1872 / 130 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 05 Jun 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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Königxeioh Preußen..

Se. Majestät der König haben Anagnädägft straße: . .

Die vortragendenRäthe bei dem Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentltche Arbeiten , Geheimen Bau : Rätbe

laminius, _Lüddecke und Herrmann, zu Geheimen“

ber-Bau-Näthen zu ernenneg. ' Berlin, 5. Juni 1872.

Gesterjx Nachmiktag um““2 Ahe" hat im Neuen “Palais bei Potsdam dre Taufe der am 22. April d. IH. geborenen Priw- zesfin, Tochter Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des"

Kroppri en, durch den Hofprediger Heym, unter Assistenz dex Übrtgen of- und Domprediger, stattgefunden. . : - Die ]unge Prinzessin hat in der heil" en Taufe d1e Namen: »Margaret-he Beatrice Zeodoraa " erhalten.

Von den Allerhöchsten und Höchsten Taufpathen waren“

anwesend: Se. Majestät der Kaiser und König, Ihre Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Krenprinzessin von talien, IhreKönigltchenHoheiten der roßheezog und die Geozßherzogm von Meckl-enbu-rg-Schwerin, Seine KontglecheHohe1t der Prinz Wilhelm von * Würxtemberg, SeineSKöFstgliche Hoheit der Erbgroß-her-zog von a en, Seine KöniglicheHoheit d-er Erbg-r-oßherzog von _ Meckletzbucg-Streli-ß, Seme „Hohett der Erbprmz von Sachsen-Mee- nxngen. Abwesend: _ . Fre Majestät die Katserw und Königin, re Majeßät die Königen Wittwe, hre Maxe _äten der Katser und die Kaiserin von “Vraselten, Ihre Yackxseftäten der König und die Königin von a en Ihre Königlécheu Hoheiten der Großherzog und dre (Hrqßhee ogin von Baden, Ihre Könerche ohci_t die Prinzessin Beatrice von, r'oßbrttannten und Irland, Ihre Könelexhe Hoheit die Landgräfin Friedrich von e- en, * Se. König'li-ckze Hoheit der Prinz Albrechx von Preußen. -' «» **

Nach '“beendigtem Taufakt "fand im Marmötsaäle "?Gaxa. „-

Tafel ÜN“. ..

Miniskerium für Handel, Gewerbe und öffentli-cße " Arbeiten.

Der „bisherige Beauxmister Robert Ruitkowski in Breslau 111 zum Kömglnhen Eisenkahn-Baumcifter ernannt Fnddxxés solcher be1 _der Oberschlefischen Eisenbahn angestellt

or .

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Die Berufung des ordentlichen Lehrers Dr. Theodor Uebert vcxm „Gymnafimp in Kempen zum Ober-LeLrer an der höheren Burgerschule m Crefcld ist genehmi t wor en.

Dem ordentel1chen„Lehrer Dr. Wilhelm örling am

rogymncxfium m Munchen-Gladbach ist das Prädikat »Ober- «.ch-cer- betgelegt worden.

56. Plenar-Sißung des Hauses der Abgeordneten am Donnerstag, den 6. Zum 1872, Vormittags 10 Uhr. Tagesordnung.

1) Verlesung der, Interpellation der Abgg. 131“. Virchow und 131“. Loewe, d1e Königl. Thterarzne11chulenzuBerlin und an- yover betreffend. ?) Mundltcher Vertcht der Budget-Kommi fion Uher den 22. Bencht der Stagtsschulden-Kommisfion, betreffend d1e Berwletung pes Staatsschuldenwesens im Jahre 1869. 3) Munducher Bettcht der Budget-Kommisfion über den 23. Be- ncht der Staatssépxlden-qumtsfion, betreffend die Verwaltung des Staatsschuldenwesens gn Jahre 1870. 4) Mündlicher Ve- r1cht der Budget-Kommesnon über die Ueberßchten von den Staats-ßennahmen unk? Angahen des Jahres 1870 nebst der dazu geh_or1gen Denkschnft für die darin nachgewiesenen Etats- überschreetungeq und außeeetatsmäßigm raordjnären Aus- gabe!). _5 Y_ertcht der verstarkten Kommis on für die Agrar- verhaltm 1e ubex den Entwurf eines Geseßes , betreffend die Aufhebung des Ia drechts auf fremdem Grund und Boden in den vormals Ku rftltch hessischen und Großherzoaüch hessischen

Abgereift: Se. celle, Der_“General-Lieutenant und YUMYUM, Kloß, nach Schle-

Yuspecteur de“; 4. Inga eur- en “Tc. " ';

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Mchtamtliches. D e 11 FFH e s «N ; i ck-

, ' ven sn. Berlin 5. Mi. Der,;HÉ'fNäBm ern :Abenxnütßseinen hohen G,ästen den Thee Und das SWELL im Neuen (Harten bei Potsdam ein.

-- Se. Königliche Hoheit, der Kronprinz von Italten„ wohnte voxgeftern Vormxttag mit Sr. Kaiserlichen und Kömgltchen Hohett dem Kronprmzm den Kavallerieübun- „getz auf dem Bornßädter Felde bei. Nach der Rückkehr be- glextete der Leßtere Ihxe Königliche oheit die Kron- prmzesstn von Italten auf einem quitte in'die Um- gebung. “„Gestern wyhnte der Kronprinz Humbert den Uebun-

en des Fufi'lter-Baxa1Uons 1. Garde-Negtmm , -wel s im

euer exercirte, sowre des Regjme11tes der Ga es PU 191: 8, Full?) Tes, Garde - Husaren - Regunentes auf dem Vorustäd er

e e 1e1.

-- Se., Köpigliehe Hoheit der Kron rinz ' umberk von .,tal1er_1 111311111 Chef des 1_.„„.Hesfisthen. usaken- „egiments Nr. 1; , ,„gérmsomrend m Zof-GerSMar, “ernannt wsxden. ?Der Comman“ eur dessexbm, O rst von" Heuduck, ist mit 11th O. teren des Regmrexüs Zur Meldung bei dem neuernannien

e heute früh hxer emge roffen. ' _

- In der gestrigen ketten)? m des Bundesrat “s nxurden, „nachdem der „V Wende, hSt1c11éZ-1ts -Mi“111fter DW, d1e_Schre1ben des Prafidenken des Reichstags über die vom Retchsth beschlossene Geqehmigung der Postvert-räge n'ikt Oesterret Ungarn und" mxt Portugal Mittheilung entsteht hthe, Vorlagen des Prafidtums, betre end: 3. den niwur'f emes Gesc es, wegenBerläygerung der irksam- it deS-Geft es vom 27. „at 1870 Über dre Angaben von Banknoten„“ 11) en Entwuxf emes Geseßes wegen Verlängerung des Termins für dre Wtrksamkert Her Retchsverfaffung in Elsaß - Lothringen, 0) „den Abschluß emer Uebexeinkunft mit Belgien wegen gegen- semger Zuxaffun yon Medizinalpersonen in den Grenzgemeino dm; (1) Hte Au fuhrung „der ergan enen Gefeße we en der Kreegsqnlethen, soww 6) em Antrag reu-ßens, befke 7 die .Stanstxk der (meuhx unix Aquu r von Tabak ---' den Betref- fenden Ausschussen „uber1v1es-en. ierau wurde über die Stel- lung des Bundesräths «zu den der _zwetten Lesung des Gejeßentwur s," et'r. den R “'““ungshof, Besehl-uß gefaßt. ' - -

-- Auf den AykeagMeckkaueg-Serrins ,hat der Bundes- rath am 292111111 1871 beschlossen, »eine für das Deutsche RUch gussehlußztch gulüge Phaxmakopöe festzuftexkena und mit Bearbettung dteser .harmaxopöe eine Kommission 13-311 12 Mrtgltedern zu dem en. Me 111 Folge dessen mit der Aus- arbe1t11ng des (_ckther emer Pharmakopö-e beauftragxe Konnmsfion hat thre Verakhungen in der “eit vom 28. September des 14. Oktober 1871 und vom 11. bis . De ember 1871 “u Berlm (Walken. Nachdem der von der Kommijzßon festg te Cntrvur . em Bundesrathe vorge tworden, hat der leßtere 113 der Stßung vom 22. 1). M. nach nhörun WAussthuffes fur Haydel und Verkehr beschlossen: 1) daß as von der zur Bearbeetung emer harmakopöe berufenen Kommission fest- ßestellte, mat emer ,orrede dieser Kommiffion “versehene Arznei- uch unter dem Titel _pkbemnuoopoeza (361111311163! vom 1. November d. I. an d1e Stelle der in den einzelnen Bundes- stagten geltenden P armakopöen trete,“ 2) daß von der Publi- kattyn elner autor1 1rten "deutschen Ueberseßung dieser Pharma- kopoe Umgang genommen werde.

-- Auf den vom Präsidium gestellten Anita bez treffend dte _ ur Ausführung des Außlieferungg ver- tra„ es 31111 chen Deutschxand und. Italien herbei- zu rende Vexembgrung 31v1schen dem Deutschen Reiche und talren emerse-ns und der Schweiz andererseits , at der _ undeYrath am 22. v.Mts. nach An “örung es AUZ1ch1Z es fur Handel und Verkehr beschlossen, teh nut der Herbexfu rung emer olcYen „Vcrembarung nut der Schweiz und, 1m „?glle das. edxzrfmß dazu eintreten sollte, auch _mit- der Herbe1 uhrung emer ahnlichen Vereinbarung zwischen dem Deutschen Reiche mid Italten emerseits und Oesterreich anderer- seets, euwerftanden zu erklären.

- Der Bundesrat!) hat in der Sißung vom 22.1). M.

Landestheilen und in der Provinz SchleSwig-Holftem.

auf den Antrag des Außschuffes für, Handel und Gexverbe

és 11761: des Rei Stages bei -

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deufs- 11) Meßb'riefen dienach dem Raumgehalt zu ermif- telnde- chi größe ins Künfttge m Kubikmetern aus edri'xcxt werde, 11 er Hinzufügung der entsprechenden Anzah brttt- scher r0§15t6r tons.

-- Die vereinigten AuZschüsse des Bundesraths für Justizwesen und fur Rechnungswesen - für Iufttzwesen mxd für Zoll- und Steuerwesen,“ sowie der Ausschuß desselben für Iusüzwesen hielten heute «Zungen ab.

-- Im weiteren Verlauf der gestrigen Sißung des Reichs- ta s' wurden in der Debatte über das Gesc , betreffend dre R „tsverhältniffe von Reichsbeamten, m I. , welcher lautet:

, ie entscheidendm Disziplinarbehörden ßnd ]) in erster Inftam Hie FiFLplinarkammern, 2) in zweiter In anz er Disztplmarhof m er ne,

“WOZ? , sich damit einverstanden zu erklären, daß in den

auf Antrag des Abg. Kloß (Berlin') die beiden leisten Worte *

geftrichen. '- In I.“ 94, welcher lautet: . _ „In der Voruntersuchung wxrd der Angeschuld1gte unter Mitthet- lung. der Anschuld1gungspunkte vorgeladen und der Beamte der Staatsanwaltschaft xugezogen. Dieselben werden, wenn ße erschei- nen, mit ihren Er lärungen und Anträgen gehört. Dre; Zeugen werden, nach Befinden, cidlich vernommen und „die sonsügen Be- weise erhoben. Den Vernehmungen der Zeugen duefen der_ Beamte der Staatsanwalkschast und der Angeschuldtg§ nxcht bmvohnen. Die Verhaftung, vorläufige Festnahme oder ' orfuhrung des An- geschukdigten ift u11zulässkg.a .

wurde auf Antrag des Abg. Laßker das ' Wort »mchta xZe-

strichen. - Aus “53. 97 ist vo11 deeKonmnsfion folgende e-

stimmung neu in das Geseß emgefugt. ' »Nach eschloffener Voruntersuchung zft dc1_n Angeschuldtgtcn der Inhalt ßer cr obenen Beweismittel mxtzutherlcn. Darauf werden die Akten an ie oberße Reichsbehörde emgesandxa

Troy des Wider. pruchs des Bundesbevollmachtt ten , Auxer-

Staafsfekretärs' -chenbach, wurde der Paragrap genehnngt.

Z. 133, welcher lautet: _ *Alle nach den Bestimmungen dex W. 61 bis 132 erfolgenden Auf- forderungen, Mittheilungen, unellqngen und VorladunYn find gültig und bewirken den Lauf er Fr_1stc11- wenn fie unter „cobaxh- tung der für gerichtliche Insmuatton m Straßachen vorgeschr1ebenen

ormen demjenigen, an den fie ergehen, „zugestellt find. Dtc ver-

etdete? ?Zcrwaltungsbeamten haben dabe1 den Glauben der (He- richts 9 en.«

* wurde ,mit nachstehendem, vom Abg. v. Dörnberg beantragten

und vom Bundes-Kmnmiffar, Unter-Staatssekretär Ur. Achen-

bach, beTürworteten Zusa?- angenommen;

xm der Angeschuldige scmen d1enftltchen W9hnfiß verlassen, ohne seine vor eseßte Behörde Kenntniß von semem Aufenthalt hat, so11erfolgt die Insmuation in der le ten Wohnung des Ange- schuldigten an demd1enfilichen Wohnort „de elben.« -

L. 135 der Vorlage, welcher bestemmt, daß der BcschLuß des iszip'linargerichtshofes auch auf Beschlagnahme des Ver- 1nögens oder Gehalts des Hemnachst 1111 Rechtswxege (111szufuh- renden Anspruchs, sofern em Defekt cuzs dcm Vermogey und der Kaution des zunächst verantwortnchen Beamten mcht zu decken sein sollte, gerichtetwerdenk1'511ne,51vn“cde gestrtchen. Von der Kommisswn neu eingeschaltet [|, der J. 156: ,

»Die ReichstagsHeamten haben dre Reclxte und Pfttcbtm der Reichsbeamten Dre Ansteckung der Rc1chstagsbeamtenf erfolgt durch den Reichstags-Präs1dcnten, welchcr d1e vorgeseßte Behörde derselben bildet.« » Nach lebhafter Debatte zwischen dem Bundes -K01111ms"1'ar, Unterftaatssekretär Vr. Achenbach 1xnd den Abgg. v. Dorn- berg, Vr. Windthorst (Meppen), Holder, LaSker und Fre1herx von Hoverbeck wurde der Paragraph genehmtgt und danut schloß die zweite Lesung des Geseyes.

-- In der heutigen(35.ZS1ßung deLNeichstags, weleher am Tische des Bundesrathe dre Staat? - Mm1ster Delhruck, Graf von Noon, von Faustlc, von Mettnacht , 11911 Bukow, der Präsident Dr. Friedberg, Geh. Ohee-Regterungs-Rath 1)r. Michaelis und mehrere andere Komm1ffare be1wo 11ten, wurde in dritter Verathung der »Geseßentwurf, betreffend te Regelung des NeichZhauShalts-Etats vomIa re 1871 nebst, der Ueberficht der Aus aben und Emnahmen _ es Deutschen Retches mit dem Nachwei e der Etats-Ueberschrettxzngen und Fußer- etatsmäßigen außerordentlichen AUZJaben fur das _Iahe 1871- nach den Beschlüssen der zwetten Lesung, genehmegt. Ebenso wurde in dritter. Berathung der AuZleJeruugSverteag wischendem Deutschen .Retche und roßbrttanmen ?owie der von dem Abg. Laßker beantragte, Geseßentwurf, betreffend die Erweuerung der Rneh-skompetenz auf das gesammte Gebiet des Yurgerlzchen Rech„ts, ohne Debatte an enommen. -- Eine langere Dtskusfion knupfte _ an den Geßeyentwurf Über dee Einrtchtung und d1e Befugnisse des Rechnungshofes. „Der Abg. von Wedeki- Malchow hatte .zu demsekben eine Rnhe vox Amendements eingebracht, die vom Staatsmwtfter Delbruck, welcher .von Paragraph zu Paragraph dre Stellung des Bundesrathes zu

“rathung beschloffeneFaffung, worauf

den Beschlüssen des Hauses in Zweiter Lesung- präziürte, als em geei neter Boden der Verstän tgung accepttrt wurden. Die Rbgg. icbter und LaSker vertheidtJten die in“ der, weiten Be- er StaatssMinÉerDelbrück noch emmal zu Gunsten der Ymendements das ort nahm. Ihmschloß s1ch der Abg„1)r.Wmdthor| (Meppen) an, der troß mehrfacher Bedenken d1e Annahme der Kompromißvorschläge empfahl, „um durch das Zustandekommen des Gefeßes eme Grundlage für M Kontrole der Finanzwirthschaft des Reiches zu schaffen.a„ Nachdem die Avgg. Laßker, Gerstner und Hölder die Prax1s Bayerns; Württemberg?- und Sachsens in Bequ auf die Fmanzkontrolle unh den unmittelbaren Ver- kehr de repräsentativen Körpers m1t dem betreffenöen Rech- nungshofe der obersten Reichsbehörde als Muster aufgestellt atten, nahm schließlich der Ab . von atow pas Wort, um ie Bedenken, zu denen die Be chlüffe er werten Beratbung Anlaß geben, zu entwickeln.- ngitschloß te allgemeine Dis- kusfion und wurde die spezielle 013 Z. „8 geführt,„dann aber auf den Antrag, des Abg. von Berzmth bis zar nqchsten S_eßung verta ck, um für neue Verständtgungsversuche Zelt zu ewmnen. Bis ahin wurden die Beschlüsse der zwetten Vera hung ge- nehmigt, nur in Z. 2 das VorschsazzesreM des Bundesrgthes auf die Direktoren und Räthe des echnungshofes beschraykt, während der Prästdent desselben unmittelbar durch den Kmsex ernannt wird. Den bezüglichen AntraY hatte der Ab? Frer- herr v. edliß-Neukirch BYzestellt. Bei chluß des Blat es trat das Hau in die zweite erathung des Geseßentwurfes, betref- fend die Verwendung des Ueberschusses aus der Reichs-Postverwaltung_ auf französischem Geb1et während des Krieges em.

- Vor einiger Zeit ist der Fall vorgekemmen , daß _ein der Oberschlefischen Eisenbahngesellschast gchdrtger doppexthürtger Couliffenwagcn, in welchem Leinewand aus dem fre1en„Ver- kehr des Zollverein?» von Breslau nach Warschau befordert wurde und der von der russischen Zollkammer m ;SoZnowrce mit Kunstschlöffern verschlossen worden war, auf d1cser Tour z11m großen Theil seines Inhalts beraubt, der amt'ltche Ver- schluß aber unverleßt geblieben war. Aus Anlaß dieses Vor- gangs find auf dem Bahnhof der Oberschlefischen xmd Her Niederschlefisch-Märkischen Eisenbahnveerung 11Bre§lau em- und zweithürige Eisenbahnwagen verfch1edener Tzsenbahngesell- schaften untersuchtworden, und es ha? ßch h1erbe1, ergeben, daß die auf Räder laufenden Thüren an Amgen emthur1gen Wagen der Oberschlesischen Eisenbahn mittelst emes Hebels aus den Schienen Yboben werden können.

Die hüten ließen steh *nach dem Aysheben von der Wagenwand derartig ausschwenken, dqß eme Oeffnung 119,11 etwa 24 Centimeter entstand , welche eme„Beraubung der 1_n der Nähe der Thüre lagernden Waarenmognch machte. „Dre Thüren wurden mit Leichti keit m wemger als emer Mmute ausgehoben und in ihre frü ere Lage zuruchgebracht, 1)l)11e daß dadurch die Verschlußvorrichtung an der Wagenthur m rrgend einer Weise verle t, war. , _ .

In Folge iescr Wahrnehmung „find _dte Provmztal- Sfeuerdirek'toreu Seitens des Jtna11zzM1111|er1unxS beauftragt worden, für die Beseitigung derarnger Maxxgel 111 der Ver- schlußfähigkeit von Eisenbahnwa en SUL? zu tragen. Zur. AuLführung dee erforderltchen 1chcrhert maßnahxnen kann den Eisenbahnverwaliuugen eme angemcffene , mcht uber 3 Monate zu erstreckende FristHermlltgt werden. Nach Ablmxf derselben werden 111 Ge111äßhe1t 3er J. 8 des Regulatws , dte zollamtliche Bchandlun des Güter - 1111d Effekte11teg'11sportv auf den Eisenbahnen be reffend, dte mchnt verschlußfahtg her- gerichteten Wagen als Transportmettel fur unter ollverschluß zu versendende Waaren nicht ferner zugelaffen wer en.

_Für alle höhern Lehranstalten des preußrschen Staates ist jeßt die Bestimmung getroffen _worden, daß dem Einen von den drei Brüdern , d1e Zietchzcmg d1eselbe Anstalt besuchen, auf Ersuchen der E1tern_das Schulgeld erlassen wer- den muß. Welchem der Brüder 1edes Mal das Schylgelß er- lassen werden soll, “bleibt Yer Entsche1dung des Kömgltchen Provinzial-Schulkollegiums uberlaffen.

- Unter dem Titel: »Meine Steklung zu den drei Preußi- sehen Regulati'ven vom 1 „2, Z. ,O'ktopjer 1854« hqt (der Geh. Ober - Re ierungs - Rath 1111 Mem ermm der e1st[1che11 und Unterricht -Angelegenheitcn)F.St1e )lsoeben eme „[ugschrrstver- ösentlicht, in welcher derselbe dre Entftchxmg, forme dre Grund- saße der Regulative darlegt und uber seme 1111 Iahre 1844 be- gonnene Wirksamkeit als »Sch11lverwa111111gs-Beamter« und Dezernent „für das Seminar- und evangeUsche Volks7chulwesena AUMmft giebt, , _ . , . .

Nachdem der Verfasser zuvörderst seme pol1t1sehe R1chtung namentlich »in der Deutschen Fragea Unter Anfuhrung von

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