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goulxeosn Königl. Hob. den Königl. Hausordcn der Nauten-Krone Ver e en.
Frankfurt, 28. Nov. Das Tribunal zu Belfort heat die-eden
Herren d'Argenson und Köchlin Weggenommcncn Geschtx -Stuckc, ' weil es keene Kanonen, sondern bloßeLuß-Böllev smd, t)nen wie- dex zurückgeben lassen, und die Anklage al? unstatthaeft verworfen.
- Die in mehreren öffentlichen Blattern erwahnte Anleehe des Maltheser - Ordens soll , wie xman hier wiffen wtll, nicht im Namen_des ganzen Ordens unternommen werden, sondern nur dre Französische Zunge dabei betheiligt seyn. .
Freising, 20, Nov. Heut Mtttag langtep FI. M.M der König und die Königin , mit Ihrer Yurchlauchttg|en _Familte un- ter lautem Jubel der feülich geschxZ1UchkM _Stadt, hter _axt und
eruheten die Aufwartung dcr htcngen Miletair- und Ctvté-Be- Zörden, so wie ein von wekßgeklcéyetcn und _mit Blumen-Krän- zen geschmückten Mädchen dargcretchtes Gedrcht, huldvyllft anzu- nehmen. Nach der Mittags-Tafel erfolgete dic Nückretse; J“ K. Majesiäten nach München, nachdem der _ruhrendftc und zartltchüc Abschied der Hohen Eltern und Geschwtsixr von dex scheidenden
eliebten Köni s-Tochter,m Anwesenhett ettzer zahlreechcn Men 6 Ziesger Bewo ner, auch hier wieder eoffentltcl) yeuxkundet, wcche innige Familicn-Vande unser hochvcrehrtes Kön:glcches Haus um- schließen. Des“ Vaterlandes SegeW-WünsW folgen der herr:- 1tchen Königs-Tochter, die Ihren Weg zunachst _nacl) Landshut nahm, über die Grän en des Reiches. Bet der Abrctsc machten die Behörden nochmals isrc Aufwgrtung ynd die am Berge _nufgc- sicllte Schuljugend saanas Ltcd: Heri unserm König „Heck! in welches das ganze Vo k mit vollem Herzen etnsitnmxtc.
Wien, 22, Nov. Der Ocsir. Beobachter, thctlt cm*; Kon- üantinovel vom 25ßcn v. M. Folgendes mit: _ _
„Alle aus* dem Archipelagus emlaufcnde Nachrnhten uber das in den leßten Tagen des Sept. zwischerx der Flotte des Kapudan- Pascha und einer Insurgenten-Eskadre_m der Nähe von Lcmnos vorgefaüene Gefecht, üimmen, so sehr ste auch in den näheren An- gaben von einander abweichen, darin überein, daß die Fnsnrgcntcn acht bis zehn Schiffe, wclche theils“ Verbrannt, theils m_uf den Strand
etricben wurdcn, verloren haben. Späteren Nachrechten zufolge,
oll jedoch von dem Kapudan:Pascha mit Verfolgung der Grie- chischen EIkadrc beauftragte Riala Beg (drtttex Admtral der Flotte) durch einen Windsioß an die Europäische Küüc geworfen, und seine Fregatte, nachdem sich die Mannschast aus Land gerettet hatte, von den J'nsurgenten verbrannt worden seyn. “Oer Kapndan-Pa- scha selbst ist mit seiner Flottcn-Abtheilung it] dchn Golf von Sa- lonik' eingelaufen, um, nachdem er sack) dort mtt Wasser und Lebens: Mitteln versehen, abermals gcgen Ncgroponte abzuscgcln, wo die Insurgenten, nach dem Abzuge der Türkischctz Trnppen auf die ge: genüber liegende Küste des fcüen Landes, sm) neuerdings in Hen Besttz_ des nördlichen Theilks dieser Insel geseyt haben. Ente Abthetlung von 18 Griechischen Schiffen, welche an der „KMU von Seto eine Landung bewerkstelliget batten, is: von dem dorttgcn Kom- mandanten X_ussuf Pascha nach einem dreistündigen Gefechte, mit Vchuü von stehen Fahrzeugen und eines Theilcs ihrer Mannschaft, zuruckaeschlagcn worden. Eine Grieshisch Goelette, wclchc die Gewässer von Bodrun (_Halikarnasx) bennrubigtc, ist von der Tn: “ nefischen Eskadre, und eine JusurgentcmBrigg von Kaso durch die AchVtisck)e Flotten-Abtheilung genommen worden. Letztere, dec am 26. Aug., 50 Segel stark, unter Komumndo des bekannten Ismael Gibraltar aus Alexandrien ausgelaufen war, _hat steh hikrauf nach der Insel Kandéa gewendet und dort ungefahr 6000 Mamx Lan- dungOT'ruppen ausgeschifft, welche in einem bald hernach nattgx: fundenen Treffen die Insurgcntcn mik bedeutendem Verluste zu- rückgeschlagen und sch mehrerer Ortschaften bemächttgt haben. Nach einigen Angaben sollen die beiden Griechtsctzcn Anführer Tomba]: und Kolokotroni (Neffe des bekannten Häuptlings tn Morca) da- bei ihr Leben verloren hach. DcrhartnäcfigcWiderstan_d, dcn Mesa- lon i leistet, hemmt noch immer alle weiteren Fortschrttte der Tür- kisc)en Waffen in jenen Gegenden, und obwohl nach den aus Pre: vesa eingelaufcnen Nachrichten _vom 12. d_. M. Juffuf Pascha WU Patras und Mustapha Pascha von Scutart alles aufbictcn, um dte- fen Play zur See und zu Lande einzuschließcn, und die förmliche Belagerung desselben zu beginnen, so zweifelt man doch schl“, daß es den TÜYken bei der schon so weit Vorgerücktcn Jahreszeit und dem Widerwillen dev Albapcsfschcn Txnwycn, länger im Felde zn bleilxn, gelmgen werde, slch diefes wrchttgen Platzes zu bemächti- gen. _ „Nachstehendes ist der vollständige Inhalt des zwischen Persien und der Pforte am 19. Silkadc 1258 (28. Jul. 1823) abgeschlosse- nen Traktats:
Im Namen des unbarmherzigen Gottes!
Aus vckschiedencn Ursachen wurden in den 1th verflossenen Jahren die frenndschaftltchen Verhältniss zwischen den zwei mäch- then Mobammedamschcn Staaten untxrbrochcn, und ihre Freund: f aft und gutes EinvernehmenFn Zwrst und Feindschaft verwan- delt. Die Fntxressen dcr Reltgion des Islams erheiscbten eine Versöhnung, betde Regtxrungcn ließen es sich angelegen seyn, fer- nerem Blutvergießen Emhalt zu thun, und die Wiederanknüpfung xxxchYanZe der Freundschaft ward gegenseitig gewünscht und vor-
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_ Xn dieser Abscbt is der in Würden hohe Mir a Mohammed Al: Mustapha, kraft eines Fernmns von Sr. Maje ät dem König der Könige, dem Sultan, Sohn eines Sultans, dem Eroberer Fkth-Alé-Schah, dem Beherrscher von Perücn , mit dem Range eines Bevollmächti ten bekleidet und auch von Sr. Königl. Hoheit dem präsumttven bronérben Prinzen Abbas Mirsa mit uneinge- Jsänxten Vollmachten verseh-me worden; und Se. Majestät der
eschußer des Glaubens, der Huter der heiligen Städte, Herrscher F1, Land UUd See, Sultan, Sohn eines Sultans, der Eroberer
ahmud Chan, Kaefer der OsManen, hat zu seinem Bevollmäch- ti ten den Erlaucisten Mohammed Emin Rauf Pa cba, Seraskier, ouverneur von Erserum, und Statthalter der b lichen Provin- zen des Osmanischen Reiches ernannt, welche nach Auswechsclung bret Vollmachten und itz Fol e der in vorerwähntcr Stadt gcvfio- genen Unterhandlungen, uber olgende Friedens-Bedingungen über- “WYMU Yi!) Ski 1 k a . e pu at onen des im I. 11 „.; der He ira : ) Xschloffenen Traktats hinsichtlich der alten ( ränzen er Le tée/“n ei :, und die frühem Verträge in Betreff der Pilger und Kan cute, der Auslieferung von Flü klingen, des reien Abzu es alle: Gefangenen, und des Aufent a tes eines Ge andren an en bew em -- ' - en werden als ati erachtet, und sollen genau
blechen.
der Feindschaft in die „Scheide gest_echt und jeder Umstand ber den werden, welcher Kalte oder MtßfaUen erzeugen“ und der Fre schaft nnd vollkommenen Eintracht entgegen seyn könnte, LaYder innerhalh dcr (Jränzen des Osmanischen Reiches, „„ wahrend des thegqs, oder: vor dem Ausbruche der Feindsezx ten, von Perser: M Beßtz_genornmcn worden, sonen , mit“ schluß der Festungen, Distrtktc, Ländereien, Städte und Db nach Ablauf von 60 Tagen, von Unterzeichnung gcgenwär Traktats an gexeclznet, tn eihrem gegenwärtiger: Zustande dcr mamschen Regtcrung zuruckgeZebcn werden. Und zum Be
des Werthcs, der auf diesen lucklicl) wicdxr hergeskellten Fri
gelegt wird, sollen die beider cits gemachten Gefangenen fret
1.“ beobachtet werden. Es soll nicht die mindeste AbWeichunq Uon*
darin cn_thaltenen Vexabredun en geüattet seyn nnd dsc schaft zwrschen dcn betden mä tigen Staaten auf immer ese «'
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Stipulationen. Von nun an und immer fol] das S „x.;
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144|en Stücke der Allgemeinen Preußischen Staats-Zeituüg
vom 2ten Decewber 1823.
ungehindert abziehen dürfen; sie sollen an die Gränzen -
Länder ges*)tckt, und ihx1en_die auf dem Marsche nöthtgen Leb Mittel und andechcdÜrIflmffe Texabsngt werdcn. r t e 1. :
_ Dic beidcn_l)ohen Mächte sqeßattcn nicht, daß fich eine dre andere in dee inneren Ange cgcnhciten ihrer Staaten gege tig mtscl)c._ Die Pertxschc Regierung soll sich von nun ank Axt von Etnmengung tn die, innerhalb der Gränzcn dcs Os ntéchen Reiche?“ gclcgczte Djürikte pon Bagdad und Kurd- er axtvcn, _oder nxgcnd eme Autorität Über die jetzigen oder 9,“ Yestkzer dtcscr Lander anxnaßen. Und sollten die in diesen», Ländern MZHUcnden Volksßämme Von cincr oder der (MDM.; zu einem E*onnner-yder Wmter-Aufcnthalte, die Gränze schreiten, so solicn dte Agenten Sr. Königl. Hoh. des präsum Thron:Erbcn_mit dcm_ Pascha Von Bagdad über die Entrich des h_erköznmlcchcn Tributcs, so wie über die Bezahlung des“ ßes fur dte chdepläßc und die ckL-3cfrtcdigung anderer Fodcru uheretnkoznmcn , Hmmt dadurch kcinerlet Anlaß zu Mißverü mssen zweschen betden Regierungen gegeben werde. “ chssk Unt tl A Let Z"? e ll “'t “x(); cr )qnen, !. e U) a s Pi er oder Ref e
das O5mamsche Gebtct, nach den heiligth Städten Hinedk? Medina, oder nach andern Mahomedaniscbcn „Orten so_l]en_ ganz und gar von alxcn Abgaben befreit seyn, und t_1tcht*3 Anderes, gegen das gcjctzmäßtgc Herkommen, von ihnen sodcrt werdcn. Anf gleich? Wxtse soll von den Pilgern nach bels!) und Nuguff, wcnn ste kcmc Waaren mit sfcl) führen, ., Yrtbut n_ocl) Abgabc_irgcttd_ Liner Art gefodert werden. Im ne aber YanßclS-Arttkel bet ncl) haben, so soll von diesen G der ngvohnleclx Zoll erhoben, aver außerdem nichts von den gqnxhumcrxt gefodcrt werdcn. Dic Persische Regierung ist setts verpüxchtet, daffcxbe Benehmen gegen die Kaufleute nn? tcxthancn dcs Osmamsckwn Retehes zu beobachten. Frühcrea Wacht zufolge,__ sollen von nun an von Seiten der Wcsfre, des Elhxwsc!) (?lnfnhrch's der Wallfahrt-Karawane) und anderer mandantxn und Gouverneure, die alten Stipulatlonen hinsck) dcr Perpschcn Pilger und Kaufleute in voller Kraft erhalten danach _ gehanle werden. Die Pilger sollen von Damaske/p“ dcn hctltgen Stadxcn, und von da zurück nach Damaskusg'sxi; und!hne_n_ von S_cttcn dcs Emir Elbadsch alle nur möglineA merksamkett bcwtcscn wcrden;_jede den bestehenden Verträ znwxdcr laufende Behandlung est untersagt; im Geqcnthcil Mees atxngbotcn wexdcn, um ihnen „Hülfe nnd ' ' Wahren. Falls Strcttigkeiten unter den Persischen Pilgern stehen_sol1te_n, wird der Emir „Elhadsch angewiesen, sée gcm schgftxtci) nur dem Vornehmßxn unter ihnen zu schlicbtcn. «. wx:v_ltcl)en _Gcfolge Sr. Pernsehcn Maj., den Gemahlinncn Kymgl. Prtnzcn, oder der Großen des Reiches, die sich auf Ptlgcrfahrt nach Mekka oder nach Kerbelah befinden, soll ihrem Nangz: gebuhrende Achtung und "Ehre erwiesen wc Pocsrstclw Kauxlcnte und_ Unterthancn sollen dieselben Zoll- duyrcxg cntrtchte1_t, wre die Kaufleute und Unterthanen Osmamschen chterung. Der Zoll soll nm“ einmal erhoben -_ d_cn, un? 4 _th. vom Werthe dcr Wanke. betragen; die !tchcn Yass Teskcrcs) _sollcn vcradfolgt, und so lange die 6" M1 Bentz edcr ersten Etgenthümcr blcibcn, und nicht aufn Personetx_ubc:'ge_l)en, kerne weiteren Zoll-Abgabcn gefodcrt dcn Yermchcn Kaufleuten, welche die Chubuks odcr Pfeifen-zk von Schiras nach Konsianxmopcl bringen, soll erlaubt seyn,!“ Handxl, ohne_ alle Einschränkung zu treiben, und diese NW wen tmmcr ste wollen, zu verkaufen. Die Kaufleute, Um nen und Zsngehörtgen der beiden hohen Mächte, welche ein; beiden Lander wegen der _Mohamedanischcn Nelkqéon besu sollen auf das frenndscbaftlechüe behandelt, und vo]? jeder '" stégung und Unbill geschükzt wcrden. Artikel]". “
Wenn die (Kurdischcn) Stämme von Hyderanlu und €*“
welche den Anlaß zum Zwisie zwischcn den beiden hohen M gegeben haben, und nun auf denz Gebiete des Osnmnkscl)en ches Wohnen, ferxtcrhm dtc Pernsclw Grän e überschreiten, Verwxxüungcn anrtchtcn, so müssen die Tür ischen Grättz;»«' den dtczs znxvxrhéndcrn txachten und die Ueberkreter bU“, Falls dtese Dtamme fortfuhren, ins Persische Gebiet einzu uni) selbiges zu bcuxtruhiqen und die Gränz - Behörden ?letclxn Angriffen fernen Einhalt tbä'tcn, so soll die Os“ che Regierung dj_esen Stämmen ihren Schulz entziehen; solltex-t se, onacb etgenem Willen und nach eigener Wahl- Persten zuruckkehren, so soll ihrem Abzuge kein Hindernis? Widerstand in den Weg elegt werden. Sollten sie aber ihrer Ankunft in Pertcn abermals in die Türkei hk kommen, so sollen se von der Osmanischen Regierung k'
ferneren Schutz noch Aufnahme zu erwarten haben. Went), .
nach Perffen zurückgekehrten Stämme die Ruhe dcs Osman! Gebietes ßdren sollten, find die Persschen Gränz-Brhördkn pßichtet, Alles aufzubieteä, uxnidkerlex Unfug zu verhüten.
r e U".
Zn Gemäßheit alter Verträ e sollen die Dcsertcurs ach oder dem anderen Lande gegense tig keine Aufnahme Enden, auf gletcic Weise oll von nun an den wandernden Stämmen.- aus Pertcn nach er Türkei, oder aus der Türkei nach P“ ziehen, von keinem Theile Schuh verlieben werdcn-
(Schluß in der Beilage.)
* »: , 22. Nov. (Schluß des,zwischen Perfien und der Pforte
beg
und wenn
Schuh zu *
chlossenen Traktats.ck _ , A r t t k e l 7. _ „ “sas Eég.;;x'*un1 der Persschen Kaufleute,;welcbcs zu Konßan- ' el nach r*..Hterlichem Sprache und_daruber_aufgenommenen koxll sequestrirt “worden, soll, wo tmmer dte Sequesiration, efun'den haben mag, “sechszig Tch nach LYntcrzetchnung ge: ärtigen Traktates den Eigenthunzérn zyruckgestellt werden. die übrigen Effekten anlangt, dre außer den seqquesirtrten rn, dcn Pcrststhen Pilgern und Uyterthanen wahrend des es, im Umfange der Oßmanischen Lander von den "verschiede- Uesren und Statthaltern mit Gewalt *angnommen x_vorden mögen, so "sollen, auf Einschreiten 'der Pernschen Negterung, genten dcr solchergestalt Beraubten chma-ns ertheetlt, und sie legale Beweise von der Richtigkett threx Ansprache bei- en, Die verlangte NLTxckersigtxuan thyyjen bewiütgct werden. r t t e -. Uren-n beim "Ableben eines Perßschen Unterth-anen anf Osma- m “Gebiete kein rechtmäßiger Erbe yder Exckutor anwesend .; sollen 'die Beamten *des Fiskus (Bett ol mal), „nach richter- “ “Erkenntnisse, ein Protokoll über dte Verlasßnschaft aufneh- nd selbiges in den Archiven der Gertchtshofe 11tedcr1e?en. ** xahr lang sollen die Effekten an “einem sicheren_ Orte an de- "der rechtmäßige Erbe oder Admmtftrator 'der nsenschaft ankommt, sclbiYem nach dem gerichtlich aufgenom- “n und deponirten Proto olle übergeben werden, _Dte h_er- Lichen Taxen und 'die Mtethe für “den Platz, wo dte Effekten . “_nirt gewesen, müssen von dem Erben “bxzahlx werdcn,1znd soll [be, "wenn "diesc Verlassenschaft-Gegenstande tn vorerwahntem nume verbrannt oder zerstört werden “sollten, keinerlei Anspruch rsaß machen können. Wenn während “des besagten Zettrau- der Erbe oder Exekutor dcs Y_ersjorbcnen nicht ankommt, “fol- ie Fiskal-Beamtcn, mit VVkWtffen des Agenten ,der Perstsch-en erung, zum Verkaufe 'der Verlassenschaft schr-etten und das rgelöste Geld in Verwahrung nehmen. , ArtikelK/U, _ _ _ “Früheren "Verträgen “gemäß und zu Befestigung dex Bgnde Freundschaft soll alle drei Jahre ein (I)esandter, der fur dtesen aum an den beiderseitigen Höfen zu resxdtxen har, gesxhickt wer- Die Unterthanen der beiden Hohen Maxhte, dix wahrend des ge:? von einem Lande _ins andere entwuhen sttzd, sonen in racbt dicses glücklichen Friedens, keine Strafe fur das began- “ Vergehen erleiden. _ Sch1uß-Artik_el. Die in der "Basis des Traktatcs _aufgezahlten Punkte, und die vulationen und “verschiedenen Arttkel, _welche das Resultat _.dcr ferenzen gewesen sind, sollen von betdeen .Thexlen genehmtgct den. Es soll keine Foderung wegen Plynderungodxr Verlust ben, oder irgend eine Entschädigung fur die Kreegskoüen be- t, vielmehr von beiden Regierungen dex Grundsatz angenom- werden, alle “vergangenen Vorfälle zu ubersehen, _ Dem herkömmlichen Gebrauche gemäß , sollen dte Rattä'katio- dieses Traktates ausgewechselt werden, und sechzige Tage nach erzeichnung «dieses authentischkn Fußreumentes, musxen Bot- fter "vom zweiten Range an den Granzen der_dcr Lander m_it nder zusmnmentreffen, und üch von _d_a an dte Höfe dere bet: citigcn Staaten begeben, um den rattftcirten Traktat zu Yver- „IM Auf diese Weise ist die Allianz erneuert _und beßatiget den, und die aufrichtigste Versöhnung hat vom Tage _der Un- Mbnung dieses Traktates an üattgefunden. Es solx ntchts an yorsiehenden Stipulationen und Verabredungen geandert, noch führo irgend eine Maßregel, die gegen die Rechte der Freund- ft ürcitet, getroffen werden. Der BevoUmächtégte der OKmaniscben Regierung_hat, kraft U“ Vollmachten, gegenwärtigen Traktat am 19. Stlkade i._J. : "Uterzeicbnct und befiegclt, wodurch dteses vollkomxyen glctch- Lende Knürument vom Bevollmächtigten Sr. Pernschen Ma- at, vermß e seiner Vollmachten, ausgewechselx worden. -3-)MoZammed ([..-5.) Mohammed Emin Rauf. _ Ali.“_ St. Petersburg, 17. Roy. Vorgestern la_ngke Se. Max. zu Iko: Seto, der Sommer-Resdenz der Kaiserm Max., wo Sick) chüdieselbe während der Abwesenheit Ihres Durchlauchtigsten mnhls bis jeyt aufgehalten hatte, im erwünschten Woblsey_n cm. "' Tag früher war der Miniüer-Staats-Sekcemtr, Graz Nes: ddt, hier angekommen. Madrid, 15. Nov. Der Finanz - Minister hat auf Befehl Konlges bekannt machen lassen, daß die, den Soldaten in kgszeiten bewilligten Sold: und Rations-Zulagen aufhören,
-- 16. “Nov. Gestern früh um U Uhr wurden mehrere aus-
Lezeichnete Personen zum Handkuffe bei Sr. Maj. vor elaffen; es
efand sich darunter auch der “hier anwesende Genera -Staab der
Franzötfschen Armee, welchen “Se. Majestät mit besonderem Mobl- wollen *empii'ngen- Nachmittags machte die ganze K'öni !. Familie einen Spaziergang im Prado,„_und wurde überall mit em laute- sten Jubel begrüßt. Man versichert, daß der König steh übermor- gen nach dem Eskurinl “begeben werde.
Han'dels-Bkrichte. Aurich. Am 21. Nov. galt “hier die Tonne Weißen .HZ, „Rog-
gen ZZ, Gerste _LZ/ Hafer LZ Rthlr.
Emden. Am :9. Nov. galt die Lask Weißen 140, Roggen 85,
Hafer 50 Nthlr.
nland.
F r a g m e n t “der, bei “der Vermählung Ihrer König1ichen Hoheiten
I
des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen,
und “derKöniglichen Prinzessin Elisabeth von Baiern gehaltenen TrauungSrede
vom “evangel. Bischofe und Königl. Hof-Prediger, Dr. Eylert.
Wunderbar und "herrlich ist der Segen, womit im Wechsel ach erischen, von Jahrhundert zu Jahrhundert, dee göttliche
Vorsehung über das Bestehen, das Wachsrhum und den Flor
alter, ehrwürdiger Fürstenhäuser wacht. In den glorreichen, un-
sterblichen Stammva'tern Hohenzollern und Witteleach, segnet
heut die Hand des allmächtigen Herrn, -d_ie Fpäten Enkel - Kinder, und in ihnen entwachsen dem alten,'pretswurdigen Stamme , ge- pflanzt zur Freude und zum Glück der Menschheit, neue, blühende Spkoffen sexnes Seßens.
Wie hetlig iti * te Stätte, auf der wir üehen! die Pracht des
König!. Festes tritt x_yrück; sein Jubel schweigt; dem Zwischen entrückt, bemächtigt nch unserer Seele een tiefer, frommer Ernst: wir stehen vor Gott. _ . Mit der Thräne dankvoller Ruhryng, mit_ einem Herzen von frommer Zuverücht, blicken Ew. Kömgl. Hohetten jetzt zum Gott Ihrer Väter ynd Urvcxter auf. Vor 'secnem heiligen An estchte schlie- ßcn und vollztehen Ste den med Ihrer Ehe; vor se nem Throne legen Sie be_tend Ihre Gelubde unwandelbarer Treue nieder; Sie vrcisen (eme Huld, daß ereIhnen gab, was Ihre Herzen im Einklange remer Zuneigung wunschten, und zweiKönigrelche spre, chen in ihren_MlUionen ein .dZtZkvolles Amen.
Seyn Ste gesegnet, gnadtgüer Horx! auf diesem Scheide- vunkte Ihres Lebens! Des erhabenen Köntgl. Vaters Segen bauct Ihnen "das _Haus, und der seligen Mutter Verklärung umglänzt es. In Betden hat die Welt das Musterbild einer Ehe gesehen, wie se auf_Thronen selten sichtbar wird, So sey auch Ihre Ehe, und dteser _chßn FZ)" kösiliches Erbe. Ihren Fürsjljchen Namen haben “Ste nnt Fursilichen T_ugcnden geschmückt, diese werden auch L_)er milde Glanz Ihres hausléchcn Lebens seyn,
Seyn Ste uns wtllkommen und gesegnet, im bräutlichen Kranze Ihrer Unschucld und Tugend, Gnädigste Prinzessin! Wie eine schöne Morg_enrothc_, d_ie einen heiteren Ta verheißt, sey Ihres Lebens Anfang hter m der Fremde, und ?reundlich blübe in ihr “eine zwette Heicmatb Ihnen auf. Wie die heißen Wünsche und Gebete Ihrer Konigl. Eltern, Ihrer Durchlauchtlgen Ge- schwister, Ihrer erhabenen Verwandten &an Ihres theuren Vater- landes Ihnen gefolgt smd, so empfangt Ew. Königl. Hoheit hier auf der hohcxt Stufe Ihrer großen Beßlmmung, reines Wohl- wollen, innige Ltebe, herzliches Vertrauen, und aufrichtige Hul- digung. Dem erhabenen Gemahle,_den Ihr Herz wählte, werden Sie cm scgnendcr Engel, d_em Köntgl. Vater eine zärtliche Toch- ter, Seinen Kindern eme ltevevolle Schweüer, dcm Königl. Hause eine Zierde, und unserem Lande eine huldvollc Fürßm seyn.
Auch bei Fürften isi das_Haus, des Lebens und Wirkens, der reinüen rende und des ttetsien Schmerzes Mittelpunkt. Auf weit gesc ener, glänzeneder Höhe, stehe fest der Bau Ihres gemein- sclzaftlicben Glückes: fur Sie eine Quelle frommer, seliger Ein- tracht, für beide Kdni reiche ein Strom der Freude und des Se- gens! So gebe und sag; es Gott! In seinem Namen und nach Vorschrift der cv_angelt1chen Kirche, empfan? jest ("br ehelicher Bund seine fcierltcbe Vollziehung, seine gescß iche Be ätlgung.
alleiniger Ausnahme dcrjcniaen Truppen, die noch gegen die nstitutionellen gebraucht weroen. - Don Domingo Sanchez M- ein Geistltchcr aus Sevilla, hat der Regierung, zu Dek- ?! der Staats-Ausgaven, die Summe von 28,000 Realen ge- "!kt- -- An1_4ten d. M. ist die Fahne dcs )sien Bataillons der mgl- Freiwiutgen in dcr Kircbe Unscrcr lieben Frauen von Atocha der größten Feierlichkeit eingeweiht worden. - Außer dem kquis von Santa- Cruz, find noch 20 Mitglieder des ehemali- k'»ktsiitutionellen Stadt-Ratbes verhaftet worden. _ Heut Mit- Um 1 Uhr sind alle hier Unwesende Franzdstsche und Spanische ppm vor (17 . MM. und K.K. HH.- vte sich auf dem Bal- des Kön! . alaßes be anden, vorbei deßlirt.
(Nach dem Formuxar der Kirchen-Agende.)
Berlin, 30. Nov. Ueber die biefiYen Einholungs-Feierlich- keiten am LZiien tragen wir noch olgen es nach.
-- Zur Feier des Einzuges “" rer Königl. Hoheit, dx: Prin- zesän Elisabeth, hatten auch die Étudircudtn einen ackel-Zu ver- anstaltet. Sie versammelten skch hiezu a dem ek? . lade im Thiergarten, und zogen um 5 Uhr dm" das B „ enbur er Thor die Linden herauf nach dem Schloßvla _e, „.m ße u-_ r m
eastern der von Ihrer Kdy [Hoheit hex" .. _ .; .. . "f, eaten. Vier Oepntirtt d lden alten die »“ „„ „;. a
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