1872 / 61 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 11 Mar 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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Der Herr Referent hai auch noch gesagt, man werde in den west- lichen rovinzen aus dem Worte for- und Schlagordnung entneh- men, es eine Deichordnung sei. Der Ausdryck Schlachte.- die .Herren aus den Weßlichen §?Zrovmzen werden mu: darm beipflich- ten - bedeutet nicht Damm, onderir cs isi dcr Ausdrucx für _em Wehr, welches man hineinlcgt, um dre Wasserkraft auf em Trieb- werk zu bringen.

Nach dem Referenten Abg. Dr.Praun (Waldenburg) nahm andels-Minister noch einmal das Wort: ck muß mir doch eine,Gcgcnbcme1-kun„ gegen den lebten Herrn Redner erlauben. Er hat die Oder [o gesch dert, als ob sie bis zum ahre 1763 gewisserma cn ganz Pr vatftuß gewesen sei, und als ob cltcn Schiffe darauf e ommcn waren. Dem ist doch nicht so, meine Herren, denn der roße Kurfürst dem doch damals nach dem 30 jährigen Kriege die Mixtel ni t (9 stark zur Hand thren, at es gerathen gefunden, den Mülroscr anal zu graben, um die Sch ffahrt der Oder mit der Spree zu verbinden, woraus doch folgt, daß auch dat'xialsiftsWU die' Oder fur die Schiffahrt von großer Bedeutung ge- we cn .

Ferner möchte ich darauf auffmcrksarn macher): rnöge nundie Redaktion des künftigen Gcseßes aus aller: wre man Wisl,_dtc gewöhnliche Uferbc eftigung ist begründet und die 11)er auch der Adjaccnt bchglten, und die hat er auch 111 den neueren Gcscßen sckon anderweitig wecder- er;;alten. Die .Herren Referenten und er Herr Redner, der vorhin

c prochcn hat - sein Name ist mir unbekannt - möchicn die ganze ferbefesiigung dem Staate, aufbürdcn. Das wird nicht gehen und es ist auch in anderen Provmzcn anders. , _

Aber aus alledem - i abstrashtre von Einzelheiten - scheint hcrvorzugchen ]) daß die fer-Gc cßgebunxx kem bcsotzdcrs schemes Gesc ist - 300660 vollständig, 2) die Regierun schla t vor, die aller chlimmstcn Paragraphen derjelbm todt zu ma en, * as woxlen mehrere .Herren nicht. Ich sehe nicht ein, warum das die Herren mcht wollen und gleichzxitig cine Resolution annehmen dahin: die Regierung aufzufordern, im kun tigen Jahr eine andere Uferordnung vorzulegen. Das cheint mir das im lugenblick Erreichbare, und [ck werde mcm Besics-

azu thun. Aber so wie die Herren Referenten vorschlagen, sx) wird es nicht ausfallen. Das Landrccht ist ja, ach) vdn cincr zicxnlich undeutlichcn Fassung, und die Jnterßreiatwn rst 1a auch schmierig, und nun mussen wir doch Wenigstens cm Gesch machen, von dem man nicht wieder sagen farm, wie der „Herr Abg. Braun, daß man nicht wisst, was man dameimacbcn soll. _ .

Also, meine .Herren! ich bitte Sieodrrnßend, nclmen Ste das Gesch an, wie es ist, und nehmen Sie da ci eme esulution an, die mich auffordert, eine vollstiindi e Umarbeitung zu machen.

Bei Beginn der Drsfu sion uber den (Hefe „entwurf, betreffend den. Betrieb der Dampfkessel, erk arte der Handels-Mrni er:

Ich bitte um achficht, wenn. ich jekt gleich das Wort ergreife. .Es darf aber dies wohl darin seine Entschuldigung. finden, daß ich eigentlich in der Lage bin, heute an drei Orten zg leich sein zu sollen, was doch immer seine Schwierigkeiten lat; ich um te eigentlich längst im Herrenhause sein, wo das chr- cchnuygskammergcseß [Jeraxhen wird,“ diese Geseke riefen miY vierher rind nn Staats-Mimsterium muß" ich auch Zeich “sein. s liegt nur doch aber sehr am „Herzen, mich über dies esch gleich auszusprcchen.

Ick befinde mich hier m der Jünsitgcn Lage, mich mit den An- trägen dcr Kommisfion ganz „vo „ändtg einverstanden erklaren 'zu können. Ich kann dem noch hmzu ugcn, daß ich den „F. _3 - 1ch bitte um Entschuldiglm , Wenn ich mclleicht envgs vorgretfe -, ausdruek- [ich deshalb sorge aßt habe, damit daraus die Regierung die Freiheit

'der

behalte, die Vereine, welche ich für etwas Nüßlichcs halte, zu benußen, _

um die Revision vorzunehmen. Der Pgra rapb. ist so gefaßt., daß Uur steht: Der Dam fkcffelbesißer hat die erpflechiung, sich die Re- vifion gefallen zu la cn. Durch wen, das ist eben offen gehal„tcn, und ich halte dicse Vereine, die ich auch zum Theil sch911 für zulasfig und authentisch erklärt habe, für gut und denke sie Weiter zu begün; Ligen. Demut bin ich also ganz vollkommen einverstanden. Also bei ieser Sachlage dürften die Kc e_lbcfißer wissen, daß, wo ksolcheVereinc sind, die Vertrauen verdienen, iese auck) benußt werden önnen. Aus diesem Grunde muß ich nnch aber gcgen den Antrag des verehrten Herrn Abg. Berger erklarexi; denn, ivcxm er gesagt hat, „durch die pautorifirtcn Or ane«, sogft es sehr zweifelhaft, was das fur Organe find. Eine amt iche Qualifikation kann 1ch ihnen mcht beilegen. Er wird mir vielleicht antworten: ngenierire. Aber, meiize Herren, der Ausdruck Ingenieur ist auch fem amtlrcher, der vmr einem Examen oder sonstigen Dingen abhängt.. Er Wird es vielleicht werden, bis jest abcr schwebt das no „einigermaßen im Blauen. . Ich möchte mir also ie unmaßgcbltche Bemerkungä und die Bitte erlauben, daß Sie das Geseß ganz nach den Vorschl gen der Kom- mission annehmen Wollen.

Die Nr. 10 des »Preußischen Handels-Archivs- at folgenden Inhalt: Gescßgebung: Belgien: Dekrete, betreffend ie Entrichtung der SccpolZiÉei -Abgabcn Lextens der bei Antrvcr en mit der Bestimmung nach rüssel einiau enden fremden qup chiffe in lekterem Hafen. Spanien: Dekrete, lxetr. ollamtsbcfugmsse." Dekrete, betr. „ren Transit von Tabak und die Ur prunaszcugmffe fur Kaffee, S"!)ii'itilos111, Zucker und andere Kolonialprodukte; Türkei: Aus- fuhrungH-chlemmt für die Erhebung der “Sanitäts- Gebühren. Oesterreich: AenderunJ der Verzollun sbefu ntß des K. K. Neben-

anmtcH [. Kl. Dzie niß zu Preuß.- oczal owiß. Verordnun der . K. Ministerien der Fmanzcn und des Handels, über die Yon- behandlung des ellenwcise nut einem dünnen Kupferüberzu e bc eck- ten Eisengußsiah es. Verordnung der K. K. Ministerien der manzrn

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und des Handels , die Eingangsverzollttng „von grobem Eiscnguß be- treffend. Frankreich: Gcch, betr. die Mydrgung dcr Handelsverträxä MileRland und Belgien. - Stattsitk': Zollverein: Verkehr, . an an

Frankfurt a. M., Lei ig und Braunschwäg- im Jahre 1870- Ein- ang vereinsländiicher. aaren des freien Verkehrs zu den MeJen in Frankfurt a. d. O., LKW,; und BraunschWeig rend des ahres 1870. Deutsches Reich: urttembcrg: Jahresbericht erHandels- und Gejvcrbckammern fiir das Ja r 1870 (Schluß). Niederlande: Handel und Schiffahrt dcr Niederlan e m 1870. * rtßlarzd: Uebersicht dcs aus'wärtigen Handelsverkchrs des rusnschen Reichs m 1870. - Mit- theilungen: Wien.

- DaS' ebruarheft des *Centralblattes für dre e- sammte Un erricht6verwaltung inLJZreußen-z hat folgen en Inhalt: Ministerium der geistlichen rc. ngelegmhettcn: Berrym- dungen aus dem Paironatöbaufonds. Inxo1npetenz_ der Domanm- Rentämtcr in Schulverwaltungsangele enheitcn. Preisbewerbrmg bei der Akademie der Künste in Berlin. sFJZrorcktorat bet der, Universität in KönigsberY Gebrauch der deutschen Sprache bei Preisauf- aben der niverfitäten. Zahl der Promotionen auf den

niversitäten 1870-71. Summaris e Uebersicht dcr 1870-71 Zteprüften Doktoren und Kandidaten er Medizin und Pharmazie. ichtzulaffung von „Personen weiblichen Gesch1echts zu den Vor- lesungen dcr mcdizimschen Fakultät. Kurze Mit'theilun en: Weltaus- ßellun zu Wien. Beurtheilung der Abiturientenarbc ten durch die Wisxen chaftliche Prüfungsfommiffion. DiEpcnsation von der Ma- turi ätsprüfunß bei Zulassung zum Examen pro lacaUat-Fäoesmji. Gebühren bei ex an höheren Unterrichtsanftalten abgehaltenen Prü- fungen 2c. Verhütung des WirthShausbesuches seitens der Schüler ?öhrrrr Unterrichtsanftalten. Resultate aus der Revision cines Schul- ehrerscminars. Lehrerkonferenzen im Regierungsbezirk Cöslin. Lehrer- dotation an einer Schule mit geringer SchülcrYOahl. Kurze Mit- theilungen: 1) Notizen über den Bildunngang cr Mufiklehlrer an Seminarien. 2) Ausbildung evanYelnchcr chrer fur die Ho enzol- lernschen Lande. Die Einführung es Unterrichts im Deutschen in

die Schulen Nordschlcswigs. Entwickelung des evangelischen ul- Wesens im Regierungsbezirk Breßlau. Schul-DiSziplin und -S tte. Uebersicht der bei dem Landhcer und der Marine 1870-71 eingestellten Mannschaften in Bezug auf ihre Schulbildung. Höhe der Unterrichts- Ymmer in den El-ementarschulen.

_Taubstummenanstalten in der rovinz We alen. Schlesische Blmdcnanstalt. - Verleihung von

rden und hrenzeiehen. - Personalchronik.

““'“

Statistische Nachrichten.

Nach dem Verwaltungsbericht der städtischen Sparkasse zu Magdebur für das Jahr 1871 betrugen am Sch1usse des.Jab- res 1870 die Ein agen der Interessenten 3,169,583 Thlr. Im Jahre 1871 sind neu belegt 1,944,488 Thlr., und den Interessenten an Im- sen Kut ZeZYieben 110,357 T lr., woraus sich als Gesammtsumme er e cn , -,429 Thlr. „Zu ckgcnommen find im Laufe des ahres 18 1 1,531224 Thlr., nutklpm am 31. Dezember 1871 bele t e lieben 3,693,2-*5 Thlr. Die Ein agen haben fich daher ge en 111 . ezember 1870 vermehrt um 523,62! Thlr. Vermögen beaß die S akkasse am Schlusse des ahres 1871 3,959,468 Thlr. Von dieser «umme Fehören den Intere enten 3,693,205 Thlr., so daß ein Ueberschuß ver-

leiht von 3-9,800 Thlr. Der Reserve-Fonds ist zur „Höhe von 252,743 Thlr. angewachsen und zur Verwendung für öffentliche städtische Zwecke bleiben disponibcl'127,057 Thlr.

- In den Hafen zu Leer liefen. nach den Listen des dortigen Hafenamts im Jahre 1871.638 Seeschxffe von 33,113 Last ein, dar- unter 447 preußische, 94 mederländrs e, 21 oldenburgischc, 10 nor- wegische; 210 (14,497 Lgft) aus preußi chen Oftseehäfry, 87 3392 L.) aus preußischen Emshch, 30 (584 L.) aus preuLYtschcn lbhc'ifen, 16 (277 L. aus preußis cn Weserbäsen, 114 (6507 .) aus England, .) aus Noch en, 29 (2337 L.) aus Rußland, 49 (1354 L.) aus den Niederlanden. ie Za [ der auslauxenden Seeschiffe betrug 611 (249 beladen, 362 in Ballast von 32,644 ., darunter 26 beladen und 243 in Ballast (zusammen 18,324 L.) "nach England.

An Fluß- und „Wattschiffcn kamen 4873 von 25,637 Last an )daruntcr 3831 preußische), gingen 4883 von 26,530 Last ab.

, Der gesammte Schiffsverkehr stellt sich für das Jahr 1871 (ver- glichen nut 1870) quf 1102 (873 Seeschiffe von 58,399 (381062) L., 147 W852 Damp schi e von 73.“ 10,303';) L„“ 9756 990,670Z421uß-

a tsch1ffe von 5 ,167 (46,434) Y.; zusammen 117, 4 (94, WL

Kunst *und Wissenschaft. Die oberiaztseßisthc Gesellschaft der Wissenscha ten zu Gorltß wn'd ihre Hauptversammlung am 4.211)er .J. abhglten, fur welche: Verhandlungen über die eingegangene Preis- schrift, die der Oberlaufiß eigen: ümlichc Rechts- und Staatsverfassung betreffend, Wahl neuer Mit lie er und wisscnfthaftliche Vorträge als Bcrathungsgegenftände fcstge ekt find. _ Straßburg, 6. März. Der Unrvcrsitäts-Bibliothek md m der. leßten Zeit ferner u. 21. zugc augen: 1) aus Berlin, von er Könegltchen Akademie der Wissenscha ten dercn Publicationen in geschmackvoll und solide gebundenen, 1e ci_nzeln„mit einer, Widmung versehenen Bänden darunter das 00112115 "15071 tionnm 1361111111111 und grasczamm. die Ausgabe des Artsioteles, dtc ublikationen des archäologüchcn Instituts in _Rom und die Werke K'nig Friedrichs 11. 2 aus London eine zweite Yoße Bucherscndung, Welcke u. A. entLält die Publikationen des rttiscbrn Museums und ein rciäzes Gechenk der City, [ teres außer m Buchern auch in den von er Stadt geprägten Me aislen bestehend.

und

.

u' chen Wanken während der Messen zu F:“ankfurt a. 1). O., '

* von Wem für ihre Erhaltung ge org

figuren smd einundzwanzig (sechs andere, ohne Zweifel ursprünZzlich

.. ordnung der nächsten “ihung. Nach

' War nur sch

* und 186

141].

Kolmar, 4. Meir . Der BezirkH-Präfident des Obcr-Elsaß bert an die Mains em Cn“ ular erlgffkn,“ m welchem dieselben zur Met- wirkung bei der Aufstellmxg cmcs Verzeichniffcs aner Bauwerke und Kunstdenkmäler, die aus dem 16. abrhundert „undsfrüheren k"eiten berstammcn, (i_ufgefordert Werden, um ieselbeuderhtstorr chen und Just iüorischen Forxchung zugäuglich zu machen. Auch bedeutendere Den" nälcr aus 1pätercr Zeit jollen Bcrirckficytrgtzng finden, insofern fich dieselben durch Kunßwerth und cigentbrimliche Gestaltung aus- zeichnen. Es sollen dabei kurze Angaben über Entstehung, Gcsthichte und Styl dcr Bauwerke hinzu efirxt rind bemerkt“ werden, ob und

1 wird, sowie welche Mittel dazu zur Verfügun stehen. Auch bewegliche Antiqurtäten und Kunst- gegenstände fin zur Aufnahme geer net,“ dorh (011 von alZen Kunß- werken abgesehen Werden, welche ich bereits in öffentlichen oder Privatsamnüungcn befinden ; in diesem “„alle vielmehr nur die Existenz der Sammlung und die Person ihres igenthumers und Verwalters kurz bc, c1chnct Werden. . „„ -

Nurnberg. Aenderungen, welche jzrngst UU städtischen Bau- Amte vorgenommen wurden, haben zu einem interessanten Funde von mehr als anderthalbhundert Holzstöcken aus der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts geführt. Dieselben stellen Kostüm- figuren aus der angegebenen Zeit und den) vorhergehenden Jahrhun- dert nebst Wappen der Niirnbrrger Patrizier upd angesehenen Fami- lien dar und waren ursprun lich offenbar furem großartig angelegtes, zum Druck, bestimmtes Ge chlechterbuch angefertigt. Der Kostüm-

in diese Reihe chörendc, Heßnden sich seit dessen Gründau im er- manise-Jen MULY111)Z,dlc ubrigen ellen Wappen und »itelverzic- rungen der_r. Die Zeichnung ist der, , dre Schraffirung einfach, nach alter Weiße aus deanangholz nut dem Messer geschnitten. Doch die Trachten find ru tag, die J'xgxtren, namentlich aber die Wappen, cugcn von der Hari emcs treffttchen Meisters. Einige der lcßtcrcn und erst, in Jederzetchth yorhandcn und noch nicht geschnitten, ein paar zeigen sogar erst “child und Decken ohne Wappenbilder und „Helme. Ueber Anlaß und Urheber des Uniernchmens lassen sich bis jest nur Vermuilzun en auxst-eMn. Das Werk scheint ms Stocken erathen und arrfgege en zu 1em, da schon die Stöcke nicht vollendet md. Einige derselben tragen Spuren, daß Prodedrucke davon abge-

zogen worden,“ mit weniY-n Ausnahmen find fie wohl erhalten.

“'*ürich , 8. März. n dem Bechcn drs Untersees zwischen dem »ivci cn „Horn- und dem sogenannten »Siaada in der Nähe von Ermatttn en wurde bc: dem niedcrn Wasserstand der Ort einer ehemaligen ' f ahlbaute cxrtdeckt. Außgerrffene Pfähle aus Tanner.- und Föhrenhokz waren dreieckig zu-cspißt. Steinbeile, Pfcis- und Lanzenspisen aus Feuerstein fanden ck vor. Das eingetretene Stei-

gen des Wassers hemmtc weitere Nachforschungen.

Landwirthfchaft.

Berlin. (K. L C.) Die erste und konftituirende Ver- sammlung des deutschexr Landwirihschaftsraths ist auf Monta , den 8. April , hier nr Berlin von dem Hau t-Dircktorium des [an wirthschaftlichen Provm ialvercins für die Lark Branden- burg und Niederlaußß »als ge?chäftsführcnde Kommission für den "usammentritt des deutschen Landwirthschaftsraihcsa zusmnmenbcrufen. Zuf der Tagesordnung stehen: Konstituirung; Berathung und Jesi- stxüung des Statuts und der Geschäftsordnung,“ Wahl des YM dtrtms, Gmeral-Sckrctärs und Aussthusses; Erweiterung des an - wnthscbastSrathes auf Elsaß - Lothringen, Jestseßun der Zahl seiner Mitglieder und Wahlmodus derselben; Gesehen wurf Wegen Erhebung der Braußcucr im Deutschen Reiche ( mit Aus- schluß von Bayern , Württemberg, Baden und Elsaß-Lothrin- cn); Reform der Deuffehcn Banken , insbesondere der Zettel- ankcn,“ die Deutschen; HandelSvcrträße, i:»wcit ste das Inter- cffe dcr Landwirthschast, "res . dcr andwirthscha fliehen Griverbe berühren,“ Raum- oder Fabri at-Spiritussteuer; ? nträge von 'Mit- gliedern des Landwirt!) ckzaftsratlxes; Bcrattnmg über Zeit und Tages- _ Z. 3 des Statuten - Entwurfs hat der Landwrrthschaftsrath seinen Sitz in Berlin, und tritt in der Regel, aiich dort m seinen Berathungen zusammen. Jede Versamm- lung, 1| ]edoch berechtigt, zu beschließen,. daß die nächsteVersammlung an einem andern Orte abgehalten werden soll. - Mit den Wahlen pd noch im Rückstande: Neuß beider Linien, Schaumburg - Lippe, :ppe, Lübeck Bremen, Schwarzburg=Rudolstadt und Württemberg.

- Jm RegierungsbezrrkStralsund sind die Winiersaatcn Wach m den Winter ckomxnen, aber gegen den Frost urch Schnee so geschüßt gewesen, die Hoffnung auf eine gute

' Winterkornerntc noch nicht aufgegeben zu Werden braucht. Dcr

Ertrag des im vcrfto enen Jahre gewZnnenen Weizens und Roggcns tft zivar hinter den ' Wartungen zuruckgebliebcn, im Ganzen aber doch ein recht befriedigender gewesen.

Gewerbe und Handel.

Berlin,11. März. Der Balt.„Lloy,d hat zur Vermehrung feiner Schiffe und sonsti en Betriebsmittel die Erböbung des aktiven Kapitales um 1,350,000 hlr. eingethetlt in 13,500 Aktien & 100 Thlr., Welche schon vom 1. Januar 3. (3. ab dividendmberechtigt sind, be- chlosscn und kommen dieselben hier am Plaßc bei der Vereins-

anx, Quistor p & Co. in den Ta en pom 14.-16. März zum Parz-Course zur öffentlichen Subs iptwn. Das Nähere besagt eme im heutißcn Inseratentheile enthaltene Bekanntmachung.

Magde ur , den 8. März. Der Zuckerhandel Ma de- burg s un verfloysenen Jahre wird “au emen Umsaß von 1,7 ,000 Ceniner Rohzucker und Nachprodufte 2, ,0(0 StückBrode und 280,000 Centner chahlene (Consunp) Zuckßr gcschäßt. In den Jahren 1870 beliefen fich diese Zahlen nur auf 1,400,000 Ctr., 2,300,000

Brode und 250,000 Cie.. resp. auf 1,500,000 Cin, 2 ,000 Brode und 270,000 Cie. - Vom hteßgen Haupt-Steueramt wur 239,290 Ctr. _ Rohzrrcker, 63,593 Ctr. Consumzuckcr und 79,340 Ctr. Brodzucker ge- gen eme„Exportvergütun, von 1,244,511 Thlr. zur Ausfuhr abgefer- tigt. Diese Zahlen belie en sich m den Jahren_1870 und 1879 auf 39,401 Ctr., 51,529 Cie., 31 34 Ctr. nut ciner Vergütung von 427,919 Thzr. rcxp. auf 147, Ctr., 24,790 Ctr., 17,753 Ctr. mit einer Vergutung von 585,652 Thlr. Dic hiesige EingangZVerzollung beltxf s1ch auf 4892 Ctr. Brodzucker und 4714 Ctr. Rohzucker egen 127.) und 6 Ctr. resp. 6 Ctr. und 1805 Ccntncr in dem Jahre 1870 und 1869. » Wien, 8. MMZ. Eine Verfügunß dcr Börsenkammcr . d. an der Börsenwer chr an Sonn- und Feier- ta en und vorn 11. d. an der bisherige tägliche Börsenvcrkchr am A end aufzrzhoren heit; JedwederBörscnverkehr an öffentlichen Or- ten oder Prwatlokalttaten Wird mit Repressivmaßrcgeln bedroht.

bestimmt, daß vom 1

Deutsche Herberge in London.

Die große Anzahl vorr jun en Dcuischcm Welche jährlich nach London kommen, mir Arbeitozu Juchem hat schon oft die Frage der- anlaßt, was aus ihnen bei und nach der Ankunft in der fremden Stadt Wird. Dieseiben erfallen in zwei Klassen: Handwerker und Kgufteute., Die meisten er ersteren find Weder mit der Sprache, noch niit dc1r hiesigennVerhältmffcn bekannt, und gcrathcn daher nur zu haufig m „die „Hande der vielenfSchwindler, welche an Bahnhöfen und Dayrpfschtffsftationen den Ankommcnden auflauern. In den schlechten Logirhäusern Werdm fie bald geplündert, kommen in Roth und böse Gesellschaft und vermehren dann die roße Zahl der deutschen Bettler und Vagadrmdcn, wclche :ck in, den fraßen Londons hcrumtreiben.

Was dre andere Kla : betrefft, die jun en Kaufleute, so find die- selben genöthigt, bei der Ankunkft erst in heurcn Hotels zu logiren, um fich von dort aus ein Unter ommen in einer Familie zu suchen, und wenn fich die ewünschte_Beschäfti“ ung nicht bald findet, so geht häufig das (Held, ra ck Zur Neige, und tc sehen fich denselben Gefahren ausgeseßt wze dre Han„werker. -

Ein Mittel, um diesem Uebel zu begegnen, liegt in der Errichtung einer erberge oder Heimath, deren Agent die angemeldeten Fremden gleich ei der Ankunft in Empfang nimmt, und in dcr dieselben ein respektables Unterkommcn und freundlichen Bescheid erhalten. Solche Fcrbcrgen, ivenn dieselben auf einer riftlichen GrundlaZe beruhen,

nd von unberechenbarem Segen für as geistige wie f r das leib- liche Wohl ihrer Gäste, was durch die Wirksamkeit der in Deutsch- land bestehenden achtzig_Herber en deren Zahl fich Jährlich vergrößert, ur Gem": e bewiesen ward. - „n(er diesen Umßän -en scheint es auf- ?ailend, da dem dringenden Bedurfniß nach einer solchen Herberge in London noch 111 keiner Weise Rechnun getragen wurde, und, haben wir es uns nun Zur Aufgabe „gemach , demselben durch Errichtung einer solchen abzu elfen, und dteodazu er'sorderlichcn Mittel herbei zu schaffen, wozu dieser Aufruf beitragen oll. Mit Freuden können wir sagen, daß unser Plan, über,dcn in Deut chland schon viel gc- sprochcn und eschriebcn wurde, m den weite en Kreisen günstt : „AufnaZme fin ct, ynd daß auch einfiu reiche ngländer bereit fin , ihrem “ntxre ekdafur ihätthn Ausdru zu geben. Deutschland und dee 'SCHWUJ chicken ihre Sohne 1ährlich zu Tausenden nach England: -,1| es daher zu „viel verlangt, zu erwarten, daß das Vaterland mithelfen Werde, seinen Kindern im fremden Lande eine Heimat!) zu bereiten? Wir wenden uns an Alle, die hier ewesen sind; an alle Kaufleute, Welehe mrt England in Verbindung Zehen; an alle Eltern, dercn Söhtze die Abficht haben hierher zu kommen; und besonders an alle Jünglinge, deren Wunsch und Streben dahin geht, sich in diesem Lande Kcnntmffe und„Er ahmngen zu sammeln: Helft uns eine Herberge zur Hetmath xn ondon errichien!

Von dem Ergebxuß der Sammlungen wird es abhängen, in welchem Maßstabe die Herberge eingerichtet werden kann, und im Uebrigen soll .qu Unternehmen so „angelegt werden, daß es fich nach einiger Zeit selbst bezahlt, ww es“ bei den

erbergen„ in Deutschland der Fall ist. Sobald die Eröffnung der

erbergewn Aus 1cht steht, wird deren Adresse soxort in allen Jüng- m sveremen xm Herdergen auf dem K_ontinen bekannt gemacht, un drinn geimß von vielen ordentlichen ]ungcn Leuten benußt wer- den, die Veranlassung haben, sich längere oder kürzere “Zeit in London aufzuhalten. Der große Aufschwung, wel en die Sache ftir dern Erlaß des ersten, vom Vorstand des deutchcn Jünglingsvmms m London unterzeichneten Aufrufes mommen hat, sowie die Unter- ßiißung der geachtetften deutlschen amen in London, berechtigen uns zu der Hoffnun „daß die 2 usführung unseres Planes 1th nur noch eine Frage der Yeti rst.

London, Fe ruar 1872. . ,

Komite: Legationsrath H. C. Wilke Kaiserlich Deutscher General-Konsus, 4, 199x747 1.01141011 Ztrec-t, 12. (ck, Vor ißender. Fret- herr von Linden fels, 4, Res 110111101) 867681. 13). (ck., Stellver- tretender Vorfißender. „Hugo Ri p'mann, 3, Moorgato Schoß 8111111111», 112. (I.. Schaßmetsier. - . L Feldmaxn , 8, Woorgats Zersor, 12. (ck., Schriftführer. H. orcken ein, 8, Moorgato ZÜrQSt, ]I. (). A. Bösch, 32, Quran Ztrest, .S. Rud. Rauch, 71, Mailing Street, 133. (3, Prediger Dr. A. Walbaum, Kaplan der Kaiserlich Deutschen Botschaft. I. P. Werner, 23, bombarä Strom:, 12. (3. I. Züft, 50, 08611637 ()rSZC-Qni, U. W.