1872 / 87 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 12 Apr 1872 18:00:01 GMT) scan diff

ixn Augusta-Hospital und beglückwünschte heutr Ihre Kaiser- lichen i_md Königlichen Hoheiten „„den Kro) xmzen und die Krdnprmzesfin zum Geburtstage Ihrer König ichen Hoheit der Prinzessin Victoria.

-- Ihre Kaiserlichen ztnd Königlichen Hoheiten'

der Kronprinz und dir Kronprinzessiw besuchten gestern Mitta um 10 Uhr der; Yirtorra-Ba ar. Um 11 th ertheilte Se. aiserliche und Komglichr Zohett der “Kronprrnz drm Kaiserlich russischen Obersten Zirovte und dem bayerischen Major von der Tann, sowie dem Premier-Lirutenant von

Bissing vom Regimerrt Kronprinz-Dra oncr Audienz. Um, 8 Uhr begaben Sich dre Höchsten Herrscha ten in die Oper, und, um 1/.„,10 Uhr besuchte Se. Kaiserliche und Königliche Hohoit

der Kronprinz die Soirée bei Ihren Majestäten -- Se. Königliche HoheitPrknz Friedrich Carl ist,

nach einer thcIkÜPhis en Meldung aus Konstgntindvel,“ heute daselbst cmgctro en. -Se. Königliche Hoheit der Groß--

herzog von Mecklenburg verweilt seit gestern dort.

MYM Sr. ajrstät des Kaisers und Königs angeseyte er 6 dies ähr-r-g-e Frühjahrs :xKö'irchenparakde, kan

welcher daZI ardexFeld-ArtilierieiNcgim-xnt, “' das-Gardc-Pionier-

Bataillon und das EisenbahnéVataision Nunter 'Beke'hl “des Obersten von Dresky, «*Commandeurxs Eder (Harde-Artillcrie-

Brig'ade, .Theilxisehmen “sollte, findet “auf Allerhöchstrn'B-éfehl

morgen nicht statt.

-- Die Uebernahme des Protektorats der deutschen Betheiligung an derWienerWeltgusstellung durchSe. Kaiserliche urid Köziig'liche Hdhci-t den Kronprinzen hat zu„ folgendem Briefwcckse1 zwischen Höchstdemselhen _und dem Protektor der“ Wcltarrssiellung, Sr. Kaiserltchen Hoheit dcm Erz“ r'rzog Ca-rl'L-ud-wig Veranlaffnng ge ehen: '

* (estattcn mir Ew. Kaiserliche und Königlrchc ohrit, (dcr frcud-i empfundenen Befriedinmg Ausdruck 'zu chou, mitwelcher ich Höch Ihre Ernennung zum rotektlorfür ,:dic eltausskcllUng (begrüßthabc.

Dic Gewißhcit, _ daß Ew. Kaiserliche und König-irche H„qheit per-

sönlich Ihre “Theilnahmc einem "Unternehmen .cnégegenbringeq, ""bei-

wckchcnrr'Vir auf ;dieBilligung “und 'Uiitcrst'üßini'g aller civiltfirtcn Völker gercchnct, ist mir Bürgschaft und Gewähr, dafür, daß unsere Beßrchnngcn auch in Preußén-Deut-sMand Anerkennung und Wiir- digung gefunden haben. Nur mit lebhafter Freude können wir ein neues Gebiet .der Mitarbeiterschasx crschlo . cn sehen, „die uns jrßt-«schon in hohen Jutereffezr des öffentlichen Lc ens mit dem befreundeten Nachbarstaatc verbindet.

In diesern Sinne darf ich mir zu drescm Enischlussc Ew. Kaiser- lichen und Königlichen Hoheit um so mehr Glück wiinschcn, als dieser Entschluß dazu nur beitragen farm auch meine persönlichen Bc- ziehungen zu Höchstdcnsclben ncrx zu _rlcbcn. _ *

. Ick „spreche hierfiir Ew. KaifrrkWen»-Lund Königlichen Hoheit meinen verbindlichsten Dank aus “und verbleibe . . Ew. ?Kaiscrlrchen _und Könrglichen- Hoheit er ebener Erzherzog * arl Ludwig. Wien, den 13. März 1872.

- . . _ . Berlin, den 22. März 1872.

Ew. Kaikscrltchrn nnd Kömglichen Hoheit sage ich meinen lch- haftestcn Dan fiir die frrundli'chcn Worte, mit welchen Höchstdicselhen die Uebernahme des Protektorats der deutschen Bethciligung bei der Wiener Ausstellung durch mich zu begrüßen die Güte gehabt haben.

Die Weltausstellungcn bilden, wie die Erfahrung gezeigt hat, mächtige Hebel fiir die Förderung der wirthschaftlichcn Arbeit, des Giitcraustauschcs zwischcn den Völkern und der allgemeinen Kultur. Ich hahe deshalb den Gedanken, ein solches Unternehmen in der ge- wcrhrctchcn und kunstsmnigcn Haupt adt des österreichischen Kaiser- staatcs iris Werk zu sehen, vozi dcm u'gcnhlicke an, wo derselbe zu mcincr Kcnntntß gelangte, mrt besonderer Freude begrüßt und das mir angetragcne-Ehrenamt um so hcrc-ttrviliiger angenommen, als : es mir willkommenen Anlgß bieten Wird, dre freundschaftlichmr Bc- Lehungcn mit Ew. Kaiserlichen und Köiztglrchcn'Hohcit zu erneuern. »76 ist mein aufrichtiger Wunsch, das; „die Beibrixigixng des „deutschen KYUÜ- Und Gc'jvcrbcfleißcs cine mögltchst vollitaydtgc-undwürdige scrwmögc, und daß die von der Kaiserlichen Regierung in so opfer- wuligcr Weise dargebotene Gelegenheit zur Festigung bestehender und Eröffnung neuer Verbindungen daéu beitragen möge, die Freund- schaft zwqchcn den Staaten Ocsterrc chs und Deutschlands zu stärken und zu fördern.

Ich Verbleihe

Ew. Kaiserlichen und Königlichcn Hoheit _“ crg'ehcncr * Friedrich Wilhelm.

- Der Bundesrath trat heute zu einer. Siyung zu- sammen. -

- IV der heutigen (4.) SiYung des Rei chsmgs, wel- cher am Tische des Bundesrathes der Reichskanzler Fürst von Bis-

,

'!

-- DicZ-Zir morgen Vormittags 11 Uhr auf Allcrhöchsten-

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marck, der Staats-“Minißer Delhrük .und mehrere Bevollmäch- tigte zum Vundeßraxhe bekwvhßtrn, Nahm zunächst der Abg. v. Bennigsen das Wort urlderkkärte mit dem Ausdruck des Dankes die Anvahmc der auf ihn Zefallencn Wahl zuin zwei- *te_n V13e-Präfidenien.» Nachdem er Präsident 1)r. Simson hierauf mrt „ehrenden Worten der seit der leyten Sesfion ver-

orbrnen Mitglieder Greil «.und Graf Strachmiß geda t _. ..und

_s Haus sich zu Ehren ihres Andenkens von "dtn _“ Ü “Loben hatte;, *trat " dasselbe m die Tagesordnung.».onF

er zu ,wähkendeq Kommissionen beschloß das Haus , Fun ck| “mir eme _Petitions- und eine Geschäftsordnungs - Kom- mrsfioy “mcderzusehen, erstere aus 28, lehtere aus 14 (Mitgliedern bestehend. Em Anika“ des Abg. v. Hoverheck, auch 'die Wahl einer Budgetkommis] on vorzunehmen, wurde “nach dem Widerspruch des Abg. v. Hennig ,ahge ehnt. _ Es

..[Zlgt-en“ sodann Wahlprüfun en. Aufden Antrag der 117. Ab- „ei'lung beschloß das Haus, ie Wahl deZKreiZ-Schulinspektors *

"Strecke (12. Bresmurr Wahlbezirk) zu beanstanden -und die siattgehabte Wahlheemftuffung untersuchen zu 1affen. Nach

“einem“ Amendement des Abgeordneten“ von Mallinckrodt ““

soll; diese AntersUrhung „eine gerichtliche sein'. - Ohne Dehgtte wurden :sodann die Uehereinkünft-e ,mit. Spanien .und Italien Über _die AuSdehnung der zwischen dem Nord- deutschen „Bunde und den enann'tcn Staaten “bestehen- den :xKo-nsular - Vcrträ e rchl “das Deutsche Idrich (f.

S.'-2030 kd. Bl.) in er er und Weiter “Lesung *;genehnrigt';

dagegrn .gah die :Berathung ““Über, «die *KOUsTUl-ÜVNKMn- venUon zwischen dem Deutschen Reichr .und den Voreinigtm Staaten ;von-Amrrika (s. :S. 2031 d;;le):zux,einrr längerrnxDM kussion *in Betreff der Ueberscyu-ng Veranlassung, (an .der: "„sich;

die? Ab" g. Dr. Schleiden, 131"- Kapp, “dcr V'rvokllmächtigtr zumBun-.

desrat e Wirklicher Geheimer Legations-Nakh König, .der “Abg." Freiherr Nordeck zu Rahman, “der Reichskanzler ürst von ViZmarck, dcr Abg. Dr. Biedermannund der Staat xMinisktr Delbrück beth'eiligten. Schließlich wurde die Konvention in erster rind zweitcr Lesung :unverändert [genehmigt- =und die nächste Sißung ,auf Sonnabend 1 Uhr an*herauml. :

* -'- „Dcr, gestrigen Mittheilung „iiber den “Schluß der *Ver- handlungen 'der “Kommrssion zur AuZarhritunJ “einer d rutschen Seemanns-Ordnung haben wir heute Über das Ergebniß dcr B'rrathungrn, noch inzuzufiige11,-daß durch das- selbe eine allseitig hefrtedxgendc 571111 der im ersken Theile der Verhandlungen zuweilen hervorge retenen Gegensäye an- gebahnt ist. Die Konmnssion hat schließlich die von preußischer Seite aufgestellten Vorlagen nicht-nurin dcn allgemeia-ien Grund- zügen, sondern auch in- der ÜberwiegendcirMehr-zcrhl der .eiizzehne-n

Bestimmungen ohne wesentliche Aenderungen angenommen «und

denjenigen wichtigeren Punkten, in Welchen gleichwohl von den Vorlagen ahgcßangcn rst, stehcn entsprechendc „Zugeständniffe von entgegenge eßter..Srixe „gegeniiber. . Der von der Kdnmussion vor elegte Etitwurf einer „„Sec- manns-Ordnnngcc“,hcstrht (1118111 aragraphrn, welche in fol- gende sieben “Abschnitte zerfallen: ' _

1) Einleitende Bestimmungen. '

2) Seefahrtsbiicher und Musterung.

3 Vertragsverhältniß.

4 Diéßiplinar-Bestiimnungen.

5 Strafhestinmmngcn. ,

6) Allgemeine Bestimmungen.

Die »Secm11:116-Ordminga soll dicVerhäliniffe der Schiffs- mannschast au Seeschiffcn zum Schiffer Und Rheder nicht nur in privat-, soudern auch in krimmalrechtlichrr und in polizei“- lichcr VLJÜLÖUUZ erschöpfend regeln. In ersterer Brzichun war dieses Ziel Nur urch Aufhebung ch »von der SchiffsUTÜUUJÉYÜftK handeluden Tit.4, Buch 17.er Allg. Deutschen Handel-sgrsrhduchs zu erreichen. Die K-dnimission hat'stch denn auch *ahweichend von demzucrst auf oldenburgischer undimnscatisrlyer Seite ringexrmnme- nen Standpunkt -- fiir eine solche Aufhebung entschieden, zugleich aderdie aufgehodcxien Bcstinnnuugcii mit den erforderlichen Zuschn_mehrcnihcils unverändert in der »ScemannZ-„Ordmmga rcprdduzirt. . Die bei weitem wichtigste Abweichung von den Bcsimnnungeu dcs Han-delsgcchhnchs (Art. 453, 542) liegt darm“, daß die Kommission _- und zwar auf Anregung von _Sctten cines Rheders - mit dem in Deutschland hiShcr noch nnmcr festgehaltenen Prinzipe gebrochen hat, nach „welchem hei zufälligrm Verluste des Schiffes dcr Rheder nur mrtSchiff und Fracht (k0rdUn6 (16 Mor) fiir die Fordcrungexi der zur Schiffs- mannschast gehörenden Personen aus den Drenst; und Hruer- Verträgen haftet. 'Die Kommission hat sich, dafür entschieden, auch 111 solchrn Verlustfc'ilien die persönliche Haftung des Rhc-dcrs (korruncz (16 16176) cintrrtrnozu lasen.

In kriminalrechtlicher und polizcxlirhcr Beziehung galt es, die fast für jeden der he-t-heiligtrn Kustcnstaaten durch ältere und neuere qutikularqesehe zerstreuten Bestimmrmgcn zu sichten, auszugleichen und m neuer Faffung den heutigen Bc-

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' dürfniffen der gesammten deutschen Küsten anzupassen. Preu-

ßischerseits kamen dabei inßbesondere das Gesch zur Aufrecht- erhaltun' der Mannsztrcht auf denSeeschiffen vom 31. März 1841, da „Gesch- überdte Bestrgfung von Seeleuten preußischer Handelsschiffx, welche sich" dem uhernommenen Diensteentziehen, vom, 20. Marz 1854, und das Gesch, betreffend. die Rechtsver- Yltniffe der Schiffsmannschaft auf den Sceschiffen, vom * . März 1864 in Betrgcht. Im_ Großen und Ganzen tft es grilungen, auch hierin em erfreuliches Einverständniß zu er- ic en. 3 Neben dem Entrvurfc ciner »ScemannZ-Ordnnnga hat die Kommission noch den Entwurf zuleiricm »Gescy, betreffend die Verpflichtung deutscher Kauffahrteischiffc zur Mitnahme hülfs- bed-Ürfti er Seeleutea, ausgearhritet und vorgelegt. Dieser Entwur? schließt fich nn Wesentltchcn der preußischen Verord- nung vom 5. Okioher 1833, hetreffend die Verpflichtung der Yreußischen Secfrhiffer zur Mitnahme verunglückter vaterlän- ischer Schiffsmanner, an. Doch war auch hier in manchen Beziehungen dcn nut dcr Ariddchnun? auf das gesanimie Deutsche Reich und den heutigen Ver ehrsverhältniffen vcr-

bundencn Anforderungen entsprechende Reihmmg zu tragrx1.«_„

-- Der Audschuß des »Central'verrins für Hebun der deutschenFluß- und Kanalsthifsahrta hqt unterm8. .M. das zweite Cirkular erlassen. Dasselbe dringt emen Aufsa iiber »Vorschlägc zur Verbesserung der Elbschiffahrt-c, sowie ein efrrat

des Regierungs-Raths 131: Meißen Ührr die von Seiten der . (

Reichsregierung“ vcranlaßten statistischen Erhebungen in Hinsicht des Verkehrs auf den Wafferstraßen Deutschlands.

Das Referat theilt mit, daß das Bediirfniß, nähere Kcnntniß von dem Binnenverkehr innerhalb des l“dllvereins zu erlangen, dcn Vunchraih des Deutschen Reiche? bestimmt hahe, einheitliche und umfassende Erhebungen nicht allein be- züglich der Einfuhr iiber die' Zollvereinsgrenzrn nach Waaren- gattung, Gewicht und Bestnmnyngsoricn, sondern auch he- iiglich drr Fracht auf den verschiedenen Eisenhahnstrecken und des Güterverkehrs auf den Waskrftraßenzu erstreben. __

Bezüglich [Wierer ist durch ie Airfhedung der Schiffahrts- ahgadrn das Mittel wrggefallcn, Notizen Über den durchgehen- den Stromvcrkehr zu erlangen. Es. wird deZhalb nach den Vorschlägen einer in den Jahren 1870 und 1871 fiir die wei- tere Artshildung der Statistik des Zollvereins berufenen Kom- mission von Sachkundigen fortan gemäß dem auf dem Rhein bereits durchgefiihrten Verfahren m jedem F'aupthafrn jedes angekommene und jedes abgehende Fahrzeug bezw. Floß) naeh («(H'iitiung,P Heimachort , Tragfähigkeit und HerkunftZ- odcr Vcstimnmngsort verzeichnet wcrderi, ebenso wird Notiz“ iiber Gaiiung und Gewicht der ausgeladrnen und eingeladenen Gitter stattfinden. Die Güter werden dabei nach 146 Gattuxigen übereinstimmend mit den Eifrnhahnnotirimch unterschirdrn werden. Eine gleiche Notiz wird an den Hauptschlruscn der Kanäle fiir den Durchgangsverkrhr stattfinden, * Verbunden mit der Vcrzrichmmg an den Orten, an denen die Waser- straßc die Zollvereinsgrenze berührt, und mit den Aitfnahmen Über die Secschiffahrt wird dadurch das Auftreten der Fracht- (Hiitcr nach Muffe und Traiisdortriihtung iihrrblick't und ein außersrdcntlich erweitertes Bild des Handelsvcrkchrs gewonnen werden können.

Daneben sind Periodische Erhebungen Über Zahl, Trag- fähigkeit und Holz- oder Eiscnhau der im Vesiiz" deutscher Eigenthiimer stehenden Fluß, Kanal-, Haff- und Kustcnschiffc vorgeschrieben. . . ,

Endlich folk, etwa von 5 zu 5 Jahren eme Beschreibung sämmtlicher deutscher Waffcrstraßrn auf Grund speziclicr Bc- richte drr bezüglichen Stromdau-Veamten gegeben _wcrdcn, welche in möglichst gcdrängter und Übersichtlicher Weise: An- fangs=, Endpunkt und Lange der Wgßcrstraße, Zusmqizirn- hang mit arrdercn,“ Maximalgröße, Tiefgang „und Tragsahig- keit der. Schiffsgefäße,“ Hauptpunkte des Nivelleznents, dic mittlern, höchsten und tiefsten "monatlichen Waffcrstmrde an den Zandtpcgeln und deren Bedeutung für dir Schiffhark'eit;

auer und ).lnterbrechungen der Schiffahrtsperwden, E18- und Ueberschwemmun Zverhältniffe,“ Zahl und Dimensionen der Schleusen, Schi ahrtshinderniffe aller Art Und «Korrektion??- bauten,“ Hafenplc'ihe midVerkehrsanstaltcn; Kettenschissahrt und andere ähnliche Fragen, auch auf Kanäle und Seen iibertragen, angehen

-- Um den Besuch der wiener Weltausstellung im nächsten Jahre möglichst zu erleichtern, hat der Handels-Mimsier die Köni lichen Eisenbahn-Direkanen fur den Fail, daß dieVin- schlußba neu eine gleiche Ermäßigimg eintreten _las1en, crmachtigt, auf den hedeutendcren Stationen der unter ihrer Verwaltung stehenden Bahnen fiir die 1., .2. und 3. Wagrnkiase besondere direkte Villets fiir die Reise nach Wiendnd zuruck, unter Er- mäßigung dcs Fahrpreiscs his zur Höhe von 50 PCK, niit

.

4wöchentlicher Gültigkeitsdauer „auszu ehm, auch auf diese Billets Unterbrechungen der Reise an gewissen, noch festzu- stellenden Couponstationen zu gestatten.

Für die iibrigen Eisenhahnverwaltungen„soll. nach der Be- stimznung des Ministers eine gleiche Vergun-ftigung erwirkt wer en.

- Zur Eintragung in die Seitens der Gehcimrn Registratur des Ministeriums der geistlichen 2c. Angelegenheiten gefuhrten Verzeichnisse zum Schuh der Airtorcxirrchte gegen, Nachdruck und unbefugte Nachbildung smd wahrend des vierten Vierteljahr?» 1871 angemeldet worden: 4. Aus Preußen (auf Grund des Gese es vom 11. Jumf1837): Kunstwer c: n) Oeldilder. 101, aruntcr 24 Bilder in Oel- farhendruck) [)) Bildhauerarbeiten 60,“ 0) Lithographiezi 2,“ (1 Kuvferstiche 2,“ S) Bleistiftzeichnungrn 12,“ f)Pho-bographiei_16,* Z,? Galvanoplastrk]. Summa 184. L.Aus Großbritminien und Irland (auf Grund der Verträge vom 18. Mai 1846 rind 14. Juni 1855): &) Bücher 10,“ i)) musikalische Kompoii- tionen 5,“ 0) Kunstwerke -. Summa 15. (ck. A us Frank- reich (auf Grund des Vertrages vom 2. August 1862):

"J-)_BÜchL1Z 21,“ 13) musikalische KOMPQÜÜM€U«7YZ 0) Kimi-

werke 4; (1) dramatische Werke, resp. Opern und Operetten 7. Summa 105. 1). Aus Belgien (auf Grund des Vertrages vom 28. März 1863): 3.) Bücher 3; 13) musikalische Komposi- tionen 1,* (:) Kunstwerke 1. Summa 5. 13“. Aus Italien auf Grund des Vertrages vom 12. Mai 1869): 3) Bücher -,' 13) musikalische Kompositionen 24 ,' 0) Kunstwerke - (iiberhaupt erst 1 Amneldung). Summa 24. 8. Aus der Schweiz (auf Grund des Vertrages vom 13. Mai 1869): &) Büchkk - iiberhaupt erst 3 Anmeldungen); l)) musikalische Komposi- tionen -- (iiberhaupt noch gar keine Anmeldung),“ 8) Kunst- werke - (iiberhaupt noch gar keine Anmeldung). '

- Von der Dampfkorvetie »Nymphe« , welche sich in Australien befindet, sind Nachrichten hier eingetroffen, welche ausführlichen Bericht iiber die Reise des Schiffes erstatten. Die Mannschaften des Schiffes sind daselbst Überall von den Be- wohnern, den nichtdeutschcn wie den deutséhrn, auf das Freund- lirhste anfgrnommen worden. Die Dcutschén' befinden 1ich da- selbst meist in einer sehr giinsiigen Lage, so daß der Wunsch aiisgesprdchcn wird, die deutschen Aitswandcrer möchten doch ?icsß Kolonie vorzugsweise für ihre Niedrrlaffiing ins Auge" a1en.

_ Der Vércin für Beförderung ch Gartrn- hartes in den Königlich Preußischen Staaten wird in dicscmSonimer heiGclegcnheit seiner funfzigjährigcnJubel- feirr cine Fcsiausstcllung in Berlin veranstalten. Das ehen anchgchcnc Programm theilt dic Preisaufgadcn mit fiir diepau§= gescxztcn KFreise. Wir erwähnen unter denselben vonSr.Ma1cstai dcm Kai er und König die große goldene Medaille, von Ihrer Majestär dcr verwittwrten Königin die Marmorhiiftc König Friedriii) Wilhelm 117., vom landwirthschaftlichcn Ministe- rium goldcnr, silberne und bronzene Medaillen. Dichldpreise "erreichen die Höhr VON 3225 Thlr. Fiir die Einrichtungen ha; der Minister der landwirthschaftlichcn Angelegenheiten eine Bei- hiilfc dcwilligt. _ Alle die Aiisstrllung betreffenden Briefe sind (in das Bureau des Vereins zur Beförderung des Gartrnhaucs, Französischcstraßc 48 1., zu richten.

-- Der am 10. d. Mis. hicrselhst zusammengetrctcnc Chirurgen = Koaneß wird nach der festgestellten Tages- ordnung dis ziim 1-. tagen. Dcr Geheime Oher-Medizinal- Rath 111: voir Langenbeck hat die Begrüßung der Versamm- lung iihcrnon'imen. Vorträge sind iihcrnommcn von R. Volck- - mann (Halle): »Zur vergleichenden Statistik der Kriegs- und Friedrns'ocrleßungrna, Busch, (Bonn), Schilling (Cassel), Schcde (Halle) und Mehler (Darmstadt) Über verschiedene chirurgisch-techmsM Th 6 m a t a.

- Der unter dem Protektorat Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit dcr Kronprinzessin stehende Lettcvcrcin hälr die erste diesjährige Generalvcrsanmilung Miitwock), den 17. d. Mrs., imHörsaale des dcutschenGewerhe- museums ah.

- Für das zur Feier des Allerhöchsten Grhurtstages Sr. Majestät dcs Kaisers und _Kömgs veranstaltet geroesene Wappcnfesi hat, wie früher 1mtgethrilt, dcr Oherft-Kämmerer, Graf von Redrrn, dir Festiiiu lk komponirt. Dieselbe ist ]“th zum Besten dcs »Kaiser Wilhrliii-Vereins« in der Musika- lienhaudlung von" Vote 11. Bock hicrsclbst erschienen. '

-- Der hiesige Magistrat macht unterm 8. d. M. he- kamrt, daß hehiifs Aufstellung der Gemeindewc'ihlcrlisten, wclcheimä) dcm dcrndctcnQuartalSumzug erfolgen muß, jedem HanSeigcnthmner dieser Tage ein Schema zugehenwird, in wcl-