1824 / 241 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Wed, 13 Oct 1824 18:00:01 GMT) scan diff

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richts betrifft. Letztere soll bis_auf'Wejteres unabhängzg von der General-Skudien-Dtrekczon soytbestehcn. E01 dritkes Dekret becriffc die Ausarbxtxmxg eines nxuen 9321- licair-Scudien-Plans, um den Mtlttatr-Uncerrmhcs-Atz; stalten eine neue Gestaltung zu geben, durch welche ste unker einander in Einklang gebracht werden sollen. -_- Außerdem enchalcen jene Blätter nichts von Bedeutung. Rente 102 . 30 -- 102 . 45. .

London, 5. Okt. In unserem diplomattschen Per- sonale find einige Veränderungeq v'orgega-ngen. Herr George- William Chad, EM., bis ]lec Gesandtschaxrs- Sekretair am Niederländischen Hofe, tscvzum bevollmaxlx tigten TNini Ter bei Sr.,Maj. dem Köntge von Sachxen und Hr. Charles Townshend Barnard zum chattotxs- Sekrer'air am Königl. Sächsischen Hofeernqnntxdex hxs- Herige Gesandtschafcs-Seertatr am Hofe_betder Sietltetx, Hr. AnDU-ew Douglas Esq.,1sc_als Gesaxzdtxchasts-Seertgir a'n dersKöMgl. Niederländishen Hok versxkzr und, 1eme bisherige Stelle dcm, dermaiigen Gesandtjch-acfts-Sekre- _cair, am Königl. Sardinischen Hofe, Hrn. Gehb. Craw- furd Antrobus Esq., Übertragen worden.

Hr. Canning kam gestern von GloceskerLodge nach 'Der Stadt und arbeirete im auswärttgen Amte. .

Aus Sierra-Leone sind Depeschen pom 26. August im auswärtigen Amte eingegangen , dre jedoch mchts neues von Wichtigkeit bringen. . ;

Nack) Briefen von den bedeutendsten Ltffabonner Handels-Häusern werden, wie der ()()Uerr meldet,. dort noch große Rüstungen zu einxr Expedition nach Brasilien gemachc. . -

Wir können, sagt der CoUrWr, ausoguter Au- torität versichern, daß die französscbe .Regterung- der- malen mic Prüfung der Dokumente, welche auf dete. von den Enäigranten in Atxspruch gynommxnetx Enlschgdtgun- gen Bezug haben, bejchäftktgc [|. Bts dw zur Ltqmda- :ion dieser Ansprüche nöthtge Summe gxnau fesr sr»:ht, kann für das nächste Jahr' kame fmanzxelxe “Maßregel, dia mik der Radukcion der Renten in 'Verbmdung- steht, boskfmmr werden. Dieser Plan, den efym1zöfischen AJSX «wanderten eine angemessene Entschadtguug zn gewah-

Zen, giebt “sowohl als LNaßregelder Politik als der .

Men clli keit dem . rn. v. Vikléle den größten Kredit. Sie Yirlcdh'für die ??acion ,'im Ganzen eine Wohlthar seyn, indem sie Feindseligketten vertilgt, ewelche außer- dsm “nicht aufgehört haben wü_rden; ste wurTZe guck). den Individuen wohlthätig seyn, sowohl „den urjprunglteckwn als den dermaligen *Eigenthümern emgezogener Guter. Es ist vielleich: 'nicht allgemein in England bekannt, daß

die Besiszer der sogenannten National-Güter in Frank- '

reich nicht sonderlich in Achtung stehen, und daß das Eigenthum selb “minderen Werth hat, als andere er- erbte Güter. -(s sind Fälle vorgekommen, .Wo den ur- sprünglichen Eigenchümern „_von dergleichen Gütern »z-in Dkittheil des Werthes derselben angeboten worden :|, um sie zur Entsagung ihrer Ansprüche zu bewegen. Consols 95ZF. am Schluß 95-Z. , * , “Baiern. Die. Augsburger Zettung enthält folgen- “des Schreiben aus München vom 3. Okt. Abeyds: S_o eben hat der erste Festtag der jähxxichene landwtrthsehasr- [When Feier geendet, und obgleich em truber Htmmel und

. Ele)erzogs Franz Karl,

König am 12. Okt. und Ihre

fortwährender Regen diésem ächten Nakion'alf-sske die Sonnenweihe ungr'xscig entzogen, so bor dock) dsr Anblick von wenigstens 70,000 Ménschen, deren zahllose Regen- schirme wie buntfarbig 'in einander gefügre Muscheln ein ungeheures Dach von Seide bildeten, an den' ten rassenförmigen Anhöhen von Sendling ein Überraschend seltenes Panorama. (Mehr als 20,000 Fremde aus al- len ngendsn waren in den Vorlagen des Feßes nach der Hauptstadt geftrömc. Die Sorgfalt des “Magistrats

[)attésämmtlikhe Buden auf der Theresienwiess in einem ck

großen Vierecke vereint, dessen Zugänge gefäUige'Por- rale gegen Wagen und, Reiker schükzxen. Den Eingang des Königl. Pavillons, worin die ersten Hof; und Staats; Beamten, die fremden Gesandten und die Damen vom ersten Range zum- Empfange dss Allerhöchsten Hofes sich vsrsammelc hatten, schmückten drei hohe Portale“, aus den farbenreichsren Blumen erbaut, und mit den hohen NametxszügenJHreuKdnkgl. ONajescäcen _Ut1d„,des DUrchlaucf)1'igsten Brautpaars geziert. Auf'd“iesen „Por- ralxm jvthen Fahnen mit goldenen Kugeln auf den Spilzen, umd auf dem Portale Sr. K. K. Hoheit dez war eine Fahne 'mit den' Far- ben von Oesterreich zu schauen. Nach “2 Uhr kündet: der Donner der Kanonen die Ankunft der Allerhöchsten Herrschaften, die von dem vieltam'endsrimmigen unauf hörlichen Jubelruf der zahllosen Menge begrüßt, beglei'; tec von einer Abtheilung der geschmackvoll uniformirte bärgerlicben Kavallerie, in' der [)Qicersten Stimmung den Königl. Pavillon betraten, wo ein Knabe und ein'Mäd- chen, als Genien von Baiern,.„und' ein Knabe im rothen Kleide, und im Kostüme der Vorzeit, Sr. ONajestätöe - Könige, Ihrer Véajeskät der Königin .und Ihrer Kön'xg Hoh. der Prinzessin Sophie, .an goldene'n Kredenzk

lern'auserlesene BlUMenskräuße mir Atlasschl'eifen - welchen Huldigungsworte v

wnnden, Überreichcen, ans Friedrich Bruckbräu gedichtet“,

Hierauf begann 'die National-Hymne: König!“ -- welcher ein von genanntem Verfasser na der Melodie eines baierschen Volksgesanges gedichtetes, mic Beifall gesungenes Lied folgte, wovon besonder! die zweite und vierte "Scrophe -a[lgemei_n ansprachen.“ __ Nach der gewöhnlichen Preis-Vcrtheilung für das? beste Zugvieh, nahm das Rennen. von ungefähr 33 Pfer- den den Anfang. _ Dic dem Beginnen des Rennens hatte es aufgehört zn regnen. Nack) demselben'bega_ fich der Allerhöchste Hof nach dem Luftschloss Nymk phenburg zurück. _ . -

So endete e_in National-Festtag, dessen Jubel übt? die erfreuliche Anwesenheit des angebetecen Königshau- ses sele die Ungunft der Natur keinen Augenblick we- der zu „jchwächen noch zu trüben vermochte. --

Dem Vernehmen nacy'werden Se. Majestät der Majestät die Königin am 13. Okt., die Reise nach Wien antreten, wo am 18. OO sodann die Veymä-hlung des Durchlauchtigßen Brauß paars zu Schönbrunn dürfte gefeiert werden. --„- Mokj gen beginnt auf der Theresienwiese das SternschUbeu und Pistolsnschießen, das Bolzschießen, .Und Scheibenschießen mit Baleskeru.

gedruckt waren. „Heil unser

und das Boge“

Nach direkten Nachrichten aus Münehen vom 5te _“

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[ 'ch"en Agenten häufige Konferenzen gehabt.

ktober Haben Ihre Majestäkexx der König ..und die Kö- sgfn mit Allerhöchskihrer Familie 'Nymyhenburg am sel- igen Tage verlassen und dre dasige Restdenz wieder be- er. . og tT'r'krkei. Die Allgemeine Zeitupg m_eldet aus Kon- antinopel vom 10._Sept. Seit der Abxekzuyg des Za- jcscharen-Aga hat sich in der Hauptstadt nichts neues eunruhigendes zugetragen, 11:19 die gehegten. Besorg- issesangen an, wieder zu verjehwindZU. Dy: Jantk- “aren verhielten sich ruhig. Am türkischen Neuxahrs- der Sultan bei der öffentlichen Audienz

age wendete sich . . . . dte kaunfce der tnsurgtr-

n den Mufti (dem vormals - . _ “„ eansel Samos gehörcsn) und 1_p_rach mrt thm uber eren jetzigen Zustand, welches deryelbe benutzte, U'nd mSchonung für die Einwohner bac.) Msn mgx, de_r ul-tan habe ihm geneigtes Gehör verliehen, allem die WM *eingetretenen Ereignisse scheinen diese Mtlde un- öthig zu machen. - Zn Syrien sind yrt1ßhasce Unru- en ausgebrochen. Ju Lattakia und.?Trtpolt wurden. di_e easelims des Pascha von Haley verjagt, und der Emtr er Drusen, vereinigt mic Mustafg Berber, mgcr1chtrc egen Sr. Jean d'Acre, *um sich „nner dxesem PIMF! „zu ereinigen. Am beunruhigendsten fur dte „Pforte. durfte edocl) der Wiederausbmzch, der Feindseligketten mxc Per- en seyn. Ein Konsulatsberichc auß,Halep vom 16t,en ug. meldet, daß der bekannte perst1che Prtnz Mehemec li "die Feindseligkeiten gegen den Pascha" von Bagdad ieder begonnen, und die “Hauptstadt: „des Pascha7s von urd'iskan, Sulimanie, berelzt. ' _ * - *

» Von dEr ägyptischen Flotte fängt may hier: gn zu xgwöhne-n,“ daß Mehmet Ali Pasha .htntexltstcg zu Ms'gelx, und. nie die Absicht gehabp habe, dte Psorce zu Unterstüßen, wie man *sich einbildete. Unterdessen

ck seine Expeditionzbereiis einigen Verlust erlitten ya; _

n, wenigstens scheint es gewiß, _daß sie sich nach Can- 'a zurückzog. -- Lord Strangford, erwartex tzxtr dle An- nfcdes Marquis Ribeaupierre, um abzureUen. Spanien. Der Moyjchr „enthält; folgende Nach- chten aus Madrid vom 22. Okt. Hr. Zeagehd, ww an verfiehert, von Hrn. Ugarte begleitet, Morgen ach "dem Eskurial ab, Und wird“ dort dem König Übe): le verschiedenen Konferenzen, welche er zu Paris mrc en diplomatischen: Agenten der auswärtigen Höfe .und ix dem franz. Ministern“ hatte, Rechenschaft ablegen; gleich Wird er Sr. „Maj. die Weschi'edenen- Vorschläge, ielihmim Betreff der neuen“ Anleihe gemachr worden, oregen , - - _ _ Personen, die in die Geheimnisse unserer Regierung mgeweiht zu seyn behaupten , versichern, daß die Zu- ammenkunst des Hrn. Zea mic Sr. Maj. große Verän-

erung in unserem Verwaltungs-System, eine mjnjüe- _

ial-Veränderung oder wenigstensdie Entfernung des rn. Calomarde zur Folge“ haben werde. Letzterer werde ach Madrid zurückkommen, Hr. Zea (aber ,bei Sr. "aj. bleiben. _ .

, Während seines Aufenthalts in Madrid hat Hr. eamic den bei unserm Hofs beglaubigten diplomati- Insbeson- ere mir dem päbstlichen Nuntius. Man kann aaf das ?skimmtesre verßchern, daß Se. Eminenz, "ein Mann,

* dessen polikische Gefinnungen voll Sanftmntb und u-

ma-nltäc sin.d_, gegen Hrn. Zea in einer höchlich mißbtlli- genden Wet)e1"1her das exalcirte Benehmen der spani- ]cjhen. Getstltckxketk nach der Rückkehr Sr. Maj. von Ca- dxx sch gitsgeyprochey hat. Ein Beweis, daß Se. Eminenz dteses Benehmen nicht billiger, liegt darin, daß derselbe aufgehört hat an der apostolischen Junta Antheil zu nehmen. . » Die 12T0118 theilt aus“ Madrid vom 28|en folgende auf außerordentlichem Wege erhaltene Nachrfchten mit: _ Se. ONaj. haben, um das Andenken an den glück- lxchen 1. Oktobexr 1823, wo Höchstdieselben nach dreijäh- rtger Gefangenjchast in den Händen der Rebellen, der Liebe Ihrer getreuen Unrerthanen zurückgegeben wurden, auf die Nachwelt: zu bringen, verordnet, daß fortan alle Jghre an diesem" Tage ein feierliches “[S OSÜM in allen 1 Ktrchen Ihrer Staaten gesungen werden soll. -

_ Die Militair-Kommission von Carthagena har am 19ten d. 932. Über 63 Konst'itutionelle, die des Verbre- chens, gegen den „König die Waffen getragen zu haben, angeklagt waren, das, Urtheil gefällt, und 8 derselben zum Tode“ und die übrigen zu verschiedenen "anderen Strafen verurtheilt. .

Die MilicaLr-Kommisfion zu Pampeluna hat eben- falls das Urth-eil über verschiedene Einwohner der Stadt Permira gesprochen,. welche „zu Gunsten der. Kortes-Kon- stitution Unxuhetszu erregen versucht hatten. '

Die Zetrschrifc von Buenos-Ayres, ,der ÜrZUZ, ent- hält in ihrem Blatts vom 3. Jun. eine" Proklamation des Vice-Königs von Peru, durch welche der Umsturz dxs Konstitutions-Steines in allen Städten dieses Kö- ntgreiches und. die vollständige Wiederherstellung der al,-

* ten Regierungsform angeordnet wird.

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C'sj-i-ft me'rkwurdig Haß wahrend dia. spanis en Flüchtling; Ft] England Jas Éerüchr' aussprengxn, ckTZaß der royaltsttxche Geneval Olaneta zu“ den Fahnen der

' Insurgencen. “übergegangen „sky, die officielle-Zeitung von

ONadrid -i[)n" ehrenvollunter denjenigen Generale-n nennt, welche den, Weißen Eifer an- den Tag legen, Peru sei- nem legitimen Beherrscher zu erhalten. Dieselbe Zei- tung giebt, im „Gegencheil. die Liste von mehr als 80 Oberften, Kapitains, Lie-utenants und Unker-Lieutenants, welche die Fahnen der peruanischen Insurgenten verlas- s en haben, um sich unter die Königl. Fahne wieder zu stellen.

Z n | a n, d. U e_ b e r s i ck t - _ der Resultate aus der Bevölkerungs-Liste des Regierungs- Bezirks Trier, im Jahre 1823.

.Die Zahl der im Jahr 1823 Gebornen beträgt: - - 13,665 -- Gestorbenen: 6,924

Es find also mehr geboren als gestorben: 6,741 *Knaben smd geboren 7040; Mädchen 6625. Im "Gan- zen find'529 Kinder außer der Ehe geboren, folglich un- ter 26 em uneheliches Kind. Nach den Religioüs-Ver-

S_-

hältniffen der Einwohner find: _

geboren gestorben 6,212 "___-1-

also mehr geboren 5951

Katholische