die Herstellung der ostasiatischen Linie empfehle. Der Gehetmralh Reuleaux habe diesen Grund in der zweiten Lesung selbst dadurch gegeben, daß derselbe in seiner natür- 11chen Begersterung für Australien, von dem derselbe sehr gute Anschauungen befiße, die ostasiatiscbe Linie gegenüber dkk australischen so herabgedrückt habe, daß er (Redner) fich bqbe sagen müssen, die Einrichtung einer ostasiatischen Linie set nach der Erklärung des Vertreters der verbündeten Regie- rungen gar mxht mehr begründet. Er mache sich keiner Ent- sleÜnpg schulhtg, wenn er dessen beide Hauptgründe gegen Ostasjen dahm zysawmenfasse, daß die schnwren Waaren, „ Elsen u. dergl., dre nach Ostasien gehen, keine Schneüscbiffe ' branchtcn, und daß der Verkehr mit auf schnellen Schiffen verfrachteten Farkwaaren schon einen festen Markt habe, also eme große Ausdehnung desselben nicht mehr in Betracht komme., Er sei damit voÜkommen einver- ßarxden, man müsse dann aber folgerichtig al1e drei Linien ßretchen. Anderersens müsse er auch von seinem Stand- punkte_aus nicht'aUes verloren gehen, wenn der Reichstag n_ur d1_e ostafiattsxhe Linie in Gang setze, dann werde dte deutjche Rhederet mehr beruhigt, als wenn aÜe drei Livien verworfxn wurden. 11 l_esterem FaÜe würde der ReichUanzler, d_er aÜetn ruhende o[_ m der Erscheinungen Flucht, vielleicht em andexes Mal obstegen und den Unternehmungsgeist dsr Rheder mederhalten, der Kanzler würde keine neuen Versuche mehr aufkommen lassen, Überhaupt neue Verbindungen herzu- ßeuen, wenn heute me Vorlage abgelehnt würde. Werde da- Sgen au_f dem_Boden emes gemeinschaftlichen amiablen Ver- uches'eme Lune angenommen, dann werde eine relative Berghjgung emtreten, man werde sehen, wie djs Dinge sich entzvtckeln würden, und es werde vielleicht ein Sporn für die eratunternehmungen entstehen, in Konkurrenz mit einem SxaatSUnternehmen zu zetgen, daß fie mehr und besserss le,1sten köxmten. Es 'we'rdx dadurch eine Perspektive eröffnet, dye selbst ck11, den prmszreUen Gegner, zwingen könnte, auf M Sache emzugehen. Werzn nun von dem Reichskanzler bemez'kt ,woxden set, daß die eine Linie den Nachtheil habe, V?xbäklwßmaßi'g theurer zu _sein als zwei oder drci, fo set er dqm1t ßuzverßandßn; ste sci relativ :hcurer, abex abso- lxxt gcwtß b1111ger, weil man mit jheuren Erfahrungen bei emer Lmux mel beksssr wegkomme, als mit biUigen Expéri- menten, dte sofort tm großen Stil mit JWLi oker drei Linien Zemacht Werden soUten. Deshalb soUte das Haus es sich vor em lkßtßn Entschluß noch einmal wohl überlegen, ob das aus xncht a_uf den Vorschlag des Reichskanzlers eingehend ustralten stre1chen und nur die Ostasiatische Linie bestehen [affen solle. Er glaube, bei diesem Vorschlage nicht den Vor- wurf fürchten zu müffsn, daß er damit seine eigentliche Mei- nung verstecken nZoÜe. Er habe seine Anficht hierüber nie ver- borgen und es me daran fehlen lassen, vor seinen Wählern Farbe zu bekennen. .Er habe am Schluß einer jeden Wahl- rede gesagt: wenn d1e Wähler einen Vertreter wünschten, der für Aft'lka oder'Neu-Guinea oder Dampferlinien schwärme, so möchten ße _ einen Anderen wählen. Es habe ]cx an verführer1schen Liebhabern für diese Mandate mehr gefehlt. Hier handele es fich um das Prin-
dex Lektür? stamme. , Es sei hier wiederholt gesagt und es set ein Axtom derxemgen, die s1ch mit Kolonialpolitik beschäf- tigten, daß wie für den Krie für die Kolonien Geld und Meder Geld erforderlich ei und daß vieUeicht Jahr- zehnte hindurch große Ansprüche ,an das deutsche Kapital gemacht werden müßten, ehe dte Kolonien , die ]"th so fröhlich unter der neu aufgehißten Flagge begründet seien, etwas nach Deutschland zurückschicken würden. Der Reichs- kanzler habe fich, als derselbe dem Hause zuerst seine Ideen über Kolonialpolitik cxponirt habe, sehr anerkennend über den Unternehmer geäußert, den der. Kanzler zuerst durch Zusage eines Schußbriefs ermuntert habe. Er habe an dieser An- erkennung nichts aUSzufesen. Nach Allem, was er gehört habe, sei Hr. Lüderiß ein achtenswerther Mann, aber er ylaube, der Reichskanzler würde fich überlegt haben, für die Sache Partei zu ergreifen, wenn Hr. Lüderiß dem Kanzler damals schon gesagt hätte, derselbe gebrauche mehr als eine MiUion, Um seine Sache flott zu machen. Er wundere sich über die Summe nicht, denn er wisse aus Erfahrung, was BergwerksYnternehmungen Fosteten. Bergwerke seien Lotterien xmd gar em Bergwxrk in emer_Kolonie, das sei eine Lotterie m der Lotterie. D1e großen Fmanziers, die das Lüderißland flott machen wollten, brächten Opfer, fie glaubten vieUeicht, den Dank de? Vaterlandes zu verdienen. Er wünsche ihnen aUeH Glüch set abxr auch „überzeugt, daß dieselben noch viel Geld zusch1xßen mußten, b1s fie zu dem Punkt gelangen würden, wo d1e ausgestreute Saat Früchte bringen werde. Unter großer Unruhe und Unaufmexksamkeit des Hauses kam Redner zu dem Schlusse, daß nach rerflicher Ueberlegung dsr Reichs- tag dazg kommen _werde, den Weg zu wählen, den der Reichs- k_anzler 1x1 der 'zthtcn Lksung vorgezeichnet habe und mit der stchdAUeZm Prmzxp einversjgnden erklärt hätten: daß man die anxen fur-Austrxxlten und Afr1ka streiche, so daß nur die ostafiatifche Lime übmg ble1b_e. (Redner verlas die bétrkffende Stel1e aus der Rede des Retchskanzlers). Man werde aus dicssn Worten entnehmen, daß auch nach, der Ansicht des Reichskanzlers etwas dafür spreche,?mß Klughmt und Worscht gebiete, vorerst die qustraltsche Lmix fallen zu lassen, Wenn dad.; Haus mit ihm emverstapden set, daß in diesen Dingen Vorsicht nicht vom Uekxel set, so werde es fick) dem Antrags anschließen, diesen be'dachngcn Weg zu gehen und die australische Linie heute wxeder zu beseitigen.
Der Abg. von Heüdorff erklärte, seine politischen Freunde würden für die Beschlüsse der zweiten Lesung stimmen. Einer näheren Begründung bedürfe es dafür heute nicht mehr; und auch Wenn er den Nbg, Bamberger widerlegen wollte, könnte er nur wiederholen, was er schon in der zweiten Lesung gesagt habe. Es handle fich hier um große nationale Fragen, die nicht von den kleinen Gefickztsyunkten aus, die der Abg. Vambkrger vorgetragen habe, richtig beurlheilt werden könnten. England trotz seiner koloffalen Hülfsmittel überlasse die Ent- wickelung seines auWärtigen Handels nicht der bloßen Privat- thätigkeit, sondern zahle große Dampfersubventionen; ebepso Frankreich; und wenn in Frankreich jetzt eine wirthschastnckze Krifis herrsche, so sei fie nicht die Folge der französtschen Kolonialpolitik, sondern innerer Wirren. Diese m1t der
ip: Staatssubvention oder nicht Staatssubvention. egen Staatssubveniion aber sei er immer! - Redner ing dann ausführlich auf die Samoavorlage und auf die er- handlungen Über dieselbe ein und meinte, daß er seinen pa- maiigcn Standpunkt nicht im Mindesten bedaure. Er w1_ffe nicht, auf welche Erfahrungen die Freunde der Votlage steh berufen könnten. Es seien lediglich Lesefrüchte, allgememe Behmxptungen, die sie vorgebracht hätten. Sone es seiner Parte: im oniren, was die sehr geehrtkn, schr verständigen, se r gewi enhaften'Fran von der Rechten, die aber niemalI mt solchen überseets en Unternehmungen auch nur von ferne zu lhun gehabt hätten, ungemein zum Besten gegeben hätten? Ex habe dagegen ein entschiedenks Mißtrauen. Es sei, be- ze:chnend, daß die zwei kompetenteften Männer in dxeser Sache, auf die fich die Gönner der Suche am metsten stüßten, fich weniger schwärmerisch aus edrückt hätten, als die Landwirtbe und Advokaten oder ichter yon der rechten Seite des Hauses. Der Abg. Mter hc- etslere fich für die Sache mehr als Rheder, selbst dte Sch1ff* ahrt siehe demselben in zweiter Linie; und der Abg. Woer- ma_nn schwärme am wenigsten für die Linie, die demselben gm MMM bekannt sei, die afrikanische. Nicht seine sachl1che Prüfung habe etwas Philiströses, sondern ein großer The1l der Bßwegung draußen im Lande sei philiftrös; man habe da den wxld gewordenen Philister, und er nehmeoda's Wort von der Schüßenfeststimmung nicht zurück, Es set_d1e [xicht und schnell, fextige Begeisterung, die Selbstgefäüigkett, dtc _Groß- thuem mit Dingen, die noch lange nicht fertig se1e'n, d1e stolz darauf sei und der Begeisterung die Zügel schteßen laffe. Gerade so stehe es mit dem Vorwurf, daß er kein Herz für Überseeische Entwickelung habe und der Kolonialpolmk „noch skeptischer gegetxübersiehe als die Meisten seiner Fraxtxons: genossen. Er habe, als 1879 die Frage nur ganz bethuflß berührt worden sei, seine SteÜung zur Sache charakter1s1rt. Yckerbaukolonien könne Deutschland jeßt nicht nZachW da- für habe es kein Land, und Handelskolonien zu gründen halte er für einen Anachroniömus. Der Handel werde am Besten gefördert durch das System der Gleichbercchxxgung, das serer- lich bestätigt sei durch die Thätigkeét des _Re1ch§kan'z_lers_b:i dxr Lösung der Kongo:Frage. Die Art, w1e_man,1ch 1th m Deutschland für Kolonien begeistere, flöße thm xem besonderes Vertrauen ein; sie trage einen wesentlich doktrmqren Charakter. Man thue jetzt immer so, als ob es immer fin: ausgemvgcht gegolten habe, Daß Deutschland Kolomen erwerben musse. Das sei gar nicht der Jau. Man berufe fi_ch zwqr auf PU- schers Buch über Kolonien, das jüngst von emem xunßen 'Ge- lehrten, dem er kein Mißtrauensvotum geben wolle, m emer neuen Auflage herausgegeben sei. Aber gerade Pqscbers Buch habe ihm in Be ug auf Kolonialpolitik viele Zwetfel in dre Seele gesenkt. enn man hier 1th Kolonien gründen xvollc mit Vereinen, die ihren Mitgliedern 10, 20, 50 ck16 Vettrag auferlegen und glauben machen woÜten, Deutschland warde England und seine Khlonien und Amerika aus dem Sattel heben, so frage er: seien die alten Koloniengtünder Männer acwesen, die im Auftrage eines Vereins mit regelmäßiéeen Verjammlungen und Festessen hinauscxegangen seien, um o: YUM KU rükxden? So würden die Dinge doch nicht gemacht. MSW Au kalten sei aus Zufällen, aus einer Strafkolonie, Zvden und es habe lange Zeit bedurst, bis es fich zu der nne'tQLoKen habe, die man an dieser Kolonie bewundere. niéhx mit “NFF?!" sbbe, der fich gegen Jeden erhebe,“ der Vesirebun en ckan?" Für die deutschen, kolonialpolitischen QWßer TFM jenereÖ“ so erhalte er den Emdruck, als ob ein Ükkbunoen aus den Gymnafien :e. aus
deutschen Kolonialpolitik im engsten Zusammenhang stehende Vorlage wolle dem wirtbschaftlichen eben auch_nach außen hin einen nationalen Boden fiebern, wie es nöthtg set, wenn Deutschland seine politische Macht und „nationale Einheit würdig vertreten und für dle Zukunft x_edem Wexhsel der Weltlage gegsnüber behaupten wolle. Dtese Pol1t1k werhe von der großen Mehtheit der Nation und des Hauses g?- tragen. Wenn seine Partei die Wiederherfteüung der asm- kanifchxn Linie nicht beantragt habe, so sei das nur aus Gründen der augenblicklichen Opportunität geschehen und nicht etwa, weil seine Part-i die Linie nicht wolle. Jm Gegentheil hoffe er, daß das Wkrk, zu dem mit den Be- schlüssen der zweiten Lesung der Grund gelkgt sei, auch 111 Zukunft energisch weitergeförderx Werde.
Damit schloß die Generaldrskusfion.
Das Haus ging in der Spezialdiskusfion zur Berathung dcs §. 1 über. Dieser lautet nach den Beschlüffen in zweiter Lesung: §. ]. Der Reichskanzler wird ermächtigt, die Einrichtung und Unterhaltung von regelmäßigen Postdamvfschiffs - Verbindungen zwischen Deutsébland einerseijs und Ostafien, sowie Australien andererseits, auf eine Dauer bis zu fünfzehn Jahren an geeignete deutsche Unternehmer auf dem Wege der engeren Submission ein- zeln oder zusammen zu übertragen und in den hierüber abzu- schließenden Vetträgen Beibülfen bis zum Höchstbetrage von jähr- lich vier Millionen Mark aus ReichSmitteln zu bewilligen.
Der Abg. Richter beantragte:
Der Reichstag wolle bcscbließen:
m §. ]. die Worte „sowie Australien“ zu streichen, eventuell stalt „sowie Australien" zu setzen „sowie Festland Australiens" lxml) s?ie Summe der jährlichen Subvention auf 3750000 „M zu
eme en.
Der Abg. Dr. Virchow erklärte, der Abg. Grad habeseine Ausführungen über Algier bemängelt, und auch der Reichs- kanzler habe neulich gegen ck11 geltend gemgcht, daß able Redner doch die klimatischen Verhältmxse der Kolomen nicht ans e1gener Erfahrung kennen, sondern re, nur pack), gewiffen Mitthei- lungen beurtheilen könnten. Diese Mttthetlupgen seien aber doch in ihrem Werthe nicht vollkommen gle1ch;, hen relativ größten Werth müsse man aber doch_ den siat1sttschen Er- mittelungen beilegen, die die Mortalttätsverhällniffe zahlen: mäßig darsteuten. Für die Jahre 1853-56 habe “(zun enxer der besten französischen Statistiker nach ewlesen, daß 1n Algter bei den Franzosen auf 1000 Lebendeé] _eburten uyd 43 Todes- säÜe gekommen seien, 1). h. eine ]ahtl1che Verlmnderung von 2 pw Mine, während bei den Deutschen 31 Geburxin 56 Todes- fäUen gegenüber gestanden hätten, also, eme gährltche B9?- minderung von 25 per Tausend. Eme spätere Stattsttk von Richthofen umfaffe d1e Jahxe _1854-78 un'd Yelse für Philippeville, also für einen städtischen Veznk, eme,1ahr- liche Verminderung bei den Franzosen _um 1,16, bet den Deutschen um 10,64 pro Mille nach. Sezne neuliche Angabe, daß die Weißen in Westindien schon [?ck aus 5 Proz. der Gefammtbevölkerung zurückgegangen seren, köxme er heute dahin er änzen, daß diese Zxffer 1871 mzf2,58, tm Jahre 1881 sogar an 2,48 weiter zurückgegangen set. Er W116 das Haus nicht mit allem Material, welches er noch, vorführen könne, bebeuigen, er habe nur die Abficht, noch emmal an das (He- wissen jedes einzelnen Mitgliedes zu appxlliren.„ Das_vor1ge Mal habe er den Eindruck gehabt, „als? wäre es 1hm mcht ge: lungen, in dieser Beziehung den mchngen Punkt zu treffen; die Frage habe mehr oder weniger gleichgüll1g geschienen, ,ob die Mitbürger, die nach diesem Thul der Tropen (Australten und Afrika) exportirt würden, dort zu Grunde gehen wür- den, wenn nur das Gejcbäft blühe:„das Volk sei aber doch die
Hauptstage, es handele sul) dock) darum, dasselbe nicht in eine
Richtung zu drängen, wo von vornherein vorauszusehen sei- daß Deutschland Niederlagen erleiden müsse, daß Verhecrungen bevorsiänden, schlimmer und größer als ein großer Krieg- (Lachen rechts.) Es sei ja selbstverständlick), daß auch bei _emer solchen Gelegenheit der Lacher nicht fehle. Man könne 1a _freilich darüber lachen, aber in der That sei es doch das Zexchen eines herzlosen Menschen. (Unruhe rechts.) „Er appeÜire an das nationale Gefühl der Rechten! Wenn dxßse fortwährend national sein wolle, so solle sie auch das nat1_o- nale Gewissen entwickeln, die Rechte solle s1ch fragen, welxoe Verantwortlichkeit der Volksvertreter gegenüber dxr Nanoxx zu erfüUen habe, wenn große Aufgaben gestellt würden, bei deren AUSfühlung zahlreiche Mitbürger 313 Grunde gehen müßten. Er sei nicht gegen nationale Kolonxsatwn, aber die bisherigen Ansäße verwirklichten dieses Ztel mcht. Daß die Deutschen sXck) dazu hergäben, UJZ soUt'en- feine Vemerkungcn möglichst vertheFkk; mcht “th" dern woÜe er, daß aufopferungsfahlßk- “Ulf _1hren Forscherberuf „vorbereitete Männer ouch ferner dal)"; gmgerZZ diese Unterstüßung opfermuthiger _Helden dxr WZssensFaß habe er stets erstrebt. Er unterschetde aber zty1schen [(KMU gehen einzelner ausgezeichneter Männer 11er Natton- W? en neue vorbereitet daran gegangen seien, durch 'hre ForschungWejteres Bahnen Ju eröffnen, und denjenigen, _dte man ohnkcht einmal in Verhältnisse hinüberführen wol1e, die man gsxr m s i leute kenne. Die ganze Frage der SüdsLSkownisanY Loa“) is nichts anderes, als die Arbeiterkfrag,e Wk! amarb'eiten- Samoaner wollten ebenso wenig wxe dte mekaner allmälige Diese Frage lasse sich nur durch eine sehr [„anJskaeä) eine _ u Erziehung der Eingeborenen zur Arbe1t, n1chk tU ehmunglén schnelle überhastete Entwickelung der neuen Ukn ernenden Ge- lösen. Sonst möchte fich in den in_ Frage VFM" dels ent- bieten lediglich eine neue Form deH_Sklave1zl)an Linie gar wickeln. Ohne Samoa habe übrigens dxe austraUlsLche soÜte die keinen AZertYchwY _a1so FlaFtoa ausschlteßsll WV ?, ganze au rat e tme a e nen. Der Abg. Woermann bemerkte, hex Nb8;„ YMZLFYT habe es für richtiger (rklärt, die 21/2 M1Ü10netz 1er H1 m fer- an die deutsche Jndusjrie zu vertheilej1alsdam1te1ne_ aA Lage linie zu gründen. Das würde aber eine umorobtxktwe JW, sein. Wenn Dampfschiffe gebaut würden, so whrden :" den Tausende von Arbeitern Beschäftigung finden, spätkk axhse er Schiffen selbst Hunderte von Matrosen. Auch „ULkÜffUgiere nicht, wie die Subvention nur dazudienen soÜcZ, dle Pcht e für besser zu verpfsegen. Daß der Norden und me Seestahjgere n die Vorlage weniger begeistert seien, liege an der ruwie die Natur der Norddeutschen, die picht so übersprudel? man der südlichen Mitbürger; aber xpeziea in Hamvuxg MFS un sehr wobl zu beuxtheilen, welche Vortheile für 1312 Natton den für die Bevölkerung die neuen Dampferlinien brmacn WÜrN-é Der sozialdemokratische Antrag zeige, daß die Kolo11ial3901i1_ das Hindernis; bildé, welches die .Herren von der ZWEI“ linie nach Samoa zurückhalte. Er müsse desbälv auch auf diesen Punkt mit einigen Worten zUYÜTk- kommen. Der Abg. Rintelen habe heute semen Ausdruck bemängelt, daß die Mutterländer ihren Ueberfluß an , eineJThalsache in den holländischen. und englischen Kploniey, wo ganz außerordentlich viele gebxldete Menschen seten, dle dort Beschäftigung hätten finden können; wer das gxsehxn, wisse, wie wichtig diese große Klasse vorx Menschen sur 1hr Vaterland nachher werde. Der Abg. V1rchoty sehzx'm dexn Klima das Hinderniß einér kräfttgen Kolon'talpobttk; Dre von demselben angeführtey Thatsachen bestrene er nieht, er un e und sei. ' gehlcxxbst, aber in einem irre der Abg. _V1rch0w. _ es Niemandem einfallen, Menschen dorthm zu exportxret), ng handele sich darum, ob Leute, die hier keine _B'eschäfkkgßken finden könnten, Lust haben würden hinübexzugemmi Wolle man jede kaahr ausschließen, dann müsse eine Menge von Bernsen unterdrucken, Wen n dte auch die Schiffahrt nicht mehr geduldet wexdedn-n wolle in ?Zilnckxe FFW unternehtßtungk-lustigYchL2utem3etxhzle1rer , o e imata zu ge en, dann a e , en als man ihr nüße. Wenn diese das Fieber dYJvYéndEr Lütten, könnten sie dort eben so gut leben als an hinter dem abe auch in Java das Fieber gehabt,. aber wer Ofen bleiben one, komme allerdings nicht hera eben darauf an, daß man hinausgeße. Der sage, „erst wägen, dann wagen“, man erwogen, es werde Zeit, daß man wage, d_er nicht gewinne. Die Kolonialpolitxk emzelnen HandUShäusern zu Gute, ste solle "" dazu dienen, der; Vortheil allgemeiner zu machen- der ganzen Nation zuzuwenden. Auch ZUM W 300 Jahren etwa in demselben Zustande heute Neu-Guinea, Natürlich werde auch D l
Der Abg-
es würd ' ' en Jahrzehnte darüber vergebe" di e ManUschastenchü
frage, ob die Nation das Geld und
ob'das Geld dafür da sei. Es werde sich das im L Ze1t heraussxeuen. nachher d_a sem. Er glaube, es sei nicht Sache „des ternkh- tages, d1ese “'Fragen zu beantworten. Die Kolomall",1 eld mnngen als Folche würden dem Deutsch9n NUM wem?) kosten. _Das ,lel)re das Beispiel von England 11"le ck Auch, dre dekkt1chen Kolonien würden im Ztandß N"- ste stch enlwxckelt hätten, ihre Kosten selbst aufobUWene' Abg. Bamberger nenne die deutschen Kolonien emEr sehs K_osten_ und Gefahren verbundenen Anachronisnkng' [[ was ntcht em, weshalb nicht auch heute der Fal] sem so e, Java in' Frvherex _Zeit zugetroffen sei. Nur vukckxe euks se1 d1e hanndtsche Industrie zu dem geworden, was sj ' sei. Selbst der Nyg. Richter habe neulich gesagt- Yerrikzer d'natuv;'cs1temcxk§zZ von seinem MujterlanFT a 1 e te met en- aaren beie en. Das wer nd Deutschlayd sq sein. Die HaJlesfreiheit, welehe DSUZnge- dte Verträge m den englischen und sonstige" Koll)" Handel stattetxn,_daue_re gerade so lange, wie der de'ktsth-e werde- ohnmachng set; sobald der deutsche Handel mächt1gsndern sybald derselbe in den englischen Kolonien den EY“ a echti- eme ernste Kkaurren mache, dann bleibeiclxikß Flöte?“ ' gung nur no orme , ni t aber 1 atsä [ e e ' - Engländer würden es danZ) fehr wokHl vYstehM- de_n Frenz?!) ling_ zu verdrängen. Gerade die leßten Mona,“- häxté? a_cht erw1esen, daß die Begeisterung für die Kolomalpolm m aus der Lektüre flamme, daß gerade die, Kaufleute,
selbst praktisch betheiligt seien, nicht nur mit
ntelligenz an die Kolonien abgeben würden. Es sei das '
Nation mehr, .
us. Eskomme __; i! Nbg, Bamberger , - “» haveschon lange WW 5: denn wer mcht wage, 1-
' t nur dex: ;,_ komme'mchGegenthUl :
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