1872 / 132 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 07 Jun 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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Summarische Uebersicht über die Zahl der Studirendek auf dex Könsigl-ichen Georg-Augufts-Universität „zu Göttthen tnx Sommersemester 1872 nach der am 2 . Mar 1872 veranstalteten Zählung.

Im vorigen Semester find immatrikulirt Yewesen (804 + 12 =:)“

81.6. Davvn_find„abgegangcn 211. Es find cmnach geblieben 605. Hterzu find. m. dtcscm S_cmeftcr gekommen 266. Die Gesammtzahl der unmatrxkulxrten S„tud1renden beträgt daher 871. Die evangelisch- xhcqukztschexxakulntät zahltPrcußen 89, Nicht-Prcußen 17== 106. Die ]urtßcche FqultatzaAYtPreußén 128, Nicht- reußcn 58=186. Die mxdtzimsxbe Fakultatzahsnt Preußen 129, Nicht» rcußcn 32 = 161. Die Ybüosophtsthc Fakultat zahlt :x) Preußen mit dem 3Zeugnis; der Reife

12, b) Prc_u en obne Zcugmß der Reife nach 23 des chlcmcnts vom 4. Irxm 1834 96,=Preußcn 308, o) Nicht-§ reußen 110, zusam- men 418, m,) Ganzen871. Unter den immatrikulirten der philosophi- schen Fakultat bxfinden fich 8 Preußen und ] Nicht-Preußc, welche dem landwtrthsckzaftltckyen Jnsxttutx angehören. Außer den Jnnnatrikulirten Studtrcnden bcsuche„n d1c htcfige Univerfität als nur zum Hören det Vorlesun en bxrechttgt 1. Es nehmen mithin an den Vorlesungen überhaup The11872.

Richtumtlich 8:5.

Deutsches Reich.

_Preußen. 'erkin, -7. Juni. Se. “Majestät det“ Kats er und Kömg begaben Sieh-“heuteVomüttag “7,10 Uhl aus Veranlassun des Todestages des Königs Friedrich Wil- helm 111. nach C arljottenburg. Nach der Rückkehr von dort na?men Allerhöchstßtxselben dtx Vorträge der Hofmarschälle un des aus; Mxmsters Frethrrn von Schleiniß “'en'txjégen yyd gezx'uh mdreOrden des ver orbmen Direktoks. der KöUig- lichen.*M1“tseen von Olfers aus den Händen des Sohnes" deffel- ben _111" Empfgxxg zu nehmen. „Um 2 Uhr beabsrchtigten Se. Maxestat AUerhochststch m das- htesige Zeughaus zu begeben.

, - Se. Majepstjät der Kaiser und König. haben auf die Anzeige des Ministers deZInnern von dem Vrandunglück, v„on welchem das Dorf-SchUlzqndorf im Ruppiner Kreise kurzltch betroffen worden, zurzandcrung der über die Abge- brannten heremgcbrochenenINoth die Summe von Dreihundert Thalem zu bestmnnen geruht.

. -- Se. Königliche Hoheit Prinz Albre 't So 11 i nach Hannover zurückgekehrt. ck ( h ) | ' -- Ihre, Durchlaucht die Fürstin 'von Licgniß L| Fm 1. Zum zu mehrwöchcntlicher Kur in Homburg emge- ro en.

- Ihr; Könjglichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprxnzes stn vmx thlten wohnten gesternNachznit- tag m Beglcttung Sr. Karscrltchcn und König11chen Hoheit des Kxonprm en den Verhandlungen des Reichstages bei, besuchten spater dk.“, „Aquarium rxnd den Zoologischen, Gart'cn , machten

hrer Komgxtchxn Hohen der Herzogin Wilhelm von Mecklen-

urg-thwerm nn Schlosse Bellepue einen Besuch und kehrten zum Diner, welches um 5 Y 17 un hiefigcn Schlosse eingenom- men wuxde, zur Stapt zuru . An demselben nahmen auch Se. Maxestat der Kmser, der Kronprinz und“ die Offiziereder Deputatron vom ]. Hesüsxhcn Husaren-Regimcnt Nr. 13 Theil. Abends 7 U r begabenvStch der Kronprinz und dieKronvr'm- zessin, von talien nut Extrazug der Anhalter Bahn nach 8211331», Bex der Abfahrt von“ Berlin Waren der Kaiser , der Kronprm, dxe Pmyzesfin Carl , der Prinz August von Würt- tenxberg, er :taltemsche Gesandte Gra Launay und dic Depu- tation des 1. Hesfischen Husarcn-Regiments Nr. 13 2c. auf dem Anhalter Vahnhofe anwesend.

- U11mit_tclbar nach dem. Taufakte im Neuen Palais er- folgte von Seite Ihrer Kömgliécn Hoheiten des Kron- Prtnzen und der Kronprm essin von Italien die Uebergabe des nach. 1taliemscher Sitte üblichen Taufge-

Ychenkes an Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit

ie Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Prxußen.„ Daffexbe besichtvm einem vollständigen Schmucke, 111 einem Dtahem, m Ohrgehangcn, einem Halsbande und einer Brustspaqge, 1|,au„s dem fcmsten Dukatengolde durchaus mas- fiv gegrbettet un,d„mtt roscnrothen Rubinen undgrauen Perlen in verschtcdener Größe befeßt. Der größte Kunstkenner Italiens, der Herzogpon Sermoneta, hat die ZeichnungcnÄdazu geliefert, und, xmt der Herstellung des Ganzen war der Juwelier Castel- lam m Rom bxauftragt worden , der unter dem Einfluffe des genannten Archaologen_ fich vöüig in die besseren antiken und romanxschcn_Formc,n scmer Kunst eingearbeitet hat. Das kro- nenarttge Dtapem zst zusamyzengcscyt aus einem Reife, der in xxhabenen,_m1t klemen Nubmcn bc1c§tcn Arabeékcn geschmückt tft. Auf diesem Stirnbgnd erheben fich Kreuze, die mit runden durchrochenen Goldschxxbcn abwechseln. Jedes Kreuz hat in den mer Enden und m der Mitte eine graue Perle von sel-

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tener Schön “it, die Scheib'et't find dur bro en und über und * uber. xmt leinen_ Rubinen “beseßt; ck.KreJZe und Scheiben stehen uber dem Retf gerade axtfwärts, und je es Stück ist zum Abnehmen chnacht, um es 111 anderer Form verwenden zu kömxeq. E 1st_d1esc1he Gestalt der Krone, mit der man die Kömgm delhetd , die Mutter Kaiser .Otto's 11. und Groß- nnxtter Ottos'111. ahgebtldet steht, dieselbe, die' die' deütsche Katserkxyne m1t Zlatan yerbunden hat. . Die durchbrochénen Goxdschetbencher xone xvxetzerholen fich an den beiden Ohr- , ehangxn; drese endtgen m elner großen, in (Hold und Rubinen elcharttg gefaßtey grauen Btmenperle. Die BrUslsPange hqt die Form" emes „kleinen Schildes , dessen runde Form Meder, aus funf ,klxmen ebenfalls runden aber ethaben gearbettctcon,'und nnx etner „grauen Perle esckjmückten Schi1dchen Yesteht. Em m dexx mxt Nubmen bescßten rabesken dem Diadem: ahnltcher Nets bzldet den oberen Theil des Halsgeschmeides. Vonßemselb'en hangen schmale Goldstäbcben herab, die in einem Ru_bme myigen, und zwxschezxjedem derselben, von einem kelch- arttaxn. Strelez gehalten, dmß1g graue Perlen in--*7al§fallender Größe,“ dre „schönste und größte befindet sich in der Mitte, ein wahres „Umxum. Abgesehen vor) seinem hohen materiellen Werth; l| dtesex Schmuck durcb dte ftylvolle Durchbildung in dex Zetchnung, m, den edlen„ wenn auch strengen Linien “roma- nxschxvarznamxgxch dureh dte, „volkmdete' Tkrhßkk * der Arbeit,“? ein Wghxhgftes Mexstekxmxk. Auch selbst daßKästMnx inkWelches er auyßxxner ryxhsammtenen- ho en.;Unterlage Oixrgeschlosscn, ist von" qustlxrtschchm Wexthe. E „ist. in einem Oktoézonlson ber"-

yldeter Bronce nut einem „aufsteigenden. Deckel gebildet: In

te 8 Felder des yntxren wte deSoheren Theiles find Mosaiken vpn feinster Arbeit emgelaffen„_N_achbildun en der edelsten an- trken Muster, z. B. dxr-Captjtoltmsch'en, Ma ken. Die Mdsaiken des Deckels stellen kleme Thierfiguren' vor, und dik Plattform

* des Deckels schmückt eine runde größere Mosaik'vonder vollen-

detsten Ausführung. _Es jst .ein «R nationales, dem hohen Kunstfinn der Empfgngcrm entsprechendes Geschenk,]; “das die Hohen Taufpathm hier darb_oten,„un§ cin nativnale'sKunstwerk war ayclx doas Gescheqk, welches *hmwtederum. Ihre 'Kaiserli .n und Kömgltchen Hohxtten dex Kronprin _und. die Kronpri Län den Hohen Pathen thres Kindes verleten. Veka'iin'tli“ ließ unter detz “Augen uond unter der Veihülfe des Bildhauers Rauch Kömg Frrcdrxch Wilhelm 17. ein Modell zur Nach- batldung des DetkaalsFrxedrich des Großen im Kleinen in emer Höhe von funf Fuß herstellen. Bisher waren von diesem anstxverke pur dre: Exemplare vorhanden, eines besaß König Frtedrrch „Wilhelm „17, eines „besißen Se. Majestät der Kaiser und .Kömg, em drittes dex Katscr von Rußland und ein vier- tes wrrd nun devaronvrmxen Humbert zum Geschenk gemacht“. Pte Hersteklung „m echtex Broyze- erfordert ein Jahr. Vor- lausigkonnty deLhalb,denxtaltxmscben Herrschaften imOranger're- hause _nur em Modellabguß m Zink vorgestellt werden.

-- In der „gestrigen Plenarst un des Bundesrat s unter_dem Vor: ;_des Staats-MimßsterZ „Delbrück, wurdcn hdié Schreiben des rafidenfcn des Reichstags über die Beschlüsse des Reichstags, betreffend 3) den Geseßcntwurf wegen Reguli- run _des Reichshaushalts vom Jahre 1871, b die Ueberficht dev us?;aben und Exynahmey _des Deutschen eichs mit dem Nachwet e d_er Etatsuberschrettungen und außerctatsmäßigen qußerordentnchen Außgabm für das ahr 1871, 0) den Aus- [le_fexungsvertrctJÖ zwtschen dcm „Deut chm Reiche und Groß- britannxen , (1) . en von den Abgeordneten Lasker und Ge- „noffen vorgelegten Geseßentwurf wegen Abänderung der Nr. 13 „des Arttßcls 4 Yer Vexfaffung des Deutschen Reiches mitgetheilt und hrerauf uber dtZVorlagen, betreffend den Ent- wurf eines Gcseßes wxgetx erlanJerung der Wirksamkeit des Gesc es vom 27. Mar 1870 uber ie Ausgabe-von Banknoten, dxn- „ntwyrf emes_ Gcseßes )vegen Verlängerung des Termins fur“,dte„Wtrk„samkett der Rexchsverfaffunxé m Elsaß-Lothringen, sowxe uber dte neuen„Amcndemen'ts Las" r und v. Bendazu dem Gescycntwurfe uber den Rechnungshof, endlich über die AuIlegung _der Vorbxznerkuygen Nr. .2 und4zur 1. Abtheilung Fes; gZovlltartfsblugxdt WZ eme FetiLionZ blxtreffend den Ueber-

q1 'on gc ct em arn üer ie !) renena e - Wich, m Berathung getreten. & g 3 ck O ster

- Zur Beseitigung der Zweifel, welche darüber entstan- den fiyd, ob durch den Z. 111 des Vereinszollgese es vom 1._ JUN 1869 und dx zu*c Aquührung deffclben erlassßncn Be- stmxnnnzgcn dle fruhere Vorschrift im Z. 76 der olloW'nUna, so_wte dte Verabredungen im J. 22 Mb. (1. un im J. 59 Ziff. 21 des Haupt-Protokolls Her fünften resp. funfzehntcn

cncralkpnfcrenzaufrecht erhalten seren, wonach bei der Versendung von Wer n oder verscßtcm B ranntwein (uxs dem Jnlande durch das Au§land nach dem anande oder bei der Transttabfertigung dcr-

artigxr Flüssigkeiten untcr Ktleovcrschluß den Sendungen |th amtlich verfiegelte Probeflaschchen beigegeben werden sollen,

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Kat der Bunchratb in der Sißung vom 6. v. M. beschlossen, as, „es, dem *.*Ermeffen der Abfertigungsämter zu überkaffen sei, ob 11: „den emzelnen “Fällen ,bei Sendungén der bezeichnexen Art ux „Sicherung des Zoiiintere es diéBeigabe von Frobeflas _chen ?Ür noxthwendrg oder zwcckm “ßig zu erachten ? und dg die E.Mpfan Sämter lediglich *aus-dcm-Fehl'cxn von Probeftäs chen keinen rund zu entnehmen “haben, die weitere Abfertigung der eingegangenen Flüffigkeifen zu beanstanden.

- Dcr Ausscksuß, des Bundesrathes für Handelund Verkehr trat heute zu emer Sißung zusammen.

-- Jm weitern Verlauf der geßxi en Sißung des Reichs- tages, wurde, das Gesey, „betre en den„ außerordentlichcn Geldbedarj für die Reichsetsenbahnen 111 Elsaß-Loth- ringen, m zweiter Lésun unverändert genehmigt. Es Yolgt'e die zweite Berathung de Geseßentwurfs, betreffen die Gebühren und Kosten bei den Konsulaten des Deutschen Neichs. .Zu Z. 2 beantragke dcr Abg. Bernards; „unter, diä] AmtShandlun en,“; welche im Fall der Dürftigkcit dcr Bsthxillgtc'n “von den Kon uin gebührenfrei zu verrichten scten, auch 'das eheliche Aufgebot, die Eheschließung und die Abnahme des Pärtheieüeidcs 'aUszunehmen.c

Das Haus lehnte das Amendement in seinen beiden ersten Punkfen'ab und„gcnehmigte nur den leßten. Demnächst wurde dex , Tartf im Einzelnen durchberathen. Nr. 3 desselben be_- stimmt an Gehühren für Aufbewa “rung, Erhebung, AuZzah- lun , Ueberwetsung von Geldern 0 er" Werthfachen, "außer dZn son [ en Gebühren für besondere Amtshandlungen 3 Sgr. fur je 10 bir. Der Abg. Kapp beantragte, hinter »Athha11d_lungena einzufügen: „jedoch ohne Uebernahme einer Garantte settens des Reichs.« Dieser Antrag wurde abgelehnt; dagegen wurd? xm Antrag des Abg. Sch1etden, die Gebühren ür die Expedttwn von Schiffen auf */,* S -r. für jede Tonne ( 000 Pfund) , doch im-G'anzen'nicht unter Sgr. festzuseßen, an enommen. Der Rest; des Tarifs wurde unverändert'genchmig . -- 'Es folgte die Fortfeßung der zweiten Verathnng über den Rerchshaus- halts-Etat, für 187 3, zunächst Über den Etat dcr Verwatyng des Reichs eeres, an welcher Berathuug sich'dex StaatSmynfter v. Roon , berst-Lieutcnant v. HoUcben und die Abgg. Rxchter, Ludwig, * Georgi, Graf Ballestrcm und Laßkcr bethctltgten. Nachdem noch zum Etat der Münze die ,Abgg.,Gerstner und 1)r. Bamberger gesprochen hatten, schloß dre zwette Berathung dcs Reichshaushalts-Etats.

n der auf 12 Uhr anberaumten heutigen 37.) Sißung _

des eichstages, welcher am Tische des Bun esrathes die Staats-Minister Delbrück, Graf'von'Roon, von" Stosch, von Mittnacht,“ dcr Ministerial- Direktor von Philippsborn , der Präsident Dr. Friedber , Reichs-Rath zmd Präfident von Neu- mayr, dcr Oberst Frie , der Oberst-Ltcutenant von Hollebcn', der Minister -Resident 1)1'. Krüger, dcr Geheime Vogtemng's- Raih 111: Michaelis und mehrere andere Bevollmachtigte ber- wohntey, wurde in dritter Berathung der Additional =Vertrag zu dem Postvertrage mit Rußland und der GYseßent- wurf, betreffend die Gebühren und Kosten be; hen Konsulaten des Deutschen Reiches -- leßtere nut emcr unwesentlichen ' Modifikation des Z. 8 -- angenommen.

'Es folgte hierauf die weite Verathung über das

Militärftrafgeseßbuch. ach einem eingehenden Refergt des Abg. Dr. Lamcy wurden ohne Debatte die Zé. 1 bis 8 angenommen. Zu Z. 9 beantragte Abg. Krüger Haders- leben), die nordschleswxaschen Distrikte, von der Geltung des Gesc es aus uschlicßen. Der Antrqg wurde abgelehnt, und die W. bis ] unverändert genehnngt. Zu den ZZ. 19 bis 27 lag eine Reihe von Amendcments der Abgg. Eysoldt, Freiherr v. Hoverbeck und Gen. vor, welche die Arreststrafe zu mildern bczdwecken. Außerdem beantragte Abg. Lasker: cn Reichs-Kanzlcr n er uchen: 1) u veranlassen, daß eine sach- Verftändige und uméaffcn e Untersu ung darüber angestellt Werde, welche Einwirkung auf die Gesundheit die Vollstreckung des mittlern und des strengen Arrestes ausübe, ob und inwiewett nachiheilige Wirkungen wahrzunehmen find, wclche mit der besonderen Art der Ernährung und des Aufenthalts, zusammenhängen ; 2) das Ergebnis; dieser Untersuchun "zur Kenntmß des_ Reichstags zu „brin cn.

An diese Antr ge knüpfte fich eme län, ere Dtsku sion, an der sich zunächst Abg. Ehsoldt und der bayerr che Bevollmächtigte Oberst Fries betheilgten. _

Bei Schluß des Blattes dauerte dle Berathung fort.

-- Die Mitglieder des Bundesrathesund des Reichstages, welche an der Rügcnreise Theil genommen haben für das Ayndtdenkmal auf dem Rugard aus 6er gxmeinsamen Vetsekgffe- 200 Thaler bewilli t, welcher ngmc em Mitglied fur seine Person noch 100 T aler hinzugefugt.

_ Die bereits vor 1870 zwischen der preußischen, und der franzöfifchen Regierung eführten Verhandlungen, Über den Bau eines mit einer Ha?enanlage versehenen Schtffahrts-

kanals durch das Nied-Thal , um eine Verbindung der Saar mit der Mosel hcrzzxftcllen zur hilligeren Beförderun der so vorzüglichen und fur die franzöxische Eisenhüttenindu 'e un- enthchrlrchen Saarkohlen 1vuxden hurch dcn Aqurnch des Krzeges unterbrochen. Inzwxschcn [st durch den Frankfurter ““xted'e'nsvert'rag das betreffende Terrain vollständig in die Zanße dcr dentschcn Regxerung übergegangen, welche dies Proxekt nunmehr wreder auchhxxnn und die chfallfigen Ver- handlungen zwcschen dex Mxlctax- und Civilverwaltung und zwar diesmal in Meß werter e11tw1cheln wird. Zu Mitgltedern der deShalb unter dem Vorfiye des Obcr-Präfidenten von Elsaß-LotYringen zusammentretenden Kommiffion sind außer dem Bezir s-Präsidenten vyn Lothringenu-nd dcm Wa erbau- Direktor von Elsaß Eothrmgcn der „Oberst Schott, Inpecteur der“ 9. Festuan-Jnspection, dcr Geheime Berg=Rath Achenbach, Voxsißendcr cr Königlichen Bergwerks-Direktion zu Saar- brücken, der Regierungs- und BaU'-Rath Seyffarth in Trier„ und der Vau-Znspekwr Lieber. m Saarbrücken ernannt.

- Das Nebcn-Zoll'amt 1. zu Bärnau im Haupt- amts-Bczixke Waldsaffen (Königreich Bayern) ist vom 1. Juni d. I. ab 111 ein Neben-Zollamt 11. verwandelt worden.

“„In der heutiJen, auf 9Uhr anberaumten (57 .) Sißu-ng» des Hauses Hex A eordnetexn, welcher am Ministertische dre Staats-thster - raf zu Eulenburg, Graf von chpliy und Cgtyphausen, der.Geheime Obcr-Regierungs-Rath ohlers und ermge an_de„re Re terungskommiffarien beiwohnten, legte der Staats-thmfter raf u Eztlcnvur * dem Hause zwei Gesßße'ntwur'je,_betreffend i_egejcßliche egelung dcr standes- herxlxchén Verhaltnisse der äusex von Arenberg und Sayn- thtgenstxxn, zux verfassung mäßigen Genehmigung vor. Der Beschluß uber dre eschäftlrche Behandlung wurde bis nach er- folgtemDruck der orlagen ausgeseyt. - Die Abgg. 1)1'. Oetker, 1)r. .chhr und V1". Wehrenpfcnnig richteten hierauf an die Könzglrche Staatsregierung folgende durch 1)r. Vaehr näher monvirte Interpellation:

»Nach amtlichen Bekanntmachungen bat die Königliche Staats- regierung in dem Verhältniß einer Anzahl kleinerer Rtttcrgütcr und Domänen im Regierungsbezirk Cassel zu den Ortsgemeinden Ent- scheidun cn gekroffen , jvc1che die ersteren aus dem btsl)erigcn natiir- lichen erbande mit diesen Gemeinden loslösen und namentlich die Armenlaft "beÉzüglicb der regelmäßig auf jenen Gütern beschäftigten Arbeiter dcn cmeindcn zuwälzen.

Welches find die Gründe dicser Entschcidungen?

Haben zuvor statistische Er chungen Über die Lage, Größe, Be- Lowxr'zsMl 2c. der betreffenden üter stattgefunden? und mit welchem

k e 11 . g Sind die Gememde- und Kreisvcrtretun cn über die Neuerungen gehört Wordcn? und wie haben ste sich geäu ert?« .

Der Regierungs = Kommissar, Geheimer Ober-chrcrungs- Rath Wohlers, beantwortete die Jnterpellation-dahin, daß Über die betreffenden Verhältnisse die eingehendften Ermittelungen an estellt und erst nach sorgLältiger Prüfung in jedem einzelnen Fa beschlossen und entfchic cn worden sei. Auf den Antra des Abg. Hellwig beschloß das Haus in eine Besprechung de Gegenstandes zu treten, an welcher fich die' Abgg. Herrlein und Dr. Baehr, "sowie der Regierungs-Komm1ffar betheili ten. - Der Ab . 1)1'. Rickert referirte sodann Namens der udgct- Kommis ion Über den 22. und 23. Bericht der Staatsschulden- Kommiffion, betreffend die Verwaltung des Staats-

chuldenwefens in den Jahren 1869 unß1870. Das

Haus beschloß nach dem Anfrage der Kommxffion ohne De- batte“, der Königlichen Hauptverwaltung der Staatsschulden Über die betreffenden Rechnun en Decharge zu crthetlen.

Es folgte hierauf, nach „em vorher der Geseßentwurf, betreffend dle Ausvehnun der Geschäfte dcr preg- ßischcn Bank auf die freie ansestadt Vren1en„(S.„d1e 1. Beilage) ohne Debatte aygenommen x_vorden, de_r mundltche Berio'yt der Budget-Kommrsfion über 1316 Uebers1chtcn von 'den Staatseinnahmen und Au-sgabxn _des Jahres * 187 0 nebst der dazu gehörigen Denkschrift fur- dtendgrm nach- gewiesenen Etatsüberschreitungen und außérxtatsmaßtgen extra- ordinären Angabcn. Der Referent Dr. Vtrchow beantragte:

vorbehaltlich der bei der Prüfung 13er Rechnung, sich noch etwa ergebenden Exinnerungen &) die nachgewnscnen Etatsüberschrxitungen für das Jahr 1870 nut 3,771,081 Thlr. 13 „Sgr. 9 Pf., b) die außer- ctatsmäßtgcn cxtraordinären „Ausgaben unt 65,371 Thlr. 27 Sgr.

1 . nachträ ltch zu genchmtgen. _ . PfDas Hagus trat diesem Anfrage ber. - Endlich wurde dre

Wahl der Abg. Larz mzd Mehlhaufen im 11. Königsbxrger Wahlkreise für giltig erklart. - Schluß 113 Uhr. Nachste Sißung Montag 2'; Uhr. -- Der Evangxlijche Ober-Kirchenrathchefteht zur Zeit unter dem Prasidrum des Wirklichen Gehenncn Nach 1". Mathis aus folgenden Mitgliedern: ])r. Twesten, Ober-

Konsistorial-Rath, und Professor; Dr. Hoffmann, Ober-Hof- predrger, Obcr-Konstftortal-Nath und Gcneral-„Supermtendenx,'