1919 / 236 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 15 Oct 1919 18:00:01 GMT) scan diff

1 1? “.'-1 2777 an das Reichsarbeitsministerium, Berlin, Luisen- irrcrßo (53. zu 1i;"1t-7n. ' Berlin, den 10. Oktober 1919. Der NeichSarbeitsminister, Schlicke.

Preußen.

“.Di? Prexrßischc Staatsregierung (Staatsministerium) hat 111 17-13.“z.;7:?.x'.1111a vom 2. d. M. beschlossen, die Landwirt- srixquicZJsr- Akademie _Bonxi-Poppelsdorf in eine lxxndwiriscJJ-afxliche Hochschule mit Rektoratoverfassung und. Promoéionézrecht umzuwandeln. .

Ten Nnhaltischen Kohlsnwerken in Halle a. S. mird hxrrmit daß Recht verliehen, die ParzeUen Gymarkuna MöckrZinq “'nxr Kreise». Querfurt Kartenblalt 1 Nr. 30, 31, 32, 33, -.-19,'Z.8,' 50,28, Kartenbiast ?. Nr. 21, 25 39/18, 41/23,

12 23. 43/23 725215, 73/26“, 75/17 und Kartenblatt 4 Nr. 51, ;

236, 11111111 sie zum regelrech1en Foridetriebe des den Koblen- werkcy xx-[yö'igwr Vraunkohxxnbrrgwerks Elisabeth bei Mücheln im „“i-“8111 Qitrrsnrt erforderlich sind, auf Grund dss (Heseßes Über die ijexigmrxpa “(1011 GrnövdeTgentum vom 11. Juni 1874 ((III-Hsmnml. S. “22-11 im W29e der Enteigntmg zu er- 1112111811 oder, soweit dies ausxeicht, mit einer dauernden Be- schränkung zu belasten. Berlin, den 3. Oktober 1919.

Im Namen der Prexxßischexi StaatSregierung. Fischbeck. „Heine. Oeser.

Verfassun ggebénde Preußische Land esversammlung.

Der .Eiseribahnodersekretär Kastxn ist zum KaLkulator und Regßsirator bei der Preußischen LandeSversammlung ernannt wo: en.

Iustizminisierium.

' Mm Senaispräsidrnien, cheimrn Obrrjustizrat Echte intCTUL ist die nachgssuchte Dienstentlassung mit Ruhegehalt er eil .

Nux, dem Justizdienst grschieden find ferner der Kammer- gerichtdxat'SchnEider infolge seiner Ernennung zum Reich- bankdirekxor nnd sxändigkn Hüfdmbciter dex; ReiÉSdar-k-

...k„.„....--.- «__,-

Jnstizrai Hermann H-ymann, Justizrat LeopoldSilber- stein und Bernhaid Kuhn i:: Bromderg, ?astkzrate Oskar Fließ und Dr. Karl ikschféld in Stettin owie der elsaß- othri--giiche Notar, Ju t1z1at Paul Videnz aus Saar-Union in Burscheid (Amtsgerichtsbezirf Opladen).

In der Liste der Rechisanmält2 find gelöscht die Rechtz- anwälte: Justizrat Ndeneuer bei drm OberlandDSgericht m

Cöln, Rogel und Sonnen bei dem Landgericht ] in Berlin, * Amngericht und dem Land- ;

* -, ' ts i t '; . . , , gericht in Dortmund, Schultz Nrborn bei dem Am aer ck ck Unerträgliches 1egter-uns auf.

' ist,“daß weite Gebiete dsutschen Bodens, MiÜionen deutscher Volks- ' genossen ohne Befragung vom gemeinsamen Vaierlande losgerissen werden. Hierin müssen wir uns ergeben. Eine andere Folge der Friedensbedingungen aber gibt es, die noch abzuwenden in Euerec Macht steht: übzer Oberschlesien, über ost- und westpreußisckoe Kreise, über NordschlsMig und di? rheinischen Kreise Eupen und Malmedy . soll, die Bevölkerung mittels Abstimmung entscheiden, ob sie beim

Dr. Gräfenkämper bei“ dem

in Berlin-Weißensee und dern Landgericht [11 in erlin, Geheimer Justizrat Schneider bei dem Amthericht in Trebbin, Dr. Schüler bei dem Amthericht in Blumenthal,

Schroeder in Bedburg bei dem AmtSaericht in Berghrim, - dem Amtogericis in Oberhausen, Partrkel 5

bei dem Amtsaericht in Berent, Justizrat Loewy bei dem -

Kellinghaus bei

Amtsgericht in Erin, Dr. Bessert bei dem Amtsgericht in Kcmprn (Posed),

* berg, Dr. Hoppenrath bei dem Amtsaericht in Wreschen

., „*.*-«W .:».- ,

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direktorinms rmd dér KammymcrichWtat Dr. Frct-z Scholz

infolge feßner E:“nennung zum OberverwaltunaIger1ch1S1at.

Der Landgeréckssrat Dr. Diepgen in Cöln ist zum Ober- landerxerichT-Zrar da:“eébsi ernaix-nj.

DM LKUÖQUZÖLEPTÜÜÖMWU, Gkheimen Oberjustizräten Oehler iu Crxffel und Friedbrxrq in Hannover sowie dem AnttderiÖtHch zur Helken in Neustadt_i. O. Schl. ist die nachgssckch1€ Dienst?,ntlaséung mit Ruhegelwlk ertsili.

Emann't sind: der Landgericbr'smt Dr. Krosia in Görliß zum Landgckrichtsdirekior in Glriwiß, der Landgericbtßrat Dr.-Schu11_3 _in Aachen zum Landgerichtddirkktor in Pader- born, 521? e).“„crßWoTHringische Landqxriäitsrat Cremer aus Metz zum Lundgerichtsrat in Saarbrücken, der Staatsanwalt Größe in Kreuzburg i. O. Schl. zum Landrichter in Schxveidni§ und der GsrickixéZaffeswr Bruno MÜLler zum Amtsrichter bei dem AMÉSKLÜÖÉ VSrLin-Mitte.

Veriéxzt sind: der Amthzerichisrat Starck in Bochum als LÜMÖÜLÜÖTSXÜL an das Landgericht daßrldst und der Landrichter Dr. Jüöaen in Saarbrücken 21116) Koblenz.

Zu HaxxdWrickxiern sind ernannt: der Kaufmann Georg

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1 ;

Silberstein in Charlottenburg bei dem Laßdgerichi ] in, Berlin, der Kaufmann Wilhelm Josephidal in CL,)arloiteu- Z

dura bei dem Landgericht 111 in Berkin, der Kaufmann August , ' Obxxlandesgerichts zu Kiel.

Erbsckiloe in Halbach bei Lüttringhausen bei der Kximmer jür Ha11d€1§sdchen in Barmen, der Kaufmann Paul Kind in So1171gxn deä drm Laredgerichi i;) ElbUfeld und der Schiff- fahzjcxdxrektor Frirdrich Engel in Magd-zbarg; wiederernannt: drr FWriT-gui Juiius Lexmhofx“, in Brrlin bei dem Ladd- gericht [ in Verlxn. der Fabrikvcyißer Richard Heimendahl und der K.;UFMMU Reinhold Eßlinger in Düsseldorf samte der Kanmmm Emi! Grünebaum in Elberfeld.

Zu slé'ÜerkLthLn Handelsrichiern sind ernannt: der Kauf- mann “ZiSZert Stern in Charldttcndrn'g bei dem La11dgericht1 in chrlin. der KaafmannDr. Carl Ellstaetter in Charlotten- burg bei 734an Landgerickzt 111" *in erlin, der Kaufmann Karl Gottlisb S (1) mi dt ir. szsckxeidbri derKammer fÜrHandelx-sachen irc Barmen éorvie der Fabrikbeiißer Hans Pahl in Düßeldorf; misdsrrrxianxxt: der Kaufmamr P ilipp Schlesinger in Berlin- (Hrunewald bei dem Lcmdgeri t] in Bsrlin, der Fabrikant Hsrmarm Mühlinghaus jr. in Lennep bei der Kamuier für

HondrlZsackxn Tn Barmen, der BankTer Karl Padberg in;

DÜff“-Tdoxf, der Kemfmann und FabrikbesißZr Artur Lindgens in Elberfeld und der Kaufmann und Famrkant Woxf Heuser

in Solingen bei dem Landgericht in Elberfeld, der Brauerei- Z- dir'ektor Iludust Erichsen in Altona und der Fabrikant Horst =

Pornixz in Vl€iche bei Groß-Ammensleben bei dem Land- gericht in Magdeburg.

Den StaatSanwälten Bennecke in Thom und Dr. Fieker in Sckxmeidxmühl ist die nachgesuchte Diénstentlaffang mit Ruhegskxalt erteilt.

! 1

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M*.“ GericdiS-nffeffor Kuster ist zum Staatsanwalt in.

SUarbriickeU ernannt.

Mm SirufansialißgeistliMn Rippel in Lichtenburg' ist die'

nachxch27nchw D1632siemi1affung m'xi Uhegehalt erteilt.

Den R-thSawwäxien und Notar-sn I117'1izrat_Dr. Krimke in Vsrd-zn und Dr. Hüneberg in Hamm ist dl? nachgesuchte EULLKssUM auH "dem Amt als Nojar ertcili.

Mr Amtssitz ist angewiesen: dem Notar Scharlach aus

Znin in Spremberg, dem Notar Timling aus Schildberg in '

Löwenberg i. Schlei. und dem Notar Dr. Hoppenrath aus

Wrsirdru in Tiégenhof. ' „Zn Notarrn sind ernannt; dießRechtsauwälte Justrrat NMHCM Ersenstardi, Justizrat Dr, Kurt Schlixdting, iax Franz Hahn uwd letcr Kunße in Charlottendurg, Konrad N21ßke in Müncheberg, Dr. Ernst „Strauß in Breslau, Dr. JMar Maunederg, WaLler Schiffmann und Gustav Siegisxnuud in Oppeln, "Aloys Narres in G&isenkirchen, Hugo Lux in War::w (Ami6g2r1c111-cxbxzirk Gelsenkirchen), Dr. Waldsmar Bickel in Kiel, Jusrizräte Emil Aly, Dr. GLOM Vlumy, “Dr. Jmmrxz Brandus, Pank. Brunkow, Dr. Max Frcmk, Edzxard Guttmann, Max Medes, Emil Werner UNd der Rrchisauwa1t Dr. Georg Zehle in Magdeburg, Eci En ge lhardt in Salzwedel, Dr. Johannes Kamieth ia Stenda ,

und Scharlach bei dem Amtsgericht in

Timling bei dem Amthericht in Schild- :

„Yiehtgmtliches.

Deutsches Reich. Dte deutsche Reichßreaierunq und die preußische

? StaatSregierung veröffentlichen folgenden Aufruf: DeutscheBrüder urid Schwestern gusderrbedrobten

Grenzmarken! Der furchtbare Friedensvertrag von Versailles ist Euch bekannt. Das Unerträglicbsie von allem aber

' Deutschen Reiche bleiben, oder mik eineni fremden. Staaté vereinigt

nin. ' . *Mit der Löschung der Rechtßanwälte €.)][thrtikel in Berent werden MÜ- '* und Juktizrat Loewy in Exin in der Rechtsanwaltsliste ist

zugleich ihr Amt als Notar erloschen.

In die Liste der Rechtsanwälte find eingetragen: der

Ministex i:,rldirc-ktor z. D , Wirkliche Geheime Rat Dr. I o h annes ;,

bei dem Landgericht 1:1 Naumburg (1. S., die Rechxs-„mwälte: ;

Siber von den Landgerichten 1, ][ und 111 in Berlin bei

dem Kammergericht, Dr. Greber aus Saa'rgemünd bei dem Landxericht in Saarbrücken, Dr. Leopold qudschmidt aus Berlin bei dem “IthSgericht und dem Landgericht in Hannover, Partikel aus Berent bei dem Amtsgericht und dem Land- gericht in Graudenz, Dr. Krzyzankiewicz aus Thorn bei dem Amthcricht und dem Landgsricht in Posen, Neißke aus Berlin bei drm AmiSJerickn in Müncheberg, Scharlach aus

nin bei dem Amtsgericht in Spremberg, Timlinq aus Schildberg bei dem Nmtsgerichr in Löwenberg i. Schles., Kühn aus Kaukehmen bei dem Am12geöicht in SkaiSqirren,

hof; die früheren Réch12011wä11e2 P.1ulHinz bei dem Oberlandes- Z'

gericht in Cöln, Iodannes Meyer bei dem Amthericht in Linqen _und Iuliud Heising bei dem Amngericht in Haus i. W. mit dem Wohnsiß in VerSmold; die Gerichts- assessoren: Ellenberger bei dem Oberlctndeßgericht in Caffßl, Walter Stange bei dem Kammer ericht, Dr. Arthur Meyrr bei dem OberlandeSgericht in ran- furt a. M., Ferdinand Bartmann bei „dem Oberlandesgericht in Hamm, Dr. Max “Ziegler bei dem Landgericht [ in Bexlin, Dr. FeUx Herrliberg bei dem Landgericht'UX in

Merlin mit dem Wolmsiß in Berlinilmersdorf, Dr. Otto 1

EiSUer bei dem Landgericht in Frankfurt a. M., Dr. Martin Bernstein bei dem Amthericht und dem Landgericht in

Breslau, Dr.. Leo G o i t sch a lk bei dem Amtsgericht und dem medgericht in Düffeldorf, Nie denz 1: bei dem Amwgericht und dem Landgericht in Magde-

burg, Dr. Hans- Waldemar Freytag 'bei dem Amts- gericht und dem Landgerichx in GreifWald; die früheren Gx, richisaffefforrn: Dr. Erich Blumenthal, Dr. Leo' irsch- feld und Franz Schumacher bei dem Landaeri t[ in Berlin, Robowski bsi dem Landgericht in Posen, Dr. Heinrich Zierold bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Danzig und von Szoldrski bei dem Amtsgericht und dem Land- gericht in Posen, . .

Zu erichtézgffefforen siiid ernannt: die Referendare Dr. Rukser, Dr. Paul Seidel], Georg Schneider, Dr. Eugen Weber und Dr. Tiedt im Bezirke des Kammergericbts, Friß Grau im Bezirke des OverlandeSgLrichts zu Cassel, Friedrick) Ludwig, Tiné, Tdürk, Henn und Bodet im Brzirke des Oberlandesgerichtd zu Cö7n, Vaerst, von Voßel, Rösener und Kersberg im Bezirke des OberlandeSgerichis zu mem und Wilhelm Schwerdtfeger im Bezirke des

Der Gerichtsaffffor Dr. Reineke ist inskolge seiner Er- Uennung zum Neglezirtmsrat bei der Reichsver [cherungsansialt

'“ für AngestelXte aus dem Justizdienst geschieden.

Den G3richisaff€fforen Dr. Bellardi, Dr. Walter Fuchs, Halpert, Dr. Hans Henniqsen, Dr. Hans Ie'ß, Dr. Mahlow, Neuß, Dr. Hans Reimann, Selmar Sande- lowsky und Dr. Albrecht Voigt ist die ngchgesuchte Ent- lassung aus dern Justizdienst erteilt. .

Ministerium ür Wi senschaft Kunst und olksbxldung. ' _

Der bissxerige Geheime Regierungsrat und vortragende Rat im Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung und Pcivatdo ent, P ofeffor Dr. Helfrixz in Berlin ist zum ordentliHen Érofeffor in der rechis- und taatswiffenschaftlichen Fakultät der Uaivrrsiiät in Breslau ernannt worden.

Die Wahl des Oberlehrers Straaten an dem Real- gymnasium in Sterkradezum Direktor des Realprogymnafiums in (Hoch und

die Wahl des Studienrats Dr. Krüper, Oberlehrers an-

der städtischen Obsrrealschu1e in Hagen i.Westf., zum Direkéor dieser Anstalt ist bestätigt worden.

Bekanntmachung.

Auf Grund der BekanntmaYmg zur Fernbaltun un uversässiger

Fsrsonen vom Handel vom 23. eptember 1915 (* G [. S. 603)

abe ich der Schankwirtin Frau Else" Heiden, geb. Marks,

in B e r l i n : S ch 6 n e b e r g , Schwabiychesir. 11, durch V-wfügung

vom heutigen Tage den Handel mit Gegenständen des

(; [ich 6 n B e d a r fs wegen UanVerlässigkeir“ in bezug auf diesen Handelsbetrieb u n t e r sa g t.

Berlin, den 8. Oktober 1919.

* Landespolizeiamt beim Staatskommiffar für Volköernäbrmrg. J. A.: W o 0 'r . e. -

Bekanntmachung.

Auf Grund der Bekanntmachung zur FernbaltuZtFeÖ-n uverläss'mer-

[. 'S. 603)

Psrsonen dom Handel vom 23.Sevtember 1915. B li er n,

habe ich dem ;ckankwirt Walter Krohn in

PotSdamerstr. 66, durch Verfügung vom heutigen Tage den H a n d e l-

mit Gegenständen des lieben Bedarfs wegen Unzuvsrlässigkeik in bezug auf diesen andelsbetrieb unters agr.

Berlin, den 7. Oktober 1919.

Landespolizeiamt beim Staatskommistsar für Volkßernährung. J. A.; W odt & '

«-

Freilick) find die Vorschriften über die Ark .der Abstimmung-m11

Vorbedaxbt für uns so_ ungünstig wie möglich'von denen ersonnen, _ die den Frieden diktiert haben. Dennoch unterliegt es keinem Zweifrl, daß die gesamten Abstimmungögebiete dsm deutschen Vaterlan-de er. halten bleiben müssen, wenn jeder von Euch Abstimmungs- berechtigten * am Tage Pflicht tut. Dies gilt nicht nur für die jetzigen Bewohner dieser Landesteile, die, zwar in einem der Abstimmungsgebiete geboren sind, aber jeßt an einem anderen Orte wohnen und das 20. Lebensiäbr vollendet haben. groß. Von ihnen vor allem hängt es daher jeßt ab, der Heimat, die sie geboren und meist aueh ihre Jugend behütet Hat, sich dankbar zu . erweisen. Euch allen rufen wir heute zu: Erbaktet sie deutsch!

Dr. H o p p e n r a tk] auß Wreschen bei dem Amtherickst in Tiegen- Ganz Deutschland erwartet, daß Ihr alle am Tage der Abstimwung 7an

der Abstimmung "seine

es gilt nicht minder für" alle diéjenigén,

Gerade die Zahl- der Letzteren isi überaus

Eurem Geburtßort seid und dort, Seite an Seite mit der ansässigen Bevölkerung, von Eurem Deutschtum Zeugnis ableat. ,

Ihr Ansässigen aber gedenkt aller Müde Eurer Väter und Vor- väter im Dienste deutscher Wohlfahrt und Sitte, gedenkt des Schweißes, mit dem sie den „Boden, der Euch ernährt, erst urbar gemacht „haben.

Ihr alle, die Ansässigen wie die Fortgezogenen, Männer wie Frauen, steht, bedepkt es wohl, vor einer folgenschweren Entscheidung:

Bleibt Euer Heitnatboden dank Eurer Treue deutsch, so bl'eibt auch Euren Kindern der Segen deutscher Art erhalten. .

Wird er aber fremdländisch, so sind Eure Kinder in Gefahr, im fremden Volkstum unterzugehen., _

' Bleibt “das Land deutsch, so kann eZ" seine Kraft leihen zum Wiederaufbau des ganzen deutschen Vaterlandes, und der Ruhm seines Wiedererstarkens *wird zwiefach Euer Ruhm. “'

Fällt es aber dem Frenidling anheim, so wird Eure Tücheigkeit nur fremder Wirtschaft zur Stärkung gewichen. ,

Rettet Ihr Euer Land dem Deutschtum durcb Eure Stattd-

_baftigkeit - denn mir Versprechungen und Lockungen sucht man Euch

zu umgarnen --, so wird Euer Vorbild die MilTionen Deutscher, die in den abzutretenden Gebieten" wohnen und denen das“ :Reéhi der VolkSabstimmung versagt ist, in ihrem nationalen Empfinden festig'en. Forlan werden*auck) sie-um so zäher an ibrenrDeutsÖtum" festhalten.

Rettet Ihr ' durcb ' Erfüllung Eurer Pflicht „als Deutsche Üde'm Vaterlande, was ihm beute noch bewahrfwerden kann, so wird'dies den Schwachmüti'gen, die heute am Deutschtum verzweifeln, ' *éijte

“Mahnung zur Ein- und Umkehr sein. Selbst weit hinaus ins Aris-

x-..„.....-- ,. „,...,.

“_ larrd werdet Ihr dadurch die Ehre des deutscßen Nameris tragen.

Milbütger und Mitbürgerinnen! In Eure Hand ist“ es nun gegeben, eine Tat zu voUbringen, die einst die Geschichte;, an die Seite stellen wird den großen Taten unserer Vergabg'enheit! .Ubgezäh'éüe Eurer Brüder und Söhne haben Blut und Leben dahingegeben,_ um die Heimat unversehrt zu erhalten. Denkt an das viel schwerere Opfer, das sie brachten, und dankt &? ihnen durch die Erfüllung Eurer vaterländiscben “Pflicht in „der großen Stunde der E-xisch.i_mzng.

Steht fest xu Eurem Lande1

_ Seid treu Eurem Volke! *

Haltet unversehrt unsere ge1iebte Heimat!

' Der Reichskanzler: Bauer.

Die NeiÖSregierung: SÖLffer- Dr-Bell. Dr.David. Emberger. GieSberts. Dr. Koch. Dr. Mayer. 'Mü11er. Noske. Schlické. Schmidt". Die Preußifehe Siaaiöregierung: - * Hirsch. Fischbeck.'Braun. Haenisch- Dr.Südekum- Heine.“Dr.amZebnhoff. Oeser. Stegerwäld.'

».

Bei der Reichsregierung ist laut Meldung „des „Wolffschen Telegraphenbüros“ folgende Depesche der Be- wohner des Memelgebiets eingegangen: , '

„In öffentlicher Volksversammlung in Heydekrug vere1nt fordern wir Bewohner des Meinelgebiets in letzter Stunde nochmals _die ReichSregierung. Staatsregieru“ng._ und Landesversammlung dringend auf, dafür einzutreten, daß unsere Leimxt- beim deutschen Vaterlan'de verbleibt.

n fünfhundertjäbriqer Verbindung mit Preußen und Deutsch1asnd- aus einer unbewohnten Wildnis zu einem dicht bewölert-en. deusschen Mutterlande eworden .unaufiöslich „verbunden mit dem wirtschafx“ lichen und geitigen Le en des deutschen Vaterlandes, gewöhnt an dre Segnun en der undergleichli en deutschen sozialen GeseßgebunL, außer- stande, ie _Mittel zur Er altun ihrer öffent1ichen _Eim tungen aus eigener Kraft aufzubringen, eht unsere eimat im Falle der Abtrennung von Deutschland für die breiten kassen der ländlichen und städjis en Bevölkerung den völligen Zusammenbruch in Kultur Ur-d er-s aft vor Augen. Es muß Wege gebLn,„etwaigc)n,WünschM anderer Nationen zu entsprechen, obne das; darunter ein Teil unseres eigenen Volkes zugrunde geht. Mögen dieanaber der Reich““.- und Staatsgéwalt die Kraft finden. uns vor dem, namenlossn Unglück der „Loslösung vom Reiche zu bewahren. -

4_'_---

_ In". der am 14. Oktober unter demVorsrß des Reichs“ verkehrsministers Dr. Bell abgehaltenen _Vollsißuna „des Reichsx als wurde dem Entwurf des Hau-Ihalts des Reichs; verkehrßministeriums für dad Nechchuxxngjnhr 1919 ,und dem Entwurf einer Verordnung über der: Verkehr mit Zucker zu- gestimmt.

191

kretariat der Friedenskonferenz hat das vom König der 5 zusammen: Stambuliski:

,

sen und für Handel und Verkehr hielten heute _eine Sißung.

Preußen.

geordnetenhans mit einer Gesetzesvorlage, die eine Neu- onder? die Schaffung größerer rmd eistunasfäbigerer 111178111 zum Gegenstande hatte. Durch den Art 165 der Reichs- faffung erhält, die Frage des Ausbaues der Handelskammern , Grundlage für die Einordnimér der durch sie vertretenen Mfzgruppeu in die Bezirkswiri chafLSräte bezw.“_den Reichs- r1schastsrat erneute und besondere Bedeutung. Daneben“ arf auch die Frame der einheitlichen Auggestaltung des

.me?“ einer den Verhälläniffen enlprcchendm Nachprüfung. ie „Wolffs Telegraphenburo“ hört, ist eine diesen“ Gesichts- nkicn Rechnung 1rage11de Reformvorlaqe im preußischen ansterium für Handel und Gewerbe in Vorbereitung.

Bayern.

Das gesjern" im zweiten Geiselmordprozeß vom olksaerickxt Munchen [" verkündete Urteil lautete dem Kojfjschen Telearuphenburo“ ;ufolqe für den HilfSarbeiter wis Kammxrstatter wegen Verbrechens des Mordes auf odxßstwfe, sur denKeUner Luitpold Debus, den Tagelöhner

trelenko wegen Beihilfe zum Morde an uch1haUS- 10 Jahre Ehrenrechtsverlust und tellung unler Polizeiaufncht.

ts ernanwlen SiaalSministers Krüner-ist, wie „Wolffs-

elegraphendüro“ meldet, der Ministerialdrrektor Freiherr

n Reibniß zum Staa1Sminister und Vorsißenden des

taaiémiv-ifteriums sowie zum'Mitglied des ReichSrats ernannt

orden. Freiherr von Reibnitz war von 1913 bis 1918 Land- des Kretxes Falkenberg (O. S.).

Oesterreich. Der Swdisfekretär des Heerwesers Deutsch legie-in der rgxstirn ' gk1chloffenen Länderkonferen die Grundsäße r Neuorganisation der W_el)rma_t dar, die -im .esenllichln nach deu1fchrm Makler geschehen soll. Wie Ykolffs Tcleuraphendüro“ meldet, so!] die Rekrutierung .'nderxveise erfolgen je naeh der BevölkervngßzaU der Länder." sgestxür werden stehen Infanterierxgimenter, fünf Alpen- gerrecximenler, rin Alpénjägerbalaéllon aus Vorarlberg, ck59 RodiohrerbataiÜonc-„secbs Kavallc-rirschwadronrn, sech?- )terricabwilungeri, eiu Leibständiges 911txllerieregimexrt L_Md, ck12 Fcchnische Balnilwno. Me neue Wehrmacht müsse, ein

arteigesinnrtng zurücktreten.“

eilnchnwrn an det'Ländc-rkonferenz, daß die Kluétzwischn deni 1111111? und den Ländern und besoridexs die zwischen Wien und m Läudem durch sie nicht überbrückt, sondern nur notdürftig rhüllt worden ist.

--- In der ges1rigen Sißung des Kreißarbeiierxates

kläxie drr Siaaißsekretär Dr. Bauer, daß er “aus der ,'

e_aierung aUSzuscheiden beabßchiige, da seine“ Person r Regierung nichts m-“br nützen könne uwd er andererseits Dube, seiner thpi außerhalb der Regierungmüßlécher zu

in. Ueber den Wiedereintritt der sozialistischen Parteien in ,

e Koobtion sagte er u. a.: _ .

_ Tie 519ch1ition sei *urumgäpßlich uotwkndig/ denn so wenig die urgerbcken Parrkien das Lando ne Wikn regicre'n könnten, ebenso- (mg könnten die Sozialisten in Wien obne'Land regieren. In“- etden FäUrn müßte es zu einem chtexlich6n Bürgsrkxiea kommen. r „Weide aus der Regierung aus, weil er mit seiner Politik der Eßlerung nichts 1191329 könne, denn die SLimmung im Aus1ande sei

gen ihn. Er Werde doch als derjenige hingestellt, der auf den _

-taa1sbankerott binarkeite.

*- Vorgesiem fand in Innsbruck eine Maffenversamm- ng ron_Sozialdemokraren statt, in welcher obiger QucÜe 10er drs Landcgrätr Ahram _und Sckzeibein mit energischen klonen dcn Ans chl11ß _an Deutschland neuerlick) verlangten, a unter den gegenwärtigen Um11äi1den Deutsch-Oesterrrich ein beyéunfähich“ Gebilde“ sei. Die “Tiroler Nbgeordneten der Zaixonalversammlung wurden “aufgefordert, mit aÜer Energie, "013 des ab*.ehnc-nden Standpunktes der Entente, „dahin :zu -1rken, daß. der Arischluß.Deu1sch:Oesierreichs- an Deutschland

rTat werde. Tsckzecho-Squakü. ' '

W[äiierrneldungen zufolge hat „vorgestern im Deutschen" '"Use m Prag' unter. überaus starker Beteiligung ein: “feier- che Begrüßung Dr. Lodgmanns durch die Deutschen Z! FrYichstatf efunden. -Dr. Lodgmann sprach. über die Lage * eu en “7111 sante, der Kervpun t ihrer Politik müßte im Zusammen- *thn mit a11en nich1tschech1fchen Slämmen liegen; da ei würden ? Me Forderungen als Deutsche soweit wie möglichin“ die Miijforderungen der nich1tjchechischen Völker einzuordnen

' Großbritannien und Irland.

Der Kabinettsauskchuß zur, Erzielun von Ersparnissen ist -er „Daily Mail“ zufolge zu dem Schlu gekommen daß die Ylttäriichen AUSgaben Englands eingeschrän werden , Uffen- _ EJ wurde angeordnet, 'die -Ausgaben der Armee auf 5 MiÜionen “Pfund Sterling “für das Jahr einzuschränken, '“ ?„ausbalt für die lotte munß .an 60 MiUionen und der Ük te Lufxflotie au 25 M1 ionen Pfund Sterling herab- 'es»*ßt werden. Bei der Flotte will" man 100 000 Mann im

'ienst behalten. Frankreich.

Tag Amisblatt m'eldet, daß der Präsident Poincaré ais Miensiück der Ratifikation des FriedenSUertrageH 1 Deutsch1and und die anderen in Versailles am 28. Zum 9 unterzeichneten Schriftstücke unterfertigt hat. Das

' Die 'veréjidiä-irn' Aussckxüffe des "R ei ck 6.14 at s' für NJÖUUUgs; ' gkhäi'kdigt.

Schoß im vorigen Jahre beschäftinke sich das preußisxhe-

anisation der Handelskammern be9weckie und ins-.

ahlrechis sowie der Beteiligung der rauen bei den Handels- -

udolf Greiner und den russischen Studenjen Andreas: je 15 Jahre uläsfigkeit der '

_ Mecklenburg-Streliß. ' .* NnSieUc' des“ zum bevollmächtigten Minister bei „der] eichswgierung und zum stelivertreienden Mitglied des Reichs- :-

oli1isch ncutrq1es,“zuvcrlässtße§ Werkzeug der Republik werden. ! elksjvrrsändlick) sc-Üizen diexpoiitischevi Rexchle der Soldaten - keiner Weise gekürzt werden, jrdoch müßte im Dienste jede

Nack) Blättermeldungen ergeben die Mitteilungen von“

evölkerunkg-im Tschechisch-Slowakischen Staate

'Ve1gier“"ra1ifi57.-rie“Ex,“mpxwr del; F*1-d-nsvoriraqes erhalten. Das mit der 'Un1xxlsch)1ift des Königs vos. E: 1310110 ver- sehene VertragSexeMp ar ist deM-Setretariat noch nicht ein-

„,...,-__,

* -- Das Abkommen über die internationale Luftschisfahrt ist vorgestrrrx 11achwittag dmcb die Verireler der Staaken „Belgien, Bolivia, Brasilien, (onßbriiannien, * Ecuador, Frankreich, Italien, Kanada, Portugal, Rumänien, Siam und Uruguay unterzeichnet worden.

- Der Ministerrat, der gestern unter dem VorüZ des _ V7äfidenten Poincaré stattfand, hat den Senator Son *L'Bourgeois «,um Vertreter Frankreichs im Rat des Völker- bundes ernannt.

** Eine Apzabl Hozialistisch-radikaler Senatoren" unter FuhrUng von Debierre at im Senat einr Entschließung ein- 4 gebracht, in der die allsicrlen und assoziierten Regierungen auf- gefordert werden, unter einander darüber zu verhandeln, durch welche Mikkel man zu einer allgemeinen Abrüstung e- langen könne, ohne die kein dnueérbafter Friede möglich &i. Feiner sollen die oniierien und assoziiexten Regierungen Frank- reich auf die Zahlunaxn Deutschlands solange die Priorität zkrerkxnnen, bis die WiederhersteUur;g der franzöfischen Ost- und'NZrddepartc-menl-S _voÜzogen ist. Diese EUÜÖÜLßUÜK ist dem Henatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten über- wresen worden.

- Zur Lage der Ausländer feindlicher Herkunft, die sick) noch in Konzentraiionsiagern befirden, meldet der „Peixt Puristen“, es würden aÜe diejenigen nurmehr in Frei- heit gcsxxzt, die vor dem Kriege Anzeichen von Sympathie für FTWÉMÉ) kundgegeben rmd bexeiis das Naturalifierrtn-zngesuch e ngereicht hätten. Das_ gleiche lrexfe bei aus1ändischen

rauen zu, deren Kinder sich fiir Fran reick) grsch1agen hätten. ieFe Musländer' könnien an ihren frauzöfiskhen Wohnort zuruckkebren. Verdächtige Ausländer Würden nach ihrem Heiwaikand abgeschoben. *Die Abryise der Deutssberi werde am 19.„Ok1ober beginnen, die Konzentrationslager sollen am 3. No- vember geräumt sein. , _ _ Rußland.

„Der General Denikin „melder dem „Nieuwe Rokierdam- sche Courant“ zufolae, daß seine Truppen in einem “erbitterten. Gef-xcht Orel, 200 km südsüdwxsilick) von Moskau, ge-

.“nommen und 18 rote Reaimenler, die sich ihnen entgegen- steUxen, nescblaqcn haben. 8000 Gefangene, vier Geschüße und mehr als 30 Mdsckxnenmmehre seien erb-ute't worden. Kaowie wuxdr beseßt. In der Ukraine hat Denikin die neunte Divifion Petlxuras bxi Kiew geschlagen und zwei-Dörfs-r besetzt. Die Bolschewisten melden aus'Jamburg, daß sie diesen Ort nach hafngem Kampfe genommen haben.

; Nach Meldungen des „Woiffsckxn Telegraphonbüros“ ' herrscht an der Front nach Eintn en von etwa 6000 Mann estniscverTruppen zwischen den ruf i1ch€n und lettischen Truppen rege Gefechtstätiqteit. Dünamünde und Bolderaa wmden gestern von den R:;ffen genommen. ,

Der- Oberst'Ver'mondt ?hat an *die polnische Ne- gierung einen Funkspruch géÜchlkt, in dem er erkkärt, daß er

. minkster;

?" ,uégen Posen keine Feindschaft hege, daß er vielmehr in nächster Zeit grmriniam mit den Polen geaen dieBo1ichemisten zu ;.„marjchieren hoffe und. daß „„er um Freilassung aUer von den F __Polen fesigeseßt-n Russen bitte, um ihnen den Eintritt in seine 1 Armee zu e1möglichen. ZUM General Denikin hat der Oberst Bermondt den Genrral Davidow mit einer Note gesandt, in der Bxxmondt erklärt, 'er könne dem Befehl des Generals Iudemtsck), an die Nordwestsronk zu gehen, nicht nachkommen, da ;ck die neugebildeten Randstaaien ,nicht anerkennen könne, m_ie General Judenitscl) das getan habe, und desshalb“ Kurland mcht qufgrbrn "könne. Die Infereffen des _ zukünftigen einigen ;Rußiands verböt'en die AbTrexmung des Balukums.

Litauen.

*Der Generalleutnant von Eberhardt hat dem „Wolff- schen Tylxgmphrnbüro“ zufolge der“ litarjiscben Regierung mitgeteilt, da[; er don Befehl übrr-das 6. ReservekorpS vom Grafen von der Gol ' übernommen habe, und daß es sein Be- s1re'ben sein werde, 11 cht nur rnit der litauischen Regierung im

besten Einvemehmen zu handeln, sondern auch die ent- "'tandenen Zm1stigkeiten zwischen den in Litauen stehenden rusfi- . chen Truppen und der litauiéchen Regierung aus der Welt zu ! ichaffen4 Ta ihm mit Rücksicht auf ssine Aufgabe, der Rückveförde- rung der deutschen- Truppen, der Schutz der hierzu bernöligten Eiseubabn besqndérs am Herzen liege und eine Gefährdung dieser. Bahn verhirsdert werden müsse, hat Generalleutnant von Eberhardt glcichzeiiig den Wunsch *nach einer persönlichen Rück- Yrache mit einem bevoUmächii'gten Vertreter der liiauis'chen _

egierung ausgesprochen. ckDie“ “liiauische Regirrung hat fich *? mit einer Besprechung in Satruny einverstanden “erklärt und wird den' Verkehr§m1n1ster _und einen Offizier des Ver- teidigungsministeriums dorthin entsenden. . .

Niederlände.

Die direkten Verhandlungen wischenHollqnd und Belgien über-_-die Wirtschaftsfragen md dem „Telegraa ““zu- folge infolge der Abreise der belgischen Delegiirtxn von mis vorläufig unierbrochen worden. Man erwartet aber" ihre baldige . Wiederaufnahme. Informationen aus belgischer 'QueUe be- Z stäliaen," daß "der holländische Stankpunkt in den die S elde ,? und Limburg betreffenden mllijärischcn Fragen vom Vierze ner- ? Ausschuß ,fast al] em-in gebiUigt .werde. Hannd wird das Recht erhalten,_ de “Scheide * in Kriegszeiten für bewaffnete Schiffe zu schließem ' '

Die 'Kam'rner

Belgien. hat die Einkommrnsieuervorlage an- enommen. Damit hat die 1914 gewahlte Kammer ihre rbeiten abgeschlossen. ,

,. Schlueiz.

Laut Meldung der ,Schwrizerischen Depeschenagentur“ _hat der Vundeßrgt beschlofßn, dieBundeévrrsammlung ur Ve- handlu'ng der-Völkerburr "sfrage für den 10. Novem er ein- Mrufen und nicht den neuen, sondern den alten Nationalrat it zu befassen. _ * Bulgarien.

Nach Meldungen des „Wolffxckzrn Telegraphenbüros“ ist

das Ministerium Stambulis 1 jetzt endgültig gebildet. ] Es hat den Auftrag erlzalien, „den Friedensvertrag nut der Z ) Entente zn zxichnen. Das Kadmeit syyt sich folgend,“,"waßen ; Ministerpräsideni und Kriegs-

_ Koalow: UnferricU; Torlakow: Verkehr; Dimrtrow. Inneres; Vaskulow: “E1ch*1vau; Maqqiakow: Auewärtige Angelegenheiten; Burow: Handel. D*.e bxiden Lexstgeyannten gehören der aemäßiai sozi-41.stifcherx Partei an. Dlé 'nicht besetzten Portefeuilles für Justiz und Oeffentliche A beitsnmerbalten die Demokraten das Fmanzport-feuiüe ein Promessiyt. Das deinett weist vier Agrarier aui. Vo-sißender der bulgarischen Friedensdelegation in Paris bleibt Theodorow.

Amerika.

Die amerikanischen Gewerkschaften sind dem „Echo de P(WS“ zufolge gegen die Einberufung des Internatio- nalen Kongresses für Arbeiterrecht in Waéhington. Die Bewegung sei so stark, daß fie aÜein schon die Ratxfizie- rung „des Friedenßvertmgs in Gefahr bangen könne". Die mächkigsken amerikanischen Geweikfchasten erhöhen gegea den Aktionßßlan Einspruch, die amerikaniWen Arbeiter auf die Stufe er Arbriter anderer Läader zu bringen, weil dies noiwendiperweise die durchweg höhxren Arbeits öhne in Amerika drücken müffe. Andere Kreise wéedrriämpften gegen die Schaffnng eines inter-xationalen ArbeiterratH, der dem Sowjelsystem gleichkäme. Der HandeLSMinéster habe an- gekündigt, daß, Wenn das Statut des Völkerbundes mit auen notwendigen Ratifizierungen nicht vor dem 29. Oktober, dem Tag des Zusammentxitiz der Internakionalen Arbeiterrechks- konferenz, ichergesteÜt sei, diese Konferenz vertasst werden müsse, da fie dann nicht a1le auf der TagrSordnung stehe? den Fr.:gM erörtern könne. Da der Friedensvertrag vorsckzrébe, daß die Nrbeitxrkonferer'z im Oktober znsammrnnete'a müsse, werde eine Abänderung des FriedenSverlrags notwendig.

Aiken.

Der „Nieuwe Notierdamsche Courant“ meldet, daß der Japanische StaatSrat dm Friedensverira genehmigt at. D&r Vertrag wird jeßt dem Kaiser zur aiifi5ierung

- o_orgelegt.

Afrika.

DJS südafrikanische Blatt „Burger“ veröffentlicht eln Schrxrven des Generals Demet, in dem dieser leiden- schaftlich geqen die Besißergreifnng Deutsch-Südweft- und Deutsch-Ostafrtkas durch die Union Einspruch erhebt. Dewet nennt die Erobexung dieker beiden deutschen Kolonien ungeseßlirh und erklärt, solange sie im Befiße des südafrikanischen Vokkes seien„ würden fie wie eine Feuersbrunst wirken. Der Einfall in die deutschen Kolonien sei ungerecht ertigt aewe1en. Demet oppeüiert an das afrikanische Volk, da Deutsch-Süd- west- und DeutschOstafrika ihrem rechtmäßigen und geseßlichen Besißer zurückgegeben werden. -

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Statistik und Volkskürtsehaft.

Der Beruf der Sparer und die Altersrenten- versicherung beiderMüncbenerSparkasse.

In ibxem nxuesieii, auf_ das Jahr 1917 sich beziehenden Jahres- beUÖk reroffemltcht die Munchever städtische Sparkasse eine Statistik der BeruéZ r-1cht nur der im Brr1chtsjabre neu hinzu ekommenen, sondern amtlich er (Sparer. (Eine solche Statisti wird wohl nur von wenigen Epcnkaffen aufgesipüt; fie ist besonders lehrreich. Es waren nach einem in der .Sparkaffe', dem Organ des Deutschen Sparkaffenverbaudes, fich findenden AuSzuge aus dem Jahresbericht unter den Sparern:

Knaben 33840 ' ' Mädchen 45178

. 13, 3 do. sonstige Einlagen fur 16:0

männl. 1027 = 0,40 Dienstboten . . o o a 1 a o ' wal- 20 808 = 8,08 v-H Arbeiter und Gewerbegehilfen. . . IWF“ FIL ;" 1:32 in kaufm. Berufen Angestellte . . JYZF' ZZZ? T &: ' seLbständige Gewerbetreibende . . . FYRU Z??? ; F:: ' Beamtx, Lehrer. . . ..... . . . „13 815 = 5;os .', Y_eamnnnen, Lehrerinnen ...... . . 3005 = 1,17 . Kunstxer Schriftételler und sonstige männl. 4795 = 1,81; . freie Bkrufe ........ weibli' 113? = 0,52 männ = 0,43 Kinder, Mündelgelder für . . . . (FIFA YF ZZZ '

UU!|[11||!||11|1

Militärpersonen . ...... . . . 4815 1,37 Personen mit unbekanrten Berufen . . . . . 1355 0,5: Vcreiye, Institute, Stiftungen . . . . . 5087 1,97 auswartige Sparer . . ........ 19166 7.43 ., ' Summen . . 257 694 =100,oa vH.

Mit Beginn des Jahres 1912 bat die Münchener s'ädiische Sparkasse eine WoblsqbrsSeinrichtung eingefükrt, die den Svrrern ermöglicht, durch V;:lecht auf den Zinsengenuß aus ibrenSp-ar-

- guthaden zugunsten einer Versicherungsansialt sich eine Alters-

Versorgung - neben und “unabhängig 8011 der “'se [ichen Invaliden- upd Altersrente - zu erwerben. "Für den ZJLFU der Altersrente ist im allgemeinen die Errei : ung des 65. Lebensjahres des Versicherten vorgesehen; er kann jedoch auch für einen früheren Zeitpunkt, vom 50. Ledenszabre an, beantragt wsrden. So'scbe An- lracße w_erdchn sdwobl der Losung dcs Spar- und Altersrentenbucbs wie an spater, spatesiens aber mindestens ein Jahr Vor Beginn des Nsnten- bezugs, von dxmxeniaen, der die Versicbér-ng bsantragte, entqegen- genommen. BqumSéoluß des VerichtSjabres [917 datte11216Svarer eine Alierörente erworben. Am Ende des Vorjahres waren auf Spar- und AlterSrentenbucber angelegt 151918 „H; im Bericbxsjabre wnrden eingelegt in 318 Posten 79 486 „45, abgebobxn in 217 Post 11 48 847 .“, somit ergaben fich Mebreindgen von 3 “1639 .“, 10 das; das Guthaben drr '216 Txilnebmer am Jahresscbluss: 182 557 „“' betrua (durcbsäonniltcb auf jeden Teilnehmer 845,17 .«1. DL? 216 Teilnehmer an der AlterSrentenVersrähérung' scheiden fick) nach Berufssjanden aus

in Dierxstboten ...... . 39 Gutbabsn = 18,1 OH, Arberer und Gewerbkaebilfen . 44 . = 20; kaufnxanriiswe Ansestellte . . . 26 , == 12,0 , elbstaa-dtge Gewerbetreibende. . 16 , = 7,4 , , „samte und Lehrer ..... 18 , = 8.3 , Kupsiler, Aerzte usw. . . . . 13 . = 6,0 , Privatpersonen . . . . . 39 = 18: dEÜ-ooco-oo-Ll , ::)-7.-

Arbeitssireitigkxiten.

Nacb Mitteilung drs Magistrats ist *ein r o s; e r Te il d er Bärlin" städti! chen Bürobilföchft (; stem mittag um 12 Uhr in den 'A u 6 st ,“ n d genelrn und bat damit ins unter ernrr "längeren Küudtgur gsfnst stskende Dirnstverbältnix dcm Magistrat gxae'; uber gebrrchen urid sick) glc1c1?eitig über ien 1xch1§8kibind ichcn ?_cléteddsprucb vom 11. Yk-obor. drr d e iünf igen Vexxxüt-ngc-n d, rijs, 11af12 um eim? Zulcrße von 100911, wonatlicb ve) mrbrt, bmwx ggeskyt. Der M a g ist :: at erlaßt an 1äm111che Hilfsträjte die A u ffo r d e r u n g,