Y-“4...““...-...„;„2_:««„, .*- „* .„ „
«... ..,“ ..;
WK-„4 - _ „, . „ „„ „» .. „...* .. „. x . _ .: „;.-„.=, - „. . *..- -..„.„,„=„ . ** * «* - “ Z ZNWMWÉLKUMNIWIZ "7-4-4-1*4-:*-W_*-::„ “re: «' „“IT-“JTS: ** ' “" “*)-*.“ ,;2 » „*., »).
„„,-*..., ;. .“ L * „»»-M......“ „...-,...... ._.“.«- . „. „„-,.». „„„4 - _ . ., ..“x .. ', »«49- „*
' 1654.
Fsfionsurkunde vhm 23. 'zexijerk1871-xder Müster-Ensahéde:
tsenbahngesellschaft den ]au trnd Betrieb'x'riner'xisknH„éxhn Wx Münster über Bur steinfurt Zurxpreußischen LandesgrenLe bet Glanerbrück, zum 9 nschlussc an M von dort nach Ensche e er-
baute Bahn unter gleichzeitiger Verleihung des Expropriations- ,
rechts zu gestatten Feruht. Dre vor edach _ „ _ _, Köni lichen egierun xn Munster veröffentlrcht werdrn. erlin, den 19. „ arz 1872. . ' Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentltche Arbctten. Graf von Ihenplrß.
Finanz-Ministerium.
Der Hauptamts-Asfiftent Siebert “rst zum Geheimen expe- „'
direnden Sekretär und Kalkulator ernannt.
21. Plenar-Si-ZUUZZ? des Herrenhauses am Sonnabend, den 3. ärz 1872, Mittags 12 Uhr. , Tagesordnung., „
1) Mündlicher Bericht der Iustiz-Kommtssion uber ,den Geseßsentwurf, betreffend die Bekanntmachun landesherrltcher Erla e durch die Amtsblätter. (Antra der omnztsston: das Zerrenhaus wolle beschließen: dcm GeJehentwurf m der vom
_use der Abgeqxdxrcken “beschlossenen, Rcdaktionx die „ „ver- assUUgsmäßiYe Zustimmung zu erthzferlicn) „L) Mundltcher
'ericht'dersel en Konnnisfihtr über *dxe ettttqn des Rechts- an'tvalts Sommer zu Grottkau, de_treffen unrichftge'Anwen- dung des Shortel escßrs vorxx 10. Max 1851 in 596018 dre Berech- nung der Kostezr ür die'Wiederincoursseßung auf denInhaber lautender Paptere. (Antrag der Konmnssxon: daIHcrrenhays wolle beschließen“: die Perition- _der Staatsrrgierung zur'B.erüch'- fickZtigung 'zu Überweisen.) 3) Schlußbercrthungübexrdmr (53?er- n "wurf, hetkßffend dén. _ Ankauf der Tau-nus'bähn, Fahlüng eines Bettra es zu" den-Baukosten einer Eisenbahn yon angels- heim nach C austhal, sowie erstellung, des zweiten Geleises auf den Bahnstrecken von remen bts Geestemi'mde, von Hannover bis Kreiensen und von Schneidcmühl über. Koniß nach Dirschau und die Petition Nr. 74. (Antrag des Re- ferenten: das Herrenhaus wolle beschließen: 1) dem Gesehent- wurf in der Fassung, wclche derselbe »im “Hause der Abgeord- netrn er altezr hat, die verfassungsmäßige Zustimmung zu er- thetlen; ..). dre „Petitton Nr.“74 der Königlichen Staatsregie- rung zur Erwagung zu überweisen.)
Angekommen: Se. Durchlaucht drr Reichskanzler Fürst von Bismarck , aus dem Lauenburgischen. ,
Mcht-amtlichrs. * Deutsckes Reich.
Preußen. Berlin, 22. März. Se. Majestät der Kais er und König nahmen heute Vormittag um 11 Uhr zu Allerhöchftihrem GchurtSfeste die Glückwünsche der Hofstaaten, so wie der Commandcure der Leib- Regimenter und Lcib-Compagnicn und um 11"/2 Uhr die der Mit- glieder der Königlichen Familie und der in den leßten Tagetx, zahlreich hier emgetroffenen , an der Kaiserlichen Fannlrcntafel Theil nehmenden Fürstlichkcitcn entgegen. Sodermr emvfingm Se. Majestät den Fürsten Boguslaw Radzrwtll und den Herzog, von Ratibor, welche Se. Majestät heute Abend zu seheq verhmdert find, Und Um 12'/2 Uhr die aktiven StaatZ-Mnustrr, Dic Familientafcl fand bei Ihren Kaiserlichen, und Kömghchen Hoheiten dem Kronprinzen Und der Kronprmzcsft'n um 4 Uhr, dre Marjchaklstafcl im König- lichen Schlosse statt. Ahrnds 81/2 Uhr wird im Königlichen Palais eine mit dramattsch = musikalischer Ahcnduntcrhaltung verbundene Soirée stattfinden , zu welcher zahlreiche Einladun- gen ergangen sind und deren SchlUß gegen 1 Uhr in AuSficht genommen ist. _
Jm Dom wurde bereits gestern zur Vorfcicr dcs Allerhöch- stcn Geburtstages cine liturgische Andacht und in allenKirchcn heute Morgen GotteSdicnst abgehalten.
Militärischerscits wurde der Festtag in herkömmlicher Weise bcgangcn:. bei dcr Reveiile wurde von der Kuppcl der Schloßkapelle von dem Musikcorps eines hiesigen Garde-Kadaß lrrrc-Regimcnts cin Choral geblasen. Um 10 Uhr be ann der Gdttesdterzsk in der Garnisonkirche und in der katholißchcn St. MrchaelSerckzc, bei welchem die Truppentheile dcr gesamm- ten Garmson durch Dcputationcn vertreten waren. Um 12 Uhr fand an der Königswache für die Generalität Und Offizier- Corps dre Pgrole-Ausxmbe statt. Zu derselben Zeit Wurden aus dem Komgsplah 101 Kanonenschüße gelöst, wozu die Ge- fthuhe vom Garde-Feld-Artillcric-Rc iment kommandirt waren.
, Von Sexten. _derstädtÉWen Be örden, welche dem Gottes- dtenste m der Nrkolm-Krrche beiwohnten , war das Rathhaus
' x ;;Wéégeschmückt Und nggzt
e Urkunde“ wird durch das Ankahlatt der
". Allerhöchsten
„,-
. „. sw,. ; von 12-"3/41 Uhr er- . vom,“ TIM hk „[bei! Thy?“ ., und andere an den Täg bezügli'che'*Mufikstü e., _
Der Reichskanzler vcretmgte zu Ehren des Aller öchstm
.F.-Geburtstages das diplomatische Corps“ und die Rä he des
Auswärtigen Amts, sowie des Königlich preußischxg Staats-
„jnißeriums u eincm ,_ _;stnrahke, uud drr- Prapdey-t., des , ]?“ Lkanz'ler- mts, Sta 7"Mur“1s?er„De1bruch, [gab den Mit:- gléedern des Bundesrathes eur Fesk-Dmer. - -_
*" I'n den verschiedenen Mnufterren waren glerchfalls Fest. mahle veranstaltet. „ „ *
“ Die „Mitglieder der helden, Hauser „drs Landtages der“ Moyarchte hersammelten sich zu „einem _gemrmsckzaftlrchen Diner in dem _Armmschen Saale.“ . . „ _ . , „
“*Die Köni liche Friedrich-erhelms-11111versitax beging den *, eburtstag Mixtggs 12 „Uhr xn threm großen Hörsaäle in festlicher Weise; "Während die Kömgl. Akademie der Wissenschaften bereits gestern ihre öffentliche Sißttn zur Feier des beuttgen Tages gchaltexr hatte. Der vorfißende Serre ar, Herr Cur- tius, hielt die Festrede, m welcher nachgewiesen wurde, Yiedie-Wa- demie der Wi enschaftcn, wennnuch fremdländischektVdrbikdérn nachgeahmt und aus undeutschcn- Elementen hervorgegangen, mit. dem reußischcn Staate, hcrxvachscn sei, „fich mit ihm„ ent- wickelt ha _e und als ein echt .nattoxxales Institut cm der“ “ eier des, Aslerhö'ch en Geburthagsbct el_ltge. Darauf “_brriehkef 7 der Vorßhcndc ber die _wrffenstha tltehen Unrernchnmnhen ' “der Akademie sowie über dre von 1hr unterstü-Ltenwxiffenschgftlichen Arbeiten. Zum Schlusse las . „err Haupt ix Abhandlung-vvn Herrn Drohsen Über exne pqlr rxche Flugschrift vom Jahre-174Z aus'drm Ka-binex Köm *Frrxdnchs 1. _, “ _ _ Auch in d;m„*„*Schu zenkfanden fejerlxche Akte statt, mit de- nen theilweise dreEntlaffung der Abiturrenten-verbundenwar. Im Wilhelms-Ghmnafium wurde der "Geburtsta & Seiner Majestät urch eine Feftvrrsammlung der älteren S), _üler "* e- eiert, in welcher 1)r. Strmberg über Goethe's Wirksamkeit m
[saß sprach, und daher des an dre Straßburger Univerfität berufenen Lehrers der An'alt, Professor Laas, gedachte, Vor“ den jüngern Schülcrn hiet Herr Fähling die “Ansprache.
Die Straßen der Ne'fidcnz x_varen schon vom frühen Mor- gen äh „festltch “beflag t,-ynd“,1n'allen Stadttheilénkwurden Vorberertnngen zur J * ummatron- getroffen. _
In sämmtlichen Theatern fanden Festvorftellungrn statt,
die""mit Prologen eingeleitet und in denen theilweise Stücke
patriotischen Inhalt?- zur Aufführung gebracht wurden.
-Zhre Majestät die verwittwete Königin empfing esteru Tittag nn Schlosse zu Charlottenburg den Besuch der Zohenzoliernschen Herrschaften, der GroßheYogin von. Baden und des 'Erbprinzen von Baden , der ' roßherzogiir von Sachsen-Wetmar, des Herzogs und der Herzogin von Sachsen- Altenhurg nebst der Prinzcsfin Marie, dcs Großherzogs von Oldenburg, des Kronprmzen von Sachsen und anderer fürst- licher Gaste und ertheilte alsdmm, im Beisein des bayerischen
Gesandten Frhrn. Perglcr von Perglas dem aus München hier»
eingetroffenen Bevollmächtigten zum Bundesrathe, Justizminister [).1'“ J-austle und dcffcn Begleiter,“ dem Appellrath Or. Stau- dmger Audienzz;
-- S_e. raiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz empfing gcstcrnVormitfa den Grafen von Burg- hauß U_nd wohnte von 12 Uhr ab iu : cmeinschaft mit Ihren Königlichen „Hoheiten den Prinzen Carl, Albrecht SOhn), Adalbert, dcn Großherzögen von Baden, Sachsen: eimar, Oldenburg , dern Kronprinzen von Sachsen und anderen hier anwesenden Fitrftltchkcttcn dem Schluß des Offizicrkursus" in. der, Centralj-Turnanstqlt bei und nahm alsdann mit der Be- glcttung dre ganzeEtnrichtung der Anstalt in Augenschein. Um 5 Uhr Ngchnnttags. begab Se. Kaiserliche und König- liche ?ohcrt Steh zum Dtncr nach dem Königlichen Schlosse , war arauf her der Aufführung des Wappenseftes im Tat- tersall zugegen und. besuchte um 10 Uhr die für die Theilneh- mer an den Qnadrxklcn gegebene Soirée bei Herrn und Frau von Romberg.
Jhrr Kaiserliche" und Königliche Hoheit die Kronprrnzcssm.empfing Nachmittags 4 Uhr die Gräfin Stolberg , 63911111th des Ohcr-Präfidcnten Grafen Stolberg, und dre Grasm hon Fürstcnstein.
_, Se.-Kd_nigliche Hoheié der Prinz Friedrich Carl rst, Ngchrtchxcn aus Palermo zufolge , am 20. d. M. nach Trapam abgereist.
;- Zur Vorfcicr dcs Allcrhöchsten Geburtsfestes Seiner“ Majestat deZKatscrs undKönigs fanden gestern Abend dre Darstellungen des in der teségcn TattersaU-Rcithahn unter Bethctltgung von Damen und; crrcn deersgeseUschast veranstal- trtcn W appcnfcftcs statt, für dcffcn Ausführung S e. K ais er -
4
1655
.l.ich,e_un_d Königliche Hßhrit der „Kronprinz dak- wirk- „tomt Ühtnwmmexxx. alte., „. „ egen- 7,21-hr hatte m .der ,ÖszWe entsprrchckd _.gesch; „„*-.;uzrrgewaydelxcy*-, pon. „ bey?! ,“,ttxsixn KMWW „nuieertmiq. "des Bgtmwiüer. ck ge-
Wmuckten NoxitÖa-hnxxnglänzendéß Publikum a'xi den héi"d*_éüY.ang- _- “tenwdedxrrückmäxttgenmtt Trebunm-vrrseheöxzxn Serie der Bahn
ck yersßnrmelt,„1yahrmd anderen vorderer hreoMajeßäxtkdie ynnxittwete Kömgm, Ihre Kaxserlichen und & _mgltxhey Hohnten derKronpr'm und, die „ronpr'm ffin, „faét. alle itbrxgen- Mit- gliedxr der K ,nigxlichen amilie, owie dre rer zum Besuch an- wesenden fremden “Fürßlichkeiten Pig genommen _“ aßen.“ Um 7 Uhr erLchirnen Ihre „Kaisern en und K'mgltchen Maxestä zen, von der Versammlunß durch Erheben derselbczr *ehrfurchtsvoll und von „.dem Muskcorp der Ggrdc-Fuß-Artxllcrte durch Fanfaren begrüßt, welxhrxz das »Hetx Dir im Ste er- xranza. fich anschloß. Se. Majrsrat hatten mrt Bezuzox ajuf, as Reiterkeft „die Uniform des Regnnenixs der Gardes u Corps, Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz dre des Kürasfier-Regiments Kdnigm (Pommerschcs Nr. 2 angele t. Das Fest„zu welchem der Ho marfcha uyd Kanzmcrßerr Gans, Edlerzu Putlih das Fest e icht, »einenécroldsruf zum Kaiser'taga gefertigt, und zu desch einzelnen 9 btheilun en _der (Hrnr'ral- “((ntendant der 'Köznglichcn „Hofmufi'kj, Graf „Zedern, undder Rittmeister Von Michaelrs dre begleitgnde Musik kom- Lsnirt hatten, stellte in fünf gOerittcncn Quadrillen ebenso vrele ] njwickchmgsphascn der bran cnhurgifch-preyßis cn Geschichte som “zwöLftcn bis in den Beginn“ des laufenden ahrhunderts dar. Drei Herolde mit demHohrnzollernschen. appenschtlde, dem “drandrnburgisckzen Und dem preußischen Adler geschmückt, verkündefen den Anfang des Festes, denen erfie Abtheilung em Turnier auI der“ Zeit deZMarkgrafen "Albrecht des Bären bildete, das, von 16 O'ffizicrrn im Kostüm jener Zeit ausgefü rt, ein treffliches Bild der damals üblichen krie e- rischen ampfspicle, namentlich dcs Lanzenbrcchens, gab. n diese erste Abtheilung schloß fich eme Damcnquadrtlle aus der eit des Kurfürsten Joachim 11., von 8 quen „und Herren in verschiedenen, geschmackvoll arrangtrtcn Touren ausgeführt. Den Schluß. der ersten Hälfte des Festes bildete dann em Caronssxlrettcn aus der Zeit des Kurfürsten Friedrich thhelmin drci Ahtheilungen, die ersten beiden von je 8, die lehtevvon 16 erren porgcführt; die «erste derselben war ein Tourcnretten mit indernrffen, die zweite rin Kopfrennen, diedritte ein Blumenrennen, ähnlich den Nin rennen jener Zett. -- Nach der Pause leiteten die Klänge des „"ohenfriedberger Marsches eirr Damenmanöver aus der eit Köni Friedrich 11. em, das, verDamen und 16 erren aus e ührt , den ganz besonderen Verfall der Aller- höch n und „öchsten Herrschaften hervorrief, und dem slch, von ihm schon durch den Unterschied der Kostüme charakteristesch “unterschieden, ein von 16 Offizieren ausgeführtes Herrenma- növer aus der eit König Friedrich Wilhelm 111. anreihte. Den Schluß csdhne jeden Unfall verlaufenenFcstabends ,bildete ein finnig arrangrrtes Tableau, welches das große preußische Wappen darstellte: voran em Herold, erschien je ein _Zu Ve- ?waffncter aus jedem der vorgefuhrtcn Zeitabschnitte, dre an- ner der Landestheile tragend, um welche unter der Re ierung
des betreffenden Fürsten das Markgrafthum , das Kur ürften-
thurn Brandenhur oder das Königreich Preußen vergrößert worden find. _Inmi ten dieses Kreises der Wappenträger hielten u Roß die Ritter und Edeldamen, welche die vorerwähnten . istorischen Perioden dargestellt hatten, während die “Musik in die Volkshhmne überging, bei dercn Klängen der Hof wie alle Aanesenden fich erhoben. ,
Beide- Katserlrche, Majestäten wohnten, wie alle anwesende Jürstlichkeiten , dem Feste, bis zum Schlusse bei, und lteßen Allerhöchftdieselhen dyrch emen der Wappenherolde allen Mit- wirkenden Allerhöchst1hre volle Zufriedenheit für die nach jeder Richtung wohlgelungenc Aufführung ausdrücken.
» Nach der vor Kurzrm gebrachten'Notiz über die Attsprä- gunJ von Reichsgoldmunzcn waren bis zum 2. März" d. I. m en MünZstättcn des Deutschen Reiches m Zwanzigmark- stücken 41,04 160 Mark zur Attsprägung gelangt. In der Zeit vom 3. bis „9. März d. I. find fxrner in solchen Stücken Mprägt in Berlin 4,729,780 Mark, 111 Hannover 1012,460 5 ark, in Frankfurt ao M. 108,900 Mark, in ünchen 794,360 Mark und in Carlsruhe 250-000 Mark zusammen 6895500 Mark. Die Gcsammtausmunzung ste-lkt "fich daher
bis 9. März d. I. auf 47,941,660 Mark.
- Im weiteren Verlauf der gestrigen Sißung des Hauses der Abgeordneten wurde die Spezialdebcjtte Über die Kreisordnung fortgeseyt: Z. 102 lautet m der Fassung der Kommission: -
Wählbar zum Wahlmann ist 1) im Wahlverbandc der Städte jeder Einwohner der im Kreise hclcgcnen Städte, welcher sich im
?
„_Bcsik des B _rgme; ts befindet„ 2) in dem Wahlvcrbande der_Land-
“gemeinden"je e'r'län liche'Ztryydbesißer, s wir ein deer, welcher in
einer Versammlung der xhän'dr “des ,_a M7 Landes als Gewerb- trcihender odcr a]s Sthverxrctcr Fein kWahli-ccht a'uSübt. Zunj Mit- glied: des *Ktkißta es ist jeder KrkiSangrhörige-“jvählbar.
' Für dre Wäl) barkeit zum Wahlnmnne und "zum Ab cordnctcn gelten dre Grundsäßc- welche der §. 93 *für die' Wahlbercch igung der größeren Grundbesitzer, und Gewerbetreibcndcp vorschreibt. _
Der korrespondrrende J. 87 .der Regierungsvorlage- lautet:
Wählbar zum Mitgliedc des Kreista es und bczirhungsweise zum Wahlmann ist:, 1), tm Wahlverbande “cr Städte eder Einwohner der tm Kreise *bele enen Skädte, Welcher sich im. chßc; des Bürger- rechts befindet, 2) n den Wahlverbändm der größeren Grundbeßßer, sowre dcr *Landgemxinden ein jeder ländliche (Hrimdbrsßcr, sowie ein JcZZrö t welchcr m cmer Versammlung diescr Verbände ein „Wahlrecht au u . * „. Die Wßhlbarkcit sekt 'die Erfüllung der in den 88.78 und 79- fur *die Llusubung des, Wahlrechts aztfgcßellten Bedingungen horgus.
Nach kurzer Diskussion zwxschen dcm Staats-mester Grafen zu Eulenburg, dem Ncgterun s-Konnniffar „Geheimen
;Regicrungs- Rath Perfius und'dcn 9 h, g. von Gottberg .und
quu'él wurde Alinea 1 des 8. “87 der egierung genehmigt; Almere 2 dagegen abgrlehnrund statt deffen das zweite Alinea des 5. 102 der Komnnsfion “angenommen.
Almea 1 des 5. 113 larxtet:
Der Landrath beruft die Kreistags-Abgcordnctcn zum Kreistage durch besondere Einladungsschreibcn, unter Angabe der Zu ver andeln- dcn Gegenstände, führt auf demselben den Vorfi , leite die 3 erhand- lungen undzhandhabt die Ordnung in der Be ammlung. ., n Bc- hinderungsfallen übernimmt der dem Dienst- be ichungsweise „ebens- alter nach älkesie aanfcndesKrciZdepUtirtt dcp ' orsiß. “
Der Ab . von_Denzm beantrggte, hinter dem Wort,vdem- selben, dre. orte emzrrfchaltcxr mut vollem Stinnurechtexz „
Nach. kurzer Debatte zwrscheu den Ahgg. Graf Schwetmß und..;Laskcr wurde das Amendement abgelehnt und Z. 113- un- verandert ene tht. . .
„. 12 . un 1 6 lauten m der Fa ung der Kommxssio-n:
er Kreisausschuß besteht aus dem andrathe und ßchs Mit- glicder11,welchc vonder KrciSvcrsammlung aus der Zahl .er Kreis- angehörxgexn nach_.absoluter „Stimmenmehrheit gewählt werden. Die Wahlbarkeit seßt die Erfüllung der Bedingungen „voraus , Welche der Z. 93 für die Wahlberexchtigum der größeren Grundbefißer, und Ge- Werbetreibcnden vorschreibt. Éciftliche Kirchendicner und Elementar-
-lchrer können niaht Mitglieder des Kreisausschusses sein; richterliche
Beamte,. zu denen jedoch 'die technischen Mitglieder der Handels-, Ge-
.werhc- und ähnlicher Gerichte 'nicht zu zählen sind, nur mit Geneh-
migung des c'Kufti -Minisicrs. . 126. Befindet sich im Kreisaus- schuffe fein MitgLTed, welches d§e Befähigung um höheren Richter-
amte bcfißt, so muß der Kreistag einen Syndi ts bestellen, wclcher zmn höheren Richteramte befähigt ist. Der Syndikus nimmt anden Sißttngen mit bcrathendxr Stimme Theil. . .
Der Abg. v. Denzm heantragte,in 5. 125 hmtcr den Worten xgewählt wcrden“ einzuschalten: ;_;Mindestens die Hälfte der Mitglieder muß ausAngehörigcn des platten Landes bestehen« und MZ. 126 statt »mußa zu sehen »kanna. Der. Abg. Schellwiy beantragte, statt „des Justiz-Miniftersa zu sehen »des vor esch- ten Ministersa. Nachdem der Regierungskommiffar Ge eime ReJcrungZ-RathPerfius fich gegen den ersten und der Abg. La ker gcgen betde v. Denzmsche Anträge ausgesprochen hatten, Wurden dicse beidanmcndeMents vom Hause abgelehnt, da egen das Amendcmcnt Schellwiß angenommen und mit dic?cr Modifikation die JJ. 125 und 126.
J. 129 handelt von den Angelegenheiten, welche zum Wir- kungSkrcisc des KreisartSschuffes gehören. Der Abgeordn. 1)r. Virchow beantragte als Nr. 11 cm uxügcn:
pAngelegenheiten der öffentlichen eUndhcitspfche: 1) die Ent- scheidung über die „zwangswüse Einführung von san tätspolizcilichm Einrichtun en in- Landgemeinden und sclbständi cnxGutsbezirken so- weit diesel en nicht durch Gesetze vorgeschrieben nd, 2) die EU ehei- dung über die Verpflichtung Sur Tragung der Kosten und über deren Vertheilung unter die Vcrpfl chteten. Letzteren bleibt der ordentliche Rechtsweg vorbehalten;: „ .
Nach Befürwortun durch den Antra steller, durch den Regierun s-Konnniffar - eh. RegierungßMatZ Perfius und den Abg. v. ottherg wurde der Antrag an enommen.
2? 131, Welcher vor) den Ohliegen eiten des Landrgths Zills orstßenden des KrEtSausschttffes handelt, lautet im drrtten
mea:
K-In allen Angelegenheiten, Welche nicht dem im 5.134 ff, be- Zelichnetcn Verfahren unterlie cn, kann der Landrath chngcns drs
usschusfts Verfügungen crla en. Vorstellungen gegen dme Verfü- gmsr Huff Zintcrliegen dcr follegialischen Entscheidung des Kreis- au u e .a _
Der Ab . Dr. Virchow beantragte, hinkrr den Worten »der Landrat « einzuschalten: »wenxr der vorlregende Fall kei- nen Aufschub zuläßtcc und, als zwertcn Say folgen zu (affen: „»Es ist jedoch in solchen Fällen dcm Kretsausschuffe bei seiner nächsten usammenkunft davon Kenntmß zu geben. Nach kurzer De arte zwischen den 21ng. v. Rauchhaupt, v. Gottherg, Miquél und LaZker wurde das Amendemcnt in seinem ersten
Theile »- wie die Zählung ergab - mit 159 gegen 125