1934 / 238 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 11 Oct 1934 18:00:01 GMT) scan diff

Reichs: und Staatöanzeiger Nr. 238 vom 11. Oktober 1934. S. :!

Jur Frage der Fälligkeit von Aufwertungs- hypotheken.

Dcr Zeniralberbaud Dcutscher Haus- und Grundbesitzer- vereine e.V., Berlin, nimmt zur Frage der Fälligkeit der Auf- Wertungshypotbeken Steklung. Er Weist darauf hin, daß das Auf- Wertungsfä[ligkeitsgeseß Von 1930, n1c1ches_fiir die Fälligmacbung von Answcrtnngshypotheken den Schuldbern einen besonderen Schuß gswiihrt, am 31. Dezember d. J. endet. Da jedoch immer noch 61110 SUMME bon mcbrcren Milliarden an Aufivertungs- hypothékkll besteht, die bisher nicht mngcschuldet Werden konnten, Weil der Kapitalmarkt nicht in der Lage War, Ersaßkiipital fiir eins Umschuldung dicser Aufwcrtungsbypotbekcn zu schaffen, sci es ein Unding, dic Schuldner der nach Ablauf des Fälligkeitsgeselzes jederzeit zu kiindigenden nnd fäUig zn machenden Aufivertitngs- hypothekeii obne Schulz zu lassen. Dies wiirde eine Katastrophe auf dem Gcbict des Realkrédits und des im Haus- Und Grundbesiß angelegten Volksbe'rmögcns bcdcutcn. Die Frage der Fälligkeit von Aufwertungsbbpbtheken sei auf das cngsta mit der Frage Nr Vorlängeruiig der Moratorisn fiir die iibrigen Hypotbckcn ver- bunden. Ter Zentralverband Deutscher Hans: und Grundbesitzer- vcrsine babe znr Lbsung diescs gcsmntcn Pibblcms mit dem Ziele einer Wisdergesimdung (inf dcm Gcbictc dcs Rcalkredit- und Wohnungsmarktés bsrcits seit längerer Zcit bLi dcr Noichs- regierung beantragt, die Tilgnugsbypotbcken grundsätzlich als Hanptnorm der prothekenbcgcbung cinznfiibren. Auch die Ein- gliedcrung der durch Moratoricn eingefrbrcnén Hypotheken in

Höhe von ca. 16 Milliarden einschl. der Anfivertungslwpotheken in die normale Rcalkrcditwirtsckyaft sei nur dadurch zu beiverk- stelligen, daß der Teil dieser Hypotheken, fiir dcn die Möglichkeit dazu besteht, in Tilgungshypothcken umgcivandelt wird. Dies gelte

insbesondere fiir die Hypotheken, die sicb in Händen der Kredit- _

institute befinden. Das Problem der Umivandlung des größten Teiles der eingefrorenen Hypotheken in Tilgungsbypotbeken sei von umwälzcnder Bedeutung und bedürfe einer eingehenden Vor-

bereitung in den zuständigen Ministerien. Es sei daher nicht damit '

zu rechnen, daß bereits zum Ablauf dieses Jahres die Frage gelöst sein Werde, so daß ans diesem Grunde Vorläufig eine Verlängerung der bcstchenden Moratoricn angeordnet Werden diirfte. Da eine Trennung zwischen Aiifjvertungshypotbeken und den iibrigen Hypotheken nicht durchgeführt Werden dürfe, müsse auch für Auf- ivertungsbypothcken iiber dsn 1. Januar 1935 hinaus ein Kündigungssckmß bestehen blLibLU. Um eine gesetzliche Lösung all dieser Fragen für Schuldner und Gläubiger herbeizuführen, sei die Angelegenheit Gegenstand eingehender Besprechungen in den maß- geblichcn Reichsministerien. -- Hierzu erfährt der DHD. Von zuständiger Stelle, daß das Bestreben dahin geht, einen organiscbén Abbau der Moratorien herbeizuführen. Die borbandcnen Möglich- keiten, mit dem Abbau der Moratorien zu beginnen, seien bereits Gegenstand gesetzlicher Priifungcn. Eine nur schematische Ver- längerung der bestehenden Moratorien sei nicht wiinschcznswert. Es dürfe erwartet Werden, daß noch bor Ablauf dieses Jahres eine für Gläubiger und Schuldxicr in gleicher Weise tragbare Regelung gefunden Werden könne,

Wirtschaft des Auslandes.

Schiffahrtskonferenz in Oslo.

Oslo, 10. Oktober. Die heute in Osio zusammengetrctene Schiffahrtskonsbrcnz von Vertretern der chierungsn und der Rcederberbände der drei skandi1mvischcn Staaten und der Nieder- lande will die friiher mehr oder Weniger offizicü gepflogcnen Verhandlungen über ein gLMLinsames Auftreten auf der für Ende nächsten Monats geplanten internationalen Schiffahrts- konfsrbnz in LOUdOU zum Abschluß bringßn. Oijobl aus London Me1dmigen kommen, daß das Zustandskonmren der internationalen KOUkaLUz troß des Angebots der Zusammenarbeit auch seitens Deutschlands und Gricchenlands toegen dcr ablehnenden Haltung Amerikas, Japans und Italiens noch ganz im ungewissen sei, scheint man hier optimistisch zu sein, Die Konferenz will zu den ver1ch_iedenen iniernatioxmlen Plänen, zur Rentabilität der Schiffahrt, wie Auflegung und Abivrackung von Schiffen und sonstigen Vorkehrungen, Stellung nehmen. In hiesigen Fach- kreisen ist man der Ansicht, daß alle Kbnfércnzteilnebmer fiir eine möglichst freie Schiffahrt ohne jsde Art bon Staatsunterstiißung eintretén Werden. Auch eine organisiérte Auflegung bon Schiffen ur Anregung des Fracbtmarktes, meint man, Wird die volle Zu- stimmung der skandinavischen Staaten finden. Anders wird es ich dagegen mit den verschiedenen Abwracknn splänen verhalten. Die schroedischen Reeder diirften Wegen des ver ä[tnismäßig hoben Durchsckynittsalters der schn1edischen Handelsflotte einem solchen internationalen AbWrackungsplan nicbt uniympatisch gegenüber- stehen. Fiir NorWegen und Dänemark liegt die Sache etWas anders. Die nortvegischen Reeder nehmen den Standpunkt ein, daß der Weg staatsunterstiißter Auflegung und AbWTackung nicht betreten Werden dürfe. Die Subventionspolitik anderer Länder Werde sich mit der Zeit totlaufen und bereits heute deute ver- xchiedenes darauf, daß diese Zeit nicht allzu fern sei. Die Ver- andlungen der Konferenz, die streng Vertraulich sind, Werden morgen fortgesetzt.

Brüsseler Eisenbörse.

Brüssel, 10. Oktober 1934. Die hsutige Briisfi'lcr Eiscnbörse „var WÖT gut besucht, doch konnte sich ein lcbhaftercs Gestbäfi nicht entwickßln. Die Börse nahm vielmehr einen stillc'n Verlauf. Man ZFUW den Eindruck, daß infolgß größerer Eindeckungen in den __ormonaten in verschiedenen Ländern eine gcwisse Material- “attigung einYtreten ist, so z.B. in China, Südamerika und 6Bordixiasien. ' eunrubigcnd wirkte, daß Von dem großen Bedarf, mit dem Japan auf dem Markt War, bisher nur Verhältnismäßig eringe Mengen auf dem Kontinent untergebracht wiirden. Man bat den Eindruck, daß ein Teil des japanisckzen Geschäfts bon Amerika iib_e_rnommen Wurde. Die Versuche, bei dem schiriebcnden Japangeschäs_t die Händier teiliveise auszuschalten, sind erklärlichcr- Weise auf heftigen Widerstand_im Handel géstoßen. Es sch8int sicb Yer mehr und mebr__ die Anscht durcbzuringen, daß die starre _rganisatibn der Markte die Geschäftscntfaltung in gewisser Be- ziehung behindert. In den einzelnsn Abteilungen ist das Geschäft in Stabei1en nock) befriedigend. Ter Blcchnmrkt liegt WLiterhin darnwdcr. _Bei dcn zur Zeit schivebenden Feinblachkartellberband- lungen_l_)err1chte größte Zurückhaltung. Man will Offenbar erst die Ergebmffe _der im Augenblick in Luxemburg tagenden Feinblecb- konferenz abwéirten, deren Aussichten allerdings recht skeptisch be- urteilt We_rben. Zn Verzinkten Blechen ist trois der in Angleicbnn 011 die Pmndabschwächuw erfolgten Preiser öbnng das Geschäft still geblieben. Auch in ??eineisen ist das cscbäst ruhig. Dcr Pfund-Kossfizient ist mit Wirkung vom 9. 10. ab auf 1,67% fest- gesetzt worden. Die von der Cosibel in der ersten Oktoberivoche gebuchten Aufträge hielten sich in engen Grénzen.

Neugründung und Konzessionözwang in der österreichischen Zuckerindustrie.

__ Wixxi, 10; O_kwber. Wie Wir erfahren, Haben die bestehenden [100011 o1terreich11chen Zuckérfabriken den Wünschen der Rüben- banecn__ Recbming tragend, boschbossdn, im Gebiet ziviscben St. Voktexi und Tulln für gemeinsame Rechnung eine neue Zuckerfabrik zu errichten. Mit dem Bau der neuen Fabrik diirfte 1111 "HFW". 1936 begonnen Werden. Zur Neugründung haben sich die ?FIhklken m de_x Er_ivartung entschlossen, daß nunmehr ein Konzemionszwang Yuv dr_e Errichtung neuer Zuckerfabriken fest- gejeizt werden Wir. Die osterreicbische Zuckerindustrie will die Stchexbeii haben, daß nach der Errichtung déi: geplanten achten Fabrik nicht noch 0er Fabriken ins Leben gerufen Werden. Das Verlangen_ nach _Einsnbrung des Konzessioiiszwanges glaubén die ZUckeriabxiken Mit dem Hinrveis darauf begründen zu können, daß em Wirklicher _Bedaxf zur Errichtung einer neuen Fabrik nicht ge ebsn sLT. Die_Le_tstungsfal)igkci1 der bestehenden Znckerfabriken Je t 110le den beim1schen Bedarf Weit hinaus, so da sie auch im alle einsr sehr bedeutenden Steigerung des Zuckerberbrauchs

durchaus in der Lage wären, einen etivaigen Mehrbedarf aus*

eigener Erzeugung zu de_cken. Die ZuckerHabriken arbeiten derzeit mrt voller Ausmzlzung ihrer Leistungsfä igkeit. Aus der vor- handensn Zuckerrubenmenqe diirfte in diesem Jahr ein Quantum von 16000 Waggon Weißzucker erzeut Werden (gegen 15000 Waggon im VOY](1[)*().__ Die Zuckerein qu, deren Gegenwert in- folge der fortgéselzt ruckgangigen Einfu rmenge Von 1926 bis 1932 von 60 Millionen auf rktcht ganz 4 Millio en Schilling ge-

sunken ist, diirfte jetzt gänzlich unterbleiben, da die inländische EYZLUJUUJ den heimischen Zuckerbcdarf vollauf deckt. Jm Vor- jahr mußten noch etwa 900 Waggon, somit rund 6 vH des Gesamt- bcdarfs, eingefiihrt Werden,

Reue Auslandskredite in Oesterreich.

Wien, 10. Oktober. Wie verlautet, Wurde durch Vermittlung einer scl)n_1eizerischen Großbank bon englischer Vankierseite einem ö1teri'eicbi1chen halbstaatlicl)en Unternehmen ein zunächst auf 6 Monate lautender KYLdit zum Zinsfuß bon rund 5 vH an- gebote:_t._ Gleichzeitiq erhielt eine fiihrende Unternehmung der osterr_e1ch_1schen Textikindustrie zu einem ähnlichen Salz von einer sch1veizerischen Großbank einen namhaften neuen Kredit. Die soeben angebotenen beziebu1igsweise abgeschlossenen kurzfristigen Auslandskredite sind die ersten größeren Anleihen, die österreichi- LZberJ Unternehmungen seit längerer Zeit wieder eingeräumt

er en.

Schwierigkeiten im österreichisch-ungarischen Clearing.

Budapest, 10. Oktober. Der zu Lasten Ungarns bestehende Passivsal-do im öterreichisch-ungarischen Clearing it augenblicklich aus 2,5 Mill. chilling zurückge (ingen. Jm «nierekse eines ivetteren_raschen__Abbaus des Pas tvsaldos wurde von öterreichi- scher Seite verfugt, daß nach Ungarn gehende Transitwaren bis auf weiteres im Clearing nicht verrechnet Werden können.

Schwierigkeiten m der ungarischen Rohstoffversorgung. & Bubapcit, 10. Oktober. Fiir die ungarische Industrie bestehen Schchrtg_keltén_111 der Robstoffbesckyaifung. Um die ungarischen Spimiereien init Vanmivolle versorgen zu können, mußte der Debisenzns_chlag von 30 auf 40 vH erhöht Werden, denn mir so War xs moglich, dcn Geflügelexport nach England, durch Welchen die fur die Baumivolle benötigtkn Devisen sichergestellt Werden konnen, anfrechtzncrhalten. anlgedeffen mußte auch der Preis des Enbprodukts _nm 10 vH crböbt Werden. SebWierigkeiten er- qaben sich auch fiir die Lackindu

bindungen mit Jtalieü und Frankreick) um Bezuge dieser Roh-

,stoffe_zu schaffsn. Allerdings ist das ita ienische und französische '

Clearing überlastet. Italien verweigert die Verrechnunckg von Waren ni_chtitalieni_schen Uréprirngs im Clearing. Die stände im fran'bsiscben Cearing ind so bedenten-d, daß die Ungarische Nationalbank fiir Wa'rcnb'ßziige ails Frankreich die Voriinan- zierung nicht erteilt. Auch bezüglich der Anschaffung der Schaf- und Ziegenrbhhäute aus Australien, Afrika und Amerika, die bisher über England und Frankreich eingeführt Wurden, ergeben sich Schwierigkeiten. Man glanbt jedoch, daß diese Rohstoffe der Feinledcrindustri-e nacb Ueberwindun der Schwierigkeiten im österreichisch-Ungarischen Clearing mii ermittlnng des Wiener Transithandels beschafft Werden können. Auch in Werkstoffen die bis er iiber Deiitschland bezogen wiirden, zeigt sich ziemlicher Mange. DÜJLILU bcrmag die deutsche Indnstrie auch Weiter die Halbfabrik-ate fiir die ungarische Pharmazeutische Industrie zu liefern. Die Robbianichaifimg wird durch den neuen ungarisch-

rumänischen Kontpensatimisbertrag sichergestellt. Jugoslawien-

beliefert Ungarn mit Erzen, Pyrit usw. Die Rohstoffe der unga- rischen Gummiindnstrie Werden im Eigonkompensationsiveg sicher- gestellt. In der Robmetallversorgung der Masck)inenin*dustrie zeigen sich bereits Stockungen.

Budapxst, 10. Oktober. Wie verlautet, Werden in der Diveiten Hälfte des Oktobey zwischen Ungarn und der Schibeiz crbaudlnngen Wegen Aenderung des bestehenden Clearing- abkomm-ens aufgenommen _werden. Von schWeizerischer Seite Wird die Forderung aui stärkere Zulassung der Ausfuhr egen Finanzspérxpcngö nnd anf eine fiir die Schloeiz günstigere iege- lung des Devisena11fgelbsystems geltend gemacht Werden während man von ungarischer _Seity eben mit Riickéicks auf die Schivierigz keiten in der Rohstoff-bescbaffnng die Aus uhr gcgen Sperrpengö nach Möglichkeit einschränken will.

Englisch-polnische Wirtschaftsverhandlungen.

London, 10. Oktober. Die Wirtschaftsverbandlungen zivischen *

Polen und England wiirden im „Handelsamt fortgesetzt. Oberst Colville empfing die polnische De egation, die von Herrn Soko- lowski gefiihrt wird. Es Wurds allgemein klargestelit, auf Welche Gegenstände im besonderen sich die Verhandlungen erstrecken sollen.

Auöländifche Firmen in Mandschukuo.

Tbkio, 10. Oktober. Die Mandschuri-schx Regierung hat erklärt, daß im letzten halben XaYr sich in Mandschukuo 122 ausländische Firmen niedergelassen (1 211, darunter in erster Linie japanische, amsrikanische und auch deutsche. Die Regierung will besonders den enigen ausländischcn_ Firmen e_iitgegenkommen, die sich zur Auflgabe gestellt haben, die Bodenschaße des Landes zu heben..

' deutschen

tuiea Es ist nötig, neue'Ver- _

Stoffispielw-aren erbcichte die Geichäftstätigkbit

«*

Mexikanischer Außenhandel mit Deutschland.

Mexiko-Stadt, 10. Oktober. Die mexikanische Ausfuhr n„ Deutschland erreichte im ersten Halbjahr die Höhe Von 7341831 Tonnen im Werte von 26,66 Mill. mex. Pesos gegeniiber 209931 Tonnen im Werte von 12,31 Mill. mex. Pesos in den Monate) Januar bis einschließlich Juni 1933. Die Einfuhr aus Mutsché land stellte sich im ersten Halbjahr 1934 auf 13 461 Tonnen in, Werte bon 16,81 Mill. mex. Pesos gegeniiber 17 331 Tonnen im ) Werte von 13,57 Mill. mex. Pesos im entsprechenden Zeitraum ) des Jahres 1933. Der Aktivsaldo des mexikanischn Warenbcxkßhrs

mit Deutschland beläuft sich also auf 9,87 Mill. mex. Pesos Win- iiber einem Passibsaldo von 0,26 Mill. mex. Pesos im 'ciswn Halbjahr 1933.

Die deutsch-englischen Wirtschaftsverhandlungen vor dem englischen Kabinett.

London, 10. Oktober. Bci der heutigen _Wocbensisznnq des Kabinetts bildete einen der Hauptgegenstände der Aussprache die Lage, die hinsichtlich der deutscb-englisckzen Handeleerbandlnnqen entstanden ist. Der Präsidcnt des Handelsaintes, R n n cima'n hatte bereits gestern zum zweiten Male Fublung mit den Ver; tretern der von der Lage betroffeiien Inbnstrieii genommen, “Die Schnldcn der deutschen Händler an britt che Lieferantßn, "haupt- sächlich aus der BathWbll-, Woll- i_md bblenmdnstrie und des Heringshandels; sollen sich, wie geschätzt iyurde, (l_Uf ruzid 2 Milix belaufen. In einigen Tagen Werden, Wie Zs heißt, die Verhand- lungen zwischn der di'utschn nnd _der engll1cben_Regierniig iing die Zablnngs-scl)Wierigkeitbn Und 11er die Be-dmgnnchn, nnter denen qruirdsiiizlick) "oer deutscb-engliscl)e Handel durcbgsinhrt wer- den oil, in Berlin wieder anfg-cnommexi Werben. T_te Abreise des (Führers der Handelsabbrdmmg, Sir Freberick Leith Roß, nach Berlin zu Weiteren Besprechungen rnit der diiitschgn Regicrimg wird Voraussichtlich am Ende der Wocbc stattsrnden.

Erster Deutscher ReichL-Fischtvirischaftstag.

In der Zeit Vom 13.-15. Oktober 1934 findet in Stralsund der Erste Deutsche Reick)s-Fiscbwirtschaftstag 1911, (ins de_m zum ersten Male "iimtlicbe Zibeige der d_e_utsch9_n _i_1cl)_wirt_]ch_a-st, _1_vie Seefischérei, Kiistenfiicberéi, Binnenf11chereq_Fi)(l)iiid11trie, Flick)- meblwirtscbast, FisckUnthhandU verireten _1e1n__weriden. Durch diese gemeinsame Kundgebung der im Rsichsnabrstand geeinten Fischwirtschaft wird unte_r Beivets gcstelbt wixrden, dgß die ehemalige Zerrissenheit _unb die (ilten__Jnt_eres1cixkampje em Kir alle Mal iiberibnnden sind unid__die F1)ck)ibirtschcyst zn lhkkm

eil dazu beitragen Wird, die Ernahrung des dcntstben Volkes sicherzustellen.

LinkSrheiniscbe Handelstammern berichten von erfreulicher EntWicklung im 3. Vierteljahr 1934.

Köln, 10. Oktober. Die Entwicklung der Wirtschaftslage im Bezirk des Verbandes linksrheinischer Handelskammern_war tin dritten Vierteljakézr 1934 im große_n und _gan en erfreulich. T_Die Beschäfti ung lie sich in den __me1ste_n Wirts aftsgruppen_ Weiter steigern, 0 daß mehr Arbeitskrafte eingestellt oder zum mmdesten die vorhandenen boll beschäftigt Werden_konnten. Besonders iinstig wirkte sich die Aufwärtsbewegung in der Metalimdustrie Fes Bezirks aus; es Wurden auch Teile dieser Industrie erfqßtk Welche die Belebung vorher noch mcht gusreicbend verspux batten. Mehr als bisher nahmen _aucb die Unternehmen, die Verbrauchsgüter herstellen oder verteilen, an der Besserung teil. Das gleiche gilt für Haus- und Wohnbedarf“ e_s heit den 2111- schein, als ob ein aufgestauter Bedarf nzmmeYr ui sm_e allxnah- lick) steigende Nachfrage iibergeht. ,kbeifelso ne 1st hierbei _dte LandWirtschaft stärker beteiligt als ruber, offenbar Weil Exn- nahmesteixzernngen Ergänzungeiz in gro erem Ausmaß ermog- lichen. «xn Textilivaren ist die Verbraucherschafi ebenfalls zu Neuanschaffungen übergegangen, so _daß .die _Absaßbelebung in Industrie und Handel anbielt und sich teiYWeise steiger_n_ konnie. Soivobl in der metallverarbeitenden als in _de1_: T_extilmbustrte entstanden durch die lebhafte Nachfrage Schwierigkeiten hinsicht- lich der Lieferfristen fiir Roh- und Halbstoffe. Die Erschwexun- gen im Auslandsabsaiz Waren Weiter 311 beobachten, nur wenigen (?ndustriezweigen gelang es, das Geschaft nach dem Ausland zu eben.

Die Lage der Spieltvarenindustrie.

In der Spiebw'areni-wdustrie w'ur-den_ im Durchsckzintt der ersten 8 Monate um 26 vH mebx Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahr. Zu einem Teii erklarbsxch nacb Er_bebungen des Instituts für Konjunkt-urfor)_cbuwg- 01012061Wch111che Ziinahme freilich aus dem außerorid-entlicl) tiefen Siand, Jus ben die GS- schäststätigkcit noch am Anfang des borig-en «*abres-Yeiuiikew War. Im August, in dem auch im laufenden Jahre die Saison einseßte, Waren die Betriebe _nacb Arbeitsstu1iden__u111 rd. 2 besser aiisgciiiißt als im Vorjahr. Aus den borlan'ftq-eangEbi nissen der B-etriekb-szählnng kann man _en-tns-binen, daß die ZW 061; Beschäftigten in dLr Spieleemnbustwe 1933 mix m_)ck) 38 vH. der 311111 von 1925 betrug. Da von__1925 _bis 1928151210 ein ge-wisser R-iickgan-g eingetreten War, durf-be die Beschaftt-gten- zabl 1933 111113 im labienberi _Jahx kiiapp 40vH. dex _Zahil PM 1928 betragen. Verhältnismäßtg gunstig“ ist »die Entwicklung ins- boson-dere bei den Herstellern von Puppen__ g-ean, Wo__d»er BL- scbiiftigungsgraid auch in der letthn Zeit Ub-e_r_20vH. hoher war als im Vorjaibr. In der Jn-dnstrie_ ber H„olxxipie'bpqxen txat nach 2 Ja-hren zum erstenma'l wieder 01112 Frub-mhrsmiqon em,» ___U - »" P?“ 411; rs-ai on dag-e-g-en die borjährige Höhe mchi; 7"th _ (11 1 _ &thsicklsnng inbcsscn 'betdouten-d giinftiger als im V-orxahr. Wenig

Ungarisch-schweizerische Clearingverhandlungen. Zünftig hat sich die Papierspielivareniwdustbie im kaufenden

Oahr entwickelt. Dagegen lag bei leluloidispi9111)an_ *die B?- schäfiigun-g burcbtveg um rd. 7vH. uber _der vorxahri-gen; dx? Meballspi-elWaben-iwdnstvie zeigte eine ahnl' cbc En-t1w-icklung M der Dnrcbickmitt aller Gruppen. __ _ _ _

Die Aasfirbw War ivert- und m-engcnnmßig bei Spickwarxn un-d Christbaiim-schmuck um etWa __ein Vieriel gcrm-g-er als im Vorjahr. Wertmäßig beträgk der_ Ruckgung bet Puppen 111151111191 16 vH., bei. M-etiall- uwd Hobzsprekivaren d-a-Zegen 37 bzw. 0193-6- Dcibe-i War dieser Rlück-g-ang allgemein bei 52:1 chx-e-n 4le _ geringer als bei be-n M*L-ngen. Daraus wird man__ freilich 10111va jWgzs awf eiiie Erhöhung der Preise sch.ließ-er_i__duvfen, __vieliwebv konnten offswbar Sp'iLLWaren bessersx Qu-a-litax g'egetvuber d? K-onburvenz d-er dumb Zölle uffw, geichußten hsrmvsch'en JUWUHMM dexr frem-d-en L-äwdcx Und der Mus-fuhr Japans noch am e* ssb?" ,abqeiseizt w-eriden.

VeraiitWoxtlich: _ _ _ il für Schriftleitung (Amtlicher u. Nichtamtlicher Teil), Anzeigente und fiir den Verlag: _ _ Direktor Dr. Baron v on D azur in Berlm-thmerSdef fiir den Handelsteil und den übrigen rebakiionellen Teil: R u d o l f L a n H s ck in Berlin-Ltchtenberg. Druck der Preußischen Druckerei- und Verlags-Aktieng-esellsckMss-Z Berlin, Wilhelmstraße 32:

Vier Beilagen _ , (einsxhließlixh Börsenbeilage _:_md eine ZentralhandelSregisxerbetlagM

Nr. 238

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger 1934

Berlin, Donnerstag, den 11. Oktober

___-„__.

Der Außenhandel.

Das Institut fiir Konjunkturforscbung beschäftigt sich in [einem neuesten Wochenbericht mit der Außenhandelslage und stellt dabei folgendes fest: _ _ __ _

Dcr Außenhanédelsumsaß hat sich seit dem Fruhxahr ver- mindert. Dabei sind aber im Gegensaß zu den vorangegangenen Monaten Weniger die Umsäbe der Ausfuhr als die der Einfuhr gesunken. Die Ausfuhr verharrt im großen und ganzen _an dem in dcn Frühjahrsmonaten erreichten Tiefstand; sie ist seit Mitte des Jahres nicht in dem Umfang gestiegen, wie saisoninäßig zu erwarten gewesen wäre. Im einzelnen freilich hat die Ausfuhr nach einer ganzen Reihe von Ländern gegeniiber dem Vorjahr zu- genommen; durch Kompensationsgescbäfte, Verrechnungsabkommen „wd andere - zum Teil private -- Verträge ist es der deutschen Wirtschait in manchen Teilen der Welt gelungen, sicb gegeniiber dem Wettbewerb anderer Ausfuhrläüder erfokgreich zu behaupten. In anderen, mindestens ebenso wichtigen Teilen der Weltmirtschaft wurde aber die deutsche Ausfuhr durch den Wettbewerb Englands, der Vereinigten Staaten von Amerika und Japans, neuerdings auch Frankreichs und Italiens, zurückgedrängt,

Eine Untersuchung der Ausfuhrverän-derungeü gegeniiber dem Vorjahr nacb Waren und Ländern zeigt, daß die allgemeinen wirt- schaftlichen Verhältnisse, wie z. B. Währungsentwsrtungen usw., keineswegs alleinbestimmend fiir die Entwicklung der Ausfuhr sein können. So gibt es z. B. Entmertungsländer (Britisch-Jndien, Japan), nach denen sich die deutsche Ausfuhr recht giinstig ent- wickelt hat. Mehr und mehr zeigt sich, daß die deutsche Ausfuhr gerade in den großen bisherigen Absaßgebieten auf besonders empfindliche Hemmungen stößt, während andererseits bisher kaum beachtete Länder sieh als verhältnismäßig aufnahmewillig und auf- nahmefähig für die deutsche Ausfuhr erweisen. Das hängt zum Teil mit den aÜgemeinen Entwicklungstendenzen der Weltwirt- schaft zusammen; die zynehmende Industrialisierung der. Welt und die “Wachsende Sättisüng der Märkte in den Industrieländern hatten für Deutschland manche Absaßkvege verstopft, ähnlich wie vor 60 oder 70 Jahren die zunehmende Judustrialisierung Deutsch- lands und des europäischen Kontinents den englischen Außen- handc1 nachhaltig beeinflußte, Manche der Gebiete, die gerade heute dazu übergehen, in_ vermehrtem Umfang deutsche, Waren aufzunehmen, wie z. B. die Türkei, befinden sich dagegen meistens in einem Anfangsstadium ihres Wirtschaftsausbaus und entivickeln daher eine lebhafte Nachfrage nach anustrieerzeugnissen, die sich “naturgemäß bei den Lieferländern nicderscblägt, die in dex Lage sind, die Erzeugnisse der zu erschließenden Gebiete aufzunehmen. Bisher hat .aber der Ausbau .der.Handelsbeziehungen mit den

"„neuen“ Kunden“ die Sihxümpfung des Handels'mit den übrigen ?

Ländern bei Weitem nicht ausgleichen können.

Seit dem Frühjahr 1934 sah sicb Deutschland gezjvungen, seine Einfuhr nach und nach unter immer schärfere Ueberwachung zu stellen, Weil der Debisenertrag der Ausfubix und der Dienst- leistungen nicht ausreichte, um den aus der Wirtschaftsbelebung sich ergebenden Einfubrbedarf an Rohstoffen, Hiilbwaren und Fertigivaren zu bezahlen. Die Einfuhr hatte von Mitte 1932 bis zum Frühjahr 1934 - Wenn auch unter Schankungen - zuge- nommen. Von dieser Einsuhrsteigerung konnten fast alle wichtigen Lieferländer für Rohstoffe und Judustrieivaren Nutzen ziehen. Um so widcrsinniger erscheint es, daß in der gleichen Zeit die deutsche

Ausfuhr, gerade nach "einer großen Zak)! dieser Länder Weiter zurückging, obWohl nach den volkswirtsckmftlichen Faustregeln ein? Erhöhung der Einfuhr angebiich automatisch eine Zunahme der Ausfuhr nacb sich ziehen sollte. Hierzu muß festgestellt Werden, daß der Rückgang der Ausfuhr nicht eine Folge des deutschen Einfuhrprotektionismns ist, sondern daß im Gegenteil die deutsche Einfuhr erst in dem Augenblick entscheidend gedrosselt Wurde, als sich die Hoffnung auf eine automaiische Anpassung der Ausfuhr an die Einfuhr als triigerisck) erwiesen hatte.

Die vielfältige Gegeneinander- und Auseinanderentwicklung bon Einfuhr und Ausfuhr ist ein deutliches Zeichen für die Desorganisation des sogenannten Welthandels, d, h. dafiir, daß die in jahrzehntelanger Entwicklung angekniipfien Handelsbeziehungen nun dnrch mehr oder Weniger willkürliche Eingriffe gestört Wurden. Es ist klar, daß eine derartige Desorganisation der Handels- beziehungen von einem Land, das wie Deutschland seine Wirtschaft beivußt neugestalten will, nicht untätig ertragen werden kann. Wenn die Dynamik der Weltwirtschaft durch willkürliche Eingriffe oder widersinnige Entwicklungen gestört wird, so kann dem nicht durch AbWarten, sondern nur durch planmäßige Gestaltung der Handelsbeziehungen begegnet Werden. Und da sich die Ausfuhr viel schWerer regeln läßt als die Einfuhr, mußte am Anfang einer derartigen bewußten Umgestaltung des Außenhandels naturnoi- Wendig eine Ueberwachung der Einfuhr stehen, die letzten Endes in vollem Umfang der organisatorischen Einwirkung zugänglich ist, Das bedeutet keinesivegs, daß auf eine iinngemäße Ausfuhrpolitik verzichtet Werden könnte; tatsächlich sind ja aucb gerade in den lebten Monaten zahlreiche Handelsabkommen mit europäischen und überseeischen Ländern getroffen Worden. Ausgangspunkt der Neu- organisation mußte jedoch zWangslänfig die Einfuhrpolitik fein, und zivar schon desWegen, Weil der Einfuhr vom Standpunkt der Beschäftigung in der deutschen Wirtschaft eine Wesentlick) ent- scheidendere Rolle zukommt als der Ausfuhr.

Was die gegenwärtige Lage betrifft, so hat sich von Mai bis August 1934 die Einfuhr bon Rohstoffen nach Deutschland um 45 Mill. RM. (= 19 vH) verringert; von dieser Annahme entfällt freilich ein beträchtlicher Teil auf die in den Sommermonaten saisoniibliche Verringerung. Es wäre also verkehrt, den gesamten Umfang des Einfuhrriickgangs als Folge der. EinfuhriiberWachung zu betrachten. Es besteht aber kein Ziveifsl, daß nach der gegen- wärtigen Devisenlage Und, dem derzeitigen Umfang der Ausfuhr die im Winter saisoniibliche Zunahme der Rohstoffeinfuhr auf beträchtliche Schivierigkeiien stoßen wird. Die im Winter ein- geführten Rohstoffe, disyen im ailgemeinen zur Hersteliung der im _. darauffolgenden Friihjahr auf den _Markt kortimenden Fektigrvaren. Wenn- man .sich daher auf Grund der jüngsten Einfuhrüberwchnng Gedanken darüber machen Wollte, wie sich die FertigWarenversorgung im Winter gestalt'et, so wiirdeman an dem eigentlichen Kernproblem vorbeigehen; die Frage ist -- Wenig- stens iin großen und ganzen -, die, unter w_elchen rohstoff- mäßigen Voraussetzungen im kommenden Friihjahr der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit Weiter borangetrieben Werden kann. Die Tatsache, daß die entfcheidenden Wirkungen der Rohstoff- iiberWachung aber erst in mehreren Monaten zu erWarten sind, bedeutet eine verhältnismäßig lange Anlaufsfristfiii die organi- satoriscben Umsteliungen der Wirtschaft.

Die Bedeutung der Anordnungen für die Bewirtsckzaftung des Sättemarktes.

__Bckanntlich hat der Reichsibeauftraqte fair B*ast-fia-sern mit Zuitimmung des Reickzsrvirrfchaftsministersm ber__am 2. _Ok- Wbcr 1934 “erlassenen An-ovdnung Nr, 3 die Emmehan einer Jutetvirtjchaftsfbeüe “YFM" Dieq-e Anovbnung bat em Maßes, uber den zuständigen irtqchaftszWeig htmmsgehewdes, oyfenr- liches Interesse. _

_ Wie uns die Fachunter ruppe Sack- und Planhersteüung (ohne Spinnerei und sterei) tett-in, mitteilt, h-at__ auf Grmvd der Anordnung die gesamte Wirkschast fiir ihren Sacke- und Geniebe- bedarf bei einem Gewicht bon minsdesbens 250 kg p_ro_M-onai Wx: Fer Jutewirischqstsstell-e, Berlin, Bedarfsdeckunchhemce an- zuwr» ern, _

Der Käufer (Verbraucher) hat die Versicherung abzugeben, daß es sich um Deckung fiir den eigenen Bedarf handelt.

Die BedarfsdeckungRchxc-„ine verlieren nacb Ablauf "bon 30 Tagen “vom Tage der Anstellung an gevechxvet, ihre Gultig- keit. Nicbt »ausgewußte Beda s-dexkungsscheine sind _n-acl) Ablauf der Giiltigkeit urw-erzüglich z-urackzugeben. -- _Die Vsda-rfs- deckun-gsscheine geben nur die Berechtigun, _eme besiimmte MLUge kaufen zu dürfen, eiii Anipruch au-f _ lieferung ist aus “Mn nicht herzuleiten. Ohne die mit diesen Bedarfsdeckungs- «"Jim erteilte Gewehmigung ist Une Bedarfsdeckung nicht

a *tet.

Die Anschrift dsr Jukewirüschaftsskelle lautet: Bessin M7, Unter den Linden 57/58, _ _

Von einer wußerordmtl-ichen Wichtigkeit ist der Z 9 der ?in- ordnimg für alle Abgeber und Entbeerev gebraaichtenr Socke, w“[The “dieses Material nach Em-na'bme des Säckemihalts ub ' be- bglten. Entl-eerte, “W'Ucht*e_ Säcke, auch Woche und P _nen dUrfen nur an An äufer Hündber oder Sack- und Planfabriken verkauft werden, die den usWeis des Führers der Fachuntergrupye Sack- UWd Pla-n- rstelbung (ohne Spinnerei u__nd Weberei) Stßxtin, bei en. 1: Verkäufer gebvauchter Sacke led si Y_kuxiing Ü- das Vorhandeniein dieses Ausweises [eines

M'sexs v-evgswissern müssen. Bäckereien, .K-olomalwarengeichafte, Geßreidehändlev, Zuckerfabriken und alle anderen kleinevm “und Wßeren industriellen und Handels-Uniernehmungen _als Ent-

?er bon Säcken dürfen al o nicht mehr an andere Wirbschafts- WMC? das SäckematerYbsc-M sl"1tbbkch daß ll E l v

„swird-e-bmso - ra i, ae ntoerer on Gucken diese nicht zurüoobeahalven, sondern six im mms): der Unzen Wirtscha-st umgehend wieder zur Verßigqu tuellen, dcxmit

? Material wiedevu-m nach Bearbeinmgburch den zustan-digen Wirtschaitsxveig an die Wirtschakst zur Werkerverwcndung zuruck- sMben werden kann.

*-

Die derzeitige notwendig geWordene Beaufsichtigun des Siicke- markises- erfordert strengste Disziplin (11121: "irment. iti be!]on- dever A-uf-merk-sanckeit muß Das Material Jets sofort zur Ver- fiigung gestellt und auf dem vorgeschriebenen Wege ber- Wan-dt Werden. _ _ _

ZUWiderhandlnngen gegen die Anordnungen fallen iinter die

Strafvorschriften der §§ 10, 12-*15 der Verordir-uwg iibcr den Warenverkehr vom 4, 9. 1934, _ _ _ _ ' In dissem Zwiamawenbang wird noch _auf die Faiersiofpber- orbnun-g vom 6. September _1934,_3_. Teil „Vevbot__1_mgerecht- fertigt-er Preiserhöhungcn“ hmgeivxej-exx. Tanach_ dur-sen Ver- käu er von Säcken mib GeWeb-en keine hoberen__Pre1se fovdern, _ails fo-l e in der Zeit vom 1.-21. März 1934 uberiviegcnd erzielt wurden. Ausnccbm-efälle sind in der Farscrfttoffverordwung be- sonders behandelt. _ __

Durch die fiir die F1_rm_*_en des S_ackemarkt-es be-sonbers an- geordnete Führung der Geychaftsnacbkivetfe (§__ 10 und 11 der N11"- ovdn-un) wird auch eine Kontrolle aus'gsiibt webden, daß dre Verkauixspreife der Entleever gebrauchter Sacke bei der Abgabe an die Säcbefirmen, der Fa-fersdossverorbnu-n LTMWVLche'sxd, im Jnteveffe des ganzen Wirbsckzjaftslebens keine ohmva eriahren.

Verkehrswesen.

Stand der Rundsunkteilnehmer am 1. Oktober.

Die Gesamtzahl der Rundfunkteilnehmcr im Deutschen Reich betrug am 1. Oktober 5574 001 21Jegeniiber 5440 466 am 1. Sep- tember. Mithin i t im Laufe des onats September eme Zunahme von 133535 Tei nehmern eingetreten.

WürttembergischeMarkeu im ReichSPostmusenm

In der PostWertzeichenabteilung „des Reichs ostmuseums liegen je 1 Briefe mit reimarken der wurttembergiÉ _en Post, die aus der 6Zeit von 185 bis 1902 stammen aus. ett 1902 hat Württemberg keine eigenen Freimarken me r.

Wa en estellung für Kohle, Katz und Briketts im Rubrreßieé': Am 10. Oktober 1934: Gestellt 20569 Wagen.

Die Elektrylytkupfernotierung d_er Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte sich lautBerlmerMeldung des „D.N. B".“ aön0 ck Oktober auf 41,25 .“ (am 10. “Oktober auf 41,25 «) fur 1 '

Berliner Börse am 11. Oktober.

Fest - Braunkohlenwerte kräftig erholt.

Vcrschiedens iinstige Mitteilungen haben dem Verkehr art der Berliner Böckie einen Anftrieb gegeben. Der befriedigknde Halbzahresabjchlnß der Commerzbank, das weitere Absinken der Arbeitslosenztffer__Lowie ein Bericht des Instituts für Kon- xunkturfbrschung n er _den denisckyen Außenhandel fanden beson- ders „bei __de_r berufsmäßiqen .kiulisse Beacbtnng und regten die Gejchafxstatigkeit an. Dabei Wurden besonders die in der letzten Fertnstaxker angebotenen Werte beborzugt und wiesen mitunter etrachtlrche Steigerungen aiif. Troßdem die Privatkundscbaft niir vexeinzelt am Markte War, ging die Kiilisse im Verlauf rnit Weiteren Käufen tbor. Tie Borse schloß in festkr .Hiiitiiiig, nur vereinzelt zeigten sich einige Glattstellungen.

Die ansan s Vernachlässigten Moninnpapiere marén im Ver- laiY etrvas mle beachtet. Besonders Mansfeld (plus 1%), aber au Matinesmann und Stolberger Zink (je plus 1) waren gefraZt, Troß kleinen Geschäfts Waren Vraunkoblenw-crte stark erholt, So gsivannen Eintracht 7 vH, Niederlausißer Kohlen 5 vH und Bizbiag 514 vH. Auch in J 01. Farben Waren die Umfäße etwas roßer _(pliis 1%). _ Sonst bestand unter ch€misch011 Werkén noch" xntereßx [iir Gold chmidt (plUs 2). Am Elektromarkt war (ms .Hauptgejcbat in KL., die in Erwiirtung unverändßrter Divtx Heydenausi iiiung um 3 vH an:,ogen. Sonst lagen Chobe recht 1211 (plus 6% Mk), während Siemcens gegen dcn Schluß des Ver- kehrs 1% VH einbiißten.

Von Rückkäufén profitierten ferner Bemberg (plus 4),_ wii!)- rend am Kaffamarkt, der ebenfalls fest lag, besonders Großbank- aktien begehrt Waren (Dresdner Bank und Deutsche Bank je plus 1%). Commerzbank lagsn (mf den Halbjahresbericht hirx 1 vH höher. Renten lagen ruhig und nicht ganz einheitlich. Fest lagM nur Dollarbonds (bis plus 1%) Und nmgestellte Obligciiionm (plus W). Der Tagesgeldsatz blieb mit 4-4%_ VH unverandert. Am interimiibnaWi Devisenmarkt stand das P'sU-nd Lrncut unis? Druck und stellti' sich in Berlin auf 12,105 (12,15) und der Dollar auf 2,476 (2,478) RM. Die Mark bleibt fest.

Berlin, 10. Oktober. Preisnotiernngen fiir Nahxuugs- mittel. (Einkaufslpreise des Lebensmixteleinzed ban del s für 100 Ki 9 frei Haus Berlin in Originalpackungen.) Bohnen, Weiße, mittel 28,00 bis 29,00 „14, Langbobxren, ausl. 41,00 bis 45,00 „11, Linsen, kleine, leßter Ernie 39,00 bis 41,00 ,“", Linsen, mittel, leyter Ernte 41,00 bis 51,00 „44, Linsey, große, leistet Ernte 49,00 bis 76,00 «jz, Speiseerbsen, Viktoria, gelbe 76,00 bis 78,00 „16, Speiseerbsen, Viktoria Riesen, gelbe 78,00 bis 84,00 «16. Reis, nm: fiir Speisezivecke notiert, und Max:: Bruch- reis 21,00 bis 22,00 „16, Rangoon-Reis, unglafiext 23,50 bis 24.50 „46, Siam Patna-Reis, glasiert 30,00 bis _38,00 „44. Jtaliener-Reis 25,00 bis 26,00 „16, Deutscher Volksxeis, glasiert 23,50 bis 24,50 „xz, Gerstengraupen, grob 35,00 bis _36,00 „46, Gerstenqraupen, mittel 36,00 bis 38,00 „16, Gerstsngrixße 30,00 bis 31,00 «45, aferfiocken 35,00 bis 39,00 „16, Haiergruße, gs- sottene 39,00 is 41,00 «46, Roggenmehl, Type 997 26,50 bis 27,00 .,“. Weizengrieß, Type 405 38,50 bis 39,00 „46, Hartgrieß 48,00 bis 51,00 „js, Weizenmehl, Type 790 31,50 bis 32,50 .“, Weizenmehl, Type 405 37,00 bis 42,00 „46, _ Kartoffelmebk, superior 39,50 bis 40,00 „16, Zucker, Melis 68,00 __ bis 68,50 „M, Zucker, Raffinade 69,50 bis 70,50 „M, _Zucker, Wurfxl 74,00 bis 79,50 „16, Röstroggen, glasiert, in Sackeii 33,00 bis 35,00 «16, Röstgerste, glasiert, in Säcken 33,00 bis 36,00 „M, Malzkaffee, glasiert, in Säcken 42,00 bis 48,00 „16, Rohkaffee, Santos Superior bis Extra Prime 320,00 bis 350,00 „15, Ryb- kaffee, Zentralamerikaner aller Art 330,00 bis 480,00 «11, Roste kaffee, Santos Superior bis Extra Prime 390,00 bis 440,00 „16, Röstkaffee, Zentralamerikaner al1er Art 428,00 b1s_600,00 “é.“ Kakao, stark entölt 180,00 bis 190,00 „16, Kakao, leicht entol 200,00 bis 220,00 «16, Tee, chines. 810,00 bis_ 880,00 „16, T_ee, indisch 860,00 bis 1300,00 «16, Ringäpfel amerixan. xxtra chmee 120,00 bis 124,00 «xz, Amerik. Pflaumen 40/50 in Kisten 84,00 bis 86,00 .“, Sultaninen Kiup Caraburnu Ausleje FKisten 57,00 bis 60,00 „ckck, Korinthen choice Amalias 62,00 bis 64,00 „16, Mandeln, süße, handgem, ck Kist. 170,00 bis 175,00 «14, Mandeln, bittere, handgew, ck Kist. 182,00 bis 186,00 „sz, Kunstbonig m & [(Z-Packungen 71,00 bis 73,00 „16, Bratenschmalz _m Tierces 212,00 bis 214,00 „45, Bratenschmalz in Kübe1n 214,00 bis 216,00 .“," Vurelard in Tierces, nordamerik. -,- bis -,- .“, Purelaxd in Kisten -,- bis --„- „16, Berliner Robscbmalz 194,00 bis 196,00 „45, Speck, in1., ger., 190,00 bis 200,00 „43, Deutsche Marken- butter in Tonnen 282,00 bis 286,00 «4, Deutsche Mquenbutier epackt 294,00 bis 298,00 „44, Deutsche feine Mobkereibutter m Tonnen 278,00 bis 280,00 «14, Deutsche feine Molkeretbutter gepac_kt 288,00 bis 290,00 „xz, Deutsche Molkereibutter in Tonnxn 272,00 bis 274,00 „js, Deutsche Molkereibiitter gepackt 282,00 bis 284,00 .“, Auslandsbuiter, dänische, in Tonnen 278,00 bis 282,00 .“, Yus- landsbuiter, dänische, gepackt 288,00 bis 292,00 »“, AUgauer Stangen 20 % 88,00 bis 96,00 .“, Tilsiter „Fase, vollfett 144,00 bis 160,00 „14, echter Gouda 40 % 196,00 bis 206,00 „46, echter Edamer 40 0/9 196,00 bis 206,00 .“, echter Emmentaier (vollfett) 180,00 bis 210,0036, Aligäuer Namutoni: 20% 96,00 bis 110,00.“- (Preise in Reichsmark.)

Berichte von auswärtigen Devisen- und Wertpapiermärkteu.

Devisen.

Danzig, 10. Oktober. (D. N. B.) (Alles in DanziBer Gulden.) Banknoten: Polnische Loko 100 Zloty 57,84 G., 57,96 *„ 100 Deutsche Reichsmark -,- G., -,- B., Amerikanische (5- bis 100-Stücke) _-,- G., --,- B. -- Schecks: London -„- G.. --,- B. -- Auszahlungen: Warschau 10031011) 57,83 S* 57,94; B. Telegrapbische: London 14.92 G., 14,96 B., PAZ 20,175 G., 20,2“ B., New York 3,0470 E., 3,0530 V., Berl 123,18 G., 123,42 B.

Wi en, 10. Oktober. (D. N. V.) Amfterdam 284,75, Verlm 168,64, Budapeft 124,29,» Kopenhagen 91,33, London 20,48k, Netty York 417,44, Paris 27,684, Prag 17,53, Zum!) 137,03, Marknoten 156,95, Lirenoten 35,86, In oslaMsche Noten 9,12, Tschecho- stoWakiscbe Noten 17,12, Polnis e Noten 79,12, Douamoten 413,25, Ungari che Noten -„-*), Schwedische Noten 104,06, Yelgrad -,-, Berlin learingkurs 195,61. - *) Noten und Devisen fur 100 Pengö.

Prag, 10. Oktober. (93.92. B.) Amsterdam 16,26, Berlin 964,00, uricb 781,20, Oslo 587,00, Kopenhagen 523.00, Londqn 116,95, adrid 328,00, Mailand 205,70, New York 23,88, Pans 158,05, Stockholm 603,00, Wien 569,90, Marknoten 875,00, Polnische Noten 454% Warschau 4533), Belgrad 55.5110, Danzig 786,00.

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