1823 / 27 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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ist fozkmde Thatsache: An eben dem 'von

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handlungen, welche über diese Adreffe siattgefundcn, haben tyir einen neuen Beths von dem Geiste gewährt“, welcher die thto- nal- Repräsentatton für mich und meinen Sohn pcscclt. Dteser Wetteifer unter Ihnen würde mir nock) einen hdhcrn Grad per Zuneigung zur P ichtxmachcn, wenn es" möglich ways, daß Meme Scclcnkräfte sick) verüärkcn, meine heißen Wünschc für das Vater- land noch glühender werden könnten. :

, Mcm Sohn hat sick), den Wünschen des Volkes gcmaß, sein künftiges Familien-Loos, durch seine 3'*“abl vorbcrettct; DW YU- ßrengungcn dieses Volkes, die dadurch gewonnenen RcmltaMmd wichtige Beweggründe füx daffeldc, dic Fortdauer des Systems zu wünsénen, das wir eingeführt haben. „_ , _

Dic repräsentative Regierung muß 1xch au_f dexMttte zwxschcn den zwei Extremen, Dprotismus unqd Zügerjtgkctt halten. Der natürliche Hang des n1enschlichenc§s5ct|cs netgt my_naxl) dtcsct) Ex- tremen hin. Darum ist es eben so schwer, dc_n_ rtchttgcn Mare,!- Weg zu finden, als" sich darauf zu crhaltxn. War havcen dteZthl erreicht. Bei uns fi'ndet weder Despottsmuß noch anellongkett satt. “Oer Eifer und das glühende Zntexcne für d“. Sache d_er Freiheit sind ohne Zweifel lobenswerth, allem wenn hetdc nacht m_ den gehörigen Schranken gehaZtejx wcrdxn, so verltcrt da; Volk die Freiheit, die es liebt, statt 1tch tm Ben.!) dxrsclbey zu bxxesjtgen.

Ick) verhehle mtydie großen Schwtcrtg_kcttcn mehr, dre tc!) zu beseitigen habe, um dteses Gleichgewicht autrecht zu erhal_tcn. Ste Werden noch vermehrt, wenn man zwischcn alten Instituttonenynd einer neuen Verfassung, zwischen Gesetzen und Gewohnhcttcn, welche jene Jnftitutioncn geheiligt haben, und den Vcrbefferungcu, welche der neue Vertrag crheisävr, ctnherschrcitcn muß.

Ich fühle, als Bewahrer dieses Vertrages, daß man den Ein- fluß der Meinung und die Macht der Gewohnbrtt schonen muß. Ich achte ebenfalls jene, bei den Menschen oft so mächtige Vor- liebe fur Dinge, die sie von ihrer K*indheitan ltcbcngclernthabcn,u. an welchen sie biswcixen eben so haygcn, als an ihrem Eigcnthum.

Ich bitte. die Vorsehung, das; ne uns die NatiOtMl-Ehre, das einzige von acht: Mxtern, da:"; man schwer wieder ß'ndcr, wenn man das Unglück gehabt, e:; zu Verlieren, unversehrt erhalten helfe. Dann werde ich, als erster Beamter und erster Bürger, unverän- ßerliche Rechte auf den Dank“ einer loyalen und tapferen Nation erworben haben, dte mich berufen hat, ihr meine Dienste zu wid- men, und den Glanz ihres Namcns von Neuem zu erheben.

Ich danke Ihnen, meine .Herren, für die Liebe und Ergeben- heit, welche Sie für Meißen Sohn und seine künftige Gemahlin beweisen. Ick) würdige desselben als König und Vater. In dem Alter, worin Ick) MM) befinde,]mt man gewöhnlich das Ziel sei- ner Aussichten erreicht. Mir Und wahrscheinliU) nur“ noa) wenig Jahrebesckyieden, aber Mein lcßtcr Seufzer wird den Allerhöchn um Segen für das Schwedische Volk und für die Skandinavische Halbinsel ansehen. Versichern Sie die Stände Meines fortdauern- den Königl. Wohlwollcns.“ _,

Christiania, 1.4. Febr. Zu Bergen nnd bereits gegen

40,000 Tonnen frische Häringc gesalzen wyrdcn. . Warschau, 24. Febr. Der Großfürst Konstantin Kaiserl. Hoh. ist vorgesern nach St. Petersburg abgercist. - Dem Bc- scl)luffe Sr. Maj. des Kaisers gemäß, sollen im Laufe d. I?:- zur Komplettirung der Polnischen Armee, 5000 Rekruten im König- reiche ausgehoben wcrden.

St. Petersburg, 14. Febr. Der Gencrak-Gouverneur von Finnland, General Graf Steinheil, und H„er Ataman dcs Uraltschen Kosacr'cn-Heeres', (Hen. Major Borodin, nnd Kränklicheits halber, auf ihr Ansuchen, entlassen. Als Nachfolger des Erstern nennt man YnsGM Lieutenant Demidoff, als den des“ Lclztcren, den Obersten

a arow.

Jm v. F. belief st'ch dcr Werth der aus Riga geführten Waa- ren, auf 31/178/540 Rad.; der der Einfuhr, zu Landcund zu Was: ser, auf 11,514,225 Rub. Getreide wurde nach Vcrhälmiß dcr rei- chen Aerndte, nur sehr wenig verschafft, am mciücn noa) nacj) Nuß-

land.

- -- Der Oberß Baschmakow im Chevalier- Garde: Regiment, dankt in den hiengen “öffentlicher; Blättern, dcm Stel]- macher Kumming hieselbsk; für dcffcn_ th_m gefertichtl Reisc- Wagcn, mit dem er 23; Jahr [Wg geeretst 1c1), ohne eme ecnzige Reparatur daran machen lassen zu durfen; Der Fall ist bei dcr Schlechtigkcit der jetzigen Wagyxr-Waare allerdtngs" so selten, daß er wohl werth war, zur Nachetscrunq per “Stelxnmclwr, Schmiede, Sattler, Schloffcy, „und anderer bett Anferttgung cines Wa- gens beschäftigten löbltchcn Gewerke, vtellctcht auch in anderer Her- ren Ländern, in den Zeitungen erwähnt zu werden.

Konsiantinopel, 25. Jan» (Aus dem Oesicrr. Beobachter.) Die Türkische Staatsverwaltung hat durch die Entfernung des Mannes, desen unglückltchcr Etnfiuß in allen „Geschäften und Ver- hältniffen fühlbar, und,gleichsan) allgegenwärttg war, an Regelmä- ßiJskeit ynd Festigkeit mxht wentg gxwonncn; ' Dre 'Minkücr über- la en steh jetzt, mit allexniger R11ch1tcht nuf dtc Zufriedenheit ihres Herrn und die Bedürfntfse des Nerches; dem Gange, den sie nach ihrer Ueberzeugung für den _besexen halten; und dieser scheint durchaus darauf gerechtet, dte Wtcdcrherüellung der allgemeinen Ruhe mehr durch vcrsthcnde, als„durck gewaltsame Mittel zu bewtrken. Jeder Tag ltefert davon dre spycchcndüen Bcweisa In der ngptsjadt haben vollends alle Besorgmffc aufgehört; die Grie- chen smdxn den-Zet'ten der-ticfücn Ruhe _ntc beser“ bchandel'twor- den, als 1eßt*): und wer Konßantinopel tm Jahre 4821, ja noch in der crften Hälfte von 1822 gekannt, dem entgeht die auffallende Veräsnderung nicht, die steh seitdem in der ganzen Gestalt des öf- fentlccben undPrtvat-Lebens ngetragen hat; , _ . _Der- end1iche Fall von apoli dx Nymama nach einer zwei- xäbrkgsn Belagerung, obgleich unstreittg etn wichtiges militairisches

*Ereig-niß, hat. in der Hauptftadt gar keinen Eindruck gemacht. Es

*) Alle gesandtschafxlichq Bericlxte__„ aus Konstantinopex lauten über diesen Ptmkt vollkommqn etnsitmer, un_d tulxren die _merkwux'dtgffen Beweise davon n. - Am Neuxahrs-Tage racl) m der Griechnchm .K'trch, nach Beendigung

a .des Gottesdienßes, zwischen den Griechen selbst, man Weiß nicht aus welcher

eranlaffung, et heftiger Streit aus, welcher die Türkische Polizei-Waehc nö- _ _ gschi (Dscbanib Efendi) gefuhrt. Dieser schickte sie 'ogletch zum Patmaxchen, nur _der Erklärung: „ex werde sack) nie in die Funk- tionen des Oberhauvtes der Grtecksxchen Nation mtscspen.“_ » Nock) auffallcuder Tage, wo dte Nachwcxht von_ dem Verluste

apoli in der Hauptstadt eingelaufenWav, wurden mnmxtltche Hydrioten und Xsarioten, die im Baszno eingeerkert gewesen waren; frecgelassen, und in den asernen ves Arsenal einquartterx. Diese Maßxegel tr„as metstens solche, ne mit den Waffen in der Hand _den Tm-ken in die Hande gcmllen waren.

* . (Anmerk. des Oeskerr. Veoh.)

th te sich ins ittel zu le en. Es wurden eint e unruhige Individuen ver- “?Üet; Und zum Tschank?!) g

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ksk/ “[S Ob Feder fühlx, das: das endliche Schicksal der Insu tto_n mcht wehr durch_ ctnzclne K'rjcgsvorchUe bestimmt werdenkz Dre TÜrkcsthc (Jarmson, die noch :s; bas 1700 Mann üarkg

sctx seyn soll, gkößtentheils auf EUJlisclun Fahrzetagen Skala Nuova gebracht worden. Dies ij dre erste Kaynmw

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Welche dic Insurgcntcn gcwiffenbafr vollzogen haben; und da]

die Türkischen Gefangenen von ihnen um ungewohnter Milde haydelt wazrden, sk) schöpft man daraus die beruhigende Hoff dgß der vxshcx mtt so vtclcr Grausamkeit geführte Kampfso emen 111ex11chltchercn Charakter _annchmen werde.

Odyneus l)at„mit dcn Türkischen Pascvcn in Thessalien Waffcnmußand drs zn Ende März gcschloffen. Die Sache,- schrmt, _nach einem Konsular-BerécOte aus Athen, sche'r zu)“ dre Bcdmgungen waren aber nicht bekannt: es heißt, die Tak

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um 27|en Stücke der Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung

vom 4ten März1825.

haben sich verotndlicl) gemacht, nicht über Zcitun vorzurücken,“

Dic Pforte hat die Nachricht erhalten, daß Dschclal Pai'É-Z'

bisheriger Gouverneur won „Bosnien, der zum Nachfolger“

Churschtd Paschaxrnannt way, chx er noch sein KommanddW ten konnte, an etner Krankhett, dre er sack) durch die Schnellch

seiner Reise zugezogen haben soll, gestorben ist. Er war als"

tapferer und kriegskundtger, aber zugleich als ein rauher undg sgmxr Mann bckaxmt. An seine SteUe M Mehmed Pascha, Ktam des Churschtd Pascha, der sich in den Kriegen gegen Pasc_ha besonders ausgezeichnet, zum Bcglcrbeg von Numclrcn Chef der Armee ernannt worden.

Hamid EfendL, dcr unmittcxvare Vorgänger des jetzigenxéx ; Efendt, der tm Jahre 1821 seme Stelle verlor, und vonxz

Efendi verwiesen wurde, ist vox wcnégTagen hier a,ngeko- Man vermuthxt, er werde tn sctncn vortgcn Posten Wtcderci ten; doch dtescrhalb mchts bcsiimmu

Nach hier eingxgangcncrx Privat: Nachrjchtcn, aus, denen abcr wcntg Zuverläßtges crgtebt, soll in Akarnanien dtc Lage;?“

Dmggfür Körngorte schr u::gkmftig seyn.

_ „Dre Terktsclx Flotte ist am :4rcn von den Dardancne ' htxßgcn Hasen „ctngclaufcn. An ihrer Ausbcfferung und Verst» xvxxd„_attss thättgstc gearbeitet“. Am 1éz5ten stattete das" gesaw thncrmm dem neuen Kapndan - Pascha einen Besuch aux“ Flotte ab, und wurde von ihm prächtig bcwirthct,

An eben dem Tage langte der K. Großbritannisckw Box;-

ter, Lord Strangford, nach einer langen und stürmischen S

in dc1,*e„sxc1uptftadte gn. Er ward an den Dardaneuen mit 18“ ncnschuncn begrußt, und hécr sogleich von Officicrcn der» thchFJOcan1tcn feierlich bewillkon-Unt: , _ *

Bet der fortdauernden _ürengen Kälte ist der seltene Faß gctxetenädaß sclbü cw T_hccl dcs hiksfgkn Hafens zufror. Da tft xcdc Spur dxr Peu vdUig verschwunden.

_Korsu, 20. Jan. (Aus dem Ocsicrr. Beobachter.) DWF z_u_g tn Akarnanten hat eine für die Türkischen Waffen sehr W“ nxgc Wendung genommen., Die Belagerung von MCsÜlo-Y/M vtseztx Ende des Jahres metvicler Ansircngung nnd abchdc Glucks fortgesetzt worden. Reschid Mehmed Pascha hatte, dM

ven Insurgcntcn :Korps, die den ganzen December hindurch Aspropoxamus her, das Belagerungs-Korps in scin'cr linken F1; bcunruhcgtcn, mehrere ficgrciébe Gefechte geliefert, und w;- Folgc derselben vis in den äußeren Graben von Mesalongi v

drangen. Mittlerwxile waren die Türkischen Truppcn Mangel an Lcdcnömtttcln sehr hcrabgekonuncn; und die von.- Pascha kommandtrten Albgncscr hatten schon längst deutlich zu kc_nn_ex1_gegcbcn,„ daß ste, thrcm alten Charakter getreu, immcr dtc “Sens, wo ne die mcisictt Vortheile Zu finden glauben, übe treten gcnctgt, ngk dcn Augc'nvléék der Aufhebung der Belagcr erwarteten, unx uch gegen die Türken zu erklären. Es schcént, Onxer Pa1cl)_a 1elbyt Den Umtricbcn unter den Albancstscvcn Vo Sxammcn nrcht ganz fremd war; daß er Reschid Pascha'ö' und Turken Vertrauen längst verloren hatte, und daß jener eigetü dec ganze Last der Unternehmung allein trug. Unter diesen» ständen wurdc endlich zwischen bridett Anführcrn befehloffcn 0. Jan. emen etztsckxjdendcn“Schlag gcgen Mcsalongi zu Rcschtd Pascha 1chmctchclte ml), die Sache geschickt und zwe ßig vyrberettet zzz haben, schritt aucl) Wirklich mit "vieler Entf scnhxtt _zur Ausmhrung, und hatte sich bereits mehrerer Ban: vernachttgt, als er pxöylicl) von den im zweiten Graben vcrüeckt haltc_ncn schr zahlretchen Insuxgentcn mit einem so heftigen empfangen wurde, daß er zurückweicbcn mußte; und da er nach den Albgnescrn umsah, die ihm nun zu FMF kommen ten, wach dtese bereits von aUcn Seiten auf der Flucht. ',; endete dte 5Zchagcrung von Mcsalongi, auf deren Ausjqang ss" Monaxen dre Aufmerksamkeit allerBewohncr der benachbarten der gejpannt war. Dre beiden Pascha's kamen am 14. Jam dcm ,Ueverxcste ihrer Armee in Vrachori an. 1 _ Rio Janetro, 14. Dec. Unsere neue Flagge ist gkän„(“» ganza) und goldgclix (Oesterreich). In der Mitte befindet Ulk) KaiserL. Wappen; dtes enthält eine Ring - Kugel (ein math?) sches Instrument, aus etner hohlen Kugel bestehend, die aus schredcncn Rengen zusammengesetzt ist, welche die Kreise der mcls-Kugel tm Kiemen vorstellen) im grünen Felde; dies;,Fck duxck) das Kreuz“ des Christ - Ordens in vier Theile gethstlk/ mtt vlatxen RettenYelegt, auf denen sich 19 slberne Skerytx: 19 Provtnzcn Branléenvj) bcféndxn; statt der sonst üblichch halter,- sproßt auf der ctxzcn Serke dc§?_Wc1p!;)ctts,einjangeZKa baum, ausdcr'andcrn, eme Tabaks-P'fianze empor; beide nnd, wunden mrr xcnern, grünen und oldgelbcn Bande; über denzG zen schwebt dxe Katser-Krone. ucl) unsere Kokarde ist M", goldgelber Etnfasung. . Batavia. Am 8- Okt. hat der“ Feuer-Berg Galong 1" Preaxxger Regentschaften, einen so schrecklichen, Lavauromergo- daß aber 2000 Menschen dabei umgekommen smd.

. Herr Sennfelder in Paris (Eränder der" Kunst de dryckcIY hat üatt der bisher gebrauchten schweren Steine, 1- Phtsch)c,qutten erfunden, welche aus mctallnen Tafe_ln be'la gnd met emer ücinartigen „Muse überzogen smd. Dress P, smd Mchk nm“ dünner und leichter, sondern auch im Pretse Mt, 5tel wohlfetler. Eine neue tragbare Presse, welche zur Arb“

solchen Platten geeignet ist, Macht den Gebrauch dieser Ekßnd __

noch allgemeiner.

Bei'

Folgende Thatsachen liefern ein Bild des gegenwärtig in panien herrschenden rxgellosen upd anarchtsechen Zustaydcs. _ Der ehemalige Köntgl. Preußtsche Geschaststxägcr M Mgdxtd, .berst von Schepeler, „hatte, nachdem er mtt den gehört en äffen versehen worden, dtcse Haupxstadt am 15. Jan. oerla_ en, 111 25. zu Miranda angelangt, tznd tm Begytff, tn cmem dorttgen asxhofe von den Beschwesrltchettcn der Retsc_ auszuruhcn„waxd in Wagen von dret Offtcccren des, Iten BatatUotxs von Ytttorxa nd dcm Postmeister des Orts umrmgt, xoelche mct Ungesium d_te äffc des Reisenden verlangten. Mtt Muhe „gelang es dtesem,„ em immer zu erreichen, und erst nachdem er semcn Paß dem emen ener Officiere, welcbenKer zu etnem solchen Begehren berexhttgt Zelt, hatte vorzeigen tamen, wgrd er vpn de_m groben Andrmgen ieser Menschen befreit. Ste verwexltxn tndeß „noch vor dem asthofe und sangen anx hellxn Tage ettxt?c der ntcdrtgsken Stro- hen des Tragala. Spätcrhm wurde dtc e Scene, _unter furcht- arem Geschrei, noch z1veé1nal_1viedcrholt, und daher der AUIruf chört: „Es“ lebe die K'onsiitutton! Tod den Tyrannen von Preu- en und Rußland!“ *

Der Herr Oberst hielt es für gut, dem Kommzmdanten dss „ten Militair-Déstrééts zu Vittoria von dtesem Vcorxaxle Kcnntmß 1: geben, um tick) durch dessen Anordnungen v„or ahnltchen Velet- égungcn auf der noch zurückzulegcnch Rctse stchex zu ücllcn. wtescr machte eintgc leere Etttéchuldtgungcn, verjprack) nber ugletcl) dic Bestrafung der Ruhcßorcr, und bot dem, Herrn Gc- chäftsträgcr einc Eskorte von etncm Unter:Officter und geht eitcrn an. Allein diese Vorkehrungcn hatten mehr den beabstch- 'gten Erfolg. Kaum in Mondragon angelangt, ward dem Herrn on Scl) ep eler sein Paß durch dxe Schtldwache abgefodcrt und väter die Rückgabe desselben vcchtgcrt, _unter dem Vorwanixe, dcr Paß nicht seine Réchtigkctt have, wctl er am 26üen xn Btt-

Wa visirt worden scx). Auf die Bemerkung derselben, daßedtesc n'rfirung dcm Paso nichts von seiner Gülttgkctt nehmen konne, “berhmchtc kurz darauf ein Soldat den mündltchxn Befehl, Hexr WU Schepelcr solle vor dem Lieutenant crschcmen. Dtcser WU“: erte sch) dcffcn natürlichcrwcisc, da der_Paß hmxetchendeAuskunst ber seine Person gab. Bald aber erschtctz der Ltcutenant Alexan- cr Rodles, vom Ncgimcnte Betancos, m Person, „warf den Paß in den Reiscwagen, und brach in HieWorte_nus: „Ste mchn Ge- sandter seyn, odcr sonsx jemand, htcr hat ,mcmand, zu gcbtetcn, als ich; ich befehle Ihnen, auszußcigxn und sxch zu nur zu begeben,w1- drigcnfalls Sie von htcr mcht sortkommcn wcxdcn./_/ „Nun gut,“ erwiederte Herr von Schepeler, „so werde tch hter bletbanK- „Man spanne soglcxcl) 'dtc Pferd'c aus,“ sagte hterauf der Ofßctcr, „und führe den Netsench m_dte Wache.“

In diesem Augenblrske _crmyerxc src!) err von Schepeler, daß der Kommandant zu „Vtttorta th_n mit cmem Befehle versahen hatte, wodurch .alle Ofäctere angewrescn wurdxn, thn gegen chetz igungen des Volks zu schützenz Auf Vorzetgung d'tcses Papters sagte der Lieutenant Robxes mtt chacbtung; „Das rst etwas An- deres, nun mögen Sic retsen!“ Als ehm darauf Herr, von_ Sehe; veler, jedoch nur leise, bcmcrkltch maZHte, daß er stxh sem bclex- digendes Betragen gegen ihn fx'ägltck) hatte ersp_aren_ konnen, schrte er: „(3:.».-.» (ein niedriges Schnupfwyrt d_er SPWYH wenn Yu nicht gleich schweigü, so werde ich Dreh mrt vtcreS usen _bcgru- ßen; ich bin Spanischer Officier und Ltbe-xales, kammer; mtch um keinen Gesandten, und .Wenn Du noch em Wort redest, so lasse ich Dick) erschießen!“ - Nach diesem wüthendcn Anspruche Ward dem Herrn v o n Scl) cv xler, jedoch unter den abscheultchstcn Dro- hungen, seine Wciterrctse geüattct. Noch vor den Thorcn von Mondragon ward sein Beiwagen angehglten, und nur nach aber-

Wligem langen Hin- und Herrcden fretgegehen.„ _ _

Die dem Herrn Geschäftsträgcr von Vtttorta atrSzygcthetlte

“Eskorte hatte ihm zu nichts genützt, denn der Unter-Ofßctcr wggte Mcht4 sich dem Lieutenant zu widersetzen; auch der Paß war th boxt keiner besonderen Hülfe gewesen, und nu_r dcm oncncn Rc- ?lxtfitions-Schreibxn des Kommandanten zu Vtttorta, verdankte er eme endliche Fretlasung.

Inland.

Berlin. Am gten März ging hier ein redlicher Mann, von unermüdlichcm Eifer für das öffentl. Gemeinwohl, d_er Profxffor und Bibliothekar Wadzecr, mit Todx ab; Dres von, ehm gesttftc- ".“ prlthätégen Anstalten sprechen _fur dre Gute „setncs Herzens, six setnen milden Sinn, und für fernen cHlen thlenx (Hates zu *Ytkkxn/ mehr, als alle Worte. Mögext dte armen Kmder seiner «müxtute, nicht zum zweitenmalc verwatßscyn! _-

" Der Seite 242 im Artikel Martenwerder erwahnte Squ- MM, über den mehrere Botaniker, 111th selbß die Herren Kroes in Gotha, und Treeranns in Breslau, naheycn Aufschluß zu c- hen,. außer Stande nch erklärt, M, nach den m Nr. 8 und 12 ex bkkßgen'Spenerschen Zeitung befindlichen Bemerkungen des, bet den Herbarien im Königl. Botan.,Gartm hteselbsi angeüclxten Dr. von Schlechtendahh und des“ Dtrektors und Prof. Dr. meZ ““bis anders„ als der Saame von dem gemeinen Acker-Ehrenprctv (yßkouiaa bsäsrifolia).

Königsber 1. Pr., 21. Febr. Karl„Denckmann, 25 Jahr alt, aus dem DorfeKalgvacken (Rechz. Gumbmnen), von qrmen Acltern

s_demBaucrnsiande geboren, wurde im 14ten Lebensxahre zu einem ; Flerseherin die Lehrcgegeben, nach2 Jahren aberznr Landwehr ausge-

hoben, machte die Feldzüge von 1815, u,. 1815 mit, und_kehrte nach deren Beendigung t. J. 1816 mit sexncm Regtmente hteher zurück, Von da ab war sein Lepens'ZWandel exne ununterbrochene Reihe _von Verbrechen. - Lüderltcbkett xmd Netgutxg zum Txunke, zogen th strenge Strafen zu. Descrtton und vtelfach weederholtc Dreb- stähle hrachtcn ihn unter die Fcüungs-Baugemngetxcn m „(Hraudcnz und Ptllau. Am letzt genannxen Orte hatte zhn emcr semer Mit- gxfangcncn, Pawlowski, quf exnem Meffer-Dtebßahl ertqppt, wollte dre Vortheilc deffelhetx mttgenteßenz und„drohetx dahere thn zu ver- rathen, wenn er mtt th_m dcn (Hewmn ntcht thetlen wurye. Denck- mann that d_ies aber ntchtz und dte_ Fylge davon war, dee Entdek- kung des Dtebstahls. Wuthend htcruver verbarg Denckmann ein Meffer in dem Aermel ferner Jacke, und versuchtc1dcn Pawlowski aus der Stube „der Gefangenen zu locken, um _thn zu crüechen. Aber Pawlowskt, von Anderen gewarnt, folgt_e ntcht; dcm Detzel- mann jedoeh fiel, während er den Pawlowskt auffodxrte/ mit thzn zu kommen, das Meffcr aus dem Aermel, es wurd; von eurem Met- Gefangenen bemerkt, und obgletch cr xs schnell zvtederzu verbergen suchte, ihm dennoch entriffen. Er verlteß nun dte Stub; des Stock- .Hauses, traf jedoch bei dem Heraustreten auf den Mttgefangenen Gorißky, und dßcser solx mm tm Yorübergchen den eben begange- nen Messer - Dtevüahl ehm vorgxruckt_haben. Dencxmamxwurde hierüber so aufgebracht, daß, er eme ntcht wert von chnx ltegende Holzaxt holte, und ohne wettcxcn Wortwoechsel den (Horttzky, der am Feuer-Heerde üandz und ehm detx Nacken zugekehrt hatte, mßt dicser Axt dergestalt nur den Kopf hteb, daß der Getroffenx mtt zerschmettertem Schädel hmßüyzte. Denckmann wqrf nun pte Axt weg, und ging unter _dic ubrcgen Gefangenxn mtt anschemender Ruhe urück. Dockxm demselben Augenbltxk entdeckte „einer der Mitgc angenexxdte Lerche dxs' Erschlagenen, rtef dtc Uebrtgen her- bei, und übereinstimmend stel dex Verdacht auf Denckmann, der auch sein zwiefachcs Verbrechen etngeßarxd, und dafür nach Vor- schrift der Gesetze, zum Tode durchs Bezl yerurthetlt ward, welche Strafe heute an thm vollzogen worden tft. _

oscn. Am, 16. Febr. feterte'die Stadt Bomnowe _dasxAmts- Jubi äum des_ drttxen Lehrers an threr Schule , des verdienülichen Kantors Tschtrschmy. Aus der ganch Umgegend, selbst von Po- sen und Breslau kamcxt seme ehemaltgen Schüler zum fröhlichen Feüe herbei; 120 Portwnen Fletsch wurden am Vorabende des In- beltages an die Armen vxrthetlt, auf daß am morgenden Freuden- Tage, nn Städtchen Bo1_anowe Keiner darbe. *

„Nach abgehaltenxm Gottesdtenüe ward der Jubilar, vor dem Altare knicend, feierltcl) etngcsegnqt; der vom Ober-Präskdéo ab- geordnethommisaréus schmückteghn sokxann mrt .dem von Sr. Maxverltehenep Allgem. Ehrenzctchen, dee Kommune vcrebrteihm bx: der Tafel nnen sxlbernen Becher, der K_öntgl, Poln. Konsisto- rml-Rath Lauber zu Waxschau, sem ehemalchr Schüler, und meh- rere Warschauer hxiderlet Gejchlechtes/ „die fruher fernen Unterrich1 g_cnoffen, sandten :hm vxrschtcdenes Stlberzcug; von Krakau liej em vergoldeter Becher gern, und von anxn Orten, mzd Enden siröm'. ten Gedrch-te und Gluckxvynsck): Schretben herbst; Den feßu, „chen Tag beschloß em jrolccher. Ball, den der Iubtlar mit einem Ehren-Tanke exöffnete. _

Saar ours (Reg.. _Bez. Trier), 20. Febr.. GeWtß wenig- Städte in Europa, bet „emex Bevölkergn von kaum 4000 Seelen, haben in einem so kurzen Zettrauxne so M e Ofäciere aus threr Mitte zur„Armee„g_efteUt, als Saquoms. Voq dem Frayzöüschen Revo- luttons-Krtege an (1790) bts zur Preußtschen Bestßnahme (1815), also während kaum 05 Jahren„üanden in Franzönschen Mélitatr- Diensten, sämmtlcck) m Saarloms geboren; 3 Marschal _von Frank- reich (der General Ney); 5 General-thutenants: von Cher- mont, v_on Fayart, Graf Grenter, Muller , Nenauld, jez: ziger Bürgermetüer der Stadt; 5 ']xsijréclxaux (1? oamy; Ba" ron von Chobert, Baron Grenter, Vtcymte Toussatnt; : Gene- ral-Adjutant: Kautz; 6_ Overüen; 2 Majors; 10 BatailloW-Kom- mandeursx 5.1 Kapttatns; 59 Lteutengnts; zusammxn 158 Di. namentliche Liste der Leytcrn besuzdet slch quf pcm BurHermexsierek Amte. In den Wisenschaftcnazecchttetm stel) m „versch edenen Fä- chern, durch ihre Schrjften, _wahrend deffclben Zcuraumcs, mehrer- achtvare Männeyaus, nämltch: Hubert, Hayxr; _N- Poncelet, aus: gezeichneter Phystker; Cherubm Heil, saMMtltch nicht mehr am Le- ben, , . *-

Die Düffeldorfcr intun exnpäehlt deßnen, deren Augen durcb, Nacht-Arbcit oder sonütge „ufalxe gesckzwacht snd, *einDunßbad von Kölner Wasser. Man gteßx dtescS' mlich in die„ oth Hände, und hält sie vor die Auge)), dre ür!) dadurch bald ge rkt und er- muntert fühlen. Ein htengex anerkannxx guter Augetx-Arzt besiätkgi die Güte dteses einfachen Mtttely“; [cl)„lagt denen, dxeecht Kdltxe-r Wasser nicht haben- können, met gletchem Nußen die _gus 1e- dcr Apotheke zu beziehendx Mixturn 016050-bu]5;§,mi03 (früher 13.1153- mus yum: Üoll'mxumi) vor, und macht nur schließlech darauf auchrk- FLam, daß, wenn die Augen roth oder gar triefcnd keynesollten , de:

eidende beide Mittel gusseßen, und “den Rath eines tuehtigeu Au- gen-Arztes ungesäumt emzuztehen suchen solle. _ , - » .

' Die rümer emeinnüßigen Blätter empfehlen: deu Hühnern, Nesselsyißen, . Die zur ZYit, da 17? Saamen habxn, esammelt und ?veysrret worden, in Meren- Teig zu geben, worauf ste Tag fur ag_Eyex legen urden. Ein gleiches Re: _ ? sultat werde exkol en, wenn man die Hühner, zur Zeit da ste legen, oekoa-tex Hafer, warm n'eq en kaff , -