1885 / 53 p. 11 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 03 Mar 1885 18:00:01 GMT) scan diff

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“- ;, MMW? . „ck lege M auf.

MYMÜNWM und die Wahrung ihrer Größs handele,

ei nun nicht bloß ein Gebqt für die Regierun , “"ck? ein Gebot_ für den Retchstag, und wen?1 _ MSW auch mit warmem__ Herzen al1e Bestre- unterßüßs- m_ zur _Große des Vaterlandes

_ wurden,?!) ej doch tqjedxm emzslnen Fal1e zu erwägen, “"NRW“ eeignet set, d1esen Zweck zu _erreichen; und . fra'lißh- ob alle Punkte, dxe der Rexchskanzler und and (här er als Yieser heute w_1ederbolt have, in dem “' olitik lagen. Auf dre hohen politiscth Mit- eichskanz_lers geYHe er_ heute nicht ein. Jeder fühle das chtpere ew1cht derselben, und dieses stade dem Reichstage eme größere Zurückhal: esem GefichtSpunkte gegenüber_ käMLn ein paar „[nicht in Betracht, an m_elche slch Bemerkungen Aber _eme Bemerkung müsse

noch, machen. __ Der Re1chSkanzler habe darüber Zweifel sem konnen, daß, wo es sich um die der Würde und der legitimen Anspxückje

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" BMWs lassen würden.

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, xnjchtblos die_ ganze Nation, sondern auch den TMENU hinter 11ch hab?. Das habe die Geschichte [Wm Jahre aufs DEUZ[1ck)st?_ bemtesen. Wenn der r fürchte, daß daxuber 1111 “Ausland aus den Parteißreitigkeiten Zwe1fel_ erhoben mérden könnten, MMW daxauf__auf_merk1arxl machen, daß es viel WsgPartUslrerttgxetten seum, 1p_elche jene Zweifel n hätten, als dte Art 111313 W208, wie die Partei- „'..m in einem großxn The1l dsr Presse nach außen ?ÜM- WWU e1n_ großer Theil der deut- * die Majontat djeses Hauses als eine Rotte _Vösewichter behandele, so könne man sich , daß diese Behauptung, hesonderg wenn sie oft auch wiederholt werde, un Ausland schließlich . Glauben findx. Er habe auch die bescheidene , daß gerade me__Z81_tU11gen, die sich in dieser , deutschen Verhaltmssßn beschäftigten, im Aus: -"gelesm würden als_ die Verhandlungen dieses .* dort für die Beurlhexlung der inneren Verhält- x. ds eine größere _RoÜe spielten, als die Ver- * hjerimHauje. Diesem Standpunkte, das; (M der Vertheidigung der Würde des Vaterlandes * “.. , bei jeder Gelegenhext Ausdruck zu geben, " die Veranlassung. In dem Bewußtsein der .s könne man das wohl unterlassen. Aber omenjen sei es erhobenen Anzweifelungen gegen- nsibwendig- .

vk. Hammacher bemerkt?, er habe den Emdruck, ,... e Tag ein glücklicher für den Reichstag und 'n sei. Das aUSzusprechen vsranlaffe ihn ; Gegenstand, der das Haus materiell beschäf: Y ja eine Differenz hier im Hause nicht ' scheine, als der Au§druck patriotischer Hin- ' aben des deutschsn Volkes, der von aäen Seine politischen Freunde und er seien, KMW konservativen Partsi, dazu entschlossen ““Under "erung geforderten Mittel im Ordi-

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partei zu _dem NachtragSetat für Kamerun und ab der Freud? _daruber Ausdruck, daß die verschiedensten Pargteien in der B1Üxgung der qußwärtigen Politik und in der Sym- paxhte für d1_e quon1alpolit_ik speziekl einig seien. Jm Lande schaße man s1ch 1n der_1 x_veatesten Kreisen glücklich, daß die- selbe gerade von dem ]eßtgen Führer der deutschen Politik in- augqut wefrde. __

ierau wur e der Antrag der Kommi fion au Bewilli- gunn d_er Pau__schalsu_mme fast einstimmig sangenomfmen, die Entscheidung uber dte Resolution bleibt der dritten Lesung vorkeZchten. b

ne D_e alte wurde darauf nach dem Antra e der Budaetkotnm1ssio_n_d9r Nachtrag für den Etat des ReicFSamts de;; Innxrn hew1l11gt,_ welcher zur Erwerbung eines Grund- sxuxks fur dte Erwetterung des Dienstgebäudes des Sta- t1st1sche_n 91th und zur Projektbearbeitung 150 000W fordert.

D1e Rexxerungsvorlage hatte 295 750 «96 verlangt.

Jn Erganzung des Etats für das Reichsheer pro 1885/86 xverden zur Verlegung des Kulmer Kadettenhauses nach Stolp m Pommern unkx Nenbau eines Kadettenhauses daselbst, und zwar zur Vro1.-ktbearbeit11ng, 10 000 „Fk: gefordert.

Die Budgetkommission beantragte BewiÜigung der For- derung.

_ Der Abg. Rickert bat, vmkulxre sich das Haus nicht Beschlüsse, aber es werde doch

dz'e Position abzulehnen. Zwar m Bezug o_uf seine zukünftigen _ _ _ schwerer sem, eine Vorlage des KrlegH=M1n1sters abzulehnen, Wenn sich das Haus heute xnoralxjck) engagire. CH_werde besser sein, wenn dem Hause M1 nachsten Jahre ein _Projekt vorgelegt werde, das eine

Pxüfyng nach der ftnanziel!_en und materiellen Seite mogltck) mache. Jn_ Kulm sex man übrigens von dem Entschluffe schmerzl1ch berührt worden, das Kadetten-

haus zu verlegen, das vor 100 Jahren aus nationalen Gründsn dorthin verlegt sei Es heiße mm, das Kulmer Kadettenhaus genüge in räumlicher Beziehung nicht. Würde n_un wegetx de_r_schlechten Fundamente deS Hauses ein Aufbau n_1cht mhgln!) 1etn, so würden sich Anbauten ausführen lassen, 1112 germß die Summe von 850 000 „M, zu welcher sie von der Yegreruvg veranschlagt seien, nicht erreichen würden. In sani: rarer Yezixhung würde von Kulmer Bürgern versichert, daß de_r GsmndheitSJUstand der Kadetten ein vortrefflicher gewesen set. WEnn zur Begründung der Verlegung angeführt Werde, daß das Kulmer Jägerbataillon, für das jeßt nur schlechte Bürgcrquartiere vorhandsn seien, im jetzigen Kadettenhause kasernirt xverden könne, so werde des Weiteren von glaub- haftsr Se1te mitaetheilt, daß keine Stadt bessere Bürgerquar- tiers besiße als Kulm. _ Der Staats-Minister Bt_onsart von ScheUendorff rechtfer- t1gte das Vorgehen der Regierung, welches wesentlich im In- tereffe der Reichsfinanzen liege. WolXe man die Anstalt nicht nach Stolp verlegen, so würde in Kulm mitten in der Stadt ein Umbau und Erweiterungsbau mit äußerst hohen Kosten vorgsnommen werden müssen. Die Militärverwaltung dürfe auch nicht die Interessen einer einzelnen Stadt wie Kulm gegenüber den Reichsinteressen voransteÜen. Mit dem Projekt der Regierung würden etwa 300 000 M gespart. Dazu wür-

*JMUigen.“ hätte diese Bewilligung für besser ** den, als die in Form einer pauschalen *,I; ' den dlungen über die Dampfbarkasse sei “M*worden, daß mit Bewiüigung Derselben

“** **1**,:****„Gehalts für den Gouverneur erfolgt “' [ei dak“ «* * ch Seitens des Abg. Richt€r aus: WWW nun die verbündeten Regierungen - „UWH * _ -*»-ll gefordert hätten und Seitens

de, dies e Bewiüigung nicht direkt

“959003991- so „.- "?*t die richtige Konsequenz jener * WWUUWM- Lt“ ** sich darauf, zu erklären, daß * MPM“, WW , Reichskanzler seine ZustimmYUg

*.?" KMM! WO “' Antrag der Budgetkommisston

en MMM“ ' d nehme, “die Wiederherfteüung der eder verd**-«--* Regierungen zu beantragen. _ MUMM“- “***-**dirfilw erklärte, der Beifakl, den dte

[?th Mailen Fraktionen gefunden habe, das ein- _Votnm Welden für den NachtragSetat lasse ge- , ;;Ü'U'M- daß hier im Hause Niemand sei, _der, wenn ',.» große nationale Dinge handele, auf ]eden FaÜ «"""? DÜW Eine ]Mia notas 113301113 habe der NEUHE- Tiage aber doch ertheilt; der Kanzler habe

0.

Rei Maorüät dieses auses sei zunächst _zu zögernd, Mä) den Be rebungen der Reg1_erur_1_g auf -' der Kolonialpolitik gefolgt, und dte zoZexnde * R es sei auf die Haltung auswarnger *" ;' ohne Einfluß geblieben. Bezüglich des.; ersteren F"“ e er nur die Ausführungen des 21ng von ***-*I "YÜWRJ unterschreiben; seine Parte: set voll -- '“" - wenn es sich darum handele für Deutschland - Uicht abenteuerliche Kolonialpolitik zu nzachet), t_e eine solche für höchfi bedeutsam für d1e * «ck Vaterlandes. Jm Publikum seien unt_er den **Ukskr Politik zwei Anschauungen besond€_r§ 1_n de_n „*J" netxexen; die Einen meinten, daß damxt dxe “***IU'emer großen Aus:!)anderung gsgeben se1, _dxe , _kaß nunmehr außerordentlich große Absaßgebtexe [.?-=- - Nach seiner bescheidenen Ansicht hätten dze «..-Women Pofitionen zur Auswanderung sehr MMI , WWU, und auch die Steigerung des Expxgrts :“ , ofort eine so enorme sein, wie in vielen _Kretsen :ck; ' Werde. Wenigstens möchte er rothen, mcht ggr L*"? ' Unternehmungen, Fabriken u. dgl. im Hmblwk ejgerung ins Leben zu rufen. Die Kostep, die Zukunft der deutschen Kolonialpolitik bere1t§ , „***,-'. e, UM nicht gering; und die genaue Vrüfng ' . “U nach der Seite dieses Kostenpunktesx hm „Mises und verßändiges Verfahren, das jedem ' Wohl anstehe_ Wenn der Reichskanzler “'“?Ück) zu verstehen gegeben habe, derselbe wüyde , ue,kbl'mdeten Regierungen zur Erwägung anhe_1m es slch bei der Fortseßung der Verzögerung mcht ' "Wals an das Volk zu appcüiren, so set dock) *" ?APdßuiung und die darin liegende Drohung gegen- “Fm??xmmjzzkeit des Hauses nicht nöthig gxmesen. FF: "MUS m_chtI dagegen. Wenn übrigens d1e ÜYE- ÖW ächte zu irgendwelcher Zeit glauben sollten , xhr he, menn_ hter im Reichstage oder in der deutschen „“',Verschtedenheiten der Anfichten über diesen ode_r „"?"-„' Mfgetreten seien, so würden fie fick) irren; _ dle ", )x' ck ,so gxoß sein, wie fie wollten, den auswärttgen ? ?*Mnr set dies Haus fich unter allen Umständen , _ [ g' D“ by- Nobbe erklärte die Zustimmung der Reichs-

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_fa11ß die volle Freiheit gewahrt bleiben, die späteren detaillir-

den noch zahlreiche andere praktische Gründe kommen, die für die Verlegung des Corps sprächen. Aus Zweckmäßigkeits- wie aus Sparsamkeitsgründen biite er, die Regierung in dieser Sache zu unterstijßen, _

Der Abg. Rickert glaubte, daß das Projekt nicht Erspar- niffe, sondern Mehrkosten verursachen würde. Da es o_ußer- dem berechtigte Interessen verleße, so müsse dem Hause ]eden-

teren Vorschläge dEr Regierung zur Ausführung des Projekt?, abzuwarten." _ _

Die Position wurde nach dem Kommtsstonsantrag be- wiÜi t. _ _ gZur Dkckung der eben bewilligten Ays_gabex_r wxrd e_me entsprechende Erhöhung 13er Matrikularbettxage tp Ausßcht genommeU. Die Kommisston beantragte TU. 1 1112 20 _vor- brhaltlich der definitiven Feststeklxzng der Ztffern zu bewMgen. Das Haus beschloß dßxngemaß. _ Hierauf vertagle fta) das Haus um 5 Uhr am Disnstag 1 Uhr.

_ Jm weiteren Verlauf der geftrxgen (31.) Stßung des Hauses der Abgeordneten erklarte bet Verathung des Kap. 125 (Medizinakwesen) der Abg. Frhr. 0x._von Heereman, nunmehr seien es zehn Jahre, sert d1e gexstbchen Genoffenschaftén von der Krankenxzflege_ausgeschloffen worden seien. Jedes Jahr wiederhole er hter sem cstsmzm (3611560 _an R€stitution disser Genossenschafxen, stetF- vergebkch; fast sex er versucht, auch (4001150116 “(31168111 hmzuzufugen. Reoolythnen m_m oben seien gefährlicher ach solche _vorx unten ; das solXe_stch_dte R_eg_1e- rung merken. Den Abgg. von anxygerods und T_hckemus, dre tm vorigen Jahre seinen Klagen _Gehor geschenkt hattxn, dank? er dafür von Herzen, und an dre Rexxzerung; die ]a aaerdmgs kathoUschen Angelegenheiten gegenuber exn Herz von Stein habe richte er auch dieHmal von_NeUem dte B1tt§,__ d9ch end- lich Jene Gesetze zu beseitigen, d1e, qller Human1tat__ms (_He; sicht schlagend, verderbend und __vergtfxend auf das offentltche Leben einwirkten. Zah[reiche Fakls seien vorgekommen, w_o den barmherzigen Schwestern verbotejz _ worden se1, Kranke zu Pflegsn, obgleich andere nur etmgermaßen aus- reichende Pflege nicht zu beschaffen gewesen se1. _ Jene Schwestern würden in dieser We_1se Hehandelt, obwohl sr? doch bei Tag und Nacht thätig sexen m_ Werken der rßmften Nächstenliebe OHNE Unterschied der Konfesston, ohn_e Unterschred_des Standes Derjenigen, denen fte Wohlxhaxen erm1esen._S1eth(_1ten dies lediglich in dem Bewußtsem, fur 1hr_W1rkenemsteW1gen Lohn zu finden, wenn es auch aufErden mchtanerkannt w_erde, sie verzichteten dabei auf aUes, waS_sonst von Mensckxn er1tre_bt Werde auf alle Annehmlichkeiten dieser Welt und boten dar1_n der Menschheit ein Vorbild solcher Große und Erhavxnhext des Charakters, daß 1chon deshalb ]ede gegen ste gxrtchtete Maßregel aufs AUertiefste zu beklagen fer, Den Ltberaxejé sträube sich stets sofort l_yek ]ede_x JSZYZÜF TFFYZYYÜÉ "; ier ä)en xer : FLIRT??? décerTFerzigen Schwester:) unter poltzexltche AUEnahme- geseße gesteut würden. Das katholxsche Volk naturlxch denke, m_? beschränke und bedrängFZe__KradnYnYFHJYZdanrÉWZYHJex . weil sie katholisch seien. ür en 0 _ __ fits- ' Krankenpflege auf all_e Wexse ftaat_1cher e ZFsYÉLLYIfFYdeffelbe würdestZoZar bexDYnZQZYfeesMYTlcYFL Korporationen dieser _Art ge e_ 617." ___ Katholiken den bei der protestantischen Ma1or1t9t gegen 1e ver- " andenen VorurtheLletz. Das Centrum ????» eMéldaZoÜr Staat, den auch dle Katholcken mit (Hut

tuellen Kräfte wihmeten, seine Macht nicht gegen dieselben richte. Er erre1che hannt auch nur das Gegentheil seiner Zuxecke. Es eytstehe speznl] durch die Beschränkung der Orden eine Schä- d1g_ung der qunkenpflege, eine große Belastung der Ge- me1nde_n, allgemexner Unwillen, scharfe'Erbitterung bei allen Katholthn und e_me grobe Verleßung des öffentlichen Rechts- be_wußtse1_n§. Konne has der Wohlfahrt des Staates dienlich setxr?_ Dre ganze Matgeseßgebung ruhe auf modernen, un- chr1sxl1chen_Grundlagen, wonach religiöses Wesen nicht mehr 1m offentltchen_ Lebxn zu_r Geltung kommen dürfe. Habe man doch auch berettß d1e chrtstltche Ehe durch die StaatSehe erseßt. Gehe man (1le d1efem Wege weiter, so werde der Staat bald ganz ohne Gott fem. Das sex aber der Anfang moderner Barbarei. Welche Aufgaben habe d_enn der Staat überhaupt, wenn er mcht Eth1k, Moral und tdeale Gedanken fördern wolle? Er- kenne man_ denn noch heute, zur Zeit der anarchistischen Ver- brechen, me Gefghren nicht, die das Verbot der Ordens- nenossenschgften für _de_n sozialen Frieden habe? Das christliche _ irk__en, du:, opferw1l__l1ge Li_ebe der barmherzigen Schwestern, fu? hatxen dte__Gegens_aße zwrschen Elend und Glück gemildert, se1en el_n? Vruck_e zwxschen Arm und Reich gewesen. Er bitte den Munster, diese Brücke nicht abzubrechen.

_Der Abg. Dr. Graf (Ekberfeld) bat das Centrum, wenn es dte Wünsche des Vorredners erfülXt sehen wolle, dafür zu sorgen,__daß der _Kulturkampf aufhöre, 'das Centrum möge Vorschlage _zu ßmer _organischen Revision der Maigeseße machen. _Dte nanonalltberale Partei habe ihre Geneigtheit, p_arquf emzugxhen, längst zu erkennen gegeben. _ Der dies- 1ahrrge Medtzmaletat habe im Kreise der Aerzte wieder große Enttaujchyng hervorgerufen, alLe die Wünsche bezüglich der Organxsatwn _des Aerztestandeéz, deren ErfüÜung der Minister schon tm vormen_ Jahre zugesagt habe, seien unerfüllt ge- bl1eben. Jm Weckeren plaidirte Redner für Ausdehnung der Kompetenz und für bessere Besoldung der Kreiézphysiker.

De_r Staats-Mimster Dr. von Goßler erklärte:

Meme Herren! Weny ich zunächst dem ersten Herrn Vorredner o_ntworte, so kann ck damtt beginnen, daß ich bekenne, daß ich mit vrexen seiner aÜgemetnex! Ausführungen, namentlich, was die Hoch- schat3ung _d_er katholtsÖen krankenpfkegenden Orden in ihrem reltgtösxn u__nd *soztalen Werll) befrifft, übereinstimmen. Es wxrd daher mcht uberrajchen, wenn ich Ihnen über die Handhaßung des Geseßes und dre Wirkungen deffelben die Mittheilung mache, daß , soWeit es in der Centralinstanz bekannt gewordm_ist,_niemals im Laufe des [eßten Jahres ein Fall vorge- kommen ist. tn dem irgendeine Differenz bestanden hat, Es ist kein Fall vorgekommen, in dem irgend einem Antrag der Krankenpßege- genoffenschaften entgegen getreten ist, und wenn der Fal] in Cleve- von_ dem 1cb zum ersten Mal hier Kunde erhalte, darthun sollte, daß Settens der unteren Behörde in einer über dieBestimmungen unserer Verxzrdmzng vom Jahre 1882 hinausgehenden Weise die Vedürfnißfrage gxdruckt 1st, so kann ick) das nur bedauern. Ich bin sehr gern bereit, in eine Erörterung des Faüks einzutreten, wenn ich in der Lage bin, selbst Einsicht in die Schriftstücke zu nshmcn _ bekannt ift in der Centralinstanz nichts.

Als Wirkung der Novelle vom Jahre 1880 tritt hervor, daß die krankenpflegenden Orden, in den [Men 4 Jahren _- denn erst seit dem Jahre 1881 sind Vermehrungen derselben eingetreten - einen ganz bedeutenden Aufschrvunggenommen haben. Es sind __die Auf- nahmegenebmigungen, wie denHerren aus meinen frübexen Ausfuhrungen bekannt ist, nicht nur in nachträglicher Weise erthetlt, sondern einer sehr großen Zahl, wie ich beinahe annehmen möchte, Wohl fast aÜen Genoffenfchaften ist 111 11181100 eine Vermehrung _ibres Bestandes ge- stattet worden, so daß fie nur in den vierteljährlscbxn Vexanderungs- nachweisen unter einer besonderen Ueberschrift mttzutherlen battey, Welche einzelnen Persönlichkeiten auf Grund der generelYen Erlaubmß aufgenommen sind. Es find in den lcxzten 4Jabren die Aufnahmen von 3977 Ordenspersonen genehmigt worden, und zwar _m der Zeit vom 29. Januar vorigen Jahres bis zum 29. Januar dtese? Ja res von 1042. Die Zahl der Genoffenschaftxn, welchen in dieser be- quemen Weise entgegengekommen ist, betragt 37. Ick glaube auch nicbt, wie der Hr. Abg. Frhr. von Heereman annimmt, daß ein Theil der inländisÖen Frauen, i_vexcbe fich den Be- strebungen der Genossenschaften demen woÜen, ms Ausland gebt, Haben umgekehrt 9 Genossenschaften den_Wunsch ausge- sprochen und die Erlaubniß erhalten, aus tbren mzßerbalb Preußens befindliÖen Niederlassungen Genoffensshgftßmxtglieder ohne Weiteres unter der Bedingung der nachtraglicben An- zeige zu übernehmen, vorausgefeßt, daß die bZtrefferzden Mitgxieder die deutsche Reichs_?ng_ekLör€gkeit besäßen Und fruher emer preußischen Niederla ung an e ör (1 en. DieffZabl degr Neuaufnahmen, welche wirklich stattgefunden haben, können die Centralbebörden schwer kontrolirenx aber aus den Ver- änderungßnachtveisen, soWeit fie den Centralbehorden zugegangen find, ist zu ersehen, daß erheblich über 2000 Ordenspersonen neu Aufnahme gefunden haben. _ _ Die Zahl der krankenpflegenden Nxederlaffungen betragt gegßn- wärtig, soweit es fick) um neue Niederlassungen handelt, 8_5, allem lm [eßten Jahre sind 30 neu genehmigt worpen. Ick kann hierbei dargn erinnern, daß diese krankenpßegenden Ntederlaffungen zwar aufgelost Werden können, daß das aber nicht durch den Minister geschehen darf, sondern daß dazu eine Allerhöchste Verordnung erforder_licb ist._ Auch was die Ausdehnung der O_rdensthatigkett auf die Forsorge für Kinder, Welche in mcht schulpflichttgem Alter find, betrifft, so ist ein sehr starker Gebrauch von den entgegeykom- menden Bestimmungen der NoveÜe von 1880_gemacht worden, mdem in 109 Fällen die Orden ihre Thätigkxtt hterauf ausgedehnt haben, aUein im abgelaufenen Jahre in 32 Faklen. S_ozveit u_nsere Nach- richten geben, hat nie zu einer Zeit die Ordensthaxtgkeit emen "gleichen Aufschwung genommen. ck würde den Evangelrsxhen nur wunsxben, daß fie annähernd gleiche Zi__ffe_r_n auf dem Gebiet -der christlichen e u vereichnen ä en. _ _ KLMZZPFHFMJUK Lück) auf diese Mitthetlungen, durck) welche [cb „_ ich will nicht sagen, dem Volke, aber doch Ihnen hier die Ueberzeugung zu geben hoffe, daß, soweit es irgend wi_e 111 dem freien Willen der Centralbehörden Liegt, die Bedeutung dteser krankenpflegenden Ge- noffenschaften anerkannt wird, und daß deshalb, so_weit_es mögliéb ist, den (Genossenschaften die Wege geebnet werden fur eme gedeihlicbe ' äti keit. EUWÉZUHNTYFZ Zisch Zu den Ausführungen d§s_letxzten Herrn Vor- redners über die Organisation des Medxztnalwejens. Ich kann dem Herrn Vorredner nur dankbar sein_ fur_die große orgamsa- torische und anregende Thätigkeit, welche er 111 ferner Steüung außer- halb dieses Hauses auf diesem Gebiet entfaltet und ich verstehe auch, daß es ihn beunruhigt, wenn die Bestrebungen, von denen er Weiß, daß ich mich zu ihrem Träger gemacht habe, nicht so raschen Erfolg haben, wte er wünscht. Ich babekeinGeheimniß dcxr(1u23g_c-.macht€ daß ich einen Entumrf fertig gestellt Habe, durcb welchen die berden R1chtungen, welch_e der Herr Vorredner angedeutet hat, zum Gegenstqnde emex legislatorrschen Durcharbeitung gemacht sind, also einmak dle Orgamsation des arzt- lichen Standes und sodann die Orgatziscxjion des arztlich_en Beamten- jbums, bei gleichzeitiger aÜgemeinex Er_nfubrung von örtlnben Gesund- beitsorganen. Man kann hier vtellercbt auch sagen: gut Din? wur Weile haben. Es ist ihm vielleicht bekannt, daß mein Entwurf nner- halb der StaaLSregierung circulirt, _ Ich wurde mtck ehr freuen, wenn die warme Befürwortung, welche der Hr. Ab . raf meinen Bestrebungen hat zu Theil werden lassen, auch in rfüikung gehen möchte und ich im nächsten Etat in der nge wäre, allerdings unter Erforderung neuer und nicht ganz unerheblrehex Mißek, einen Gesßß- entwurf vorzulegen, der alle die Wünsche erfuüt, die der Hr. A g.

denn es

und Blut stüßten, dem sie ihre materieüen und inteÜek-

Graf und seine Standesgenoffen hegen.

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