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der zu haben wünscht, so muß er dUrcl) dre Poltzer m1c den Dieben in Unterhandlung crexett, weßche ihm das gestohlene Eigenthum gegen Exjaß elner gervtssen Sunnnsx zurück erstatten, woraus peut_l:ch genug [)ervoxgel)t, dqaß Constabel und Déebe mtr etngtxdex m Verhmdgng yr;- l)en. wie es folgende wahre Geyclychte bethsr: A., el_- nem Kaufmann in der Steadc, wurden fur 1000 Ps. Shawls und andere Gegenstand? gestohlen.“ Als er dex: Diebstahl bemerkte, waUdte xrÖch augeybllckjtck) an“ et- nes der Polizeiämcer, um die "Waker ansznmxttel:1,xand aber wenig Unterstijkzng. erlekzk weUrde- [hm von der Polizei selbst vorge1cl)laget1, „eme betraxhtltxhe BeloHrmyg dafür ausznsekzen, wozu 5 618 600 Ps. h111r61€[)el1§11,)UT'-„ den. Er machte Einwendungen gegetz den [)-ol)e.11_Bemus dieser Summe, wurde aber doch xt1d_ltcl) veranlcxxzk, «() Pf. dafür zu bieten, unter der Beedmgmxg, daß; er alle seine Waaren wieder bekommen wurde. Er zahlte da[)ey dem Constabel B. acht 50 Pfund-Nocetx (11135, und zwe] Stunden daran kam ein Fuhrmann mxc egnem .bedeck- ten Wagen vor seine Thüre, und entluh etnen „BMM, welcher die gestohlnen Güter ealk-e en-rlxtelt. DW stnkd Dinge, welcl)e_in London„_[)auftg geshsh-ZU, und die größte Aufmerkvamkerr erl)_e11ck)'en. Dre [eracl)st1 d'avyy liegen in den Unannchmltcerten und KMW poltzeQ- cher Verfolgung, der Strenge der Strquejslze [MOTM den geheimen_VerbindUngen, welche. zwrjchen den ;,»)E schüßeru des Cigßnthyryö Utzd Hen .Dtebetx bestehn, QM ganzat1dersi|_es tndtejer RUCk'sUht tnParts. WCUU-ÖOTT in einem Hame eingebrochen Wird, wetxdxr stch der C'txgew- thümer an die Polizei, welche alles ,aUsbteter,'deU Thaxer, ohne irgend eine Bsxolwung, gufzxtfmden. DMH“ Wcchle deswegen,weilmanmFrankretchdenRaub als em Grauw-
verbrechen betracHtok, wyrin die Regéexnng se_lbsc verxvtcka ist, weil sie, d_er_ Verfassung Lgemapz, „Poanxn und C1- qenthum » be1chük§en hac; wahrend slch m Cmgland dw Polizei auf Kosten der Beraubxen permrethec, Iden Rand gleichsam verkauft, und wenn ste nichr gnr dafur bezahlk
wird, sich gar nichr darum bekümmerc. UUH menu man ferner die OILenge der Raubnescer bedenkr, dle. stel) umm- gecasket von der Polizei in der Hauptstadt bxfinden, Utxd deren Zahl sich auf mehre're Hajndert bexauft, 11301111 Diebe, Dirnen und dergletchZn lhre Zuxgemmenkunste halten, und die gestohlenen Guterxstchern, )o thm mag nicht anders glauben , als daß ste tmr .Crlqubmß dekPolizei-Officiere und gegeen Abgabe 'geWtsser SUM; men ihr Unwesen forctreiben darf?», da ste allgemem be,- kannt sind, und folglich der Poltzet mch entgehstx könnem.
Brüssel", 12. Febr. Sex Maj. der KÖntg haben den Kaufmann Heyerdahl, zu Qhrtsciansund 111'Okoy1ve- gen, zu unseram dafigen Konsul, und Herxn ngelmg, zu unserem ersten Gouvernemencs-Sekrttatr der Kolonie Surinam ernannc.
Dieser Tage hat der französtsche Konsul zu Rottyr- dam, Vicomte Dubouzel, detx1Ka_p1tam._Hovelmg deer tm Jahre 1822 durch seine mex11_chex1sreundltchen Bemaßun- gen die “Mannschaft eines ge1=chetrerten französ. SclU-ffes rettete, eine prächtige, mir dem Bildmffe des Kömges von Frankreich verzierte Medaille überretcht. * .
Am Sten d. ist einer unserer vorzüglichsten Dtchter, Rhynvis Faith, zu Zwolle mit Tode abgegangen.
Aus den Marktpreisen , die am 6ten d. in Amste “dam gezahlt wurden, ersieht man, daß der polnische Wei zen von 4 auf 6 Fl. gestiegen ist "und noch zu leßtere Preise bedeutenden Absakz gefunden hat.
Erlangen, 16. Febr. Das Regierungs-Zubiläu Sr. Maj. unsers geliebtesten Königes wuxde auch 1-
Erlangen, nach .)?aßgabe ,der örtlichen Verhalxpisse, an: 16. von den Behörden und der gesammten Einwohner,
schaft, am 17. Vormittags von der Königl. Universnzt
durch öffentliche Reden, mit demselben Enthufiasmus der [)erzlichstenLiebe und der frendigsren Theilnahme gefeiert wie es, nac!) allem zu urtheilen, was von den hiezu g,. machken Vorbereitungen zu unserer Kunde gelangt ist, im gamzeu Umfange des Reiches gefeiert wurde; und den Schluß deffelbsn macht ein vom ONagiskrat gegebenex glämzemd-er Fesrball. Zwei sehr ergiebige Sammlungen, die eine, Behrxfs der Fundjrnng des nsuen Kranken; Hauses, die andere von den Sct-kdirenden insbesondere für die dnxcl) Brand Verunglümkcen zu WS_issenüadr, Vertheilnngen an die Schnijnqend,“ und namhafte Spen- den an dw Armen, waren die schönsten Zierden dieses,
dem edelsken, dcm gütigsten der Fürsten, zu Ehren gege;
bensn Natiorml-Feskes.
Frankfurt, 15. Febr. Die -am 5. Feßr. skartgx [)abte vierre diesjäßrige Sißung dsr Bundes-Vex; sammlnng wardo mir eim'r Abstimmung von Baden im Bscreff der F orde ru n g en an die ehemalige Reichs,- Operations-Kasse eröffnet. (S. die LTC Sißemg Sk. Zsir. Nr. 41.) .Die Großherzogl. Gesandtschafé» klär'xe, fie sey angewiesen, dahin zu stimmen, daß vor Alkem dix: in Vorschlag gebrache Liquidation der an die ehsmalige Reichs-Operaréons-Kaffe gemachten und etwa 5,11 WWW von der Bumdes-Versarnmlung zu bestimmew den “Termin noc!) zu machenden Forderrxngen vorgenom- men werden. Die Großherzogl. Regierung sesze héehej vorans, daß in diese Liquidation auch die von demK K. Oesterreichischen Hofe an die gedachte Kaffe verw»- senen Fordsrnngen „Badischer Gems) nd etx undKor- porationen einzuschließen seyen. Hmfichrltxs) der'MJ- dalirären der Zahlung behalte sw fich dre weitere Wia- rung „noch vor. .- *,
C's folgtsn hierauf zwei Vortxage des Gesandtcn der „freien Stadt Frankfurt, Herrn Danz, Namens der ReklamationsxKommisston: .
1) Über eine: Vorstellung des Regterungs-Rathes von Edel, zu Mannheim, wegen emer'Forderungav die Civil-Hosyitien:Kommission zu JNKMZ. „Da de) Rkklamanten, nach der von _il)m selbt? yroducxrtcp IM solucÖon der Großherzogl. Heffischen Regterung, WW- crexUng des Rschcsweges offen gelassen, ist, er al!ok?1 nesweges Über Verweigerung der Justiz, nach WKL, der Wiener Schlnß-Akce, BeschMrde zu führen h_ax, 19 ward derselbe aus dem angeführten Grunde mix ]emem bei der Bundes-Versammlung angebrachren Gejuche ab““ gewiesen. . ck „
2) Ueber die Penfions-Angelegenhett „der Rath; UU' Mitglieder des ehemaligon Rheinpfälztsclxxn (Hens ral-Landes-Kommissariats zu Matml)e1m,*msbc sondere die Gehalts_-“ und Emolumenten-Forderung d?k dabei angestellt gewejenen Kanzlisten und Pupillen-A
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Mars, nunmehrigem Großherzogs. Badischen Rechnungs-
aches Müller. Diese Individuen hatten im Jahre
317 die Fortsetzung ihres bei dem ehemaligen Reichs,-
“ammergerichte geführtep Prozesses Über Pensions-An- präche gegen Bgden, (Großherz. Hoffen und Nassau bei
.er Bundes-Verjammlung 11achgesuchr, und eim von den rei betheiligten Höfen freiwillig in Vorschlag gebrach- es gemeinsames GLMÖT ““ das Ober-Hofgericht zu ;annheim -- hatte bereits in der Sache defimitiv er- annr, als der RECOUUUIS-Rath OJTÜUer im vorigen ahrs bei der Bundes-Versam1nlnng die BestellUnq ei.-
Zes Revisions-Richcers tmcl)1'ucl)te, miydxesem .Ver- augen aber, als völlig Umsracthafc, abg-ewxewn wurde.
«kr hat s(ch dabei nicht: beruhixzt und ein 116st diesfäl- jqes GUM!) der Bun'des-Ver]ammlung übsrgcben, wel-
."es jedoch in Folge des in dsr heutigen Sikzrjng darüber '
ehalcenen gutaxhtlichen Vortrages, von der Versamm- ung als eben 10 unstarkl)aft zurückgewiesen, umd Über- ies dem Reklamanren wegen der darin vorksmmenden ngebührlichen Aeußerungen, das P?ißsallen derselben erkennen gegeben werde.
Demmächsc hielt der K. K. präsidirende Gesandke einen, dis Bekanntmachung der Bundestags-
Nerhandlungen durch die denkschen Zeitungen
ecreffenden Vortrag, worin derselbe, anf Anlaß eimes on der Redakrion des deutschen Frank'fttrter Zonrnals “ingereichcen Gesnches um Mittheilung der Bundestags- rotokolle, und des von den übrigen RedakteUrs dorki- er Zeitungen geäußerkett Wunscs)es, die ihnen schon seir Kagerer Zeit aus der Bundes- Kanzlei zukommenden Mokolle früher“ als bisher benutzen zu dürfen, sich da- Mäußerte, wie er kein Bedenken fände, das; nichr tmr *em erstgedachren Gssuche nachgegeben, sondern Über- *aupc den ngierungen anheimgestellt werde, den Zei- _ungs-Redakkionen in ihren Scaaren, nach eigemer Aus- ahl, die Protokolle Über die förmlichen Sikzungen der undes-Versammlung mitzufheilen, und zu dem Ende die nöchiqen Exemplare? aus der Bundes-Kanzlei zu er- ]*eben. Dadurch werds der Zweck erreicbr, daß tmr ge- nine Nachrichten übsr Bundes-Verhandlungen in das *ublikum kämen, und zur vollständigen Beförderxmg *essen, wolle Präsidium der weiteren Beurtheilung an- ekmgeben, ob man sich nicht zu dem Beschluss vereini- en wolle, daß über sämmtliche Verhandlmngen und Ge- éqäfce des Bundesrages nichts anderes in deutsche Zei- yngen aufgenommen werde, als wörtlich dasjenige, was
regedruckten Protokolle Über die förmlichen Sikzungen
nthielten.
Da sämmtliche Gesandtschaften hiermit einverstam en waren, 10 faßte man folgenden Beschluß:
„1) das; der Redakrton des deutschcn Frankfurter
„ournals ein Exemplar der gedruckten Protokolle Über
to förmlichen Sikzungen mitzutheilen, und
2) die Redaktionen der hiesigen Zeitungen zu er- ächtigen seyen, die ihnen zukommenden Protokolle je- esmal am dritten Tage nach der in der- Kanzlei erfolg- en Bertheilung derselben unter die Bundesrags-Ge- “Udkdchafcen in ihre Blätter aufzunehmen;
3) den Höchsten und Hohen Regierungen der deut- chen Bundes-Staaten anheim zu geben, die Protokolle
den Redaktionen der in ihren Staaten erscheinenden Tagsblättar, nach eigener Auswahl zukommen zu lassen;
3) dagegen vereinigt man [ich da[)in, daß in Bun- des-Sachen überhaupt, sowoh in Beziehung auf die Verhandlungen der Hohen Bundes-Versammlung selbst, als anch) auf die Gesckyäste aller von ihr abhangenden Kommzjsiynen, in den in den deutschen Bundes-Staa- cen erjchemenden Zeicungen nichts anderes aufgenommen wxrde, als wörtltch, was die denselben mitgetheilten BundResmgs-Protokolle enthielten.
Kopenhagen, 14. Febr. Se. Maj. der König When den Köntgl. Pxeuß. Ges). Rath und General- Staabs-Arzk, &k- Grafe, ZUM Ritter des Dannebrog- Ordens 4tex Klasse ernannt.
Dre [)xesige K. Medicéwische Gesellschaft bac folgsnde Aerzke zu _thren answärrigen Mitgliedern aufqemommen: d.;eUHH. Wardrop Und Howship in London, Wisharc in Cdtt1Yxrg, Breschet in Paris und Lüders in Eckernförde. . Stockholm, 10. Febr. Der vorige Reichstag hat xm Ganzen 2,751,666 Rt[)lr. an Unrersküßungen bewilli- get, worunrer 1,600,000 Rthlr. für den Gotha-Kanal, (“);-30,000 für den Hjelmar-Kanal, 120,00() für den Troll- l)ätraZKanal, 309,000 zur Unterstüszng der durch Feuers.- brÜtxjre heimgeMchten Skädre Norrköping und Boräs, 1é)(“),*“ck*)0 zur Reinignng der Flüsse, 500,000 für die Voll- endung des Bibliorhek-Gebäudes zu Upsala :c. Das RSlc[)Sg8_[d-KOMTOW hat diese Summen zu zahlen, da aber dye demjelben angeszsenen WTe'ttel nicht hinreichen, so weres ein Ansehen gegen Obligationen von Z pCt. Zimen eröffnen.
. Der Expeditions-Sekretair Valerius, der beim vo- rigen Reichstage Sekritair des Konstitutions-AUIschuffes war, ist znm Mktglied der Kommission zur Vorbereirumg dcr allgemeinxn Reichs-Angelegenheiten ernatmc worden.
Jm_ Laure des vor. Jahres haben 76 schwedf'sxbeund norwegirch Fahrzenge dM Hafen von Riga und 2-1 den Hafen von Liebau besucht.
In den Scheeren bei Gothenburg hat man in die- sem Wi11t_er eine. große Menge kleiner Härfnge gofangen.
Christianta, 9. Feör. Heute ward der Storthing, unter den gewöhnlichen Feierlichkeiten eröffnet. Die da- bei von dem Ober-Stakrhalrer dcs Refehs, Grafen von Sandels, im Namen Sr. Majestäk gehaltene Rede, laurek im WesenklicHen wie folgr:
„Das Reichs-GrUndgesesZ, kraft dessen Sie zu dem gewöhnlichen Storthing zusammen berufen worden, wei- sec jedem von Ihnen seine Pflichten und seine Rechte an. Das Volk erwartet jedoch seine Ruhe im Innern und seine Achtung von Außen, weniger von den-Ver- pflichtnngen, die es auferlogc, als von der Vaterlands- Liebe und der rechtlichen Gesinnung seiner Scellvertw“ rer. Auch kann es nur dann die wohlthätigcn Wirkun- gen seiner Verfassung gcnießen, wenn zwischen feinst: Abgeordneten und dem Scaars-Oberl)aupte vollkommene Einigkeit herrscht. Unter diesen glücklicher: Ausptcien richte Ich »Mein-sn Königlichen Gruß“ an Sie und er- öffne heute Ihre Sitzungen.“
„Sie werden aus der Darsteüung der Lage des Reichs, die Ihnen mitgetheilt werden ]okl, umsräleick)
die heilsame Wirkung kennen lernen, welche das Ver:
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