1885 / 77 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 31 Mar 1885 18:00:01 GMT) scan diff

Aus Gibraltar, vom 30. März, wird tele ra irt“ Zebehr_Pascha mit seinen zwei Söhnen, einemgNthfeji und zwe: anderen, Egyptern, ist an Bord des Aviso- dampfers „Ins“ h1er eingetroffen und in einem dem Gou-

verneur gehörenden Hause einlo irt w . wird streng bewacht. g orden Das Haus Frankreich. Paris, 30. März. (W. T. V.) Der

Mtnjsterrath seßte heute Vormittag den Wortlaut des G'eseßent'wurfs, bxtreffend den Kredit von 200 M11- l1onen f.Ur,Tongk1ng, fest, Der Minister-Präsident Ferry mtrd m der Kammer die Motive des Gesetzentwurfs in _der_ Form emer Deklaration verlesen. Der Kriegs- M1n1st'er Lewal mtrd die militärische Situation in T;or_1gktngdar1egen,1_mddie Regierung wird dann die unver- zügltche Ernen'kzung emeyKommission verlangen.

- 30. Vcarz, Nachmzttags. (W. T. B.) Die Bureaux der_Grup_pen der Ltnken haben beschlossen, von. dem MintsYer-Prafidenien' Fe_rry zu verlangen, daß derselbe eine Kredxtvorlaae expdrmge, indem er zugleich erkläxe, daß dzes der letzte Mr_senzer Amtsführung wäre. Man beabfich- Ugt, auf _d1ese Wezse 1ede Deda1te Über die ministerieüe Frage zu verme1den. Vter Gruppen der Linken werden noch beson- ders zusammdntrejen, um eine Resolution zu prüfen, deren Zweä es sem 1911, tznter Beiseitélaffung der ministeriellen Frage soforteiy einsttmmiges Volum über den zu dean- tragenden Kred1t zu'erlangen. Hr. Ferty, der von diesem Beschluß in Kenntmß gefeßt wurde, erklärte, daß er nur vor emem formeller; Votum der Kammer zurücktreten würde.

-'30.- März, _Adends. (W. T. B.) Die Suezkanal- Kommtsstdn erdffnete heute im Ministerium des 21euß_ern thxe Sjßupgen. Der Minister-Präfident Ferry h1_eß dje Delegtrtkn rmllkommcn und wies hierbei auf den ftted11chen und humanen Zweck der Berathungen hin, durch welzbe Europa den internationalen Charakter des Kanals klar besttmmen wolle. _

_ In der 119111117011 Sitzung der Deputirtenkammer thetlte der Mnnstex-Prästdent Ferry die gestern aus Langson telegrapducten Nachrichten mit und bemerkte, daß der Rückzug der französischen, Truppen sich in der größten Ordnung voUzogcn habe; die Armee habe sich Streitkräften gegenüber befunden, deren Größe man nicht habe voraussehen können. Die Truppen seien genöthigt, sich in das De_lta zurückzuziehen und die Defensive zu de: wahren. Dte seit gestern getroffenen Maßregeln seien nicht hinreichend. Es handle sicb darum, die Niederlage von Lang- fon im ntereffe der Ehre Frankreichs zu rächen. Der Minister: räsident verlangte einen Kredit von 200 Mill. Janes und beantragte, die Votirung dieses Kredits von der

ebatte über die ministerielle Frage zu trennen. Die Worte des Hrn. "Ferry riefen vialfache und lebhafte Unter- brechungen öervor. Clémenceau verlangte die Ermächli- ' gung zu einerJnterpellation; derselbe diÜigte die Kredite, verurtheilte aber das Ministerium, das gestürzt werden müsse. Duval und Ridot erklärten sich zu allen Opfern bereit, aber erst nach dem Sturze des Ministeriums; dieselben warfen dem Cabinet vor, daß es die Wadrheit verheimlicht habe. Der Minister-Präfident verlangte d e Priorität für die Wahl der Kommission zur Berathung der Kredit- vorlage. Der Antrag wurde mit 308 gegen 161 Stimmen abge- lehnt und die Priorität für die von Clémenceau einzu- bringende Interpellation bewilligt. Herr Ferry _er: klärte, daß das Kabinet unter diesen Umständen jcme DemiUivn gebe. Laisant von der äußersten Imken

und Delafosse, von der Rechten verlangten, daß 03-18 Ministerium in Anklagezustand verscßt werde.

Delafosse verlangte die Dringlichkeit f1_1r seinenAntrag. Dieselbe wurde jedoch mit 304 gegen 161 Stmnncn abgelehnt. Dsr Präsident Brisson zollte der Tapferkeit dcr'Sol- daten und Matrosen in Tongking, welche dte er- ehrende sdfort in den Vureaux zusammenzutrctcn, nm die Kommis11on für die Kreditvorlage zu wäh1en, doch_wurde der Zu- sammentritt dér Bureaux später Wieder ver1choden1md die

wieder gut machsn würdxn,

littene Niederlage Die Kammer beschloß sodann,

Anerkennung.

Sxßung aufgehoben, Vor den

Rufen: „Nicdxr mit Ferry emfangen. Jm

erforderlichen H 111 f S mi t t e [ dcwiUigen. deshalb en Ymendement zu der bringen. ' und sodann auf dw

lo en. _ , gesch NYch Schluß der Sißung der Deputrrtenkaptmer wäYten die Bureaux die Mitglieder der Kym mi_ss10_n zur ' rü- fung der Kreditvorlagc. Sämmtltche Mttglicder find für die Bewilligung des Kredits, beha1t_9n steh mdcfz vor, von dem neuen Kabinet noch Aufklärungen _zu ver1ajzgen. Einige Mitglieder sind für die Rückkehr zu einer gemäßzgten Kolonialpolitik, sobald Revanche an China ßenomxpen set,

Nach der Sißung der Kaxvxner hatte der Prdfident der- selben, Brisson, mit dem Prästdenten Grév'y elmo Unter- redung über die parlamentarische Lage. Wte die „„Age-„nee Havas“ meldet, hätte Hr. Grédy dem Kammer-Prnfidxnten vorgeschéagen, ein neues Kgbmet zu b1lden, Br1sson jedoch geglaubt, diesen Vorschlag n1cht annehmen zu sdllen. Der Präfident Grévy habe darauf Hrn. de Freyemxt zu fich beschieden und ihm den Vorßß in dem neuen Kabtnct ange- boten. Frkycinet habe sich 24 Stundezt Beden'kzctt anSgedeten.

4- 31. März. W. T. V.) Dte heut1gen Mqrgen: zeitungen sprechen fich'dghin aus, daß der Kabtnetßx wechse1 in den internatxonalen-Beztehuygen Fray “- reichs Nichts ändern werde. - Du:„§11é_pudltque„franq-msk»j sagt: in dem neu zu bildenden_ Kabtnet mußten a 6 Gruppen der Majorität vertreten sem.

Rumänien. Bukarest, 29. März. „(W. T. B.) In der Antwort aufdie Note des französtschcn Geisarzdtexz wegen Verlängerun der Bestimmungen, wonach dtTtÖresxtn- zöfi1chen Hande sartikel 1115 zum Ablayf der Zn e ier- reickxUngarn abgeschlossenen Konventwn _Wte d1e eme_r me |- begünstigten Nation behandelt werden, spricht dte Regteérguttxg ihr Bedauern darüber aus, die jüngsten emßimmigen o c? der Kammer und des Senats nicht abändern zu können, na

Eingängen znr Jammer winrden die ZM- ulirten von der dort versammelten éenge mt ver9111ze__en ;) !“ „Nieder mit dor Ma1oritat !“

Senat erwähnte der Präsident Leroyer d1c schmerzlichen Nachrichten gus T_dngking und gab der Bewunderung und Fyxwane YS (.'«Zenäxése 1:11? fZirc KLYYY * S ru . er ena 1 1 und Matrosen Au Léon Say sagte: man e zunächst die Thatsachen genau kennen; er wex'de Kreditvo_rlane el_n- -- Die Si ung wurde darauf zu_x1äch)1 su6pcx1d1rt 1achr1cht von der Dennsnon des Kadmets

Juli ab die autonomen Tarife für diejenigen

Staaten wieder er u el1en md Verträge besteheL. 3 | 1" , mit denen keine besonderen

Serbien. Skupschtina ist zum 15. April nach

welchen vom 1.“

Belgrad, 30. März. (W. T. B.) Die

Nis ch einberufen

worden. Amerika. Washington, Z0.Mär. W.T. . Der Präsident Cleveland hat Frederizck 8§aine B)

U Generell:.Konsul in Berlin, 01112" sandten 111 Stockholm, Eraßmus Anderson zum Mimfter-Nestdenten und General-Konsul in Kopen: hagen, Alexander Lawton zum Gesandten in St. Petqrsburg und Edmund Wussen zum General- Konsul tn Wien ernannt.

Afxika. Egypten. Suakim, 27. März. (Allg. Corr.) Dex Fetnd feuette gestern Abend einige Schüsse in die Zertba auf dex Straße nach Tamai, es wurde aber Nie- mand verwundet, _General Graham wird nach Tamai vorrückenx, sobald dte Vorrichtungen zum Wafferiranßport voll-

ständig smd. (W. („:?.B) General Wolseley und

Rufus Magee zum

_ 29. März. Buller smd, Zvie aus Dongola gemeldet wird, mit dem Stabe am Frextag dort eingetroffen; General Wolseley nnrd morgen nach Kairo gehen.

_ W. . . B.) Aus Suakim, vom 30. d. M., wird gemeldet: Dte Stämme find 'von Oßman Digma ab- nefallßn. Lesterer ift mlt nur 100 Anhängern nach Tamameb geflohen; ein Abgesandter Oßman Diama's 1st_ unter weißer Flagge im englischen Lager eingetroffen m1t der Anfraße, unter welchen Bedingungen Friede ge- schlossen werden könne.

Zeitungsftimmeu.

Das „Katholische Sonntagsblatt für Esch- nyeiler, Stolberg und Umgegend“ wendxt sichrückstcht- 11ch der Getreidezölle in folgendem Artikel an die Arbeiter:

Die Erhöhung dcs Zolles auf Roagen und Weizen um 50 .-_z, bezw. 1-11 auf_3 .,“- per Dpplctr., Welche jüngst oom Reichstage in seiner großen Mehrheit beschlossen wurde, giebt den freibändlerlsÖen Bekäxnvfern dcr ZoUpolitik seit 1879 willkommenen Ania ,die angeblicbe .Vertbeuerunq des Brods des armen Mannes“ gegenü er ihren politischen (Gegnern auszuspielen. Auch wird dicses woblfrile Schlagwort Seitens der dcutstben Ecklion der allaemcinen euroväiscben Umsturzvartel benuvt, um die Arbeitermaffen zum blindcn Klaffcnba aufs Neue anzufeuern, mit der woblweislicv nicbt ausgesprochenen bficbt, bei dieser will- kommenen Golegcnbait im Trübe" zu fiscken. _

Da auch daß Centrum das Gewicht seiner Zahl vorlau (] für die Erhöhung der (Hetteidczölle in die Waagschale warf. so d rfte es anaebracbt sein, uns mit dem anneb11ch_[chon vertbcuerteu „Brode dec; armen Mannes“ ebenfalls ctwav zu bcjcbäxlgeu, ladem wir der Sache näher auf den Grund gehen. Wir wo cnzunäcbstuntersuchen, ob eine Zollerdöbung auf Gejrrlde überbauy! auf die Tagcöordnung gcbötte oder nickt.

Diese Frage müfsen wir unbkdmgt ke aben. Nach einer Schrift des Hrn. Profaffor 1)r. Kühn in Leipxig “ber den klbl'n Gegenstand befiwn wir im Deutschen Reich 6276 3-14 selbst ndlac, landwitlb- scbaxtlicbe Betriebe, einc Tbajsacbe, welche den Bauernstand als das wahre dkö deutfckcn Vaterlandes deutlich erkennen

t . . . . ß Daß dies stärkste Bollwerk eines acmdneien S1aatco, die Land- wirtdstbnst, in der That stmk untxrminirt ift, bcwelsen folgende Tbakiocben. Die „Kostcn der Bedürfnlste deo deutschen Landwirtbcs im Allgemeinen [ind nacv den Untersuchungen des ürsten Karl von ernburqBirUein um 76% salt 1870, die ländl even Arbeits- löbne um 100% also ums Doppelte gestiegen, von den drückenden Gemeinde- und Staatssieuekn gänzlich zu schweigen. In Folge des Gctrcidc-Imporw Seiten:) der unter weit günstigeren Verhältnissen produzircnden Länder. wic Amerika, Rußland, Ungarn, Indien u, a. m.. welche ihre Ucbcxpkodukjion nacb dem Wesen Europas zu allen Preisen absevcn müssen und deßbalb michxanüs-e-u den 1879 bcscbwffcncn kleinen Zoll krlbst ncsranen babe", smd du- Prrisc für Roggen urd Wem" o ticf ocsunkrn, das; der deutsche L;!ndwiktb seit Jahren mit Vcrlut zu arbeiten nczwjtnacn ist! Der 1) 1101111: Landwirtb, dcr übe hat. seine Sieuem und Ab- gaben nebst Zinsen aus feinem !ébn'cr delastetrn Vcs'tytdum beraus- zusxvlamn verliert seine Kaufkka t und seine Verbrauwvfäbißkcit von Jalxr zu Jahr Mehr. Das] dicse Tlatsacksc für die ?ndutrie deo deulsckcn Vaterlandes nicbt ale (B 111113 seln ann muß auch dem einfachsten Arbeiter ejnleu *ten. Die S_cvuyxbllc der Industxic find ja nur deshalb beschlossen wotdcn, der_1clbcu den in- ländischen Mailt und den Arbeitern damit eine standige Arbeits- aelcaenbcit zu bewahren! Was helfen aber der Industrie dicse Zölle, Wenn der ablrc1cbstc Stand der (Erwerbendcxt im Deutschen 11cricbe, dic Landwkrjbsckoaft, nur das Nötbigstc kanten kann, weil ste sri: Jahren mit Verlust arbeitet? _ Die Notbwcudkakcit, dcr fcbuybedurfti en und dem Auslande acaenübcr wcdrloscn Landwirtbfcbaft gleich ee Industrie durcb ano- gicbine Scbuvzöllc aufzulzclfen, glauben wir nacbchiesen zu haben, und ebenso 7:15 wnvtige Interesse, wech die Industrie nnd die darin beschäftigten Albciter daran babe". daß es den Landwirtbcn besser neben müsse, um fie für die Abnahme der Produkte der vater- ländischen Industrie kaufktäfti ck zu machen. . Die für dcn mbtitenden tand wichtigstc_Frage bleibt nun die: Werden die Lebensmittclpreise in Folge der Sasuvzölle nuf Getreide stcigcn, event. wenn mit Ja bccxntwortet, werden die Löhne nut dcn- sclben in die Höhe geben? Dieje Franc unbcoinYt ku verneinen oder zu bejahen. ist nicht angänglicb. Wie die aud] nd schen Importeure über dicse SebuYzöUe denken, lesen wir in einem Wcrkxben (1879) des Hrn. Bürgermeisters „Mooren (Eupcn): „Ein Wort an den Bauernstand in den Rbemlandcn' auf S. 62/63. Dort wird eine Auviaffung der „Deutschen Jllin. Staatsthl.' citirt; der- selbe besagt im Auazug: , . . Was dagegen in Ber in vorgeht, bc- rübrt unmittelbar die Tasche unser_cr (amerikanischen) Vatted", Vich- zücbter, O'zetreidc- und Provisionsbqndlcr. Man will dort emen sebr kräftigen Einfuhrzoll auf fremdes Wetxcidx, Schlacdtvicb und Fleisch legen. und hat dabei ganz auodmctltcb den weck im Auge, die Einfuhr von Amerika nach Deutschland abzutrc ren. Sie völlig verhindern wird man nicht können, wobl aber kann man erreichen, daß die Zölle von den amerikanischen Bausrn und Vichzücbtcrn be- zahlt werdm, mit anderen Worten, sandt nach Deutschland um so viel biniger als je * wie der darauf zu legende Zoll brxxäqt. Dic rzeugung von Korn und Fleisch in unseren westlichen Staaten ist namentltcv in Folge der massenhaften Binnenauswandcrunq dcr levécn Jahre so ritsia c- wordcn überschreitet dcn inländjschcy Bedarf in so gewaltigemMa 2, daß füé dcn Uebersépu cin Abjay tm Auslande esucht jvexden muß. AUein wer gevötbigt it, zu verkauf-cn, der muß ck in der K_egel den

reis vom Käufer bestimmen lasen, und das w rde im vorltc enden Falle durch die

Fundament

t verkaufen müssen,

Einführung von Getreide- und Fltiscbscbuyzö en in ( euYZTY-XLYTYW cn des amerikanischenBlaiteö haben ich mit denen verschiedener deutkcben ?(eitungxn voUstandig erfullt. jeu G:; Wide“ und die Brodprebis? 'chjxxiÖntJtsxtLFn "JM "Fe dWsFinikcebc c ra , FTZLZYrFFKZFF-ZnsTLYerachtbeile der schWer belasteten einheimi1chen

daß diese ihre Produkte zum Ver-

Landwirtbscbaft zu jedem Preise Absaß suchen mußte, was zur Genüge fo1gende vergleichende Zahlen beweisen. Nach dcn Handels- kammerbeuchten des Kreises * ocbum kostete 1 1:3 Roggenbrod: 1877 20, _]879 14. 1881 20, 1882 18. 1883 15 und 4 14- „3, wahrend der Preis für 100115 1ma. Roßgcn sub: 1880 auf durcbfcbnittlnb 20.23; 18812130; 1882 17,62; 1883 15 und 1884 mzf 15,07 „ki stellte. Gum dem entsvrecbend berechneten sich die Welzenprc-ise. Der aeringe Zol] von 1879 erwies ck also nur als Finanzzoll, und müssen wir abwarten, ob die neuen öbcrm Zölle von 1885 sub gls schu? ewäbrend, wie beabfichtigt, bczeigen werden. Vorlaqfig ist eme Erb Yung der Getreidevkeife um den neuen Zoll xjicht emgetrejen, obwob das Sperrgesey die onfceie Zufuhr [won [eyt vexbxndert.

Wird eine„(§rböhung der Pra-ise eintreten, so dürfte aus oben erwäbrjcn Grunden der Industrieaebeiter davon wenig oder nicht betroffen werden, weil durch die Gesundung des Bauernstandes dcr Fndusnie mit 1bren_Arbei!ern- ersteren gesteigerler Absatz im

nlande zu gu1en Preijen - levieren aber vermebkje Albeitsgelegen- beit “IZ?“ÄM'trd's-H "ft' '5 s' b ck H 1

e r e er a m ae ub da ?! dur qewiffenlose everncbt in Gegenxav xum fiebern Fundamente jedes Staatswesens, der Land- wirtbscba i.bri-nnen lgssen. Sic möge bedenken, wenn ein Glied, und hier das wtchtvgste leldct, leiden wir alle mit; bei dessen Gesundun aber durchströmt neues Leben den volkswirtbsckoaftlicben un _StaatdköMer zum Scaxn für Alle. Daß Frankreich und waar _kas kleine indujtrielle Belgien ebenfaUs zu erhöhten Schußzoüen auf Getreide greifen, mag unscr-n Arbeitern zur besondern Berubiaung nereirden, da dann eine Erhöhung der Lxdenömitfelpche auch- dort stattfindm und die Konkurrenz dlexer Landcr unserer Industrie gegenüber labm legen müßte. Der Akbei er man daher obße Neid auf den Sebuv der Landwirtbscbnfi blkcken, well derselbe, kyrz aesazi, "10319 Anderes bexwxckt, als Sedus der nationalen Arbeit Schuß des nationalen Gcsammtvermögenß, dcs Armen wie des Reichen!

Statistische Nachrichten.

(Gemäß den Ver-Iffentlicdungen deo Kaljerlitben Gesund- !“)th 111111 ßnd in der 11. IabreSwoche von je 10V anobnern, am den Iabreddurcbscbnitt berechne!,als eftorb en gemeldet:1n Berlin 23,3. in Breslau 28,6, kn Königsberg 2 ,1, in Köln 31.5, in Frankfurt a, M. 25,3, in Hannover 24,2, in „Kassel 22,6, in Ma deburg 24,3, in Stetxkn 19,9, in Altona 28,5, ,in Stra bum 32,3, fn Meß 21,1, jn München 35,4, in Nürnbcr 22,3, in ugsburg 33,9, in Dree- dtn 28,4, in Leivzis? 2511, in xiuttaar! 24,8, in Braunschweig 306, in amburg 26,1, 11 Lübeck _,115Kar16rube 29,8, in Wien 32,2, in Bu apest -, in Prag (11,1, in Tritt 271,7, in Krakau 311,0, in Basel 21,2, in Brüssel 21,5, in Amster am 510 9, in Paüo 25,3, in London 21,4. in Glas,xow(10„0, in Liverpool 283, in Dnblln 34,8. in Edinburn 22,4, in Kopenhagen 23,6, in Stockholm 3:14, in Chri- stiania 23,2. in St. Petersburg 34,7, in Warschau 28,6, in Odessa 30,8, in Rom 29,8. in Turin «, in Bukarest 28,1, in Madrid --, ln Alexandrw 516 0, ---- Ferner !" der Zeit vom 22. bio 28. Februar: in NM-Yack 29,3, m P1*1[*dc1vb1a 20,4, 111 Chica o _, in St, Louis -, in Cincinnati -, “1!- San Framioko 23,7. " Kalkutta 32,7, in Bombay 28,7, 111Madras 43,0.

Beim Beginn der Beriwtkwocbe waren an den monte" deutscbrn Veobacbtungdortcn nordwestliche, in Karlsruhe notdösklicbc Luft- strömungen vorberasebend, die am 17., in Berlin. Hellestadt. Köfn und Karlsruhe schon am 111. nach West und Südwest «innen und dann bis zu Ende der_Wocbr, tn Konto zu Stürmen anwachsend, vorwiegend blleben, mdcm ße nur um die Mitte der Woche in Berlln, ,Heillqenstadt, Bremm und Köln vorübemcbend 'nacb Nordwc t, in Karlmahe nach Nordost [!:-sen. »- Die Temperatur der Luft überstieg an den meisten Stationen die not- male etwas, nur in Karlbruhe wurde das virljäbrigc Monako. miltel nkbt siam crre1ch1. Lelcbte Nachtfköstc wurden jedoch aus den meisten Stalynen, mit Nuanabme von Bremen und Köln. besonders zu Ende der Woche emcldct -- Nirdeklcbläay, zum Theil Schnee und Haar], fielen beslkzndcro in der 2. Wochenbälftc ziemlich allgemein, doch nkcvt in sehr ergiebigen! Maße. Der beim WoM-vbcal-m bobe Druck der Luft stieg bio zum 10, nahm dann Anfang:; langsam. am 18. jcdocv rapid ab. film am 19. and 20. etwas, um am 20. Abends von Neuem und rand zu fallen, dock) nahm der Luftdruck zu Ende der Woche an allen Sintioncn wird;!" zu.

Dj_e Sterblicbkclt hat [u der Vericbtdnwebc ln dm meisten Großstadtcn Europad. ['m-11111110 ln dtn deutscdcn. [uamommem Inodesondckc war 11c in den rheinischen Städtmrupmn eine ge- “tcincrtr. "Dix“ allaemu'iuc EtctblicbkeiWorkbältnlija111 für die deut-

cbrn Stadte stieg auf 20,9 von 20,0 der Vmwvtbe (vko Mine und Jahr berechnet). Vornehmlich war die Betheilauna dre! Säuglings- altero an der Sterblicbkrlt eine höhere, xo daß von 10000 Lebenden (aufs Jahr aerecburt)“ 85 Säuglings star en genau 75 der Vorwoébe, in Berlin 75, in Mnncbrn 1111.

Unter den ngcMrsmbc-v führta'n Masern, Keucbbustcn. wpköge Fieber häufiger, Scharlacv, D1p1)1berle und Kinddrnüebce seltener a o

n dcr vorbkkncaémaknkn Woche zum Tode. Auch Darmkakarrhc nnd akute entzündliche Prozesse der Atbmungoor ane veranlaßken mehr. Lungenvdjbiscn dagegen weniger Todeöfäüe. tcrbefällr au Masern waren in München, Leipzig, Potsdam, Hanau, London, Glaoaow, Livtkpool. Manchester, und ganz besonders in Stockholm zahlrclcb. während in Berlin, Frankfurt a. O., Bockenheim. Wien, Amsterdam Parkö dic ahl derselbxn nbuabm.- Dao Scbarlachficbcrvrellefmelsk milder, nur 11 Hamburg. Berlin, Warschau war die ab! der Sterbefäüt eine etwas größere". - Dic Sterblichkeit an Div tberi- und (Croup war in Berlin, Könwabrrn, Dresden, Mühlhausen 1. T1). annksurt a, .. Palio, Wmseban eine netluarre, in Stow, Geeifawnld, Mümbcn. Leipzig, (Charlottenburg, Hamburg. Wien, London. Stock- bolm, (Cbrlstiania, St. Pctcrobum cdnc größere. Ansrbnlicb ucsteiaert war die Zahl der Todesfälle an Krucbbustcn. namentlich kn Benin, Karlstadt. Greiz, Bielefeld. Amsterdam, (&)!aöavw. In London hat 11: Zahl der Opfer an Kcucbbustcn etwas abaenvtmnru. -- Tyyho e Fieber blieben in beschränkter *!luodcbnunn; in Düsseldorf, Pa 6 wurden etwnö mcbr, aua St.Ja'terobm-g ckwnowcniaer Todesfäüe als in der Vonva ?elneldct. (Ein trebefal] an Flecktvvbuo kam (111031133156- bera zur Minde lung. -- Dakmkatakrbc der Kinder führten ln Berlin, Wien. Paris. St. Pc_tcröburg bäufiacr zum Tode. - Rubrtodeöfälle kamen aus dcutscken Stndtcn 2, an Kkndbcnfiebcr 22 zur Melduna. -- Sterbefälle an Pocken wnrden aud dcntschcn “Städten .'1, je 1 aus Thorn, (Chcmnkv. Köln mlmnbctg. Ancb aus Krakau, Prag, Basel, Patio, Liverpool, Manxbcstcr. St. Pctctoburg, Alexandria wcrden einzelnt, aus Pran. Warjcban, Ode a, Kalkutta, Vomhav medrfacbe, Todes- fälle cm Pocken bcricdtet. „n größerer Vcrdrcttung traten die Pocken in Rom, Venedig. Tur'w. Triest, Wien und London auf. »- Dic abl der Todesfälle an (Cholera blicb Ende Januar und Anfang ebruar in Kalkutta bezw. in Bombay cine befrbränkte.

-Die Schulsparkasxcn in UnparnYOestcrr.Ockonomlü.) Ueber den Stand der Schul varkaffeu " Ungarn bai deren Be- ründek, K. Rath Wciß, vor kurzer Zeit im un atiscben Landeo-Agri- uiturvcrein ein Referat erstattet, drm wir nacb chende Angaben ent- ncbmen. Im Jahre 1876 wurden in 15 SÖltlen an 13 Orten Sckoulsparkaffen begründet, in denen 2821 Schüler 13 337 F1. er- sparten. Zu Ende des Schuljahres 1883/84 befanden fich an_317 Orten in 458 Scbulcn Sparka en. in denen von 21085 Sebulem 151461 F1. eingelent waren. ic unabme im letzten Schuljahre belief M) auf 20 Schulen, 209Z1Sparcr und 19 881 l.; dabei waren von 112 angcmeldeten Schulen noch keine Ausweise e ngesrndet. Die ersvattc Summe würde noch bedeutender sein, wenn man auch jene Gelder b1nzurechncn würde, welche die Scbülcr vor dem Schluß des Schuljahres zur Deckung ihrer verschiedenen Vcdürfni e beraus- genommen baden. Folgende Uebcxstxbt zeigt die Entw! ckung der Schulsparkaffen seit ihrer Begründunz.