1883 / 267 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 13 Nov 1883 18:00:01 GMT) scan diff

*- Die Aufführung der beiden-leßten Akte des „Don (Carlqö', welche am Sonnabend im Deutschen Theater von Statten gmg, war von nicht geringerer Wirkung als der e'rste Abend, über welchen an dieser Stel1e bereits berichtet wurdx. Wredexum gestaltete sicbcdie VorstelLung der großen dramalis'chen Dxchtung wurdig in allenThetlc-n der DaisteUung und der Jnscemrung; aber mehr „noch als am erßen Abend wurde es zur Gewißheit, daß die ZWeitHetlung ein Mi griff, oder doch nicht mehr als ein Expertment war. Jene gehobene tim- mung. welche die ersten drei Akte exzqut, war unterbrochen, vielleixbt vonständig verflogen, und erst allm_abltch fand fich der Geist zuruck in die leidenschaftliche Atmosphare, welche der Dichter durch eben diese ersten Akte in dem Zuschauer und Hörer beroorgebraöbt und auf Welche gestützt die Jroßen Scenen besonders deZvierten Aktes erst zu ihrer voUen einbeiklichen Wirkung gxlangxn konnen. Das; immerhin noch der Eindruck der [Wien Akte em machtiger, daß cm-

zclne Scenen von überwältigender, binreißender Kraft waren, ist das -

Verdienst einerseits des Dichtwerks und der vortrcfflichen Insceni- rung, andererseits jener über das geWobnte Maß bedeutend hervor- ragenden Künstlerindividualitäten, welche dte Haupjpersonen zu verkörpern berufcn waren. ' 'Der Wobllgut- der Sprache, der Adel der Empfindung, dte Ttefe und“ Fembett der psycho- logischen Motivirungen, durch welche dieses Dxama zu _den bedeutendsten Werken nicht nur der deutschexx ereratur zahlt, konnten durch die gemessene PMÖT Und Vornebmbett, m_1t _rvelcber das Stück äußerlich in die Erscheinung trat, nur an thkramkeit' ge- winnen. Und in dcr That, wenn man neben denz Unubenrtreffltäven einigcs weniger Gelungene übersieht, darf marx dre Auffuhrung des Don Carlos, wie fie das Deutsche Theater geletstet cht, eme große künstlerische That nennen. _ Was nun _die Einzelbettxn der,Dar- fteÜung betrifft, so steht, wie früher erwah'nt, dte gexnxcke Le1ßung von Joßf Kainz als Infant von Spanien tn. erster Lmre und U06!“- raat durch die zum Ausdruck gebrachte Glutb dcr Empfindzmg 111113 Leidenschaft, wie durch die aewinnende un,d nxarme Naturltcbkert des Spiels alle CarloI-Darsteller, Welche Wie'scttber gessben Haben. Wie dis großen lc-idenschaftlichen Momente. mtt clementazec GewaFt dem Busen des Künsüers zu enthiÜen schjxnen. so ergr1ffen sie "dre Zuschauer unwiderstehlich und rxffen fie bet offener Scene, zu stur- miscbem Beifall hin. Wie zündende Funken'fiäen z.B. dre“ Worte an Poßa's Leiche „Jh! Scßpter war das Sptelwetk sctner _Handez er warf 68 bin und starb für mich!" in alle Hkrzen. Dex xuae'“..d11che Darsteüer verfügt über Eine Kraft und Außdrucksfabigkett der Sprache sowohl, wie der Bcwygung und Geberde, wie sie nur wenigen begnadeten Künstlern eigen ist; jedenfaas hat er fich mit dieser Carlos-Wikdergaöe den besten Kräften unserer ersten Bühnen eingereiht. _ Hrn., Kainz zunächst Haben wir Hrn. Siegwart Yiedmann, der dcn Köntg gab, Hervorzuheben. Die eigen- Fhümliä'e Tärke dieses Charakterdarsteüers [isgt eben darin, daß er jcde Seite de;“; darzustellendsr) Charäktets 13511111 zum Ausdruck zu bringen versteht und in der Zetchnung durchaus Maß Hält, weder zu krasse noch zu sckzwackxe Farben aufträgt. Friedmann läßt in dem harten Despoten, ,als, welcher sich ,Pbilipp“ darsteüt, dle Régungkn wahrer M2nsch11chkett in ergreifende! Stärke zum Durch- bruch konzmen, ohne auch nu_r einen'Augenbléck skineKönigliche Würde zu vergesjcn. Die EigknWWUliÖknt der nicht sympathischen Roüe brachte den Künstler mindestens um ejnsn THSil des wohlverxienten Beifalls; er erregte mebr _staunende BLWUndcrung nls elektrisirende Tbeilnabme; aber die Metstersckoaft in der Darstellung klekbt ihm unbestritten. _ Den Marquis Posa spielte Hr. Otto Sommerstorf warm und natürlich; aber immerhin ist dieser Künstler geneigt, den deklamatoriscbkn Theil seinsr Aufgaba zu bevorzugen. Jedenfalls zeigte er fich selbst neben Carlos-Kainz seiner RoÜe geWachscn und hat damit auf's Neue seine Künstlerschaft bkwiesen, Den Herzoa 21153 gab Hr. Paul NoÜst mit großem Geschick und Verständniß. Zn kleineren Rollen 5611111161671 fich Hr. Förster ((Graf Lerma) und H1". Éaase (Großinquifitor) aus; bLsOUdéks gestaltete sich die Leistung des eßteren in Maske und Spiel wieder zu einem Msisterwerk der Charakteristik, in welchem der wilde und unbeugsame Fanakis- mus in seiner ganzen Härte und Strenge mit erschütterndcr

W

*

B - R Inserate für den DeuTschen Reiéos- und Königl. Preuß. Skaais-Anxeiger und das Central-Hankels-

register nimmt an: die Königliche Expedition 1- ZWekbÜSYS ÜUWTIMUMJI-ZMUW- 2. anbastut-muen, Yufxabors, 7011881133211

11. äerg1. . 3. 7811181118, ?aryaabtuugsn, Zabmjssionan aw, 4. 76110081111J , Imorrißaßiou , Zinstbwg

des Deutschen Reichs-Anzeiger; und Königlich Preußischen StaatI-Juzeigers:

Wirkung gezeichnet wurde. _ Weniger aünskka “")ij silb die Besetzung dekDamenrollen. Der „Elisabeth von Valois des rl. Bormann fehlte es an Königlicher Haltung und an der san ten Schwermutb, welche man bei dieser edlen und vornehmen Fraufolä

geftalt vorausseßt; die muntere Unbefanßenbekt, Welche zum Durchbruch kam , wollte nicht recht an ihren; Platze erscheinen. Zur Wiedergabe der „Prinzessin Eboli

fehlt es Frl. WaÜes an dem physischen und sechseben (Hefta1tungs- vermögen. So wie fie hier erschien, wurkxe d1e„vsrneb_m PUMP?- RoUe der Ebolireckxt unbedeutend._Schlteßltch muse? w"? noch em- mal der äußeren Ausstattung Erwähnung. tblzn. Dl? Pkacht und malerische Schönheit der Dekorationen, Wie s1e silb in „dM HLN?"- Gärten und Sälen zeigte, gaben Zeugnis; von dem kgmstlerzsäoen Streben der Direktion. Mit dem Aufwande aller l_unstkextschsn Kräfte und äußerlichen Mittel bat fie fich besxreht, eme kostltcbe Perle deutscher Dichtkunst dem Publikum in sckxonjtsr Gestalt vor Augen zu führen: dafür gebührt derselben die ruckhaltlose Aaerken- nung (_111er Kunstfreunde.

_ Das Gastspiel des Hrn. Carl Sontag izn Restdenz- Tb'eater hat dort die Aufführung einiger fraxxzofij'cher 'Novi- täten veranlaßt. Nachdem .Babette' ihre gunsttge Wirkung gethan hatte und Hrn. Sontags beliebteste RoÜe „_Doktor Wespe“ dem Publikum dargeboten war, ging am Sonnabend unt gutem Erkolge „Ein Pariser Roman", Schauspiel in 5 Akten von Octave „Feuraet, in Scene. Das Werk behandelt, gleich den meistén Schausptxler] der modernen französischen Literatur, eine Ebebruckosfragx. _ Dre xurxge Frau von Targy kann die plölzlickpe Almuth, welche uber ste bersm- bricht, nicht ertragen, sondern gebt, fremden Lockungen folgend, als Sängerin nach Amerika. Von dort, mit Schmach und Elend bedeckt, in die Heimatb zurückgekehrt, sühnt sie ihr Vergeben durch einen frei- wiUigen Tod. _ In Bezug auf die technische Voüendung und durch- schlagende Bühneneffekte steht das'Werk, welches in der That nach

die Fülle von witzigen und geistreichen Bemcrknngen, den pikanten Dialog gemeinsam, welche das Jntereffe des Publikums bis zum Schluß rege halten. Die Charaktere find mit geschickter Hand buhnengerecbt zugeschnitten und steÜen sich leicht faßlicb und le_bendig er; am meisten Schwierigkeiten verursaéhte offenbar dix dramatt1che Umgestaltung der jungen, leicht veränderlichen Frau, het welcher auf der Bühne in kurzen, kräftigen Zügen aÜe jene mneren Motive angedeutet werden müssen, Welche im Roumn langsam u,nd fein ausgesponnen werden können. Die Darstellung gestaltcte ich etnhettlkch und sehrwixksam. Anetster StéÜeist dies das Vkrdienst es behebken Gastes Carl Sontag, welcher den gewissenlosen Lebemann mrt großer Licbsnßwürdigkeit und erstauvlicber Gewandtheit spielte und dadurch die peinlichen STEAM, we1che ab und-zu auftauckxen, angemessen milderte, Den jungen Ehemann, Henry von Targv, gab Hr..Brandt mit inm-rsr Wärme und feiner Empfindung; d_ie Leistung des Hrn. Pansa als menschenfreundlicher Arzt tft Znit bejonkerer Genugtbuung hervorzuheben. Die RoUe der wankelmutbigßn ,Marceüe“ war Frl. Bünau zugefaUen, Welche die'- selbe apmutbrg und na1ürlicb durchführte; die alte „Baronin von Targy' [Jrachte Fux) PöllniZ durch ihre vornehme Haltung und durch naturliche Herzlichkeit hervorrageyd zur Geltung. Das Publi- kum folgte der VoxsteUung mit wach1endem Interesse und spendete den DarsteUern reichsn Beifall.

_ Das nächste Tua-Concert im Krollscbcn Theater (das vorleßte) findet am Donnexstag, den15., statt, An diesem

Abend wird Sgra. Teresma Tua BMÖÖ Coucert in (1111011, cine Romanze von Rubinstein-Wieniawské, Sarasate's Zapateado und die 14113 110er015 von Ernst“ spielen. Die Péanovorträge übkrnimmt daJ nachste Mal Hr. Fklt'x Dreyschock, welcher dazu Scarlatti? „21116- grxxfimo“, eiue eigene TaranteUa, ,die _,Berceuse“ und eine PoZonaése von Chopin sowie dm Gounod-Ltszt“)chen Faustmakzer gewäHÜ hat.

r. F1ora D-össer wird Lésdkr und Arien von Händel, Leßmann,

„Jensen und Schumann zum Vortrag bringen,

einem Roman dramatisch bcarb-sitst wotden ift, nicht auf Mit dem großartigen der Höhe der Schöpfungen Sardou's odex Dumas', Es hat mit denselben aber die leichte, fließende Sprackoe,

s

seins, Europa und das Ykeßge Aquarium deshalb das einzige Institut, tve'kschesk Vertreter )ammtkfcher 4 anthropomorphen Affsnarten auf- wer en ann.

. Die angekündigte Lutherfeier im Conceribau e verlief m w_ürdigster Weise und unter einem so zahlreichen Zusxpruch des Pixbltkums. daß schon lange vor Beginn des Concerts in"!)eldm Salen und alley Rangen aucb nicht ein P(äycben mehr frei war und an der Kasse auf dle Ueberfüüung aufmerkxam gemacht werden mußte, Zr, Hofmufikdirektor Bilse hatte für den festlichen Abend ein mit untlertschcy Geschmack gewähktes Programm aufgestellt, Welches Yurch elne kirchliche Fest-querture mit Orgel, von Otto Nicolas u_ber Hen Cöoral .Eiy' feste Burg ist unser Gott“ stimmungsyoü el_ngelettet wurde- Bei dieser Gelegenheit kam auch zum ersten Mak dre neugebautc; Orge1 des Concertbausc-s in Thätigkeit, welche von"

rn. John MoUer wxrkungsvoll gespielt wurde. Auch in der zweiten

ummer, einem fch_onen Largo _für Orgel, Harfe, Violinen und! Vfratscben, von „Handel, bewahrte fich derselbe im Verein mtt _ d_er jreffltchcn Harfmistin und dem Ensemble der Strercbmsfrumente als ausgezeichneter Orgelvirtuose, Mit der yorz ' Abert geschmack-_ uyd effektvol] für Orchester trans. ]krtbtrten Fuge nebst Praludtum in ()x-mol], von Joh. Seb. Bach xvelche das Orchesxer unte_r der präzisen Leitung des Hrn Bilse wjé mnxjer zu, großaxttger Wirkung brachte, schloß der erste Theil. Deu zwexten btldetx eme wohl aelungene, klar und fein nüancirte Auffüh- rung der schonen Z-äur-Symphonie von Schumann, die wegen des fraypgnt m) den Luther-Cboral erinnernden Hauptthemas fich ganz vor- trefflrch m _ den Rahmen _des Festprogramms einordnete Der letzte Thetl_brachte eme interessante Neuheit, nämlich eine große" „Ouverture zu emem Drama aus dem dreißigjährigen Kriege“ von Joachim Raff, welcher ebenfalls der Choral „Ein' feste Bué“ aw Hauptthema, zu Grunde lag, und in der es der ver'torbene ejster an farbenrexchm dramaüschen Effekten in der orckestra1en Be and- lung nicht hat fehlen lassen. „Dann trug Hr. John Möller an? der Orgel Präludium und, Fuge tn 12411011 von Joh. Seb.Yach „„und zeigte fick) auch damtt als Meister der Königin der JUstrumente . ' Katsermarsxh von Richard Wagner". m welchen bekanntltcb auck) dre Melodxe des Lntber-Cboraks verwebt, * Um übrigens

ist, kam der festliche Aöend zu _kvürdcvollemAbschluß,

den Wünschen derjenigexn Mustkfreunde, welcbe wegen des an dem

JtlxrabeHd sl?1tvxck1:zl§'.ittgt erfolgtensAquerkavaHauses keinen (: me r er a en onn en, zu en1prc en, wr

morgen wiederholt werden, W Festprogramm

Hr, Anton Rubinstein, welcher in dem gestüen 2, " . nerschen Ahonnements-Concert in de'r Philharmonic? WWW» größten Belfall des Auditoriums das DI-äur-Concert von Beelbovm zum Yorjragg gebracht urzd ferner seine dramatistbe Symvbonle persönxtch gelettet" hat„ gtebt am nächsten Sonnabend, Abends 7) Uhr, auch noch eka etgenes Concert, und zwar ebenfaUs in der Phrlbarmonie. Auf dem Programm stehcn: 1) Schumann: Sonate in 1715411011, 2) Schubert: 1111110n1pt118 ], 11, Chopinr 1318111685, 17061111118. 1wp10w33tn 111321111111, 1311118418, ÜQUÜSZ, 3) Beethoven: Sonate 01). 27 in 013411011 und Sonate op. 10], 4) T!chaikowsky: kré1u119, 11310118,Uasnr1xa, 110111111168, Liadoff : Inter- Mezzo, Nicol. Rubinstein: 1761111161; 110111111111, 78.130. _ Biüets (1. Rang Loge 8 „M _ 1 ganze 1, Rangloge zu 8 Pläßen 60 „FL. _ 1. Parquet, Patquetlogs _ 1 ganze Parquetloge zu 12 Plätzen 65 „M _ und 1. Rang Balkon 1. Reihe 6 „ja, 11. Parquet und 11. Reihe Balkon 4,50 «16, Eintrittskarten 1,50 158) find bei Ed.!) IZM & G. Bock, Lcipziger-Straße 37 und Unter den Linden 3 zu a cn.

Der Goriüa des Berliner Aqugriums entwickelt fich in. yormaler Weise; nachdem das Thier dle erste Zahnperiode glücklich uberstandezx hat, exfreutxs sick) eines außerordentlich guten Wohl- Dteser ©91an rst der cinzige 1ebende seiner Art in

(1108311311681.

7, Dißsrarißoba QUUQiJSU. *

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X InieraTe neßmen (m: die Annoncen-Expeditionen deL .,Juvalideu'dank“. Rudolf MoKe, Haaseußeiu &. Vogler, G. L, Daube & Co., E. Séblotte, Büttner & Winter, jowie alle übrigen größeren

Annoncen - Bureanx.

111 (181 13618811-

Berlin ZW., Wilhelnx-Straße Nr. 32.

8. 'kbeMzr-Uzsjgan. ck

n. 8. s. 7011 öfksurliabsu kapisreu. 9. kamiüen-Uaobriabt-eu. bsüaxe. Y Sub a ationen Auf ebote Vor: Veröandlung dks Rechtssjreiks vor die 11. Civil- [49360] [Ausfertiguuß erkennt das Königliche Amtsgericht zu Ratibor h | , g , kammer dés Großherzogl. Landgerichts zu Konstanz Im Namen Seiner Majest„t des Königs durch den AmWrtÖtersMende

[laduygen u. dergl.

[49368], Oe entlickje Ladung..

Fräülein Augu te Wilhelmine Frtederxke Leopol- dine von Barfuß aus Berliu, gestorben zu'Hallßa. S. am 31. Dezkmber 1864, hat_in 18113311 betm fxuberen Herzoglichen Justizamte hierjelbjt hmterlegten Testa- mente vom 4, Oktober 1831 _ "

die (Ehefrau des Justizratbs Heinrrch Rittmeister, Henriettk, geb. von Barfuß, bikrscxbst _

zur Universalerbin ihres Nachlasses emgewtzt und

folgenden Personen

1) Fräulein Henriette Naudé in Blumerode bei Neumarkt in Nieder-Sckolefien,

2) Albrecht von Barfuß, Neffe dcr Erblafferin,

3) Justizrat!) „Heinrich Rittmeistcr Hier,

4) Auguste K1esling in SterdwigWasdau beiJauec in Nieder-Scblesien,

5) Rudolph Kießling daselbst,

6) Caroline vpn Uttenboven in Berlin,

7) den Weiblichen Mitgliedern der Familie von Richjboffen in Sterdwigswaldau, insbesondere dem Fraulein Alwine von Münckyow,

8) Emma von Barfuß, _gkb. von MöÜendorf, Schwägerin der Erblasjerin,

Legate auIaes .151.

Zur Etöffmmg des näheren Inhalts dieses Testa- ments ist Tkrmin auf

den 15. Dezember 1883, Vormittags 10 Uhr,

an hiesiger Gerichtsstelle anberaumt und Werdsn die

vorgeyannten Pkrsonen, bezw. deten Rechtönachsolger

hicrmtt zu diesem Tirmine ge1aden.

Harzgerode, 7. November 1883.

Herzoglich AanlxiksLbes Amtégericbt. o e.

149371] Oeffentliche InsiellunF

Nr. 11 393. Die Stadtgemeinde Donaueschin en ?lertrkten durckoxRechtFanwalr Matheis iK Konstan: agt ILIE," Kay! Ltmbquer, Aljstadtrecbner von Donmxssszgen, ert unbekannten Aufenthalts, aus CnxsÖadxgung Wegen Vergehens mit dem Antrag auf thurtbetlung des Beklagten 1111th Kostenfolge zur Bezahlung von 22 851 ck16. 40 „5 nebst Zinsen: 50/0 aus 5894 „;ck 24 „5 vom Klagzustsüungstage an 40/9 aus 11014 «16. 29 Y vom 31. Dczember 1881 an, 41 9/0 aus 2000 «16 vom 31. Dezembcr 1881 an, 4150/11 aus 1714 «M 29 «3 Vom 1. April 1882 an, 4150/11 aus 857 «161 14 „3 vom 1. März 1879 an Und 4? 0/0 aus 1371-1644 ,I vom 31. Dezember 1881 an und ladet den Beklagten zur MÜUdÜÖLU

auf Donnerstag, den 24. Januar 1884, Vorm. 8 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gédacbten Gerichte zugclaffknen Anwalt zu bestellen. ' Zum Zwecke der öffentlicbcn Zustellung wxrd dieser AuSzug der Klage bekannt gemacht. Konstanz, dkn 10. Novembsr 1883. . Die Gerichtsschreiberei des Großh. Landgertchts. Rothweiler.

[49359]

Auf den Antrag dcs Bäckermeisters Karl Bandes zu Gommern find durcb Ausschlußurtbeil des unter- zeichneten GeriÖtes vom heukkgen Tage die nach- bezeichneten Urkunden:

1) Kaufkontrakt vom 25. nebst Hypothekcnsckycin vxxm 26. Januar 1843 über 49 Thlr. Tagc- zettengelder 1111821115ng des Zimmermannss Johann Gottfrtcd SPW, eingetragen im Grund'buch von Gommern Band 1. Blatt 63 Abjbetlung 111. Nr. 911. und Abjhcilung 11.

Nr. 3, Anerkenntnis; vom 26. 11ebstHyP91 eken ein vom 27. April 1844 über die daselbhst ALFU- 1ux1g 111, Nr. 11 zu Gunsten des jeyigen Ar- b-etters Andreas Christian Hintze zu (Goinmern etnßcjragkn? ErzicHUUgc" = und Erhaltungs- pflxch), bcztchentlicb die dafür geWäbrtc Eilt- " schadxgunßssga-Ut? von ursprünalicb 150 Thlr., fur _kraftlos erklart, ferner (1112 Dikjenigen wslckoc an dte'ebenda Abtheilung 111. Nr. 1 für dexéTöwfer (H"ottfrted Het1_scl anf Grund des Erbvergleickzes bc- sthth'Z-LRYYSU 185514 §Flinkzctxagenen 6 Thlr. Mutter- er et e eun nrne u mit denselben auxgeschloffeY. ck 3 machen habe"“ Gommern. “9213 7. Novemkxer 1883. Komgückyes Amtskzerikhr.

2)

[4Y66]H tbk k d b

1.“ vw e enur an e 1"; er die Band 2 »

des Grgndbucbs von Sterkrade AbtheilunTxlaZlg

Nr. 5 fUr d:“n Fonds der evangelisäzkn kacindé

zu Holten aus der Urkunde vom 20/7 1851 cin.

gatkagene Post von 240 Tbalern Dar1ebn ist durch

Urtheil vom 24. d.Mts. für kraftlos erksäxk wordM Oberhausen, yen 26. Oktober 1883. '

Königliches Amtsgericht.

Löheu

von Bayern, Auf Antrag der Kirchenstiftung Kleukbetm, ver- treten durch den Kirchenpf1eger Pankraz Kunzelmann dort exkennt das K. Amtsgericht Bamberg 1. unterm 30. Oktober 1883 für Recht:

1. der Schein der K. Filialbank Bamberg vom 25. Oktober 1881 Nr. 10 850 MM 342-1686-5 auf die Kirckyenstifturxg Kleukbeun (118 Glau- bigerin lautend wird für kraftlos erYiart,

11. die Kosten des Verfahrens haf dle Aukrug- stellerin - dic Kirchenstiftung Kleukhetm zu tragen.

Bamberg, am 30. Oktober 1883.

K. Amtßgericbt Bamberg 1. Der kgl. Nmtßricbker: (]:-. 8.)Loe1ven1)eim, A.,?)k. Für die Richtigkeik der Ausferitgxmg: Bamberg, den achten November cintausendaÖt- hundert dreiundackytzig. ' Gerichtssckyreiberei des K. Am15ge11chts Bamkerg 1. Der kgl. Sekretär: Kerl,

[49376] Bekanntmaöhung. 11: Namen des Königs!

In der Scbubcrt'jchen AUfILbOTZsCÉIL (111, 14/83) erkennt das Königliche IlmkßgcriÖt Schildberg durch den Amtsrichter Beyer für Rccbt:

1) Die Hypoxhekcnurkunde über 18000 „46. zu 59/0 verzinslicbes Darlehn" eingetragen auI dsr Schuld- urkunde vom _27. 2111111 1865 am 28. Juli 1865 für den Major tm Sckles11chcn Grsnadier-Reaiment Nr. 10 Franz von Donat zu Schwsidniß inAbthei- lung 111. Nr. 10 dss dem LieUtch111ta.D. und GutsbesißersOtw Schubert gcbörigcn Grundstücks Nr. 10 Martentbgl,'rr1rd für kcaf'lws erkaärt.

Kömgltcbes Axntsgericht. gez. Beyer. Verkundex am 9. Roycmber 1883. Schm1dt, Gcricht§schrkibuu

[49337] Im Namen des Königö! In Sachen, betreffend das Aufgebot der angeblich verloren ge- gangenen Hypoibeken-Jnstrumente von den auf Blatt 117, 364, 121 und 138 Plania in Abtb. 111. Nr. 5 resp. 1 test) 1 resp. 1 eingetragenen 85 Thaler und von den auf 117, 364, 138 und 121 Plania in

fur Rscht: 1. die Hypothekenurkunde über noch 85 Tbaler, früher lautend auf 150 Thaler rückständige Kaufgelder und Darlehn für die Josef und Marie Fermenta'sthen Eheleute, haftend auf Blatt 117 Plania in Abts). 111. Nr. 5, auf Blatt 364 Plania in Abkb. 111. Nr. 1, auf Blatt 121 Plania in Abth. 111. Nr. 1 und auf Blatt 138 Mania in Abtb. 111. Nr.'1, 11. die Hypojbekenurkunde über 50 Thaler Daxleß“ für den Schneider JofefHsem-enw zu 171-7111“, Haften?) auf Blatt 117 kanéa 111 511511- TU- N . 6, auf Blatt 364 Manja m M1 UL Nr, 2, auf Blatt138 Psanm 111 2th. 111. Nr. 2 und auf Blatt121-P1ania m Abtb. 111. idekQ 1k“?! 11 ck Wk ür ratoserä ' 111 Die Kosten des Verfahrens werden den An'“ ÜÜKÉLYM YF LZsk elxgxtx'xber 1883 or,en*..9éf '. atKönigliches Amtsgencht, Abtbetlung "7.

' R men des Königs! [49377] Im“, “Zn Sach

en 1 end das Aufgebot der in,*_der Stanislaus. und bCeltisßfßetb, gebBlaSzczvk, Ceifa 1chen Subhastaitoqs- sache von waaliSzew 1. Nr. 4 11111) Nr, 34 gebtl- deten Spezialmaffeu hat das Könmlrxbe Amtsgericht zu Adelnau durch den Amtsüchter Giese am 30. Ok- tober 1883 für Recht erkannt: . ' ane unbekannten Interessenten 71111) 11111 tbren Ansprüchen auf die beiden Spezta1maffen bezxv. Streitmassen Elias Schgchtel '/. Joseph _J63ew1cz e: Stanislaus Ceffa'1che Subhastanon' von waaliszew ]. Nr. 4 und 34 ayszuschlreßen, dem Kaufmann Elias Schachtel sekne Ansprache auf diese beiden Muffen vorzubebaltxn 11111) die Kosten des Aufgebotßvexfabrens, emsck11eßlich der Gebühren und Auslagen dcs Pflegers, an- der Masse zu entnsbmen. Adelnau, ben 7. November 1883. Königliches Angericht.

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Redactenr: R i e d e [.

Verlag dcr Expedition (K ess e 1.) Druck: W. ElSn e r.

Vier Veilagex1

Berlin:

Abtb. 111. Nr. 6 resp. 2 resp. 2 resp. 1 (6) einge-

tragenen 50 Thaler

(cinschließlich Börsen-Beilage).