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wenn fie vor der Mitte Novembers nicht erfolgt, fie g„ar nicht mehr statt finden wird. Denn, sagen fie, von dre- sem Zeitpunkte an, sey_ es sck)lechterdi1_1.gs nothwrnhtg, fich ernstlich mit der Ahmssunghrr versthiedenen Gejez- zes-Encwürkfe zu“ beschäftigen, dre den. im December zu- sammentretenden Kammern vor ulegen sind , und wenn neue Minister ernannt werden Holsten, so müsse _es vor jenem Termine geschehen, damit sir Zeit hätten, dte Aus,- arbeicung ihrer Entwürfe vorzunehmen. “Denn man könne von neuen Ministern nicht verlangen, daß sie die Plan): ihrer Vorgänger befolgen, -und deren Arbeiten, die ste vielleicht für Unzweck'mäßig hielten, vertheidigrn "sollten; mit Entwerfung neuer Vorschläge dürfe man fich aher alsdann nicht abgehen, wenn man nichr die Kammern in Unthäthigkeit lassen, Utrd den Aufenthalt der Pairs und Deputirten in der Hauptstadt, der ohnehtn vielen zu lange dauere, unnöthigerweise verlängern wollr.
Wie dieBwjlo meldet, hat der Maire von Balti- more'bei der'an seine'WUtbürger erlassenen Einladung, ihre Häuser am Abend nach der- Ankqnfc des Hrn. v. Lafayrtte festli-ch zu beleuchten, ,zuglezck) densrlbeu an- empfohlen, diejenigen, welche aus Grrvtffenögrunden oder sonstigen Ursachen etwa für angemessen .erachcen möch- ten, nich!: an der öffentlichen Freude Theil zu txehmen, nicht zu insultiren. -
Reute 102. 50 . 45. .
London, 2. Nov. Wegen ungünstager Witterung konnten Se. Maj. fich gestern unh vorgeskern Ihre gr- wdhnliche Bewegung im Freien nichr Marchen.
Am Sonnabend Abend wnrde der Extra - Kourier Bego mit Depeschen aus dem auswärtigen Amt an die K. Gesandtschaft in Madrid abgefercÉgr.
- “ Am 24sten v. M. kam der Ritter O_rmopy, welcher der Königl. Portugiestschen_Ge1th_dtsck)ast htrselhst het- gegeben ist, mir Depeschen sär dxe1elbe von Lissabon an.
,Das große kanadische Schiff. Coluxnbus „ist nun wirklich vorgestern wohlbehalten dre Injel Wighc vor- beigefahren undwird m der Noro erwartet.
Der K. Cutter Lion hat Nachrichten aus Cartagena his "zum 16. Sept. und aus Bogota bis zum 29. Augusk mitgebracht. (S. Span. leerrka.)
Das K. Schiff Brazen 'von 26 Tagen am 31sten v: M. Quankitäc Silber in Portsmutl) angskommen.
Kanonen i|1it1 47 von Rio mir einer großen „Zn Rio wurden unsere K. Fregaxxe AUrora mic 2,;.500,000 umd
Fly mic 1,500,000 Pfd. Sterk. für England am Bord täglich aus dem großen Ocean erwarter.
Nachrishtrn aus Rio Janeiro szolge. erfolgce am 9. August die glänzende Taufhandlung der am 2cen ge- hornen Jxxfancin, welche die Natura Fraycisca Carolina und noch neun andere erhielt. Be? dieser'Gelegenheic wurde eine große Promotion im Civil," Milicaip und “bei der Marine k'undgemacht, auch fanden viele Or- densverleihungen statt. - „
Das Schiff Brazen hat auch dke Nachricht mikge- Bracht, daß Pernamhuco mir den noch Übrigen Forts sich am 17. Sept. an die Kaiserl. Truppetrunter Ge- neral Lima, die von 2 Fregatten und 3 Briggs, unter
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dem Commodore Jewett unterstüszc wurden, ergeben hat.“ General Carvalho war vorher entkommen. Consols MZH. Karlsruhe, 1. Nov. Es mehren fich von allen Seiten die Anzsigen der schrecklichen Verwüstungen,
welche die ausgetretenen Gewässer verursacht haben.
Kleine, unbedeutende Bäche find zu reißenden Strömen angeschwol1en, und brachten Jammer und Zerstörung durch die ganze Strecke ihres Laufes. In den Thälern der Murg, der Pfinz, der Alb war die Noth bisher am höchßen. . Nun beginnr der Schrecken am Rhein; un- terhalb Ltnkenheim ist der Damm gebrochen; dort steht die ganze Gegend im Wasser.
9324111 "meldet aus Kehl vom 30. Okt.: Nach zwei starken Gewittern, Dienstags, am 26|en d. M. Abends, regnete es drei Tage und Nächte lang fast unaufhörlich.
Freitags Abends um halb 8 Uhr konnce man noch zu Fuß dUrch Kehl und Sundheim gehen; um 10 Uhr stand“-
Alles unter Wasser.
Aus Baden wird, ebenfalls unterm 30|en vor. Monats gemeldet: Der gestrige Tag war für Ba- den und dessen Umgebungen ein Tag des Schreckens. Am Dienstag führten die Westwinde ein fürchterliches Gewirter über unsere Häupter; Regengüffe, mic Hagel vermi1cht, schossen stromweise herab; Donnerstag Abend begann aufs neue ein heftiger Regen, drr 36 Stunden ununterbrocherz.forcdauerte; dabei schmolzauch der Schnee, welcher schon im Hochgebirge lag, bei der warmenTe'm- peratur, und von aklen Bergen Badens schossen Wasser- srröme herab. Der reißsnde von Lichtenthal her kom mende Wasserftrom nahm die ganze Breite von der Er-
chenallee “bis zur Anhöhe vor der Lichtenthaler Vorstadt,; Häusern, Meubles“
ein, rmd trieb „Bäume, Stücke von 26. wre Spreu mtc srch sort. Auf einmal brach “auch e Wafferstrom vom Gernsbacher Berge in die Stadt [)
ein, UND füllte die Hauptstraße der Stadt Mehrere Sehn)
hoch; die verheerende Flath stieg immer höher, da stürzke artch die obere steinerne Brücke mic donnerähnlichem Krachrn zusammen; nur die Brücke am badischen Hof (der 1elbsr mic Wasser angefüllt, und dessen Gurren- maner eirxgestürzc ist) steht fest. Das Dorf Beuern ist
faxk ganz zerstört; von mehreren Häusrrn ist keine Spur
mehr zu when. ,
Stuxcgart, 3. Nov. Kläglich lauten dieNarhrichten von drm Verhrerungen, wrlchr das Austreten der Flüsse, besonders drs Neckars Und der Enz, und der Bäche an- gerichcet haben. Das Traurigste ist, daß auch Meuscheu in den Fluchen umgekommen sind. Doch gelang es einer Ahtheilrmg Pionuiers, die unter Anführung des Haupt- mauns von Berger aus Ludwigshyrg mic Pontons auf Wagxn mash Schwieberdingen „de .Bissingrn beordert worr-m waren, noch M::hrrre, die siéh anf „Brücken an- grklammrrr, auf Bäume 'geftüchrec harren, und zum Theil starr und sprachlos ihres“ Schicksals harrcrn, zu retten. - Zn Kannstadc war die Ueberschjvemmuug so' groß-
w-Te srj-c WTenschengrdenken nicht gewrsen; in Eslingen"
nichr minder; anch "zn Heilbronn war .die Ueberschwem- mung sehr groß und verwüstend. Das Wasser erreichte eme Höhe, welche jene von 1817 noch um 1 Schuh
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ach der feierlichen Eröffnung des Landtags, haben sixh ;,. “xe Stände in einer vertraulichen Zusammentretung m- 'm
übertraf ; es stieg 123 Schuh Über den daselbst durcheis“mrschakka an.
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* en Eichpfahl bezeichneten niedrigen Wasserstand des )
(uses. Unterhalb der Stadt brach ein Damm drzrch, ud ein Theil der Saatfelder wurde unter Wasser ge1eßx.
Zn Tübingen sind der Neckar, die Ammer und hte teinlach ausgetreten. Das Wasser stieg höher, als m en Jahren 1660, 1778 und 1817. .
Auf dem Schwarzwalds ist durch dle Waldbäche roßes Elend angerichtet worden.
Wien, 2. Nov. Se. DNajeskäk der Könjg von aiern sind gestern Nachmittags nach 2jUhr hter ein- etroffen, und in der K. K. Hofburg abgesttegen. Ahends eehrcen Ihre ONajeskät die Kaiseriy, Se. Majestac der önig von Baiern, und Se. Kai1erl. Hohett her Erz-
erzog Kronprinz das K. K. Hoftheater-am Karntnrr- 'hore mit Ihrer Gegenwart, und wurden von dem ahlreich versammelten Publikum mit dem lebhaftesten nthufiasmus empfangen. . .
Heute Abends um 6 Uhr smd Ihre Ma]. dre Kö- igin von Baiern, nebst_ Ihrer Königltchen Hoheit der xurchlauchtigsten Prinzeffin Sophie, Braut Sr. K. K.
oheit des Erzherzogs Franz . . eren Prinzessinnen Könxgl. Hoherken m Schöybreunn ngelangt, wo Höchskdiewlben von Ihren Mazestacen em Kaiser und der Kaiserin und Sr. Majestäc dem önige von Baiern emyfangen wurden. -
Die Vermählung Sr.Kaiserl. Hoheit des Erzher- 095 Franz Karl mit der Durchwachtigstan Prinzr1fin -ophie Königl. Hoheit, wird künftigen Donnerstag den ' ten d. M. in der AugustinerHofkirche vollzogen werden.
Lemberg, 25. Okt. Am 19ten d. M., als am Tage
Rarhssaale des Landes-Ausschusses über die Königl. als auch Über die so“nsk zu verhan- elnden Gegenstände, vorbereitungsweise berakhen.
Am Donnerstage hielcen die Stände eine ämtliche o'ilzungxunterdem Vorsilze des Herrn Landtags-Präsidrw en, in welcher die Landtags-Berüffe Über die Ponn- te unddie übrigen. zur Wirksamkeit der Stände-Ver- ammluug gehörigen Verhandlungen gefaßt wnrden.
Am Sonnabend den 23sken., wurde der Landtag ge- chloffen. .
St. Petersburg, 23. Okt. Se. WTaj. der Kat- er werden am 4ten L. M zurückerwartrt. JJ. KK NH. der Erbgroßherzog und die Erhgroßherzogm von
achsen-We'imar treffen heut in Gat1china ein. .
Am 11ten v. M., am Namensfrsce des_Katsers, egjng die Universität Charkow ihr Stiftungsrest. Am chluffe des Semesters wurden 23 gradnirce Studen- en enrlaffen. Im ganzen Lehrbezirk der Unjversicäc elief sich die Aazahl der Lernenden auf 12,326 antviduen. _ Das „Nordisch Archiv“ und-„der Sohn ws Va- erlandes,“ werden mit AUfang nächßen' Jahre;? herrmc nd mic Hinzufügung einer dritten .neueu Zettjchrtfc: ,der Nordischen Biene“ errchemen.
Am 27|en v. es neurn Kriegshafens . , Vorige Woche „crar . erow mit der Korvette, der Smrrnoy,
dropofi'cionen sowohl,
statt. . . . der Kapitam _- Lteutenant Doch- seine Fahrt nach
Karl, und den beiden an;,
M. and a Reva! die Einwerkun * _ „ „ ) f ' z ) g ' wieder ans dSU alten Fux; gestellt wrrd,
. Dieser Tage traf der Dr. Kyber aus Jrkulzk hier em, der den Baron Wrangel an die Küsten des Eis- meeres und nach_Nord-Ost-Sih!rien begleitet hat.
Auf_der Zmel Fillsand bei Oesel fsk im Laufe die.- ses Sommers noch ein zweiter Leuchrchurm erbaut worden.
T 11 rke i. Der „grie_chische Telegraph“ enthält eine Pro- klamation der provisori1chenReqierung Griechenlands, wor- in Mien, welche die innere Sicherheit des Staats gefährdet haben, unter der Bedingung Amnestie herbilligt wird," daß sie in Zukunft den Gesehen und Befehlen der Re- gierung gehorchen.'-- Dasselbe Journal liefert einen Bericht Über das Treffen bei Amblani, worin der Se- raskier Derwisch-Pascha eine gänzliche Niederlage erlit- ten, und Über 2000 Todte und Verwundete verloren ha- ben soll. Vier Kanonen, 14» Fahnen und .eine reiche Beute, fielen in die Hände der Griechen, die ihrerseits nicht mehr als fünf “Mann eingehüßr haben wollen!
Ein Schreiben aus Triest vom 22. Okc. (in der All- gemrinen Zeitung) meldet, daß die Flotte des Kapudan Pascha, die in der lekzcen Zeit noch viel gelitten haben soll, nach drn Dardanellen zurückgekehrczwar, verm-uth- lich um sich arxszuhessern. Die Griechen behauvren, sie sey von der ägyptischen ecrennc gewesen, und habe nur noch aus einer kleinen Zsnzahl Schiffe bestanden. Zu- gleich äußern diese Briefe Besorgnisse für die Person des Kapudan Pascha's, dem von Konstantinopel aus nichts Gutes bevorstehe.
Spanisches Amerika. Ueber" den Skand der Dinge in Peru lauten die neuesten Nachrichten sehr wi- dersprechend. Nach New-Yorker Bläccern vom 8. Okt. und nach einem Schreiben aus Carthagena vom 1-1ten September (in Londoner Blättern) soll in Peru neurr- dings eine Schlachr zwischen Bolivar und der royaliski- schen Armee stattgefunden haben und ganz zum Vortheil
des Ersterer: ausgefalle11,„jedoch der columbijche Grneral
Cordova dabei geblieben 1eyn. Ort und Zeit werden je- doch nicht näher angegeben, und bei dem Unbrscimmten, ja zum Theil Widersprechenden, was nach der eigenen Bemerkung des New-Yorker Blattes in diesen Nach- richten ist, indem in einem Schreiben aus Carthagena von dem Tode des Generals Cancerac, austart des Ge- nerals Cordova, die Rede isc, erscheinen dieselben um so uanverlässiger, als man in Cadiz; und Gibraltar (wie die MULL, in Folgr auf außerordentlichrm Wege erhal- tener O)?itthei[ungrn aus DJTadrid vom 28. Lkr., mrldec) die hrfriedigenrscrn Nachrichcen aus Peru und Buenos- ?(hrrs erhalten hatte, de::rn nach nicht tmr Bolivar auf dem vollen Rückzugs begriffen und dahcr alle Besorg- niß, daß Lima und Callao ihm wieder in die Hände fallen könnten, verschwunden war, sondern äberdrm dort; eine Expedirion gegen Chili vorhrr-ziter wurde. Die Be- wohner von Chili sind, den lelzrgrdachten Nachrichten zufolge, ganz zu Gunsten drr Königl. Sache gestimmt und in Peru hatten die Brhördrn fass sämmtlichrr Pro-
? vinzrn dem Véce-König .jhre UUterwerfung unter das
Dekrec VOM 1. Okt. 1ZZZ, wonach die Adfnjnjstracjon dargelegt.
Nach dem NJW von BuenosxAyres vom 28. Aug. soll dagegen (wie Londoner Blätter melden) der spa- nische General Olaneta, in Folge der Zwistigkeiten mic