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' men. Als der Krieg zu einem glücxltchen Ende ge- inhYanrde ::;er und durch den Ausgang dxs Krteges der Notp- “Utsche Bund fich zum Deutschen Reiche erwertert hatZ,5 wurde 111 dZn Versailler Verträgen, die mit der Krone Bayern und, ürttxmberg cschloffen wurden, mit der bayerischen Krone auNzrüzkltch9 verembart, Laß der Artikel 61 ff. der Verfassung für Bayextx keme „anetzdunk? finden, daß vielmehr Bayern zmd1ächß„ Zeixe YÜJFYZFYFR 'KannZ d ebcno wur e mt er „ JHFYUPYTZFYMN yscreinxiart,l daß ddas YurtgtmeLgtsÉhantleJ; esch vorerst und 516 zur ege xmg er M D Rchts uftand " ber m Kraft bletben syslc. er e z _ iL KZZZMm-fg das Militärftrafrccht tm Deuxschcn Reiche dl? somit ur Zett fosgendes. Es_g11t ersFens m _Preußen ('th Strafchcßbuch vom Jahre 1845 mjt allen semcn Anhangcn, es gt dann“ in Bayern ein Militär-Strgfgcscßbuchx das'dort an_1.1_. Januar 1870 .Gescxeskraft erhalten; es gtlt ferner em drittes Mtlttar-Htrqf- escßbucb m Sachsen, indem dort unter dem 4. November 1807e1n Jenes Militär-Strafge cßbuch erlassen worden xft, das, fick? (zllcrdtxjgs wesentlich dcm preußiéchcnÖYZTliltitär "(HGsesFbLZchevZJchZxZTFH-Z 121] JKI?) ' ieder cin iiär- ce u - „ _ FYlYgingtldtcnwübrigen Theilen des Norddeutschen Bmxdcs sowte m Baden gilt das preußische Mixitärrecht,_sok„)aß wtr tm DetY-Zhsen Reiche cin vierfaches materielles Mtlttarrecht kxabcn. ?) te er Reichstagszuftand 1111btl§rscheidcts sech;1 FYFMYF FYUWmUZL ZchFs13au13 er e 1 11 cm „ ," , _ ZTIngdM YZF at:)f deR Zroßén (FOMettsßhdesStlYWf-ZTJZFKZSZZFYTF ' udiemrltasxue a ZZZYiicYWxawefihreYd nxxir hier diese bunte Karte von Strafgesetz- büchern bcfißen. Diesem buZch Zuftaljxde n??? IZKFZMMUYYU i?1u ' ' u abe des um portcgc _ . . . - Z'ÉYJÉÜF'ÉZ'ÉY deutsche StrXM'RMrZÉchFYÉ YYéZtrZaefs' " " rt bat o cin einige max: , " reeYYYtYßZ-mischer Reichs cijxführxn null. Dre Grundlage bfur iesen Entwurf ist ursprüngnclx m einem Eptwuxfe gegc en, der auf Veranlassungmdes pxeußxsFend rHZTMßTrllsegsdérlYZthchjx ' ue1e worent- e _, ZFKFUYÉUYTUFCZZLI Militerrechts gerltcn darf,d????thcxuifzgexchéteenxxk- ' i en rmce. er von i = JZYtTLÉrdeYnäth-Zixér Prüfun , Revißon und Umarbettung unter- zogen worden in einer Kommi sion, dte zusamznengcsekt wgr aus hoben Militärs, aus Militärjurifte'n a11er erheblrchercn Kyntxngente, und endlich aus pereußischcn Civtljurtftcn. Aus der, wr? ja) aus eign'er Erfahrung wohl sagen daxf, angestrengtcn , vternwnqt- lichet'1 Arbeit jener Kommtsfiow M der Ihnen, ]eßt vorlie- gende Entwurf, der fich allerdmgs seer erheblich von dem ursprünglichen unferscheidet und der demnachst noch „jm Bundes- rathe einer eingehenden Berathung txntexzoßen wordexx tft, e111ftanken. Bei der Revifion des Entwurss 111 ex „Kouxmtsfi'on ging wan vor Allem davon aus, das bcßchende Mtlttarrccht m denxcmgcn
" n die der jüngste Krie als Lüxken batte erkennen (LWF: JIMMY? d'eutschcn MilitärzZeseßchher, mrt Ausnahme des
' e in einer eit tie cn Friedens entßanpen, m denen ?FYYZYUTFHZU die Bchrfnisse, welche der Krteg m Bezug axtf das Militärrecht stellt, fast ganz verblaßt waren, und es w:,xd alsdem verbürgter Ausspruch cines unserer'exstm eldberren ange hrt, er: selbe habe von dem preußischen Mtlxtärgeehlxuchc geurthctlt, es sex vieUeicht ein gutes Geseß für den Fncden, fur den Krteg abcr set
" li . _
es dlZYZeus LLWYMJnYufüUm , war eme ßer „Hauptaufgaben des Entwurfes, eine Aufgahe, dre um so,le1chter „gelöst werde? konnte, weil an der Sptße dxr Kommission em eben ÖW dem Kriege zurückgekehrter, ficgretcher (Hetzeral stand ,' außer cm eine Reihe von Generalcn und höherxn Qffizreren, dte gletchjalls alle eben U den schweren Krieg in wtxbttgetz Stellungen mitgemacht halten, eine Mitglieder waren," überdws dtc Berichtx dex komman- direnden Generale, die eingezogey waren, als Matenal dtxntn), Fm da aushelfend und ergänzend cmzuschre1texn wo dex Krug m en bisheri en Militärrechten Deutschlands Lacken gezetgt hatten. Es würde Ich Zwecke dieser einleitcnhm Woxte wem? „entsprechen und ich würde wahrscheinlich auf Wemg Billigung er Ihnen _rechnen dürfen, wenn ich es unternehmetx onte, dcnthnm „vorltegenkch Entwurf schon jekt in seinen Deta11s_zu rcchtfxrttJey, vielmehr wn" es wohl nur meine Auf abe sein konnen, dae ettmdcn chankxn, von denen man bei der uffteüungd des stEthurfes ausgegangen rst, ' “' - rundüen arucen. . „
m 1erOna1 LLYPÉZ l1:111J1k11Gdc1: chrZ'te, un gilt übrxgcn Ruchfichten_ bc- herrscbende Gedanke: das Militärrecht mxt„den lettmdxn Grunßsaßen dcs bürgerlichcn Rechtes; in Einklang z_u lxrnxgen, sownt dteses trgend tbuniich schicn. Ich betone ganz auspxuxkxxch das Wort „thunlxchc, Weil allerdiügs überall da wo von quiztaxtjchcx Sekte gesagt wurde, daß die besonderen Bcdürénisst dcr „stnplm,“ dtex Levbcnsbcdmgungen, unterdenen eine Armee bcüech1111?thtlexrßTuéngerrtgeeerÖtcex KFZ)???
' ' unmitcn runaene TFT?,ZIYZLFtFKYFZUK-a 9überall von ?ezn Versuche, das Mtlxtarrccht dem bürgerlichen Strafrecht zu Jßwxltlrch-YHZJZFYZZÜweuxéächchzY ' ' en an cini en et pte en F1ZutM.erlY)ueL Todesstraf? ist im deu_tschen Strass eßhuche Ju knapper Raum angewiesen, denn Ste finden „111 tbm xtc Todesstrafe nur bei zwei Verbrechen; It) dxm vorltkgmdcn ,Gcsxß- entwurf kommt die Todesstrafe sehr vzel mchltcher vor, denn- xrredxch mich in der Zahl nicht, so WFB? S1: die Todesstrafe 24mal m :e- r an edrobt n m , _
sem YFcZJYY-lnäoch 9glauben die verbündeten Regtcrungen nicht, daß ffk eincm Widerspruch: dagegen in dem Hohen Hause bcchécn Wer-
it wie beredten Worten „auch die Rothwend kext der Au KHM Yer Todesstrafe im bürgerlichen Rechte dam_al_s Yet dem deni; schen &irafgescßbuch vertheidigt worden tft, auch dl entgen, die 12:11 dem wärmsten Herzen dieser Auf e_bung das Wort re eten, erkann doch schon damals an, daß man ze Todesßrafe auf dem Gebiete des Militärrechts 111 1 nur nicht „ entbehren könnte, sondern daß fie auf dem ebiete- diesxs uberhaupt und häufiger. vor- kommen müsse, als der Phtlantrop und „der Hymamst es wünschen könm'. In dem Vorgange, daß der Rnchstag 111 dem Ar- tikel 4 des Einführungsgcscßes zum Ycutschcn Strafgeseßbuche dx: Todesstrafe für das Militärrecht unverkurzx vorbehalten, laubtep die verbündeten Regierungcn die Gewähr dafur zu habm, aß .Sxe d e Todesstrafe in dem Militärrecht mcht zum Gegenstande der Kontro- verse, mindestens nicht in dem Maße wurden machen werden, wie ck ' -"i rider allwar. „„ _ bc: dM JZrclrcY andcT'ch Beispiel an: In dezn waloztrafgesehbuch icbt es eine Reibe von AntragöverbreMW dte nuxv oxgt werkzen önnen, wenn dér Beschädi tc fich daunt emvcxßaxjdcn er [art - _eme Reihe, die, wie ich jcßt zu “rchtcn anfange, yulxctcht zu groß gegmffm ist. In dem Militär-Strafgeseßbuch Juden Ste diese Antragsverhxechep ar nicht. Denn der Entwurf memt, daß der, welcher em mtlttärt- ches Verbrechen oder Vergehen begangen „hat, bestraft werden mü „ex unangeschen, ob der dadurch Verleßte dre Vcßrafung verlangt - nicht. . _ „ __, _ „ t ' ' s ei rel: Dre“ rcht vor perwnltchex Gefahr rst up er UmstéäLcTrlitxtte BFU sZZivil - SttMecht eizx Grund, xncht zu strafxn, in dem Militärrecht finden Sie diese Besttmnxun nacht, wetl w:.rgxns sagten, die erste, und, wenn Siewollcn, gcxmgx equxndHes lettars ist die, daß er Muth habe, und daß wwcm Prwtlegmm fur die Furcht in einem Militärgcfcße nun und mmmermchr gehen fßnnxn, Wenn aber nach dem hier Angeführten der Entwurf cmexsetts vtel strenger iß als das Civilftrafrecht auf denselben Gebtetcn- so tft er auf der andern Seite ein viel milderex und humanem, sobaxd fie ibn vergleichen - nicht mit dem Civtlßrafreaxt, sondern nut den in Deutschland bestehenden Militärgcscßgebungctx. Statt vieler andern Beispiele hierfür will ja) anführen, Haß gewrffeStrafartew gaxzz aus dem Code verschwunden sind; Sie ßndcn mehr mehr harm dre Festungsbaugc angenschaft; Ste finden ntcht mehr darm dre. chtten, während Sie andere Strafarth, aua) wo fix bctbebalten findx m ckIm Modalitäten und ihren AusfuhrrzngeUngmtlda-rt finde_n.„ Ste wer en namentlich diesc Milderung bei cmcc Otrgfe finden, dxe 1a dem ersten Anblicke nach überhaupt anfechtbar crschcm_t: der Strafe des 6wöchmt- lichen stren en Arrestcs. Dieser 6wöchcntltchekstrcnge Arrest 1|oallero dings aus Im bestehenden Strachstßbucdern betbcbalten worden, abcx wenn Sie die Bcftimmun en er bestehenden Geseke Harüber :.th diesem (Hosch vergleichen, Zo wcrdxn Sie finden, daß hter erbebluhe Milderunqen in der Art der Auquhrung nachtlasscn worden find. Die Strafe der 0u5toäja 110116513511, dcs gesungSarreftes- ist er- weitert,“ die Kreise- welche dicser 0u5t0cim boussta unterworfen wer- den können, find rößerc geworden, als fie es nach,de1_n nz Preußen jest geltenden Ge eßc find. Uebcrall auch werden Sw m xmerYeihc einzelner Beßimmungcn Mildrrungcn da finden, wo dte Mtlttärs solche Milderungen für möglich welten, ohne_daß daraus eme Ge- fährdung der DiSJiplin, dicses Lebensncrvs jeder Armee, zu be- sorgen war, , _ . Z ck 1 mtr eine Gewtffcnspfiicht, es atx dtcsex Stelle an zuspre en, daß €Hise gsxoße Reihe von Milderungen, Zne thhtung dcs Entwurfes nach der humaneren Seite überhaupt, dxe Ste m dem Gcsekentwurf finden, hauptsächlich den militärischen Mitgl'tcdxrn der Kommtsfion zu verdanken ist, denn fie waren es immer, das ubexau dieser hymanen Auffaffun das Wort redeten, wo fie gjaulxtcn, dte_se Humamtät mit den Anfor erungen Verbinden zu können, dre an dxe Aufrechthajtung des Geistes der Disziplin in der ?lrxnee zu stellen find. Auch hierfür will ich statt vieler nur eines Vetsptcls gedeykcn. In_ unserem _preu- ßischen Recht und zufälligerweise ganz ebensom dem wurttembergtschen
' StraJxseYbuch befindet sich bekanntlich die Bestimmung, daß Ehen
ilttä onen die ohne „dienstlichenKKonsens geschlossen sinhx 3311; Amtswéxxxx zu ,wernichtcn seren; , Dae solge davon tft, daß dre angetrautm Frauen nicht als legtttme Ehrfrquen gelten, daß, Hie Kinder keine ehelichen find. Gegen mancherlet Bcdenkey der„(_€wtl- Juristen, egen mancherlei Kompetenzstrupe1 warep es dxe Mxlttärs, die mit ra chem Schlage den Knoten, durchhtcben, inden) sie dxc Be- stimmung aus den (Heseßbüchern fortstrxchcn, und wenn es em wesentlicher Fortschritt sein wird; falls wir dieses Geseß de_kommen, daß diesex un- saubere Fleck in der Gescßgebung aus den) Heutjchxn Recht verschwmdetx dann Werden'Sie dies wenigdcr kden bCthl-Jurtsten als dem raschen
i n der Militärs u ver an en a en. ,
ZugrLeOfcen hier gegebenen3 Andeutungen über im Zerbefferungen des bestehenden Rechts durch diesen Geseßmthtrf gchnubcr darf ;ck wobl nicht die Mißdeutung fürchten, als ob dxe verbundeten Regierungetz von der anficht ausgingen, der Ihnen voxgelc te Geseßcntwurf set ein so vollkommenes Werk, ?aß er gar ptcht _er Verbefferyng be- dürftig wäre; von dieser Qlufsafftwg find d1e„vcrbundexen Reg mmgxn weit entfernt. Das Ancrkcnntmß nehme i_ch aber fur das xr_k m Anspruch, daß, wie mangelhaft es auch set, es„das bxfte Mtlttär- gcseß ist, welches zur Zeit überhaupt bcstchx. Es tft das 3.“ eben auch kein großes Vcrdtcnst; denn em Werk, vas sZch quf die Schultern seiner Vorgänger stcllt, ein Werk das, namentltch em so gutes Vox- wcrk vor fich hatte wie das ayertschc „Strafgeseßbuch, kam; ja natur cmäß leicht ein besseres werden, als die bestehenden Gcseßbucher darstc en. Darum geben ffch dic verbündeten Regterungew aber dye!) nicht der Hoffnung hin, daß dieser Entwurf ohne alXe Kampfe hat in diesem Holzen Hause werde angenommen wcrYen. Deny_ e_s„ltegt in der Natur des Gegenstandes, Haß „dre Gcgcnsaße dcr'm1lttar1,schm Auffassung und der juristischen vtcllctcht mehr wre auf trgend emem
d aus dieser äufigkeit der ToYrsfirafe eit) raument ZIÉnuFide k:*XélcUfigkeit dcs H(Heseßentrourfs wtrd hergelcttct wcrden.
anderen Gebiete auf einander plaßen müssen, und es ist nur möglich
“einer Statue Carl von Linné's auf einem Plaße zu Stockholm
kommmden Selbstentzündungen. Die Bewerbung wurde abgelehnt.
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und wird nur möglich werden, diesen Entwurf zum Gescß zu erheben, wenn die soldgtisehen Anschauungen einerseits, die juristischen Anschauun- gen andererseits xnug Selbstverläugnung gegen einander üben, um so
einem Cmv andniß zu kommen. Gcltht dicses Einverständniß- wird dieser Entwurf zum Gesch Dcutschlan s erhoben, dann wird
damit ein außerordentlicher politischer Gewinn crrcicht sein,“ denn,_
wenn irgend etwas dazu beitragen kann, die Zusammen ehörigkei't zu erzeugen und wo _fie bereits vorhanden is?, zu erhöhen, ?o ist es das Gefühl: unter emem und demselben Rechte zu leben, und wenn dieser Eytrvuxf Gesch wird, dann wird ein Zustand aufhören, wie er“ 1th un Deutschen Reiche besteht, wo beispielsweise bei einer eringfu igxn Wirthßbausschlä crci in den Dcutvchen Reichslandcn lsqß-Lo hungen, an der 51er oldatcn vier verschiedener Kontingente Thal genommen haben, dich S_oldatcn nach vier verschiedencnRechtcn abgcurthetlt„Wcrdcn, dcr Preuyc nach dem preußischen, der Sachse nach dem sachfischen, der Bayer nach dem bayerischen und endlich der Württemberger nach dem 1vurttc1z1bcrgischm Daß ein solcher Zustand mit den RxchYs-anschauun en, Yte wxx sonst im Reiche haben, nicht wohl vertragluZ) tft, das g aube :ck, nur?? kejner Ausführung bedürfen. enes Gcfubl 19er Zusammengebörtgkctt aber werden Sie dem deu chen Soldaten m cmcty erhöhten Maße geben, wenn Sie ihm die Gewähr geben, daß er fortan, zu welchem Kontingent er auch :- hörcn mag , unter einem und demselben Rechte üeht; dieses Gefuhl wird seijxc Stärke und damit die Stärke der Armee erxxöhen, jene Stärke, die da tft der Schuß dqs Deutschen Reiches und seiner Freunde, der _Trus und der Schrecken semer chde. ,
- Die 3. Kommission zur Vorberathung der ZZ. 61-66 und '70- 147 des Gcscßmkwurfs, betreffend die Rechtsverhältniffe der Reichsbeamten, besteht aus folgenden Abgeordneten: von Unruh (Magdeburg), Vorstßcndcr, von Bemuth, Stellvcrtreter des Vorfißcn- den, Freiherr von Dömxberg, Schriftführer, ])r. Boehme (Annaberg), Stellvextreter „des Schrixtführers, ])r. Wagner (Altenburg)- von Wal- daw-Retßenftem, VM Schöning, Kanngießcr, Or. Endemann, Hoelder, Flehßri? er,l_X))r. Retchenspcrger (Crefeld), Freiherr von Heereman,
v er an .
- Die 4. Kommission zur Vorberatbung des Gescßmtwurfs, betreffend Erhebung der Braufteucr, besteht aus nachstehenden Ab- Zxordneten: 131“. Loewe, Vorfißender, von Hennig, Stellvertreter des
orskkenyen- Pogge (SchWerin). Schriftführer, Uhden, Stellvertreter des Schrtftführcrs, Krieger (LauenburgÖ, Dernburg, von Waßdorff, Sombart, von Lottner, Vr. Lieber r. Seelig, Grosmcm (Kreis Cöln), Erbgraf zu Solms=Laubach, Freiherr von Zedliß-Neukirch.
reiburg i. Br., 18. April. (W. T. B,). Bei der statt- eha ten Reichsmgswahl für den 5. badischen Wahlkreis Wurde der abrikant Tritscheller (nationalliberal) gewählt.
Kunst nud Wissenschaft.
Der Verwaltungsrath der deutschen Schillerstiftung, Vorort Weimar: Wilhelm Genast; Ober-Schulratb 1)r. Laufhard_ in Weimar, Provinzial-Schulrath Bormann in Berlin, Dr. Braunfels in L'kankfurt a, M., E. Duboc in Dresden, 131“. Wolfgang Müller in öln 1)1*. Leopold Kompert in Wien , hat den zwölften Jahres- bericht (Für das Jahr 1871) über den Stand und dieWirksamkeit der StiftunZ veröffentlicht. An Gaben vcrtheilte fie im Ganzen 124489 Thaler Sgr- 6 Pf. an 70 Empfänger, und zwar: ]) lebenslang- liche Pensionen «“mit 4146 Thlr. 8 Sgr. 6 Pf. an 15 Empfänger, 2) tranfitirende Penfionen für ein oder mehrereJahre mit 7225 Thlr. an 43 Cmyfänger, 3) einmalige Bewilligungen mit 1100 Thlr. an 12 Empfan cr. Außer diesen von der Gesammtstiftung ver- theilten Ga en haben noch 8 ZwMstiftungcn: Berlin, Bres- lau, Dresden, Frankfurt a. M., sinchen, Stuttgart,- Wien an 45 Bewaber: 1576 Thlr. 12 Sgr. 10 Pf. und 1405 Fl. W Kreuzer österreichischer Währung verthcilt. -- Die Stiftung besteht jekt aus 23 Zweigstiftungxn: Baden (Heidelberg, Karls- ruhe, Mannheim, Onenbura) mtt 3775 Gulden; Berlin mit 8300 Thlrn.,* Bcmlau mit 2581 TUM,; Brünn“ mit 4650 Gul- den österr.,“ Cöln mit 4250 Thlrn.,' DMJiZ mit 3050 TUM,“ Darm- ßadt mix 3400 Gulden; Dresden mit 28,850 Thim; Frankfurt am Mam mit 7433 Gulden; Graz mit 1616 Gulden österr.; Ham- dW mit 2850 Thlrn.; Königsberg mit 1350 Thlrn.,' Leipzig mit 4 Thlrn.,* Lübeck mit 1144 Thlrn.,' Mainz mit 710 Gulden; München mit 6250 Gulden ,' Nienburg mit 1242 Thlrn.,* Nürnberg mrt 1000 Gulden; Offenbach mit. 1220 Gulden,“ Salzburg mit 3010 Gulden östexr.,' Stuttgart nut 6500 Gulden; Weimar mit 13,000 Thim; Wten m1t 44,460 Gulden österr.
Stockholm, 1Z.Apr1l.D1eA_kademie der Wisélsenscbaften Jr xßt den Aufruf erlassen zur Einsammlung freiwi iger Beiträge r te in ihrer Zusammenkunft am 14. Februar beschlossen Errichtung
am 10. Januar 1878, an rvclchem Tage seit dem Tode dieses Ge- lehrten 100 Jahre verstossen smd. Gewerbe und Handel.
„Berlin. Der Verein zur Beförderung des Gewerbe- flxtßes in P reußcn hielt am 8. April unter Vorstß des_ Ministerial- Dtrektors Moser eine VersammlunJ. Dcheh.Ober-Reg1erun s-Rath Pr. Engel legte eine Denkschrift, be r. die Reform der Gemerbe- tattsitk nn Deutschen Reiche und den übrigen Staaten voy Eurqpa un? Nord- amerika, vor. » Der Geh. Kommcrztcn-Rath Kunbctm bmchtetx uber den Stand der Weber'schen Stiftun , sowie Namens der Abthetlng für Chemie und PhYKk über die w cderholte BeWerbung„ emesx Mahlen- befikers um die Preisaufgabe, betr. die Ursachen der m Mahlen vor-
Das Gesuch cines hiesigen Webergdesellm um Prämiirung einer Ver- besserung des Schützen wurde auf_ en Antrag pes Refexenten l)r, Wei- gert abgelehnt. - Der Kommerzten-Rath Wetgxrt bertchtete über das von dem Professor Kohl eingesandte Werk: dxe Geschichte der Jac- guaxd-Maschine. Die Versammlung heschloß d1e_Aufnahme desselben m die Verhandlungen, sowie die Verlethung dcr Ulbernnz Dcnkmünze nebst emem Geldbetrage von 500 Thlr. (m erster Abßxmmung an den Verfasser. - Bei der demnächst erfolgten Wahl cmes Vo ßen- den der Abtheélung für Manufaktur und Handel an Stelle des ver- stoxbcnen Geb. Obcr-Regicrunas-Raths Wedding Wurde der Fabrik- bxnßey Stephan gewählt. Der Regierungs-Asseffor Nieberding hielt" emen Vortr-„zg übcx die Wiener Weltausstellung. Derselbe wies zunachst dqxauf bm, wx: Wenig man nach den großen Erfolgen der lcßten Parncr Ausstellung habe charten können, jchon so bald einem neuen tnternattonaxcn Ausste_l1ungsunternehmen gegenüber zu stehen, Im Jahre 1867 set wohl„d1e Anficht fast allgemein verbreitet ge- wesen, daß die' Aeraxdtefcr großen Schauste11ungem wenigstens zu der thhertgen Form_ rhr Ende erreicht habe. Der m England. getZ1achte „Vcr1uch mit der Veranstaltung von so- genamzten xähxltch wrederkehrenden internationalen Ausßellun- gen, dre fir!) i_n ]edem_Jahr nur auf gewisse Industriezweige erstrecken, habe nur germgx Thctlnawne'gefundcn und man dürfe es 1“th schon wagen, das Pxojeft als gcschettxrt u betrachten. - Wenn Oesterreich nunmehr an etpe Aysstellun m em früheren Stile geht, so greife es damxt auf emen altcrctx (an zurück, da es bersits vor 1867 mit Frankreich um_ die Idee xmer internationalen AuMcllung konkurrirt ba„be,' Frankreich habe thm aber damals den Rang abgelaufen. Fur Deyxschland babe dre Ausstellung eine große wirthschaftliche und polxtrschx Bedeutung; Auf dxn großen Wefi-europäischen Aus- ßxllungen set dte deutsche deußrz; stets unter ungünßigcn Verhält- msch Herxreten geWefen. Dre poltttsche Zersplitterung und ein nur im xerges Enthgenkonzmcn der die Ausfteuung veranstaltcnden Ngttonen hätten azu bet etragen, daß Dcutschland eigentlich stets mtt Enttäuschungen aus. cm internationalen Wettkampf hervor- gegangen set. Arx ßer Wtencr Ausstellung werden wir jedoch als em großes polttrschcs Reich. ,und unter dem bereitwilligen Entgegenkommen der öfterrctchtxchm Regierung Theil nehmen. Der Vyrtrageyde „ machte so ann einige nähere Mitthei- xungen uber dt; fur „dte Aussteüung unternommenen Bauten tm Prater zu Wten. . D1eselben be eben aus drei großartigen Haupt- maffen: dem Jndu _tepalast, dcr „ aschinenballe und dem Kunstaus- ftellqusgcbäudc. te „umfassen emen Raum, der im Ganzen, wie am Emlencn, den Raumen de? Pariser Ausftellungsgcbäudes von 1867 !etchkommt. Dcr Jndustnexalaft wird abweichend von dem ccntra en Querbau der leßten Partser Ausfüllung einm Längenbau darstelle)" welche_r durch 16 „Querschiffe erweitert und in der Mitte durch um znächttge Rotunde ubcrragt wird. Die Länge des Industrie- palaftes wnd 905 Mexres betragen„ die Rotunde erhält eme Höhe., von 79 McFern txnd eme S annwette von 108 Metern (die Kuppel der Peter'sktrche tn Rom efißt nur eine Spannweite von 49 Me- tern)._ ngs txm dte Rotuydc herum zieht fich ein quadratischer Galerzebau." Dre Hauptgalerre befißt bei einer Breite von 25 Me- temieme Lan_ge von mehx als 900 Metern, die Quergalerie, bei einer Brette von 10 Metern, eme Gesammtlänge von 205 Metern. Von den Höfewaus, Weiß): durch dtese Quergalerien gebildet werden, 1'Zl1en Hte mneren Raume des Palastes mittelst hoch einfaklenden Wxttenltchts_ erhellx wcrden „ Von der Beleuchtung mittelst Oberlichts, wre solche tn Parts ausgefuhrt war, hat man der technischen Schwie- rxgketten wegen a„bgcschen. Dtx Nationen werden im Innern des Palastes so rupptrt werden, Wie se auf der beWohnten Erde , von den Ursißcn er Kultur ausgxgangenx nach Westen auf einander fol- gen, so daß Afien auf d„em emen Fluges den Anfang , Amerika auf dem andern dqs Eyde htlden werden. Deutschland falle in Folge dieses Arrangements tn dxxMztte des Palastes und seineAussteUung werde fich uz ausyehmend gunfttgcr Lage innerhalb der großen Rotunde und rmgs m den sie umlaufenden Galerien gruppiren, in Räumen,
der fiebgnte Theil sämmxlicher Räume in Anspruch genommen, in dem c'industru'palzxste etwas, tn dcr Maschincnbaüe dagegen bedeutend mehr Plak, als tbr auf „der [Men, partscr Ausstellung zugewiesen war. Deutschlandeerde ]cdenfqlls m der Größe des ihm überwiesenen Raumes“ htntcr Jranßrctch und England nicht zurückstehen vwllercht aber sogar dtxse „Länder übertreffen. Endlich bcspra dxr Vortragende noch du „111 Deutschland für die Ausstellung bisher getroffenen Vorberettungen. Das Reich habe mit der Lettung der deutschen „Ausstellung eine Central-Kommisfion be- auftrggt,„untcr welcher m den einzelnen Staaten die mit den lokalen Verhaltmsßn vertraytcn Landes-Kommisfionen die Beschickung vorzu- berezten hatxen. Ermncrnd an die Bedeutung des Unternehmens, sowie an, dte,Atxfgabe des Vereins ersuchte der Vortragende zum Schluß dre Mitgxteder, auch ihrerseits dahin zu wirken, daß der deut- schen Industrie eme_ ehrenvolle und glänzende Ausstellun zu Theik wxrde. -- Der Fabrikbesißex Wedding zeigte durch Experimen e, welchen Emfluß auf das Messen dre verschiedene Art des Einfüllens der zu messenden Körper 111 das_ Maßgefäß ausübt.
Leipziyx 16.“ Aprrl. Dre Tuchmesse war diesmal für die Fabrtkajzten eme gunftxge, da 111 Folge der erhöhten Wollpreise die fertige * Waare emen Aufschlag ]ejnach der Qualität derselben von 4 bis 7, auch 8 Groschen pw Elle erhtclt. . nkte daher die Einkäufe auf den nothwendtgstcn Bedarf s bltcb von der sehr starken Zufuhr, unix namentltch SommerWaare, cine ziemlic'f) große Quantität . Yuruch., -- Bgunxwollene Rpck- und Hoscnftoffe hatten eben- alls eme Preissteigerung erlitten gingen aber dcsscnungcachtet
sehr schnell um , da weni aare ugcfü rt war indem schon vor der Messe große QuantitZten hzu Haujse um-