1872 / 44 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 20 Feb 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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44.

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Nichtamxliches.

Deutsches Reich.

, Bayern. Münch en , 17. Februar. Die in Nr. 36 des N. 11. St.-A.« bereits erwähnte Rede , welche der Staats- “: ini er von 53113 in der Sißung der KammZYder Ab- _ cor neten bei der Debatte über den Varth-Schut1111gcrschen -*' initiativantrag, betreffend die Resekvatrechtc, h1elt, lautet nach

meFenogx-aphjsckzen Bericht:

* * 15081 übernommexo 181 (31119 1111111011 '1'11111131'; 11'111'1116 Yumelüuux kum outen Course? 1118110111116]

111, Wovon 11111191.

4111'81011181'11111: “qu 1111011111 111191,“ in 17111111 8. „11:91 Fr., ' 10131t10111101. * . .]ustim'atb 4111911131111, sorYZFa?"§t?ljyj?mOtUix j & (20 ll 1 1-10 1311 m 111111 011 _. ck 1112121111 (:“-0111813111111111, in 17111118 „Berliner kauk1u8tlt11t :

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' weck der Ge ell ast ist der Betrieb von BauF- und Fina11z-Gesckästen , sowie 111- 1311111132? LYnernehmungsensXder Art, insbesondere des re1ne11Wechslergeschgftes. D1e Gesell-

s Re 1 wei„niederla un en Kommanditen und Agenturen 1m schaft hat da ck , Z (km“ HankÜunZshéäusern, Welche das Bank- und Wech

rri ten und 111) . ltYilJeenzFlt-anc1lZmditarischs zu betheiligen. Auch bletbt es der Gesellschaft worde?

Bankinstitute und Bankhäuser als “stille oder Kom111anditgesellschasten bei

In- und Aus- slergeschäst be- alten, bestehende- en ZweicZnieder-

[affungem Kommanditen und Aqenturen aufzunehmen. Die Wirksamkeit der Gesellscha't “kann

fich auf alle Verkehrs- und Haüdelsftädte', mit AuZnahme von Berlin, richten.

cine Herren! Sie haben es schon oft gehört, bevor wir in die

eutige Verhandlung eingetreten smd, und aztxh „einer der .Herren An- '* agstellcr hat es wieder ?csagt: An dem Imitatrvantrag und an un- '

erer heuti en Debatte i mchts schuld, als die Erfl_ä11111g, die ich 111 Reichs age zu Berlin über die uns heute beschäfttgende Frage

b egebcn habe. Einer der crren Antragsteller hat hcmerktxder An- a und die Rechtfertigung ür dcn Jnitiattvantrag ltegc in jener Er- lärung. - .

Was ist denn, meine .Herren, das Wesen ]cncr Erklärung? Ich abe ledigltch eine Rechtsanficht geäußert. Eine Rechtsa11ficht kann icbtig sein oder nicht. Aber gleichviel ob das„ was, 1119 nnr gls das .-ftel)ende Recht zu be eichn'cn erlaubt habe, rtghitg 1| oder mcht, cs icbt unter keinen Um ändcn einen Anlaß u c111cm„Vorwurfc gegen rgcndwen. Denn es kann doch kein Ver rcchc11 sem, sch zu dem,

vas man als Wahrheit, zu dem, was man alY dqs bestehende Rxchje kannt hat„zu bekennen. Ist meine Ansicht r1cht„1g, so-blc1_bt mchts brig, als sich das bestehende Recht und dre Erklarungen, du: es ms echte Licht zu seßm berufen waren, gefallen zu lgssxn, odcr fich da- ack umzusehen, 1v1e man eine Aenderung Hes nnßltebigen, abcr gel- nden Rechtes herbeizuführen im Stande set. . ,

Ist aber die Ansicht, die ich geäußert habe, unr1cht1g, dann Lchcint mir die Sache auf einem noch viel einfacheren Wege zu erle tgcn: --1111 weist man die Unrichtigkejt nach,_u11d allxs Wettere finde; sch. xie Gewalt, wie sie den Mitgltedery emcr Reg1er1111g, namentlxch dxr leineren Staaten, zur Sette steht, dtese Gewalt, Wemc Hexrcn, 11? fur ck allein gar nicht gcetgnet den Fortbestand cmcr 1111r1chttge11Rcchts- nstcht zu fichc'rn Und es ahin zu brmgcn, daß eme mix dcmqbe- chenden Rechte in Widerspruch stehende Anscht auch praktzsxhc Gex- mg erlangc. Es sind zu viele Leute an dxr Sa_chx bothetltgt , dte escße des Denkens sind 311 sehr Alley gc11111nscha1tl_1ch„ als daß es imm Minister gelingen könnte, mit emcr solchc11 unrtcht1 en-Rechts- nfchauun gcgen die Interessen des Voxkcs längcx “zu be xhcu. Ich _ einc au der böswilli ste und muthjvsllig metster wurde durch ie :I entlichc Meinung chr bald cnöthigt cm, zu bekcnncn, daß er ck geirrt hat, und einer anderen lnffassung Namn zu gxbcn,

Diese Erwägungen alXe, meine .Herren, hätten es memcs Erach- _ns nicht blos gerechtfertigt, sondern 111 der That dgzu genöthtgt, daß 1e Angelegenheit, mit der wir hier bcfaßtfind, xuhrgbehandeltwerdx.

wn einer ruhigen Behandlung kann man vielletcht, 1ch gebe das Unt

lerYnÜgen YU, in den bisherigen Debatten sprxchcn; ste War aber lch „vyrhan cn, che wir mit diesem Thema uns 111 diksem „Hause zu eschaftt en begonnen haben. , „. _

Jas? klang noch das Wort, das 1ch1m Re1ck1stagcsprach, als 11" bereits hinterbracht wurde, einer der Herrcn Abgeordneten aus cm Centrum, einer der bedeutendsten Führer habe strh, hoc„h erfreut er meine Erklärung, geäußert: Nun Wer 1: es emxn xundltchen pcktakel geben! Der Herr hat recht xxophe eit, er hat 111 1eZuk1111ft schen; vtclleicht hat er ein bischen 1c Zu 1111| machen [)elfxn.

Hätte er auch unser Staatsrechtgekannt, 1ch glaybe, er Wurde fich vas vorfichtigcr ausgedrückt haben. Der achktmdxgtc Spektakel

" fill) alsbald erhoben und in allen Blättern 1 „cr wwdcrgcklun en, * an hat nicht davon gesprochen, mit welchen Gründön Rechtsan jcht Irn RcchtSanficht gcgenübcrstchc? O nein! Es wurdey _aléxbald alle dcnxltcbcn Vorwürfe und Inkriminationcn gegen dtcjcm en Rc- crungen erhoben, Welche fich zu der von mir vertretenen cchtöan- nt bekannten. . . “.

Man warf ihnen vor: Nichts Germgcrcs gls Absoluttsmus set :'s1111011ach fie zielten,“ Vergewaltanmg dcr cmzclncn Staaten sci

re Abficht, Vcrprcußun aller dcutjj en Elemente kurz, um es mit 11cm Worte “zu sagen: cwalt und Vcrxath an cx Sache der ein- 111?" Staaten, das sei das Schibolctl) derjcmgcn Regterungen, wclche , W der von mir aufgestellten Viecht§anficht bekennen.

. un hat es mit diesem Spektakel eme ctgcnx Bcwandtmß. Wenn cht, alle Zeichen trügen, ist hinter dieser abfichtltchcn __Spcftakelma_chere1 mts die Ncmefis einher. Ich habe Yorhin vo11_c111en1 Gememgut r Geseke des Denkens gesprochen. Drescs Gcmcnxgut hat fich aych vorlicgcnden Falle bewährt. Wenn man Vorwürfe erheben nztll, le man das egen uns gethan, muß man ,a11dc;rc, besser undtrte hütsachcn anzu ührcn im Stande sqin, als drcnmgcn gewc cn md, lt Welchen, ehe wir 11 dem Jnitiatwantragé €Zelmxgten, xm ere 11- ten und Abstchtcn Zekämpft ivorden find. . a dte cxhobenen Be- lxldigungen nicht auf Wahrheit beruhten, bl1cb gar mchts Anßeres UI- als daß schlicßlich dcm Spektakel das Fiasco folgt, und memes achtcns ist das Fiasco bereits da. In e111e111Nackbarlande hat 111111111 gleichen Spektakel hervorzuxufcn fich bemüht; das Nachbar- Ö P darüber zur Tagesordnung übergegangen,

Dienstag den“ 20._Jeb1'ucir.

- 993 ' . ErsteBéilage ', zum Deutschen Reichs-Anzeiger und „Königlich Preußischen Staats-Anzeiger. 1872.

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Das Yrthcik, 1vclch_cs von der Landesvertretung des Nachbar- lapdcs gcfaklt worden 1st, bcßätigt einfach die Richtigkeit der von 11111" xycrtrcxcncn Rechtsanschauung, und ich be reife nicht, wie man ?xgenybcr Yresexn Vqtmn noch, wie soeben noch ge§chah, hat sagen können„ ur eme Polttxk, wre „fie dyn Anschauungewdcs Herrn Vorredners entsprechen mußte, fur eme sylchc Politik ließen fich jeßt Bundes- genossen finden. Ich glaube, 11,1cht _in Süddeutschland noch weniger gbcr anderswo und vollends 111cht 111 Berlin, ließen Zeh für eine - 1ch muß den Ausdruck Ybrauchc11 » reichsscindlicbe Politik cht Bundesgenossen finden. „ck werde auf das Tl)c111a„_später noch mit weni cn Wortcn zurückko1111nc11.

mum hatte ich meine mchrcrwäbnte Acußcrung 1'111 NcichStage abgegeben, so wurde, wie gcsagt, die Presse und die öffentliche Met-

*11ung auf jede Weise gegen uns 111 Bewegung gesetzt.

. Ick babe zu wwdcrholtcn Malm gxlesen„§ic„Stxcitfragc, welche 1th auf Sas Tapct gebra_cht wordey set, 1111111c c11t1chicdcn Werden, abcr niemals Werde fie 111 dcm'Smne c1111ch1cde11 werden, wie ich geglaubt habe, da fie. bcrctts e11t1chicdc11,sc1. In den Artikeln, von denen ich eben gc prochen Nabe, ist es b1s zur külxnstcn Verhöhnung der von mir vertretenen __2 nfichk gckomnnn. Und ]cßt, meme Herren, betrachten Sie einmal die Presse! Den Ciydruck, den ich davon habe, kann ich nicht anders bezeichnen, als dahm: die Presse, die bisher mit Gründen gegen uns gekämpft hat, hat dcn, Kampf eingestellt,“ von der Presse, die mit anderen Dingen als nut Gründen kämpft, spreche ich nicht. „' _

Die Literatur, welche sich mit dtescr AnLelegenhUt befaßt hat,)ft vollständig auf meine Seite übergetreten 11111,“ was mehr tft, meme Herren, auch Sie sind, insojvcit_es (?ck um dre Frage handelt, was geltendes Recht ist, ganziaufgncmc «erte getreten.

Ick unterscheidc, -w1c Sxe aus hem eben Bemcrktcn entnehmen, zwischen der Frage, was gegenwärng geltendes Recht ist, und der Frage, ob das geltende Recht genügt, oh" es Ihnen entspricht, ob man versuchen soll, eine Aendcruug hcrbcmnuhrcn, und ob mcm dazu stark genug ist, endlich, wclche chesch Dazu empfehlen. Mtch interesfirt m dicsetnAugcnblickc lediglich dtx erstcFrage: Welches ist das geltende Recht? Hier iß, ich-will Ste 111cht allzulangc 111it»dcm Thcnm auf- haften, meines Erachtens gestxrn ,an das dcutlichste anerkannt worden, daß sowohl daéqcnigc, was 111) (ckck“ Reichsrccht gesprochen habe, das Richt1ge 1var,'als daß ebenso„ w,1e aus der ganzen Gcstaltun, des Antrags [)crvorgyl)t, auch dasjcmge von Ihnen als richtig aner annt wird, was ich über das Landesrecht behauptct habe.

Was das Reichsr-echt betrifft, so habe ich früher 111111) zu der Ansicht bekannt, daß das von den Bundesraths-Vätqlicdcrn im Bun- desrath abgegebene Votum das E11t1chcidct1dc set. Daß Sie dcrsclbcn Meinung stnd, daß 11111!) „S1; der Rnficht huldigen, Wenn durch Bundesraths-Vcschluß cm Rcrchsgcscß zu S_tandc kam, so habe ein solches Rcichsgcseßq11csck_i11BayernGcltung, 1clbft wenn die bayerische, Stimme in dcr Mtnorttät war, so lange es 111) nicht um einen Fakl des Art. 78 Abs. 2 handelt, „das. habe ich rüber 1111 Gcgcnsaße zu manchen eben gehörten Deduktt'oncn aus Ihrem Jnitiativantragc und insbesondcxe aus dem dtspofithn Theile desselben gefolgert. Denn wenn _cr c111e11andcrn Sinn habcn soll, als dcnebc11gc11an11tcn, dann hätte irgendwtc, vormtsgeseßt, daß es in Ihrer Macht liegt aus- gesprochen Werden 111Üffc11, daß ein so zu Stande geko111mc11csÖécichs- geseß in Bayern keine Gelxung habe. Das haben Sie nicht ausgesprochen, sondern [ediglrchx wie soll ich sagen, durch Reprcsfiv- maßre eln abzuhxlfcn gesucht, 11111 deren Hülfe das Zusta11dck01111ncn cines kZolchcn Rctchsgcscßxs erschwert werden soll. Für die juristische

nterpretation liegt hicrtn dic u11zweidcutigfte Anerkennung meiner . kechtsansckyauuZig. . ,

Dcr .(err efercnt hat, ich Weiß nicht, durch Meine Acußcrung vom 16. czcmbcr vxranlaßt odcr aus'andcrn Motiven, in der That auch „im Ausschusse emen Anlauf genommen, einer anderen Anficht prakttsxhe letmgg zu verschaffc11. Darüber, meine Herren , will ich Sie zncht 1111t längeren Dcduktwnen aufhalten, daß ein Saß 111 den Mottven, von denen der Herr, Vorredner gesprochen hat, praktisch gar" keine Bedeutung haben kann, *

Der Hex): Referent hat,_ einen solchen Anlauf genommen , es ist"- abcr ein öffentliches GehciÜmiß, daß er mit diesem Anlauf nichr durxh edrungen ist. „Ich Nabe das der richtigen Empffndung zuge- schrtc cn, daß Ste emen olchcn Say „aufzustellen nicht 111 der Lage md. Nunmehr, wenn ich recht gehört l)a„bc1„,ift gestern auf die An- ragc chxcrrnßlbg. ])1'. V_1_Zlf durch 111cht 111ißY1lwerstchc11dc Zurufe qusdruocklt erklärt worden, dtc .Hcrren seien der nficht, daß, wenn em Retchögcscß zu Stande ko111111t„auchwc11n es Verfass1111gsä11dcru11-. 31:11, auch wenn es KompetcnzerwettcrmMn ftatuirt, ssi es mit Zu- 11n1111111 der bayerzschcn Bundesraths- itglieder, set cs gcgen die» selbe, so cxne nur dre geseßltche Minorität nicht vorhanden lft- TM,. solches Rctchsgcscß auch 111 Bayern Gelttmg erlangt.

Habe ich damit recht gehört, so habe i die bündi c und zweidetxtigstc„AtzcrkcnnunZ dxr Richtigkeit dcréenigcn AnficYsti 91111:de331, Welche-tch 11111? uber das ie1ch§recht auszusprccbcn erlaubt?.

Aehnli ' verhält es sich auch mit dem inneren “" Wenn ich 1§?cht' Recht hätte mit meiner Anschauung , daé1t1aadtäxM1t1 Ste ni t cm nctxes GeseH machen wollen, sondern dann müßten Sie einfach arauf drmgen, das bestehende, gegen mich sprechende