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Oemffkhen Trinkwafferuntersuchun für Aer te und Medi“
zmal- YM“ "_ 20) Uebex_ d?" &Mintod Smd dessen Behand- ,9- " 21) Schulttxchmaße. _ 22) System der Todes- a
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
a n. Gotha, riedr.Andr.Peribes- 1883- Preis U :“ “" Von der Frei? W. v. Gießebrecbt angeregten und i_n G€m2111schafi_ mit ihm von einer Anzahl kundiger Facbgenossen gletäZzeing inAngrtff genom- menen Deutschen Geschichte, welcbe m 8 Band'cn die Ergxbmffe der langjährigen, vielseitigen Erforschung aller cxnzelnxn Perioden der vaterländiscben Geschichte wisenschafiltch'zubere11e1,' m em auch dem Laien anschauliches Gßsammtbild verem1gen_soU, 1ft soeben dw erste Abtheilung erschienen und zwar die; „Geschichte der dxutschen Urzeit bis auf Karl den Großen“ von Few: Dabu, Yer bereitsxuxch zahl- reiche und gediegenc, mößere und kleinere Ar'betten “seine mmge Yer- Lrautbkit mit diesem Stoffe bewährt hat. D1e_vxxr11egende exste Halfte des Bandes reicht in Erzählung ynd ZustanWchtlderupg bis auf den Untergang des weströmisckpen Kaüeribums herab, an die SchweÜe der ßänkichen Reichßgründung. Hier nun kam es okne Frage vornehm- 116) auf die Universalikät der Bebaudlun an. _Den wemgen, an fich eink'ormigkn, überdies mangelhaft überlieJer'ten anßeren' Begebenheljen stebi in vielgestaltigem ReichKbum und sxnnvoüex Ttese daß mnere Leben unseres nationalen Alterthums gegenuber, wxe «_ fich 111 Recht und Wirthscbaft, Sprache und D1chtung,Glauben und _Sztte an den Tag gelegt. Nur wer, wie Dahn, auf allen Gebicfen gxrmamsttsckycr Forschung undGelebtsamkeit vollkommen zu Hause 16, M11) der Darsteßung eines so mannigfaltigen Gegenstandes geWachsen sem. Was xedock) den Verfaffer besondcrs auszeichnet, ist dis geistksvxrwan'vi? Nacbempfin- dung des einbeiflichen Zusammenhangs a11er ]cncr Rxcbjungen u:]d Aeußerungen des altgermaniscben Wesens, “HJS. cr chen, deshalb m 1e'men Itch- und Schaitensciten (312161) krawg zu zexcbyerz weiß. WNW dabei im Vermutben, Erabnen un? Ausdeuxen naju'rlxcb' auch die Phantasie, die dem Histoerer freilich 1111111111 unenibehrlné) tft, zu Worte kommt. so wixd doch anderseük- auch, 12111 Leser durch eine'n umfaffenden Apparat von literarischen Nachweisen und Noten, dte Möglicbkeit an die H(md ge1eben, 1160 von dem Mßße des _Gew1ffen 11111) des ZweifeWafTen, des Beglauk'igTen oder Bestrütenen emeselbft- standige Anficbt zu verschaffen. _ Deutsche Geschiéhxe. 71. Band (1. Halfte) von Alfred Dove. Golba, Friedr. Andr. Perjbes, 1883. Preis 7 26. _ Dcr Bank» Von welchem Hier die ctste Abtbejluyg vor1icgt,'rethx sub ebxecTeiis cbenfoUs der GieschrxchtsÖen Sammlzmg em, 13111321 ]e'tzoch auf der anderen Seitx _ ebenso wie dle übrtgen Theile des na_n_1- Reben wiüen1chafk1ichchopu1ären Werkes _ Yin selhstandiges Buch 1ur 116). _Der Dua11§mus, “welcher seit 1740 dle polrtxsche Entwickelung Deu11ch1cmds [änger (116 ein Jahrhundert vorzugsweise cbarakterifirte, spiegelte sich erklärlickcrweise in der Geschichtsforsebnng und -schreibung mehr odsr weniger deutlich wieder. Der Verfasser will in diesem Werke eiyen Kap.:, objkktioen Standpunkt eiNnebmen, der “dem An- denken einer Maria Theresia ebenso gerecht wird, wie dem Friedrikbs des Großen, der
_ überhaupt den ganzen Verlauf unserer neu_€rer: Geschtchte „lediglieb im aUgcmein nationalen Sinne erzahlt un_d bcqrthetlt. Von diesem Vorsaße geleitet, sucht dcr Verfaxser m der vorliegenden Abtheilung zunächst zur
?Lnsckyauuna zu bringzn, wie jener Dualismus der deutschen Mächte m den Jahren_1740_1745 ins chen getreten. Der vcrfeblte Ver- such zur__Neubtldm1g der Reichsverhälwiffe auf einem anderen Wege, das Katjerthum d_e§ bayerischm chrls 711, erfährt dabei eine um- faffeyde und felbstandige Darleaung. Das Matexial boten die zahl- reichen und WLUHVOULU Veröffentlicbungen und Miüheilungen der leßten Jahre, Vorzüglich aus den Berliner und Wiener Archiven, während ungedrch'ke „bannöveriscbe Akten daneben die Mög1ichkeit ge- währten. *die Erctgmffe noch von einer dritten, minder direkt betbei- ligicn Steüe aus zu betrachten. Seiner Form nach Wendet sich das
ursacben, welches bei dem Statistischen Bureau der Stadt Berlin - zur Anwendun kommt.'_ 23) Durchschnittlicbe geburtsbülfiicbe und Deutstbe Geschichte. 1. Band (1- Hälfte) von JLU)! gynäkologische
aße und Gewichte. _ 24) Schwangersckzaststabelle.
_ 25) Die vorzüglicbsten Brunnen-, _Vade- und klimqtiscben Kurorte mit Angabe ihrer geogmpb. Lage, ihrer Bestandtbejle und der an Ort und SteUe fungirenden Aerzte. _ 26) Uebersicht der im vor- bergeb. Abschn. genannten
eilqueUen :e. nach ihren Bestandtheilen und Charakteren. _ 27) erzeichni der öffentl. Jrrenanstalten und der unter ärzilicber Leitung stehenden rivat-Jrrenanstaxten m Preußen. _ 28) Kurze Anleituna zur Untersuchung der Rcfraktton_, Akkommo- dation, Sebsébärfe und Farbenblindhen. „Cin Anhang enthalt di_e kbar- naao oea elegans Zeroüuaosis. _ Dre 2.Abtbetlung, .Verfugun en und ersonajien des Civil- u.Militar-MedizmalWesthS", enthält 1)e ne Zusammenstellung der den Arzt interesfirenden (17 ) Genßeshestipjxnungen 1üt Preußen und das Deutsche Reiß!) (von 1872_83); 2)d1e- Mlmstcnal- Verfüaungen und BUÜMMURJLW Hetreffend (20) das Cw11- und (1) das Militär-Medizinalwesen, welcbe nn abaelqufencg Jahre erlassen find, 3) die medizinischen Fakultäten der 11n1verfitaten des Deutschen Reiches mit ihren Jnsiüuten und Sammlungen, 4) Personalia. des Civil-Medizinalwesens, 5) die Rang- und Arxctcnyetatslittc des König- licb preußischen SanitäW-Offizierchps, unt emem" Anhange, ent- baltend die Königlich bayexischen“ iachfischenk xmd wuxttembcrgtsÖen, sowie die Herzozlicb braumchweigjscben Samtng-Offizxercorps; Den Schluß der 2. Abtheilung bZldet em alphabeiqcbes Namenregtsterx _ Heymanns Terminkalender für *die Justiz- beamten in Preußen, Mecklenburg, den Tbüringiscbm Staaten, Braunschwäg, Waldeck, Lippe und den Hansastädten auf das Jahr 1884 ist soeben in bekannjer Ausstattung erschienen. Der Kalender ent- hält außer einem Kalendarium 29 verschiedene Beilagen, die theil- weise _ wie die Personalien der Justizbehördcn in den genannten Staaten und das Verzeichni's; der sämmtlichen Rech1§an1valte,-Notare und (Gerichtsvollzieber im Deulscben Reiche _ von bobem Werthe find. In den 46 Jahren stines Erscheinens ist der Kalcnder so „be- kannt und beliebt geworden, daß er einer besonderen Empfehlung mcht bedarf. Der Preis des Bandes bkträgt 3 „44, mit Schkeibvapier durchsthoffen 3 „44 50 H.
Land: und Forstwirthsckxast. New-York, 12. November. (W. T. B.) Der Monatsbericht des landwirtbscbaftlichen Departements schlägt die (Ge- sammwroduküon von Mais auf 1577 MiUionen Scheffei an, d. 5. gegen 40 MiUionen niedriger als die Ernte des Vorjahrs, trotz der Vermehrung der Aussaat.
Gewerbe und Handel.
Ankwerpen, 12. November. (W. T. B.) Wollauktion. Angeboten waren 1610 B. La Plata-Wollen, Von denen 1313 V. ver- kauft. Preise schwach*bebauptet. _ _
(S_laSgow, 12. November. (W.T. B.) Die Ver1ch1ffungen von Roheksen betrugen in der voriaen Woche 8100 gegen 12 100 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres.
Bradford, 12. November. (W. T. B.) W911;- mzd (Farne ruhiger, nominel], fest, Botanyspinner gut beschasttgt, m Single Lustres mäßiger Bedarf für Deutschland. _ _
St. Petersburg, 13. November. (W.T.B.) Dee Beuys- bank macht Bekannt, daß sie vom 1./13. November cr. ab die Ruck- zablung der siebenten Reichssébatzbonds effektuirt.
New-York, 12, November. (W. T. B.) Raab einxr Von den biefigen Zeitungen veröffentxichten Depesche aus Me,).“tko, vom heutigen Tage, hat die mexikanische Regierung die, Forderung der englischen Besißer mexikanischer Schuldtttres, be-
Bucb an das größsre gebildekc Publikum des Vaterlandes. _ Das Kaiscxlickxe Reichs-Postamt in Berlin, das eine an- sekmlicbe und werthvoüe Bibliothek besitzt, Hat soeben unter dem Titel „Katalog der Bücher- und Karten-Sammlung des Reicbs-Postamts in zwei Bänden, Bd. 1:.Bücher“ einen Kafasog _üZ-er „seine Büchersamm7ung veröffxntlicht. Wie bedeutend d_ieselbe 111, ergrekt fich schon daraus, daß das Verzeichnis; 'der Bücher, emstbl. des Nachtrages, 364 Seiten, das alphabeiistbe Register aber, daß auf das Verzexchniß folgt, 131 enggedruékte Seüen füllt. Die Bucher find 1311121: folgende 10 Hauptablbeilungen verjbeilt: 1. Ver- kebréan (uber 1160 Nrn.): Allgemeines (Deuschland, andere Sfaaten. Europas 11er Amerika, im Ganzen 57 Nrn.), 8. Posiweien, ca. 650 Nrn. (AUgememes ca.]20Nrn.,We11po|verein m.7Nrn.,Deu11ch- land mit ca. 150 Nrn., Preußen mit ca. 90 Nrn., die übrigen Staaten Deufsckylands, dje versébiedenen Staaten Europas, Afrika Asten, Amerika, Aystrallxn); 13. Telegraphenwefen (A(lgemeines, Deutschkand, die übu en Lander Europas, Nmerika, Asten, Australien, im Ganzen ca. 150 kn., 0. Eisenbahnwesen (209 Nrn.), Schiffahrt (55 Nrn.), S1raßen und Trankportmittel (64 Nrn.), 1). Meilenzeiger (18 Nm.) und Coursbücher (21 Nrn.). _ 11. Erdbeschreibung und Völkerkunde (Allgemeines 166, _SpezieÜes: Reisen um die Erde 68 Nrn., Europa 134 Nm, Deut1chland 47 Nrn., Preußen 171 Nrn., die übrigen deuZsÖen Lander 166 Nrn., Oesterreich-Upgarn 118 Nm, die übrigen Landkr Europas 335 Nrn., Asien 129 Nrn.. Afrika 112 Nrn., Amerika 83 Nrn., Australien und Polynesien 19 Nrn.). _ 111. Naturwiffenschaft ( besonde_rs Elektrizitätslehre,im Ganzen 61Nrn.)_ 117. Sprachenkunde (AÜgememes u. über 26 vaschied. Sprachen, im Ganzen 218 Nrn.), _ 17. Staatéwiffenschast: 11. Rechtswiffenschast und Gesetzgebung, 1111 Ganzen 540 Nrn. (darunter üöer deutsches Recht 134 Nrn., Preußen ca. 300 Nrn.); 13. Volkswirthsäzaftslebre, Politik, Staajsyerwaltutzg (imGanzen ca. 700 Nrn., darunter über Nationalökonomte und Fmanzwlffenstbaft 112 Nrn., Politik 41 Nm., Staatsverwaltungskunde km Aügemeincn und in Europa 20 Nrn., in Deutschland 72 Nm., in Preußen ca. 230 Nm.), _ 71 Ge- )ch'xcbje mit 18161: Hülfswissenfchasten, Lebensbeschreibungen (im Ganzen ca. 610 Nm.), 1711._ Gewerbe und Baukunde (ca. 87 resp. 34 Nm.) _ 7111.2111g5meme Encyklopädien, Sammel- werke, Kunstge1cb§chtc, Literaturwiffenschaft, „Philosophie (im Ganzen 65 Nrn.). _ 1T. Hof- und Staats-Handbucher, WohnungEanzeiger. (tm Ganzen 83 Nrn.) _ F. Vermischtcs (131 Nm.). Schon aus dieser kurzen Inßaltsangabe des Katasoges ergiebt sich, wie reichhaltig und umfaffcnd die Bibliothek deö Rkichs-Postamts hierselbst ist, am reichhaltigstkn natürlich die Abtheilung übkr Verkehrswesen, insbesondere über Postwesen. Unter dsn Büchern befindet sub eine Menge Wertbvßller und wichtiger Werke. _ Ein 2. Band des Katalogs soll em Verzeichniß der Kartknsammlung enthalten. _Jm Verlage von A. Hirschwald in Berlin ist soeben der .Medtzxnal-Kalendcr für den Preußischen Staat auf das Ia_hr 1884“ in 2Abtbeilungen erschienen. Die 2. Acheilung, der .GEschafts-Kalender“, bat, außer einer Kalendertafel für 1884, fo1gendc11Inba1t: ]) Ta eskalender. _ 2) Uebersicht sämmtlicher wnhÜgen L_lrznegmiitel nebt Angabe über DMS und Gebrauchsweise. *- Dte fur den Arzt wichtigsten Véränderungen der deutschen Pbczrmacoyöa (1882) in alphabetischer Reihenfolge. _ 4) Maximal- DM"; MUR nach der Pharm. Germ. beim innerlichen Gebrauck; UM ubeüchriünz werden dürfen, ohne daß der Arzt ein 01 zufügt. (I. ;ck), LößücbkeusfabeUe. _ 6) Dofirung der für die subcutane ZZUF'UM "! A"1132117113111;“kommenden Mittel. _ 7) Dosirung der für . e«InhalakonsWexaptemAnwendung kommenden Mikkel. _ 8) kbar- macopsa 06601101111oa.-8)17„mn1as masttrawa Zsrob'n. in 11811111 éUpjern-n, _,10) Ays der Taxe für Anfextiguna von Medikamenten. ck 1 ) Mkdkzlnéüßkchbte und Maaße. _ 12) TabeUe zur Verglei- bu_ng 8er verschiedenen Temperaturscalen, - 13) DarsteUung der ge- Wchklchsten 1331.19. meäicata. _- 14)Uebers1cht der wichtigsten Uniklichen Ernahrunaémittel nebst Angabe der täglichen Durch- sxbnüiszunahme der Säußlinge. _ 15) Diagnostik und Therapie der ““F“" Vergrftungcn. "" 16) Verhalten der Temperatur in den akuten dé mnkyngen, befonders Infektionskrankheiten. _ 17) Anleitung zur deZQYftisch HÜWUUMWÖUT'J- "* 18) Anleitung zur Untersuchung putum auf Tuberkelbactüen. _ 19) Praktjsche Anleitung zur
treffend eine Ergänzungsemisfion von 20 Millionen,17.reiproze_njiger Obligationen über die anerkannte Schu1d von 80 Mtllwnen hmaus,
gebenden Mittheilung zufolge, bei dem Vereins-Vorstande die _ von dem Leßteren bereitwilligst ertbeilte , Genehmigung nacbgesucbt worden, das Modell dem hier demnachst zu begrün- denden Hygiene - Museum für immer zu uberlaffen. Es bleibt zu hoffen und ju wünschen, daß hierdurch das Jntereffe für den Verein uvd seine dankenßnwrtben Bestrebungen, nJelcbe ledig- lich dem Wohle der kleinsten Svrößlinge unserer Arbetterfamilien gewidmet smd und demgemäß, in den dem Vereine gezogenen Grenzen, auch der großen Sterblichkeit der Kinder in Berlin mit Er'folg ent- gegenzuwirken geeignet erscheinen, in immer weitere Kreise drmge, und wir würden uns freuen, wenn aucb diese Zeilen dazu beitragen foÜTen. dem Verein neue Freunde und Mitglieder zu erwerben, damit der- selbe bei der andauernd starken Frequenz, über welche die nachstehende Ueberficbt das'Näbere xrgiebt, sich in der Lage sähe, die zur Zeit vor- handenen zwci Asyle m der bisherigen Werse fortführen zu können. In dm drei Monaten Juli, August, September d. I. entfielen auf Krippe 1 (Anklamcrstr. 39) bezw. 614, 644. 681, auf Krippe 11 (Fruäztstr. 31) 326, 449, 500, in Summa 1939 resp. 1275, auf beide Krippen zusamtpen also 3214 Verpflegungstage, mithin wurden durch- 1chnittlich an jedem Werktage 41 Kinder vom Verein aufgenommen und verpflegt, und zwar 24 in Krippe ], 17 in Krippe 11.
Der Verein für Besserung entlassener Straf- gefangener versammelte sicb gcftc-rn Abend im Präfidialsaas des Landgerichts in der Jüdenstraße, unter Vorsitz dcs Gehäusen Ober- Iustiz-Ratbs Starke. Wie mitgetheilt werden konnte, hat das Arbeits-NaÖwciseburcau in der Zeit vom 15. Oktober bis gestern 124 von 167 Arbeitsucbemdcn Beschäftigung vkrsthaffen können. Seit
April find vom Bureau aus 796 Vakanzen [*Lsetzt wozden, denen 1301 Meldungen um Nacbxveis von Arbeit gegenuber- standc-n. Neu in die Pfleße des Vcrcins aufgenommen
wurden 8 Jugendliche, die aus dem Strafgefängniß Plö ensee entlassen find', die 71 Jichndlicben, die seit dem 15. O ober die Stadjvoigtxi verlassen, fi11d,soweitnötbig,mit Geld und Kleidungs- stücken un1ers1u131 worden. Der Mangel an Klekdungsstücken, nament- lich auch an Stiefeln macht ßch leider recht fühlbar und würden Gaben in dieser Bsziebung dem Verein sebr erwünscht sein. Das ArbeitönaÖMisebureau, Neue Friedrichstr. 13/16, Zimmer Nr. 180/181, erklärt sich_gern bereit, Gaben abholen zu [affe11._Eine längere D?“ batte knüpfte fich an die_Frage, wie jugendlickoe ijafentlaffene, dte in Berlin nicht ortsanxäsfig find, zu bebandeln 1€ikn. Es wutde allseiZig betont, daß es dringend wünscbcnSMrtb sei, “51: Vurxsbev, sowohl in ihrem eégenen Juterxffe, wis im Interesse de_r Stadt, sofort ihrer Heimath zuzuführmt. Das Strafgcfängmß Plötzensee bc_obachtet diesen Weg bereits aÜgemcin, und auch Säitens d'er Stadjvotgtei Hat man ihn schon mehrmals eingeschlagen. Als etrx Mangel Wurde es von ein?: Seite gerügt, daß Eltyrn und Vor- m_un'der 'der Jugendlichen von dem Ausfall eim's gegen Letztere ver- Hgngten Sjrafverfahrens keine Mitjbeilung crbalten. Interessant war dre Tbaisacbc, daß in letzter Zeit gegen die JugendlioL'en zumeist die vqllste Stzeuge des GescLZes angewendet wird. Die Richter find, wxe Gehetm-Ratb Staxkc [)ejonte, aUmäHLick) zu der Anschauung gelangt, daßder Aufenthxlt im Gefängnicß nicht, wie man früher annahm“, verjcbleckxtcre, sondxrn thatfächli bessere, und man sucht dabsrldée Jugendltchn möglichst auf lange Zeit in den Gefängnissen zu e a en.
Maxburg, 10. November. (Rb.-Westf. Ztg.) Festliche Glockenkxangx 1§1teten gestern Abend 7 UHr die Feierlitbkeiten zum Lutherjubtl'aum cin. „Dée Universität (Marburg war die erste prote'sxanttsckxe Unkykrßtät) veranstaltete einen Festgottesdienst in der l_ujherzxcben Pfarrktrche, bei welchem Professor 1). Achelis die Predcgt Htelt. Das Corpus Qoaäemioum erschien mit dem Rektor
definitiv abgelehnt. Dieser Beschluß beende die bezüglichen Unxer- handFungen, auch sei der mexikanische Vertreter in London zuruck-
beru xen worden. Verkehrs-Auftalten.
Hamburg, 12, November. (W. T. B.), Der Postdampfer .Allemannia' der Hamburg - Amerikanischen Packet- fabrt-Aktiengesellschast ist, von Westindien kommend, heute Vormittag 11 Uhr in Havre eingexroffen.
Triest. 12. November. (W. T. B.) Der Llovddamyfer „Mars" isi mil der 131111151111) - ch'meüjchen Ueberlandpost aus Alexandrien Nachmikkags hier angekommen und ins Schiffs-Lazareth geschafff worden.
New-York, 12. Nsvember. (W. T. B.) Der Dampfer . Spain'- von der National-Dampfschiffs- Compagnie
C, Mesfingsckye Linie) 111 hier eingejroffen. .
Berlin, 13. November 1883.
Dem verantwortlichen Redacteur des „Berliner Tageblait' ist am _8. ds. Mts. vom Königlickyen Polizei-Präfidium nacbfolqénde Berichttgung zur Aufnahme nach Maßgabe des §. 11 des Preß- gesetzes vom 7. Mai 1874 zugestellt worden.
Berichtigung. ,
Das „Berliner Tageblatt“ hat in dem ersten Beiblatt zur Nummer 519 vom 6. November ds. Js. den nachfolgenden, von dem Kommando der Schußmannschast angeblich etlaffenen Tagesbefehl zum Abdruck'gebracht: _
1) Dre Hauptmanmcbafjen und Reviere haben den Disnst morgen so zu regeln, daß, die Beamten der Schußmann- schaft an der Ausübung xbres Wahlrechts nicht behindert werden. Für entsprechende polizeiliche Aufsicbk vor dyn Wabllokalen bezw. in der Nähe derselben, ist in geeigneter Weise Sorge zu tragen.
2) Der Arbeiter Laube, Petristraße 17/18 wohnhaft, darf am 18. d. Mts. für die „konservative Bürgerpartei in der Riederwaustraße, sowie 111 den Stadttheilen Friedrickpswerder und Alt-Kölkn auF dcm Stxaßendamm ein Plakat mit der Aufschrift: AÜeimger Kandtdat der deutschen Bürgerpartei Bäckermeister ,Renard“ umbertragen.!
Verkehrsstörungen Hat derselbe zu vermeiden, auch ist
Laube angewiesen, den ExekutivbeamtenFolge zu leisten.
_ erquet. Die Bebauvtung, daß ein derarttger Tagesbefebl eclaffen sei, beruht auf Erfindung. , „ _ Königliches Poltzer-Prafidium. In Vertretung: gez. von Hepve. Da die Redaktion des .Berliper Tagebkatt“, wiederholter Auf- forderung ungeachtet, ihrer gesetzlichen Vexvflichung zur Aufnahme dieser Berichtigung nicht nachgekommen 1st, die Erfüllung dieser Yflicht aber erst nach Beendigung des emzuleitenden gerichtljchen Strafverfahrens gemäß §. 19 „des kaßßxseöes eszUngen werden kann, wud die erlassene amtliche Bertchngung zunächst auf diesem Wege zur öffentlichen Kennkniß gebracht. !!?-«ids:- “:x-I»;- * Berlin, den 13. November 1883.“ " FTM “'"-*.* «» Königliches Poltzer-Prafidtum. In Vertrctung: von Heppe-
«QI
Viele Bksucbec der diesjährigen Hygiene-Aysstellung und nament-
lich die gewiß zahlreichen Kinderfreunde _untxr lhnen werden fich u. A. auch an dem dort aUSgestellt gewesenep zterltchkn Modell erfreut haben, durch welches der „Berliner Krippen-V
erein' sein in der
Axxklamerstraße Nr. 39 belegenes 1.Säuglings-Asyl in einer der Wirklichkeit durchaus entsprechendkn Weise dem größeren Publikum
zur Anschauung
an_der Spiße in feierlichem Zuge. Den Schluß des Gottesdienstes bildete die Bachscke Cantate nacb Luthers Reformationslikd: .Ein' feste Byrg ist “unser ©1111“. Die Ausführung derselben hatt? der
Akadcmtsche Gesangverein übernommen. Der akademische FLIE-
akx axn folgsnden Tage ging ebenfaüs in der lutherischen
anrrktrche von [tattem Das Gotteshaus war festlich be-
kranzt unkd geichmuckt von den JTDM der hiesigen Stu-
dentenverbmdungen. Nach der endelssobnscben Ouverture zum ,Pau1u5“_ betrai der Professor der Theologie 1). Brieger, die Kanzel, um dre Festrxde zum Andenken Martin Luthers zu halten. Daran) folgten „ “dre Ebrenpromojionen, zunächst die Leopold Ranke_s, „des großten unserer lebenden Historiker, der bereits vox vtcrzzg Jabrcn von der Univerfität Marburg die Theologische Dykwrwurde erhalten Halte und nun bei dieser festlichen Gelegen- be1t von Nsuem' prymovirt wUrde. Außer Ranke erhielten noch Pxof. ij Mexer zn alle, Ober-Kynfistorial-Ralk) Lohmann in ZÜZ'MW'“ Konfistyrml- afk) Dalton 111 St. Petersburg, Pastor _ rxtn_czr1usViktor_tn Bremen die tbeologifäye Doktorwürde. Seitens dsr 1ur1stt1chenFak1311qt wurden promovirt: der bekannte Luther-Biograpk) Pryf. 1). Kostlm m _Halle, der Geheime Rath im Kultus-Mini-sierium W111); Barkhausey 111 Berlin, und endlich von Seiten der philo- sopbtjchen' Fakulta1 zwet Männer, die sich um die Erforschung der Refortncztronsxzeschtckyte besonders verdisnt gkmacht haben: Pastor Karl Krßfft m Elbkrfeld und_ Pastor Friedrich Müüer in Hermannstadt. Mtt dem gxyßen Halleluxq von Händsl schloß der akademische Festakt. Daß regnetqcvx Wetter hinderte nicht, daß die Straßen der Stadt fxstllck) gefch111uckt und geflaggt sind, 62sonder§ das Lutherbaus am Schuhmarkt, Zn Welchem der große Reformator bei Gelegen-heit der Marburger Disputatton im Jahre 1529 gewohnt haben soll. Hier wnd morgen, Soxmtag Nachmittag, die Schlußfeier stattfinden, bei wck1chex Gelegenheit der skeleertretende Bürgermeister unserer Stadt Profemor 1). Ubbelobde dich_Fes1rede halten wird. _ Heute Nach- mittZg zvurde vom Akademtxchen Concert-Verein, unter Leitung des Munxduektqrs Freiberg, Zas Oratorium: „Luther in Worms“ von Ludwtg Memgrdus aufgexuhrt. _Dsn Glanzpunkt des Festes bildete dyr' am _heuttgen Abend gegen 39 Uhr von dén Studirenden der Umversüat Marburg zu Ehxen Luthers gebrachte Fackelzug. Ungefähr
500 Fackxltrager, Yxe Charglrtcn der zahlreichen Verbindungen und
Vkrexne tm ftqdkntxscben Wxckzs mit fliegenden Fahnen und Schlägern,
zosen vym bretten Weg berem in den Schloßbof, joo eine mächtige Lutherbuste 'auf der oberen Terrasse, effektvoll durch zwei Lichtstrahlen er-
legchtet, errichtet worden war. Um diesxlbe gruppirten fich die Fahnen-
trager mit dexx ßatterndxn Fahnen böch1t malerisch; aus ihrer Mitte trat„der Studwws dex neucren Philologie Paalzen auf die Redner- tribune txnd erinnerte m schwungvoüen Worten die Kommilitonen an die Verdienste Martin Luthers. Gewaltig war der Eindruck, den der Gesang des betrlichen Lutherliedcs .Ein' feste Burg _ist unser_©o11", dargebracht aus Tausend Kehlen hier an de:: ehrwütdtgen Staite _der Reformation, die von hunderten von Fackeln und _bengaltjchm LLM taghell beleucbfei war, machte, und Niemand, der dlefe Fete: gesehen, wird des denkwürdigen Momsnfs vergeffen. Dann zog dre studenttsxhe Jugend mit klingendem Spiele den Berg hinab, UM UUÜM HUM .Gaudeamus“ die Fackeln abzubrennen.
Wien, 12. November. (W. T. B.) Dem bkutigen Luther. kommers im Sophiensaale wvhnterx vtele Profxfforen, mehrere Ab- geordnete und Mitglicder der evangelischen Gemcmdevertrekungen bei. Der Abgeordnete Barenther beantwortete emen Toast auf dfe dM, schen Abgeordneken mit emer Festrede auf Luthor, Welche mit einem Hoch auf die Zukunft des deutschen Volkes schloß.
Das Königliche Schauspielhaus beging den Gcßurtsiag Söhillers am Sonnaben? d'urck) eine wo))! gklungene Aufführung der „Braut von _Messma , m welcher namentlich Frl. Meyer als Beatxice, Hr. Muüer als Don Manuel, sowie die in den Chören mitwirkenden, Herren . HeUmuth-Bräm (Cajetan) und Kahle (Berengar) "vielen Betfall verdtcnten. rl. Stoaberg als Isabella vermochte fruhere Letstungen an dieser tene, namentlich die der Fk- JUchMMU'WWMek, nicht zu erreichen. Die Inscemtuns war
Zebracht hat. Auch an maßgebende: Stelle ist man
uf dieses Mode aufmerksam geworden, denn es ist, einer uns zu-
außerordenjlich sorgfältig und würdig.