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Aus der Restkündigung zum 1. März 1896. Abzuliefern mit Zinsscheinen Reihe 171 Nr. 5 bis 20 und Anweisungen zur Abhebun der Reihe W:
Nr. 1374, 3329, 3330, 3380, , 3820, 3836, 4125, 5515, 5675, 6061, 6157.
Diese Obligationen werden wiederholt und mit dem Be- merken auf erufen, daß deren Verzinsung aufgehört hqt, und daß sie wert los werden, wenn sie während zehn Jahren jährlich öffentlich aufgerufen und dcsscnungeachtct nicht innerhalb eines Jahres nach dem leßten öffentlichen Aufruf zur Einlösung vorgezeigt werden.
Die Zahlung der Kapitalbeträ. € erfolgt_ gegen Quittung und Rück abe der Obligationen nebßt insschetnen zmd Anmel- sun bei er Staatsschulden:Tilgungs affe in Berlin, Tguben- stra e 29, von 9 Uhr Vormitta s bis 1 Uhr Nachmrttags, mit Ausschluß der Sonn- und *esttage und dxr leßtcn dre: Geschäftstage jeden Monats. Neben dem Kapitalbetrage der aus der Restkündigung rückständigen Obligationen werden gleich eilig noch die Stückzinsen für die betdcn Monate Januar und Februar 1896 gkzahlt. _ ,
ic Einlösung geschieht auch _bet den RegrerungH-Haupt: fassen und in Frankfurt a. M. bet der Krkiskaffe.
Der Betrag der etwa fehlenden Zinsfcheine wird vom Kapital zurückbehalten.
Formulare zu den Quittungep werden von sämmtlichen oben bezeichneten Kassen unentgeltltck) verabfolgt.
Berlin, den 10. Juli 1897.
Hauptverwaltung der Staatsschulden. von Hoffmann.
Die von heute ab zur AuSgabe gelangende Nummer 29 dsr „Geke : Sammlung“ enthält unter
Nr. 99 3 das Gesetz, betreffend Abänderung der Geseße vom 9. Juli 1886 und vom 63111111888, betreffend den Bau neuer Schiffähriskanäle und die Verbefferung vorhandener Wasserstraßen, vom 26. Juni 1897; und unter
Nr. 9924 die Verordnung, betreffend die Kaution des Hafenmeifters in Saßniß, vom 16. Juni 1897.
Berlin 17., den 17. Jul: 1897.
Königliches Geseh-Sammlungs-Amt. IZeberstedQ
Bekanntmachung.
Nach Vorschrift des Geskßes Vom 10. April 1872 (GeseZ-Samml. S. 357) find bekannt gemacht:
1) das am 24. Februar 1897 AUerböchst vollzogene Statut für die Ent- und Bewäfferungsxgenoffenschqft zu Rüthen im Kreise Lipp- stadt durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Arnsbkrg Nr. 22 S. 338, ausgegében am 29. Mai 1897;
2) das am 15. März 1897 Allerhöckyst voUzogene Statut für die Wiestngcnoffenschast an der Unteren Emmsr zu Steinheim im Kreise Hö ter durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Minden 931". 23 S. 183, ausgegeben am 5. Juni 1897;
3) der am 29. Avril 1897 _AUerhöchst VoÜzogene Nachtrag zu dem Statut für die Genossenschaft zur Entwässerung des Spierg ter S886 und dsr umliegenden Niederungen im Kreise Löykxn Vom14. a- nuar 1874 durch das Amtsblatj der Königlichen kaerung zu (Gum- binnen Nr. 21 S. 202, ausgegeben am 26. Mai 1897;
4) der Allerhöchste Erlaß vom 3. Mai 1897, Hetrkffend die Verleihung des Enteignungsrechts an die _Stadtgsmeinde Hochheim zum Erwxrbe des zur Freilegung der Wanergkwinnungsanlagen für die städtische Wasserleitung noch erfordkrlicben leändks, durch das Amtsblatt der Königlickyerf Regierung zu Wiesbaden Nr. 24 S. 175, außgsgeben am 18. Juni 1897;
5) die Lerrhöchste Konzesswnsurkuxjde Vom 10. Mai 1897, bs- trsffend dyn Bau und Bstrielo der Volljpurigen Nébeneisenbabnstrecke Von Kaltenkirchen nach Bramstsdt darch die Altona-Kaltenkircbener Eisenbahngsfslksxbast, durch das Amtsblatt dsr Königlichen Regierung zu Schl€swia Ic: 28 S. 269, ausgégeben am 19. Juni 1897;
6) der Aklerböckoste Erlaß Vom 17. Mai _1897, betxeffend die VerleibUng des Cntsignungérechts an die AktiengeseUsckoast Barmsr Bergbahn zu Barmen zum Erwxrbe des zur Vergrößerung ihrer elektrischen Kraftstation daselbst erwrderlichen Grundeigentbums, durch das Amtsblatt der Königlicbsn Regierung zu Düffsldorf Nr. 24 S. 217, angegeben am 19. Juni 1897;
7_)_das am 17. Mai 1897 AUsrböchft voUzogene Statut für die Entwanerungsxzxxwffenschaft zu Fleringkn im Krsise Prüm durch das Amtsblatt der Köntglichen Regierung zu Trier Nr. 23 S. 237, aus- gegeben am 11. Juni 1897;
8)" das am 17. Mai_ 1897 AUerböÖstYollzogene Statut für die Entwanerungßgenonenschast 11 zu Dudeldor; im Kreise Bitbur durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Trier Nr. 24 €;. 249, angegeben am 18. Juni 1897;
9) der A(lerhöchste Erlaß Vom 20. Mai 1897, durch welchen der Gemeinde Altstadt im Oberwesterwaldkreise das Recht Verlieben worden ist, zur Erhaltung der von ihr im Jahrs 1893 hergestellten Wafferleitung das für das Unternehmen benußte Grundeigentbum im Wege der Enteignung zu Erwerbkn oder, soweit dies außreicbxnd ist, mit einer dauernden Bkschränkung zu belasten, durch das Amtsblatt der Köni lichen Regierung zu Wiesbaden Nr. 25 S. 181, ausszegeben am 24. uni 1897;
10) das am 20. Mai 1897 AÜerhöcbst vollzogene Statut für die Wasergenoffenschaft zum Ausbau des Lubcza-Flußlaufes im Kreise Wi I durch das Amtsblatt „der Königlichen Regierung zu Bromberg Nr. 24 S. 273, auSgeqeben am 17. Juni 1897;
11) der AÜerböchste Erlaß Vom 31. Mai 1897, betreffend die Herabseßung des insfußes kkr Von der Stadt Duisburg auf Grund des AUerböchsten rivilegiums vom 14. Februar 1881 aufgenommenen Anleihe auf 3? 0/0, durch das Amtßblatt der Königlichen Regierung zu Düffelborf Nr. 26 S. 235, aquegeben am 3. Juli 1897;
„12) das Allerbö ste Privjlegium vom 5. Juni 1897 wegen Aus- fertt ung auf den In aber lautender Anleibescbeine der Stadt Lauban tm 5, etrage von 1500 000 „44 durch das Amtsblatt der Königlichen Regtsrung zu Liegnitz Nr. 27 S. 182, angegeben am 3. Juli 1897 ;
' das am 5, Juni 1897 Allerhöchst vollzo ene Statut für dre (Genossenschaft zur Landesverbefferung des Échale-Halverder Aathalxs zu Schale im Kreise Tecklenburg durch das Amtsblatt der FöthgkxckpIZYTegterung zu Münster Nr. 26 S. 183, ausgegeben am
. ur .
Angekommen:
__ S_eine Excellenz dex Staats-Mnifter und Minister der öffentlichen Arbeiten Thtelen, von Elberfeld.
Abgereift:
Seine Excellenz der StaatszMinister und Minister der Yistlichen, Unterrichts- xmd Medtzmal-AngelegtheTten 1).1)1'. osse, nach der Schwetz.
Personal-Veräuderungeu. Königlich Preußische Armee.
Offiziere, Portepee-Fäbnriche :c. Ernennungen, Beförderungen und Verse ungen. Jm aktiven Heere. Gothenburg, an Bord S. » . Y. ,Hobenzollern“, 7.Ju_11. v. Kettler, Gen. Lt. und Inspekteur der, 1. Fuß-Art. Insp., vön der Stellung als Mitglied der Studienkommtsfion der Kriegs-„Akademie entbunden. v. Alten, Gen. Major und Ober- Quarttermeister, v. Krosigk, Gen.Major und Kommandeur der 3. Garde-Jnf. Vrig., Beß, Gen. Major und Kommandeur der 1. Fuß-Art. Brig, _ zu Mitgliedern der Studienkommisfion der Kriegs-Akademie ernannt. v. Kügelgen, Sec. Lt. vom Ulan. Regt. Prinz August von Württemberg (Posen.) Nr. 10, in das 2. Brandenburg. Ulan. Regt. Nr. 11 versetzt. Zrinz Chlodwig von Hessen-Pbilipps- tbal-Barchfeld Ho eit, in der Armee und zwar als Sec. Lt. d. 15 511158 des Regis. dkr Gardes du Corps, unter Vorbehalt der Paten- tierung, mit dem 1. August 1). J. angestxllt. Schwabe, Pr. Lt, bishkr in der Schu trupve für Südwkst-Asrika, in der: Armee und zwar mit seinem atent 2; 18 511163 des Gren. ngts. Prinz Carl von Preußen (2. Brandenburg.) Nr. 12 wiederangestellt. “
Abschiedsbewilligungen. Jm aktiVen Heere. Gothen-*
bur , an Bord S. M. Y. .Hobenzollern“, 7. Juli. Frhr. v. S 8 en !) orff, Gen. Major a.D., zuleßt Oberstvon der Armee, mit seiner
“ Yenfion zur Disp. gesteÜt. Schmidt, Sec. Lt. vom Inf. Regt.
r. 98, mit Penfion nebst Ausficht auf Anstellung im Zivildienst, Oesterreich, Sec. Lt. vom Fuß-Art. Regt. Von Linger (Ostpreuß) Nr. 1, mit Penfion, _ der Abschied bewikligt. Cogbo, Major a. D., zuleßt Hauptm. und Komp. Chef im 3. _Oberscbles. Jnf.Regt.Nr. 62, unter Ertheiluna Ter Erlaubnis; zum ferneren Tragen der Uniform des genannten NME, mit feiner Penfion zur Disp. gestellt.
Odds, an Bord S. M. Y. ,Hobenzolsern", 10. Juli. 1). Hänisch, Gen. Lt. UKV Kommandeur der 36. Div., in Ge- nehmigung seines Abschierszzesuchcs mit Pension zur Disy. gestellt. Neumann, Pr. Lt. vom 5. Rhein. Inf. Re t. Nr. 65, mit Penfion, Marcus, Sec.Lt. vom Jnf.Regt. Markgrax] Karl (7. Brandenbur Z Nr. 60, Bieß, Sec. Lt. Vom Inf. Regt. Nr. 136, mit Penfion ne t Aussicht auf Anstellung im Zivildienst, _ der Abschied bewikligt.
Jm Beurlaubtenstande. Gothenburg, an Bord S. M. . ,Hobenzollern", 7.J1111. Schmidt„Sec.Lt. von derRes. des nf. Regis. Markgraf Ludwrg Wilhelm (3. Bad.) Nr. 111, mit Pension der Abschied bewikligt.
Beamte der Militär-Verwaltuug.
Durch Verfügung des Kriegs-Ministeriums.15.Juni. Ahrens, Proviantamts-Kontwleur auf Probe in Saarbrücken, zum Proviantamts-Kontroleur ernannt. Beckers, KorpS-Stabßapotheker )(?11. Armee-Korps, auf seinen Antrag vom 30. Juni d. I. ab aus dem Militär-Verw_alkun sdienst verabschiedet. _ ck 20. Juni. Hent?chel, Proviantamfs-Kontroleur auf Probe in Saarburg, zum Proviantamts-Kontroleur ernannt.
. Juni. Krüger, Proviantmeister in AUenstein, nach St. Adold, Hunger, Yroviantmeister in Dieuze, nach Allenstein, Kszbne, Proviantamts- Endant in Pfalzburg, als Proviantmäster aus Prybe nach Dieuze, Schmieta, Proviantamts-Rendant in Me?, nach Psalzbukg. Klauer, Proviantamts-Kontroleur in Hagenau, a s Yroviantamts-chdant nach Metz, Lange, roviantamts-Asfist. in önigsberg, als Proviantamks-Kontroleur au Probe nach Hagenau, Orinsky, Lehn, Proviantamts-Asßstenten in Gnesen bezw.Stettin, nach Königsberg bezw. Gnesen, Moriß, Rechnungs-Ratb, Rendant der Kaiser Wilhelms-Akademie für das militärärztlicbe BildungSwesen in Berlin, mit Pknfion in den Ruhestand, _ versetzt.
25. Juni, von Gablen, Eisenach,Proviantamts-Aspiranten, als ProviantamtS-Asfistenten in Stettin bezw. Bexlin zum 1. Juli 1897 angesteklt.
' 28. Juni. Haubold, ReYlnungs-Ratb,Proviantamts-Direktor tn Königsberg 1. Pr., auf seinen ntrag mit Pension in den „Ruhe- stand Versetzt. Or. Brücher, Roßarxt der Landw. 2. Aufgebots vom Landw. Bszirk Hannovsr, der Abschied bewilligt. . 29. Jam. „Schultze, Rechnungs-RUL), Proviantamts-Direktor m Catyél, auf Urnen Antrag mit Pension in den Ruhestand verseßt. ' 30. Juyi. Sch1_eicher, Proviantmeister in Wesel, als Pro- mantamts-Dtrektor aux Probe nach Königsberg i. Pr., Schmidt, ProviantamtE-Rendant in Demmin, als Promantmeister auf Probe nacb Weisel, Tempel, Proviantamts-Rkndant in Mey, nach Demmin, Pfenntg, Proviantamts-Kontroleur in Rastatt, _als Proviantamjs- Rendant rxach Meß, Ziemann, ProviantamtE-A! 1st. in Bromberg, als ProvrantamtszKontrolsur auf Probe nach astalt, König, Promantamts-Asfixt. in Altona, nach Bromeerg, _ zum 1. August 1897, Dürwald, Noßarzt wm Fe_ld-_Art. Regt. General-Feldzeug- mexstkr (1; Brandenburg.) Nr. 3, aus 16111611 Antrag mit Penfion in den Ruhestand, _ VkrsLZt. _
' 2. Juli. Keller, Proviantmeister auf Probe in Paderborn, TrZoer, Proviantamts Rendant in Saarbrücken, _ zu Proviant- mei1tern ernannt.
U11. (Königlich Württembergisches) Armee-Korps.
Jm Sanitäts «Korps. 12. Juli. 131“. Brigel Unter- arzt der Res. Vom Landy. Bezirk Stuttgart, Dr. Baader, Unter- WZ- dsr Landw. 1. Auxgebojs Vom Landw. Bezirk Ehingen, _ zu Wmf. Aerzten 2. Kl. befördert.
Durch, Verfügung des KorpS-General-Akzteß. 28.Junt. Hölscbex, kimjäbrig-freiwilliger Arzt im Drag.Req1. König Nr. 26, unter Vkrseyung in das Gren. Regt. Königin Olga Nr. 119, zum Unterarzt des aktiVen Dienßstandes ernannt und mit Wahrnehmung einer bei letzterem offenen Assist. Arztstekle beauftragt.
Beamte der Militär-Verwaltung.
_12. Juli. Nörr, Aichele, Gustl), Unter-Apotbeker der Nes. Vom Landw. Bezirk Stuttgart, zu Ober-Apotbekern ernannt. Hölzxe, Ober-Apotbsker der Landw. 2. Aufgebot?) vom Landw. Be- zxrf Eßltngen, S_tenger, Ober-Apotheker dsr Landw. 1. Aufgebots vom Landw. Bezirk Mergentheim, _ der Abschisd bxwilligt.
Kaiserliche Marine.
Offiziere 2_c._ Ernennungen, Beförderungen, Ver- seßqnge_n 2c. Ktel, 27. Juni. Des Königs der Belgier Majestat 5. 13 8111126 der Marine zu führen-
Gothenburg, an Bo_rd S. M. Y. .Hobenzolsern“, 8. Just. Graf von Baudisxin, Kapitan zur See, unter Entbin- dng yon den] Kommando S. M. Panzerschiffs 1. Klaffe „Kurfürst Frtxdrtcb Wilhelm“, zum Vorstand der Nautischen Abjbeil. im Retcbs-Martneamt ernannt. Wabrendor ff, Korv. Kapitän mit Ob_erst-Lteutenants-Rang, von dem Kommando zur Dienstleistung im Retchs-Mczrineamt, Etienne, Korv. Kapitän, von der Stellung als Art. Offizier von) Platz und Vorstand des Art. Depots zu Friedrichs- ort , „Obe'nbetnxer, Korv. Kapitän, von dem Kommando zur Dtenstletstung xm Reichs-Marineamt, _ entbunden. Pas chen (_Adolf), Korv. Kaptiän, unter Entbindung von der Stellung als Chef emer Payzer-Kanonenboots-Div. bkzw. von dem Kommando S. M. Panzer-Kanonxnboojs .Mücke", zur Dienstleistung im Reichs-Marine- amt ko_mmandtert. „Rollmann, Korv. Kapitän, von dem Kommando zur Drenstxexstung tm Reichs-Marineamt entbunden. Derzewski, quv. Kamran, you'dem Kommgndo deSzweiten Stammfchiffes der Res. Dtv. 'von Panzerschtffen 4. Kla11e der Nordsee entbunden und zum Art. Offizier vom Plaß und Vorstgnd des Art. Depots zuFriedrichsort ernannt. Jngenohl, Korv. Kavitan, Bachmann, Scheer, Kapitän-Lts., _ z,ux Dienstletstung tm Reicbs-Marineamt kommandiert. Caesar, Kapttan-Lt., von der Stellung als Referent beim Torpedo-Versuch- kommando entbunden. Gaedeke, Kapitän-Lt., zum Referenten bkim Torpxdo-Versuckoskommando errmnnt. v. Born, Kavitän-Lt., von der Oteüung_a1621djutant der Schiffs-Prüf§ungskomm?fion entbunden. Stecbotz), Kapttay-Lt, als Arjutant zur SchiffS-Prü unaskommisfion kommandtert. Brinkmann, Korv. Kapitän mit Oberst-Lieutenants- rang , vorz dem Kommando eines Panzerschiffes 4. Klaffe der Res. Dtv. der Nordsee enibunden. Janke, Korv. Kapitän, unteZ
Belassung in der Stellung als Kommandeur der 2. Ahtbeiluna der 1. Matroscn-Diw, zum Kommcwkanten eines Panzexsch1ffes 4. Klasse der Res. Div. der Nordsee, Gerstung, Korv. Kapttan, zum Kom. mandanten S. M. Avisos .Pfeil', _ ernannt.
Kaiserliche Sthußtruppen. Gothenburg, an Bord S. M. Y. „Hohenzollern*,
7. Juli. Schwabe, Pr. Lt. von der Schußtruppe für Südwest- -
Afrika, außgescbieden; “gleichzeitig unter Bewilligungxinxs' einjährigen Urlaubs, in der Armee und Max als Pr. Lt. unt 1etnem Patent 5. 1a. suits des Gren. Regts. Prmz Carl von Preußen (2. Branden. burgisches) Nr. 12 wiederangestellt.
Yickjtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 17. uli, Der Bevoümächtigte zum Bundssrat , Kommiffar der LandeSverwaltung für Elsaß-Lothringen, Geheime Oer: Regierungs-Nath Halle;) ist mit Urlaub von Berlin abgereist.
Der RegierungE-Affessor Suche zu Königsberg i. N.:M. ist dem Kon_ig1ichen Ober-Präfidium zu Hannover, der NegierungS:Nsjes1or Schmidt zu Lissa der Koni lichen Re: gierung zu Breslau und_der Regierungs-Asseffor 1'. Reiche zu Lünebur der Kömglichen Regierung zu Minden zur weiteren dien tlichen Verwendung überwiesen worden.
Laut tele raphischer Meldungey an das Ober-Kommando der Marine isktJ S. M. S. „Habtcht“, Kommandant Kor: vetten:Kapitän Gercke (Eduard), am 15. Juli in Gaboon angekommen und beabsichtigt, am 18. uli nach Kamerun in See zu gshen; S. 5 .S. „Lore et)“, Kommandant Kapitän-Lieutenant von Krosigk, ist gestern in Nikolajew angekommen.
Magpeburg, 1631111. Seine Majestät derKaiser und König hat, der „Magd. Ztg.“ zufolge, dem Kommandeur des 17. ArmZe-Korps, General der Kavallerie von Hänisch, zu deffen 501ährigem Dienstjubiläum ein Schreiben ge andt, worin AUerhö'chstderselbe dem Jubilar Seinen herzlichen lück- tmmsch aussprtcht und ihm für die in einem so langen Zeitraum in Krieg und Frieden dem König und dem Vaterlande ge- leisteten Dienste warmen Dank unk; voUe Anerkennun aus: drückt.. Zuglkick) hat Seine Maxsstät dem Genera von Häniscy die Brillanten zum Schwarzen Adler-Orden verliehen.
Oesterreich-Ungarn.
Der deutsche Botschafter am italienischen Hofe von Bülow traf vorgestern in Aussee ein, um dem Reichskanzler Fürsten zu Hohenlohe einen Besuch abzustatten, und kehrte gestern von dort nach dem Semmering zurück.
In der gestrigen SiHung des Wiener Gemeinderaths brachten Vogler und Genossen den Antrag ein, der Wiener Gemeinyerath möge ssine Sympathie für die deutsche Bevölkerung Böhmens aus Anlaß der Vorgänge in Eger zum AUEdruck bringen; ebenso beantragten Gruber und Mays ed er eine Kundgebung des Gemeinderaths gegen die Maßnahmen der Regierung in Böhmen. Ueber beide Anträge wird der Stadtrath beschließen. Der Bürgermeister ])]: Lueger verlas Hierauf einen Erlaß, wo: nach _der Minister- Präfident aus formellen wie aus mater:e11e_n Gründen nicht in der Lage gewesen sei, bei dem Kaiser fur eine Deputation zur Unterbreitung einer Adreffe we en der Sprachenverordnyngen eine Audienz zu erwirken, doc?) hahe der Minister:Präftdent die Beschlüsse des Gemeinde- raZhs tm der Sprachenfrage zur Allerhöchsten Kenntniß ge ra .
ix das „Fremdenblatt“ meldet, ist in der Frage des sloveytsch:deutsch_en Untergymnasiums in -illi eine Entschexdung getroften worden. Das genannte Unter: gymnasrum, für welches die Reichsvertretung den Kredit abgßlehnt hatte:, wird mit Schluß des laufen- den Schuljcxhres, d. i. mit Ende August, zu be- stehxn aufhoren, ngchdem aus pädagogisch - didaktischen Gryndßn im theresye her Schüler eine Weiterführung schl19ßltch_ zmtkzunlxck) erschten. Für die Schüler slowenischer Natronalttat wurye provisorisch derart Vorsorge ge: troffen, daß dieselben in eigenen Gymnasialklaffen veremt werden_ und Unterricht in den Gegenständen des Untergymzmstumß erhalten. _Die definitive Regelun , in welcher__Art kunfxi das Bydfxrfniß nach slovenisch-deutchem Gymnajtalunxerrt t im sudltchen Steiermark Befriedigung fmden soll, wrrd während der Dauer des Provisoriums, wie a hoffe_n_ steht, sxcher nicht ohne Einverständnis; beider 5 gtionalttaten des Landes, nach sachlichen und bikligen Er- wg ungen erfolgen._ Wie das genannte Blatt weiter vernimmt, mtr _von der,Un1er_richtSVerwaltung die Errichtung einer thermärfchule 111 61111 geplant, welche den eigenartigen [and- w1rthschaftlrchen Jnterexsen des Alpengebietes zu dienen haben xverde.
Dre ljberalx Partei des ungarischen Unter; hauses wxrd, wre dem „W. T. B.“ zufolge in Budapxß verlautet, am Montag zu einer Konferenz zusammentreten, m welcher ubxer Maßregeln gegen die Obstruktton verhandelt und zunachst eme Verlangerung der Sißungsdauer des Unter- hauses besch1osfen werden so!].
Großbritannien mcd Irland.
Die Königin hat, wie „W. T. B.“ meldet, einen Dankeöerlaß an_ i_hre sämmtlichen Unterthanen gerichtet, m welch_em Ihre Majestät zum Ausdruck bringt, daß sie,ohwybl fie heretts Wiederholt amtlich ihr tiefes Dank efühl für dre _lbk bewnsene unbegren te Loyalität auMefprochen abe, es doc?_mckt dabei benwenden .la1en könne, sondem dies auch noch per onltch thyn_muffx. DteNönigin fült hinzu: es sei schwierig, das wxxklrch ttefe'Ge-fujhl der R" rung und des Dankes auszu- drucken, das ste ber den allgemeinen und freiwilligen Kund- gebungexn der großen Loyalität und Anhänglichkeit empfand?“- welche LLL gelegentlich der Vollendung ihres sechzigsten Regle- rungsja res dargebracht worden seien. Es bereite ihr eme hohe Genugthuung, nach so vielen Jahren der Arbeit und d“
Sor e zum Besten ihres geliebten Landcs zu erkennen, daß ihr Stre en in ihrem ganzen weiten Reiche anerkannt werde. Es habe ihr sehr große Freude bereitet, so viele xhrer Unterthanezt aus allen Theilen der Welt vereinigt und threx Ergebenhett egen sie, die Königin, würdigen Ausdruck verlerhen zu sehen. FHW danke ihnen allen aus der Tiefe thres Herzens. Der Dankeßerlaß schließt: „Ich werde imxner u GotZ beten, „daß er fie segnen und Mir die Fähigkett ge en moge, Memen Pflichten ür ihr Wohlergehen nachkommen zu können, so lange er ir noch Leben ewährt.“
Jm Unt erha us e erklarte gestern der Erste Lord des Schuß: amts Balfour: die Regierung widme ihre Aufmerksanzkett der Frage der zukünftigen Verwaltung d_er enigen Gebtete, welche unter der Kontrole der „Südafrtkaxns en Geseüschaft“ stehen, und werde 11 diesem Zweck die Dtrektoren dzeser Ge: sellschaft sowie den ouverncur der Kap:Kolonie Str Alfred Milner und die Behörden der Kap-Kolonie um tbre An: sichten befragen. Lawson bemerkte, der Erste Lord des Schaßamls abe nicht gesagt, welche Schritte die Neglxerung auf Grund des erichtes des Untersuchungs-Ausschuffest un werde. Balfour erwiderte, seines Erachtens geschehe das, w,as er an- gekündigthabe, infolge des Berichts. Auf eme Anfrage D ! 110 n_' s, ob als Ergebniß des Berichts ein Gerichtßverfyhren einYelet'tet werden solle, antwortete Balfyur: „Ntcht, da lck) wüßte!“ Baylat) fragtk, ob dte Antwort Balfour's so zu verstehen sei, daß der Untersuchungs = Ausschuß im nächsten Jahre nicht wieder zufammentreten werds, und daß bins: flick) der Verwaltung der „Chartered Compgm)“ und hinsi tlich der Behandlung der Eingeborenen keme Unter- suchung stattfinden solle. Balfour entgegnete: dies sei nicht der Fall. Die vorher an ihn gerichtete Frage [)abe_ nichts mlt dem Zusammentritt des UntersuchungE-AußWuffeS tm nächsten Jahre zu ihun gehabt; man dürfe auc!) mcht annehmen, daß
*-
seine Antwort ftck) irgendwie darauf bezogen haben.
Frankreich.
Der Präfident aure hat, wie verschiedene Pariser Blätter von heute orgen melden, dem Bürgermeister vor) St. Petersburg mitgetheilt, daß se'm Aufenthalt daselbst zwer Tage dauern werde.
Die Deputirtenkammer berietk) gestern die Geseßes- vorlage der Regierung über die direkten St'eyern, welche Steuerermäßigungen im Betrage von 25_M1111onen (Francs fcstseßt. Der Deputirte Cav aignac verthetdigte seinen Jegen- entmurf, wel er die Einführung einer Einkommensteuer erstrebt. Der Finanz: inister Cochert) wies auf die Schwierigkeiten bei der Durchführung des Geßenentwurfs Cavaignac's 13171 und erklärte das SZkstem für un urchführbar. Der Mimster bat schließlich, die egierungsvorlage anzunehmen. Der_ Minister: Präsident MSline bekämpfte die progresfive Emkommen- steuer, erklärte, das; die Einführung derselben im Widerspruch mit der Politik des Kabinets stehe, und stellte die Vertrauens: frage. Hierauf wurde der Gegenentwurf Cavaignac's mit 282 gegen 249 Stimmen abgelehnt.
Rußland.
Einex Depesche der „Wjadomosti“ aus Troizkosawsk zu- folZe befmdei sch Fürst Uchtomski auf der Rückreise von Pe ing durch Sibirien. Der Fürst führt Schreiben des Kai er?- und der Kaiserin von China an den Kaiser und die Kaiserin von Rußland mit sick), sowie (He- schenke, von denen ein Theil auf dem Dampfer „Kiew“ der freiwilligen Flotte nach St. Petersburg befördert werden soll.
Der Kontre-Admiral Lawrow ist, wie'„W. T. B.“ mc'ldet, zum Befehlshaber des Uebungs-(Heschwaders im Schwarzen Meere ernannt wprden.
Wie die Kronstädter „erstnik“ erfährt, ist die Frage des Ankaufs einer roßen Schiffswexft in Sebastopol durch den russiéchen Staat in be1ahendem Sinne Znt- schieden worden. Infolge dieses Ankaufs exhält die russ11che Flotte im Schwarzen Meer die Verfügung Über drei große und drei kleine Docks sowie über umfan reiche mechanische Werkstätten, sodaß sie auf ihrer neuen erst selbst große Schiffe zu bauen vermag und alle Ausbesserungen und sonstigen Arbeiten ausführen kann.
Spanien.
In Socuellamos, Provinz Ciudad Neal, sind, wie „W. T. B.“ meldet, wegen der Verzehrungsfteuer Unruhen au?- ebrochen; die Ruhestörer machten einen Angriff auf das Nat haus und suchten dasselbe in Brand zu stecksn.
Türkei.
Der „Standard“ meldet aus Konstantinopel vom 15. d. M. Abends, daß an diesem Ta e die Botschafter bei dem österreichisch:ungarischen BotschaTZter von Calice eine Sißung abgehalten hätten, in welcher der türkische Minister des_Aeußern Tewfik Pascha erschienen sei und die Mit- thetlung gemacht habe, daß der Sultan den_ Friedens: hedingunqen der Mächte im Pripzip zunimme und ]eßt bereit sei, dieselben formcü und offrztell anzunehmen.
Bulgarien.
Der russisch-bulgarische Handelßvertrag ist, dem „W. T. B.“ zufolge, am 14, d. M. unterzeichnet worden.
Amerika.
Aus Washington berichtet „W. T. B.“, daß, dort ein- getroffenen Depe chen ausLondon ufolge, die Verhand lung en uber den Rob enfang im ering-Meere fortdauerten. qu erwarte, daß eine Konferenz von britischen und ameri- kamschen Sachverständigen im Herbst nach London werde ein- Feruthn “werden, um über bestimmte Punkte dieser Frage zu
era en.
Zn Madrid eingetroffenen Nachri ten aus Havanna zUFolge hat Maximo Gomez eine roklamation er- Ya en, worin erklart wird, daß die_ Auftändischen nicht eher YredHaltung ändern würden, als bts Cuba unabhängig sein
er e.
Das „Reuter'fche Bureau“ erfä rt aus Montevideo:
Wahrscheinlich werde zwischen den ufständis en und den egierungxstrappen ein 15tägigiger Waffen tillstand ab- geschloffen werden.
Affen.
Das „Reuter'sche Bureau“ meldet aus Pekin? vom 15. d. M.,_txaß dort, _ im Gegensaß u der offiziellen Er. lärung des franzofrschen Ministers des AeuZern Hanotaux 111 dem
Ministerrath vom 19. Juni (ver ql. Nr. 143 5. Bl.), _ behauptet werde: es sei keinerlei Ueberemxommen unter eichnet worden, welches Frankreich in der PromnBYünnan ergünstigungen für den ;Eisenbahnbau und den „ergwerksbetrieb einräume. Der französtsche Gesandte habe emen an eblichen Vertrag vorgelegt, der in Paris voix „dem chineischen Gesandten und dem Minister des Auswarttgen Hanotgux unterÉiénet worden sei. Das Tschung-lkYamen bestreite ]edoch die ü tig- keit des Dokuments und habe edroht, den chinestschen (Ge- sandten von Paris abzuberufen, ?alls er dasselbe unterzeichnet haben sollte. Das TschunZZliYamcn habe nur versprochen, Frankreichs Mitwirkung in nspruch nehmen zu wollen, sobald die chinesische Regierung in der Provinz Yünnan Bauten vor: nehmen lasse.
Nr. 29 des .Centralblatts der Bauverwaltung“, beraus- egeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 17. Juli, hat Yolgenden Inhalt: Amtliches: Dienst-Nachricht€n. _ Nich amtliches: Das neue Amtögericbtsgebaude in Charlottenburg. _ Die rwendung von Weichen mit gekrümmtem Mutterstrang. _ Die Preisbewerbung für den Neubau des Ratbbauses in Leipzig. 17. (Schluß.) _ Das Zolz und seine Verwendung zum Pflastern. _ Der Enxwurf eines eseßes über Zonen-Entetgnung in Basel. _ Vermi]chteß: Er- weiterung der Deli-Eisenbahn an der Ostküste Sumatras. _ Leipziger Stadtumbaupläne. _ Schiffs- und FloßVSrkebr auf dem kanalifierten Main. _ Neue Patente.
Arbeiterbewegung.
Aus Oberhausen im Reg.-Bez. Düffeldorf wird der „Rhein.- Westf. Ztg." geschrieben: In hiesiger Gegend fangcn die Ztegel- bäcker an, in eine LohnbeWegung einzutrsten. An mehreren SteUen haben fie die Arbeit eingestellt und wartkn ab, was die ZiegeleibsfiZ-zr ihnen für Bedingungen stellen. Die Ziegeleiarbeiter selbst verlangen zum tbeil 25 „16 Wochenlobn und freie Station, womit fich die Be- sitzer nicht einverstanden erklären wollen.
Aus Delmenhorst wird der .Weser-thF über den Aus- stand in der Wollkämmerei unter dém 15. “ uli weiter berichtet: Die Direktion der Norddeutschen Wollkämmerei und Kommgarnspinnerei macht durch Anschlag bekannt, daß durch das widerrechtliche Ver- laffen dkr Arbeit seitens der 5ZLrbeiter der Wonämmerei und der Vorbereitung das ArbeitS'Verhaltniß gelöst sei, ferner daß fie infolge dieses Umstandes in die Zwangslage Versetzt fei, sammt- licben Arbeitern der Sortierung, Wäscherei, Spinnerei, Doublierung, Zwirnerei, Weiferei, Packerei u. s. w. am 17. d. M. die Arbeit zu kündigen. Sie bemerkt ferner, das; sie, sobald die Leute die Axbeit wieder aufnehmen wvüten, gern bereit sei, al18, die?" fich inzwi1chen ordentlich geführt hätten und besonders in Einem langeren Arbeits- verhältniß zu der Fabrik estanden haben, wieder anzunehmen.
Hier in Berlin ha en einer Mitthcilung des .Vorxvärts“ zu- fol e die Zinkgießer und Stützer der Firma E. Falkson wegen Lankürzung die Arbeit niedergelegt.
In (Glasgow und in Clydeside haben, wie die Londonsr .A. K.“ zum Ausstand der Maschinenbauer Englands be- richtet, die Fabrikanten und die Arbeiter einen Waffenstiüftand auf ze'bn Tage abgeschlossen. Die meisten Nickptgewkrkversinler schwankeu in diesen Orten, ob fie sich dem Ausstand anfchlie Ln ssllen. Der Grund ist, daß man ihnen nicht verbüraen wi , daß fie Außstanngeld erhalten. _ In Leeds haben 20 Firmen die Arbeits- sperre gegen 25 Prozent ihrer Arbeiter, die dem GewerkVerein an- gehören, vsrhängt. _ Im Lager der Kesselmacher scheint die Mehrzahl die Arbeit nicht einstellen zu wollen.
Statistik und Volkswirthschaft.
Die ZwanJSVOllstreckungen in das unbewegliche Vermögen im Königreich Württemberg.
In Württemberg Wurden bisher 1718 Zwan Hyoüsxreckurxgén statistisch nur insofern erfaßt, als die aüjäbrlxcb Vom Iu ttz*Mtnister_tum herausgegebenen .Ueberfichten über die Verwaltung der RechtSpfiege im Königreich Württemberg“ die Zahl der gestellten Anträge axzf Zwangvallstreckung in beweglichks und unbeweglicbes _Verm5g6x1 sowte der Zwangßverwaltungen registrierkn. Ueber ihre Haufigkxtt 111 dem 15 jährigen Zeitraum 1881 bis 1895 geben die folgenden Zlffcrn Auf- schluß, denen die Zahlen der beantragten bezw. eröffneten Konkurse beigese t fänd, da erst die statistische Ermittelunng beider Hauptformen des ri terlichen Verfahrens gegen zahlungßunfahige Schu_1dnxr _ Yer Konkurse und der Zwangsvoüstreckungen _ ein vollstandtges Btld über den Umfang der durch diese in die Erscheinung tretenden Wirth- schaftlichen Zustände giebt: „
Z Antrags auf wangsver- ; Ib steigerungen ZYFFZS Konkurse
a r von "“bewegl'waltun en Von bewegl.
Vermögen g Vermögen beantragte eröffnete
1881 2752 111 1936 692 568
1882 2324 42 2387 579 484
1883 2117 45 2427 479 410
1884 1957 71 2387 430 357
1885 1616 62 2360 389 311
1886 1484 68 2542 383 328
1887 1616 65 2772 432 362
1888 1667 108 2893 409 338
1889 1558 99 3004 379 304
1890 1622 104 3169 391 317
1891 1519 100 3386 421 351
1892 1498 102 3691 453 388
1893 1408 99 3536 361 293
1894 1240 111 3662 411 357
1895 1371 106 3772 421 343 15jäbriges
Mittel 1716,6 86,2 29283 . 442 367,4 Die Zahl der Zwangswüstreckungen in bewe ltches Vermögen ist in steter unabme, dagegen die der ZwangsvolTJtreckungen in unbeweg- licbés ermögen in steter Ahnabme begriffen. Man kann hieraus schließen, daß die Notbwendtgkeit, bei der Zwangsvollftreckung auf lie enschastliches Vermögen zurückzugreifen, seltener wird, und es erhält dieée günstige Deutung der Bewegung der ZwangßvollstreckungSziffern eiue Unterstü ung durch die Bewe 1an der Konkurßziffern, aus wel er eher eine auf trebende als eine rü 1aufige Entwickelung der Erwer s- verhältniffe in Württemberg abzuletten ist.
Da die Verschuldung des Grundbefißes zunächst durch Hypotheken- aufnabme, die Insolvenz alsdann durcb Zwangsvolxstreckun m das unbe- wegliche Vermögen zu Tage tritt, so ist die statistische ,rfaffung der FwaansvollstreckungeninunbeweglickyesVermögcnundspezielltnlandwirtb-
Zwannger- steigerungen
aftl en Grundbefi Von besonderem volkswirtbscbaftlickpen Interesse. chach Km Beifpieleßvon Preußen, Bayern, Sachsen, Baden und
ZELM hat daher auch für Württemberg das Statistische LandeSamt r ebungen über die ZwangSvoUstreckungen in unbeWegliches Vermögen zunächst vom Jahre 1895 veranstaüet, deren Ergebniss vor kurzem in den „Württemberßisckpen Jahrbüchern für Statisttf und Landes-
kunde“, Jahrgang 18 6, verTfentlichx worden find. Danach betrug die Zahl der Zwangsvoüstre ungen m unbewegliches Y_ermögen im Jahre 1895 1291. Davon sind 461 = 35,7 % Yollstandig durcb- gefübrt worden, während die ubrigen 830 FaÜe : 64,3 %
vor der Ertbeilung des ,Zuschlagsbescheides'„ (d. l)- vor der von der VoUstreckungaebörde ertbeilten Genebmrgung des Zwangs- verkaufs, dur? welche der Vertrag über den Zwangsyerkauf erst zum A schluß kommt) bezw. vor __der „Verweisung' (d. h. vor der Vertheilung der Erträgnine der verkauften Liegenschaften) eingestellt worden find und zwar_ 561 = 43,5 % wegen nachträglicher Befriedigung des oder der Glaubiger durch den Schuldner und 269 :: 20,8 0/9 aus anderen Gründen, insbesondere wegen Ausficbtslofigkeit des Verjabrxns. Die Vertheilun der 1291 Zwangsvollstreckungen auf die emzelnxn Bezirke des andes weist bemerkenswmhe Unterschiede und Abwe1chungen von der Durch- schnittßziffer auf. Die höchsten Zahlen fanden L?ck) in den zentralen Landesbezirken, während die peripheriscb gelegenen ezirke desLandcs eine relativ geringere Häufigkeit der ZwapgSVollstreckuqéexx zergen. Der Grund dieser Erscheinung hängt, xvte das Stattttyche_ chndesamt hervorhebt, mit den all emeinen wrrtbscbastlwben Vexbaltmffen dkr einzelnen Landestheile zu ammen. Jens zenxralxn Beznkx m_ttk 59er Frequenz der Zwangspollstreckungen find namltck) zugletch ptexxnrgen Bezirke, in denen milderes Klima und fruchtbszrer Boden eme mten- fivereBewirtbschastung und größexeParzetherung desBodens gestatten und in welchen man am baufi sten dteBerbiydung der Land- wirthschaft mit Gewerbe trifft, wä rend dte pertphertschey B?- zirke mit niedriger Frequenz der ZwangSvoUstreckung-zn zugletcb dre rein agrarischen Bezirke des Landes find, m denen der mittlere bäuerliche Vesäß Vorherrscht. Es liegt deshalb die Vermuthung nabe, daß nicht die eigentliche Landwirtbschaft, nicht der Bauer im en. eren Sinne, sondern die mit GeWerbe in größerem oder kleinerem er- bältniß kombinierte Landwirthschaft das größere Kontirxgent zu den Zwangsvoustreckungen stelle, und diese Vermuthung erhalt durch die
tatistik ihre VoÜe Bestätigung. Die Uztterscbeidung dchÖuldner naY Berungruvpen ergiebt nämlich, das Von den1291 im Jahre 189 eklkdigten ZwangSVollstreckungen auf die selbständigen Landwittke (Gärtner, Weingärtner) obne NebengeMrbe nur 317 = 24,5 0/0, auf die land- und forftwirthschaftl_ichcn Tagelöhner und Dienst- boten 155 = 12 ()/c) entfaUen, wahrend nach der Berufsstaüstik die in der Land- und Forstwirtbsäyaft erwerbstbätige Bevölksrung in Württemberg nicht weniger als 44,4„9/0 der Erwerbstbätigen über- haupt auSmacbt. Von den 461 VoUftandig durchgeführten Zwangs- vvllsireckungen, bei denen aüein eine Unterscheidung der Schuldner uach sämmtlichen Berufsgruppén der Staxistik möglich War, entfallsn auf die selbständigen Landwirtbe (Wéirzgartner) ohne Nebengewerbe 120 = 26 [)/o, auf die land- und fqrstWrrtbschaftlichen Tagelöhner und Dienstboten 66 = 14,3 0/0, auf dre selbständigen (Hewerbetreibenden mit Landwirtbscbaft 150 = 32,5 0/0, aus die selbstandigen Gewerbe- treibenden obne Landwirtbschaft 79 ".": 17,10/0, auf die unselbst- ständige-n GeWerbetreibenden mrt Landwwtbscbaft 18 = 3,9 9/0, auf die unselbständigen Gewerbetreibenden [) [) ne Landwirthschaft 6 : 1,3 0/0 und auf die übrigen Schuldner 22:4,9. Der größte Antbeil an dsn ZwangSvollstreckungen, fast ein Volles Dréttel, entfällt demnach auf diejenigen, welche die gewerbliche Beschäfjigung mit dem Betrieb: der Lßndwirthscbaft vereini sn. Diejenigen, welch? fich ausschlie lich mit der Land- wirtbscba?! beschäftigen. kommen erst an zweiter «12118; auf fie ent- fäÜt ck der Zwangsvoüstreckungen. An dritter SteÜe erscheinen die selbständigen Gewerbetreibenden ohne Landwirtbschaft mit etwas mehr als 25, an vierter Stelle die land- und forstwirthschaftlicben Tagelöhner, Welche zugleich im Befiße eines Grundstücks oder Hausks find, mit 1/7 der Zwangsverfteigerungen. Die übrigen Berufsgruppen kommen neben den Vorgenannten hinfichtlich der Zahl der Zwangsvoustreckungen kaum in Betracht. Der verschiedene Antheil der einzslnen Schuldner- gruppen an den ZwangSVOÜstreckungen wird natürlich auch durch die verschiedene Stärke dieter Berufsgruppen beeinflußt sein. Aber selbst bei der Reduzierung auf die Gesammtzab1 der in den Einzelnen Bsrufs- abtbeilunge'n ErWerbstbätigen bleibt der Yen Gewerbetreibknden mit Landwirtbscbaft eine besonders große Haufigkeit der Zwangsvoll- streckungen bestehen; in zweiter Linie kommen dann die selbständigkn Gewerbetreibenden obne Landwirtbscbast. und erst in dritter Linie die selbständigen Landwirthe obne Nebxnbxruf.
Die Forderun en der Glaubtger (Pasfiva) bktrugen in den 1291 ZWangsyoÜstre ungen zusammen 4172 512 «FH oder durch„ schnittlich in einem Zwangsvollstreckungsfall 3232 .“, erheblich weni er als der Durchschnittsbetrag der Pasfivwaffe in den Konkursen, wsl er fich in dem 10jährigen Zeitraum 1883/92 zu 18 770 ck bereYnet; und zwar betragen die PasfiVa in den 461 Vollstandig durchgefü rten Zwangßyyllstreckun en 3 644013 «M oder durchschnittlich 7904 34, in den 561 ,ZwangSVc) streckungen, welche vor dem uschlagsbescbeid wegen Befriedigung der Gläubiger emgesteüt worden nd, 255166 „ji oder durchschnittlich 455 „44, in den 269 Zwangsvoastrxckungen, die aus anderen Gründen, insbesondere !!)?ng Ausstchtslofiakeit, eingestellt wurden, 273 333 «s(- oder durchschnijtlrch 1016 «14 Es handelt fich also bei den ZwangSvollstreckungen, Welche vvr_ Ertbeilung des Ysehlagßbescheides eingestellt worden find, um Verhaltnißmäßig kleine
ummen, Weshalb fie im Folgenden außer Betracht bleiben können. Von Interesse ist, wie fich die PasfiVa auf die einzelnen Schuldner- ruppen Vertheilen, da in der Pasfivmaffe Has Maß der Kredit- ?äbigkeit, bezw. der Kredrtwürdtgkett zum Ausdruck kommt. Von der Pasfivsumme in Höhe von 3 644013 «16. entfalLen auf die selbständigen Landwirtbe 830013 .,“ ; 22,8 0/0. durchschnittlich 6917 „66, auf die land- und forstwirtbsckpaftlxckpen Tagxlöbner 132 870546 = 3,7 0/0, durchschnittlich 201324, auf 791€ selbstandigen Gewerbe- treibenden mit landwirtbschaftltchem Betrtxb 992 571 .z- = 27,1%, durchschnittlich 6617 „M, auf die selbstandigen Gewerbetreibenden ohne landwirtbschaftlichen Betrieb 1587023 24 = 43,6 0/0, durch- scbnitjlicb 20 089 «14, auf die unselbstandtgen Gemerbetreibenden mit landwirthschaftlichem Betxieb 30206 „14 =.0,99/0, durchschnittlich 1678 „44, auf die unselbstandigen GeWerbktretbendxn obne landwirtb- schaftlichen Betrieb 17 653 „;ck = 0,5 9/0, durcbscbntttlich 2942 „64, auf die übri cn Schuldner 53 677 „64 = 1,4 0/9, durchschnittlich 2440 .45 Bezügli ker Durchschnittßgröße der Passivrpaffe stehen'demnach dle selbstandigen Gewerbetreibendm obne Laqdwxrtbschaft ber weitem an erster Stelle; in zweiter_ und dritter Lime kommen die selbßändigen Landwirthe und die selbstandxgen GeWerbetreibenden mit Landw rthschaft mit annähernd gleichen Saß_en. Hervorhkhung Verdient ferner die Thatsache, daß die Pasfivbetrageq bet den beiden Gruppen der „reinen GeWcrbetreibenden' und der „temen Landwirthe' annähernd mit den Konkurspasfimnaffen fich decken, da nach :der Konkursstatistik in dem zehnjährigen Zeitraum 1883/92 der durcbschnitYliche Betrag der Forde- rungen bei den Landwirtben zu 7968 „FC, bet den Gewerbetreibenken zu 21414 .“ berechnet wurde.
Der Pasfivmasse in Höhe Von 3 644013 „kü steht gegsnüber eine Aktivwasse von 2780 969 „“_oder einer Pasfivmaffe von 100 „jk eine Aktivmaffe von 76,3 „56, wahrend bei den Konkursen (nach dem zehnjährigen Durchschnitt 1883/92) quf 100 „ja, Pasfiva nur 28,7 „ik Aktiva kommen. Aus dem Verbaltmß der Aktrv- zu der Pasfivmaffe in den einzelnen Schuldnerkategorien géth beryor, daß bei den Land- wirtben die Deckung günstiger, bezw. dlz? Kredrtgefabr geringer ist als bei den Gewerbetreibenden upd daß die Kreditgefabr bei denjenigen am größten, ist, welche, em „Gewerbe und Landwicthkcbaft zu-
leicb betrexben. Zu emem ahnlrcben Ergebniß ist ch9n die n den Jahren _1884-85 vorgerzommene amtliche Ermittelung der Lage der bauerlichen Landwtrtbschaft in sechs Gemeinden Württeuxbergs gelangt. Ebenso ist im Großberzogtbum Baden durch die vorjahrige amtlixbe Untersuchung über die Verschul- dung der Landwirtbscbaft xrm1ttelt wvrden, daß in Baden die rein landwirtbschaftlichen Betrtebe in allen Einkommensxzruppén sexr viel niedri er verschuldex sind als die landwirtbschaxtlichen Betrie :? mit Lewis tem Berufßemkommen. Die Gründe da ür, daß die Deckung er Forderungen bei den wan svoü'treckungen gegen selbständikxe Gewerbetreibende mit landw rtbs aftlicbem Vetrieb geringer ist a s bei den Zwan svollstreckungen gegen die übrigen Schuldnergruppen, fin?) nach An cht sowohl des württembergischen Stqtistiscben Landes- at_nts wie des badischen Statistischen Bureaus „tbetls in „den Ver- haltnissen der mit der Landwirtbschaft verbundenen gewerbltchen Be- triebe zu suchen, indem erfahrungögemäß diese gewerblichen Betriebe auf dem Lande häufig nur em geringes Gedeihen zetgen, theils aber liegen