1824 / 288 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Tue, 07 Dec 1824 18:00:01 GMT) scan diff

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mt worden, so daß jeßt keine Spur Mehr von ißucn vor'- handen isr.

Rente 101. 20. -- 100. 90.

London-L-7.Nov. Durchein in den "Dünen anZekdm: metres Schiff haben wir Nachricht“) aus Madras bis-zum 1. August“. Die Dürre währte dort fort und da es seic vie; len Monaten nicht geregnet hatte, befürchtete man eiiie Hungersnoti).

Zn Calcutta wurden große Anstrengungen gemacht, um gegen 30,000 Mann Truppen wider die Birmanen auSzu- schicken, was man kaumfür hinlänglich wider diesen furchtba- ren Feind hielt. . .' ' '

Nach den, in *New-Yorker Blättern enthaltenen Auszügen aus der Zeitung von Panama, reducirc sich

der (früher erwähnte) am 6. Aug. in der Ebene" von Janin von Bolivar über“ Canterac erfochtene Sieg auf ein u'nbedeut'endes Gefecht, welches 800 bis 900 Mann von beiden Seiten mit einander gehabt haben und wo- iu Person zugegen

bei weder Bolivar noch Canterac gewesen.“ _ .

„Der Hafen von Vera-Cruz ist, wegen des Feuers aus dem Fort St. Juan de Ulloa, welches von Havan- uah aus neuerdings wieder in reichlichem Maße wie Geschükz und Munition versehen worden, ganz unbrauch- bar; schon seit einiger Zeit hat“ sich daher bekanntlich der Handel nach Alvarado hingewender. Da jedoch der Ha- fen an leßtercm Orte manche Schwierigkeiten hat, so hat der Kongreß erforderliche Anordnungen Behufs Er-

mittelung einer zur Aufnahme der europäischen Handels- *

Schiffe geeigneten Bai oder Bucht getroffen.

Auf dem columbischen Kongresse sind folgende Ge- setze durchgegangen: 1) wird die Regierung ermächtigt, 50 Kanonenböte zum Diensie und zur Vertheidigung der Repu- blik erbauen zu lassen; 2) genießen ails columbischen Kriegs- gefangenen, welche zerskreu-t worden und noch nicht zurückge- kehrt sind, völlige Amnestie; 3) geht das NaturalisacionSrechc auf die Wittwen und Kinder unter 21 Zatzren über, deren Ehemänner und Väter es bei ihrem Ableben besaßen.

In Columbien muß Jedermann sich in den Waffen üben; selbst die Fremden in den Häfen müssen sick) entweder dazu bequemen, oder das Land räumen.

* Nach Briefen aus Lima vom 3. Juli ist der großbrit- tanische Gencral-Konsnl, Hr. Rowcroft, dor: angekommen, und hat einigermaßen seine Function ais Gcnerai-Konsul zum Schulz des englischen Handels angetreten. Am 30. Juni ließ er *die brickischen Kaixfteute zu sich kommen und theilte ihnen seineVoiimacht, so wie mehrere anderePunkte aus den von Hrn. Canning erhaltenen Z::x'rruktionen mit, die sich auf seine, ihmertheilfe Gewalt und Handels-An- ordnungen für die englischen Unterthqnew bezogen. Es wird hier nicht erwähnr, daß er den spanischen Behörden in Lima ein Beglaubigungöschreiben übergeben habe. -- Callao wird von der Seeseite sehr streng blockirt. '

ConSols,. 95737 €-

St. Petersburg, 29. Nov. Die durch die furcht- bare Ueberschwemmung verursachten Zerstörungen sind unge- heuer. „Ganze Dörfer sind verschwunden, die Matrosen- Znsel, dieGutuewsckey-Jnsel, Emelianowka, Olawa, Li- anchca und Catarinenhof, so wie die Kreis- Gus; und Eisen- FabrikKiaskeNWersZ von hießsmdganz zerstö'rt.Der Galeeren-

]

Hai“? auf Vaxiiii-Ostrdw qx so zerstört, ""daß man gar 11 “ZÖM'ÉUU kann, ob da je Hanser oder Straßen waren. Kaiserlicixn Inseln Kameniy-Oftrow und Zelagin haben

* 'gelicrsn; die meisten Landhäuser drohen den Einsturz.

IZM i,:öizsrne Brücken sind zerbrochen und bis jeßc i der Edwinna Nine Comrmmikacion. Man fieht- Gegenß auf den Scraßen, weiche man nie da zu erblicken gedacht ce; ein Dampfboot steht vor dem Hause des Gouverne Barken skanden a'uf dcm Hoizplakz und andern Orten; ma' Straßxn WWU dergesraic wit Trümmern und Gegenstä aller Art bedeckt, daß die Paffage- gehemmt war. Der S mergarren hac ssi)? geiitten, die_ehrwürdigen Linden lie

» entwurzelr und neigen ihr Haupt in die Fontanka; je

dieses Kanals is das Wasser nicht gekommen. Auf * Newski Persp'ectiv' (breike lange Straße) und in andern nachbarten Straßen, stand das Wasser so hoch, daß man der Schaiuppe herumfahren konnte; Graniloradow'o ]elbsk und viele andere fuhren dort umher und haben **

.Menschen gerettet. Auf der Börse sind „Über 60,000 *

(40 Pfd.) Zucker verloren gegangen, wodurch der Preis des * von 20 auf 65 'Rchlr. gestiegen ist. .Der Gostinoy-D war aber eine Arschine unter Wasser, folglich auch alle schönen --Magazine im Newski-Perspektiv. Die Anzahl im Wassex umgekommenen Pferde, Kühe und-Ochsen bis ]elzt nicht zy berechnen. In dem Schlachthause un der Kalinken-Brücke sind allein 500 Ochsen ersoffen. - ' Cr'onsradc hat das hohe Wasser auch viel Unglück a richtet; denn als endlich dasMeer über die Brandma d. l). der großen Batterie, hereinbrach, so war die g Stadt so unter Wasser geseßc, daß sich die “Menschen s aus der zweiten EcaZe flüchten Mußten. Viele Kauffa teischiffe sind verungluckc, die Flotte hac außerordentlich * littexi und ein'Linienschiffvon 100 Kanonen steht auf d ?(?)Mm Pfalz. Ueber 100 Personen vermißt man j on.

Ungarn. Zu Eperies sah man am 31. Oktobx Morgens nach Uhr bis ungefähr ein Virtel auf th, eins der merkwürdigeren und selteneren Meteo Cine NeWn-Sonne, die ungefähr mit de? wahren Son gleiche Höhe Über den Horizont gegen Süden hatte,u zwei Doppel-Rigenbogen oder vielmehr Höfe; denn regnete nicht. Der hsllere Doppel-Hof stand ungef im Scheicelpunkte dev „Beobachter, und war gegenNo West offen; der scheinbake Durchmesser mochte gegen Grad ausmachsn. Der. ihn von Außen berührendeB gen hingegen (von einem weit größeren Durchmesse war nach .der Nebcn-Sonne hin offen. Ein ähnlich Doppelhof (oder vislmehr zwei fich von Außen berü rende unvollkomene Höfe) stand in Nord-Osten, d eine Hälfte gegen Nord-Ost,“die andere gegen Süd offen. Demnach bildeten Sonne, Neben-Sonnen u dio zwei Paare_von,Höfen ein verschobenes Viere Das Merkwürdigste dabei war, daß sowohl die konkave als- auch die konvexen Krümmungen der Höfe gehend Sonne zu roch, von der Sonne abgewendet aber vi leccfarbig“ waren. Szlbsk diewenig begränzte Nebe Sonnen-Scheibe war

mometer im Schatt'en zeigte CZ Grad "über 0 (na

am östlichen Rande roch gefäxb Das Barometer .stand auf 27 Zoll 5 Linien; das The

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umur). Am Horizionte waren überall Wolken; am

. en gen O| ortugall. , ember enthalt _ . Minister von Brasilien,

en. & Die'Liffaboner Hofzeitung vom 10§rex1 folgendes: Hr. Pereira, der F:- hat auf Veranlassung der

N lamation eines Einwohners von Bahia, welcher gegen

45 un swert das mit Beschlag gelegte Wagren- rAéircihesls an?; diéskr, Stadt ausgewandexten Portugiesen, gen wollte, ein Schreiben an die Finanz-zunta der ' Ba ia erla en, worin es vlézi-hm,hder genTnnten Junta, zu xrklcjren, daß der, auf Güter der“ ausgewanderten Portugiesen gelegxe Beschlag, eine Verwahrungs-Maßregel sey, welche keetneii anderit ck habe, als die Lissaboner Regierung zu nothtgen, die bhängigkeit des brasilischeti Reichs anzuerkennen; dciß sobald diese Unabhängigkeit anerkeznnc worden, da? Ci; hum und die Einkünfte ihren Eigenthumern zuruche: n werden sollen.“ Die enannte Zeitung stellt uber von dem Minister, zur echtßrcigung der angeordne- Bescblagnahme angeführten Griinde folgend; Betrach- en an. „Wir finden in keinem Publtctsten das, der Regierung von Rio Janeiro sich angewaßte Recht, Güter eines 'bloßen Privatmanns, welchex nur der Frage en der Unabhängigkeit Brasiliens gar nichts zu schaffen zu sequestriren, unter dem _Vorwande, „durch diese ge; samen Maßregeln die Regierung von Lissabon zux Lin- nung der Regierun von Rio Janeiro, zu NYUIUK möchie Übrigens wo [ die Aufopferung einigex Indivi- n die Masse der Nation zu, ndthigey, die Pfltchct n ihren König zu versäumen? Nein, jene Eewalrtha- "ien können keine andere Wirkung heryorbrmgen, als rund mehr“ die Aussöhnung beider Lander zu entfer- ; denn das Rcchc der Entschädigung gehet nicht verlo- ,- weder die Zeit noch die“ UmwälzunZen konnen, es zer- en, wir sehen ein Beispiel davon tn Frankreich, wo große Anstrengungen gemacht werden, „"Zu die ausge- derten Opfer der Revolution zu eritschadigen. „Unsere ierung fühlt das Gewicht jener beiden Wahrheitewso

Mittel in Händen hac, sick) reich-

, daß wähi'enld sie die sei) d “M um nicht be dl s u alten ie i eren m * - scha o z ) , s ihrem Eigen-

t, sondern überdem den Brasiliern und . _

m einen Schulz angedeihen läßt, gleich dem1emgen, wel- 1; fie den europäischen Portugiesen und deren Vermö; bewilligr. _ St. Domingo (Haj'cy). Nach einem, von der 151-701]: getheilten Auszug aus dem- Telegraphcn, edex ofncteilen

tung von Hairy, vom 9. Okt., hat der Prasidepc Boyer die Arrondissements-Kommandanten folgendes Ctrkular cr-

en: .

„,Die Abgeordn-ken, welche ich, aiif erhaltexie Aeuffordx- g (UYU) abgeschickt hatte, um MUFrankretch iiber die erkennung der Unabhängigkeir von Ham) zu tintertxandeln, ,“ hieber zurückgekehrt; ihre Sendung hat nicht dexi Er- : gehabt, den man zu erwarten berechtigt wax, weil -- s unJlaublicl) erscheint -- die französische Rxgteerung iioch

das chimairische Recht der Oberherrltchkeiduber dieses dAnspruch macht, ein Anspruch, kalch7m es eytsagt .th en schien und der für immer unzulasxig rst. EY dient dies ein neuer Beweis, daß, wie ich es schon fruheer vexkun- & unsere wahre Bürgschaft in unserem unerschutternchen

heißt: „Se. Majestät [

Entschiuse iicgt, und wie ssh: 1:127crcMiFMuen und die von mir ergriffenen Maßregein bßgrimch wareii. Uwe:“ diesen Umständen müßt Zyr Euch wcdr cm? xe die Bejrmz; munZen meiner Prokiamation vom 6. Zawd. „J uxid dZÜ darauf gefoigren besonderen Z::sirukciozirxi m:? Eddachtniß rufen. Betreibc mit Thätigkeit“ alle nothtgcn Arbeiteri; dre Umerhaicung der Waffen, die Jnsrandsxlzung der Arnilerie, der Municionen aller Art :c. nichcs von alie dem darf ver- nachläfsigr wcrdkn. Nehmt die Ardeicer der Korps uiid wd "SWV, selbst die Privac-Personen, Behufs schriellsrßlnfertié gung der eiwa noch unvollendeten,Laffetien,,m Anspru«ch, genug, thut Alles, damit im Fall einer fUUditDZU vaanon nirgendwo es cm-etwas fehle. Deiikt unablasyig an EMF Pfiichten und Eure Verantwortlichkett, und [)Jndelx danackx.“

„Die National-Ehre schreibt auch vor («th durft dix:- ebenfalls nicht aus den Augen laffey), “den Fremdcne, die( auf den Grund des, durch die Konstituiion gesicherten offent- lichen Glaubens, sich in diesem Lande befinden, Rui» mid Sicherheit zu gewähren. Bedeckc sonacf) fie iind ii)? Ei: genthum mit Eurem-Schuß, so daß fie voile Sicherheitl ge- nießen. Man darf nur nachdenken,eum einzusehen, wecher Schimpf auf die Nation fallen wurde, wenn, ttnixr was immer für Umständen, wir anders handelten. „Weg auf Tod und Leben den unversölwlichen Feindet), welche ennr verruchcem Fuß unsxren Boden becräcen; me aber mogen

dur eine entel rende Handlung beiieckey.“ Sache ck ) um über die förmliche

* .

wir UMR Ab d t absandte s i eor ne e , , Aneréßmmnxh auFerer Unabhängigkeit zu reguliren , ge- schah es in Folge“ einer Einladimg, “welche die YM des Königs von Frankreich an mrch gerichtet.“, DAY )an war nothwendig, um den Uebelwollendxn ]eden . orw er zu nehmen, mich des Eigensizms beschuldtgxn zu konney. ur war nothwendig zu meiner etgenet) erubtguyg, [o ?tTviSch- Festsehung der Meinung der Nakioii '",HmfiNdelst meine tigen Gegenstandes. Ich glaube m dieser IWM )tl' n Pftich: gethan zu haben; hade abxr auch? die Be,?)tgr-ZOY erklären zu können, daß ich m'tch „nicht getaUschx [)? edleibew Republik ist frei, “sie wird fur immer unabhaanc medi; da“ wir entschlossen sind, uns eher unter ihren Um;1 nterH begraben zu“ lassen, als uns einer fremden Macht zwf ein- werfen. Die Feinde Hajtys rechnen ledcoxck) &'“ und gebildete Spaltungen unter uns. Welch? “vor, ck und welche Falschheit zugleich! Bleiben wir quf enztlg “Ye?- All- wir werden, unsern Pflichten getreu, mcc Hu fe. .

. é ' n. mächtigen fur immer unbesiegbar sey Unterz. Boyer.“

n l a n d. Crnsbér . Die mechanische Wirkftatt vdnHarkort, TbTomas undg Kamp„ zu Wetter, titMMtkägiichgt1VJLx koinmenbeit zu. Nicht allein werden daselbst 1th :e- Cyiinder-Scher Maschinen in der größten VollkomYen: heit und 25 pCt wohlfeiler, wie von den friiheren er, fertigem geliefert, sondern man ficht auch§einetl1 me'ctLZaZ nischen Webestuhl, auf welchen ohne Beihbü fe cid e Menschen, die schönsten seidenen Tücher gewe t WUK et): Nicht weniger werden Fensterxahmen mrt deri c„w:- schencheilen, welche sonst von Bier oder Holz gimachc werden in einem Stück gegossen.