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Allerhöchsker Anordnung, auf Sontitag den_8_ten d. 937. Übertragen, und auf die gewöhnliche Arc gefeiert.
- Auf Allerhöchste Anordnung Ihrer Majestät der Kaiserin-Königin, als obersten Schnßfrau des hochadeli- gen ScsrnkreUz-Ordens, wurde vorigen Freitag den (Iten Febr. d. I. der Gsdächrnißtag der höchsten Ordenssciste- rin, weiiaiid Ihrer Majestät der Kaiierin Eleonora, ge- bortieu Herzogin von Mantua, vereiiic mir dem Jahres- Tage alier verstorbenen OITikgiieder dieses hohen Oi'detis, wir einem Seelencimte, Vormittags um 11 Uhr in der K. K. Hofburg-Pfarrkirche feierlich begangen; wobdi Ihre Majestät die Kaiserin, die hier anwesenden dnrch- lauclxigsken Frauen Erzherzogimien, Und eine große An,- zahl von Ordens-Damen, erschienen.
St. Petersburg, 30. Jan. Se. Maj. der Kat",- ser haf mehreren verdienstvoüen Officisren 21,000 Desäri- nen imkultivirter Kron ,- Läudereien im Gouvernemenc Saratow, Bessarabien, der Krimm 26. zum immerwäh- renden Besitze verliehen.
Der Getieral-Kriegs-Gouverneur voti Moskair, Fürst Golyzin, ist hier eingetroffen.
Es wird jetzt beabsichtigt, eine Verbindmig der Ostse'e mit dem Memel,- Und durch diesen mit dem Win.- dau-Flusse zu bewirken, wodurch Lieban's Handsl unge- 111cin gewimxen würde. Eine bedeutende Summs soll zur Ausfiihrung dieses Entwurfs bescinimk imd Majov Rokasdwsky bereics mit der Nivellirung jener Gegend beauftragt worden seyn.
Eine am 29. Dec. v. Z. erschienene Kaisersl. Mass enthält die neuen Etats- und Gehalt-Crhöhnngeti der Kameral-dee aller Gouvernemenks, mic Axisnahme der sibirischen, welche 3,961,755 Rudel befragen.
Der hiesige Civil-Gouverneur, Sraatsrath Tscherdi- nin, har von Sr. 932411". dem Kaissr eine kostbarix Tada- tiek'e mir Ailerhöchscihrem Namenszuge ziim Geschenk er,-
a ton. h Geheimeratk), Senateur Sievers, isi in Lieflatid mit Tode abgegangen.
Den von dem heiligen Sytwd bekannk gemachken officiellen Listen zufolge belief sich die Atizahl der im Jahre 1821 im ganzen Reiche gebornen auf 1,545,679, also 24,720 weniger als im Jahre 1020. Gestorben sind 945,088 Personen, also 27,408 mehr als im Jahre 1820. Unter den Gestorbenen erreichc6n über 700 das Alter von 100 Jahren, 120 das Alter von 110 J., 73 von 115 Z., 49 von 120 J., 16 von 125 J., 5 von 1Z0 Z. und endlich erreichte einer das erstaunlicheAlrer von 145 bis 150, und ein anderer das von 150 bis 155 Jahren.
Wir haben hier fortwährend einen Überaus milden Winter. “
Den St. Annen-Orden Lter Klasse mit Brillanten haben erhalten: der Staatsrarh Wirte, Oberarzt des Éof-Hospitals, der Hofrath Jgnatowitsck), der Sektions-
hef im Departement der Wege-Kommunikationen, Glusch- kow, und der Oberst Baschenow; denselben Orden ohne Brillanten, die „Obersten Bogdanwosky und Wachulsky, und den Wladimir-Orden Zter Klasse, der General-Ma- jor Buturlin, der Civil-Gouverneur von Podolien, Graf
Groholséyz der Viw-Gonvorneur Diwow, der (_Vetidrai Major, Jursk Pheiie, und der General-Major Green.
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Breslgu, 4. FW:“. Heute hat in der [)iesigeii Frdhnveste keine Einrichtung begonnen, welche, wie "leb- hast zu wiinschen i_sr, nichr ohn? guken Erfolg WII:: möge. Es wird nämlich von mm an jeden VTirrwo-cii Um 10_U[)r-in dem männlichen Spitmsaals/ in WMHem zu diejem Ende ein Altar errichter worden, ein wd-cii-snr; licher Gottesdietist mic Predigt gehalten, imd halbjähr- lich » an Ostsrn und Michaelis - das heilige Abend- Mal)_l-g8feierc werden, und zwar dergestalt, das der ka- tholijche imd evangelische Ritus abwechsSlk- SÜMMMM
Pfarrer beider Beketiiikiiisse, mit Airsnahme dcr Oberin “
Geisslichkeit, haben nach der Neiße diesen Gotresdienii zu verrichiett. Verderben CZUZZEWUKZIU Einhalc thut, indem zu Erwar- ten steht, daß wenigsxeiis nicht ein durchaUs |Lit1ig6i'ii1ii Unfruchtdarer Acker vorgefunden werde.
Königliche Schauspiele.
Mittwoch, 18. Febr. Jm Opertihause: Das vor- borgeiie Fetisrsr, oder: Ein AÖLUÖ in Madrid, Sitigspiii in 3 'LMheilUtigsn, mach dem Französischeti bearbeirii von M. Tenelli. Miisik' von J. P. Schmidl. Hieraii: Zephyr und Flora, Ballet iki Z Abcheil., von Didelot.
Freitag, 20. Febr. Jm Opernhanse: Jphigeniaiii Aulis, großs Oper in Z Adrh., mic Ballets. JNusik' voii Elite?. von TaZiioni-
Di»: zu der Oper: Armide, bereits gekauften, mii
Moulag bizeicl)ticken Opernhaus-Billets, werden ZUi' ; ;“ „Oper: Iphigsnia gültig seyn, oder bis DOUUEUW “
NTTtkag ziiriickgesender werden können. Die zu Iphiii; nia twci) zii kaiifetiden Billers, sind ebetifails mit Mon- tag bezeichiidc-
9332000133, 23. Fedr. odsr: “0.7.5 Ndsetifesi von Caschmir, lyrisches Drama in Z Adideiiimgen, mit Tanz; Musik von Spontiiii. Bai- lets Wii Tslie.
Da zufolge Mlerhöchsker Verfügung die Oper: Nui- mahal, im Lane des Karnevals gegeben werden soll, xo [)ak Mad- Schulz bei noch fortdauernder inäßlicN-sii der Mad. Seidlcr, die Parrhie der Nurmayal fibsi: nomwen.
Die zur „Oper: Rurmahal gekauften, mit Freitag bezeichneten Opernhaus-Billers bleiben für Momtag giii- tig, auch werden die zu dieser Vorstellung noch zu kau- fenden Billers mit: Freitag bezeichnet seyn.
Meteorologische Beobachtungen. |Barometer|Therm.sHygr. [Wind] Witterung. 16. Febr.]A. 270 9“ + 20 840 N. trüb. * 17. Febr. F. 270 7/ + 175? 900 N. tyüh, KPTLN SZ,]Ä' 5? 820 N- gebrochner Himmel Redakteur John.
Gedruckt bci Hayn.
C'iU Mittel, das vielleicht dem sikciicheii ,
Hieran: „Der USUS Narciß, Baller in 1 Ausz.,
Jm Opernhause: NurmaHiii, Wg Neues “iiiicrk den Beschluß des Vortrages dcs Getieral-Advo- “kaien Bros; im der Uncersuckwngs-Sackw gegeii SaUJii-aircx- ?Souligné und Korisorren. Er betrifft beionders die, wr- «dir die -- bekanntlich freigesprochene - FraU Ciwiivet
'POsicionen
Allgemeine
Preußische Staats - Zeitung.
„KH 43-
Berlin, den 191en Februar 1824.
„,“-*
].AthEM Nachrichtwp Krdnik des Tages.
Dem Postverwalte? Litidaii iti Sangerdansdn ist
,das **;„i'ädiéar „Posi-Kowméssarius“ beigelegt wxzrd-eti.
')inqekowmexi: Der Wirklickye Geheime Oddr.Fi-
*iiiiiiéixaii), Präsidetit dei“ HaUptvi'i-walii mg der Staaxs- * * s“ ' ' ““'“-'i dl ““S r'tlk'“*“ “R 0- Ciix-«iden Und (his ÖQI C;.)an Utigv-«ztisii i.», . , Éi'éxL'.) WU Liibeti.
Dsr Kaiserl. :Oesisrvsicdisckw Kaditisis-Kourisy Lis- iii'iderth, WU- Wien.
=NachrichiUi land.
]LZeikungs Aus
Paris, 12. Fsiir. Die neiiesren Blätt-sr enthaltsn
imd wenig-er Bedeiiiendes. Dek d1011jixk-uiir
iiiigeiiellten Thaksackwti, imd namentlich die von ihr (1228
YLondon nach Fratiki'eick) gebrachreu, groß-eiikheils von dem ??Migiierieusen Philipps geschriebensn „Briefe, unter denen fsich einer an „emen Hachcbarer Freimdi Ick) betiiiße in Eil die Abreise eiiier !“Dame, welche die Bssorgung dieses Bi'iefes gefälligst Übernehmen wiil, um Ihnen einige Nachriclzcen von mir zu geben. gewesen, aber mich jelzc weit Heiser befinde. Die Kräfte Werden , wie ich hoffe, plötzlick) (iouk ä'un 00119) zurück- kommen, und ich rechne auf den Frühling. Sie wird
den Geueral Lafayecte und ein anderer an
Hrn. Paulin befindec. Der erstere laukek; „O)?ein
Sie wird Ihnen sagen, daß ich sehr krank
Ihnen auch von meinen Geschäften und von _den Dis,- meiner neuen Einrichtung ((*1ZZL])]1§§S111811[)
Nachricht: geben. Zu allen Zeiten haben Sie mir ein
so lebhaftes Interesse bezeigt, daß ich mich für undank-
béii' halken würde, WWU ich Sie mich forfdaUeriid von m-eiiii'ii dedeiikendereii Angelegenheiten imferrichrete. Tau- seiid Dinge an Zhren Sohm und an die ganzd Familie sei- 1165 Schwiegervat-zrs. Wann werde ich sie alle umar- MSU kdiiiieii? »- Pl)ilipps.“ In einer Nachschrift heißt es: „Wenn die Ueberbringerin Sie nichr treffen sollte, so wird W?Ci'ilhOU, wie ich glaube, im Stande seyn, Zl)- nen diE nähere Auskxxnst, auf die ich mich beziehe, zu evcheiieii. Anßer einem Briefe, welchdr ihm durch die-
„sslde Dame (Thandor) zugestelxc werden soll, hat Hr.
Belkey ihm einen zugesieklc, welcher“, mit jenem verbun- den, Si? [WWS ins Geleis britigen wird (70118 U10U1'3 0!“- &“(*§-*(3).“ Der Brief an Paulin ist ähnlich-sn dunki-zn ZUHaltes. Beids Briefe wurdeii von den, in dsr“ Auf,- schrift gaiiz richxig bezeichneten Empfängern nickt aner- Lcinxir, Utirsr der Voxsicherung, daß deren Schr iber ih- iien ganz unbekiimir sey. .Was von dieser Versichsrung ZU [)alren sei), ward von dem Getiercil ; Advokaten ins rechke Lich geselzt.
Heiß Mid Uiéhk ohne gewaltige Währung und An-
s'xrengung der Parteien (sagt ein von der Allgemeinen
Zeitung mikgetheilkes Schreiben aus Paris) wird es bei den Wahlen zugehen. Die Trennung der mitiiskeriellcn von den royalisiischen Kandidacsn, wie die Oppositions- Blätter sie glauben machsn möchten, isi im Durchschnitte erträUmr. Die Gegen-Opposicion, wie man fie nennt, isi nur in ihrer; Häuptern dem Hrn. v. Viliele besonders feindlich; diese Häupter sind die Hrn. v. Laldt und v. Laborirdonnaye; ihre Wahl ist so zUveriässig, daß die Minister michi daran denken kdxmen, andere Kandidaten g::gen sie aufzustellen. Würden sis freilich die enrichie- dene Majorität: in den Kammern bilden, so müßte das Ministerium abdanken; dazu. scheiiic sick) abgr nichts Be- skMdEl'es anzuschici'en. Die Wahlen ZUSCHTLU, im großen
*DUrchschiiict, das heutige Ministeriiim eher vsrstärken
als erschüttern. Die Verkündung der italienischen Vex- sck)wdrung der Adelfen, in ihrem Zusammenhange init der Haupcloge zu Paris, deren Vorsißyr der bekannte d'A. .. seyn soll, ist für die Liberalen ein unerwarteter Donnerschlag gewssen, und giebt ihnenxem exivas_verle- genes Ansehn, kurz vor den Wahlsii. Schweigen ist für
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