1883 / 126 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 01 Jun 1883 18:00:01 GMT) scan diff

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Großbritannien mxd Irlgnd, London, 31. Mai. W T-V- In der heungep S1Hung'des Unterhauses Mlle der unterftaats-Sekretcjr Lyrd Fzßmaurice auf Be- ßagm'mit: EnZland und Mextko seien übereingekommen, leichöküi in ondon utzd m Mexiko Spezialgesandte zu 110“ "Slangen ix_ber die Erneuerung der diplo- mati chen sztehungen 'zu beglaubigen. Zum 11 Sp.*z1al-Gesandxen m Mextko sei der bis- M“ englische Gesankxte m _Peru ernannt. - Die Funk- M* des bisherigen dtylomattscben Agenten und General- WU Malet m'Katro wexde Maxor Baring, bisher ' ied des Exekutw- und L_engatw-Raths in Indien, mit nämlickxen Range und .T1tcl übernehmen, _. Mc. Coan dem Hause an, daß 1hn O'Kelly _zum Duell heraus- dert habe. Da das Duell wxdex dre parlamentarischen sei, überlqffe er dem Hanse dxe demselben angemessen „scheinenden Schntte. Der Antrag Gladstone's daß O'KeÜy auf feinem Plaße «scheme, wu'rde von den Anhängern eus bekämpft- vom Hause aber m1t 250 gegen 19 Stim- » angenommen.

Frankreich“. Paris, 31. Mai.. (W. T. V.) In der antigen Sißung des anat-Z' wünschte Graf Saint Jallier eine Anfrage nher dxe Tonkin-Angelegen- beit an die Regterung zu ruhten ', wegen dsr Abwesenheit des Minißer's Chanemel-Lacour, der" (:ck mxwohl befindet, wurde die Anfrage indeß anf dre nachste S1ßung vertagt. Graf SaintVaner erklärte: er woÜe glexchwohl schon jest im Na- men des Senats der Txausr Über 1312 Tapfßren Gefaslenen von Hanoi und der einheulgen Theilnahme 1ür Disjenigsn, die am Lebmgeblieben, Aukodrch geben. (Wiederholter lebhafter BMU) - Der Herzog von Vroglic interpeUirte die Regierun Mey die Schulhandbücher, die. nicht im Einklangstöaßed Mt den Zustcherungen dss Ministers, daß

beim Untem'lßk in Bezug auf di? Konféffion Néutraküüt

beobachtx Nerven soÜe. Der. Mmister-Präsident er- wideüexbie Regierung habe». sich nur gegen die Feinde

„,) (gt, welche die re1ig151en Lcidsnsäyaften aufregwn; MMzug gegen dis Schulhandbücher sei mehr ein po1i- Wer als ein religiöser; er habe seinsn Znficherungen

erö nete den Bal! mit der Er ero 'n K [ . , Kai erin mit dem Adelsmarschag_zh z 31 ar LudMg, dxe

_- 1. Juni, Vormittags 9 Uhr. "W. T. B. Das gestrtge Fest im Adexsklub war von Öngefähr 3000 Per- sonen b_e ncht. Das mxt vornehmer Pracht auSgestattete Lokal war mtttxlst retzender Blumen:?!rrangementß und Spring- brunnen, m qeschnxackvo11stex Weise aUSgeschmückt. Der Kais er tanzte 'dte quonatse mtt oer Fürstin Trubezkoi und die erste Quadrxkle mxt der Erzherzogin Karl Ludwig, die Adels- marschal1e_, rmt denen dteKaiserin tanzte, waren die Fürsten Bobrmskt updchheremetxew. Bei der An: und Abfahrt wur- den 1316 Ma1estaten von_ der zahlreich in den Straßen versam- nzeljen Volkgmepge mjt enthusiastischen Hochrufen und dem (N]ang der Natwnalhymne begrüßt. Warschau, 1. Juni. (W. T. B.) Zum Nachfolger de"s verstorbßneZn Generalgouverneurs Albedinski ist Furst Jmemttnsky ernannt worden.

Zeitungsftimmen.

Zu1n_Bel€ge er Thqtsache, dqß unter der neuen Wirth- scbaftspovnk ,dte Lohne eme qualtxative Steigerung erfahren habkxl, resp. xm leßten W1rthschaftß1ahre die steigende Tendenz 1x) dreser Beztehung wettere Fortschritte gemacht hat, bringt dxe „NordYegtsche Allgemeine Zeitung“ fo1gendes ferneCrze tßhatLsZaYUche Material:

' W e 21 iner erde-Eisenbahn-Akkiengcs€llschaft. m Dur = sckomtt der" drei Jahre 1875-1877 betrug das durchschniFliche Ei?;- kymmcn sammtsichßr Angefteüten 926 „M, im 'DurÖschnitf der Pe- rwde 1880-1881 xedoch 1080 „74; es ergiebt fich also eine Zunahme von „16,3%, 113052! zu O_exückfichtigen sein dürfte, das; das höher salgrtrte Drrekttons-, techmjche und Verwaltungspersonal bei der Er- Zvexterung des_Unternehmen§ verhältnißmäßig Weniger rasch gestiegen x(t, als das me_dere_Dtenstpersona1, Welches für die Frage der Lohn- begung speztell m Bktrqcbt koxnmt. Für leßteres aÜein dürfte dre Besserung des Durchschnitts dsr zweiten Periode 7111) also ZWobl nochkaünftigcx gestalten. Kommanditgeseklschaff auf Aktien, Ludwig Loewe u. Co. zu Berlin. Im Jahre'1881 betrug der für eine Stunde Arbeitszeit gezahlte durch1chmüljche Lohn aÜer Arbeiter 0,52 „M, 1882 dagegen

n(Étzuwidergehavdelt; er habe religiöse Neuxrglität ver- sprochen, aber keine philosophisch? oder poütische Neu- tralität zugeüchert. Der moralisthe Unterricht der Schule enthalte Humanitätsbegriffe, die jeder Religion gexnemsam seien. Die Schulhaudbücher Hätten ledigUck) dze ENZ- scheidung der Kongregation 523 Index gegen s_1ch, dte ohne Zuziehung des französtschen Vytsc'yafxer-Z 1117 Rom und deS päpstlichen Nuntius in Parxs erso13t _ 121, um das Feuer zu schüren. Die Negwrung woÜe 113 gutem Einvernehmen mit dem Vakikan leben; d_ie TodjeMYL des Konkordats seien es, Mühe die Regterung bßkamyfe: „Wenn wir ihre Forderungen zugZständen, würden „“cv-rr bestegt werden durch die öffentliche MClnung“. Der Mnßfter-Prä- fident wies auf da?- Unwürdige in den Exkommunikatwnen hin, die megM daI LesenS gewisser Vücher außgesprochen worden seien, Und bemerkte: „wir haben dreselben gestraft, wir wer-

0,55 5114, 0119 gestiegen um 6%. Der Dxtrcbscbnittsverdienst cines Arbeterrs steez um 4,2 0/0, von 1595 „xs. in 1881 auf 1662 „16.

in 188 . Nähmaschinenfaßrik Frister u. Roßmann in Berlin. Es betrug:

Arbeiter- Gesammtlohn- DLFYÉYFZ- zahl summe Arbeiters 1880 412 457 580 “M 1110 1881 508 601 597 , 1184

S??? 1“ 2371295153 ck 84888071"ch 00 ( 11635 sicb ex manaw 8 er epro] gei 1 ,oergeen aks Verhältnißzablen (1117r71882:

186 105 Da also die Gesammtsumme rasckxer gestiegen ist als ArbeiterzaHs und Durchschnittslobn, muß nicht nur quantitativ, sondern auch qua- litativ der vom Arbe'iter erhaltene Lohn größer geworden sein. Dortmunder Union. Der: Durchschnittsverdienst auf den Kopf des Personalbestandes betrug:

den sie auch ferner strafen“. 'Zum Schluß erklärte der Minißer-Pxäsident: er werde der dem nächsten Zusatyxnen- Tritt decI höheren Unterrichtsraxhes porschlagen, dgß dre Schul- handbücher künftig erst dann emgeführt werden könnten, wenn ße dem Mim'séer vorgskkgen hätten. Das werds das ge- eignetste Mittel sein, den rieden herzusteüen. CheHnelong blieb dabei, daß die Hand Ücher gegsn die konfésstonLUe Neu- tralität verstießen; man führe eine SteÜe aus VSU Schulhand- büchern des früheren Unterricht§minist€rs Vert als Beweis an.

“Com p ay “c e erklärte: dée KONJWJUÜQU 522 Index habß mik

Unterdrückung der Schulhanddüéy-sr Recht gehabt, und legte gegen jede Gewiffensbxorückung Verwahrung ein. Ra- vignan bkantragte eme motivirte TageSordmmg chZJn- halts, daß der Senat gegsn die VerLeYung der _rel1_gxö)e_n Nsutralität protestire. Von d(m HaUse wurde sch11eßlzch dxe von der Regierung verlangte einfache Tagesordnung mit 175 gegen 75 Stimmen angenommen. ' . - 1. Juni. (W. T. B.) Der „Gaulois“ thetlt über Riviére's Tod Folgendc-„s mit: Bei dem Ausfall aus Hanoi theilte Rivxére stine Truppen in zwei Hälften und

“avancirte mit 150 Marinssoldaten, während die andere Ab-

theilung von 250 Mann -zu weit zurückblieb. Die_Vorhut wurde durch eine große Anzahl Eingebprener überraxcht _und vernichtet; als die andere Abtheilyng sry!) näherte, ergmffen die Schwarzen die Flucht, iüdem ste Nimére urzd 15 Marme- 1o1daten als Gefangene mit fortführten. Dte Gefangenen MMM am nächsten Morgen gepfählt. . '

Derßerzog von Aumale tmrd morgen 111 Cßannkky

MWK.

Numäym. Bukarest, 31. Mai. (W. T. V.) 1111191.“ den der Deputirtenkammer gemachten Vquagen bc- (Z'Udkk sicb auch ein (Heskßenthxrf, betreffend dw Hersteüung emer nationalen HandelSmarine.

Rußland. und Polen. M o s k a u , 31. Maj, Abends 7 Uhr 30 Minuten. (W. _ T. V.) Die zur Theilnahme an der Krönungsseter etngetrof-

fene Deputation der, ostrUmelischey Pxovmzxal- berfammlung wurde gestern vom Ka1ser m besonderer AWMF empfangen. - Dem Vallfest, welches der Mos- Layer Adel für heute Abend veranstaltet hat, wqrden der KMU und die Kaiserin sowie der gesammte Hof ,beuvfohnsn. “Zu dem am Sonnabend auf dem Ch_od1nsk1s_chen- Feld? „Kaufindendkn Volkaest werden die großarttgften orberemmßen getroffen. Die Stadt Est von Fremden noch Überfüllt, Überall herrscht aber die größte Ordnnng undcyRube. * 31. Mai, Abends 11 Uhr 30 Minuten. (W. „e.. V.) HM,? Abend 7 Uhr begann das Galadiner m dsr Gra- nownaia Valuta .und im goldenen Saale des Kremlpalqstes, 1" MWM Men 500 Einladunnen an die russische, lu?kx_sr1sche, “1191119? UUb'armenische Gxist1ichk€it, an die Gxneralttat und an te "W und Damen dsr ersten zwex RanZklaffYU “SÜW" waren. Der Kaiser, die Kaisertn, dxe Mxt: gheder des Kaiserlichen Hauses und alie frenldL-L1 Fürst“)?- Felten wohnten dem Diner in dyx Granowitaja Valuta 521; m ÖM! goldenen Saal speisten die Hufbeamten. *1- Juni, Nachts 1 Uhr. (W. T. 23) Das von'dem YoskauerAdel veranstaltete Ballfest mar bex dym re1chen ck"*".ck des, Saales, der ülle der aufgesteüten Buffets), der .anmkhfalttgkeit der Un formen und 521 dem von dem mmankenschmuck der Damen verbreiteten Glanz vox! ZMF außeZWemUMk Pracht. Der Kais er und die Katserm “7,2931 um 101/2 uhr und verweilten bis 111/2 Uhr. Me kk a"Wesenden Fürstlichkeiten und sämmtliche Botschaftkr xmd Gesandte wohnten der glänzenden Festlichkeit bei. Der Kaiser

1878/79 . . . . 802 “M, 1879/80 . . . . 818 1880/81 . . . . 884 ,

1881/82 . . . . 914 ,

Die Bochumer BergWersgeseUschaft sagt in ihrem Zabrssöericbte pw 1882: „Dex Verdienst unserkr Arbeiter, deren wir auf beiden SÖächten, ausxchließlich der Kokerei, im Durchschnitt 1212 gegen 1172 im Vorjahre, also 40 mel): beschäftiaten, stieg von 2,68 „ja auf 2,83 «14, d. i. um 15 H oder 5,60 0/9. Es steUfe sul) hierbei der Gesammtverdiknst cmes Arbeiters nac!) Abzug der Ausgaben für Pulver, Oel Und Gezäbc im Durch chnitt auf 935,17 «M., während er im Vorjahre nur 883,79 „14 strug; er erhöhte fich also um 51,38 „kk oker 5,81%, und zroar nicht allein in Folge vermehrter Arbeitdelegenbeit, sondern auch in Folge von Lohnerhöhungen.“

Gewerkschaft „Wilhelmine Victoria“ konstatirt in ihrem Vcr- qungsbxriMc pro 1882: Der Durchsckznittslohn pro Mann und Schicht hal gegen das Vorjahr Eine Erhöhung von- 8,83 % erfahren.

Dortmunder Bergbaugesellschaft. Im Geschäftsjahr 1879/80 wurden gezahlt durchschnittlicher Arbeikskobn pro Mann und Schicht 2,28 914, 1881/82 dagegen 2,52 «jk, im leyten Semester sogar 2,63 „14, also qualitakive Steigerung 15,3%. . _

Die Harpener Bérgbau-AkttkngeseÜsÖaft 1agt in ihrem Jahres- berichte pro 1881/82: „Die Gesammtzahl der beschäftigten Arbeiter belief sich im Mittel aur 1641 Mann gegcn 1446 im Vorjahre. Der Durchschnittslohn der gesammten Belegscbaft (ausschließück) a116r Beamten) bctrug 2,80 «xz. pro Mann und Schicht; der durchschmtt- liche Jahrksverdicnst pro Arbeiter stieg auf 882,23 .,“ gegen 862,52 im Vorjaöre, da Feierscbikbten gänzltch permiedexx, jedoch in An- betracht der gesunkxnen Vkrkat1fspre1se *die Lobnjaße niéht erhöht Werden konnten. . . . Ter durcbscbmttkche Erlös pro Ladung von 100 Sfr. betrug 29,87 „74 gegen 32,26 im Vorjahr.“

menge bstrug 1880/81 724013 Ctx. und stieg 1881/82 auf 879 534 antncr, also um 21 %. Die Löhnc betrugen 1880/81 397 216 «;ck, 1881/82 574123 „75, stiegen also um 45 0/0, 111411; jedenfalls eine quq- litajivc STcigerung derselbén in Bezug auf dre hergesteklten Chemt- kal'en.

[ Chemnixzcr WerkzeugmasÖinenfabrik vorm. Job. Zimmermanxj. Dsr Werth der gelieferten Maschinen stieg von 1424466 zzz xn 1879/80 auf 1 525 958 in 1881/82, also um 7 %; dagegen stteg dxe Summe der gezahlten Löhne von 377 400 „74 auf 493 783 «14, (1110

31 9/ . , um Säckßsische Kammgarnspinncrki zu Hartbau. 1881/82 streg der Lohnöetrag gegen dak? Vorjahr um 16 %, der Werth der versandlen e etwa um 14 / . , GarkZZüneburger Eisetherk. Die Arbxiterzczhl stteg 1881/82 um 6, der Betrag der gezahlten Löhne um'90/o,wahr,end dqs Quantunz der gLfertigten Gußwaaren um 2,7 % tm Vergletche mrt dem Vorjahre erin er wurde. , , g gWir schließsn hieran folgende„Mttthetlung des „Ver- liner Börsen = Telegraphen :

ta ein ar () weitkr Spielraum 0011 der Theorie jn 'An-spruä) Znogmmen €Hvirds, erschokint es uns um 10 _ mehr, von 'chbttgkext agf eine der Praxis angebörende Thatsaäxe Hinzuwexsenxm welcher, fur di'e Bcurtheiluna der sozialen Lage cm schr sckzatzenvxxerther Bettrag geboten wird. In dsm uns vorltegenden GescHaftshertkbx dex Gewerk- schaft der Zeche ,ver. Westphalm'“ konstattrt dlc Dlrektwn, daß die Steigerung der Arbeieslöhne eme sebr bedeutende war. Sn? Zak von Awfang bis zu Schluß des Iahrcso 15 0/9 betragen, M16 Ziffer Welche auck nicht annähernd durch die germge Besserung der Kßhlenpreisß ausgc-glichcn jverLszn konnte. 'Der aUgemem kon'sta- tirte wir1bschaftlicbe AufséÖwung Ut daksxr bis heute l_n erster Ltnje den Arbeitern zu Gute gekommen.“ , Wir glauben nicht, “daß dte Direktion der (Gewafschaft Westphalm den [eyteren Saß, wie es ?ck“", Anschein hat, im Sinne des Beißauerns ang_espwchen habsn 119111, im Injereffe dex großen Frage, dre unsere Zett bewegt„ der [ozm1en Frage läge es jedenfalls , daß, Wenn der Kohlenxtzdustr e eme größcré Rentabilität noth- odxr dock) ,wohl that„dtZselbe durch andere Mittel, 4115 durch eine deuknon der Arbertslohne 138th e 11 rt wird. _ . gf h- Die „Berliner Poltttfchen Nachrtchten schreiben;

Die Ausfuhr rusfisckpen Holzes über die russischen und preußisében Ostseehafen hat auch jm verfloffxnen Gefchäftß'abre eine Zunahme er- fahren - em waers, daß die rusfisÖen ändler sich durch den deutscbxn Holzon 111 seiner dermaligen Höhe oder vielmehr Niedrig- keit nzcbt sonderlich genjrx fühlen. Ueber Riga aUein tvar- dext fur nahezu 13 Mtütonen Rubel exportirt, und welche Drmensionen die Holzzufubren„ aus den nordwestlichen Pro- vtnzxn und POLEN _nach Danztg annehmen, zeigt das in den Berréhten dex Provtyzgouvernxure konstatirte Faktum, daß die Waldxmgen jener Wetten" (_Gebxete zusehends dabinschw'mden. Na- mentlich aus dem Komgretch Polen werden Stämme von m'ebreren Fuß Durchmesser „und über dreißig Caen in der Latxge meffend, auf der WetÖsLl massenhaft nacb Danzig qeflößt. Wahren) der Expor't russtschen,Holzes sich im Jahre 1881 auf YZÜMU. Rubel bezxfferte, crrctcbte er 1882 den Betrag von 35

t tonen.

Statistische Nachkichtem Nach Mittbxilung des Statistxschen Amts der Stadt Berlin find bex Hen brestgen S_tandeßamtern in der Woche vom 20.,Ma1 bls inkl. 26. Mat er. zur Anmeldung gekommen: 174 Ebe- sckzljeßunaerz, 841 Lebenngeborene, 25 Todtgeborene, 637 Sterbefälle. _ '- Dre VolkSzahlung vom 1. Juni 1880 in den Ver- einigten Staaten von Amerika. (Stat. Corr.) Am 1.Juni 1880 betrug die Gesammtbevölkerung des großen transatlantischen Staatenbundes nach dem „Compendium of the Tentb Census“ 25 518 820 Personen männlichen und 24636 963 weiblichen Ge- schlechts. Davon Waren 43 402 970 weiße und 6752 813 farbige Menschen; unter den leßteren befanden fich 105465 Chinesen, 148 Japaner und 66 407 civilifirte (angesiedelte) Nothbäute; der Rest waren Schwarze und Mischlings Von der (Gesammtbevölkerung waren 43 475 840 im Gebiete der Union und 6679 943 in fremden Landern geboren. Von diesen Eingewanderten stamm- ten aus Großbritannien und Irland 2 772 169 (dar- untxx 1 854 571 Jrländer), aus Deutschland 1 966 742, aus brimcb Amerika 717157, aus Scbwéden und NorWegen 376 066, ach Frankreich 106 971, aus China 104 468. Da überhaupt 105 465 Cbxnesen vorßanden waren, so müssen 997 als ortöanwesend gezäHlte Chmesezx apßerhalb CHings geboren sein, und zwar wahrscheinlich fast sammtllcl) m den Vereimgten Staaten selbst. Der Strom der Ein- wandxrer yertlzeilte fich auf die einzelnen Staaten dex Union ganz verschieden; dre größte Zahl (1 211 379) eingewanderter Personen besaß Ncw-Yorkz in Illinois lebten 583 576 Frcmde, in Maffa- chuff_ejt§ 443 491, in WiSconsin 405 425, in Michigan 388 508, in Cali- formenq 292 874, in Minnesota 267 676 und in New-Jersey 221700. Ergentbümlich müssen sich die Altersverhältniffe des aus frkmden änfzern zugewandertxn Therles dc: Unionsbevölkerung gestalten; denn dre akxesten Kkassen'uammen aus einer langen Reihe von Einwande- rungsxahrerx, und dre jüngsten werden nicht durch Geburten, sondern durch bxsta'ndigen Nachschub nur ganz schwach ergänzt. Unter 3521635 eingewanderten Weißen männlichen und 3038 047 weib- lichen Geschkechtes, deren Altec bekannt war, finden wir auf je 10000 vertreken: die Altersklassen von 0-1 Jahr mit 83 bezw. 10, von 1-5 Jahren mit 80:1,- bezw. 92, von 5-10 thren mit 1751) bezw. 2003, von 10-20 Jahren mit 866 bezw. 10271), von 20-30 Jahren mit 1815 bezw. 1844, von 30-40 Jahren mit 2421 bezw. 2301Y, von 40-50 Jahren mit 2061 bez. 2034, von 50-60 Jahren mit 14901 bez. 1400, von 60-70 Zaßren mit 7632[ bezw. 734, ron 70 Yis 8077Jahren mit 2573 Bezw. 279, von über 80 Jahren mit 61 bezw. .

Verciwigte (bemische Fabriken zu LsopoWßhall. Die Produktions-

(Herade Weil in der gegenwärtig 11) vic1fach erörterten sozialen“

Ordnen wir die eingewanderten Deutschen nach ihren Heimath- ländkrn, so erhalten Wi]: folgende Reihenfolge. Es stammten aus Preußen 743 227, aus Bayern 171699, aus Baden 127 855, aus WÜrttechrg 108 223, aus Hessen 72 490, aus Sachsen 48 708, aus Merkl 'nburg 45 959, aus anderen und nicht näher bezeiÖnetm Staa en D€utschlands 648 551 Pérsonen.

Von dtesen in Deutschland Geborenen lebten die meisten im Staate New-Yyrk (355 913);' demnächst folgen die Staaten JÜinois (235 786), DHU) (192 597), WiEconfin (184 328), Pennsylvania (168426), Missouri (106800), Michigan (89 085), Iowa (88 268), Indiana (80 756), Minnesota (66 592), New-Jersey (64 935), Mary- land (45 481), California (42 532), Texas (35 347), Nebraska (31 125), Kentucky (30 413).

Wenn wir die Vertheilung der Deutschen auf *die großen Städte

der Republjk verfolgen, so finden wir folgende Zahlen. Es lebten am 1. Zum 1880 in New-York . . 163 482 Deutsche -= 13,6 0/0 der gesammten Bevölk. Chicago. . . 75 205 = 14,9 , , Hiladelpbia 55 769 = 6,6 . . . rooklyn . 55339 ., = 9,8 , . . St. Louis . 54 901 = 15,7 , . . . Cincinnati . 46157 = 18,1 . ., Baltimore . 34051 = 10,2 , . Mi[waukee . 31 483 , 27,2

Die in den Vereinigten Staaten von Amerika geborenen Nach- kommen eingewanderter Deutscher find hierbei nicht zu den Deutschen gezählt worden; andernfaUs würde fick) die Zahl der lcxztercn sebr beträchtlich höher stcÜen. _ .

Kunst, Wtffenséhaft und Literatur.

ur Lutherfeier hat der Pfarrer Emil Kleist zu Creuzburg in O tprcußen eine Sammlung „Lutberlieder" (Leipzig, Carl Reißncr) veröffentlicht, deren Ertrag als Bcisisuer zur _Wiederber- steUung dcr verfaÜcnen und deshalb gcschlossenen evangelijchen Kirche zu Bischofstein im Ermlande verwendet Werden soll, Die Lieder find theils geistliche, Luthers Lehre preisende, theils Volkslieder, deren Stoff dem chen dcs Rxformawrs enjnommen ist. Die Lieder find sämmtlick) tiefem religiö1em Gefühl entquollen und zeugen von dich- terischer Begabung. Die Mehrzahl der Lieder ist nach bekannten sV,)1elotézien zu fiügen und ihnen auch dadurch Volkstbümücvkeit ge- 1cher .

- Das Junibeft der „Deutschen Rundschau" bringt zu Anfang die Gabe ciner zeitaenösfifchkn Noveüisiin, „Jakob Szela' von Marie von Cbner-Cschenbach, ein fes1elndeI, bckvegendes und er- 1chÜtterndks Kulturbild aus den 1846er Tagen der Erhebung in Galizien, welche hier in kurzen Strichen xnetstexbast ge- schildert wird und aus dcr fich plasttscb die Flgyr des Bauernfübrcr's Szela Hervox'bcbt. - Einxn geist- 11111? mbaltx- voÜen Beitrag bat Professor Ernst Curtius m seiyem Arnkelt „Pte Géiechen als Meister der Kolonisation gelixfert', m knappen (Zuge)! schildert uns der berühmta Historiker dre weltbcwegenkze quqm- sationstbätigkeit dcr Hellenen und „gebt nacbbex auf dte'MxssLon Deutschlands, Kolonien zu gründen, uber.'-' Wetterefabweckps'elungs- reiche Bilder aus seiner politischen Thätxgketx und fernem bterdurxs) bedingten bunten Wanderleben giebt uns Freiherr von Rnbthofm tn seinen Erinnerungen: „Ein preußisckxes Beamtßnleben'. Dte Fort- setzung der Erzählung: „Aus zwei annektirten La'ndern“ „scbjldcrt die Stimmung in Hannover kurz vor der 1866er eregserklarung, dann den Marscb der hannoverschen Armee vox! Göttmaen nach Langen- salza und schließlich die Katastrophe dajelbst. Der Direktor. der administrativen Statistik in Wiext, Professor _ von , Znama- Sternegg veröffentlicht eine Studte „Vom Nakroyakretchthuzn“. Der Anfang des Romans .Gift“, von Alexander L. Ktelkand, fuhrt sodann wieder einen nordischcn SchriftsteUer in die deutskbx Literatur ein. Kielland bebandeit bim: dic Säoulfrage, die Ueberbuxdung der Schuljugend mit Arbeit und zum Theil Fodtcr Gelehrsamkeit, - In der Rubrik .Die Berliner Tbcater“ besprkchtKar1Frenzel die neue)! Stücke der Saison ; untcr ,Kunst- und Kunstgescktckte“ werdrn dre neuen kaälde Arnold Böcklka sowie die neuenCrWerbungen der Königlickzen Gemälde-Gallerie bekprockzen. Die_.Poltttsche Rundschau“ und literarische wic bibliographische Notizen btlden den B21ch1uß des abwechslungvollen Heftes. ,

- Die in Leipzig den 2. Juni 1). J. ersckzemenve Nr; 2083 der .Jll„u strikten Zeitung“ enthält folgende Abbildunßätz; Zum 100jabrigen Jubiläum der Erstndung des Luftballons. 9