueFk "icht so energisch außgefübrt würde! Um die Exckution zu kntgehen “"ck Zahlen zu können, schlicßlicb um der zym Juden, mit dem Jama? der_Vauer vielleicht den crstcn Schritt ltcb ,zUsCMMenHängen! nnDice wcttcren unglücklichen Folgen gewöhn- Wemgstc, Abgesehen son dere RSxaatssteuem selbst find ja das Yablf Zverden muß , der IF.?- dik, doch auzb an den Staat rche„dte Schulen erfordern unvee; ['i ?“ kaemde selbst, die men bilden eine Last, die in schlechgteenchci§ch vi'el mehr. Alle zUsüm- Es verdiente wohl eine ernstliche Erwä rntexahxm “.dkückMd wird. Wßcbirung, daß eine Gemeinde, die nJngund eme öffentliche “s(ba ung von 1863 einen Reinertrag von 3763 „??YHYUFÜU' zu 718 „44 öffenklicber Abgaben aller Art gezwungen ist, MTÉZUZZ

958 „ki mehr als fie aufbringen kann! Die beiliegerzde Uebersicht liefert die Beweisstücke dazu, wobei ich bemerke,_ daß dre mcbt unbe- tkäch1Üchen Baukosten der katholischen Pfarrei, Klrche und Organisten- wohnung nicht mit in Anschlag gebracht find.“

Daß der bäuerliche Wirth in einer Zeit, wo fast Alles mit Kredit arbeite, abgesehen von der hypothekarisében Verschuldung, nocb Kredite versébiedenster Art bei Kaufleuten„ Handwerker, VorschUßver- einen in Anspruch nebme, sei eine traurrge Tbatsaébe, und pflege namentlich dann einzutreten, wenn Mißernten oder wntbscbaftlicbe Unfälle die eigene Kraft überstiegen. Ein _sehx empfundener Vorzug gegen früber sei die Venußuna der stadttschen Sparkassen und Vorstbußvereine Seitens des bäuerlichen Befißers. Werde hier- durch doch sebr unsauberen Geldvermittelunaen das Handuxerk

eleat. _Für den bereits sehr verschuldeten Befißer seren diese “Hen jedoch auch nur von einem zweifelhaften Werthe. Denn was bel e dem alle Jahre nur einmal erntenden Bauex eine Bank, dix Wechsel ankaufe zu 8 bis 10 0/0 incl. Spesen„ Papzere, welcbe dret Monate liefen. Nur in seltenen Fällen seien dtxse K_affen unter solchen Umständen wirklich hülfreich. Finde dxr bauerxtckxe Befißec nzm auch bei den Banken nicht mehr den von tbm benotbtgten Kre- dtt, so kontrahire er bei den allezeit bereiten jüdischen Handelsleuten Wechselskbulden. Es gehöre nicht zu den Seltenheiten, daß d_as WucherYeß umgangen werde durch Kauf resp. Verkauf von Getmde 10 bis 0/0 unter dem Marktpreise. _

In ker Regel steigere fick) die Verschuldung mit dem Befiß- wechsel, es gehörten aber auch die FäÜe nicht zu den _Selfenberten,m denen Kapitalisten arößere bäuerxiche Befißungext erstanden „und M dem'Mangel an sicheren Beleihungßobjekten m_ersteren'eme gute Kaprtalsgnlage zu machen glaubten. Bei der ramden Stergerung der anndstuckspreise seien namentlich in den Jahren 1870-1878 un- gewohnlicb viel Befißveränderungen vorgekommen und man werde 71th fehl greifen, Wenn man in den besseren GexZenxen die Besitz- veranderungen auf F, der bäuerlichen Wirthscbaften chase. Troßdem finde, Wenn nicht die Noth dazu zwinge, die Auswazjdekung eine Veranlaffxmg gebe, oder besonders gute Preise gehoten wurden, in den weFtpreußtsckoen Höbedistrikten im AÜgemeinen mcbt ein so häufiger (Hure_rbandel statt, wie in den Niederungen. Es entspreche den that- sgchltchen Verhältnissen, wenn angenommen Werde, daß ? des bäuer- ltcben Be_fi es ererbt sei und ck in Händen von Personen, welche ihn

erkauft ba en. Eine AuZnabme dürfte hier nur der Kreis Cartbaus machen. Hier hätten * _ 1874 554 Wirtbschaften den Befitzer gewechselt, 1875 570 , , . 1876 566 , , , 1877 476 , . ., . 1878 512 , . Von diesen Befißveränderungen wurden durch Subhastationen veranlaßt: * 1876 = 66, 1877 = 89, 1878 ** 118

Seit 1878 sei übrigens ein Stillstand im Güterhandel einge- treten und dte his zu_ diesem Jahre für bäuerliche Vefißungen ge- zahlteq Pceiseobatxen m demselben ihren Höhepunkt erreicht, Wo na_ch'd1eser Zett Kaufe abgeschloffen seien, sei es auf Grundlage er- m_aßtgte_rer, Forderungen geschehen. An diesem PreiSniedergange bat_ten ybxtgens schlechte Ernten und zahlreiche Subhaskationen einen glenbmaßtgen Antherl. Die Preise für gute Pacbtungen hätten da- g'egen noch nicht abgenommen, wei! der Landmann fick; jeßt lieber auf eme ßchere Pacht,_ als auf einen verschuldeten Befiß einlaffe. Ein lelxrretches Betsptel von der Zersplitterung der bäuerlichen Guter gebe der Kreis Rosenberg. Auch für den Kreis

Schweß sei eine ganz wesentliche Bewegung des (Grund- befiyes zu konstatiren. Die Zahl derseuerpflitßtigen MutterroUen babe am 1. Januar 1865 = 6626, am 1. Januar 1875 = 7849 betragen, woraus hervorgebe, daß sich die Zahl der Befißungen um 1223 vermehrt habe, also um 18,4 0/0. Diese Vermehrung habe sich bcsonders in den Gegenden mit leichterem Bopen und in der Nähe der Wälder nicbt zum Nußen der letzteren; voUzogen. Jm Kreise Thorn habe die Anxabl der Befißungen vor ßezw. bei der Separation 1514 befragen, im Jaßre 1865 sei 'die ZW! der einzelnen WieW- scbafken beteüs auf 2336 angetvachsen. Die MßichläMere't bäuerlichxr Befißungen, welcbe nach 1866 in Westpreußen beßonnen und Text 1870 geblüht hafte, babe _ wie sub Wohl annehmen aKe _ „ihr Ende erreicht. Meistentbeils seien die Parzellen zur Vere'migung unt großen Gütern oder zur Bildung neuer größerer Güxer angekauft. In eux'tgen Gegenden seien einzelne sogen. „Halbbauecnböfe zu Kätbnergrundstucken zerlegt, an anderen Stellen dle Parzellen auch zur Abrundung szezw. Vergrößerung von Bauernhöfen verwandt. Der Ankauf ganzer bauer- 1icher Befißungen durch große Güter trete im Ganzen selten auf und meist nur da, wo 'die Arrondirung der le teren oder ku1turstöxende Hinderniffe dies nothwendig machten. _ er Aufkauf klemxr bguer- licher Besitzungen und deren Vereinigung zu einer größeren uz bauer- licben Händen sei nur in wenigen Faüea vorgckommen; xnetft babe dann eine Korvpbäe im Bauernftande„den Zukauf von semen Nach- barn selkst besorgt und mit baarer Munze bezahlt.

Gelberbe und Handel.

Die ,New-Yorker Hdls.-Ztg.“ schreibt in „ihrem pom 4, d. M. datirten Wochenberjkht: Es freut uns, dre an dtese'r Stelle in den leisten Wochen ost geäußxrte vertragetzsvolle Beurtber- lung der geschäftlichen Auspicien von emer Autorztat wie dtc New- Yrker Handelskammer getbeilt zu sehen. In threzn vor wenigxn gen veröffentlichten Jahresbericht heißt es: „Bx! enzem Ueberbltck des orizonts unserer Handelswelt bemerken wir keine cmzjge drohende Wo ke, und sehen deshalb mit ungetrübtem'Vextrauen „emem Jahre ruhiger Prosperität entgegen“ _ eineAnficht, dke wtr_selbst n'tcht anz unbe- dingt theilen können. Denn so aünfttg auchjdte Bertcbte yber den Stand der Saaten lauten, dürfen doch die Schattenseiten der allgemeinen Geschäftslage nicht übersehen werden, als deren dunkelste die noch immer zahlreichexj und bedeutexden Suspensionen zu kczcichuen find, von welchen fich mcht absehen laßt, ob fie bis zum Beginn der Herbstsaison genügend abfallen Werden, um alsdann dcn Reinigungsprozeß als beendet betrachten zu lqffen. 'Fexner kön_nten die seit Kurzem wieder um fick) greifenden Strikes dre exnbeimüchcn Industrien, von denen die Eisen- und Stablbrczncbe berel'ts sehr arg darniederliegt, gefährden und endlich droht, wie auch dte Handels- kammer zugestebt, in der von Monat zu Monat wachsenden An- häufung von Silber im BundeNchaße eme Quelle finanztchr Stö- rungen. Auch in dieser Woche ist nichts Erfreuliches uber das Geschäft am Waaren- und Produktcn_markt zu berichten. W cizen und Mais fanden in Folge des wcrxercn Avanz, der für diese Getreidesorjen ctablirt ist, für Export ivcmg Bcavbtung und die Seitens Verschiffer gesuchten ,Mcblsorten findso rar, daß Wenig darin nach jener Rickotung gethan werden-konnte. Der Frachtemnarkt war etwas fester, B a 11 mw olle in disponible: _Wgare bheb für Exxxyrt ziemlich gefragt, während Termine zu aUmabltcko. stet enden Pret1cn lebhaft gehandelt wurden. Am uckernzarki zeigte ckck etwaßnwhr Regsamkcit; Thee ist unverändertsttll. Brastl-Kaffees und keinschmeckepde Sorten haben einen weiteren Rückgangxrfabrep. Sch1n§alz, Schweineflechb und Speck waren sowohl im legiZtmetx wtc tm Spekulatwnsacfckpaft sebr still. Terpentinöl bat fich bet ruhtgem V9rkcbr_ Mébk behaupten können, während Harz sehr fest und namentlich fur die gcxingeren Sorten höher war. Raffinirtes Petzoleum still xxnd medrigcr. United Pipe Line Certificates ,warcn haufigen und hefngcn [aktua- tionen unterworfen und schloffen, wenn auch am Schluß an und nicdriger, 5 0, höher als vor einer Woche. Am Metallmarkt will immer noch kein Leben in das Geschäft kommen. Fremde und ein- heimische ManufakturWaaren anhaltend still. Dcr Import fremder Webstoffe für die beyte beendete Woche beträgt 1 ZW 125 Doll., gegen 1728 434Do11. m der Parallelwocbe des Vor- ja res, Wien, 15. Mai. (W. T. B.) Die _ Oesterreichische Kreditanstalt übernahm fix 16 Millionen Marzrcnte vom Finanj-

Minister zu 92Y.

,

von Robe

: bet Tons in s 11 tagen in der vorigen Woche 16300

derielben Woche des vorigen Jahres.

- New-York, 14. Mai. W. T. B.

fungen der leßten Woche von den atlanti (ben Häfen der Ve

WigtWSFFateZ na? GroßYfritaFnienKYüM, do. nacb Fvaurk: . , . na an eren es t 20

Kaltfornien und Oregon nacb YroFritar-nien “IZM QM: do. don

Verkehrs-Austalten.

Kronstadt, „15. Mai. (W. T. B.) Das Meer ist, so „ck man sehen kann, eisfrei; nur langs des Nordufers und in der Rich Yung auf KraSnoja Gorka befindet fick) noch etwas Eis. Die E : offnuna der Schtffabrt wird täalicb envartet. r' öff.?t35xKZ1-“QYW'7YY Tx"; R YYFYif-"b" *“

, er n ' DasFanmt baéödinanFÖaYgYßtHu m W ““Wffe“ temen, . at. . . -) er D deutschen Lloyd .SaLier“ ist heute MZF YYY,"

Southampton eingetroffen. (W. T. V.) Der Pofthquf"

gegen 15009

H Hamburg, 15.dMa:1Ö [) . ammonia' von er am u'rg-Amerikanistben Pa fahct-Aktienge ell (ba t't, v R - kk "' Elbe einYWM' s (Wé Ters Ln ew Yor MW,aufde- „_ . ai. . . .) er Postdamp -- der Hamburngmerik'aniscben PacketfabfretrsÜ FQ“ Gesellschaft ist am 15. m New-York eingetroffen. n-

Sauitätswesen und Quarantäueweseu.

Nach amtlichen Nachrichten hat das Gesundbäisams von Buenos Aires mit Rückficht auf das in Rio deJanekw betr- scbende gelbe Fieber angeordnet, daß von dort kommmdeSlbiffe erst nacb _Verlauf von zehn Tagen seit der Abfahrt von Monaten: Hafen Guter und Reisende ausschiffen dürfen und nun Mindeftm emer Beobachtung von 24 Stunden unterzogen werden.

Berlin, 16. Mai 1883.

Von der Direktion ch-HerzoglicbenMuseums u r , schweig ist soeben in Gestalt eines handlichen Wa?“ 16 Druckbogen Umfang ein „Führer durch die Sammlmra“ bxrauSgegeYen worden, dem sich nn Laufe der Zeit IWM. ntffe der cmzelnen'AbtheUungen, wie ein solches bisher Mdie ngm'lung der mtttelalterlickoen Kunstwerke existirt, ans Um. Fur dre Benußxmg dxs Museums, das in der Gemä 'm der gußewrkxentltch rerchen' und wertHVollen Sammlung Gu Maxoltkch tn den Elfenbemarbciten und auf verfckyiedcnen WG:- bteten des alteren KunstHandwerks einen künstlerischen Befiß von - ragendstex Bedeutung i_n fich vereinigt. ist damit weiteren ea ein sehr schqßbarex Deenyt erwiesen. Allerdings beschränkt sub der Fyhrer emftwsrlen nur auf das Wesentliebste und t aucb hierbei, wle dqs Vorwoxt bemerkt, in gewiffen Ungleichmäßig eiten erkmuen, daß die Bearbxttung der „einzelnen Abtheilungen bisher noch keistz wegs gletcharxtg durchgefuhrt werden konnte. Die Sammlungen, sowoh'l nacb dteser Se'rtx hm wie in Bezug auf ihre Aufsteüungdem qudmxn und der gemexxenden Betrachtung vollständig zu erschüeßen, wzrd dre Aufgabe, der nachsten Jahre bleiben, die dem Museum das drxngen_d erforderliche neux Gebäude bringen sollen. Wie aus den Mttthexlungen des Fußrers zu crseben ist, wird es tm_ nachsten Jahre ' hrs zum Abschluß, des Rohbau! gxfuhrt und etwa 1886, m Venusun genommen werden können. J! HMM" Axordnung schlteßt [Ack der übte: der gegenwärtig dureh die erhaltnrsse gebotenen, m vtekfacher Hinsieht veröeffemngsbedürftigen Aufsteüung an. Von den quSgestc-Uten Gemälden, für deren eingehenderes Studium cxuf dt_e Puslrkatron des Direktors, Professor Dr. Riegel, xtber „dre mederlaxtdischen Schulen inx Herzoglichen Museum zu Braun- chwexg' zu vervoetsen _tst._ giebt er em, vollständiges, genau revidirtes Zrzezcbmß. Ebenso ist nz den Abthetlungen der historischen Denk- wucmgke'tten und der Arbetten “der Kleinkunst und des Kunstgewetßeß fasx durchweg daS Wiäzügstx "un Einzewen auYgeführl und dabeidem am mexstxn Heworragenden, !,me "dem merkwürdigen und Kostbaten Man- tuamßchen Dnyxgejäß, eme qusfübrüchete Bejvteöoung mit den zu- gebörxgen lifercmschen Nachtvexsen'gewidmet. In den Abtheilungen, bei denen dies untbunüch war, wre bei der Majolikasammlung und der vorgeschiäzklickden Sammlung, wird dafür der Beschauer über, die wesenüichen Geficbtspunkte der _Beßacbtung und über den heutigen Skand der Forschung durch geschtchxltche .und technische Nachweisungen, die auch, atx ayderen Stellen, Wie 17er den Emailmalereien. ni t fehlen, m bmretchendem Uuzfang onentirt. Für die mittelalterli Sammlung, die nicht noch emma! berücksichtigt wurde, dienf der schon erwähnte Spezialkatalog als Erganzung des Führers.

Der „Nachtrag zur Rang: und Quartier-Liste der Kaiserlrchen Mqrtne für das Jahr 1883, rediqirt in der Kaiserlichen Admiralität und abgeschloffen am 1. Mai d. I., ist soeben im erlage der Königlichen Hof-Buchhandlung von Mittler und Sohn bterselbst erschienen.

bier stattgebabten Vers anzmlung der Delegirten der daxtscbeu, österreichi1chen und fchweizertfchen Wagnervereine, walther zwei Vertreter des Bayreuther Verwaltungßratbs beiwobnten, wurde der allgemeine Richard Wagner-Verein zur dauerndeuM tung dex Bayreuther Bübnenfestfpiele konstituirt. Zur M

CentralstelLe wurde München gewählt; die erste General g

findet am 9. Juli in Bayreuth statt. *

Weimar, 15. Mai. (Tb. Corr.) Die Pfinastreisäu_bübM fick) des schönsten Wetters zu erfreuen gehabt. Der Tkirmssk Wald pranate freilich in seinen höher gelegenen WW) W Freifaa im Schnee; namentlich Oberhof lag ganz “SÜW, der so massenhaft War, daß die Touristen, die an diesem W M d“ Sthücke nach Oberhof onten, sub des Schlittwk bedienen mu en.

Die alte Anziehungskraft dcs Krol_lschen Theaters WKÖ) während des Pfingstfestes, dieSmal begunstjgt durcb d_as WW? Frühlingswetter, fo bewährt, wie kaum ip erneut dex fruheren JW?- An jedem der beiden Feiertage waren zwxschxn 4 hrs 5000 MMW in dem geräumigen Etabli ement anWefend, dre den OpernvotßeUMsW- sowie den vom KapeÜme ster Hrn. Fabrbacb aus Wien Feleiteien Concerten rauschenden BeifalL zu Theil Werden ließen. Ins ekondk" waren es auch die eigenen Kompofitwnen des Leßtgenannten, du vor-

ublikum ein, Fängt, insofarn noch eine Erweiterung, als jetzt neben der Opex, “"? die Parkconcerte akustisch vermittelt werden sollen. _ Heute tntt Fk - Engel-Angely als Leonore im .Troubadour" auf, am Frxitag zu"; ersten Male dec Königliche Hofopernsänger Eduard Nawtaöky “" Stuttgart als Rigoleno.

Redacteur: Nie d el.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElSner.

Fünf Beilagen (einschließlickx Börsm-Beilage).

Berlin:

Weijenverscbjs.

1": li es Interesse erregten, während im Theater ck, zFrgl, ck ermine Belv als Lucia, und Frl. MYUes als UZ im , affenschmied' künstlerische Exfolge schmccchelbaftcster A ? davontrugen. Die neue Telcpboneinnchtung erfährt, da ihr das,

alle Erroartuugcn übersteigendes Interesse entgegen' »

Nürnberg, 15, Mai. (W. T, B.) In 'der gestern undbente *

Glas ow, 15. Mai. (W. T. B.) Die Verscßisfxmgen

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