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Königliche Technische Hochschule zu Aachen. Vorlesungen und Usbungen im Winter-Semefter1397/98.
Beginn der Jmmatrikulaiionen am 1. Oktober, der Vorlesungen am 11. Oktober.
Abtheilung für Architektur. Professoren: Daxnert: Architektur der Rknaiffance; Landwirtbscbafjliche Baukunst; Gejcbi te der Baukunst und Formenlehre erc Kurs. _ «ÖSnrici: Bürgerli e Baukunst ]. und 1]. Kurs; Einricbiungx und Entwerfsn Öffentlicker Grbäude u. Anstalten; Ornam-entik; Frkibandzxicbnsn. _ Rkiff: Ji uren- u. LandsaYaftSzeichnkn und Aquarkllmalen. _ Sébmid:
gemeine Kunstgrichichte; AuGgewäblte Gebiete der Kunstgeschichte. _ Schupmann: Formrnlebre drr Baukunst [. bis 17. Kurs. _ Dozenten: Frenßen: Detaillieren von GebäudetHLile'n ]. und 11. Kurs; Formale Ausbildung dsr Jrigenieurbauien: Architrkrirr größrrer Ge- bäude. _ Krauß: Boifiersn und Modellierrn. _ Privatdozrnt Buchkrrzmer: Künstlerische Persvrktivs; Kunstgewerbe (christliche und Profankunsi); Kunstgkwerbliches Kolquuium.
Abthkilung für Bauingenieurwesen. Profefforrn: Bräuler: Eisenbahnbau; Tunnelbau. _ Hsinzerling: Höbére Baukonstruktioneu mit mathematischer Begründung; Brückenbau ]. und 11. KUW; T6chnische Formknlsbre in ihrer Anwendung auf Brückenbau, Hochbau und Maschinrnbau mit bksonderer Berücksichti- aun idrrr Eisrnkonstruktionen. _ Holz: Bartmatkrialisnlébrr; Wairrversorgung der Städte; Cncvklopädie drs Bauingeniéurwsiens; WaßerkrastausUuHung. _ Jnße: Baukonstruktion; Waffsrbau 1.11nd 11. Kurs. _ Werner: Praktische Gromerrie; Geodätiscbes Prarrikirm 1 uad 11; Ausgewählte Kapitel der Grodäfie; Eifenbabn-Tracierrn.
Abtheilung fürMaschinrningenirurrreskn. Proscfforen: Grotrian: Theorie der Elektrizität und des Ykaxxnsxismus; Elektro- technik 11; Elektroteäyniscbes Praktikrim: &. für Maxchinening€nieure, 1). für Elektrotechniker. _ Herrmann: Yksckxaniiche T8chndlogi€ ]. und 11. Kurs; Fabrikanlagkn und WerszUgmaxrhinrn. _ Köchw: Lokomotivbau 11; Eisenbahnmasckpinerdau; Maschinrnelrmenté. _ Lüders: Masckyinenkunde (für Berg- und Hütteningeyieure) 1. und 1]. Kurs. _ Lynen: Maschinenbair; Masrbinenionitruierrn (für Maschinrningrnieure und ClékskötsÖßifST) mrt' beiondkrer Brrück- sichtigung deH Baues elrktrixckWr Maschiu€n._ Prnzgrr: Theorktiscbr Maschinenichre 11; Kinrmatik. _ N, N.: Arbeiten im mascbioén- Technischen Laboratorium. _ Dozrrit Vai€rr_ Encyrldvädiiche Maschinsnlehre; Ykaschinsnzrickpnen; HSLZUUZ und LüitUng der Gsbäude.
Abtheilung für Bergbau „und Hürtrnkunds, für Chemie und Elektrochsmie. Prorefforen: Arzruni: Krystallo- graphie und Mineralogie mit Demonstratwnrri; Usbungsn im Be- stimmrn der Mineralirn; Anleitung *zu selbstandigrn ArbSiikU (ruf dem Gkbiete der Krystansrad-die, Mineralogie und thrograpliie. _ Bredt: Cbrmis dss Benzols und TSZPPyninszOrganisckpes Praktikum. Anleitung zu sklbsiändigén Arbritét] aiif dcm Gebirie der organischen Chsmir. _ Clasyen: YUJLMZMK und anorgaxiiscbr Experimrntal-Cbemie; MaZanaiixirz Crysrimeritai-Cdkmir ene. Kurs; Anorganisches Praktikum; rakxikum für qualitatire und quanTitatide Analyse. Spezislle analytische Mstboden: Quatrittatide Analysx durch Elrktrolvse, Maßanalyse, Gaßßnalyfc, Syrkrralsnalvxk."DarstSÜUng anorganiicbrr Prämrate. AuSsÜhrung iklbsianklgér wirrensciéafrlicher Arbeiten auf den Gebieten der analviiicbrn und- andrganixrhcn Chemie; Elrktrockyemischs Praktikum: DarsteUmig von Chemikalien Mittels Elektrolvsk, Galvanrplastik u. s. w.; AuSiüerng irldständigrr wiffrn- schaftlicher Arbciien (*.-uf dem Grbikre dsr Elcktrockysmieé. _ Dürre: Eisrnbüitenkande; Eniwsrfen drin Hürténanlagkn; Hüttrnmännischk Probierkunst; Aniriiung zu mrtailurgiichsn VNiUckIcn. _ Holz- avfel: Lagsrstätrenlsbrc; Paläontologir; Paläontolvgische Und geologische Urbungen; Clkmknrs der I)iinsralr'gié und Grologié. _ S (i) U l z: Bergiaukunde; AUfbcréitnnngUndr ;Entwrrfsnbrrgmännischer und Aufbereitimgd - Anlagsn; BLTJXLCÖT. -- Trabischmidt: Tsch- nischs Chemiéz Eniwsrfen VM ch€misch€n Fakrikanlzgen; Chemisch- tkchnisch€§ Prukrikum. _ Dozxnten: anner: Markickzeidrn und Féldmrffcn; Markscbsidrriiché Z€1chen-Uebungrn: Urdungen im Mark- sch€idcn und Frldmcffen. _ Wirler: Aügsmrire Botanik; Mikro- skopische botanische Ukbungkn; Anléitung zu sklbstäNDigLU boranisrbén Arbsitrn. _ N. N.: Métalibürtrnkixiidrz Lötbrobrrrobirrkunst. _ Priyatdrzrntxn: Dannrnberu: Alldcmeinr Groldgiéz AUIZLwäleS Kavitel aus drr Geologie. _ Rau: Cbrmisch Tschrrlozisdér Brrnn- swff-x ]; Entwerfkn von iridustrisiien Feue'rnngéanlasrn.
Abtheilung für allgrmrink: Wissrnichaftrn, ins- bksondere für Mathemarik Und Natarwissensrbaften, Profkfforkn: van drr Borgdr: Marional-Oékdnomir ]; Cncrklcdädis der RLÖTSWiffMWafren r-Sbit Grimdzü„rri dss Ziril- ".:-“.d Siaats- rechts; AuGgswädltrKapirel aws dcm Erwerberrckyr: Usbxr dis dsuisckyx Arbeiterverficherung. _ _JürgenS: Höbsre Markirmarik 1 mit UebUngrn; Auégrwäbljr Karin?! aus drr ködrrrn Marbrmatik. _ Kötter: Darstellende Gromrrrie; Erarbisckyr Statik. _ VON Man- goldt: Höhere Mathematik 11 mit Usburgrr»; AUÖZSWÜÖÜL Kapitrl aus der Elrmentar-Matbrmatik; Maibrmaiikcbkx; Tymiaar. _ Nittrr: I)iecbanik 1. und 1]. Kurs. __ Wülliicr: Crrerimrntai-Pbyfik 1. Tbéil; Physik in marbkmatikcbrr und (karimentsiier Bébandlungx- wriik. Ausgswäblte Tbeilr: USkIUNJM imrbwsikaliscben Laboratorirrm: 3. für Eiskrrorkcbnikrr und Cerriiksr, i). für Pdvfiksr. _ Drzrnren: Wien: MrcbanisÖS Wärmstk-SdriS; vasikaliche Tsrbnik; Erréri- mental-Pbdfik enoKurr. _ St_orr: Gswerbekvgiénk. _ Poiira: Praktische Trlrgrapbix und Fsrxiirrrckyrrxien. _ AUßxrdsm: „*Das-:n- clever: Kaufmänniicbe BRÖTÜÖTUM für TrÖnLkCr. _ Müller: Dis Erste Hilfelkistung bsi plößlichn UWÄÜckZÄÜM, mi! USkJUNZ-IU. _ Lirsn; Bakteriologisches Praktikum,
Prrgramme wsrdxn auf Erkuäeen rrm Srkrrtaréai Üdsrkamdi.
Aachen, drm :2'2. IUli 1397.
DS): Rrktrr. Jn3&
Angekommen:
der Ministerial-Dirrktor im Ministrrirrm dcr öffsniiichrn Arbeitrn, Tbrr-Baudirékwr ";(ixrorder, QU?- Thiiringcn.
Yiehtamtli-Hes; Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 27. Juli.
Während des Vierteljahres vom 1. Avril bis 30. Juni 1897 haben 7309 Schiffe (gegen 5188 Schiffe in dem- selben Vierteljahr 1896“) mit einem Netto-Raumgchalt von 589240 Registerions (1896: 400847 Negistertons) den Kaiser Wilhelm-Kanal bsnußt und, nach Abzug des M die Kanalabgabe in Anrechnung zu brinZenden Elbloois: geides, an Gebührexi 280049446 (1896: 221904 :jé) ent: richtet. Davon entixxlen auf 0811 Monat Juni 2513 Schiffs (1896: 2007_Zchine) mit 212075 Regiirertons (1396: 143-137 Neginerionéx) und 100 WSW (1896: 82307) „W Gébühren.
Der Kaiserliche Botschafter in“ Paris Graf zu Münster
at einen ihm Allerhöchst bewilligten Urlaub aanetrexen.
ährend der Abwesenheit desselben von seinem Postet) unmert
der Erste Sekretär der Kaiserlichen Botschaft, LegattonS-Nath von Müller als (Heschäftsträger.
Der Kaiserliche Gesandte in Lissabon, Wirkliche Geheime Rath von Derenihall hat einen ihm Allerhochst beerigten Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit desselbeti von seinem Posten fungiert der etatsmäßige Legatiyné-Sekretqr der Kaiserlichen Gesandtschaft, Freiherr von HernHe-Weißen- rode als Geschäftgführcr.
Nachdem der hiefige_ Kaiserlich japanische (H"esandte Vicomte Aok i Berlin verlaisen hat, werden die Geschaftr der Gesandtschaft bis auf weiteres durch denßrsten Legattrms- Sekretär Tsuncjiro Miyaoka als mterimritiich-en Gefchafts- träger wahrgenommen.
Laut telrgraphischer Meldungen an das Ober-Kommando der Marine ist S. M. S. „Lorcler)“, Kommandant Kapitän- Lirutenant von Krosigk, am 2:3,Juii in Jalta angekommen; S. M. S. „Cormoran“, Kommandant Korvetten:Kapitän Vrussatis, ist am 26. Juli in CHsfoo angrkommcn und be- absichtigt am "28. JUli nach Taka in See zu gshen.
Bayern.
Uchr den gestrigen Besuch Ihrer Majestät der Kaiserin in München liegt noch folgender_ Bericht" des „W. T B.“ vor: Um “2 Ukir fand in der Königlichen Reitderiz große Hoftafel statt, bei welcher Ihre Majestät die Kar1erin zwischen Ihren Königlichen Hoheiten dem Vrinz-R_egenien und drmPr inzen L udw ig saß : an der Tafel nahmen srrner alle zurZeii in München weilendcn Mitgiicdcrdes Kömglichen Hauses, der Prinz und die Prinzessin Friedrich von Hobenzolierri, der preußische Gesandte Graf von Monts, der Minister RS_König- [ichen Haussß und des Aeußern Freiherr von Crailsheim iind die oberstrn Hofchargén rheil. Im Verlauf der Tafel brachts Seine Königliche Hoheit der Prinz-Kegent einen Trink- spruch auf I re Majestät die _Kaiscrin aus. Um 41/2 Uhr verlir dir» Kaiserin die Neiidenz und unternahm mit der Prinzessin Ludwig „eine Fahrt durch die Stadt, bei wrlch9r auck) die KrankenprirgerinnenMnstalt und die Heil: anstalt dcs bayerischen Fraucn-Vcreins vom Rotbsn Kreuz bLsUcht wurden. Syäter startete Allexhiichstdieseibex_den_ckz)ur Zsit in Miirxchen weilenden Prinzesimnen 'deZ K'onigii cn Hausrs sowir dem Prinzen und der Prinzessin Friedr1ch, vo_n Hohrnzoüern Besuche ab. Vor der Abreiie Ihrer Maxestat nach Trgcrnsre, welche um 61/2 Uhr mittels Sonderzugs er: foi tr, nahmen drr Prinz-Negeni und der Prinz Ludwig auf dem Ba nhofeherziichrnAbschi€d von Ihrer Maxstät. urVerabschie: dung warcn daselbst auch der preiißiickw e_sandte Graf von Monts sowie die Mitglieder der Gcsandtschast erschienen. Vor dem Bahnhof hatte sich eine nach Tausenden_ zählrndc Menichenmerige angesammelt, welche sowohl die Kaiierin, wie auch den Prinz-chenten und drn Prinzcri Ludwig mit (rb: hafirn Kundgrbimgen und Hochrufcii begrüßte.
' Württemberg. Ihre I.)?ajcstät die Königin hat sich am Sonnaberxd Urin Bayrrnik) track) BerchieSgadrn bcgsben, wo Ailerhöchit- dicsrlbs cinigc Zeit zur Kur zu vsrwrilcri gedenkt.
Sachseu-Coburg-Gotha.
Der Landtag des Herzogihums Coburg beschäftigte sich in sCiNLr gcstrigon SYUNJ zunächst mit dem Grieß: cniwrrrf, betreffend die ' Lsrcricrung drs Gewerbe: bririebes im Umhcrzieiicn und die Gebühren für Ausfsriigiing und Awchhnung vori Wander: „cherbescheinrn. TEL? Entwurf TVUWL in dcr von drr Kommission Oorgeschiag€nen Faisung angonommeri, wonach die Gswcrbeabgabc nicht mit der Gsltrmg fiir das ganze Staats- gsbiet, sondern für das Hrrzogthum Cobarg oder da?- ganze Siaangebict erhobcn :vrrden soU. „Djs Vorlage, bxtreffsnd die'. ZUschÜsse der Staatsfamr zur Aufbes1srunxg des (Hohalts der Geistiicherr Wirrde, demKlntrage der Kommission gemäß, abgelehnt, UNd dir Ncgirrung Ersucht, dcm Landtage Linrri USUCU GLsLßMTWka vorzulegen.
Anhalt. Ihre Holieit dis Hsrzogin__isr qm 21; d. M., ron Zrockkzolm kommexid, wieder in D(UÜU Cingciroxren.
Elsaß-Lothriugen.
Seins Majestät der Kaiser und KÖNig Haben für dir Hagribrsckzädigten ini Elsaß Lin Gnadsngcschenk von 10000 ckck rms" dsr Allerhöchnen Schatulle hewiüigi.
Dir Nr. 13 drs „Grscßvlatis für Elsaß-Loihringeri“ Vom 26. JUli vrröffentlicht TUS (Zrirß, betrcffend das Vermögen dsr Ortschaften, sowie das Vermögrn, welches medrere (Hrmeindeii oder Ortschaftrn iii urgetßeilte'r Gemeinschaft be- siZen, Uni) das Gesrß, betreffexid drm G€schäft§betrieb der Öfferrtlichrn V0rschußkasiem
Großbritannien und Irland.
In der gestrigen Sißung des Unierhauses iheilie der Siaaté-sekreiär für die Kolonien Chamberlain mit, daß die Trpcsckze der Regierung deer Südafrikanischen Republik vom "7. Mai 2). J„ wrlck)? die Einsetzung eines Schiedßgerichls zur Beilegung dsr Srreitfragen zwischen Großbritannien und Transwaai in Vorschlag bringe, zur Zeit von der britischen Regie- rung rrwogen werde; er könne daher Über di? Antwort, wslche im Üblirhen GcschäitSverlguf erfolgen werde, noch keine Aus: kunft gebrn. Er könne xrdoch Hinzufügen, daß, da die Re- gierung von Tranßvaai das Einwandkrungsgeseß aufgehoben und eine Abändervng drr Außweisungßakte beschlossen habe, damit die dringiichsti'n frritxigkn Fragen erledigt seien. Im weiteren Vcrlaufder Sißung erklärte dsr Parlamenis-Sekreiär drs Aeußern Cur on, dax; Oer ClaytonBulwwVersrag keine Ver- pflichtungen glands und der Vereinigten Staaten betr.
awaiis enthaitr. Ueber die kretische Frage bemerkte Curzon, ichkwad Pascha ski vom Sultan nach der Ipsei gesandt worden, um den bi'zherigrn miiitärischrn VejehlShabrr zu erseßen. Er
(Redner) habe nicht ehörr, daß Dfchewad Pascha Vorrät' oder Munition mit |Z geführt habe. Man könne von ZYX erwarten, daß er, wie seine Vorgänger,_ bei den von den Admiralen getroffenen Maßregeln mitwrrken werde. Die britische Regierung habe keine Bestätigung der Gerüchte über eine voraussichtliche Entsendung yon mehreren türkischen Batailionen naeh Krcta erhalten, sie habe auch die Pforte bereits früher davon verständigt, daß ein solcher Schritt un: zulässig sei. _ Hierauf gelanqte“ die von Stanhope in der Siyung vom 19. d. . angekündigte Resolution s. Nr. 168 d. Bl.) zur Berathung. Der Sprecher des Hauses entschied, daß der Antrag Stanhope's sich nicht in zwei Resolutionen trennen lafie. Stanhove beantragte hier: auf eine einzige Rcwlution, welche dem Bedauern Ausdruck verleihen solle sowohl über die ungenügende Thätigkeit, als auch Über den Bericht des Ausschusses zur Untersuchung dcs Einfalis Iameson's in TranSvaal, besonders aber darüber, dax"; der Ausschuß keine gegen Rhodes zu ergreifenden Maßnahmen vor- geschlagen und demHause nicht sofort Bericht crstattct habe über die Weigerung Hawksleri's, dem Brfehl des Ausschusses, gewiffe Dipeschen vorzulegen, welche er bereits im Jahre 1896 dem Kolonial:Minisi€r Chamberlain unterbreitet gehabt habs, Folge zu leisten. Die Resolution beantragt schließlich, Hawksler) vor das Haus zu laden und ihm aufzugcben, die erwähnten Depeschen demselbrn vorzulegen. In seinerVegründung sagte Stanhope, er sei sich nicht brwußt, daß diirch die Trennung seiner Resolution irgend welche Schwierigkeit entstehen könne; er glaube, daß eine jolche Trennung mit der Grpflogen: beit dss „Hauses übereingkstimmt haben würde; er beugr sich jedoch der Entscheidung drs Sprechers, das;, weil die Re: gierung darauf bestehe, sein Antrag in cine Rcsolujion zu- sammsngefaßt werdcxi müsse. Er bedaUSre abcr,_daß die Regierung darauf bestanden hahe. Bei ciricm gcwiisen Theil der Presse und in anderen einflußrcickxn Krrisen habe sich das Bestreben bemerkbar gemacht, dis Untersuckiung zu unter- drücksn, aber außerhalb des Hausrs bestehe das Ver: langen, der Sache auf den (Grund zU gelicn. Tas Vorgehcn dss Staatssekretärs für die Kolonien sri rasch, wirkungsvoll und muthig gewesen, sobald di? Nachricht von dem Einfall Jamcson's nach England gelangt sei, und dieses Vorgehen habe auch eine Zeit dcr Bcruhigrzng herbeigeführt. In Bezug auf den Bericht des Ausschuiscs halts er es für wichtig, darauf liinzuweisen, daß der rrsre nnd hervorragendste Gegenstaud der Untersuchung nicht so sehr die Umstände des Einfalis, als vielmehr die Frage der Brfähigung dcr Chartxred Comparm zur Ausführung der Kaissriichen Re- gierungpriichten grwejen sei. Chamberlain sollts sich bcftimmi darüber erklärrn, ob_cr meins, daß die (HeseUschaft im stande sri, für fick) selbst einzustehen. Dcr BS_richt drs Ausschuffes br- weise, daß die Chartrrcd Companri iich cirie fortgsseßte Mix";- wirthschafi habe zu Sckiulden kommen lassen. In dem Von ihr verwalteten Gebiet beste!)? ibatsächiick) das Skiaucreisystem: es habe eine ungerechtferiigte Bsschlagnahme von Vieh statt: gefunden und einr unglückliche stölkerimg sci mii Maxim- Kanoncn niedergemacht wordrn. Redner richtete sodann dir Frage an den Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain, ob dersrlbe mii Rhodes in ].inirrhandlungen zum Zwrck der unvrrändrrten Aufrechirrwaltung dss gegenwärtigen Freibricfs der Grkcllschafr eingetrrten sei; er fragte ferner, wricheGarantien Lk in Be ug anf die künftige Verwaltung der grgenmärtig der Charter? (Tympanr) Unterstclyenden Gebiete geben one, sodaß Skandale», wie die in Martin's Berichi 1nitgethriiten,_nicht mehr möglici) seien. Der Bericht drs AUEschUULs, fuhr Stanhope fort, habe Rhodes ais Staats- mann auf das Schärfste vcrUrtHcilt; es sei die Pflicht der Nr: gierung, ihre Mißbilligun Des Verhaltens ledks' kund- zugeben und auf alle Fä 2 dafür zu sorgen, daß skin Name aus der Liste der Mitglieder des (Heheimrn RathL gesrrickisn werde; wenn Übrigens Rhodes Straflosigkeit zuerkannt WSWS, da er als Patrioi gchandcii habe, so soliie doch Bit fich ÖM Folgen seiner Handlungen nicht eiiiziehen können Was die nicht zur Vorlage gebrachtsn Telegramme brtrrffe, so frage er, ob noch Line Korrespondenz stattgefundén bade, nachdem der Staatssekreiär fÜr die Kolonien die Drpefchca Hawislsii zurückgegsben habe, Und wrnn dem so sri, warum dis Korrc-wyx: rrnz dem AUSschuffe nicht vorgclrgt worden sri. Solange TUM Trlrgramme nicht zur Vorlage gebracht wiirden, wsrde SM V2rdacht dcr schwersicn Art weiierbcstrden. Die Orffcntlickii-eit werde die Empfindung habrn, daß irgend jemaxid bcsckiiißi wcrdrm, irgend Ein Skandal vortuschi wsrden soils. Die Pfliciit drs Koionialamts sei, eine möglichst umfassende Untersuchung zu brircibrn, die Schuldigsn zU bsstrafen, den aus dsr schiechrsn Vrrwaltmrg entstandenxn Beschwerdcn abzuhrlfen und Bürg- schaften zu schaffr'n, dax; die Üblc Verwaltung nicht in Hukmxxr fortdauerr. Die Autorität und di? Würde des Paramxms müßten gewahrt werden. Er hoffe, das Haus werde_ emrr richiigeren Anschauung 1":er die ihm obiirgrndcn Prlichtcn biiidigrn als der Ausschuß und werde seinen Antrag unter- siüßen. Nack) Stanhop: sprach Norton zur Unteritüßung des AntrageH. Darauf ergriff Labouchére unter lauiem _Gx leichter das Wort. Derselbe äußerte srine Ueberraschung „Ubek die Verschwörung bcidrr Seiten des Hauses zu schwctgerz. Sir W. Harcourt untrrbrach ihn durch den ZurUsk „Warten Sie eine Minute!“ Labouchére entgegnete, _ck habe g€wartei, ob wohl die Führer beider Seiten des Harries bereit seien, Stanhope's Rede zu beantworten. Der „BerlckU des UntersUchungsausschuffes habe zugegeben, daß Rhopks an dem EinfaUe in Hohem Grade schuldig sei: schuldig mchk nnr der Verschwörung gegen die Regierung eines befreurxdetezt Staates, sondern er habe aucb mit der größten Treuloiigkclk gegen Chamberlain, gegen die Direktoren der Chartered €an Dani) und selbst gegsn diejenigen gehandelt, welche mit _ikim bsi dcm EinfaU beiheiligt gewcsen seien. Er (Nedner)_1i_eb€ im allgemeinen auf Seiten der Revolutionsvartei, wum,
jedoch, daß die Umwälzungen zu gunsten dcr Rechte„_dkk Bevölkerung und nicht zum Vortheile gewiffer Kapitallitén gcschähen. Obgleich Rhodes betheuert habe, er 'sei nach England gekommen, um über alles freimüthige AU?- kunft zu geben, habe Lk doch auf eine Anzahl von Fragxrx die Antwort verweigert unter dem Vorwande, daZ durch dteikibe andere Personen kompromittiert werdrn könnten. hodes [Zabé "ck gegen den Ausschuß widerseßlich gezeigt, indem er die Vor- legung der gewünschten Telegramme verwei ert hahe. Das britische Volk werde bei solchem Vorgan den en, daß ks UM u Lande ein Gtskß für Reiche und Mä tige und Ell! 911731055 für Arme und Niedrige gebe, und der Eindruck, den dreier B9?“ gang im Auslande machen muss?, werde der sein, daß man „YT Engländer für eine Nation von Heuchlern halte. Der B;?“
des Ausschusses sei nicht abschließend; er gebe der JUZ? der Beziehungen des Kolonialamtes zu Rhodes und anders"
bei dem Jameson'schen Unternehmen Betheil' ten nicht auf dxn Grund. Er glaube durchaus, daß der taatsjekretär fur die Kolonien nicht über die Pläne Rhodes' infornxterr gewesen sei, vor!?)s müsse er sa en, die konservativen Mitglieder des Ausschu es hätten in MöZlichstes gethan, rim zu _ver- hindern, daß man einen Einblick in diese Dinge gewmnx. Er sei überrascht, daß Hawksiey's Weigerung,_ die Telegramme vorzulegen, nicht sofort dem Hause bcrichiet worden sei. Wenn Chamberlain dieselben gescheg habe, so hätte er dies dem _Yusschuffe erklären müßen; Er, Redner, wünsche zu wmen, ob irgend eine Korrejpondenz zwischen Chamberlain rznd Hawksley über diese Telegramme existiere und ob diese Korrespondenz dem Hause werde mit: gctheilt werden. Es sei der Vrrdacht entstanden, daß man be- fürchtet habe, Hawksiet) werde nur zu mittheilsam skin, und ihn deshalb aus dem Zeugenstuhl berauégrdrängt habe. Sir W. Harcouri möge immerhin sagrn, schloß der Redner, daß er Unrecht habe; aber selbst wenn dem so sei, werde er für den Antrag Stanhope stimmen um der Unabhän igkeit des Hauses wiUrn. Hierauf rrgriff der Schuß anzler Sir M. Hicks Beach das Wort zur Erwiderung. Derselbe wies die Angriffe Sianhope's und Labouchére'ßzurück und führte aus, daß" eine eigenihümlichere Resolution kaum jemals dem Hause unterbreitet worden sei, als die Stanhope's; der Ausschuß sei ibatsächlich in Einheüigkeit ernannt worden, Um den Einfall Jameson's zu untersuchen und Über die zu- künfii e Verwaltung der Chakrered Company zu bcraiben; bei der ahl der Au§schußmiig1ieder sri eine besondere Sorgfalt angewandt wordrn. Es )ei höchst ungewöhnlich, wmn nicht bcispirllos, ein Tadrlévoium Über die VNhandlungen des Ausschusses einzubringen. Die Rade Stanhope's bcfaffe fich nicht mit dem Inhalt seiner Resolution, sondern verlange Aufschluß Übrr die grgcanodes ciazuiciienden Maßrrgcln. Der Ausschuß hahe zwei Dinge zu untersuchen gehabt, nämlich die Umstände dss EinfaUS und die Vér- waitung der Chartered Company. Der Ausschuß habe seinem Auftrag in _zwei Thrilc gciheiit, habe dcn ersten Theil ' untcr1ucht Und darüber klar urid erschöpfend berichtet, Habe aber nichiZe'it gchabt, auf die Frage der Verwaltung der Charicrcd Company _einzugehen; cs bleibe drm Hause übsrlaffen, deiiseihen AuSschuß wieder zu ernennen oder einen neuen. Er hoffe, das Haus werde dies nicht iizun; es sei nicht die _Ilufgabe des Ausschuffcs gewesen, bestimmte Schri1ic betreffs Rhodrs zu rmpfehlen, es sei Sache der Regierung, zu erwägen, weiches Verfahren gchn diesen auf Grund des Bcrichtcs einzuschlagen sei, aber bei dem Vorgehen gegen Rhodes werde _dir Regierung desen all- gemeine Verdienste berücksichtigen mü1sen. Betreffs Hawksley's sei der Ausschuß der Annchi gewesen, daß man nicht gegen ihn, sondern _gegen Rhodes wegen der verweigerten Telegramms vorgshen münc; es sei aber nicht crwümcht ewesrn, daß der Bericht dadurch verzögert werde, da keine Re 6 davon gewesen sei, daß dcr Staatssekretär für die Kolonien mii in den Einfal] verwickelt gcwssen sci, Man habe von einem Skandal gesprochen, der aufgedeckt werdr-U mäss , aber die Vorgänge im Ausschuß zrigten, daß fortwährend die riesenhaftestrn Seifenblasen Über drn verantwortlichen Theil des Kolonialamis in die Luft geblasen wordrn seien. Solis dsr Ausschuß griadelt wcrden, weil er sich nicht an der weiteren Verbreitung böswilli er Brzichtigung betheiligt habe") Wolie Stanhope das Ausland e- friedigkn, dcffanlaubensgriikclisi, daß Großbritannien stets per- fide sei, oder hoffe er diexenigen zu befriedigen, die, noch mehr als die Aukxländer, bereit seien, Böses von Englandzu denken? Im Juiereise des Friedens in SÜEAfrika und der Beseitigung der Differenzen dcr beidsn großrn Raser! in jenem Weitiheil sei es wcfeniiick), daß die Untersuchung ende. Sir W. Har court erklärte, der Bericht sei klar und Erschöpfktld in seinen Schiüffen, daruntrr in dem, daß Lord Roswead und daS Kolonial- amt keine Kenniniß v0n__der Absicht des EinfaUs gehabt härten. Der Hauptangriß des Tadelswotums sri gegen das Vrrimlten drs Ai1§1chuis€§ brireffs Hawksley's gc: rickiei. Dieses Vcrßalien 1ei zwar ein außergewöhnlichcs, abe; cin gswÖHNiickzrs Vrrfahrcn wiirde eino Berichtrrstaiiung währcnd der ]eßiger- Session unwahrscheinlich, wetm nicht un: möglich grmacht haben. Die Brzichiigiing, der Ausschuß Habe Telegramme Über die Verschwörung verheimlicht, sei schmack): voll. Er (Rednkr) vertraue Chamberlain's uud Sriborne's Widerlegung der Erklärung Harris'. iiemand würde wie Chamberlain gehandelt Haven, als ihm der Einfall gemeldet wurde, wrnn er dabei betheiligr gewesen wärs. Rednrr würde sick) efreut haben, wenn die Resoliiiion Stanhope's auf den_©chlußsaß, bsireffend Hawksley's Erscheinen vor dem Yume, beschränkt grmesen wäre. Birrel beantragte die
orilaffung dcs crsien Theilcs der Resolution, sodaß dieselbe iich auf Hawksley's Vorladung beschränke. Harwood unter- s1Üßte dicses Ymendcment._ Der Erste Lord dcs Schaßamts Balfour bekämpft? dasiclbr und sagte, der Sprecher Habe schon enlschieden, daß über die gesammte Resolution verhandelt werden folie; aber ein stärxsrer Grund sei, daß der erste Paragraph der Resolution emen TadclSantrag gegen einen repräsentativen Ausschuß enthalte und das Amendement die Zurückziehung des TadelSantrags verlange, ohne daß das
aus darüber abstimme. Die Regierung verlange,„daß das Haus darüber abstimme. Sir W.Harcourt konnte sich dcr Ansicht nicht anschließen, daß das Amerid-ement dem Hause Linen ur- sprünglichen Antrag critziehe; die Wirkung des Amendemenrs sei die Verwerfung des gegen den Ausschuß gerichteten Tadels: anirages. Sir M. Hicks Beach erklärte, er sei_ anderer Meinung und bestehe darauf, daß das Haus durch Abstimmung den beantragten Tadel bejahe oder verneine. Nunmehr erhob sich der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain und bemerkte:
, äite i e wie en, so würde man mein S wei en vielleicht mißdeZet baYrHschJchg danke Sir W. Harcourtcbundg Campbell- Bannerman für ihr loyales und liebenswürdiaes Verhalten bei der Unterstüßung der Beschlüsse des Auskcbuffes. Ich war zuerst nicht_ geneigt, eincn parlamentarischen Aus chuß fiir den besten Gerichtshof zi; ballen, aber die Opvofition tbeilte diere Ansicht der Re kerung mcht und deshalb gab ich nach. Ich fü te mich an drm Wunsche“ der Opposition, selbst in den xLKUSschr-ß mit einzu- treten. Aber von dem Augenblick meinks Eintritts an war ich LLWiffermaßen zugleich Richter, Zeuge und Angeklagter, und meine Hände waren sehr gebunden. Ick freute wird daher auf diese Erörterung und hoffte, cht endlich als freier „ann reden und als freier Mann Rechenschaft ablegen zu konnen über das, was ich that. Ich war erfreut darüber, daß COUrtney sein volle's Vertrauen in meine Unschuld zum Ausdruck bkqchte, aber ich hatte doch, noch immer Besorgniß um meinen Ruf, uZetl irgend jemand, wenn iä) ihn auch nicht kenne, die Ansicht haben konnte, dasß ich mö licherweise schuldig sein könnte. Ich kcznn es aber ganz Iktro 1 meiner Ehre überlassen, fiZselbst zu wahren. Meme Antwort auf anonyme Angriffe bildkten meine andlungen. Was die Telegramme
anbetrifft, welche nicht zur Vorlage vor den Ausschuß gelangren, so bildete ibr Inhalt keinesfalls Beweiématerral gegen das Kolomalamt. Ich glaubte zunächst, fie bezögen sich nur am die Revrxlujwnxals aber dann die Gerüchte immer an Umfang zunahmen, Wuntchte :ck sie zu sehen. Da ich indeffen kein Recht hatte, die Vorxage der Telegramme zu erzwingen, „so konnte ich fie nur auf die Bedingung bm erbcxltkn, daß sie als Vertrauliche Dokumente an niich kxelarzgtenx Bet der Rücksendun derselbrn sagte ich jedoch, daß ich, ozveit meine Person in Beira t käms, gegen die Vorlesung mchjs xmzuwerxdxn hätte. Ich hoffe, daß auch meine politischen Gegner. darubcr bestie- digt find, daß die Anklagen ge en Mich nicbt bererbtigi grwesen find. Mit dem Bericht des AuZsÖuKes über Rhodes bin [ck im wesent- lichen cindersianden, bin aber überzkugt, daß„ mag, _auch der Fehler Rhodes' so gros; getresen sein, wie ihn nur em Politiker oder Staats- mann begebrn kann, der Charakter Rhodes' als eineß Mrmnes Don Ehre in keinrr Weise berührt ist. Labdurhézre bat die befitgfien Anklagen ßsgen Rhodes, Veit und Harris erboren. Ladoucbezre bat dis Vorrechte des Hauses _mißbrauäyt. Von_ Harris aus- gefordert, seine Anklagrn durch Aniübrxmg von Tbatiacbcn _zu be- rveisen, war Laboucbézre hierzu nicht im itankx. _ JeZt bar er dieselben Ynklagkn wieder Vorgebraäot, sie konnten aber Einfach Zbgewresen werden. Rhodes bat Linen gewaltigrn Fehler (ngszer 1_111§_k-Q]§S) besangen, für den er Strait? dkrdienr. Ist er denn nichr bestraft worden? Hat er denn nicht den Posten als Premier-Mimxter der Kapkolome per- loren. feryer den als Geschäft§fübrer der Chartered Company; sxmsn Einfluß, frinen politiscbé'n Ruf und die Möglichkeit, LZ'LlLLW" Dtrriste xu thun , die er zu thun boffte, _als er die F'oderatw'n Süd - Afrikas antizipirrte? Die Negxxruna'_ „hat nicht dre Abfickit, Rhodés zu vrrfolgén. Was soli Süd-Arrrka denken, rvenn di? Regierung Rhodes die Eigenschait als Mitsitsd des Gebrtmen Raids nimmt, die ihm wrgen seiner Dienste zuerkannt wurde, welche in Süd-Afrika wärmsre Anerkennnng__finden als hier? Was die Verwaltung der Cbartrred Company byirisrt, so sind dre Truppkn ihrer Kontrolc Entzrgen und der Kaixerliäyen Regierung uriterstküt Wordcn. Der Vorstand drr Geseilschaft muß ernsuert und wsnn die Grsellschaft noÖ writer brftebkn soll, eine direktere und wirksamere Kontrqle seitens der Kaisrrlicken Redierungausgeübt werden. Die Regiernng wümcht Rbodcfia so bald als möglich Selbstwerwaitung zu gsken. Ich „glaube, dirskr Zkitpunkr wird nicht fern sein, denn drr Bau der Ciienbahn nach Bukarvawo wird wabrscheinlich im nächstkn Jabrr erndrt skin. In der Zwischenzéit wird die Regiérung rie Kontrdlr ausüben. Wäbrsnd der Unrkrsnchung war eine Verhandlung mit dsr Cbartrred Company und andcrrn nicht möglich. Ich glaube aber, daß ich mir über einkn 11811811 Plan vöÜig klar geworden bin, besondkrs nachdem ich mich mit Milnrr, dcm GOUVLMSUX" der Karkolonik, darüdrr brraihen habe. Ich hoffe dabrr, in Rbddrfia eine vrcvisorisch€ Kontrole einrichten zu könnrn, wrickxe JSJLU Mißbräuckße SCHUH grwäbrt. Der Cinfal] Jamcsmrs batie rie,- LMS in Süd-Afrika kritiicb gestaltet, abér dis britische Ne- gi€rur1g blisi) ruhig und übte, wäbrsnd sie die britischen Rechte ent- schieden irabrte Und ZLJM jedS Vrrkürzung schü te, _kcinrn Druck auf die Vkrtretrr Transriaals aus, wie sie Wok) harte thun solién. Angenblicklick) ist unsrrr L; 8 TranÖVaal gkgrnüber zufrikdénsikllender als 33»: irgend rian Zeit na drm Einfall Jamssdn's. Ick babs mit den Premier-Ministern der Kapkolonie und Natals und dem Oberricbter Von Natal gesprockysn. Danach herrscht, obwohl noch immerhin rin? ge- wiffeSpqnnung untrrbeiden Volksstämmen dorbandsn ist, im aligemrinsn dsr Wun1ch Wr, die Angsxegenbeit auf frisdiichrnx nge zu erledigen. Ich kann aus eigenkr Ersadrung sagen, daß aus Skiten dcs Präsi- denten Krügkr er Wunsch bestsbt, drr britischrn Regisruxig in durchaus angememenrm Gxisie entngenzukommen. Ich glaube daher berechtigt zu scin, drm Hause zu der Thatsache Glück zu wünschen, daß dis Rr-girrung bald ZU €in€m durchans befrirdigrnden Rssultat gelangen wrrd.“
Das Amendement Birrrl'I wurde sodann mit 333 gegen “7-1 Stimmen und der Antrag Sianhopés mit 304 gegen 77 Stimmen abgelehnt.
Türkei.
Gestern fand, wie das Wiener „Tclegr.-Korresp.:Bureau“ meidet, in Bujukdere eine Konferenz der Botschafter und in Tophane die drei chnte Sißung in Sachen der Friedensvcrharidlungen était. Fünf Artikel des Friedsns- veertrages find redigiert und theilweise definitiv festgestellt. Als Kriegsenifchädigung, einschließlich der Ersa leistung für Be- sckiadigungxn von Priyaieigenthum, sind 4 illionen türkische Pfund bcstimmi. Dr_e Feststellung der Modalitäten für die Jahiung der KrtrgSeniichädigung und die allmähliche Räumung Thcialiens durch die türkischen Truppen bildet jeßt dcn (Hegen- stand der Vrrhandlungen,
Nach einer Meldung drr „Times“ aus Konstantinopel vom 25. d. M. mmmt ein Artikel der von den Botschaftern entworferien FriedenS-Präliminarien Schiedsrichter bei jeder etwa . auftretender Meinungsverschiedenheit zwischen den griechischen und iurkisch2n Bevollmächtigten in Aussicht.
Aus Kanea meldet die „Agrnce Harms“, daß Dschewad Paschg gestrrn den Kgnsuin Besuche abgestattet habe. _ Das inrktsche KrtegSsÖiff „Fuad“ sei gestern beirn Vorbei: fahren einem Angriff der Aufständischen von Akrotiri aus- grseßr qrwesen. _ Die Rückkehr der in Sitia liegenden franzofischen Kompagnie nach Kanca fei gestern erfolgt.
Dänemark.
Der König von Siam hat, wis „W. T. B.“ meldet, in der leßten Nacht an Bord seiner Yacht „Maha Chakri“ die Reise von Kopenhagen nach London angetreten.
Amerika.
Der „New-York Herald“ veröfferrilichi die Aritwort Japans auf die Note dcs Staatssekrsiärs S_i)erman, welche dieser in Erwiderung auf den Protest der japanischen Regierung gegen die Annexion Hrrwaiiéz an Japan gerichtet hatte. Die Antwort ist in höslichcm, abcr festem Tone Zehaltén und erklärt: Japan werd? fortfahren, einen iplomatischen Krieg zu fiihren, und möglicher- weise noch weitergchen, um _die Annexion Hawaiis zu verhindern. Es sei Japan unmoZlich, an die ma rscheinlichen Folgen des Erlöschens der Selbstandigkeit Hawaiis ganz theil- nahmelos zu denken und dieselben ruhig Hinzunehmen.
Wie aus Havanna berichtet wird, sollen daselbst in einigen Häusern NiederlaÉen von Schicßbedarf cntdecktworden sein. Es seien mehrere erhaftungen vorgenommen worden.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Bürgermeister von Erbcyhcim Born, Mitglied des
Hauses der Abgeordneien tür den 8. Wiesbadener
ahlbezirk (Landkreis Wiesbaden, Kreis Höchst), ist gestern in Wiesbaden gestorben.
Arbeiterbewegung.
In Magdeburg haben, ,wie die „.Mgdb. Ztg.“ mittbeilt, am Sonnabend in den Harmonikafabrtken von Traugott Schneider u. Co. 84 Arbeiter die Arbeit ntxdergelegt. Sie haben eine kürzere Arbeitßzeit gefordert, die ihnen nicht bewiUigt werden konnte. Der Betrieb der Fabrik wird nicht gestört.
Aus Greiz berichtet die „Geraer Ztg.“ zum_Ausfta_n_de „der Steinseyer (Vgl. Nr. 172 d. Bl.), daß Ersaß fur die Ausiwndtgeu durcb auswärtige Arbeiter beschafft worden sei. _ .
Aus Berlin wird dem „Vorwarts'_ zum Ausstande m der Eisengießerei und Maschinenfabrik von Lours Gruyauer u. Co. von der irma mitgktbeilt, daß es sich dri der Arkeitkemftsliung nrcht_ um die urückziehung vorher bewilligter Forderungen handle; aucb hatten nicht sämmtliche Arbeiter die Arbkit niedergelkgt. (Vgl. Nr. 173 d. Bl.)
Aus Prag meldet „W. T. V..“: In dem Zirkus der Vorstadt Weinberge hielten Estern die Arberjslosen eine Vsrsammlung ab, an welcher ungefäßr 1200 Personen tbeilnabmen. Dieselben durcb- zogen sodann in geschlossenen Reibrn unter Abfingen eines Vérbotenen Liedes die Straßen. Die Polizei zerstre'rrte die Mknge. ' .
Aus Stockholm wird dem ,Wolff*!chn Bureau“_berrcbtet: Die vom schwedisch Seemannsverein am_ 14. Juli beichlonenerilgememe ArbeitSeinstellung auf den 1chwedischen Schiiisn „hat gestern begonnen. Jm Stockholmer Hafen Wird nur auf zwetSchtffen gearbeitet. (Vgl. Nr. 163 d. Bl.) " .
Aus Charleroi wird der „Koln; Ztg.“ telegravkzterr, daß 580 Arbeiter einer Grube in Gosyslins _wegen Lobnitrerrs die Arbeit niedergelegt haben. Die Ruhe ist ungritört.
Aus Lens (Pas de Calais) MCldLÉ „W. T. B.“: Am Sonntag Abend kam es in Drorourt zu Streitigkeiten zwischen französischen und bslgischkn Grubsnarbeitern. Gendarmen, welcbe vermitteln wriitén, wurden mit Steinwürfen empfangrn urid zum rhei! Ver- wrsmZei. Erst grgrn zwri Uhr Mrrgsn-F war drs Ruhe wisderder- gere t.
Statistik und Volkswirthsthaft.
Zentralstellen für ArbeitHna-Hweiss.
In Kaiserslautern ist eine antralxieüs drr ArbSiiSnackyMise der Pfalz eingerichtet wyrden, welche mir d€n_Nachbarb€zirk€n und dersn Arbsitsnacbweiirn vrrkehri, Die Geschäiis besorgt, wie die .Soz.-Corr.“ mittbxilt, das Bürgermristeramt, dem auch drr ArbeitSnacbwsi-Z für Kaiserslautern untersteht, ganz unsntgeüiirh. Anfragen ist eine Marke für Antwort brizufügén. Arbritgebsr, denen innerhalb 14 Tagen nach Eingang ihres Arbeiterqrsuchs Arbkiter mit ordnUn Lmäßiger Anweisung zugrsandt werden, haben, falls die Steüen b&ßt find, den zugeschickten Arbeitern die Reisrkosten- auslagen zu vergütsn. Dis Zénrralstelie drstebt für die Arbkiisnachwkise in Frankenthal, Ludwigsbafrn, 3crustadt, Zweibrücken, Si. Jngbrrt, Landau, Pirmasrns, Speykr und KaiserIlauiern. Die Anmeldebogen, die jede Anstalr_am Diensta und Frsirag jeder Woche an die ZrntralsteUe einznienden bat, ba cn je rineRUbrik ,sucbr' für Arbeit- nrbmer, dre Ardkit suÖen, und eine .grsucht“ für Arbeitgeber, bei drnen eineArbeitssteUe frei ist. Am Mittwvch und Sonnabend jeder Woche geben dann die Zusammsnstellungen von der Zentral? hinaus an die einzelnen Anstalten und an Eine? Anzahl auswärtiger Arbeits- nachwchxise und Zentralstélien (Karlßrube). Für 98 vrrschied€ne Ge- Werke und Hantierungen sind die Formulare eingerichtet und Raum für schriftliche Einzeichnung etwa nicht befondsrs gruanntrr ist vor- handen. Die Steklen, denrn die Bogrn zugéhsn, babkn solche anzu- scblagén odrr dcn Inhalt sonstwie bsiannt zu machen. Die Ein- richtung ist praktisch Und srfordert Vsrbältnißmäßig wrnig Mühe), sie wird sich jédrnfalls bald bswäbrrn und Eine Grundlage zu writerer Zrntralisikrung und Vereinigung von brnacbdartcn Zentral- stSÜLU bilden.
Kunst und Wissenschaft.
Auf der gegsnwärtigcn 711. Jnirrn_ational€n Kunst- ausstsllung zu Münchsn sind folgrndr Künstlcr mit Mrd aillen angezeichnet worden;
1. Medaillr. Malerei: Prof. Stuck, Prof. Hadérmann,
ros. Oberländer, Adam Kunz, Pros. Firlk, Soroila y Bastida, Tito „Lisi, Josielin de Jong, Brkirner, Bastrrt, John Swan, Burne Jones, Charles Shannon, Vrrstraete, Rumpler, Cazin, Weeks, Hodlkr, Cscök. _ Architektur: Cuypkrs.
11. Medaille. Malkrei: Hisrl - Drronco, Landenberger, Hsyden, Kirchner, aber du Faur, Karl Haider, Slevogt, Graßl, Kästner, Raphaöl, ckuster-Woldan, Rob. Sch1€ich, Prof. Holmberg, Yaris Petersen, Rettig, Buchbinder, Prof. Simm, Ekenaes, Böhme,
ernar, Friese, Walther Petersen, Walther Gay, Mac Ewe", Stewart, Maimé, Gilsoul, qungwyn, Muhrmann, Grkifenbagen, Peppercorn, Rrid Murray, Hamtlton, Brough, Mcgard, Gandara, Fromutb, Smits, Vander Wéele, Kdldewsv, Grow), Luigi Bazzani, Temple, Mosé, Jfid. Kaufmann, Stabli, Giron, Burnand, Menendez Pidal, Fortuny, Cubells,„Ebner, Flesch-Bruningen, Pasternak, Endoguroff, _ Bildhaneret: Prof. Christ. Nori), Néxzer, Habich, Otto Lang, Valtl). Schmitt, „Ad. Beermann, Karl Kiefer, Hugo Kaufmann, Yetrr Breuer, Giujeppe Renda,_ Rathansky, Stirling Lee, Jean
erain. _ Architekrur: Pro]. Cm. Seidl, Dülxer, Hocbeder. _ Graphik: Overbeck, Hall. _ Klrinkunst: GaUé.
Nachdrm der Geseßeniwurf, welcher die Erwerbung der Galerie Von S. Maria Nuoda in Florenz fiir den italienischen Staat zum Gegenstand hat, der Deputirtrnkammer Vorgelegt und genehmigt wordrn ist, scheint es, so schreibt man der Münch. „Allg tg.“ aus Rom, auch mit dem Ankauf der Galerie Borghe € Ernst zu werden. Die Summe Von 420000 Fr. wird das Florentiner Spital für seine Bilder erhalten, unter denen sich Hugo Van der GNS“ berühmte ,Llnbétung des Kindes", Madonnen von Fra Angslico, Verrocchio und Botticeüi be- finden. Auf 7 200 000 Fr. ist die Galerie Borghese abgeschäßt; für 3700000 Fr. wird, fie aber der Staat errVSrben können. Diese Summe erschkint tm'Vergleicb zu den Schcxsyen, welche diese berk- liche (Galerie birgt, kerneßrvengs 'zu boch qegri en, eher gering. Man braucht nur Venturi's prachttg außgestatteten Katalog zu durcb- blättern, um die Herrlichkeiten diessr Sammlung ins Gedächt- niß zurückzurufen. ,Die .Gradlegung' Raffael's, Correggio's Danae, die Circe des Doffo Dosfi und Vor aÜem Tizian's „himmlische und irdische Liebe" gehören zu den Hauptwerken, welche die Kunst auer Zeiten hervorgebracht hat. Daneben besitzt die Galerie eine ganze Serie Von Werken geringeren Rufes, aber yon gleicher künstlerischer Qualität. Aus der Mailänder Schule sind Marco Oggione und Andrea Solario vertreten, aus der Florentiner Botticeui und Pier di Cosimo, Fra Bartolommeo und Andrea del Sarto, aus der Umbrischen Fiorenzo di Lorenzo und Perugino, von dsn Ferraresen Garofalo und Mazzolini, Von den Venezianern endlich Lorenzo Lotto, di Bonifazio, Antonello da Messina und vor allem Tizian.
Laud- und Forstwirthfchaft.
Ernteaussichten in Serbien.
Die außerordentlich ungewöhnlichen WitterungSVerbältniffe im leßisn Herbst, Winter und Frühjahr haben einén bedeutenden Einfluß auxbdie regelmäßige Entwrckelung der Saatkulturen in Serbien aus- geu .
Infolge der regnerischen HeriZstWitterung und der damaligen Ueber- schwemmunaen wurde Weniger Wintkrgetreide als sonst angebaut. Den Ausfakl hoffte man durch eme umfangreichere Sommersaat zu decken. Die anhaltenden Regen und Ueberschrvemmungcn im Frühjabre sind jedoch Ursache, weshalb in diesrm Jahre viel Weniger Mais gefäet wurde als sonst.
Im Großen und Ganzen rechnet man bis jetzt auf eine Mittel-
ernie.
Die Gerstensorten sind ziemlich schwach gediehen. Wintergerste hatte durch den warm-feuchjen Herbst und das nasse Frühjahr viel Lagerung bekommen und gab kleine minderwerthige Körner. Die Sommergerste konnte der ungünstigen Witterung wegen erst spät an- gebaut werden und giebt infol e der übermäßigen Feuchtigkeit und ungenügenden Wärme eine schlc te Qualität.
Vom Weizen ilt fast dasselbe wie von der Gerste. Dennoch find die Aussichten ier etwas besser. Winterweizen hat aus denselben