1824 / 8 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Fri, 09 Jan 1824 18:00:01 GMT) scan diff

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müssen , nicht stören dürfen! Aber es ist ihm die “üble La e des öffentlichen Schalzes darzulegen. Die Regierung [Zak fich in großen finanziellep Vßrlegen- heiten befunden, und der Kon reß ,wxrd „sach v;elle1cht wundern , daß ihr dennoch alle chwtemgkene_n_ zu über- winden möglich geworden ist. Es ist UUEUÜKZUCH- neue Hülfsquellen zu eröffnen. Das Heer, dxe Feskxxugen, die Marine, die Artillerée-Parks, dre Verprovtanttrung, die Verwaltungs-Beamten -- find lauter Gegenstände, welche die Aufmerksamkeit der Regierung in Anspxuch nehmen. Vor Allem empfehle ich der Kammer der. Re,- präsentauten ganz besonders die Bedürfnisse der Natron,.“

„Ein anderer (Gegenstand, für welchen ich die Für- sorge des Kongresses in Anspruch nehme, ist unsere aus- wärtige Schuld. Sie wissen alle, meine «Herren, daß die edle Freigebfgkeit der Ausländer in, schwieriger Zett den Muth der Columbier ermuntert hax, indem sie ihnen Hülfsqucllen verschaffte, mit welchen sie. ihren Kanxpf für die Unabhängigkeit ruhmvoll bestehen konnten. Wir haben uns gegen diese Fremden verpflichcer;. wir müssen sie auch ehrlich bezahlen. Welche Zweifel sich auch über die Art erhoben haben, auf welche diese Schulden ge- macht worden sind, so. wird doch derKongreß anerken- nen,. daß die Nationeylehre jede andere Betrachvung über- wiegen muß,. und die Exekutiv-Gewalt hofft, daß, der Kongreß ein Geseß geben wird, welches sie autorisirc, die Zahlung der Zinsen und die allmählige Tilgung der Kapitalist: zu regulären.“

Jularrd.

Landwirthschaftliche Berichte aus dem Innern des Reiches vom Ende November.

, ]. Osprxußen. - Königsverg. Dic Saaten habep steh zwar bes jetzt fast allgemem recht gut erhalten,. wenn sxe gleich vom Korywurme u-o_ch ntcht ganzbefreét sind. Un each- txt dcr vorzcüglachcn Qualttät der diesjährigen Lein-Saesaat, sendet sch kern zureichender Absatz, und es wird daher eine bedeutende Menge desclben, ungereénigt, als Wlag-Leinsaat zum Oelpresen nach England" verschifft. -, Gumbinnen. Die Winter- Saaten sind, so fiark eingegrünt, daß man an cini en Orten die Besorgmß hsgt, es- düréte ein großer Theil au aalen, menen nicht baid trockener Frost eintrete, und da- durch das- Abhuten der Felder mögxick) gemacht wexden folX-te.

11. Wesipreußxn. -- Danztg. Die Winter - Saaten ,ßzhexx gute. -- Marte'nwerdor. _Die Winter-Saaten üehen Z:.antcßt uberall recht gut, und smd ganz vortreffxich einge-

u . -

111. Brandenburg. -- Pyts-dam. Die Winter-Saa- ten üehen überall“ gesund und frtsch,„ und geben abermals zu “erfreulichen Erwartungeu Anlaß,

nk. Pommxrn. _ Köslin. Die Saaten ßehen gut, zmd im Allgememen wird angenommen, daß die viele Näffe thnen- „noch nicht. eschqdetehaß - Stralsund. Die Sacr- ten ßchen „allentha ben m npptgem WachSthume, und verspre- chen ein gutes Gedeihen.

7. Schlesien. - Breslau. _Die Einsaat ist durch- gehends beendigt und bei der ungemem günstigen Witterung „auch) die Bearbeitung der Felder zur Somm-ersaat mit vorge- t. Die Saaten" ßehen im Ganzen sehr gut. Auf den,

meine Pflicht, ? vor dem diesjährigen hiesigen Elisabeth-Fahrmarkte abgehal-

tenen Viehmarkt, wurden gebracht„ 1200 Pferde, 2 aus: und 127 inländ. Ochscn , 269 Schweine und 311 Schaake. Die Pferde galten bis 40 Rthlr. , dic Land-Ochsen bis 16 MM., das Paar Schwmne 12 Rtblw von den Schaafen ward keins verkauft. ,- Liegnitz- Die Winter-Saaten skehen durchge- hends gut“. Wenn auch die dichährége Weinlese nicht ergie- big ausgefayen/ Mebegt man doch die Hoffnung einer beserx Acrnyte aux das kztnftige „Fahr, indem durch die déeSjährig: g-ünütge Herbst-thterung das Holz des Weinßockes seine ge, hörige Reife erlangt hat.

. 71- Psscn- *- POfen- Die Winter-Saat, überall been. digt, steht im Ganzen gut.

?lk- Sachsen- "- Magdehurg. Die Winter-Früchr: üeben allenthalben so gur, daß ste zu den veßext Hoffnungen berechtigen- Auch die Vieh-Wetde konnte immer benuvr snFZden. - Merseburg. Die Saaten stehen bis jetzt sehr

. n,

7111, Westphalen. -- Münster. Die junge Saat vortrefflich szgegangen. Ueber Schnecken: und Würmer: Fraß,_ vorngch) auf den niedré en Acker,.- Gründen, klug: man jedoch„hte tmd da, und im “reise Kösfeld mußten selbß manche Wetßcn-Felder von; neuem besäet werden. -- Min, den. DteeWinterfrüchteeßnd voxzüglich gut atxfgegangcn, und dee Fruchte prangrn uberall tm üppigßen Grün. Das

Rindvkeh hat auch M diesem Monat an vielen Orten sein

Fuiter noch im Freien gxfunden ,und die frühere Besorgniß wegen Futter 7 Mangcl_ mmdert stcl) daher., _- Arnsberg Dre Witterrxng der jungen Saat sehr zutrc'Zgl'ick) gewesen, und die Nase hat auf dtc Vertikgung der Schnecken un? Regenwürmer, dte an vielen Orten der Roggen-Saat scho sel)? fchadeten, vortheilhaft gewirkt.

“1x. Jülich, Kleve„ Berg. - Köln.. Die Winter- Fr'üchte _stehen vortrefflich. ("n einigen Gegenden hat 176) jedoch dre Bestellung des W nter-Feldes verspätet, so- daß solche selbst in den leisten Tagen des Novembers noch nicht

ganz beendigt isi. Die Weinlése hatte im leßten Drittheile

des Oktober:"; und im ersien des Novembersßatk. Die Menge des gewonnenen rothen Weines ift- zwar ntcht unbedeutend, von der Güte desselben verspricht man sich aber im Angemel- nen nichr viel, weil die Zeitigung der Trauben 'zu verschiede war; doch hofft man, daß die bessere Sorte ntcht unter dc. vom Jahre 1818 sehen werde.

Königliche Schauspiele.

Donnerstag,. 8. Jan. Jm Opernhause: Preciosa, Schauspiel in.4 Abtheél., mit Gesang und Tanz,_ vom Königl. Schauspieler P. A. Wolff. Musik von O.. M. 0. Weber.

Freikag, 0. JW. Jm Schauspielhause; Das Blatt hat sich gewen-der, Lustsp. in 5 Abtheil., von Schröder. Und a.uf Begehren: Die Damenhüce im Theacer, Lokal; Pose in 1 Aufzuge. -

Meteorologische" Beobachtungen.

BarometerkTherm.[Hygr.[Wind| Wikcerung.

6. Jan. A. 280 3“ -- 30 79“) S. üernklar,Fro'|.

7. Jan. F. 280 L/ -- 67 8'49 hell, ßark; Frost. Wk-LZ" 3“ ""'“ 13-5) 790 S. Heiter,Fro*sk- schön-

Redaktcur John.

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Gedruckt bei Hayn.

. Könige überschickten

Allgemetne

Preußische Staats - Zeitung.

KSZ-

Berlin, den 9cen Januar 1824.

11. Amtliche Nachrichten..

K*ronik des Tages.

Bei der am 7. und 8. Jaguar d. J. forthsekzten Aten Ziehung der Prämien-Schxm-Nummern zu Staats.- Schuld-Scheinen fiel 1 Prämw von 2000 Rthlrn. auf

Mr 71,833; 2 Prämien von 1000 Rthlr. auf Nr. 99,105

und 128,087; 7 Prämien von 500 Rcl)lrn. auf Nr. "und 236,495; 12 Prämien von 200 Rthlrn. auf Nr. 5279. 17,845 50,978. 59,105. 127,113. 146,166. 155,113. 185,594. 205,9.30. 231,990. 238,313 und 264,796. Dte

Ziehung wird fortgesetzt.

. Abgereisk: Der Ober-Landes-Gerichts-Präsident zvon Gro-llmatm, nach Magdeburg.

*11.ZeitUngs-Nachrichcen.

AuZland.

„Paris“ , 1. Jan. Gestern Mittag empfingen Se. Ma]. der König bei Gelegenheit des Jahreswechsels, im Thronsaale die Glückwünschungen des General-Staabes, der Kommandeurs und Officiere der Nacional-Garde, der Kömgl. Garde, der 1|en Militair-Divifion und der hie- figen Garnison. _

Nachmittags arbeiteten Se. Maj. mir dem Grafen von Villéle, der das Band des ihm am Morgen vom Hetltgen Geist-Ordens angelegt hatte.

Heute erseßc .der Marschall Herzog von Tarent den Mqrschall Herzog von Ragusa in seinem Dienste als

';Mä]01'-6É11É1'äl der Königl. Garde.

Nchc Sr. Majestät dem Könige (wie der mMj-Wr gestern gemeldet hat) sondern dem Herzogs “von Angou- leme selbst, hat der Russisch Kaiserl. Bothschafter am

30sken v. M. die Znfignien des, Sr. K. .verlie enen St. Georg-Ordens überreicht. H h

-- 2. Jan. Eine telegraphische Depesche aus Lron vom 30|en v. M. berichtet, daß der Papst am 24 en so bedeutend krank gelegen hat, daß manan Seinem Aufkommen zweifelte; Er hatte nach den. heftigsten Konvulsionen bereits die Sakramente empfangen, und bÉiélAbgange des Kouriers war Er noch nicht außer

e a )r. ,

Die Sk. Stephans-Kt'rche in Straßburg, die man für die älteste der Stadt und des ganzen Sprengels hält, und die während der Revolution in ein Schauspielhaus verwandelt worden war, ist jetzt dem Gottesdienste zu- rückgegebon, und am 26|en v. M., dem St. Stephans- Tag-e, neu eingeweiht worden. Sie dient jetzt dem“ klei- nen Setninarium, das in einem, dem St. Stephans- Kloster ehemals zugehörig gewesenen Gebäude ,„errichtet worden ist, zur Kapekle. .

Der Erzbischof von Paris hat bei Gelegenheit der nahe bevorstehenden Wahl neuer Deputirter eine. Ver- ordnung an alle seine Untergebenen erlassen, worin er ihnen anbefiehlt, öffentliche Gebete zu veranstalten, um vom Himmel einen günstigen Erfolg der Wahl-Operatio- nen zu erstehen. .

Aus Madrid meldet man , Haß Se. Kathol. Maj. dem Ex-Deputirten Herrn Claurel de Coußergues, für den Eifer, den derselbe seit drei Jahren für die Wieder.- herskellung der Monarchie in Spanien, bewiesen hat, das Großkreuz des Ordens Karls 111. verstehen habe.

-Der: Neu-Yorker öffentlichen Blävtern vom 9. Dec. zufolge, fsk in dieser Stadt eine Suhskription, zu Guy- sten der Griechen eröffnet worden, dte überaus retchltch ausgefallen ist. , .

Die Herren Bouvard und Nicolet haben sett dre: Tagen einen neuen Kometen in Hem chrt1„btlde des Herkules entdeckt; sein Schweif nxmmt, emen Raum von drei bis vier Graden ein, und rst mtc unbewaffne- tem Auge zu sehen. - , -

Aus dem südlichen Frankreich, 20. Dec. Nach den neuesten Briefen aus “Katalonien, war Baron d'Ero- kes noch nicht nach Madrid abgeretst, allem er wollte