1824 / 167 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 19 Jul 1824 18:00:01 GMT) scan diff

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Bourdeau widerseZte sich einer solchen „Verminderung; die ge enwärtige rganisation des Justiz-Wesens be- stehe eit mehr als. 20 Jahren, und sey mit den übrigen Zweigen der Verwaltung innig„„perwebt, auch habe man sich Wish»: w; dgbex. befuny'en“'*; man möge wohl be-

de „kn “Zei Vät„x_*_eru]“'*g der Geßiets-Begränzungeß niZQ-LéieHExiskeüz Z »;

“vieler ausénde auf das Spiel setzen würde, und sich stets erinnern, daß wenn Verbesserun- gen wünschenswerth, Neuerungen dagegen immer gefähr- lich smd. „Dergleichen Neuerungen aber,“ s chloß Hr. Bour- deau, „hat gestern ein Redner (der Graf v. Berthier) in Masse verlangt, unter anderen auch eine unabhängigéGeisk- lichkeit; durch ein sonderbares Zusammentreffen _rheilc aber heu-ce'gerade “ein Journal das Schreiben eines “Erzbischofs mit, welches gewiß den Beweis liefert, daß die Geistlichkeit

nichts weniger als abhängig ist*), » Alles was 'ma-n be-

gehrt, ist: die ganze frühere Regierungsform, abepwyhl- verstanden mit den Jesuiten und ohne die Freiheiten der Gallikanischen Kirche.“ - Eine heftige Bewsgung folgte auf dieseRedex; nach welcher, die einzelnen Kapitel des Bußgecs des Zustiz-Ministeriums ohne Weiteres ange- nommen- wurden. Mixxiüer-iums der auswärtigen Angelegenheiten über. Di?“ Kosten der Central-Verwaltung belaufen sich auf 700,900 Fr., dje Au5gaben „für die Gesandtschaften auf 5.660,000 Fr., der Extraordinarien-Fonds auf 1,455,000 Fr. „Hr. Dartigaux' machte einige Bemerkungen über dix Kommissionen , diemit der Liquidation der gegensei- tigen Forderungen franzdstscher Und spanischer Untertha- nenbeaustragc xvorden sind, und verlangte auf jenss Kapitel eine _Cfrzparniß von 20,000 Fr. Die Versamm- lung, war inzwischennicht mehr zahlreich genug, weshalb diqSißung um 6.Ul)r aufgehoben und die Fortsetzung der Berat; u,.ng„ auf_ den folgenden Tag verlegt-ward. ,Die? Wang vom 10te_n begann damit, daß der

Graf"Mönién de"t_1"Z„ahres,-Ber,i7chc der mit der Aufsicht '

W:? die' Tilgyngs„'-„Kg§se, beauf-tr„agten Kommisfion ab- Ittete. Es erhellt daraus, daß diese Kasse in dem Lren ___uartqlxdes 'laufeudenIahres für 962,092Fr. Renten, Mt.19,833,72„5„_Fr-. 80 Cent. aufgekauft hat und daß fich dßß gay; ? Summe, der seitder' Stiftung dieses Instituts box 8); ahren bis, zum 1. d. „M. von demselben aufge- kgßftekxz „„.eyten „auf „33,865,581 Fr. beläuft,» für welche i-xtxHZ-zxnzxxx 529,__639,462_ Fr. 61 Cent. verwendet wor- dx_„y-_.snp.--Hr Roland d'Erceville trug hierauf nieh- :.er Bittsxhrxßeu vor“, „welchennächsk die Berathungen- über-„dU-„BudFt focheselzcwurden. (Einen ausführliche- “rsethexjchc „Ü erzdzteye Sitzung vom 10cen behalten wir uxxs_„ uxn. nächske-n, Stücke der“ Staats - Zeitung vor.)

„“, sIMxM-[äss ]),ébakéz, das seit der Entfernung, W.,“Vicomtx von Chateaubmand aus» dem Ministerium;-

* aßkeimthä-g. verstreichen läßt, - ohne seinénxéxunmuty. «..ck-es“ UW so ganz, unerwartet gekommene- Ereig-z“

_ ; aux u,.lafi'en'„uud steh mitunter der Feder des “entlas-

injßZkT.„se'lb'|- u-"bedienen, scheint; um dMPkä“

«.dxs ?Minéßer-z “_ax?5es anzufeinden, ent-hä'lc neuer- wiehereiuen Artike , «„in“welchem es ,denBewxeis

'Utigeacbtet der neu eknannten

Man ging jekzt zu dem Budget des-.-

„. unglücklicherweise einen Tag zu spät, ** einer Störung des Gleichgewicktes-zwischen dem Méni-

angenommen.

W)- _ . + ck z_-_

z_ führensuchc, Daß der Graf von Villche mit beiden

ammertz zerfaxlen-„sey. „Ntexnand kann es sich verheh- len,“ hettßc es 1:1 dtesem Aufmße unter anderen , „daß eine gewusse Unruhe fich aller Geister bemächtigc hat,

übrigen Behauptungen des gedachten Journals durch

edermann fühlt, daß das Gleichgewicht zwischen dem

?_ini erium und den Kammern gestört ist und daß der gejellschaftliche Verband von einem Uebel gequält wird, das er mehr rexht zu bezeichnen vermag. Forschen wir Yer Wyrze-l dieses Usbels einmal Nack) und wählen wir, uber das Frage, ob jenes Gleichgewicht denn wirklich ge-

Richtern. Pa_irs-Kammer nicht in ihrer gegenwärtigen Gesa bletben könne, daß die lekzteren Beförderungen in de sslben em bloßesPanacif gewesen seycn, und daß si

_ ' . . Pairs, eine feindliche M

],ortcacgegen das OJUt-Ufterium im Schooße dieser Kamm gebildet habe, die auch an derVerwerfung des Renten-R dyktions-Projektes Schuld gewesen sey, undan deren Spilze dte Herzöge von la Chätre *) und M. von Montmorency, der Marquisevon Nicola'j, der Erzbischof von Paris und Ll-nders standen. Mögen diese Klagen von Seiten des

Ministeriums gegründet seyn oder nicht, genug, sie be- 25. Jun.

weisen,R daß daskGleici)gewichc zwischen ihm und der Parrsx-Kammeyn'tclxjmehr existire. Zsc etwa das Ver,- l)ältntß des Mtntskermms zur Wahl-Kammer befriedi-

rung vor) Thatsachen am besten. “Man legt jener Kam.- myr zwe: neue Geselz-Entwürfe “(die Schiffahrt und den Ktrclxnrauh_betreffend) vor; es werdenzu deren Prü- fnng Kommmsionen ernannk, man debattirt darüber, aber es erfolgt kein „Bericht. Und warum nicht? weiWas

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hacsacben zu antworten; aber die Mehrzahl der Leser isses Blattes, besser unterrichtet oder vielmehr treuher- iger als es selbst isi, geben fich in der Regel diese Ant- .orc allein. Man liesi dergleichen Artikel, weil man

arin den glänzenden Styl des neuen Redakteurs, dsn

ZUaubc; _ me Fabsl, worin man 'nicht sowohl Wahrbeet, als mehr der minder sinnveicbt: stört sey, dre Freunds des Mintstermms selbst zu Schieds- ck.???

Was sagen diese? sie bedauern es, daß djeuck, als

as .[0t11'11éxl*(l€§ Oébxxrg sch erworbsn hat, zu erkennen aber man liest sie wie eine Art Roman, wie Zusammonstellungen sucht; und xackwsm man sio gelesen, bleibt davon nichts weiter zu- " was uns nach der Lssung eines Romans ge- öhnlich verbleibt.“ -

Einer telegraphischen Nachricht zufolge, ist der Kö- g V'on WÜrtemberg unter dem Namen einss Grafen n Teck am Z. d. M. in Marseille angekommen. Kours der Rente vom 10. Jul. 99. 90.

Wien, 9. Jul. Die ganze Masse der am Schlusse

** v. M. noc!) im Umlaufe befindlichen Einlösungs- und

Lsnciciparions-S(k)eine, beläuft sich,

einer amclichen Be-

'anntmachung der hiefigen Bank zufolge, auf 182,464,838

Gulden.

In Folge eines Zöskündigen Regens, der Abends begann, séjegen die Fluthen der Moldau

bei Prag zu einsr übergroßen Höhe; das Wasser war

. nur eine Elle niedriger gender? dress Frage beantworten w1r durch die _Anfüh- gange.

Nr“MoldaU über alle User hinaus.,

Mlnijkerium sein eigenes Mark, zurück nimmt; weil es

njcht wagt? einer öffejntlichen Berathung bieten; weil es, statt tm Kampfe rühmlich zu fallén, es„

anders, als da"

Doch, das gilt hier gleich viel; wir ziehen daraus blos

den Schluß, daß auch Wischen dem Ministerium und _ . Ein Theil davon seßte fich jedoch zwixchen zwei Pfeilern

Ein Unglück kommr selten aUein; erst" eine verlorne Ma- fest, der größte

der Deputirten - Kammer das Gleichgewicht ge*stört.„iü.

jorität, dann, ein stillschweigendes Ge ändniß schim fil; cher Furcht, dre man, einer bereits schrsxankenden M?xjo- *

rität gegenüber 'nicht zweimal äußernä darf. Z| ss [)er- , nach noch _zu verwyndern, wenn das öffentliche VM" trauen „abmmmt? die Ursache des Uebels ist jelzt bekannt, das Mittel dagegen fordere man von Hrn. v. VillÉle.“- "Als Antwort guf diesen Artikel sagt die geskrlg L'WÜS: „Der Aufkalz des .]001'1131 ck88 ])ébats kömm

Es ist darin von

steriumxund den Kammern die Rede und do [at eben) jetzt die“Deputircen-Katnmer das réichtige KYPZtel des Budgets" in'Betreff ,der TilgunZs-Kaffe einstimmig

Ebenso leicht w rde es uns seyn, auf

*) Der Uonjteur' erklärt ausdrücklich, daß diese Angabe falsch sey und da 'der Her o von la ätr- “vas Nemen-Öeseß-ge tmmt habzc.g Ch : nicht gegen

derniffe eingesteat.

die Stixn zuSaxawa u. a. m., „“so dicht daher; "daß bequemer findet, noch vor demselben die Fluchc zu 0ka ngfM- UNd was beweis? ein solches Benehmen wohl den und u-nbeladen, Geräxl)schasten aus_Häusern und,

ß jene GCseH-Entwärfe schlecht waren.

als im Jahre 1784 beim Eis- Mit einer rei enden Kraft tobten die Wellen und überschwemm- ten nicht allein diese, sondcrn auch einen Theil der in-

nern Stadt durch ihr“ Vordringen aus den Kanälen.

Die Ufer der Moldau, von vielen tausend Klaftern Floß- éwlzes bedeckc, wurden von dem Andrange der wöchen- QW Wogen abgespühlc; eben so dieder Beraun, Mieß, und stundenlang schwamm das Holz man kaum das Wasser durch dasselbe erblicken konnte. Ganze' Flöß'e'Holz, Holzschiffe, bela- Gärten, selbst ganze Dächer_ mit Men1chen, Wagen, mic Ochsen und Pf-érden bejpannt, Balken, Bretxer u. dgl. schwammen unter der Prager Brücke dahm.

Theil tobte aber weiter; vieles war zer- trümmert, “vieles in flachen Ufer -Gegenden auf Felder und Straßen gezschleuderc. Auch Menschen verloren ihr Leben bei "dieser Ueberschwemmung. _ .

Aus den Übrigen Theilen Böhmens [ansey gletch- falls die traurigsten Nachrichten von der beijpiellosen Ueberschwemmung ein. Die Elbe, Adler, Eger u. s. w. L_)aben ihre Fluchen über das Land ergossen, und Men- ]chen und Vieh den "Tod gebracht.__ ,

---*1.1. Zul, Der öfterreichtjche Beobachter thetlt aus dem in Miffolunghi erscheinenden griechischen Telegraphen vom' 5. Jun. ein Schreiben aus Axgos mit, worin über den Zustand von Morea im Laufe des Monates Mai unter anderem gesagt wird,:

„Die Regierung hat, nach mancherlei überwunde- nen Schwierigkeiten, den „Anleihe-Kontrakt (Man vergl. den Artikel Korfu.) bestätigt; 'aber während se damtt beschäfcigc»war haben slch .

Es sr plößlich bertchtet worden, daß

“Armee ein Uebuugslagev werdaauf

neue unvorhergesehene Him

die Fakxipnisten mit 400 Mann, kominasndirt'von“ Kollo“- pulo Ntkrta, ,und Geneo Kolokotroni,-in* Kuhop-odix kitten?- Dorfe ungefähr eine Stunde von Argos, "zw-ischén 'der Stadt unh der Eskadre, welche Napoli diNdükä'téiq blo- ktxrt, erschtenen smd. Die Abscht-“der “Faktionißen War“, die Blokqde vonNapoli aufheben z-uma"ché“n."ünd17ä)7iü Argos mederzulassen, dessen Einwohner se für ihréZPar-

tei zu gewinnen hofften. Diese ihre unver-mutbeke' Belve-

gurxg hat große Unruhe xmd Furcht“ in unserer-Stadt ver- bretcch ntcht6 deftq weniger snd die «unter Konimando “des Kapxtam Giovanna Notara stehenden" romeliotische'n Trup-

Z pen aus Argos aufgebrochen, und haben sie zurückgeschla-

gen. Zu gleicher Zeit hatten die in Napolé Béläg'erten einen" Ausfall gemacht, und die Kranidioten, 'die-' unter Kapitain Skurti das Blokade-Korps formirten, “(inge- griffen; aber sie sind ebenfalls zurückgewiesen“ w'ordeük“ Das Gsfecht dauerts den "ganzen Tag; 40 Mann""wuré“ den von einer und der andern Seite“ getddter oder ver- wundet. Am. 24|en früh hörte“ man von Myli' (eiii? Stunde südlich von Argos) her, wo sich das Fahrzeug?“ des Kapicain Miauli mit dem Vollziehungsrath befindet, starkes Flinten- und Kanonenfeuer. *;«Ein Korps von 300 “Mann aus Prasto war den *Fakcionisteü-zu Hülfe g-eeilt,“ und hatte sich des oberhalb Myti b'eleg-enen Poliokastrums“? bemächtigec. DasKorps von Nikita kund Genes rükkte gegen Argos vor. “Dem Kapitajn Nokara verdankenwir, daß es abermals abgehalten wurde, die'Stadt zu “besesz'enx Die gegen Myli anziehenden 300 Mann wurdeaebem falls zurückgeworfen; 1,00 Bulga-ke-n, unter Kapitain Hadé schi Stefano, traten bei dieser Gelegenheit auf die Seite der Regierung über.“ ' * ' _

„Während dies geschah , zog Koxokoeronf mit 500“ Mann gegen Tripolézza, und seßte fiel; in Trikorca fest," mußte aber einer überlegener: Macht, die ßch--d;0„rt' anker dem Archi. - OJTandriten -cheo Kapitakin. '*Löndo' "“und-“* Zafiropoulo fand, weichem Seitdem so7llsch30uchöZéakmik gegen Kariteni in Marsch gesetzt haben»“ D“ Gébvüder Delidschani haben sich ruhig veyhalten.“ “" ' '“ ““

„Dies isi der gegenwärtige Zustand «von Moreä, wo“ die Regierung allmählig immer mehr Kräfte gewmtit;

. Jene Vorfälle haben das Anleihé-Geschäst v-e'rzögskkx

welches jedoch endlich .zu „Stande gekommen-i-st.“ .- „Funfzig griechische Fahrzeuge [smd ** bexeit, 'unterLSei- gel zu gehen, und er-warten'nm: die Geldsendungeg 'von Zante. Auch wird “eine Expe'dition von 4000 Mann aus- gerüstet, die nach Kandia bestimmcisk, wo-di-ezGeren sich bis jetzt noch behauptet-yaben. Die "türkis kaötte- von 50 Schiffen hat Mitykene pasfirc.“ - «xx - ' „_ ,München, 7. Jul. Es schan-t'nu0mch5 énkfeh'ikx

:

den zu, se 11, daßim Spätsommerzd. “Zz-L-in“§der*“Ebene““ von Für“ bei Nürnberg für einen Theil der baierschew -?]*1e„sc„hi:agén?_[ Y-Werden. *

Dasselbe wird aus 2 Kufrassiew, 36 »ÉxkaU-zxéßsrsxxund 9, LinZeu ; Infanterie-Regtmencern*, “'ne-M; 4 "und einer" Lathen Batterie bestehen,. und «wahrscheinlich “vom 5ckn is 20|en Sept. dauern., Das “HKUpL-Quaktiek“ wxrv2:

in der St. Johannis-Vor-ftadc voanÜr-nbery- 9sz sto ck kommen, und als Kommandeurs, bezsichnet man .die e- nerat-Lieutenants Freiherren v. La Motte und v. MMW

Augsburg, 11, Jul. Die heutige Allgemeine

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