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cen nacura-lifiren lassen müssen; ein zweiter Grund, aus welchem manim Jahre 1819 geglaubt, Hrn. B. C. m der Deputirten-Kammer aufnehmen zu können, beruhe auf dem Gesetze vom 9. Dec. 1790, demUmskande nämlich- daß er von einer protestantischen Famxlte abstamme, welche per Widerruf des Edikcs von Nantes getroffen habe;,dtßse Angabe sey 1'ndessen lächerlich, denn das gedachte dekc sey vom Jahre 1685, Hr-rx. B„- C. Ahnhery habe aber schon 1111110 1605 Frankretck) verlassen; Religion köqne mithin an dieser Auswanderung nichr Schuld gewewy seyn, wohl aber sey ein OITaj esc ä_cs-V erb r schen (hes- tige Bewegung) dessen er bezüchrtgc worpsnx „dle Veran- lassung dazu gewesen; Hr. „B. C., der m )emem Lebx'y leider zu viel geschrieben habe und dessen etgene Schraf- ten ihn jekzt verdammten, gefiel); auch jenes Vexbrechen selbst ein, denn in der Bittscsyisß die er, zu Zetcep der Republik, behufs seiner Naturalisarion, dsm DZxrekto- rium Überreichc habe, sage er, um sich damals beltech zu machen, ausdrüoklich, „daß sein Ahnherr.“ wegen „CWS
rojekts, wofür man ihm Dank w11sen WUNS- Jrankrei-ch habe verlassen müssen, denZnZ er sey tn eme egen ..verschiedene protestantische Famckten _a_t_1gebrachte Fluschüldigung, wegen beabUchtigter Etnsührurzg einer Republik, mét „begriffen gewesen;“ umnögltxl) könne "er (Hr. 'Dudou) hiernach dem Hrn. B. C. dle Eigenschaften eines Deputirten zuerkénnen, und er trage daher 'auf "dessen Zukück'weisung an.
- 29. März. Hr. B. Constant, der in der Silzung
vom 26|en erklärt hakte, daß er quf eine Vertheidigung ge- gen einen so ynekatec-xn AnZZrtff als der de;; BaronsZDU- don nicht gehörig. vorberejrex 1ey, begann ferne Rechtsamt-
gung in der vorgssrrigenSikzung, in welcher alle öffentlichen und vorbehaltenen Tribunen Mit Zuhörern 'Überfüllc wa- ren. Er behauptete vorerst, daß die obenerwähnce Verord- nuug Vom 4. Jun. 1814 auf ihn gar keine Antvendung finde., da er;. Von. flüchtig gWokdenen Proteskcxnten ab- stamme, hi-nsi'chxlich deren es bereits in dem Gejekze vom 15. Dec. 1790 heiße: Alle im Auslande geborne Per- sot1e't1,-«'die-in irgend einer Art von e_itism Franzosen oder élner "Französin" abstamr'Uen und R'elsgionswegen aUSZL- wandeut find, sokle-n als eingeborne Franzosen betrachW-c Werdeü mäd alle „Rechte e'ines solchen genießen, wenn si; nachFrakareich zurückkehren, dort ihren Wohnsitz aus- schlagetr und demBürgxreid leisten;“ das Alles hgbe4mxc ei'ném Väter stattgefunden,; die Behauptung „daß der1elbe
Häteß Fßankrei'ch "wieder verlassen habe, sey falsch,' da er -
wic jeyerix'E'id'es'sch'wuke 22 Jahre im Lande geblieben seyxeben, so unwahr sey es, daß sein Vorfahr wegen einer VMsch'tbörung gegen das Königl. Haushabe auswan-
E '
dern Musse'n';(ntetr1als sey ein Pröcseß dieserhalb gegen f eine -
Fcimili'e'qi-ngÜeitU erdeu ; was seined(_obenerwäl)nce) Ein.- gäbe" an“dßsx_Direkkortum betrZaffe, so ',h'ab'e-er dieselbe kx:- yeswe'gséBéhufs “'der-“Erwerbung „des “Bürgerrechts, _sM- dern des_f)'a1ö'*gewacht', Weil man ihm e'igewend'ec gehabt habe., da'ßker nicht staben Jahre hintesreénander in Frank- -ije'i geblixöxnsey; diesex Einwand sey indeß später be- fejxxgx w*oxéden, Wie solches schon daraus 'heryyrgehe daß e_„r in de'r'Thät Funktionen verrichtet [)'ab.e,_zu 1v'elchen_“nur e_iq FränFose-berßfen werden könne; 'enölich," so sehen seine Rechke 'von ,e'n betreffendenBehörden' geprüft wor-
?ßen. “Nicht
den, und durch einen 30jä[)rigen Besrlz geheiligt, und er
sehe daher mit Vertrauen der Entscheidung der Kammer welchen der Staat Vorfichc anzuwenden habe, ins Land
H l'. DU:
entgege_n. -- Im Laufe der Rede, mit welcher don, setnemZGegner antwortete, bewaes er dLMselben noch, daß er fich m emem von einem Notare aufgenommenen
becque beigelegt habe. Das erstere konnte Hr. B. C
Hr. Dudon noch, daß Hr. B. C. (wie er alle Ursache [)abe
indeß daß die obigen Gründe schon hinreichen würden, um denselben von der Kammer auszuschließen. _
digungxze-Rode zu Gunsten des Hrn. B. C., noch auf das Zartgesuhl der Kammer; von 430 Depurirten, seyen nur
zu verringern. »- Nachdem noch die
wurde a_uf den Vox]chlag des Grafen von 1a Bourdon- naye besthlossen, dre Angelegenheit, in „Betreff der gro-
des Königes auszusekzen. Den Übrigen Theil der Siz-
zung kallcen noch einige, jedoch wenig ititsrsffanrsn Djs; J
kussionen über die anderen Wahlen dss Seins-Departe-
ments aus, welche inzwischen sckxließlich alle als gültig anerkannc wurden. * _ Rente eröffnsc 103.25, geschlossen 103. 50.
London, 25.“ März.
Akte etnbringén zu dürfen.
heren Screnge erhalten habe.
zu sélZen.
welche_ naxh eitzeZm, vor kurzem dem Hause _vorgslegten Verzeichnisse, delt dem Jahre 1816 aus England Weggc,
Eng“
diejenigen Personen welche stehen Jahre »lang stel) i'"
den Bestimmungen der U M , . . “'! * erklärt' er“ “u ottiver nter ülzun d'rs orion Protokollx, selbst emen „Sch'PSlßer von Geburt ge; ._. FTZHvenn » , 2) P s | 9 t- , nannt, slch auch dM Tttel eines MUMM von N?“ - matischen Beweis aufzustellen, er doch als ONinister der
. . . . „ „ . " 0 ' verickern könne da" bei d'm dermali 'n u- ntcht laugnen, das zwette beskrrtc er. Schlteßlich erklärte “ KMW * s ) , ß O I'“ Z
Der * “') o l“ ) . * ' I )' )' * € - ' . . Gxnexal JOT) bK-PWf fick), am Schlusse ]etmr VWTHOW; .' sionen, CleUgÉhLU, nur das Exne darf [ck ) aUe )en? b ., . . ,. Z »“uchc )a en, 6 dw €) auf dteOppostcwn gekommen, und es würde mtt-* * g(x) * * - * . “ * ." , . - - . - . 1 - eue mch da te eme u u tv arte lter » '.m- [)m ntchc edel jeyn, drew leßceren noch um eme Stimme " “;ck fr ), R s Z fi ck | ) g s _ Herren Pier“ und _ von (Marctgnac gegén Hrn. B. Constanr aufg'erreten,
In der' vorgesrrigsn Sékzuncz, , d_es Uycgrhayses, machte der Minister Peel den Antrag. ' dre erforderliche Bill wegen Verlängerung der Fremden- * ck Zur Utirerstüßung seines ; .Jlncrags bemerkte er zunäch|, daß, diese Akte neuerdings schon bedenkende OIZodifikacio-nen zu Milderung ihrer fkÜ; . . . Sodann [W er sichin _ ettze zte_mltch weit zurück gehende und ausführlich: hisxo- ;“ eiche Trörkerung 'ein, um darzuthun, daß schon in sehr '. früher Zeit man die Rothwe'ndigkeir erkannr habe, dem «' Andrangs der Ausländer nach dieser Insel Schrarikkn
„ Ver ältni' eien. Er begegnete feuner dem Einwand, daß dje ; k) 13 | )
remdenbill an -in de * ert ä n en a e ni c 'n [n.- Fyemden-Akke nur _zu Gunsken der fremden Mächte gc- TMWI gEbraccTr, ZI v [) t F ll cl) : ?
reiche; wobei er bemerkte, daß unter „den 17 Personen, * kigcenlvor OY „ 5“. si 'o (lem un und reibet “ ' '- 1 de wresen worden, ihrer 11 oder 12 mic Buonaparte m . ) ) T 1 nach slch MHM vür “ YerkJWCUUg gesandenhäkten, so daß nur noch 5 oderH ;] erxojnen Übrig blieben, welche in Folge der" Fremder» L_ Akte ,in _jenem .mehrjährigenkZeitraums ,fortgewiesen wor; ;“ , . mmder widerlegte „er den Einwurf: daß die „ __Fremden durxf) jene Akte abgehakten würden , nach -land zg kommen, indem er zeigte, wie seit dem Jahre :; 1318 Öl? “Zahl, der ermden in England yon 20 auf 26000 fortdauern zu lassen, und hoffe , daß das Persynen geiktegen 1ey-_ Demnächst, erklärte er,. wie bcx der einzubringenden Ball seéne AWM dahin gék)8- “ÜL '“ friedlichen und neutralen Systems, . _ Geselz gemacht, und des großen Zufiusses der Fremden, * England aufgehalten hatten, davon auszunehmen, d“ ;; besonders im leßtverwichenen Jahre, den Antrag berück-
eben dieser lange Aufenthalt derselben zum Beleg dienen; schtigenwerde. --Hr.Hob[)ouse widerselzcefick) in seinerge-
daß ße nicht zu “einem vorübergehenden'Zweck, gegen
gekommen. Dadurch würden von jenen 26,000 an 10,000 Fremden - Akte entgehen, Hie-
es auch schwer halten möchce, einen mache-
skande von Europa und dem Zuströmen von Fremden
. . - , 7 ' ' " ' d' *: ierun Ur- zu glauben) mcht dle gerekzlechen Abgaben enkrichce, m2intc WHM, ehe dM MOUdM vergingen, W R g g
sache haben würde es zu bereuen, wexm sie_nicht d_ie, durch jene AÉke ihr gegebene Macht bejäße. „_sz ist.Uicht nörhig, fuhr er fort, für meinen Zweck-in poltttsthe Diskus- sagen, daß einen Zufluchtsort
.. . . . Jremdlmge dre hter _ , hitzige Männer sind
leidenschaftliche ,
den, und, so lange sie sich als Zufluchtsuchende herra- gen, kann es Niemanden mehr darauf ankommen, thnen
;?- die Wohlthaten derselben zu Theil werden zu lassen, Z als mir. L ck ck . . . ., , „ _ - tionen un eres andes ma en es an ) ßen Wichtigketc d'erselen, „den sam1Z1cltch e*n Bureaux jn unsereT' Mitte aufhalten, ganz zur Erstattung eines Bertchtes zu uberw'sijen, die M13:
fung Ossselben aber bis nach der Ancworc auf die Rede .“
Aber die insularische Lage, die freien Institu- Fremden, die sick) besonders leicht, O)?achinationen gegen ihre eigene Regierung anzuzetteln. JE es nun, frage ick), wohl recht, England zum Schau- plasz derselben zu machen? sou England seine ergetxe Ruhe und Frieden durch Menschen skören lassen, dre
* [)ierSchukz suchen und keinen anderen Gedanken hahen, * aw ihre individuellen Ansprüche zu verfolgen? Sexe!»
Männer, die in die Unruhen anderer Länder verwickelt wären, glaubten ihren Beschwerden am bessa abzuhel- fen, wenn sie eine Revolution inden von der Regie- rung, der sie widerstreben, abhängigen Ländern an- zecceln und wählten England zu dem Punkte, von wo aus sie ihre J)?achinakionen zu betreiben gedäcbten. Wäre es nicht Wahnsinn von der Regierung, dies zu erlauben? Und dieser Fall is? nicht bloß fingirt, son- dern hat wirklich stark gefunden. Das Haus wird da-
, her einsehen, wie nöchig es ist,. derglaichen Dinge nicht
«Jus unserem Grund und Boden gegen Regiexuugen ge- !chehen zu lassen, mit denen wir in freund1chafclichem Doch, demungeachtec wurde dte
- . und mein sehr ehrenwerthex Freund (Hr. Canning) hielten für besser, die Borbet- Folgen zu warnen, welche das Beharren
und ich frage nun Jedermann, ob dieses Betragen von Seiten dsr Regierung gegen Fremde unrecht, ob es mit der gesunden, das Interesse des engischen Volkes be- rücksichtigenden Polirik unverträglich war? Da ich nicht für nöthig erachte, zu dem Gesagten noch Etwas hinzu-
zufügen, so trage ich hiermit darauf an, _ die Bill mik ' '
der angegebenen Beschränkung noch auf zwei "Jahre Haus, in Zustandes von Europa, des
Rücksicht des gegenwärtigen „ das war uns zum
. aufgehört habe.
. gewesen.
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wöhnlichen heftigen Weis; Hern Antw.?e; „er 'hgbe, meinte er,gel)offc, von der gehässtgen, verwün „chenswerthen Maß-
. regel, die einen Flecken auf den b.rictischenKarakte_r w-Ürfe,
_gar nichts weiter zu hören. Er brachte schließlich gls Lluzenßment in Vorschlag: das" Haus sey der .Meißung, daß dle Fremden-Bill eine Betyeiliguug der Statuten enthalte und, ds_ß deren dauernOe oder periodischeErneue- rung dem brttttjchen .Kgrakter und Interesse im Auslande großxn Schaden zuxügen, _im Landeselbst aber die Verfassung zxvstören werde.
eNach) thm sprach Hr. Wynn zu Gunsten der ursprungltchen Motion, indem er zunächst in Bezug aux mehrere Antpielangen des Hrn. Hobhouse sick) ge- gen der) Vorwurf der Jnkonsequenz zu wehren suchte, ha er tm Jahre 1816 gegen die .fragl. „Bill “gesprochen, ;_ekzt aber dtejelbe unterskükze. Die jekzigen Verhältnisse 10er von dcp damaligen sehr verschieden; die damalige „Brix hcxbe ntchc dle jetzt von Hrn. Peel vorgeschlagene „Bexchrankung, sondern gegentheils mehrere strenge Be- stimmungen eythalcxn und er habe damals die Meinung gxhegt, daß tht de_r französischen Revolutions-Periode auch dteNothwendtgkett der während derselben für angemessen erachceten strengen ONaßregeln in Bezug auf Fremde . Er werde jetzt die Maßregel unterstü- tzen, wetl er besorge, „daß “England zum Heerd von Kom-
_ plocren gemacht werde und weil er die Meinung hege,
daß 96 ein Treubruch, ja beinahe ein Akc der Feindse- ltgkexc, gegen fremde Regierungen seyn werde, wenn man dergletchen Komplotte hier gestatte. -- Er verthei- dtgce deshalb auch daz"; Verfahren des Gouverneurs zu Gthralcar, der spanijchen Flüchtlingen den Aufenthalt da1elbsc vexsagc habe. -- Hr. Mackintosk) erhob fich ge- gen dete Bln.. Er zog zunächst die Aeußerungen seinss Voygangerß m Betrachc, bemerkte daß allerdings eit-W groxze Verjchtedenheic zwischen den jeßigen Verhältnissen und d-enen, von 1816 obwalce, daß aber diese Verschw- denheit keineswegs für die Fortdauer der Akte“ spreche. In jenem Jahre hätten eben erst Kriege und Unruhen aufgehört, durch die ganz, Europa so lange“ erschüttert worden; jetzt habe man bereécs einen neunjährig-anrie- ' den genossen. -- Er ging dann, in Betrachtung derAr- gumence des Miniskers Peel, auf die früheren ZM?"
- zurück und stellte dar, von welchen nachtheiligen Folgen
arbitraire Maßregeln der Regierung jederzeit begleitet Besotyders lebhaft erklärte er sich gegen das Argument; daß die “Minister keinenMisbrauch von der durck) die Fremden-Akce ihnen gegebenen Gewalt gemacht
“ hätten. Das sey ein Marokkanisches Argument. «Wenn,
sagte er, das Haus erst einmal dahin kommen sollte“, sich darüber zu freuen , daß die Macht nicht tyranwisch ausgeübt worden, so- würde ich, was-éch noch nie ge- than, an der Größe, dem Glück und 'der-Sjch-erheit..un- “eres Landes verzweifeln.. -- Nach ihm sprachen noch „ Zehrers wider und für die Bill und nachdem zuleßc
; Hr. Peel nochmals aufgekreten war , kam es zum Ab.-
stimmen. Das Hobhousesche Amendment wurde mit ei- ner Majorität von 61 Stimmen verworfen. und die ur- sprünglich Motion mit 130 Stimmen gegen 73sange- nommen. = ' ' 5 ., '
Aus Santa FS di Bogota wird unterm 16. Febr.