1883 / 285 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 04 Dec 1883 18:00:01 GMT) scan diff

TAS",- '

; Unterricht der französischen Sprache in dM Gymnasien und

ck iiides ärztlichen Gutachtens *die Schüler vor

xenj en „Handels = Ministers ein:-

en idnes MWM? schdie Erklärung abgegeben sei, Mongoo]; einem Ankauf „abgeseheii werde. Es set das unächsk Aufgabe, emen hoheren Bergbeamten Mnngzxichke" anzusteuen; dix dxshalb „schwebenden Unter- tlg„[[mgen dürften vorausfichtligh m wemgenWychen zu Ende U" tstjn, Vor Ansteüung dieses neuen Dirigenten'wolle “Wahl mit der Abteusung des neuen Schc1chtes beginnen, ““so mehr, als über die Abführung de'ffelben unter den Ver- R11[xungsbemnten die verschiedenstenUnftchtxn porhanden seien. “erscheine demzufolge nur praktisch, bet emem so großen in seinen Folgen weittragenden Unternehmen, das .-e Jahre Zeit in Anspruch nthe, eme Kapazität zu “."gn Der basherige Vertrag mtt detx'Konkurrc-„nzWächten 'iiFolÜe zweier neu entstandeper Schachte ferner nicht zu Um gewesen und demzufolge d1eser Vxxtrag gekündigt wor- Vordem hätten 4 Konkurrenzschaxhte bestanden, jeßt "eien deren 6. Der neue Vertrag sei für Anhalt höchst Ünßig ausgefaUe", und nur gezwungen habe die Staats- "n demselben zußimmen können. Nur das Eine sei

«reiben

i

, WMF„ Vertrag__ erreicht, dxtß dér Etat für die » MM 5 Jahre nchergesteüt ser. Um den entstehen-

all zu decken, sei die Regierung der An- im MM dieselbe an der Fabrikation d. . an der „» n Verwerthung der Kalisalze sick) betheiligen „„ 91er der Konkurrenzschächte seien in der Lage, “&sz befißen, und es müsse nun dafür gesorgt werden, EMMA des Fabrikationdewinnes in die Staatskasse ,',ße, So lange keine Revenüen aus der Fabrikation zu “emailenftien, müsse man sich auf eine Stsuererhöhung ge- faßtmachen. „Wir haben eine Niederlage erlitten, an welche bieRegierung nicht gedacht, jedoch sieht die Regierung hierin kin großes Unglück.“

ElsaßLothringen. Straßburg, 1. Dezember. Das ElsäfferJonrnal“ veröffentlichte am Diensiag eine Eingabe anenKaiserlickzcn Statthalterin Sachen des französischen Sprachunterrichts, welche am Voimijtage desselben Tages mitdenterschriften von 538 hiesigen Einwohnern überreicht vordenwar. Der Antrag in dieser lautete: cs möchte zur Wahrung der wohlbcrecbtigtc'n Jntereffen in Bezug auf den

Pxogymnasien der Zystand, der vor Erlaß der neuen Schul- regulalive bestand„ Wieder hergesteüt werden. '

Hierauf ist, wxe die „Els.-Lothr. Ztg.“ mistheilt, von SMM desStatthalters die folgende Antwort ergangen:

Straßburg, 28. November. Jch eröffne Euer Wohlgeboren auf Wir in der gestriJSn Audienz überreichte Petition, daß ich dem Wgesieiiken Antra e für 1“th keine Folge geben kann. Das neue Miregulafiv ist na langen Beratbungen im Ober-Schultatl) und «ck Einholung des Gutachtens, dex Kommission m] 1100, in welcher jablnicbe eUaß-[othringische Mitglieder sicb befanden, erlassen worden dexmz die Erfahrung kann [ehren, ob Abänderungen darin erforder- 1 m.

Wenn am Schlusse des Sckuljabrcs sick) herausgesteut Haben fonte, daß Kroy der in diescm Regulative vorgesehenen neuen Unter- richtémeißoise wt Erlernung der französischen Sprache 2 Stunden perWokve 'm Un vanasien _ denn in den Realschulen sind 5 «w. 4 Skunden per Woibe vorgeschrieben _ nicht genügen, so ist ja "Mek Direktor WMW Abänderungen dcr Vertheilung der wöchent- lichen LeHr/“Fuxxém ank die einzelnen Unterrichtsfächcr zu beantragen. Ork Oxkr-SÉuiratk) ist Weit davon entfernt gewesen, unabänderlickye

Wk/Ésx/km fur alle Zukunft geben zu wollen.

Meinen Dank spreche ich dm Herren Unterzeichnern der Petition

aus,daßdiese1l)en Hervorheben, wie sie den Gedanken, daß es auf

„ineAuEroUuna der iranzöüicben Sprache in Miaß-Loibringen ab-

weisen. Keine andere Abßchx Hal env1anes vorgewaliet, (116 in Gemäß- Ueberbürdunß zu WM!- Ver [ekckyen Sie den neuen Normalplan mit dem früheren, iowexden e findcxi, daß in einer Reihe von chrgegenständen ditSiundenzahl vxrmtndert wordenist und sehen Sie EM. 32 der AU- Wiim Vorsckrtkan für das höhere Schulwesen in lsaß-Lotbringen Mio werdcn Ste unter Nr. 5 lesen, das; für das Abiturienten- Wm 'm der französisxken Sprarbe verlangt wird: Geläufigkeit im WWW Ausdruck innerhalb des dem Scbükkr naheliegenden thmiimkreijcs, Uehcrseßen prosaiscker Schriften von nicht be- Wem Schwierigkeit, cinige Fertigkeit im schriftlichen Gebraukb der_Sx-racbe, während nach den früheren Bestimmungen diese Seiaufigkeit im mündlichen Ausdruck sowie einige Fertigkeit tmsibnftlicben Gebrauck,» der Sprache nicht erfordert wurden. Die „Ekxabmngallein kann lehren, ob, um dies zu erreichen, 2 Stunden in !rWoche genügen, und ich denke, es ist am ricktigstcn,"diese Fkaßeerft nach dem Schluß des Schuljahres wieder in Etwagung

iUKkÜM. ersuche Euer Wongeboren, den Herren Mitunterzeiibnern

ebm sein könne, von 'ich YFeststelluna des Sturz!)

Ick WPLWUM dieser meiner Antwort Kenntniß zu geben. DnKaiserliche Statthalter in E[saß-Lothringen: E. Manteuffel. NU HW! Kaufmann L. Mcnegoz-Aufschlager hier, Kleberpkaß.

OesterrxichUngarn. Wien, 2, Dezember. - (Presse.) Das Unßqusche Amtsblatt veröffentlicht heuie dre fol- genden Ka1serlichen Handschreiben: * „,.-Lieber Graf Kbuen-Hedervary! Zufolge YorsÖlages “Us ungarischen Minister-Präsidenten ernenne Ich Sie hiermit ??,Banus Kroatiens, Slavoniens und Dakmattxns und zum “nl,!![icben Kommissär der mit diesen Ländern nn Jahre 1881 Dek'Wßkwéseuen Militärarenze“. ' M" eber _Bedekovics! Zufolge Vorschlages meines ungarischen mjstkk'Pkafidenten ernenne ich Sie bei der in Budapest restdiren_den Sl a- egierunq zum Minister ohne Portefeuille für Kroatien, d„Wonien und Dalmatien, beziehungsweise akkreditire ich Sie neuer- Jbrer bisher bekleideten SteUe.“ M' t er Yaron Ramberg! Nachdem jene Aufgaben, w'egen Ick“ Ick OW für Kroatien und Skavonien und die Mit diesen „ck21ka Jahre 1881 Vereinigt gewesene Militärgxcnzc z'um Kimi?- K'"Wkffar exnannte, erfüth find, enthelxe 1ch Ste biermt Lis “Wag mcmes ungarischen Minister-Prafidenten von dieser «„swn U") verleihe Ihnen als Anerkennung für Ihre lange, Jahre Djurch Me “"ck hej dieser Gelegenheit geleisteten aUSJezetchnejen "' eden Orden der Eisernen Krone erster lasse.“ Lb Pest, 2-Dezember. (Presse.) Der Finanzausschuß des 'geo.rd"ete"hauses acceptirte heute den Geseßentwuxf die die Jndemnität für das erste Quartal 1884 _some «„I-WW" Posten des Budget?- des Finanz-Mnysterlums- Ein] dleVerhandlung des Budgets pro 1884 beendtgt wurde.

nlrag des Grafen A d Vcräußerung der CrWerm " rajsy an WurdegabßreéleehZégen d_er kostspieligen Verwaltung derselben

- „Ukajewo 2, D b ' ' Beirk von

J ezem er. r. Die Ml z

S1e“ß1ng(Vosmen) berüchtigtet(1P ZZäuber Bjelics U11d a111.1urden Mit drei Genossen standrechtlick) verurthetlt

Regierung ist neuerdings noch keine des Oberkommandirenden in T o n g 1? in g , Courbet, zugegangen. _ Das zur Vertheilung gelangende Gelbbuch wird etwa 400 Seiten stark sein.

Majestät der König und Se. Kaiserliche Hohxit Kronprinz begaben Sich heute friih zur Jagd nach Casa Campo, in der Umgegend von Madrid, kehrten gegen Abend von dort zurück und besuchten sodann das Apollo-Theater, in welchem die spanische Oper „Marina“

zu 18 ein fünfter zu 20 uhren schweren Kerkers verurt ' . Ebean wurde der Räuber hkl“ zweiSoldaten bei Bjelamics erschossen hatte, Tode verurtheilt und justifizirt.

char ov i c S aus Repischte, welcher standrechtlick) zum Frankreich. Paris, 3. Dezember. (W. T. V.) Der weitere Depesche

Spanien. S e.

der

Madrid, 3. Dezember. (W. T. B

egeben wurde.

Se. Königliche Hoheit der rinz Ludwig Fer-

difnxxnd von Bayern ist gestern hier eingetroffen und im Komglichen Schlosse abgestiegen.

Bulgarien. Nustschuk, 2. Dezember. (Presse.) Der

eniflohene Führer der serbischen Radikalen, Nikola Paschics,

befindet „sich jeßt _in Sofia, welche Stadt er ohne Bewilligung der Reg1erung nicht verlassen darf.

Dänemark. K o p e n l) a g e n , 3. Dezember. (W. T. B.) Der Genezraldirektor der Posten, Telegraphen und Eisenbahnen, S ck 0 u, ist gestorben.

Amerika. Washington, 3. Dezember. (W. T. B.) Der Kongreß ist heute ohne Botschaft des Präsidenten eröffnet werden.

Afrika. Egypten. Kairo, 3. Dezember. (W. TB.) (Telegramm des „Reuterfchen Bureaus.“) Der hiesige öster- reichische diplomatische Agent erhielt heute Nachmittag ein Telegramm des Konsuls in Chartum, wonach Briefe aus Kor- dofan Über Fahsode eingelaufen wären mit der Nachricht, daß nur ein Drittel des egyptischen Heeres einschließlich der britischen Offiziere und des Generalstabes getödtet sei. Der Rest lagere bei Rahad, empfange Lebensmittel aus TakeU . und warte auf Verstärkungen. Das Telegramm des Konsuls sagt schlicßlich: es scheine ewiß, daß die totale Ver- nichtung der Armee HickH Pascha kick) nicht bestätige. Die Stadt Chartum ist ruhig. Der egyptischen Regierung sind solche briefliche Mittheilungen nicht zugegangen. Die Nachricht bedarf der Bestätigung.

*

Zeitungsftimmen.

diese Stimmen nicht mehr kommen, und es sind mitunter auch vo.1 diexer Seite Worte der Anerkennung zu hören. Die Bemerkung eines soz aldemokkatifchen Parteiführers, er habe nur mit schwerem, Herzen gegen das Gesetz gestimmt, wiegt viele mißgünftige Rednerezen auf. Nur Parteisucbt nnd Rechthaberei verhindern noch die allseittge L_ltz- erkennuyg, da mit dieskm Gesetz der Grund zu einer sehr wohltbait- gen sozialen cform gelegt ist, .

Betreffs Yer vorgeschlagenen Eisenbahnverstaatlichungen sagt die „Nationalliberale Correspondenz“: _

.lebst die Gegner der ersten Babnerwerbungen können mch mehr Wunscben, daß die Einfügung dcr ieZten nothwendigen Glieder in die Kejte unierbleibi. Und es ist auch seit den Axifängen der Verstaajlichizng nichts geschehen, was diejenigen, die den ersten entschei- denden Schritt mitgemacht, überzeugen könnte, daß sie damals Unrecht getHan. Jm Gegentheil. Die finanziellen Erfolge der Eisenbahn- ve'rstaatlichizng haben aUe Erwartungen übertroffén, und die Bedenken wirthscbaftltcher und politischer Natur haben sich zum größten Theil als nicht gerechtfertigt erwiesen. Um nur auf Eines hinzuweiskn, jetzt eben wird uns wieder eine umfassende Vorlage über den Bau von Nebenbcxhnen in Aussicht gestellt; mit jedem Jahr wird das Ney von Sekundarbabnen ungeaébtet der mangelhaften Rentabilität dichter und er- schließtwirtbschaftlich zurückgebliebene Landestöeile zu deren unberechen- barem Vortheildem Verkehr. Der Staat hätte diese Linien nicht gebaut und nicht bauen können ohne den Besitz der großen einträglicben Bahnen, und die Privatindustrie versagt selbstverständlicb, wo ein bandgreiflicher lohnender Erwerö fie nicht lockt. Wir soUten meinen, kei unbefangenem Rückblick und offenherzigem Urtheil müßten auch die früheren Gegner bekennen, daß die jeßt ihrer voÜen Verwirk- lichursig nahe Eisenbahnverstaatlichung eine Wohlthätige Reform gewe en.“

Centralblatt für das Deutsche Reich. Nr. 48. _ Jg- halt: Konsulatwesen: Ernennungen, Exequatur-Ertbeilung. _ Milt- tärwesen: Verzeichniß der Anstellunasbebörden der Reichsverwaltung im Sinne der Grundsätze für die Besetzung der Subalxern- und Unterbeamtenstcllcn mit Militäranwärtern. _ Polizeiwe1en: Aux;- weisung voxi Ausländern aus dem Reichsgebiete.

Marineverordnungsblatt. Nr. 23. _ Inhalt: Termin-

kalendex. _ Festuwgsdienstübung. _ Abzeickpenkasten. _ Schiffs- bükherktsien, _ PersonalVeränderungcn. _ Bcnachrichtigungen. ' Beilage: Statistischer Sanitätsbericbt über die Kaiserlich dcuiscbe Marine für den Zeitraum vom 1. April 1882 bis 31. März 1883, _ Terminkalender für S. M. Sebiffe und Fahrzeuge, enthaltend: Termine bei der Indienststellung. Monatliche Termine. Unbestimmie Termine. Termine bei der Außerdienststcllung.

Justiz-Minisierial-Blatt. Nr.44. _ Inhalt: Cirkular des Herrn Ministers des Innern vom 13. September 1883 an die Königiichen Regierungs-Präsidenten 2e., betreffend die Ablieferung von Gefangenen Seitens der Polizeibehörde an das Justizaefängn'iß. _ AÜgemeine Verfügung vom 27. November 1883, betreffend die Er- haltung der Uebereinstimmung zwischen den Grundbüchern und dem Steuerkatastcr.

Centralblatt der Bauvcrrvaltung. Nr. 48. _ Inhalt:

Die „Frankfurter Zeitung“ schreibt (1le Anlaß der Verlhandlungen des Abgeordnetenhauses über dLé Eisenbahn- vor age:

Das reine Staatsbahnsystem hat mit der ersten Berathung der neuen Verstaatlichungsvorlage im preu ischen Abgeordnetenhause seinen Sieg sozusagen vollendet. "Die vollkändige Durchführung dx!“- selb'en wird auch von seinen hartnackmften Gegnern nur mehr als eme Frage der Zeit bytraehtet, die Gegner selbst akcr haben den Rückzug arz- getrcten und sogar Erklärt, das Feld ganz räumen zu wollen. Wir können den Herren die Kritik nicht ersparen, NFF sie ihren Rückzug nicht einmal sonderlich geschickt verdeckt haben. edxr r. Büchiemcznn und noch weniger „Hr. Meyer hat auch nur eine stich altige Position gegen das Statsbabnsystem behaupten können. Die finanziellen Erfolge des leßieren sind nicht wegzuleugnen und daß dieseiben mit der voll- ständigen Durchführung des Systems sicb noY erhöhen werden, ist außer Frage. Was in finanzieüer Hinsicht no bemäkeli wird, die Unsicherheit bezüglich der wirk1ichen Betriebsübetkcbüffe, Xrifft eöen To Wenig wie die Einwände ge en *die wirihscbast ichen Vortheile des Siaafßeiienbabnwesens daß Syiem an sich, iondernist _, soWeit über- baupf begründef, nur auf Rechnung des Uebergangsstadiums zu se en. Die§ßgilttfngmen11ich von dem Vorwurfe, daß die Tarife noch n cht erma tg eien.

Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt:

Für das zunehmende Vertrauen in die nachhaltige Besserung 'der industriellen und kommerzielien Zustände spricht u. A. auch, daß im Regierungsbezirkc Potsdam nicht nur die Zahl der Arbeiter in fast allen Industriezweigen sick) fortwährend vermehrt, sondern im Laufe dieses Jahres 65 newerblickye Neuanlagen, und zwar 30 stajionäre Dampfkessel, 8 Lokomobilen, 7 Ziegcl-Ringöfen, 17 Schlächtereien, 1 Gerberei, 1 Leimfiederci und 1 Hutfabrik, in Betrieb geseßt worden sind.

Ueber die Lage der einzelnen Industrien wird aus demselben Be- zirk Folgendes gemeldet. Die Braunkohlen-Briquette-Jndustrie prosperirt fichjlick). Der HauptabscF geht nach Berlin und ist fort- während im Steigen begriffen. _ ie Lage der Ziegel- und Thon- industrie hat sich zwar nicht gehoben, jedoch sind 10 neue Ziegeleien entstanden. Die daraus resultirende Ueberproduktion von Ziegel- waaren ist nicht unbedenklich, da unter diesen Umständen eine Lohn- verbefferunn der Zicgcleiarbeiter nicht zu erwarten ist. Die Pffasterstein - Industrie des Kreises Angermünde erfreut sich eines sichtlichen Aufschwunges. Es sind dort 20-30 verschiedene Unternehmer mit 300-400 Arbeitern und dem nöthigen FubrWerk Sommers und Winters in Thätigkeit. _ Die Glashütten befinden sich in lebhaften: Betriebe. Bestellungen sind genug vorhanden, aber die Preise sind gedrückt. _ Der zunehmende Aufschwung in der Maschinenfabrikation erweist sich u. A. aus den bedeutenden Aufträgen, Welche der Maschinenbauanftalt in Tegxl zu e- gangen sind, die dadurch in die Lagx. _verseßt worden it, frü er entlassene Arbeiter wiederum zu beschafttgen, _, Die Eberswalder Nageifabrik entwickelt eine Höchst bcdeuteqde Thattgkeit; sie hat Um- bauten vornehmen müssen Und Pr-Zduzirt je? mit 1000 Pferdestärken Dampfkraft und 600 Arbeitxrn iag1ich 12_ 00 kg Fertige Waare. _ Sichtlich gehoben hat sich dre Tuchindustrie, vorne mlich in Lucken- walde, weniger in Brandenßurg. In der Papierindustrie, namentlich in der Pappfalzrikattyn, hat der Aufschwung Be- stand. Besonders günstig tft die Lage_ der Ruppiner Bilder- bogenfabrikation. In dieser Werden in vier Etablissements ea. 400 Arbeiter dauernd bei entsprechend guZen Löhnen beschäftigt. _ Ein andauernd erxreulicber Ausschw_ung erhalt ck in der Korb- waareN-Jndustrie. E n Etablissement m Braixdexi urg, welches wohl das größte seiner Art in Deutschland ist, bestbaftrgt jeßi400 Arbeiter und fertigt nicht nur die zugehöriger) Holz-, Sgttler-, Lackirer-, son- dern auch ksämmtliébe Eisenarkettxn selbstandig. Der Export dieser Waaren nack) Frankreich, Italien, England und Amerika stei- gert sich fortwährend. ' '

_ Der „Schwäbisch_e Merkurl“ bespricht. die gegen die Krankenversicherung ger1chtetezt sozmldemokrattschen und fortschrittlich-gewerkvereinlichen Agttatronen. Am Schlusse wird e a t:

g s I)ie Hauptsache ist, daß überkxaupi ein aUgemeiner gexelzlicher Vcrficberungszwang für Erkrankungsfaüe, hergestellt wird, und ndieser Hinsicht will es uns scheinen, als ob die Anerkennung von der_Rich- tigkeit und Wohlthätigkeit des Grundsaßes ' sich tmtzier mehr Bahn gebrochen habe. Es fehlt zwar in der sozial- demokratischen und fortschrittlichen Agitatiqn keineswegs an Verurtbeilungen der ganzen Grundlagen, Ziele und voraussicht-

u "b durch den Strang hingerichtet, Ein vierter Genosse wurde

lichen Wirkungen des neuen Gesetzes. Allein recht von Herzen woÜcn

Amtliches: Personalnachrichten. _ Nichtamtliches: Ueber Eisenbahn- oberbau mit HolzschweUen. _ Neubau der technischen Hochschule in Berlin. (Schluß.) _ Ausstellung auf dem Gebiete der Hygiene und dcs Rettungswesens in Berlin 1882/83. )(. (Forts.) _ Vermischtes: Kunstgewerbemuseum in Berlin. _ Wiüiam Siemens 1". Zug-

trennungen auf den deutschen Bahnen in den leßten zehzi Jahren. _ Betriebsmaterial der französischen Eisenbahnen. _ Bucherscbau. _ Rechtsprechung.

Landtagö- Angelegenheiten.

Im 3. Magdeburger Wahlbezirk _ Kreise Jerichow 1 und 11 _ ist der Landgerichts-PräfidenT Simon von Zastrow zu (Zößlin zum Miigliede des Hauses der Abgeordneten wiedergewählt wor en.

Statistiséhe Nathrilhteu.

Gemäß den Veröffentlichun en des Kaiserlichen Gesund- beitSamts sind in der 47. Ja resnwée von je 1000 Bewohnern auf den Jahresdurchichnitt berechnet als e korb en gemeldet: in Berlin 24,6, in Breslau 29,6, in Königsberg 3 ,4, in Cöln 25,5, in Frankfurt a. M. 18,1, in Hannover 22,3, in Caffel17,5, in Magdeburg 25,6, in Stettin 22,8, in Altona 25,0, in Straßburg 18,2, in Metz 18,6, in München 30,1, in NürnbeY 26,2, in Augsburg 24,6, in Dres- den 29,7, in Leipzig 24,0, in tuttgart 17,6, in Braunschweig 28,7, in amburg 25,6, in KarlSruhe 21,0, in Lübeck _, in Wien 26,6, in Bu apcst 21,7. in Prag 27,9, in Triest 20,3, in Krakau 29,3, in Basel 10,3, in Brussel 24,4, in Paris 22,9, in Amsterdam 28,7, in London 22,0, in Glaßgojp 29,2, in Liverpool 24,1, in Dublin 33,0 in Cdinöurg 25,3, m Kopenhagen 19,3, in Stockholm 18,9, in Chri-

tiania 24,7, in St. Petersburg 23,9, in Warstbau 28,2, in

deffa 31,3, in Bukarest 25,5, in Rom 22,6, in Turin 18,8, in Madrid 27,1, in Alexandrien_46,0. _ Ferner in der Zeit vom 28. Oktober bis 3. Novkmber: in New - York 23,4, in Philadelphia 20,9, in St. Louis _, in Chicago _, in Cincinnati _, in San Franzisko 19,1, in_ Kalkutta 26,0, in Bombay 21,8, in Madras 35,4.

Wahrend „dex Berikhtswoche waren an den deutschen Beob- a_chtungSorten !udlxche und südwestliche, in Münchcn westliche und sudwest1iche W ndrtchtizngen vorherrschend, auch die beim Wochenbeginn an den östlichen Stationen und in Berlin überwiegenden südöstlicben Luftströmungen gingen bald nach Südwest und blieben bis zum Schluß der Woche'aus diesen Windrichtungen wehend, nur in München ging der Wind„m den [eiztcn Tagen der Woche nach Ost. Die Temperaiur der Luft uberstieg an allen Stationen die normale. Leichte Nacht- fröste wurden aus den meisten Stationen gemeldet, in München sank das Thermometer am 18. bis auf _ 6,60 C. Niederschlage, in Konih aucb Schnee, erfolgten häufig, in Cöln und in den süddeutschen Stationen auch in ergiebigem Maaße. Aus Bremen WerYen elek- trische Entladungen gemeldet. _ Der beim Wochenbeginn ma ig Hohe Druck dcr Luft nahm an den meisten Stationen am 19. ab, jteg am 21. wieder und bebaupiete seinen Standpunkt unter maßigen Schwan- kungen bis zum Schluß der Woche, wo an den Oststationerz das - Barometer stieg, an den mittel- und nordwestdeutschen Stationen sank. In Cöln und an den süddeutschen Stationen nahm der Luft- druck nur am 19, etwas ab, doch stieg des Barometc-r noch am selben Tage bis zum 21., zeigte wiederholt bedeutendere SÖWankungen und zu Ende der Woche eine abermalige Abnahme des Luftdrucks.

In der Berichtswoche Haben die Sterblichkeitsverhältniffe in den meisten Großstädten Europqs ettVaS zy, nur in Berlin, Paris,London ein Wenig abgenommen. Die aUgememe Sterblichkeltsverhälknißzahl für die deutschen Städte stieg auf 23,8 von 22,2 der Vorwoche (auf 1000 BeWobner und auLsIahr berccbnet). Der Antheil des Säng- lingSalters an der Ster lichkeit war etwgs gesteigert. Von 10000 Lebenden starbezi pro Jahr'berechnet 67 Sauglinge gegen 65 der Vor- woche, in Berlin 67 wie m der Vorwoche, in München 111, An- sehnlicb gesteigert war aber die Stkrbktchi'cit in der höheren Alters- klaffe über 60 Jahr.

Unter den TodeéursaÖen zeigten von den Infektionskrankbciten nur Scharkack, Croup und Kmdbettfieöer eine Ab“, Masern. Diphtherie, Keuchhusten und„1ypböseFieber eine Zunahme der Sterbe- fälle usern „haben m Breslau, Crimmitschau, Hamburg, Altona, Braunschweig, OSnabrück, Berlin, Leipzig, Effe". DMW stadt, Wik", KkÜkau, London, L'verpool, Edinburg mebr Todesfalle hervorgerufen. Das Scharlachfieber trat in Königsberg, Danzig-

DWDM, APOM- Leipzig, Magdeburg, Berlin, HamonI, Elberfeld,