1561
die Kapelle eingetreten waren, nach-den Zimmern Friedrichs des Ersten zurück.
.Das Hohe Brautpaar nahm dort die Glückwünsche der anwcsonden Höchsten Familie an.
Während der Zeit Versmnmelrcn sich die, in der Kapelle und in den anstoßenden,Zimnwrn befindlichen Personen in dem Ritter-Saale. Die Thür nach der Bilder-Galerie, in welche die Z11schauer anf Billers eingelaffen waren, wurden gsöffnet.
Seine c)))?ajcstät der König und die Höchsten Herrschaften begaben Sich hierauf in den Weißen Saal.
Des Königes Majestät seßtcn Sich mir dem Hohen Brautpaare an den unter dem Thronlximmel gestellcen Spieltisch.
Alle Übrigen Prinzen und Prinzessinnen nahmen die, zu beiden SZÖTEU dcffelben gesrellken Spieltische ein.
Die großen Hof - Chargen standen hiUter dem Stuhls Seiner Majestät, die Kavaliere hinch den Stühlen ihrer Herrschaften, die Damen hinter den P rinzessin 111 11.
Die l)offä[)i§1e11 Personen näherten sich den Spieltischen und machten Seiner JJTajeftät dem Könige und den übrigen Prinzen und Prinzessinnen ihre „“Tour.
Seine O)?ajej'cäc der König becndigen das Spiel,!
sobald Allerhöchsrdieselben benachrichtigr worden, daß die Tafel servirt war. Der Wirklich Geheime Rath und Hof- O)?arschal Freiherr von Malßahn annoncirce hierauf das Souper.
Die Königliche Ceremonien-Tafel war uncer dem Thron- Himmel im Rittersaale.
Sobald Seine Majestät und die Höchsten Herr,- schaften dort angekommen waren und Sick) niedergelassen hak- ten, traten die zum Vorlegen der Speisen ernannten zwei General-Lieucenants :
1) von Brauchitscl),
2) von Kessel, an die beiden Enden der Tafel. Sie gaben die vorgelegten Speisen den hinter ihnen stehenden Kannnsr-Lack'aien; diese den Pagen und von diesen erhielten sie die f1111k'110111'1'911de11 großen Hofchargen und Kavaliere.
Die Allerhöchsten und Höchsten Herrschafkew nahmen folgende Pläkze bei der Tafel ein,
An der ONitce der Tafel das Hohe Brautpaar.
Dem Hohen Brautpaare zur Rechten, neben der Prinzessi t1 Braut Königlichen Hoheit, Scir1e9)?ajes1är der König; zur Linken, also neben dem Kronprimzcn Königl. Hoheik, Ihre Köt1igl.Hol)cic die Frau Erb -Groß- herzogiu vonMecklenburg-Schwerin, woranfdann die übrigen Höchsten Herrschaften nach ihremRange folgten.
Außer der Kö11iglichenCeremonien-Tafelwaren noch fünf _ Tafeln, an welchen *
1) Der General von Gneisenau.
2) Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf von Bernstorff.
3) Der 61711111 111111110 ("10 1-1 (;,-11-(i01'0110G1'af von Grote.
4) Der Ober-Kammerherr Fürst zn Sayn und Wirt- genstein und
5) Der General-Adjutanc, General-Lieucenanc von dem
Knesebeck, die Honneurs machten. -
Seiner IJTajescät demKönige ward der Wein durch den Ersten Oberschenken, Grafen von Neale, Überreicht, und Seine OJTajestät befohlen hierauf, daß die Hofsraatcn stch an die, ffir sie servirten Tafeln zurückziehen sollcen.
Seine TNajeskät der König brachten die Gesundheit des Hohen Brautpaares aus, sobald die Sappe von der Tafel gehoben worden war.
Auf ein gegebenes Zeichen ward diese Gesundheit an allen Ta- feln ausgebracht. Das MUsc'k-Chor der Garde war auf dem Bal- kon im Saal, musicirte während der Tafel, und blies Tusch wäh- rend dieser ausgebrachten Gesundheit.
Gegen das Ende der Tafel stellten fick) die Hofstaaten wie,- der hinter die Stühle Seiner Majestät des Königes und der übrigen Höchsten Herrschaften, und traten Zl)- nen, wie zuvor, vor oder nach, sobald Allerhöchst- und Höchstdieselben aufgestanden waren.
Seine TNajestäc der König nebst den Höchsten Herrschaften begaben Sich, nach aufgehobener Tafel, in den wetßqn Saal zurück, wo sich schon vorher die Geheimen lSkaatsmmister und Wirklichen Geheimen Räche versammelt )a ten.
Sobald Sich Seine Majestät unter den Thronhim- mel gestellt hgtten, 11ähertefichder, die Stelle des Ober-
?arschals verkehende Wirkliche Geheime Nach und Hofmar- schal dem Hohen Brautpaare, und nachdem er Höchst- demselben angezeigt, daß Alles zum Fackeltanz bereit sey, begann lekzcerxr in folgender Art:
. 1. Der dre Stelle des Ober-Marscbals versehende Wirk- liche Gehetme Rath un_d Hofmarschal, Freiherr von Malßahn, :.nkx dem großen Marschal-Staabe in der Hand, eröffnete den- e en,
2. th folgten die hier anwesenden Wirklichen Geheimen Räche u_nd Geheimen Staatsminister, paarweise, nach dem Datum tyres Patents, so daß die jüngsten vorangingen, mit großen weißen Wachsfackeln in der Hand, also:
1 “Der Wirkliche Geheime Rath Graf v on Ing enheim. 2 Der erkliche Geheime Rach Woldermann.
3); Der Werklicbe Geheime Rath von Heyde'breck.
4) Der Präsident des OHer-Tribunals von Grollmann.
[
]
ff.
6) Der Staatsminißer Graf von Bernstor 7) Der Staatsminister von Klewiz. Lortunk 9) Der Staatsminisker und Ober-Kammerherr FK Sayn nnd Wikkgenjkein. 10) Der Skaacsminister 11011 SchUckmant1. 11) Der Scaarsminister Graf von „Bülow. 12) Der Staatsminister von Beyme. 15) Der Staatsminijker Freiherr von Altenstein 14) DN“ Scaacsminißer von Brockhausen. *) ' 5. Das Hohe Branrpaar, welches Unr-er V9 der vorgemannten Pex'sonen einen Umgang im Saale 1111 Daraus nähcrrcr sich die Prinzessin Brauk S, Majesrär dem Könige, und nachdem .Höchstdjes Seine WTajescäc durch eino Verbeugung zam Tanze gofodert, begann ein neusr Umgang. In ähnlicher Art t::n Höchsrdieselbcm mit allen Prinzen, welche s Zuge befanden, nach der von Seiner OJTajeskät für Tag befohlenen Ordnung. Seine Königliche Hol) 'it der Kronprinzra 011111111" mic den im Zuge be'indlfch gewesenen Prin 1111 11 en. * Nack) beendigkem Fackelra11ze begaben sich die AMK sren und Hö"chsre11 Herrschasken, unter VOl'kKékr Hoftkaaren, zUrÜck nach den Zimmern F“ riedrichs desEKK Nachdem daselbst von der Ober-Hofnwiserin Jhrev niglichen Hoheit der Kronprinzessin, Gräfin Reede, das Strumpfband ansgscheilt, und durch die 81111 und Staats-Dame, Fräulein von Viereck, dem (5511) Kath Und Tresorisr Ze11cker, die Krone Überlieferr den, ward der Hof wiWer enklaffen. , Am folgenden Tage, den 3011911, 11111 [)alb12 Uhr,f11 .“?irchgang smtr, bei welchem alle Höfe in Gala erschéenen. dstnGoccesdiewsce war bei den H o h en Vermähicen [)«3,
?[bxnds 6 Uhr Kour" bei Jhren .Kéö_t1igi. HohcikeU démK prenzen und der Kronprtnzesxjn.
(Libnffa, von Krcxjizcr; 11011111: .Die R 1“! ckk'cl) 1? des lings, panfoxncnnsthes Vor'ypiel.)
th1d (50111101 bei Seiner 3))?kljv'skäk dcm Kd Schloss.
11 i g e 1111
nigl. Hoheir. 5011|)» 1111 Pri113essinnen-Palais. Frei-IT
Don 41:61! December ])jmzr bei Seiner 932111170 Königlichen Palais. des Frühlings).
errichrenden G5311cral-Ko111111isston 3,11 Regultrnng der 1111151 lichen und bäuerlichen Ver*!_ckältnisse, dcn Gehcinwxi ZK Rath 11011 Zakrzewski, zum (»V'cneyal;.KT01111111Ü'111'1115 Direktor, den Landes-OekonNnie-Rarh Krüger, zumD *LZ*91111111's7,“-.11'i115,. und den vormaligen Gerichks-Prokm Scl) 111111111 11, zum „Juüitéax'ins zu ernennen geruhet.
ordentlichenProfessor 111 der theologischen Fakultät derh gen Umverstcäc ernannt worden.
BekanntmachUng.
njgl. Opernhause zu gebenden Frei-Redouce werden voké l1che anstandtge Char'ak'rer-OITasken gewünscht.
Bunte (31111111-0-8001-13 und bunte Domino's sind g tet. “
Besondere Billers zu den Logen werden 11ichta115x
Plalz zu nehmen. „
Während des Aufenthalts in den Logen steht es Ze frei, sich zu demaskiren, während der Anwesenheit im S nur erst von Ein Uhr an.
Die im Saale selbst angebotenen Erfrischungen we unentgeltlich gereicht.
Da die eingehenden „Billers vernichtet, und Kontre ken an den Artsgängen nicht gegeben werden, so ist die
richcung getroffen, daß die Herrschaften von ihrer Bedien in den untern Fluren erwarkec werden können, so wie au_ dem an den A118gat1gs-Thüren einige Leute angestellt ! um die Kutscher zum Vorfahren anzurufen.
bäude gegenüber, als auch durch die nach dem Opernp gxhende Thür. für die Königl. und Hof-C'quipagen.
*) *Der Wirkliche Geb. Rath Graf v. Hatzfeld und der Sta Mknißer v. Kirchctsen , konnten Unpäßlicbkeit halber, der Sta Mtniüer Freiherr v. Humboldt, wegen Abwesenheit, diescr F
5) Der “Staatsminister General-Lieutenant von Hake.
lichkeit nicht beiwohnen.
,"»: .
. „. ;*'ZZ„':*'§,"**- _» .“ Z" ;“ *
8) Der Sraacs111inisrer, Gcnsral-Licutenant Graf -'
. ' „ „„ _ _ Hieranf Poloxn, Ball tm Weißen Saale. Dre Damen 611101111611 in HofkieWS
Den 1srct1 Decsmber [);-101 im Rittersaal. Abends 1“ . Den 2Tc11 Dece111berSchausvicl 1111 Scha11spielhat1s1,* „DM Icon Decembcr [);-101" bei dem Kronprinzen
„13.3; 1“ ;1', , _ ., «pm (QMM, ""O O“ IWW"o_ZAngckommen: S'c.Exc.dcr Gcneral-Lreutcnant und Kom-
dear der 8th Division, 1). Jagow, von Mersehurg. Sc. Exc“ dcr Großherzoglich MecklcnWrg-Schwcrmschc Staats- isser, v. Plessen, von Ludwtgslust.
Seine“ Königliche Majestär haben bei der, in Posen
»“ Abgerciü:
[** Wer,.Königl. Französische Legations- Sekretair Bourgoin, Kourtcr nach St. Petersvurg,
Bei der am 5. Dec. 0. auf Allcrhöchsren Befehl im ,
Alle schwarze Dominos und (31101-170-5011113 werde! wie das Erscheinen in Sriefeln, verboten. ' Paris, 23. Nov. Das Hauptquartier Sr. K, H- des Herzogs ben, sondern es steht den Masken frei, Überall ungehl'
Der Eingang ist sowohl durch die dem Univerfitäks- L Der Eingang von der Waffer-Seice bl
Eröffnung des Hauses geschieht um 8 Uhr.,
111 der Redoute um 9 Uhr. Ende 4 Uhr, ; ("f“ g Graf Brühl.
Bei der am 27|et1 fortgeselzken und am 29171311 d. *M.
djgten Ziehung der 5c9n Klasse Mster Königl. «Massen- orie, fiel ein HaUprgejmnn von 20,000-Rcl)l1'11. aus Nr.
111 Berlin bei Bleichroeder; 2 Gewinne zn „5000
is?. fielen anf Nr. 57,595 und 68,582, Graudenz bei
mann, und Salzwedel bei Pfiughaupt; 2 GewiUne 1,11 ". Rthlrn, auf Nr. 25,117 und 26,563,*J)?11gdeb111'g bet , und Mühlhausen bei Blachscein; _1 Gewmm zu 1500 1111. auf Nr. 17,891, „Borlin bei ZKrael; 16 (351110131111 1000 Rthlrn, arts Nr. 1275, 5995. 6803. 7746. 8010. "121 15/872- 50/512- 347044- 46/265- 4Y195Ö- _ 64/041- 48- 73,690. 78,268 und 78,548,-Be1'l1_11 be1 Illevnx, 2111111 Seeger und Anal bei Abr. Sxmonswhn, Franksuxr [31:1 zma'nn, Halle a. d. S. bei Lehmann, Herzbskg hct Ge- (13, Königsberg 1“. Pr. 2mal bei Burchard und bat Heng Mfinscer bei Lücke, Posen 2111gl bei PaM, Scetkm bet 1'11u11d Tilsic bei „Behr; 40 Gewinne zu 500 Rchlrn. Nr- 1382- 1931- 5286- 6/183- 7203. 15,872- 17,554- 67- 17/"675- 19/697- 20/810- 21/718- 24/851- 24/937- 72- 27-2032. 26,259- 28,583. 53,378. 34,076. 34,521- 131. 38,198. 58,845- 41,152- 41/578- 44-008- HMM- 03. 49,179. 59,114. 59,496. 61,108. 61,281.164,861. 61. 71,868. 75,844. 77,064 und 77,650, Bsrlm *2111111 Alevin, bei Asche, 211111l bei Bnrg, bei 9321113130111, 631 stag, bei M. NToser, 2111111 bei Seeger, bei 'Ikb1'.S1111011s- , bei Thiems Und bei W111f61):i111,_Breslar1 betlsmedeZ , bei J“. Holsclmu )'1111., bei Le11b111cher, “bet P1'111z, bel [, 2111111 bei Schreiber und [1-31 Stern, Brieg [161 “Bohm, 1 bei Rkimbold, Krossem bci NMUN", Danzig be1 Aelherty bei Rolzoll, C'lbekfcld bci Heymet“, Goldberg bei Pnpchel,
111111110110 flir die KöniglicheFamilis und die Hofsx a. d. S. anl bsi, Leh111111111, Hamm bei HUffellmann,
Zö'njgsberg 1. Pr. bei Hcygscr, IJTagdebnrg bei Roch,
1111171"le bei Fischer, 9321110311 bci Wolfers, Na11mbUrg a. “x bei „Kayser, Posen bei Pape, St_ck_rit1 bet Kaxow, 1“ bei Zellner Und Wrießen a. d. „O. bei Pärjch; 46 GCLVMUC 00 Rchlrn. anf N12 778. 1519. 1516. 3756. 6511. 8462. 10/109- 17/045- 177MB. LJ/U-„Zl- 23/258- 249577- 25/580- . 25,601. 27,350, 29,080. 30,201. 50,987. 34,275. ' 36/262“ 58/17/1- 41/755“ 45/4k5- “457485- 45/528- - 51/921. 52/508- .55,609. 57,165- 58-821- 63-745- ' 64/554- 67-276- 68/061- 70/054- 70/888- 75/154- 54. 76,302. 76,682 und 78,555-
Berlin, den 30. Nov. 1823. „
Königl. Preuß. General-Lokkerie-Direktwn.
Dcr Regierungs:Chcf-Präsfdcnt v. Wißmann, von Frank- I.
a. d. .
Der Großherzoglich Sachsen : Wcimaxsch Kammerherr, Gx- xe chationI-Rath und Geschäftsträgcr am hteskgcn Hose, ruickaank, von Weimar. „
Der Attache? dcr Oönigléchen Französtschcn Gxsandtschaft am “gen Hofe, du Manois, als Kourécr von Parts. _ Dcr Kapitain Und Flügel : Aßjutant Sr. Maj. Könégcs, v. Thümen, als Kouricr nach München.
- - - - - . - . " ' “: . ' 1nn als *ourier na Der btshertge Lccenkmt Frxedmck) Bleek tsk zum 11 „Z“ Legattonv Rath v Lteberme “ K ck
„ Der Legations-Rath v Arnim, als Kouricr nach London.
ZéitungS-Na'chrichten.
Ausland.
Angouleme war am 18ten in Vittoria.
** “ Ein aus dem Schwarzen Meere kommendes, in Marseille
ekaufencs Oesterreichisches Fahrzeug, hat die Nacbxtcbt über- 1't, daß eine Kriegsvrigg seiner Nation, zwxi Grteclnschc Narzy- tffe Weggenvmmen, und daß ein Franzönsckch_Fahrzcug nch dritten in den Gewäffern vop Samos bewachttgt have; Alle gehören zu der Expsdition, dre kürzlecl) aus Hydra ausgc1_a_u- - Der Kapitain des obgedachten Ocsierrcrcl11schen Schtnes blk auch, daß die Griechische„Regierung auf S1 ra, die Erhe- g ekner Abgabe von Einem Pmüer 91-0 Tonne fur alch Schtffe ? Unterschied der Flagge angeordnet, ,und daß der Katserlici) erreichische Jnternunzius in Konsianttnopel, „dem Konsux in a angedeutet habe, nécht zu erlauben, daß dee Schiffe s_etne_s verains diese Abgabe entrichteten, indem Se. Kaiserl. Maj. dee terung, die Ke auferlegt hat, nicht anerkenne. , MDM; 21. Nov. Das bis zum 25. Nov. vrorogtrte Parla- ksog abermals vis zum dritten Februar k. I- proyogtrt wer- Dte (;.-17.0110 zeiqt die Ernennung des Grafen Rtchard Yon carry , ehemal. Botschafters bei Sr. Niederl. MM., zum Vrs- t des vereinigten Königreiches an'. _ Die Pennonatrc, de_ren en bisher 8106011101: waren, indem ihre Dienüe fast n1cht rs crfodert Wurden, als bei einer Krönung, werden „mehr hätigkeit gesetzt werden. Dieses aus etwa 40 Mitgltcßern bende Königl. Korps hat die Anzeige erhalten, daß es kunf-
n m Windsor die Dienste bei M Könksl- Mak“ 5" "“““)-
1564
ten habenqwexdeo. Zwölf von ihnen werden während eines Mo- nates bcüandxg tm Deenfte, seyn, und alsdann durch eine gleiche
Anzahl abgcköst werden; keen Stellvertreter fol], unter irgend einer Bedmgung thren Dienß verrichxen dürfen, sondern jeder muß in Person er1chctncn und Ferner Pfiecvt wahrnchn'wn. Uebrigens n'nd dre erfoderltchen Ansta_ten zn thrcr Aufnahme in Ansehung 'der Wohnungen, der Spctsung :c. auf _exne anständige und elegante ?lrt getroffen worden. - Madame thgo, und der gleichfalls hier 111 London anwesende Bruder des Genergls, Canonicus Don Mi-
guel de Riego4haven, um dax Leven ck12s Gemahls und Bru- dxrs/1vo111ögl1ci) zu retten, ml) an den hiesigen Franz. M1- mster Fürsten von Polignac gewandt, um die Interzcssion Sr. allerehrißlécßften Maj. beim SpantsCHM Könige anzuficlxn- Der Fürst von Poligimc sandte die Bittscßrtst decscr unglucrlécven Verwandten an Ludwig 311111, sobald als„möglich nach Paris, welches cy dcn Supylckanten, unterm 17, Okt., in cKnem verbind- lichen Brtefe bekannk machte. Da inzwischen D.M1_guelde Ricgo keinen Bescheid auf seine Bittsthrift an den Köntg„ erhielt, so wollte er am 14. Nov. in Mit-Untcrschrift der Gattin thgos,Maria Therese del Ntego, eine _dringende Petition an den “Franz. Mini- üer des Austvärtjgen, Vikomte Chateaubriand, durch Dermitrelun
des Hrn. Canning abgehen laffcn. Eden war Herr Planta, Sekre- tair des Herrn Cannmg, welcher lekztereg von London abwe„se_nd war, duxcl) cinen expreffen Boten autorin'rt worden, die Pcimon nac!) Parts avznscnden, als die Nachricht von Riegos schneller Hm- richtung ihn daran verhinderte.
Die Witwe des Kavétain Cook lebt noch in hohem Altex 'zu Clayham, und hat ihren berühmten Gatten, in Bcfitz aller thxer Gcißeö-Kräfte, nunmehr44 Jahre überlebt. -« Aus, DublinFchrctbt man unterm 151211, daß bei annahendcm Winter auc!) „weedeermn die Neigung 719 GewUtchätigkciren und Auöschweifungcn em Suden und Norden mk) merklicdcr äußere. ,
Gibraltar, („;. Nov. Der neu ernannte Spanische Konsul, Hr. Privas, iü hier angekommen. Obgleich seinem Vorgänger ntcht der Befehl zugegangen war, sein Amt niederzulegen, so hat er doch, sammt “seiner ganzen Familie, die Stxadt verlassen. Er ist ein Mann, der 1111) durch seine exaltirten Gcténttungen unteyder re- voluttonairen Regierung vorzüglich ausgezeichnet hat. Dre Spa-
nischen Flüchtlinge, mit AUI'nahme des Generals Maya, der aus anderen Gründen hier noch zurückgehalten wird, hWaben den Be- fehl erhalten, bitmcn 2/1 “Stunden diese Stadt zu räumen. - Ja vergangener Woche ist eine Dcv_ut«1téon von Liberalen von htev nach Tanger abgegangen, um tick) von der dortigen Regierung einen ZuäuchtNOrt und Anßellung zu erbitten; man verstehert daß diese Bitte ihnen ohne weiteres abgeschlagen worden sey.
Baircuth/ 50. Nov. Der laute Jubel in der König!. Ne- ädcnz-Stadt München, und in den anderen Städten der Nachbar- Provénzcn, welche die Verehrte K*.“onprinzesffn von Prqußcn K. Ho- heit, auf Ihrer Reise, pasnrt hattc, kündigte uns dte nahe An- kunft der Hohen Reescndcn an. * _ - _
Von Amperg konxmcnd, betrat Dieselbe am 22sien d, M- früh die Gränzcn hiengcr Provinz, wo die Herzen der Bewoh- ncr freudig Sie bereits erwarteten.
Auf den Posi-Stationcn hatten die Beamten, Pfaxrer, Schul- Lehrer mit ihrer_geschmüchtcn Schul-Iugend, und dre Vorsteher dex Gemeinden 1111) zum Empfange versammcit, und so trafen Ihre Königl. Hoheit, vom Freude-Fauchzcn des BMW begleitet, um 2 Uhr Nachmitta hier ein, in Begleitung des Königl. _Hof-Kommiffairs und Zber :Stallmctüers Hrn. Freiherrn von Kcßlmg und der übri-
en uite.
g Am Eremitagen-Thore hatte der Magistrat und die Bürger- schaft eine Ehren-Pforte errichtet, geschmückt durch die Wappen und den NamenI-Zug dcr erhabenen Königs-Tochter. ,
HöchstS1ewurdc hier durch eine Deputation dcs Magtürats und von dem fröhlichen Zurufe der Baircuther Büygcr empfangen.
An dem Schlosse war das Linien - Militair mtt seiner Xani- tscbaren-Musik aufgestellt, und beim Axxßstekgen (1111? dem Wagen wurdeldte lverehrtefFürsttn von des Prmzen Ptus von Baiern König . Ho1eit emp augen.
Hiesclbst hatten fiel) auch der Königl. Geneyal-Kommiffair Frei- herr von Welden, mit den Direktoren und übregen Mttglcedern der hiesigen Landeö-Stclle, dann die Stadt:K_ommandgntsth-„xst 111“ dem gesammten Ofßcicr-Korps, so wie auch dte Vorstands der ubrigen Königl. Behörden zum Empfange eingefunden. _ _
Nach dem Mittagsmahle, zu welchem mehrere dtütnguirte Staatö-Oicner zugezogen zu werden das Glück hatten, tratene Ihre Königliche Hoheit, unter dem Zurufe der Sechs - Wunsche des zahlreich versammelten Volkes, Ihre Reese nach Yof an, indem HöchstSie an diesem Tage noch dort anzulangen Wunschten. *- Ihre Reise nach „Hof glich emem wahren Triumph-Zuge; al- lenthalben waren in den bedeutxnderxn Orten Ehren-Pforten er- richtet, und das Volk drängte steh, dtc geliebte Königs-Tochter zu sehen, die das Glück des vor wcntgen Wochen htxr durchgereisten P1“eußischen ThromErbxn zu hcgründen bestemmt tft, welcher durch seine gleich liedens'würdtgen Etgcnschaften, aller Herzen fur ffch ein- genommen hatte.
Mit dem eintretenden Dunkel waren die Orte, welche die Hohe Reisende passt'rtc, von den Bewohnern aus eigenem An- triebe beleuchtet. Reiter mit'Fackcln gclcttcten die Neise-Wagcn, Hunderte vonBewohnern, mtt brenncnchx Laternen versehen, fan- den sich bei den etwas gefährlich zu pasttrcndcn Wege: Strecken,
zur Sécherung der lhöchsicn Reisenden ein, und Alles jubelte dem -11 e der alben tmc).
Z Z Uebers den Empfang in Hof ist in diesen Blättern (S. ©1340 Artikel Hof) das Nähere enthaltxn: daher hier nur nachtragltch die Bemerkung, daß dre dort erwähnte gryßc Ehren-Pfoxte darum nach der Architektur des Brandenburgex Thores in Berltn, an der Gränze erbaut worden war, auf daß dxe verehrte Frinzessn, wenn Sie diesen Sieges-Bogen m der Kßntgsßadt selb betreten wird, sich der Pforte erinnern möge, die ehr dre Liebe der Baiern am Austritte aus dem Vaterlandc seßte. Statt der Sieges- Göttin aber, welche in Berlin die Triumphe der Pr'eußischen Waffen guf jenes Thor pflanzten, waren hier die vercmegten Namens aZuge
des Fürstlichen Paares angebracht, das" a_l1.cntbalben die Herzen durch seine Liebenswürdigkeit beficgt! - Dre letzte edle- Handlung, mit welcher die treu geliebte. Königs-Tochter, von ihrem Vater- landc segncnd schied, war eme, den armen Ubgebrannten in Hof
beüimmtc milde Gabe von 200 Dukaten.
O re s d e n , 25. Nov. Se. Maj. haben des Herrn Hergzos von An-
«-,„„*»_ * «Kix..;-4*.„. -3'49'“*-!*"-;*-“.;ÜKYKÉWÖRMP'L, 7 L* **„"