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11. Zeit'ungs-Nachrtchten. A u s l, a n d. _
vis 9. Okt. Durch eine Ordonnanz vom Sten
d MI,)?st di:? (wie bereits gemeldet word_en) den Desex-
téurs der Land-ArMee bewiÜig-te Amnestte“ auch aufdte Deserteurs der See-Truppen ausgedehnt worden. '
Uebermorgen wird der Staats-thh some erste Stz-
zung in dem zu diesem Behufe eingerichteten Lokale des
Louvre halten.
Wir aßen unlängsk . . fährlichenhTendenz französischxr Geschtchtsschrecher_ ür die Jugend gesprochen, und _dteselbe durchoB0wets|ellen aus der erft vor kurzem erschteneneu Geschtchte der axne- rikanischen Staaten, von Barheroux, offen gezexgt. (s. Staats-Zeitung Nx. 236.)-
. In einem ganz gletchen Gezske [)at Hr. Burec-de-Long- champs' di"? Geschichte Frankre1ch5 von Mellot, von Lud- wig. 217. bis auf die neueste. Zeit fortgejelzt. So sehr auch die neuesten Begebenhetten der Sache der rechtmäx ßigen Gewalt und gefelzlichen Ordnung allenthalben den Sieg üöer angemaßtes Rechc und freyelhaften Aufruhr verschafft, so sehr auch grioße, entsclyetdende Thatsachen unserer, durch falsche Meinungen vielfach irregeletteten Zeit die kräfcigsten Auf1chlüsse über 0631 wghren Zustand der Länder, über *die eigentltchen „Bedurfmsss dxr BS_lker gegeben haben; so- sehr 'am!) der Geißbxt VWlLUÜUk BefinnUng' gekommen, zktgt er fich doch bex'den „.MWU
u stolz und spröde, als daß ex von ferner emgebxl- deten Höhe Herabsteigen und Lehrsakze unZ) ONeinungxn “widerrufen sollte, in Yemen er den Jtthegrrff aller W315; “l)eit' zu besitzen vermemr. Das uxrredh'ckxx, nur aufjegoz-
“sch? Zwecke gerichtete Trachten der m „U)rey Thättgéerx unermüderen Schriftsteller der “ revolutwnatren Paxtet bietet allen Ereignissen und Thatsachen TW?“- Wenn auch nichtmehr so leidenschaftltch deklam1re_nd_ und ge- radezu beleidigend, versuchr may es upun aux 010: mehr verstossene, indirekte Wetse, dte Relxgiqn, das Köntg- thum und alles Bestehende herahzuwüvdtgßtr _uz1_d befor;- ders jugendliche Gemächer für eme materialtscnche Phr- losophie, für republikanische J.Heen und dergletchen enxp- fänglich zu machen. Maxxgteb; demnach den Thacm- cheti eine andere Farbe, 1„Z„...Z§"„„weiß sie zu e_ntstellen oder nur eine Seite derselbenk-“ö-xgen, mrc emem Works: man sucht “USZ ZUM V “HxxRevolutIion und_ 3,0131 Rachtheile des Königthu den. Ganz aus dxexe Weise sind die oben erwähntenz-«vozx „Buyer ,- de - Lon?- champs fortgesetzten Elemente Her Geschichte Frankreichv, von Millor, bearbeitet. Des Vexfassers I“"FZL.ZMch ist, den durch sejne Daxstellkungenv gecäuschren- „_zungljn, gen zuzurufen: dieszevolutton har Recht; “Unrecht da-
egen hat das Köntgthum; . . . .
reunde _des Vaterlandes; 01,0 Adeltgen,“ txte Prteßer, die Rdyalisteii sind dessen FILMck?“ Da dteje „Gesch1chte auch die Revslutionsepoche m steh faßt, und sich h_ts auf
' * * - ' ' " ' ? ckc 10 war dre Au [Nung der Deputtrtenkanxmer erj re , u erwafrten, daß “der Verfasser dle Rollen ,
welche die zJugend in neuester Zeit zu spielen unternommen , recht
glänzend herausheben würde.
Mühe, durch unwürdige und niedrige Schmeicheleien
(sagt die Lt0j10)'von der ek“
“ eine berichtigende
"man auch eine |
nur die Revvlutionairs smd“ “varino gehört.
Er giebt steh “ungemei-ne- 'die Hoffnung,
das Wohlwollen seiner jungen Leser zu erhaschen, i. dem er diese Studirenden der Univerfität, „die man b Allem, was edelmüthig und schön ist“ vornean erbli." dle Elite des französischen Volkes betitelt. Nach._diese Komplimente erzählt der Verfasser micWohlgefallewd' Aufstände der Rechts- und Arzneiscbule sowohl in Pak "als an anderen Orten des Königreichs, und stellt sei Worte so, daß auf die jungen Unruhstjfcer gar keinu recht fäklt; ihr Tumult sey blos den schlechten Gesetzen welche die öffentlichen Freiheiten zu. zerstören drohten den Predigten der Missionairs, dem Ruf: es lebe d unum1chränkte König, zuzuschreiben. Und“ durch sol trügliche Wendungen sucht man die jungen Aufrühr'e zu entschuldigen! Unter denselben Farben werden no. größere Verbrechen, nämlich die Rebellion der hunde Tage, die Verschwörungen, welche seitdem in verschied
' nen Gegenden des Königreichs aUSgebrochen, gesshilder
Alle diese Unruhen, sagt der Verfasser, haben zur ei,. zigen Ursache das schlechte“ Betragen der_Rxgierung d Königs, und die allgemeine Unzgfriedenheic“, welche [
“bei der Nation hervorbrachte»!
- Rente 102.30 -- 40. , _ . Scockholm, 1“. Okt. Das gestrige Journal gie Anzeige von der vorsEyenden Exped tion mit der „Brigg Christopher ColUmbus, die nicht na dem l_a Platau. s. w.„(wie früher gemeldet worden), s1o-. dern blos nach Columbien bestimmt ist“. Da “Hr. vo Hauswolff bei vieljährigem Aufenthalte in Westindle und; Süd-Amerika nichc-allein den unbedeutendén direkte Vortheil wal)rge'nommen_l)atce, der unserm Handel vo
den dort eingetretenen Umwälzungen und veränderce
sondern auch .den inWekt
Ko'trjunkcuren geworden, _ Zukunft dadurch zun'oe
Verlust, der demselben für die
gebracht wer_den solche,“ daß englisches Eisen für. schw sches ' „verkauft
Wurde, öeschloßxer, hierin eikxe Aender zu bewirken und reifere aus Columbien nach dem !" .teplande' zurück, wo er Theilnehmer ,an_ bedeuten Bergwerks; und Kultur-Uncernehmungen ist, und bra, unter anderm Mödelle von allen *doi't zum Acker-UP Bergbau gebräuchlichenEiseng'eräthschafcen mit. .Hm
,theilte erseinen Plan mehreren unserer Gelehrten'uud wissenschaftlich gebildeten Waaren-Producenten mir 111 _ .erhislc'alle den'Beifall und-die Unterstülzung, WM
der. bloße Kaufmanndeisk nichr selten verwsigert. _ Türkei. Die Florentiner Zeitung vom 2ten Okk- sagt: „Die neuesten Briefe aus dem Archipelagus mex- den die Vereinigung der Flotte desKapudanPasM mit jener desVice-Königs von Aegypten. Am Ask?" August gingenbeide Geschwader unter Segel, und WM fen amx27sken bei Stanehio Anker. Zu gleicbév Zeit [)at arke Kanonade in'der Gégend von "M
Flotten wissen, derenOperationen __ Morea, und den Ausfall des gegenwärtigen Kriegesent- scheiden sollen.“
Die Allgemeine Zeitung enthält Folgendes: ' Konstantinopel, 17. Sept. (Durch außero'rden liche Gelegenheit.) Noch vor einigen. Tagen hegte ma daß die Janitscharen ihren Dermal)?te
Einfluß nicht sogleich" zum Sth des Großveziers b?
Dies ist Alles, was wir von den_ beiden; das Schjch1al von
&. ,x": :
ßen würden, “und Einige hielten ihn schon auf seinem , salze für gesichert, “als plölzlich am 14ten d. M. seine - ankung erfolgte._ Es heißt zwar, es sey ihm *gnädig laubt, vorläufig tn der Hauptstadt zu bleiben; allein
' .“s Schicksal seiner Vorgänger giebt dennoch Besorg-
“ssen aller Art Raum. „SeinNachfolger ist der Pa- a von Silisrriq, der seine Laufbahn unter der 17te'n rta der Janitscharen begonnen hat. - Tan spricht ute von der Ankunft eines "österreichischen Schiffes, elches die Nachricht bringen soll, daß sick) der Kapudan ascha, mit einigen ägyptischen Schiffen vereinigt, aufs ue vor Samos eingefunden habe. .
Spanien. Das 301111101 (105 Oébakg theilt folgende rch Privat-Korrejpondenz erhaltene Nachrichten aus Ma- xid" vom 27. Sept. mit: Eine aus der Mitko des Staats- athes ernannte Kommission is? jetzt mit der Diskussion r-Hc'rrn Zea zu Paris geMachten Vorschläge wegen _r neuen Anleihe _ beschäftigt. Ohne Zweifel werden "eselbett verworfen werden, -indem zwei der hauptsäch- "sren'jener Vorschläge darin bestehen, daß eit'x Fünf-
eil in Papieren von den CorWs-Ankeihsn entrichtet,
d die KlosterxGüter für. die ganze Anleihe zur Hypo- ek dienen sollen. _ . . _
Herr Zea sollte,. wie früher gemeldet worden, am ,sken nach dem Escurial abgehen, er'ist jedosl) fortwäh- nd zu 'OJTadrid; wie es heißt, weil Herr _Ugarte mit in gehen soll und durch die Krankheit des Leßteren die breése des .Hr'n. Zea verzögercwerde; Dies hat wenig “_al)rscheinlichke_ic; gewiß aber ist, daß eine mächtige ärcei auf-alle Weise den Augenbxlick zu entfernen sucht, Wieser Staatsmann zu dem Einfluss gelange, wet- “e-n'seineEigenschafc als Premier-ONiniscer ihm auf die e/“ehäste gebkn muß.. * ' - „ Die Königl. Familie wird, dem Vernehmen Nack), ' . Weihnachten im Escurial'bleiben. kDie-anancin onna MaxiaFra'acisca ist krank. -Se. Majestät aber 0 di„ezübrigen Mitglieder der Königl. Familie befinden “im besten" Wohlseyn. ' - , '
In der Lage_des'C'x-O)?it1iskers Cruz hat sick) noch chts geäußert; er sißr no'ch.imm'er in enger Haft und sehr krank gewesen. . '
Unter den General-Kapitains der Provinzen haben
rschiedene Veränderüngen stattgefunden. Die Generale “
VarezCamPana, Don-Iean Caro; Don“ Petro Sars- ld) Don 'Isssph Saink-Jean undeon Nazario guia sind, „der erste für Andalusien, der zweite für die leariscben Inseln, dxr dritxe für Galizien, der vierce r Estremadura und der fünfte für die Provinz Gui- zcoa, zu General-Kapitains ernannt worden.
'I n“ l' a n___._d.“
„ Breslau. Die 'Besßerin des Gutes Wischükz im Rohlauer Kreise, Frau von Rothkirck), erbaut aus eige- *_ en Mitteln dorc eine neue massive Kirche.. ' Am 30. Sept.. wurde die von dem hiestgen BMX)- ändler Korn auf dem heiligen Berge bei Oßwikz neu baute „Kapelle feéerxicl) eingeweiht. Der Kanonikus „ rüger htelt im Freten eine Predigt, auf. welche das ochamt- folgte. . .
mw nur 4
Em 801ährtger ehemaliger Gutsbefißer, Namens Hjelschex, zu Ohxau, hat, um den dortigen Hospital- Ktrchhos zu ernve-ttexn und zu verschönern, eit'1 darauf steHendes altes Gehaude nebst sinem kleinen Garten für 1000 Rrhlr. gekaUsc und der Hospital-Kirche geschenkt. . Danztg. Im „Laufe des Monats Sept. sind hier Uherl)aupt 40 Seeschtséfe, angekommen, wslche theils mit BaUZsc, Stuckgut, Harmgen, Salz, altem Eisen, Kreide Und Brennholz beladen, und wovon 3 aus preußischen,
_ 13 aus englischen, 7 aus niederländischen, 2 aus däni-
schen, 2 aus schwedischen, 5 aus russis en 4 aus ran,- zösischen „1111024 aus hanseatischen HäfecZ réaren. Köge- gangey smd uberthpr 70 Seeschiffe, mit Ballast, Holz, Getretde,.5))?eh_l, Lmnen, Asche, Obß und Salz beladen; upd zwLar1 nachpreußiscben, 23 nach englischen, 1911ach ntederlandtschen, Z nach dänischen, 5 nach schwedischen,
„6 nach russischen, 10 nach französischen, 1 nach hannö-
versehen und 2 nach hanseatischen Häfen.
Von der “Se".eküste kamen 27 Fahrzeuge mir Brenn- holz und 2 Mit Torf. Auf der Weichsel 65 Fahrzeuge und 18672[ Holztracl)tet1. '
“Zu Elbing „sind 2 niederländische Schiffe mit Bal- last und em hannöversches mic Dachpfannen angekom- men, und ein niederländisches Schiff mir'Wendasche und Weißen Und 1 hannöversches mic Holz und Wendasche abgegangen. Auf dem Elbing-Fluffe kamen 59 Fahrzeuge
Holeachten. * "
Wollmirfté'xdt, 13. Okt. Am 10te'u. d. brach zu Wellen im“ Wolmrrstädter Kreise eine. Feuersbrunst aus, xvodurchZ Kossäthen-Höfe .und“ außerdem 4 .Wohnhäuser “m_ Asche gelegt wurden; selbige isk dadurch veranlaßt
worden, daß ein Altst'lzer, ein'Matm von 70 Jahren
die': Hochzsit seiner Tochterx mi't Schießen feiern wollte und der brennende Pfropfen auf ein, Strohdach fiel. Deex qlte (Mann „hat" seine Unvorsichtigkeic sch*wer ge- bußdt, mTem FrlbetmdLösYen des quers stark beschädigt un an en"*o gen en ag darau eines e r “mer '“ haften" Todes gestorben, i|. * sh (ck _ z?
„ Vorlefutxgen , xbei der theologischen und philosophischen.
Fakultät zu Münster'im,Winter- Halbjahr “1824-25.
. Theologie. Ueber die natürliche Religion und uber 016 Art und Weise das „Daseyn einer übernatürli- chen göttitclxen Offenbarung zu beweisen: Prof. Neu- haus. _. Crßlärung-des Evangeliums des h. Mathäus: Rep; Ptilgrtm. -- Erklärung der Apostelgeschichte: Pros. Ktskemaker. - Erklärung ' der Psalmen und Darlegung des Geistes der heiligen Poefie devHebräer, auch des Verständnisses der Psalmen als Kirchengesänge: Dxrs. „- Erklärung der kleineren Propheten: Rep“. legrzm. ,- Biblische Archäologie: Prof. Laymann. - Chxrstltche Alterthümer': Prof. Katerkamp. -- Kir- chenge1chichte des Mittelalters: Der-s. _--« Der Dogma- tik eykster und zweiter. Theil: Prof. Neuhau s. -- All- gemszne'cbristliche Ethik: PrOf. Layman'n. -- Uebun- gen tn _dxr Anwendung der Lehren der christlichen Ethik auf Gewxffensfälle: D ers. - Oeffentliches Kirchenrecht: