1872 / 69 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 20 Mar 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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. ren 1 en 11 . Re t. Nr. 45, mit Pension “nebs! Ausficht auf An- Zeüußnßhimg- ivild ruft der Abschied bcwlütgt. Engisch, Pr. Lt. a. D., früher im Ingcn. Corps, zuleßt als Etappcn-Tclegraphen-In- spektor in "unktion gewesen, untcr Verleihung des Charakters gls Hauptm, ie Erlaubniß zum Tragen der Armce-“Unßsorm erxhetlt. v. d. Oelsniß, Maj. a. D., früher Bars. Commdr. nn 4 Ruderc- schlcs. Inf. Regt. Nr.51, zucht Etappen-Konnnandant xn Frankmch, v. Waldheim, Maj. a. D., früher Bals. Connndr. tm 1. Posen. Inf.cht. Nr.18, zuleßt Eiscnbahn-Etappcn-Konn_nandant m Saggn, v. Bötticher, Maj. urDis ., früher ctatsmaß. Stabsoffizter tm 'Schchw. „Holstein. Zusz Re t. - r. 16, zucht Komnmndant des Etap- pen-Hauptortes ?. rmcc» orps in Chqlons, Brinkmann, Maj, “a, D.,-früber Maj. u. Bats. „Commdr. un 1. Weftpreuß. Gren. Rgt. Nr. 6, zuletzt als Commdr. des. 2. Bats. (Htrschberg) 2. Nredcrschles. Landw. Regts. Nr. 47 in Junktton Zemsen. v. Wedell, Ma). zur Dis ., zucht Bezirks-Commdr. des . Baxs. (Teltow) 7. Brandenb. Lan w. Rgts. Nr. 60 n. wälyrend/ dcs Krtegcs 1870.71 als Commdr. des mobilcn-«Landw. ats. (Teltow) 3. kxmbin. Brandenb. Landw. “Regis. Nr 20/60 in Funktion gewesen, sammtltcb der Charakter als “Ob. Licut. verliehen. Den 12. März 1872. v. Steldern, Sec. Lt. vom 8. Rhein. nix. Regt. Nr. 70, ats r. Lt. mit Pension nebst Aussicht auf An- e ung nn (Zivildienst, ußner, Sec. Lt. von der nf. des 2. Bals. Kosten) 3. Pos. de, Rats. Nr. 58, als Pr.Lt. m. ens. Gxaven- ein, Sec.Lt. von der Inf. des 2. Bats. (Bielefeld) 2. _ cßfa1.de. * cgts. Nr.]5 mit Pens. nebst Auöficht aY AnstellunBM Ctvtldicnft 'der Abschicd Écwilligt. Grundmann, cc. Lt.„a. ., btshcr Res. Off. des 4. Magdcb. Inf. Regis. Nr. 67, zu der 16:11? mittxlst Allerh. Kabinctsordre vom 25. Novbr. 1871 bcwaligten ens. dle AuSficht auf Anstellung im Civildicnft ertbetlt. Tomitius , Pr. Lt. a. D., uleßt bci der Inf. des 1. Bats. (Rybnkk) 1. Oberschles. de. Regis. Sir. 22, der Charakter als Hauptm. verstehen.

Beamte der Militär-Verwaltnug. Durch Verfügung des Kriegs-Minifteriums. Den 4. Mär? 1872. He genberger, Zablmeister vom ?. Nassau. Inf. MJ . Nr. 88 Behn s Uebertrttts tn Kgl. Württemb. Dienste der Abschie bewilligt. , el, Zablm. vom 2. Bat. 8. Rhein.

Den 5. März 1872. Vo Zins Regis. Nr. “70, zum 1. Bat. css. Regis. verseßt. „Weiß, Zablm. Epik. von der 8. Gensdarm. Brig., zum Zablmftr. dcß 2. Bals. 8. Rhein. nf. Regis. Nr, 70, Bubenheim, Zahlm. Aswr, J'cldw. im 3. Rhe n. Inf. Regmt. Nr. 29, zum ahlm. des 2. Batz. dieses Negts. ernannt. Grimm, Zablm. sptr. vom Oftvxeuß. Pion. Bat. Nr. 1, zum Zablm. bei dem 1. Bat. Oßpreuß. Fus, Regmts.

Nr. 33 ernannt.

Uchtamtliches.

Weiäx-Ua ani. Wien , 18. März. Die Groß- fürstin arie von ußland_ist am 16. d. M. mit dem Schneilzuge von Wien nach Italren geretsx.

-- Dte Fürstin von Rumanten rst am 16. d. M. von Vazias in Pesth eingetroffen und hat fich von dort nach Wien

be eben.

9 -- Am 12. Januar hat _di_e feierliche Audienz des K. und K. österreichisch=ungarischcn Mnnstcrrcfidenten am 1 ap a n is ch e n Hofe, v. Calice, bei dem Tamm von. Iapan stattgefunden, nachdem zuvor ein Axleorhöchsies Schrmbm des Kaisers von Oe erreich durch den LmuenschxffskapttanR. v.Funch überbracht un die Details der Audienz m mündlicher Verabredung fest- Zleftellt worden waren. „Noch an, demselben Ta e erfolgte der

ustausch der Ratifikatwnen sonne emc- längere onferenz _übcr_ die Weltaussteßungnnd Iapans Betheiligung an derselben.

-19.Marz. DasHans der Abgeordneten na m in seiner heutigen Sty1mg „ohne Debatte den Antrag an, ic Regierung aufzufordern, „dieselbßmöge sorgfältig die Kanzel überwachen und gegen _]edcn Mtßbrauch derselben die Straf- gcscYc in Anwendung brmgcn.

Pesth, 19. März. Die Fraktion der „gemäßigten Linken der Kammer der Abge_ordneten ha? dre Ynfforderung an die Denkpartei gerichtet, einen Kompromtß bezuglich dcs Wahl- gcscßcntwurfes abzuschließen. Eine zu diesen! Bchufe von De- ic irttcn beider Parteien beschickte Konferenz ist heute zusammen- gc re cn.

Bel ien. Brüs s cl, 19.März. Dcr Sonni ist gestern wieder zu annnengctrctcn und beschäftigte sich mit Petitionen.

- Die Repräsenianten-Kammcr !th heut die Be- rathnng über den Gescßcntwurf, die Auflösung der Provinzial- räthe betreffend, fort.

Großbritannien und Irland. London, 18. Mär. Ihre Majestät die Königin besuchte am 16. d., dem Tode.- tage ihrer Mnttcr, der Herzogin von Kent, in Begleitung der Königlichen Familie das Mausoleum dcr verstorbenenHerzogin in Frognwrc. Heute wurde in Windsor dcr Geburtsmg der Prinzessin Louisc, Gemahlin des Marquis von Lorne, welche heute in das 25. Lebensjahr tritt, fcßlich begangen.

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- 19. März. Heute wurde auf Windsor unter dem Vo *, der Königin cin geheimer Sxaatsrath gehalten. 23. d. wird hre Majestät die Nelso nach Baden antreten.

- Der eutsche Botschafter Graf Vernstorff und Yes Gemahlin, die einige Tage zum Besuch Ihrer Maxestat ' Schloß Windsor weilten, wurden am Sonnabend zur Ka * lichen Tafel gezogen. '

- Der franzöfische Yotschafter, Herzog von onglie gab am 16. im franzönschen BotschastShc-tel ein Diner z Ehren des Herzogs von Cambridge, bet welchem außer S Königlichen Hoheit dcr rusfi1che_Votschafter, dle Gesand Dänemarks, Belgiens und Italiens, Lord Granville, d Marine-Minister, der Lordkanzlcr von Irland und an . Gäste erschienen waren.

- (W. T. B.) In der „heuttgen Stßttngd_ des Unter hauses richtete Horsman dre Anfrage an te Regteru - ob dieselbe die Zufichernn geben wolle," Vereini ten Staaten nnter rettete Vorschlage erst dann .. Englan als bindend angesehen werden sollen, wenn das Pa lament seine Meinung über dieselben ausgesprochen habe Gladstone erklärte, er könne diese Frage erst nach Rückspra. mit seinen Kollegen beantworten. Die Vechtgerung ei . sofortigen Beantwortung dieser Frage stehe 1edqch in kein Zusammenhange mit der Antwort auf die amertkanische No wxlche Morgen dem General Schencx zugehen solle.

Im weiteren Verlaufe der „S? ung führt; ,der Anfr.. Charles Dilke's, daß über die CiVllll te der Köntgm, die A ss gaben für Hofchar en u. s. w. Rechnnng gelegt werden so!- zu einer lebhaften «cene. Gladstone wtdxrsprach dem Anita mit der ausdrücklichen Erklärun , daß dte Königin wegen .. Verwendungd dcr Civilljste dem L13a [ich“ sei, un daß die Aus abcn für die Hofhaltung jeßt v geringer seien, als in Hrüßerxr Zett. Viele Mitglteder v beiden Seiten des Hause verließen den Saal. 2118 um 9 U die Wiedereröffnun dex Sißung stattgefunden hatte, wu de? hAintrag Charl Dtlke's nut 276 gegen 2 Stimmen a ge e n .

Frankreich. Paris, 19. März. (W. T. B.) 'v- ournal pBien PUbllca bespricht dße m den Zeitungen'umla enden Gerüchte von angeblich gebtldeten oder in der Bildu

beXciffenen neuen politischen Alliancen, betont dcm gegenüm

da Bedürfniß Frankreichs nach Ruhe und einem lange w

renden Frieden und erklärt als Programm der franzöfism

Republik von 1872: »Würde nach Außen, Festigken ».- nncn.- 7- Anch andere Zettungen äußern fich in ähnli---- mne.

Rumäußu. Vuxarest, 19. März. Die Kammer thßntgtx m 1hrerheutxgen Sißung die Postkonvention : u an .

Schwedxn uud Norwe en. Stockholm , 15. Der Gesundheitszustand des K nigs hat fich in den [ey Tagen bedeutend gebessert, so daß Se. Ma'eftät den Sta- ! rathsfiyungen nn größeren Saale des Schlo1es at beiwohn können. -* Bez der verwittwctcn Königin fan gestern, ' Veranlassung thres Geburtstages, ein Diner statt, an wel"-

der König, semer Unpäßlichkeit wegen, jedoch nicht Theil nah

Dänemark. Kopen agen, 16.März. Ans Rom wi, der »Bexl. T1d.« gemeldet, der König und die König! von Danemark am 6. d. über Brindisi in Neapel ang kommen nnd im Hotel Victoria abgestiegen find. Der - voz! Itnlrcn, welcher fich sei_t längerer Zeit in der Hauptsta Sudttaltcns aufgehalten hat, machte den hohen Reisenden " deznselben Abend nnen Besuch. Am 9. begaben fick) die Ma staten nach, Pompen m Begleitung des Direktors der Senator Ftorelly bet welcher Gelegenheit einige Angrabung vorgenommen wurden.

A'merikq. Nach Berichten aus der Argentinische Konfödxratton hat am 6. Februar 3 Meilen von Caras Quatta m Corrientcs zwischen ungefähr 3000 Insurgcntcn u, elner ebenso großen Anzahl legaler Truppen unter Babiénß Gefecht stnttgcfnndxn, 1nwc1che1n erstere geschlagen, und ck gcsammteInfantcrxc theils (Zefangcn genommen, theils gctöd worden wärx. 211118. tra Babiéna seinen Marsch auf '- Stadt Cyrrtentxé „an. Die Argentinische chicrun ha formell dlc Inrtsdtktion über den Chaco, ohne dcffcn Iren. festzustellen, übernommen, und denselben unter den Befehl, Generals der argentinischen Truppen in Asuncion gestellt. 93! Occidental ist zur Hauptstadt erklärt worden.

- Bon dsn 38 gefangenen Theilnchmcrn an der Fr ' hxnmcßclex in Tandill sind 14311111 Tode und 15 zu funfz ** jahrigcr Zwangsarbeit vcrurthcilt worden.

_- Dcr Tclcgraph zwischen BuenoZ-Ayrcs nnd Stchn Ocean wurde am 7, Februar bis Mendoza innugurl

daß fernere J

' cn rlamcnte nicht verantwo "ck

,ulösen; ich glaube,

oder ein paar Mcßen Korn dahin

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In Montevidxo haben große Freudenfestlichkciten efunden, xvetl der Friede unter den Bedingungen geschlossen „..r en, daß dre Blancos die politischen Chefs der vier Depar- .. . cnts zu ernennen haben. Oberst Fortunato Flores war, j! er„Drohun§en egen die Regierung ausgestoßen , um die Unterzeichnung _es , mcdcnsvertragcs zu verhmdern, vcrha tet .ordcn, und dte„Regiernngs-Anme erhielt Befehl, fich er

uptftadt zu nahem, um Ruhestörungcn seitens der aufge- Ichten Colorados vorzubeugen.

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Landtags - Angelegenheiten.

Berlin , 19. März, In der gestrigen Sißnng dcs Her- xcnhauses erklarte dcr Mimstenfur dte lnndwurthschaftltch2n Angelegenheiten von Selchow 1,13 der stkusfion Über den Geseßentwurf, betreffend dte Abldnmg dcr dcn geistlichen :c. nsntutxn zustehenden Renl-Bcrechngungen, nachdem stch Herr von chtst-ReYOn) Zegen dee Vorlage angesprochcn haxn

Der letzte Herr »icdncr scwoh!,_als auch Herr von Leist hat Sie gebeten, geg en das Gesetz zustimmen, das ich die Ehre gchabt

be, hncn vorzulegen. Ich erlaube mir die Bitte, daß Sie für Yz Ge sttmmen wollen. Der „Herr Referent hat in einer so schlagen- dm,gr1"xndlichen und mnfgffendcn Weise Ihnen das Votum Iiner Agrar- Kommtsfion, welches dahm geht, dasGescß anzunehmen, vorgetragen, daß mir darüber zu sagen nur sehr wem übrig bleibt. Der Herr Refe- rent hat Ihnen nuts Deutlichste auseinandergeseßt, daß ein Bcdürfniß r dtcsen Gcsxßcntwuxf vorliegt; Ihre Agrarkommisfion hat die Be- ürfnißfrage emstnnnng anerkannt, und im anderen „Hause ist dieselbe ebenso ancrfanxxtnvorden. Wenn fich )eßt einzelne Stimmen erheben, die das Vcdürxmß in Frage „stellen, dann müßten wir zur Wider- legung solcher Anfichtcn in dteC'rörterung der Sache sehr Weit zurück-

Schcn Sic stch gefällißst um in den ganzen preußischen Landen,“ es find alle Reallaften un zwar mit sebr mel niedrigeren Faktoren abgelöst. .Die Zcitströnnmg und der_Momcnt tür eme höhere Ab- lösung schemt ein günst't er zu [ein; dteReßierung hat nun, um eine solche zu ermöglichen, 169 auf den Stan yunft gestellt: xWas der Kirche gebührt und was den milden Stiftungen zukommt, darf niemals um eincs Haares Breite gekürzt werden: , und darum haben wir einen weit höheren Faktor zur Ablösung twählt, als bei" allen früheren Ablösun en. Wir schlagen bnm vor, mit dem 25fachen Faktor diesen 11 ituten gegenüber ab- Sie können dies amba n.»; ergreifen, denn da- rch können wir den künftigen Generationen der Geistliehcn und Stiftsvorßebcr, dic wirßich unangenehmen, „saft möchte ich sagen: sehmußigcn Plackereien emparcn, mit denen sie 1th ein Endchen WUK? zu prüfen haben, ob das Betref- fende gut Und preiSwürdig odcr annehmbar ist. Die Re ierung schlägt Ihnen vor, mit dem 25fachcn Faktor" abzulösen; wer en Zne Gegenstände der Abgabe dann richtig emgeschaßt und kann, Yer (Helft- liebe oder der Vorsteher des Instituts dgnn dre Rentenbrxcfx, die er bekommt, in den Kasten legen, so isf er nchcrcx gestelltnls thbcr; er Weiß, daß er am Schlusse cines ]edrn Halb1thes ch Coupons der Pfandbriefe abschneiden kann und daß er dann crkxalt, was er gehabt hat. Der Cours dcr Papiere kümmert ihn dabei nicht; denn er bekommt ancrl die Zinsen von dcm vollen Nominalwcrthe dcs dcpontrtcn apita s.

Von den mancherlci Einwendungen, dje hicr vorgetragen nnd, von den Bedenken gegen das Gchß, die exgcntlich schonxonxcm Herrn Referenten Ihrer Konnnivston porgctragcn und beretts under- leqt find, möchte ick) nur bei dem emen Gedanken, dcn Herr von Kleist angeregt hat, einen Augenbléch vcrwctlen und em kurzes Schlag- licht darauf werfen. ' . .

Man fragt, ob es mcht rkcbttgcr set, dte hier 111 Rede ste_bcndcn Lasten in Land abzulösen? “- Ia, mcinc .Herren, eZ jvarx gcnnß recht zweckmäßig, in Land ablösen zu könncn,„abcr _das :| abwlnt unmög- lich. DcnkcnSic meine .Herren, es ,gxcbt Viele („Gegenden, 1th zu einer Kirche, und ie» rcdigcr wcrden 1a mcisianhmlH dw Berechtigten sein, sehr viel Ortscha ten gehören.. Es find nnr K1rchsytclse bekannt von 24, 30, 40 und mehr Ortschaften. Was soll dex Gczstlrchc, wenn Sie derartige Ablösungen einführen wollten, nut cmcm halben Hektaren oder selbst mit eincm ganzen Hektaren Land, „den er_.in eincm entlcgcncn Dorfe bckomxytnajffangcn?“ Geben Ste thm anndbricfc, geben Sie ihm sichere Papiere, w .tvnd_ er solche deno- nirm, und er hat das Scinigc, abcr exnc so klcn1_c Pgrche Land m nner entfernten Gcgcnd kann er nicht einmal bcautsilhttgcn, geschweige bewirthschaftcn. , _

Wenn endlich von Herrn von chtsl geltend, gemacht worden „117, daß man immer darauf hinweise," 1th m dnnn! Momente znuffe man ablösen, später könnte es den berechtigten Knchcn _nnd Instttutcn chlcchtcr ergeben, so ist das cinMotiv, wie er selbst nntRccht v'crvor- xbt, anf Welches die chicung fich, nicht stüßcn W177). Dre Rc- chkllng traut fich die Macht zu, zu nden: Zett nn?) zn ]cdcr Stnndc as Recht der Kirche und der nxildcn Stiftungen, ]a uberhxnxpt ]cdcs Recht scbüßcn zu können. chn aber die Börm dic chnrönntng, chn die Welt sagt, cht bekommst _Du 2", Tlmlcr für die Ablönxng elner Lcisiung, die ] Tvlr. wcrik) ijt, ninnn fie cm, es könnte cme Zcit kommen, wo Du nichtmehr dcn vollcnSanbckonnnst, sy, glaube Uk), kann die Regierung ein solches Wort rnlng nnt anhorcn; ße denkt sci) dabei das Ihrtgc. .

Ich kann hier die Bitte nur nncdcrlxo'lcn, Has Gcscß anzunelnncn, Wozu Ihre Agrar'Konnnisfion Six cinnxmmtg anfacfordcrt hat,

- Zu der Resolution: dic chrcrung aukzufordcrn, dcm

Landtage eincn vorher dcm Schlesischen ProvinYal-Wndtage zur Aeußcrung vorgelegten Gesc =Entwurf, die ganzliche Auf- hebung der Schlcfischen Ufer-, ard- und Hegungs-Ordnung vom 12. September 1763 betreffend, vorxnlcgex', erklärte darauf der Staaté-Mmifter Graf von Iyenpliß:

„Ick habe gxgcn dic Zicsolutiyn im AUgcmcmcn nichts zn erinncrn, denn lch fasse ne so aus, daß nur dcr Text der alten Uscrordnung, her mangxlhaft gefaßt ift , aus der Welt geschafft Werden soll, wozu :ck gern d.:e annd btete. Ich möchte aber nicht, daß man daran die Erwartung nxpft, daß alle die gcwöhnlichm Leistnngcn an den Ufern, welchc m dtcscr Beziehung auch andcnvärts (* :stiren und die auch den Adxazenken anderer Flüsse auferlegt find, au gehoben wcrden sollten. I_ch„faffe es 0 auf„ da in der That nichts anderes gcmcint 117, als daß xmebcfferx“ edaktwn cchscßcs eintrete und daß die Para- graphcn'dcsoAllgememen Landrechts, die sich hier anschließen, vielleicht ctwas_dcutitcher gefaßt werden. In dieser Beziehung habe ich nicht nnrkntchts dagegen, wndcrn würde gern bereit sein, darauf hinzu- WU" cn.

», In der Dtsknssion über den" Gcsetzcntwnrf, betreffend deantgcnthumserwerb IQ, erklarte dcr Regierungs-Kom- nanYFPGeh. Ober-Iufttz-Rath 1)r. Foerste r , nach dem Grafen zu | e:

MeinYHcrrcn ! In keinem Momente der lang dauernden nnd vielstiti- gen Dtskumoncn über die Gcscßcsvorlagc bin nk) so yon dem Wunsche durchdrungen gewesen, daßdic W0rtc,dic von dem chicrungsnsM anSie gcrzchtct werdcn, cme Kraft der Uebcrzcugung oder wcninncns der Aus- chxchung haben tnöcbtcn. Wenn ich aber von dicsequnsche beseelt bm, so wxrden Ste cs bcgrcislich finden, daß ick) auf die Einzelnhcitcn dcr Anscmandcrsxßnng des Herrn Grafen zur Lippe nicht jvcitcr ein- geht, um so wcmger, als das, was er zur Sache gesagt hat, nach mcnxer gnfrnerksamen Verfolgung seiner Ausführung in keiner che ngend etwas Neues zu sciner frühcrcn Ausführung oder zu dem, was im Hohen Hause über die Streitfrage ycrhandxlt wnrden ist, bei cbracht hat. Das , was er aber uber die Gcsahrcn dcs (sches gesagt hat, bedarf meines Erackxtens n1cht_ cmer * besondern Widerlegung , Weil es doch schqr m Dns Gebtct der Phantasie oder der Uebertreibung gehört. Es wnre meme Saxhe gewesen, die Attsglcichungsmomcntc Ihnen im Emzclnen vorznsnbrcn, wenn nicht in sehr dankenswerthcr Weise der ZM: Rxfcrcnt IWM dargcthan hätte, wie weit und in wie wichtiger

„else dte Bxschlune des andern Hauses im Verein mit der Regierung Ihren BeschLuTcn entgegen ckommcn urid fich Ihnen angeschlossen haben. ?.lllchnxgs fin noch nn er, cn Abschnitt hauptxächlich zwei große Fragen nnStrxttc und nbcxdtcsc ist eine Vereinigung bis zu dicsemAugenblick noch mcht herbxtgcsubrt. chr was die eine betrifft, die Vorlcgmn dxr kaunde her der letflqntxng, so muß ich doch wiederholt daran hmwnsen, nne es _bcrens 111 der erstenPlcnarvcrhandlung geschehen iß, daß dre Staatsrcgtcrung gqrade bei diesem Punkte gnnz genau den

Jnfenkioxnkn nachgegangen „117 *die das „Serrrnbau 11 Iabre 1857 nachgcnncscn und vorgeschrnkén hat. Es hat aus mz: lich im (Fahre

1837 das Herrenhaus die Ansicht geäußert, daß sowohl bei igen- thumsüberganq als bei Belastungen der Grundstücke mit Schulden es für den Grunöbuchrichter genügen soll, Wenn ihm nur die EinwiUi- ung in die Eigenthumöumschrcibnng oder die Belastung mit Schul- en ausgespxochcn wird, ohne daß es auf eine O_ffcnlrgung des Ver- änßeckn§gc1chäftcs “oder der Verschuldungsgcschäxtc irgend ankommen dürfe. enn also ]cßt das Hohe Haus, indem es die obligatorische Vorlcgun dcr Rechtsgeschäfte verlangt, bei diesem Bcscblujse stehen blctbt, so muß konstatirt Werden, daß dabei eine mcrkbare lewcick-nng von den eigenen früheren Anficbtcn .ch Hauses statt- gefunden hat; und daß die KöniglicheStaats-chicrung opuma 666 chandelt hat, wenn fie sjck) verlassen ha_t auf die fxühcre Ansicht cs Hauses und nach dic1er Richtung hm eme Rcform-Vorlagc gemacht hat. _ ,

Was den zjvcttcn Punkt betrtfft, dte Abandernng des Grund- satzes im 5. _25 im )(. Titel des Landrechtcs, so ist schon früher dar- auf aufmexfmm gemacht worden, und es bedarf in der, That dcr Wri- tercn Ausxühr'ung nZcht mehr, daß das Hohe Jans in scmcn kesfall- ßgcn Bcschlüßcn 111 Bezug auf die Bc „eutxmg des älteren „Mels gcxxnubcr dem zxvar 1ünger tttultrtcn abcr einge- tragenen igcnthümcr demelbcn cbchaüs beseitigt nnd cine Janz neue Theorie eingeführt hat. Mit d cscr neuen „Throne abcr.ift

ie StaatSrcgierung der Ansicht kann fie das Gxscß m das Gcmctnc Recht n;cht einführen, und dicke neue Theorie :| auch nicht eine in das System des Landrechts hineinpassmde und in vieler Beziehung verwirrende. Sie verwirrt die Theorie des Landrechts, indem, Wenn Sie einmal angenommen haben, daß die Eintragung das Monzcnt sein soll, jvcxchcs das Ei cntlntm überträgt und nicht die Traditton, Sie nicht, Was Sie mit er xinen Hand der Tradition an ihrer Bet deutung genommen haben, thr mit dcr andern H_and wxcdcr geben dürfen, indem Sie die an den älter titulirtcn Bcnßcr crxolgt.) Tra- dition mit größerer Kraft ausrüstcn, als die Eintragung. Exexncr- wirren auch die Theorie von dem vollständigen Vcfiß 11:17. ::,ztcl dcs Landrcchts ,' Senn dcr vollständigc Vcfißcr hat nur gegen Dritte alle Rechte des Eigenthi'nncrs, abcr nicht gcgen dcn Etgcntl)n1ncr. Sie aber nchmcn dcm Eigcnthi'nncx, dxr cmgctragcn 1,77, das Rechf, und gcbcn cs dcm volljtändcgcn Bcfißcx, 19 daß stin,Rccht sjärkcr ist, als das des eingetragenenthct1xl)u1„11crs. Was daraus für Konscqncnzcn hcrvorgchcn, hat der StaatHrcgtchng 111.131 verborgen bleiben können, und ne hat fich dckxvcgcn 111 xcmcx chse irgend «incm Voxn'urf angcscßt, als ob sie _nnt (mcmEtgcnjmn auf ihrem Schein bestehe, und ans Rcchtbalnrct Ihren Beschlüssen nicht cntgcgcnkonnnc. Es kommt hinzzt, daß dlc Staatsregierung sic!) nnt dem andern „Hause nicht blos cmmal, sondern zweimal, und zwar