1919 / 234 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 13 Oct 1919 18:00:01 GMT) scan diff

_ Auf der gestern in Wien zusammengetretenen ( ieb e 11 ten Länderkonfe1enz teilte der StaatHkanzler Dr. Renner dcm „Korreiondenibüro“ zufo'ae mit, daß Über die Grundiäße der Veifassung zwischen den beiken KoalitionMarteien Uebereinstimmung erziélt worden sei; die Grundzüae des Ver- faffungsentmurfs 11311de der Länderkonferenz 1111 Weihnachten vertraulich zur Kenntnis gebracht werds". Domsch-West- ungarn werde als gleichberechtimeo, selbständiges Land neben die übrigen Ländxr tiefen. Der Vsrfaisunasentwurf dürfte in der Friijahxstagung zur 9.1“ 2211, in der Somme1-, ipätestens Heibßtammg zur zweiten Lcsuna gelangen. Oasier- re1ch werbe ais Bundessiaat eingekicblet. Der Staats- sekrejär für VoliServähiung Löwenfeld-Reuß gab sodann ein 21111) von der Lage der Ernährung, worauf der Staats- kavzier die Vertreter dcr Länder bat, den ("ordnungen des ErnährungsamW entgegenzufommen. Tiefe er?lär1en, daß auch ihre Gebime unter den jranrig-n Verbäliniffen litten, 11111) 111111911 Absperrungsabsichten in Abrede. Der Staatskanzler beme1kte, die Länder nürdén ibre biutige „'reibcit nicht ver- dienen, wenn fie ihre gegenwärtige Polink 1111111 ände1ten, die zur Katastrophe fijbre, und schlug Maßregeln zur Emähwngs- frage und WirtschaftSorganisation vor.

Vläétermeldungen zufolge wird Dr. Bauer von seivem Amt als Staatssekretär für Sozialisierung zmücktreten, Das Sozialisierungsamt wird mit dem Staatsamt für Handkl ver- einigt wcrden.

Ungarn.

Nach einer Meldung des „Ungarischen Telsmapben- Kor1e1pondenzbü1os“ teilt das Budapkster rumänische Milijärkommando mit, daß die rumänischen Truppen, d1e wesilich der Donau beseßten Gebiete Ungarns geräumt und der ungarischen Armee übergeben haben.

_ Die Budapester Abendbläiier melden, daß die eng-

liscbe und die amerikavische Gesandtschaft den rumäniseben (Beneialstabe chef e1111cht haben, Versamm lungen

der sozialdemokratischen, der demokratisiben, der republikanischen

und der radikalen Pmtei nicht zu gestatiem.

Großbritannien und Irland.

Tas „Reuterscbe Büro“ meldet vom 10. Okwber, daß der König den Friedensvertrag ratifixiert hat und daß die Urkunde nach Paris abgesandt worden ist.

Dasselbe Büro eifäbrt, daß der Admiral Bently als Nacbfolger von Roßiyn NenthS zum ersten Seelord ernannt wexden wird.

_ Der Premierminisier Lloyd George bat den Ab- ordnungen der Gewerkschaf1§verbänd2 auf ihre Forderung nach Verstaatlichung der Be1gwerke einem Amsjerdamer Preßbüro zufo1ge 12111611, die Regierung könne die Verstaat- lichung nicht in Erwägung ziehen. In Arbeitetkreisen wird diese Aanott als ungenügend angesehen. .Die englischen Ge- werkschaften haben beschlosssn, einen außerordentlicben Kongrpß e-nz1ibe1ufen, 11*eren die Regierung auf die Vo1fch1cige des (Ge- werkschafiskongreffvs bezügiich der Vikstaatlichnng der Berg- weike eine befiiedigeude Antwort nicht eiteilt. Auf diesem Kongreß 11111 Über 1119 Maßnabnnn beraten werden, die Zu Neffen sind, Um die Regiemvg zu zwingen, dem Ansuchen der Mehrheit des Ausschusses stalizugeben.

_ Jm nationalen libemlen Klub 1n London bat eine vom Unterausschuß für o112wär1ige mcd koloniale 21111111e11enbeiten einberufene Versammlunq statigefunöen, an der die Abge- ordneten der südafrikanischen Eingeborenkn, die uni!) England 9211111111 worden sind, um gegen die Behand1u11g der Farbigen zu protes1ieren, jeilr-abmen und ihren Standpuvkt außemandersexzten. Wie der „Nieuwe Nottrrdamsche Courant“ berichtet, leine rin E111geborenendelegietter mit, daß, troßdem die Gesetzgebung den Farbigen verbot, am Kriege txilzunebmen, 94000 Eingeborene nach den ve1schiedxnen Fronten geschickt worden seien, von chen 4000 gefaÜen seien. Er legte ferner die ungerecbie Behandiung 11er Eingeborenen in de? Union dar. Die Eingeborenen befißen nur in dir Kapkolonie das Stimmrecht, dürfen jedoch nur Weiße wählen. Sie dürfen nur von Einaeborenen Land kaufen, so daß fie niemals Landbesiß haben können, da kein Eingeborxner Land befißt. Der erste Mißi'lek sei ein Holiänder, es sei aber von jeher die Politik der Hoüänder gewcsen, die Einqeborxnen zu Sklaven zu machen. .Das englische Parlamentsmitgüed Ken- wortbt) erklä1te, die öffentliche Meinung in England sone fordern, daß die Einneborenen gerecht behandelt werden, und schlug vor, daß die Protektorate der Union nicbt übergebsn werden*soüien, bevor die Eingeborenen besser behandelt werden.

Fraukreith.

Der Fünferrat setzte voraeßern eine interanierte Kom,- mission ein, die die KOUTroUe über die noch in Deutschland befindlichen russischen Kriegsgefangenen auQüben 11111, sowie

eine weitere interaiiiierte militärische Kommis sion , die in Deutschösterreicb die Auxfübrung ker militärischen Klauseln dm chfübren soli. Der

des Friedensvkrtrages Fünferrat beschko auf Verlangen des Admirais- Kolisckmk und dss Geneials I)emkin, daß ihnen 13116 von den Deutschen während diE 111121116 erbeutete 11issisck)e KriegE- aerät Überwiésen we1den soll. Die Iniemüiierte Koüttoki- kommission in Deutscbiand mmbe mit rer Du1chfü1111111g 11115 Ueberwachung der «forderlichen Maßnahmen 1121111111. Es wiirde feiner bexch1offen, der 1umänisc11xn Regieryng e1ne Note überreichen zu lassen, 111 der die Hoffn111111 außgefprocbert wird, daß die rumänische Regierung sich bemühen werde, die Schwierigkeiten 311 beseitigen, Um im voÜkommenen Einverständnis mit den Alliierten zu handeln. Schließlich be- schäftiate sich der Fünferrat mit einem Vor1ch1ag der italienischen Delegation, der die Einfliaurg einer Bestimmung in den zu erwartenden ungarischen Friedanerirag vorsieht, dusck) die Ungarn auf a11e Rechte in 13:11 Italien zugesprochenen

ehemalig österreichisch-ungarischen Gebieten verzichtet.

_ Der Senat 5111: dem FriedenSvertrag mit 217 Stimmen bei einer Stimmenthaltung zugestimmt. Die Verträge mit England 11111) den Vereinigten Staaten wurden einstimmig mit 218 Siimmen a11aenomm1n. Ueber den Verlauf der “Sixzang am Freitag bericht€t „Wo1ffs Tele- grapbenbüro“ wie folgt: ' .

Der Führer der Nadika1sozia1ist€n Senator Debierre führte aus, dcr Völkerbund bcfinde sich noch im cmbiyoniscben Zustand. Frankreick) müsse am Rhein in 81119111 Augenb1ick Wache halten, in dem es alle Kräfte 111311 babe, um ('ich Mikkel.“ aufzurichten. Deu1sch.

land könne während dieser 3211 den Effektivbkstand nnd eine be- trächtliche Beivaffnung behalten und sebr rasch 61116 Angrifféarmee organisieren.

Warum habe man es nicht am Tage nach dem

Waffensiiüsiand emiwaffmi? Es bake se'nen Kaiser verloren, aber seinen imverialisnscbcn Gcifi behalten. Vielleicht We1de dk" irnvzbfiickxe Einfluß die dkutscbe See1e Wandeln. Cr glaube Fur seinen Teil, das; Deutschland nicbt dazu 111111112111 sei, ewia mili- taristiscb zu bleiben. Wenn die Sckußv:1träge 11111 (81191an 11111) Amerika (1116) 11113116) seien, gebe es doch s01idere, 5113 111511 111; ?ilikianzexi ker Vb1kcr 11:15 nicbt die Aüianzen der ReMrungc-n. Die 111-11iiar11cbcn Garci11tieugknügten nicht, auch die Brückenfbkfé nicht. Das Paßabium argen 17211 Krieg n'e15e man nur in einer praktischen md „éu11sitscben Oraamsaiion m L*bikstbundes zu s--che11 haben. Deshal" muse er 11) gcsta1tet Werden, daß er Deutscbiand zur Abrüstung fubre. Der Redner bkwsach alSdann bie finanzieUen Klauseln und 11a:11€,_wer_die Bons Deutschlands zu Weiten mache. Er bedaue1e, daß die 8111811 20 MiUia1den nicht als privilegiette Scbuld Frankreickos anerkannt worden seikn, Erwarte aber, daß die Regieruyg a11€s tun Werke, um diese gerkcbte Wicdcrguimackzuna für annkreicb 111 «langen. Non Deut“ch1and müsse Frankreich Bauma1er1al und Virb e1ba1ten- Bis 1181 babe man davon noch nichts gesehen. Wenn Deutich1a1idb1cht alles bezahle, dawn wsrde die finanzuiie LageFrankreicbs benntubigxnd wetken. Er bbffk, daß die Aliiietten 511111) eine finanzielieKonvsnt'ion unkcreinaUdcr Frankreich re1ten wiirden. Der Scnaior Jenvuvxter sagte, man befinde sich auch heute noch einém Deutschland gegenuber, das ebenso staik iei wie im Jabré 1914. Die GLOFUken rer “.'-1113- nüßung Rußlands und der Rewanckye (18111311 Frayktetck) „würden in Deutschland immcr 1ebendig blaibcn. Auch er sél ,der Ansickt daß die französiicbe Sibuld aUen anderen Vorangxben mi1ffe. Dxutséblqnd 11111112 militärisch vollständig e1111vai111€t Werden, damit es keinen Kr1ea mebr bc'ginnpn können Er werde (ür die Raiifizierung 111m111en, da er nicht wolie, daß Frankreich und dieWelt dem Cbaos apbetmfielxn. Dee sozialistische Senaxor Flaissteres erkläxte, 1191; er nicht an ein-r aiücklichen Entwicklung Deutschlands verzwufle. Man müsse s1cb hüten vor jedem Exist der Rache und 516 Ziyanges, der Frankreichs unwürdig sei. DiEsiournellxs de Constant fand, daß der Vertrag nicht die Zukunft mnkreickys Üchersiel1€._ Der Vorsißende dcs AuHscbuffes iür (1116115511196 ngkleg-nbeitkn de Solbes sagte, der Friedensvextrag richte eine neue international? Mmal auf. Man müffe aber die demscbe Mentalität aufs genauxste Verfolgßn. Der thtraq mache eine auswärtige Politik für Fra11kxe1ch notwendig, die auf Einer Aliianz *der Großmächte aufgebaut sei.

DerMinist tpräfident Clemen ceau, der darauf das Wort ergriff, nannte, 811 Vertrag unbolikbmmcn. Die Vexüeier ank- nich auf 1111“ Friedenskonfcrenz bäiten keipe Wunder; 11111811 können. Die unaebeure Katastrophe, die über die Welt bkreingekgmmen [ei, [*abe Miliionyn bon Mcnscbenlsben be1nichtet. Ganze Lander skikn in das Unglück gestürzt woxden. Widetwäriige Vexbxxcben babe man bsgangen, die man «aus der“ Liste der n6111chl1chen V?x- 1eblungcsn außgeiöfcbt «glaubt baby. Aber thzdem babe sicb die Menicbbeit erboben, hake fich revoliiert 11:15 bis zum guten (Ende e*kämpft. Derartige E1eignéffe könntkn nicbt durcb gxscbr-“ebene ijenb'oacn, die man einfach unterzeickpne, bsenbut w§1den. Und man kürfe, nachdem 111an.dies vollbracht baby., ntcbtxinfach schlafen gebcn. 11" as ganze Leben 56116111: aus'W'aäzsamkeit. Zu dieser Wachsamkeit sei auch Frankrsicb verurte111. Die Friedens- konferenzen Vom Haag bätten sich aUSJedebnt und als eine Fo1ge des, Krikgks zu einem Völkerbund außßewacbsen. Der VölkEmexd sei aus 51111 Kxieg berauSgeboren worden, der eZine, solche Unmenge von Leiden gezeugt habe, daß sich die Noiw-ndigkeit «geben hätte, 11111 j'edsn Pxeis den Versuch zu machen, darüber bimvegzukommen. Den Krieg der Deutschen babe F1ankreich seit ,eine'm baiben Jabr- bundert errxartct. Die Franzosén seien 911119 111 zwei Gedgnken gewesen, einmal darin, dissen 'Kkika niemals zu provozieren, 11111) anderntsils hätten sie die Ueberzeugung gebabt, daß, 11181111 ker'Krixg käme, sie alle Lasisn ertragen müßten. Aus diesem Gedanken heraus iei „die 2111111111 'mit Rußband entsiandkn. Cikmenceau beipracb sodann das Verhältnis Frankreichs zu'Cngland 1,1115 fubr fort, di? Welt sei groß genug, um auch Franken!) einen Platz zu lassen. „„Wilhelm 11. bätte gesagt, die ZukunstDeuticblarads liege aui dim Wösser. Heuw liege seine Zukunft unter dem'Waffer. England babe sich erst Wack) dem Einiaü in Belgien zum Eingreifen enlscbloffen. Es habe nur an ANTWEWSU gedacht. Heute wiffe es aber aucb, „daß Wan Calais denken mü'ffe., Hkute bestünden Verträge". Er babe gssagt, dasz se1bsi, wenn (18 mcbt besjkben 1111115911, er dsr Ueberzcugnng set, de; England dock) Frankreich zu Hilfe kommen werde. Man babe ibm zam Vo11vurf gemacbt,“ daß er bas Parlament Von den Verband1ungen ausgescbOffe-n babe. Er habe nicht anders bcmdeln können, denn es ssi seine Aufgabe gewesen, die Verfassung zu reipcktieren. Die Aufgabe sii gewesen, den deulicben MikitmisMus niederzufcblagcn. Was die deutsche Einheit betreffe, so sei er gewiß kein Anhänger dowon. Aber wenn man ich erinnern wkUe, babe: die Kommiiswn, die die Vol11nach1cn ker Dcuticben ge- 1111111 babe, die Frage aufgeworfen, (rb Bav-rn nicbt den_Friek-ex1§- vLitrag mitzsicbnen müste. Die aliiierjen chbislkbrer bqtten em- stiwmia geantworut, das; die U111€rsch1ift dt's Henn Ebert das ganze Dsutsch Reich verpflichte, die Deutschen seikn 516 zum äußersten des Partikulariémus und bis zum äußeiiien dcr chiraiifierung ge- gongsn. Das beweise ibre ganze Geicbicbtk. Wie hätte er unter 51111 Vommnd, die deu11che Einbeit zerstören zu wollen, die Z))kenscbknsckpläckolerei fortseß-n dürfen in dem Augenblick, in dim Dcutscbland de'n Waffenstiüsiand“ Verlangte. Man hätte viklieicbt noch 50000 MensHsn töten müssen, die giück-icbexrveise je?t noch 1001611. Die NiederTage- hätte die deutsche Einheit naturno wend1g stärken müssen. Aber die (Ereignisse markcbisrien. Unglücklicberweise bättcn 1.18 Franzosen „keine Geduld. Die rurcb den Vertrag geschaffene Lage würde (ici) in einer Wßiie en111'ickeln, die nicht nur von den Dsujscbkn, sondem aucb Von den Franzosen abbänge. Frankreich WOÜL dée Deutschen nicht beberrscbxzn. Die Franzosen wollten frei sein, Um zu befreien. Die Dsut1chcn aber knecbieten fick), um zu knechten (168 vUomunäß 5785561111550115 poar 88861'1/1'1'). Die Einheit 1iege nicht in dsn Protokochn der Diplo- ma1ie, sondem in den Herzen der Menschen. Es gebe 160 Miliionkn Menschen, denim man fich anpaffen müsse, aber deren Freiheit man reipektikren WoYe. 21er man treffe die not- 111€ndigen Vorficmeaßrrge-„ln, damrt fie die Freiheit Frankreichs eb€11fa11s respektieren. Es liege nicht in der Absicht Frankreich, in 111111 Hérz ber Deutschen einzudringen. Was irie Frage der Ent- waffnung Denticbsanrs anbeirkffe, so müsse er zugestehen, bas; zwiscbi'n 5 Miliionkn Soldmen 11:15 100 000 ein Unterschied sei.“ Man habe die Militäkvf1icht_gegcn die Vorsch1äge der miliiä11schc11 Sacbvaffiändigcn beseitigt. Man babe die ganze 21171111c1ie von 9000 Stück auf 288 bkxabgeséßt. Warum habe man Dxutsch1avd Mit? Kanonen und die Fsstungen im Osten gelassen“.) Weil Dsuisch1and kin Interssßx damn babe, fich zu verteidigen„ und MA ?ranfreich icin Jniere 8 [“man babe, ein bolschewis111ch€s Dbuti 1a115 zu sebi-n. Man kürfc: 111cht_1ck61s16ff811, daß Polen 550000 1381130111161? Männer babs mit einer Reserve von 400 000. Wenn man 1age, England und Amerika könntkn n1cht,rasch genug zur 83111? eilen, dann müffe man bedenken, daß Belgien 800000 Soldaten unter Waffen habe. Auch die Tsckecboslowaken 11115 die SüdflaWSn b-fänden sich in einer„ziem11ch starken militärischen La-ne. Er müffe zugesehen, daß er die Me'ntalität ,desDeutfchen 1111111 Vélstkbe- Zn Wincm Heim sei er ein liebenswürdigen: Mensch mit anstkennanwyrten Gefühlen, aber es gebe Unterhaltungen, 1111: man mit ibm vicht_pf[sg6n könne. Die'SoziaWc'm-okraien seien 2111118117. dcr 1nilika11sti1cben Pakt-Zi und !kgtertLY Dsuticioland. Er wiffs nicht. ob die Sozialisten fich miiitaxisieten winden, aber er wisse, daß die Miiitaristen sick) uicht soziabfieien würdi-n. Clemenceau fragje: Giaubcn Sie, daß die Zukunft des dentjchn Rcaimes ebenso sicbergestyllt ist wie die unsrige? Es VOÜZZJZU fick) in der deutichen 21111196 Evolutioncn, deren Tragweite man _n1cht Vorausseben könne. Krisen 1€ien unvermeidlich. Wenn man ibn frage, welches die Pol1tik Frankreicbs gegenüber Deuiscbland sei, so antworte 'c'r: Fuetst muß dyr Friedensvertrag aukgefübrt „werden. Das ist der Prüf iein. Eine Kymmission von 60 französischen Offizieren befinde sich bereits in Berlin. Man werde sicher versuchen, sie zu tänscben. Aber bis zu welchem Grad? Wenn man seit dem Waffenstillstand Millionen von

Kanonen fabriüett babe, dann (werde man die erforderlichen Maß- mbmep e1greifen. Man habe gesagt, die Kontrolle sei yon be- schränkten: Zeitdauer. Das 1ei wab1. Er'beiurchte beute dte win. icbaftiiobe Bebewscbung mkbr als die mill ansehe. (Hkstern seien dio Dcutschen vor Riga von dsn Lettkn geschlagkn wordxn. S1e seikm nicbt mehr bewaffvet. Die Mittel zum H„anbeln bemßcn'sie medi: mehr. Wenn man iür die Zukunft einen nußltcben Au€g1e1ch haben: wolle, dann müsse man die franzbsUche Oberherrschaft s1che1fteliem Aber ramit Dunst! sand bexablen könne, müffeks arbeiten. qumusse nikmals vergessen, dafi es fiel) um ein inteWneutes, ordnungsliebendcs und 111911105116)“; Vo1k bundle. Auch die FWW de_r Veranxwortlick). keit müsse ge1öst werrsn. Das 1118158 in TeutkeZIland Qatsqcbm 381111311, die man nicht kknne. Frankreick) aber konne die 11111581- wär1 gen Verbrkchen, die man gegen 86 begangen babe, amnest1ecen. Man müsse sicb dps Manifestes der * 93 deuticben Intellektuellen er- inne1n, dre erkiärt hätten, es ski nicht “wahr, daß De11tsch1and dem Krieg provozicnt habe. Sie haben also gelogen, und das lasse: daran zweifeln, daß fick) die Bxfferung, dxe Sexawr Debierrc angekündiat babe. vollzikbxn Werde. Man musse „.;-abwarten- Der Piäsidknt Wilson, der nicht deu11chfre1111511ch sei." habe ebofft, daß die Deu11chcn bald in den Völkerbund 911111611311 konnten. ZZLUU dieie Frage zur Debatte sikbe, nxerde „an11 sie befragen, was fie über das Manifest der 93 Intellektueven dachien. Mit dem Haß löse man nichts. Die Deutschen seien von den Franzo1en 1111651119111 rie Grenze getrennt. Sie hätten Akte 'der Gewait bsgangen, die 1116 gesamte Met11chbeit nur einmütig tadein k?nne. Deshalb'wurdm mehrereM-ragkn ausgeworfen, io namentlich die Frage der W1edergu't- machung und der Garantien. Was die Wieder1u1machung betreffe, [11 hätte man einen festen Prsis festlegen wollen. Der [21 aber so niedrig gewesen, das; ihn die französischen Parlamente mch (U“JLUVMUWU hätten. Was die militärische Sichetbeit Fr'ankreicbs betteffe'. so sei der Rhein auf seinem linken Ufer nxutrglisiert und MC) aus* 50 Kilometer seines ruhten Ufers. Was die standige'Beseßung dex: Rheinlande mit dkn Brücksnkbpfen anbetreffc, _11) batte_ er sicb dazu nur Verstehen können, wenn er nichts anpxrss batte exreni'en koniu-n. Cr babe daraufverzicbtet, als er die engliickxe und amcr1kanische§21111anx „gehabt habe. Dis französische witticbaftncbe Lage 11361136 11131111: und morgen yon dem Mangel an Axbeitskräftep beherrsch'i._ Haftpfm'an unter diLsen Umständen“ an eim? ständige Beießung drs linken 311161117 111618 depken können“.) Die Wabrbett 1131, saß fich_Fr§1nkr€1ch_bet der linkSrbeinischen Bevölkerung Freunde schaffen mune, mdem 111an sie gut bébandie und sie gegkn den preußischen D€1pot1smas schutz'e. Die französischen Grknzen (eien aut, 11-e'nr1qman eytfcbloss-n sei, (11: zu verjeidigen. (Fs gcbe keine Grenzen, di? Ucher seren mwsich. Was den Völke1bund anbetreffe, so (she er Mit..licd€r des Volkc1bundeß, die sicb gegenseiUgmii der Pisto1e in der Hand befruchteten. 'Dakm'it der Völkerbimd leben könne, müsse man -Mensch8n haben, 118 11111111 seien, ibm dos Leben zu ermöglichen. Man „webe nach einer Formel, die das G1Ück der Menichbcit. machen konne, absr bevor Mam andere refoxmieren Wolle, müffe'man fick) exst selbst re- fotmieren. Die Schaffung des internationaien A111ßtte1parla111ent! sei ein großes Werk; Es (rage sicb nur, wie es funktionieren *konne. Der Tag werde kommen, ivo die ArbeißrÉlaffe fich mit der Friedens- konferenz vekeinigen werde. Es gebe keine Grupp? bon Menichen, die das wirtschaftliche Leben eines 139111116 zum S_ttüfteben bringen kbnme, obne sicb sexbsi den größten Schabey z.:zufugcn. Zum Schiysx forderte Glemsncéau die Franzosen 'auf, eintg 311 bleibxn. Frankrenxh müsse viele Kindkr haben. Ohne diese, ryan könne 111 einen Ver- trag bineinschreiben,«zchwas man wvlizz, sci Fratzkreicb 1121191911. Es sei ein Akt der Feigheit, ein Vßrztcbt' auf eme notwendige Last, wenn man e1k1äre, man wvile Leine“ Kinder 'hgben. Augustus baby die Römer zwingen wolien, eine- stark;: Fam111e zu haben. Es ist ibm nicht gelungen, und man wiffc', WW,RVM„ gbendßt bcxbi'. Unsere Väter, scbioß Clemenceau, baben_ _uns die schon11e (521111161118 bintec- 1assen. Wir haben Frankreich fiir dieAcbiung de_r Boiler reif gx- macbt. Dieses Erbe können wir unsern Kindern ubermttteln. Ste werden zu gut sein, um es verkommen zu lassen. _

Der Senat beschloß, Clemenceaus Rede im ganzen Land anschlagen zu [affe . .

_ Die Kammer e1öiierte den Antrag, der die Ver“ öffentlichunq der VerhandlungsProtokolle _aus den geheimen SiZunqen der Kammer von 1914“ bis 1918 verlangt. Laut Bericht der „Agencs Havaß er- hob Briand eneratsck) Einspruch „gegen den Antrag, da einmal nach politischem Brauch die anzleiexi darum be- fraat werden müßten und da andererseits eine erhebliche Erschweruna . der dipiomalischen Beziehungen die Folge sein würde, wenn solche Veröffemlichungen mcht mit _der enj- sprechenden Reserve gemacht würden. Troß der Ausfubtyngen "Briands Wurde der Antrag annenommen, a11er111ngs mit der Abänderung, daß vor der Veröffentlübung der Verhandlung?!- berichte die anietten Neaierungen befragtwer'denjoüen, ob sie aéaen die uneingeschränkte Veröffentlichung Einwande erheben. Im Verlaufe der Sißung wurde der vormalige Minister- präsident Painlevé wegen der Offensive im April 1916 angegriffen. Er verteidigte sich damit, paß die Offen- sive nach fünf Kampftagen scheitern mußte, weil es der kran- ösischen Artillerievotbereitung nicht gelungen ryar,_ die, zweite Zeutsche Linie zu zerstö1en, und damit, daß er fur s1ch,d1e Ehre beanspmchte, Fach als Oberkommandierenden mit Pestain als Generalstabschef beiufen zu haben.

Italien.

Der Minister des Aeußern Tittoni halte cine Unter- redung mit dem enalischen Botschafter„ in beten Ver- lauf der „Agenzia Stefani“ zufolge jedes Mißverstandnis be- eitiat und mit Genugtuung die wechselseitige herzliche Zu- xammenarbeit, der beiden Länder bei der Lösung der Friedens- Probleme »festgestelit wurde. ,

_ Nach einer Meldung der „Times“ haben italtenische Pioniere damit begonnen, den Hafen von Fiume z11 nuier- minieren. Sie drohen, 11111 in die Luft zu sprengen, wenn die Stadt nicht an Italien abgetriten werde.

Albanien.

Die „Agence Centrale“ meldet, daß nunmehr ganz Al- banien im Aufsiande geg-n die italienischen Be.- Yaßunqßtrüppen sei, Auch „die Bevöikerqng von Skuiari, ie no? am meisten zu Italien neige, habe sic!) der Erhebung angesch offen.

Belgien.

Die Kammer wird dxm „Nieuwen Rotierdamsehen

Courant“ zufolge spätestens am 23. Okwber aufgelöst weiden.

Lettland. _

Die provisorische lettische Regierung hat an die Friedenskonferenz in Paris ein TeLegramm gérichtet, das der „Agence Havas“ Fufolge lautet:

Regieruna deut chen 15111an bei Riga, die dmch [Ettische und estnische Truppen eingeschlossen waren, sich nacb Kurlcmd "zuxückzuzieben mit dem Versprechen, das Land in kürzester Frist Zu raum-n. Aber Deutschland benußte den Waffenstillstand, um die Truvp-nbestände in Kurland zu verdoppeln. dis fich Verbrechen und Alte der Gewalt 31: Schulden kommen ließen. Die Trupven unternahmen aües, um

ie Organiscäion der lettischen Armee und den „Kampf gegen die Bolschea

Auf Verlankzen der AUiierten gestatiste die provisoriscbe 1ettiscbe '

) .

* ** "* S'“! verbindxm. UU. die lettischen Truppen kurz daraufdie Zl "“W“ ""ck“ “*"-WWW 5911-11." fie bedeutende Gkbietsteile. Die Deutschen “Riffe" fie im Nacken an und, nahmen die Feindselig- Kim wieder auf. 'Demschland bat den ,Frtcdknévertrag akbrocben. Die lettlicbe Regierung ersucht daher dre AUiiertcn bbne Verzug einschneidende Maßnahmen zu ekgWifen. um Deutschland zu zwingen- üch an den Vertrag *" ballen. Das SWisÖLn ken deutschn und den 7111fischen_Deytschfreu„den asscblossene Bündnis bedroht nicht nur die Unabhängigkett Lettlands, sondern auch den Frieden der ganzen Welt. (& ist gegen 1519 anierten u11d assoziierten Mächte gerichtet. Die JRUWUW Protesjzert v'," der ÜWUÜEYM Weit ge.:cn den Angtiff. ?Die [MUÖLNUWU vwd ihre Unabbangkeit bis zum letzten Bims. jwpfen verteidigen.

Dem „Wai schen Telegraphenbüro“ zufolge wird von zu- ständiger SteÜe ierzu mitgeteilt:

. Die Behauptungen der provisorischm leitiscben Regierung sind samt und sondxrs das Gegenteik der Wxabrbeit und kennzeicbnkn sich deutlich als gebaisige Treibereiext.“ Deut1ch1and hat nicht den Frieden gxbwcben- sondem es hat, Wie aus den Maßnahmen der Reichs-

:? kerung, hervoyaebt, aUes getan, um den Bestimmunaen des Friedens

bel 51-11 irregelerteten Teilenn der Trupben im Baltikum Geltung zu vexschaffenj. Dgß gegenwartig nicbt die“deutfchba1111chen Truppen die Angxetfer smd, sondern daß die Ruckbefördkrung der Trnrpkn hinter die deutsche Grenze durch A1 griffe und andere feindliche Maß- Uahmen der 821th ,und Esten verzögert oder gar verhindert,wird, (1111 fest; Im ubrtgxn findis gerade die Letten, die dem Bolsche- kwismus in xe-der W81se Vorichub leisten, aucb dadurch, daß sie den zxusfischkn' Truppen unti'r Oberst Awaloff-Bermondt den Wkg 3111: Volsche1v1stenfront verlegen.

_ Eine Meldung bes „Daily Chxonicle“ aus Riga vom 8. Oktober besagt: „„Eine deutiche Truppenmacht von 20 000 Mann greift d1e Letten auf einer Front von 10 Meilen einige Meilen außerhalb Rigas an.“ Wie „Woiffs Tele- graphenbUW“ benzerkt, 1st die Nachricht irreführend. Es handelt fich um dte russischen Truppen unter Vermondthaloff. Deutsche Formationen'smo an den Kämpfen nicht beteiligt.

Der amtliche Bericht der russifchen Westarmee meldet:

5Lim 9 Oktober AbeniZ-s babkn unsere Truppen den Gegner auf die Vorsjadte Rigas zuruckgeworfen. Harinäckiae Kämpfe dauern fort. Tukkum tft yon uns genommen. Die Truppen des Obersten Awaloff bdben nacb barten_Tag- und Machtkämpfen den Gkgner in die Vorstädte; Rigas zurnckgeworfen und am 10. Oktober früh Thorensberg tm Sturm genommxn. Die Diinabrücken find in der Hand der Gisgßr. Die Csierx und Letten leisteten zäben Widerstand. Teiie der feindlichen Stmtkrafje find von ihrer Rückzugslinie abge- schnittk'n. Ob.:xst Awaloff-Bermondt fordert nun von den Befiegtkn, daß fie endlich den Durchmarsch zur Bolschewikenfwnt fret- geben und ruft sie zum gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewis-

mus auf. Asien.

Nach einer Meldung der „Daily Mail“ hat der Friedens- auss des ]apanis en Parlamenjs den Friedenßvertrag von ersailles rati iziert.

Statistik und Volkswirtschaft.

Arbeitsstreitigkeiten.

Die Barbandlungen Wegen. Beil-gung des A u 6 | a n d s der Beamten der Halle-He'ttsteyter Eisenbahn baben, wie_,W.T- B." meldet, am Frettagnaebmitta'g zu einer Einigung gefuhrt. Am Sonnabend 111 der B etrieb wieder auf- genommen worden.

Infolge eines Außstands der Elektrizitätßarbeiter in Eisenach lag, 11118 .W- T. B.“ be1ich1et, für die Stadt die Gefahr vor," daß „sie durch Aufhören der Beleuchtung in völliges Du11ke1 geballt „wurde. und außerdem die vom eiektriscben Strom abhangiaen Betriebe lahmgeiegt würden. Was einen großen-Scbaden verursacht „hätte.- Dksbalb bat die T e ck 11 i i ck e R o t b ilfe.“ von Weimar aus eingegriffen und das Elektrizitätswetk wieder in Gang gebracbt, was die Axbeiter alsbald zur Wixderaufnahme der Arbeit veranlaßte.

Im Saaraxbiet ist eine fühlbare Entspannung ein- ßetretcn. Die Eisen bab n er haben „W. T. B.“ zufolge .die Arbeit wied er aufJenomme'n, ekknso diemeisten Gruben und die Metallarbe ter; in Saarbrücken hexrscÉt Ruby. Vereinzelte Bandetz haben Versucht, 'm der Umgegend von Saarbtücken Unxuben hervorzurufen, wurken aber schnell auseinanderaetrieben. Die vorgenommenen Ve1baftung-n baben 11ar 96121 1, das: diese seit znebreren Wocben e1wa1'teie Bewegung ein Werk Yerufömäßiger Heyer 111, ,die gerade; in dem Augenblick ans Werk ginaen, als die Rati- JIM sdä? Friedensvertrags der Landekboheit Preußens ein Ende

en o e. '

In B r e | haben 7115, wie „W. T. B.“ erfährt, die „B ("1 ck e 1: dem allgemeinen Ausstand angeicbiossen. Auch hat 1115 nach einer „TempS“-Meldung die AusstandsbLWegung auf 2400 A r - beiter des Arsenals ausgedehnt.

Nach Meldungen des „W. T. B.“ aus Vrüss el haben dort die Angestellten_ der Straßenbahnen mit 3466 gcgen 291 Stimmen fur den gestrigen Sonntag den A u 5 st (1 n d b e -

ck) [ o s s e n , weil ihnen die nach der leßten Arbeitßeinstellung ber- procbene Lohnerhobung noch nicht zuteil gemorden sei. Nach einer Reutermßldung aus Lon d o 11 vom 11. Oktober ist der Ausstand der Eisengießer beigelegt worden.

Beim Landarbeiterausstand in der Provinz Piacenza, der seit dkm 6. d. M. a11da111-rt, kam es, wie „W. T. B.“ meidet, zu schweren blutigen Zusammenstößen mit dkr be- WaffnetenMacht,deSgleicbeninRicsibeiCaltanisetta, wo acht Landarbeiter getötet, viele verwundet wurden. AucbdieGefabreinesnationalistiscbenHandstreichs istnicbt behoben.

Zum Aussta'nd der New Yorker Hafenarbeiter meldet .Reuier“ vom 11.10: Die B e f a 13 u n g e n al [er F**ä [) r- oote auf dem Hudson haben zur Unterstützuna dkr Forderungen der ngenar b eiter 11m Mitternacht die Arbei-ix' niedergelxgt. Auck) dtL Besayungen der Schleppdampfer und Leichjer- ",e- die von dyn E11enbahnen betrieben werken, ieiem. Die Hafen- arbeiter haben e111gexvilligt, .aUe Waren, die sonst vexde1ben würden, von den Dampferpters zu entfernen. _ Die „T1mes“ meldet Jus New Yak, daß der Bergarbeiterverband beschlossen (Tk, mit dem 1. Nopember in den Ausstan d zu treten, wenn die ekgwerl'sbezsWer nicht in die Forderungen der Bergarbeiter ein- w1lilgen. Pie'Vergarbeiter fordern eine Lohnerhöhung von 60 vH, _ den 6stünd1gen Arbeitstag und die 5tägige Arbeitöwoche. Die Berg- arbeiter haben es, so schreibt die „Times“, mit aller Gewalt auf. einen Streik abgesehen und Und überzeugt, die Versta (: t l i ck an 11 er Bergwerke erzwingen zu können. _ Fernermeldetnocb ( -T- B.“, da fast alle Maschinenarbeiter der Werk- §)kätten der en-nsylvaniababn in Altoona in den ÉUsstand getreten find. 7000 bis 8000 Mann feiern.

Laud- und Forstwirtschaft.

Wasbinßion,8.0ktober.-(W.T. .) DasAckerbaubüro sÖäYden durcb Onittlicben Stand von Ma 6 auf 81,3 vH gegen 80 vH im vtmonat wd 68,6 11 . im Vorjahr. Die,. nalität von Früh. 1abrowchen wird mit ?; ' anxeaeben aen 94, W 1111 Vorjahre, und der durch1chniitliche “ian . vou fer beträgt schäßunasweise

84.71) gegen 93,6 vH im Vorjahre. Das Rüro " t den dur icknittl?chen Sta.".d von Leiniaat auf 526 vH geasecrkiak505 vH Fu Noxmor-at imd 70 vH im V01j111r. Der Ertrag der Mmßernte wird mit 2,90101'0M0 Buske" angegebén gegkn L_850c00000 Busbels im Vormonat und gegen ein “refi- 111t1ves Ernteergebqis yon 2583 000 000 Busbcls im Vorjahre. DerCriraa der Winterrxeizenernte wird auf 715 Millionen Bmhels wie 1111_Vo7rmo111t ge'chaßt gegen 558 MiUionsn Buibels definitives Exgkbms ,un V011ab1k, der E1trag 1113111 Frübjabtsweizen auf 203 Millionen 2111113216 gmen 208 Millionen Busbels 1111 Vor: monat und 359 Mcutonen 251115815 im Vo1jab1e. Bei Haier dürfte fich_der Erwtesrtmq czuf 1220 Millionen Bushew belaufen gkgen 1221 bezw. 1538 Mrwonen 2811151114 bei Gmsie auf 198 Miliionxn B'usbels geaeri 195 571111. 256 Mtbionen 2111111914. Die Leinsaatemte wird wabtschetn11ch 11 Miüioucn Bljsbkis 1111110111111 gegen 10 MiÜiovcn Buibels 1111 anwnat 111.1) 15 Miklirnxn Busbeis kcfimtives Er- gibms im ijabte.

Gesundheitskuesen, Ticrkrankheiteu uud Absperrungs- maßregelu.

Gesundheitssfand undGang derVolkskrankbeiten.

(Nach den .Vctöffentiicbungen des Reicbsgesundbcitsamis“, Nr. 41 vom 8. Oktober 1919.)

Pest.

Niederländisch Indien. JmAuausi wurden a'fJava FZaEriraFkunYn'TWY 49 mit ibdlichem Ver1auf) nemebdet, und r in en eztren eman 11811 41 41, ' 8(7)u11dSa1atigc11(1). gg g ( ) Soerabaxa

Pocken.

Deutsches Reich. In der Woche vom 28. Se tember bis 4. Oktober Harden 10 Erkrankungen gemädet, 111111p zwar in _(Hodullabiitte und "S'chwientocblowiß (Kreis Beuthen 1. Oberschl.) xe ], in Konig sbütte (Reg.-Bsz. Oppeln) 2. in (G 1 an 1) of (321916 Goslar. Reg.-Bch-z. Hi1dc-Sbeim) 3, in Ost- !) e l d e 11 "(KWO 'Sikge'n), H e r n e (Reg.:Vez. Arnsberg) und in berwunrs'ä) 11113 (Y1111617a11ptmannscba1t (Thkm111131j6 ]. _ Nachtra,111ch wurke 1111 die Woche vom 21. 11111 27. Skptember 11och 5 Erkrankungen angezeigt,“ 11ä11111ch in Lortskipietz (Kreis Schweß, R-"g =Vez. Marienwe1de1) 2, ,in Tel! 0111 (Reg-Nez. _oxsdam), Hor'fst- Ems cher (Kreis Rccklinghausm, Neg.:Bez. kunfter) 111.5 Coln je ].

Fleäfieber.

Deutscbes Reitb. In der Woche vom 28. Sebismber bis 4. Oktober wurden 8 Erxrankungen bei deutschen Soldaten fest- gesteÜt, und zwar. in He 116 berg (Reg.-Bez. Königcberg) 5 und in Gumbirinen 3.'

Nachträxilicb “wurde für. die Woche vom 21. bis 27. Skptem'ber noch, 1 Erkrankung in Cöln angezeigt (bei einer aus Windau zu- gercisten Pe1son).

Genickftarre.

Preußen. In der W0che„„vom 21. bis 27.S1v1€mber 1111115211 2 Erkrankungen „(und 3 Todeksialle) UkMidét in fb1g€nden Re - gierunasbeztrken [und Kreisen]: Reg.-ch. Allenstein _ (1) [Lyck], Arn sb'erg 2 , (2) [Dorjmund Stadt, Dortmund Land xe 1 (1)] ; nachträgiicb für die Woche vom 14.513,20. Sep- tember: Wiesbaden 1 [Wiesbaden Stadt]. '

Ruhr.

P r eu ß en. In der Woche vom 21. bis 27. September wurden 1613 E1krankungen (und 163 Todesfälle) angezeigt in folgenden R e g i x r u 11 g s b e z 1 r k e 11 [und Kreisen] : Landefzpolizeibexirk Berlin 120 (15) [Berlin Stadt 74 (8), Cbarloticnburg 5 (1), Berlin-Scboneberg 19 (3), Neukölln 4. Berlin-Wiimersdmf 11 (1), Berlin -Ltchienbetg 7 (211; Reg.-Bex. Allen si ein 20 (2) [2111211- stein S_tadt [. Lvck 3, Neidenburq5 (1), Ortelsburg 9 (1), Osterods, Rose! 11? 1]. Arn Sberg 375 (35) [Altena 1, Vo-Foum Stadt 16 (2), Bochum Land 47 (3), Dortmund Stadt 53 (8), Dortmund Land 55 (4), Gelsenkirchen Stadt 55 (91, Gels-nkirki 811 Land 13 ( 1), Hagen Stadt 4, Hagen Land 2, Hamm Stadt 10 (2), Hattingen 15, Herne 44, (3), Horde Stadt 2, Iserlohn Land 11 ( 1). Lippstadt 1, Ludenscbeid 6, Olpe 1, Schivelm 23 (2), 21311th 13, Witt- genstein 3], „Breslau 28 (5) [Vreélau Stadt 5, Brieg Stadt 5 (l), Gubrau _ (1). Miiitsch 2, Neumarkt 10 (1), Oels 3, Schweidniß Land ], Striegau 1 (1), Walpenburq ], Wobiau _ (1)], Cassel 28 (21 [Frankenberg 1, Hanau Stadt 5 (1), Hanau Land 11, Kirchhain 5, Meliungen 3 (1),“ Herrfcb. thmaikaden 2, Wolfhagen 1], Cöln 61 (3) [Cbin Stadt 56 (3), Coin Land 1, Mülheim (1.911). 4]. Danzig 2 [Korthaus, Neustadt i. Westpr. je: 1]. Frankfurt 65 (3) [Kalau 1, Cottbus Land 3 (1), Forst 1, Frankfurt a. O. 9, Lebus 3 (1), Sorau 3, Spremberg 42 (1), Wistsiernberg ZH Gumbinnen 4 (2) [Oieisko 1. Pili- kaan, 3 (11, Tilsit iadt (1)], Hildesheim 21 (4) LGoittngen Stadt 1 (1) Ostxrode 4 (1), Peine 16 (L)], nigs-

erg 3 ( 1) [Königs erg :. Pr. Stadt 2, Königsberg 1. Pr. Land (1), Preußisch Cylau 1], Liegnitz 40 (7) [Bunzlam Freystadt je 1, Goldberg-Haynau 21 (6), Hoverßwerda 10 (1), Liegniß Stadt ], Rothenburg 4, Sagan 2], n eburg 11 (2) [ByxßdorsCeUe Land, Gifhorn je ], Lüchow 7 (1), Soltau _ (1), Wi- en 1], Magdeburg 35 (4) [Ka1be 4, Halberstadt Stadt 3, Jerichow 1 4 (1), Magdeburg Stadt 6 (1), Neubaldens- leben 1, O1chersleben 8, Qu-dlinbmg Stadt 3 (1), Onkdlinbmg Land 1, Slendal Land 5 (1 ], Marienwerder 5 [Graubenz Stadt ], Deutsck) Krone 2, arienwerder, Schiveß je 1], Mets - burg 117 (23) [Bitterfeld 10 (1 , Delitzsch 4 (1), Halle a. S. 1 (1), „Liebenwerda 2, Mansfelder ebirgskreis 64 (13), Mansßlder Seekms 1 (1), Merseburg 17 (L), Q11e1f1111 4, Weißenfels 5, Zeig Land 9 (4)), Min den 20 (].) [Bielefeld Stadt. 14 (1), Bielefeld Land 3, Hmiord Land 2, Lübbecke 11, M11 nster 69 (3) [Borken 1, Buer 2, Cövfeld 1, Münster 1. W. Stadt 23 (2), Recklinabausen Stadt 9, Recklinghausen Land 29 ( 1), Steinfurt 1", Tecklen- burg 3], Oppeln 422 (36) [Beuthen i. Obexsebl. Stadt 6, Beuthen Land 1 52 (2), Beuthen Land 11. 52 (1), Gleiwiß Stadt 21 (6), Gleiwitz Land 6 (1), Grottkau 4, „Hindenburg i. Obsrscbl. 123 (4), 1111101111113 Stadt 8, Kattowiß Land 62 (13), Königshütte _i. Obetschl. 24 (4), K1eu1burg 2, Lubliniß 11 ( 3), Neußcidt 1. Ob rscbs. 1, Oppeln Stadt, Oppeln Land je 2. Pie 7 (1), Ratibor Land 6 (1), Rosenberg i-Ober1chl.1, 91175111! 24,“ ws; Sireiliß 1, Tatnowiß 7], OInabrück 29 (1) [Hümmimg 14, OHnabrück Stadt 12 (1), Wiltlaae 3], P otsvam 74 (7) [Angermünde 2, Beeskow-Storkow 1, Brandenburg (1. H. 5, Niederbarnim 25 (2), Osjbavelland 3, Potsdam 13 ( 1), Spandau 4 (1), Teltow 11 (2), Templin 7 (1), _Westbapelland 2, Zauch-Belzig 1], Schles wia 43 (7) (Altona 26, Oldenburg 1, Pinneberg 16 (71], Stab e 1 [Achim], „Stettin 20 [Randow 7, Stettin 11, Ueckermünde 2]; nachträglich fur die Woche vom 14. bis 20. September noch 463 Erkrankungen

(und 29 Todesfälle) und zwar : Reg. - Bez. A a ch e n 35 (5) [Aachen Stadt 3 , Aachen Land 32 (5)] , B r o m - b e r 11 6 [Bromberg Stadt 4, Czarnikau, Schneidemijbl

Siadt je 1], Koblenz 23 (2) [Adenau ], Ahrweiler 2 (1), Alten- kirchen 4. Koblenz Stadt 5. (Cochem, St. Goar je 1, Maven 9 (1)], D 11 s s eldorf 294 (17) [Barmen 4, Klebe 59 (4), Crefeld S1a5120 (1), Crefeid Land 34 (4), Dinslaken 2, Düxßéldorf Stadt 15 (2), Düsseldorf Land 5, Duisburg 25, Elberfeld 5, .-G1adbach Stadt _ (1), M.-Glodbacb Land 6, Grevenbroich 3, Hamborn 5, Lennep 23 (2), Mettmann 2, M313 1, Neuß Land 6, Okerbausen 4, Rcmicbeid 56, ( 3), Rheydt 2, Solingen Land 1, Sterkrade 13 , P o s en 15 [KempenZ, Stettin ? [Stettin], Trier“ 66 (4) ( erzi 1, Ottweiler , Saarbrücken Stadt 28, Saarbruchen Land 7, Öaarlanis 8, Trier Stadt 3, St. Wek-del16(4)], W iesbad en 1.7 (1 [Höchst a. M. 1

(1), St. Goarshausen 2, Unterwefierwaldkreis, Wies aden Stadt je 7].

Verschiedene Krankheiten in der Wocke. vom 21. bis 27. September 1919. _ P 0 ck cn : Bc-„dapest 1 Erkranfang : F [ e ck 1 i e b e 1: Budapest 1 (»Nkrankung; Milzbrand,: 1111114191. Liyaniß, Hkffkn ]? 1 Er- 11a11k11ng: T 111111) 11 !: 316g--25-;-z. Steijin 2 E1kranl1111c1en; P ara-

111 D b 11 s : RFJ. - Bez. 2111155214] 10, 83311611 17 Erkran- lll11111911; I n f l 11 e n z a: B€11111_ 1, Braunschweig Sxadt 2, Stockbo1m 1, Wikn 2 TL'ILSIÜU“, R81. = 2591. Duffslde

(VMwocbe) 5, Nümb-xrg 16, Heffkn, 2411155711 jZ 2, KkP-UHUKM 612- Stockholm 1 (?1'11a11k1111g211: (dösnick'stame: 231151151311 1. Kopen- 11192112, (Enschede in 5111 “1112551151115911 114. 518 20. Siptemveo 1 (Exfranfungen; spinale Kin 5 er1äb 11111119; Kobenbaskn 2 Eifrankungknz Ruhr: Nürnberg 1, Hxs'sen, Mecklknbnrg- (Schwerin, Sach1en-Wsin1ch11 je 2, BUOQP-Ü 4, 511511111 7, Lembxrg 3, Wien 32 To 2915111, Nürnbem 6, (5131171611 26, HeFen 241 (kobon 1111 Kieise Lffsnba , 180). 3111115116111311111-(“Zabwerin 10- Sachsen-Weimar 13 (Vorwoche 7), Vraanschweiß 12, B12men11, Budapest 29, Wien 150 (81krc1nk11ngen: Malaria: 'REM-Bezirke Aurxch 16, 1311111111 10, Braunschwsig 31, Wien 10“ Erkrankunaen; Kruse: Kobenbaaen 129, niederländischeTOrte (14. bis 20. SEP- tkmber) Haag 26,:2iotterdam 51Erfrankunße'n ; N a b r 11 11 q 2- 111 1 t t e 1- Vergiftung: Reg.-B€3. BreIiaU, Mkaki'c'UkVkakk 18 1 Tokes- sail, Landespobieibezirk Berlin 1, Msg.-B:z. JZWÖÜLU 20, Aacbin (Vorwoche), DÜffeidorf (VONVOÖL), Marienwsrder 19 1, Stade 4 Erkrankungen. Mehr als 6111 Zebntsl aiier Ge- storbene 11 ist an Schar1ach (Durckpiäynitt aU-Zr 191111ch1n Be- richtSorte 189511904:1,040/0) 1181113151211 111 Buer _ (Z1krank1111gen 1121167811 armezeigt _im Lande'swbiizswezirfe Berlin 120(B1311111S1a51801, in Breslau 25, im Reg.-Vez. 211116136153 122.111 Hambu1g50,211111191111111 33, Kopenhagen 53; an .KEUcbbusien 1391111111211 111 Bcriim-Rsinicken- 51111 _ Erkrankangen wurden 9111191561 in 251151117611 54, 51115€nbagen 157. Ferner Wurden Crfrankungcn Wsigesiciit 011? M*askrn 11115 Röteln 111 Hamburg 35, Kopenbaaen 26; Diphtherie 11115 Krupp im Lanchvolizeibezirie 21911111 233 (erlin Skadi 150), 111 5211 R99.- Bezirfc'n Potsram 170, Ech1eéwig 149, 111 8131111111111 82. 52111111911- d-m 27, Ebristiania 54, KovsnbaaLn 63, wakbslm 36, Wien 27; Tvvbus in den Reg-Bézirkxn BWZZM 32, 2111121112113 43, Magxe- burg 37, Oppeln 32.

Nachweisung über den Siand vnn Viehseucben in Deutsch Oesterreich am 1. Oktober 1919.

(Auszug aus den amtlichen Wochenau§weifen.) "211111111".

1115 Schw?"- Notiauf Z:“ NOS K1auen- (SYTMW der ?; seuchg stuck“) SÖWÜUÜ H L & n d e r Zabl 1.161" Verseucbien © „! __ : I Z » Z 2 Z,;F €“; x:;- “Z „Z F:: »,;- „*."1 =“; IC.» 3 4.1- “:T ck,» F 6) e_- c- U S) 1' 2 134|51617|8|9|10 ] 1 Niederösterreich. . . . __ 1“ 3 7 10 7 11 2 2 . a t a e 2 2 _ '"" 6 14 11 18 3 3 . . . . . 1 ] Z 4 18 3 33 79 4 4 , __ 1 2 _ _ 14 23 5 1 Oberösterreiä) __ _ _ 4 4 7 14 6 2 . . . . . -- - - 7 12 7 10 7 3 , . . . . __ _ _ 17 37 - _- 8 Salzburg ...... __ 26 169 _ _ _ _ 9 1 Steibrmark ..... __ 7 45 2 4 5 16 10 2 . . o . __" "" '" 1 1 4 5 l] 3 . . __ 1 2 1 3 17 30 12 1 Kärnten . ..... _ _ 9 16 6 12 1 1 16 ' 1 Tirol ........ __ 9 36 _ _ - _ 17 2 . ........ _*_ 2 13 _ _ _" _" 18 3 . ....... __ 10 37 _ _ _ _ 30 Vorariberg ...... __ 50 364 _ _ _, _ Zusan'nnen Gemeinden (Gsböfte): Roß 3 (3), Maui- und Klauenseu e 119 (691), Schiveinepest

(SckyMineseucbe) 69 (132), Rotlauf dEr cbweine 106 (207). Außerdem Lungenseucbe dss Rindvicbs im Sperrgebiete Nr. 12111 3 Gemeinden 11115 6 Gebbften. Pockenicuckye der SOM und Bxsibälseucbe der Zuchipferde find 1111171 aufgetretsn.

Th cater und YTufik.

Opernhaus.

, Die ersie künsilsrislbe Tat dcr Staatschr unixr der Leitung ibres nenen Intendanten Max von Sclziiiing- war die Yuifübrung von Hans Pfißners mufika11scher Légende „Palestrina“, 561611 Ruf als bedeutsayWs BefennTniEiverk Links deutchen Meisters bererts von dm Festaufsübrunakn in Müncben 5181er ge- 511111 611 war. Und 13 darf gleich 17011161; gésagt Werben, daß das ,3 eck, das anz Sonnabend nach langer 11115 liebevoüsr Vor- kerertugg unter Mitwirkimg seines Sckoöpfsrs, drr die Spielleitung sk'ibst ybxrnommen „batte, _1'n res Rricbs Hauptsicvt zum ersten Mal in Sz-ne ging, diesen RUf 1301111111 besiätigtc. In der Tat bankeit xs sich_b1er_ um keine .Lp-xr“ 1m gswbbniicben Sinne, sondern 11:11 eine 11ef1chii11111de Dichtung in Worten 11115 Tönen, die W „Verhaltnis des Schaffenden zur Kunst übkrbc111pt und jenen geheimniSOoUen Zusammenhang mit dem Ue-“e1fir1nlicben offen- bart, welcbe: das 1nne1ste Wesen aller wahren Kunst aus- macht. " Der von Schiller in die Worte von dem in des bobexerxHerrn PWcht siebenden und der aebieievkßn Stunde 9chorchenden Ganger gekbtdete Sinn und Wagners in den „Meister- smakm“ getaner Yußsprucb, daß (1118 Kunst und POLthej im (Grunde nur Traumdsuteret bed'utsn, dütien wobl als der Grundgedanke an- gesebkn 111615111, rei; Pfißnxrs ccbt deutsch empfundene Dichtung be- herrscht. Echt deut1ch 111 sie, auch wenn ein Meister der itaiienisckpen Rencyffance tn ibrem M1tt€1b11nft stebt; 181111 nicbt gebt es bier 11111 außerk§ Gescbebkn und nationale Besonderheiten, sondern um die bochsie Blute menschlicker Kultur, um die Kunst, wie fie ficb in der dxutscbkn Seele' wiederspicgejt. Dcr Inhalt der Pakestkinadichtung, dre (choix allem im Buche bbben Gknuß gewährt, ist in kurzen Zugen folgender: Zur Zett „des Triventiner Konzils um 1563, zu dessen VerbandlungMig-Znsianden auoh 518 Frage einer Refmui der Kirchenmusik gehörte, wirkt Giovanni Pietluigi Paiesirmq, der große Mkistkk, als Leiter der KQVLÜS an St. Marta Maggiore in Rom. Gram über den Tod skincr Gaéiin 2111185141 111111M1ßmut über 1111c111_s1111che C1schxinu11gcn im Kunstleben haben ihn einsam gemacbt und 111116 Sckxaffknsiust (1815111111. Dennoch ist er durcb (emen Freund, den kunsjsmnigxn Kardinal Borromeo, bei dem Konzil als Emeuercx ker Kirch-imufik in Vorschlag 116bracht w'otden; er soll im Austrage dss Konz1ls 6111e Mcffe schaffen, die den „Beireis „liesen, daß „„die, Andocbt 1111 kaüble, die 111112111 Geist z_urn Hochsten b€bt, rnit bo der Lust:am Wunder1piele der 220112 zur Eiqbeit vericbmolzm Werden ka1111. M11 beredten Worten sucht der Kardinal den Künstler für das Weck. zu begeisf-rn, das „zur Reining dekMustk 1:1 Rom d'er böcbsten Spéße Kreuzecblnme fest auf der Töne Wunderhorn“; aUZm Palcsirina iebnx in seiner bcdrückten Seelenstimmung ab 11111) krankt dadurch seinen bobsn Gönner, dcn

Kardinal, der sich so warm für ihn eingesest hatte. Im Dämme: