Reichs: und Staatsanzeiger Nr. 261 vom 7. November 1934. S. 2
“..-,. ., „*.*
U11te1'11111ed 111161111511111e11; ist der erforderliche Betrag kleiner, so * wird der Ueberscbnß dem Schuldner zuriickv-crgiitet.
: Artikel 7.
' (1) Die Deutsche Regierung wird 1111ch dem 31.Dc2,e111ber1934 Weiterhin Steriinglwtriige 311111 Ankauf solcher ZinSscbeme der 7 %igen Deutschen ?le11ßere11 :'lnleibe 131111 1924 und der 53/5(“-„3111e11 2111101110 des Te11tscl)e11 Reiches 1930 bereitstellen, „flit die der Bank 11911 Englund gegeniiber der Nachweis erbracht Wird, dus; sie 11111 15, (“111111 1931 1111111111011 (“1111111110111 gemäß den “_Be- s111111111111§1011 der Artikel 2 1111d 4 des Tentsckz-Eiiglisclyen TranÖser- abk11111111e11r; 1111111 4, Juli 1934 zu materiellem Eigentum (1101101101111 0111101811111) gehört haben.
(11) 29111: die. iibrigen in Artikel 3 des genannten Deutsch- Englischn T1'11115fer11bkm11111e1is erwähnten mittel- und „lang- fristigen VerpiticbtniigNr 1111111111, so wird die Deutsche Regieruiig 1111e11 britiscben (“1111111111111 (111111) der Begriff:"«bestinininug 111 Artikel 4 des 11e111111111e11 Transser1111111111111e115) für 811135 Tibi- deiiden- 11115 sonstige regelmäßig wiederkehrende Zahlungen dhnz
licber Natur, die 111 der Zeit Vom 1. Juli 1934 bis 511111 30. Z'nnt 19315 oder bis 111111 Ablauf dieses Abkonmiens (je nachdem, Welcher Zeiipnnkt friiher liegt) fällig Werden, Sck)111dverschreibm1ge11 1111- 11191011, die 11111 411.13 jährlich Verzinst Werden, im übrigen aber den Bc*iii1n1111111_ae11 des Angebots entsprechen, wie es in der _Verlaitt- 11.1“.“111111 Vom 29 Mai 1934 niedergelegt ist. Dieses Angebot Wird Unter der Bedingung ge111acht Werden, daß alle Inhaber, die es «2111111111191, keine Ansprüche unter dem Gesichtspunkt der Benach- teitixiiiiia ge1111'1's; Artikel 3 des genannten Transferabkommens 1111191611111) einer auf diese Weise fundierten Zahlung geltend
1111161311. Artikel 8.
Im Sinne dieses Abkommens bedeutet:
„Z1111der111111'k“: Sii111tliche 11011) nicht berkanften Reichsmark- betriige, die auf Grund des*Der:t1'ch-E11glischen ZalZlUUgSab- 1111111911113 1111111 10, August 1934 auf das Sonderkonto er Bank 111111 0571111111115 eingeiahlt sind oder eingezahlt Werden sollen.
„L)111511011e11de Sch111de11“: ?llle vor dem 1. November 1934 fällig gemordenen Wiireiisch111den Von Personen in Deutxchland 9111811111101“ Personen im Vereinigten Königreich, und 3111111: im Sinne dieses Abkommens immer mit Einschluß der vertraglich oder 1111cl) dentsclzem Gesetz geschnldeten Zinsen.
„Personen 111 TentsMand“: Personen und KörperschaLten,-die 1111111 ge111iib1111che11 Wohnsitz in Deutschland haben oder ort ge- 11'1'1511111111) Geschäfte betreiben; „Personen im Vereinigten König- reich“: Personen und Körperschaften, die ihren gewöhnlichen erhniiß im Vereinigten Königreich haben oder dort gewöhnlich Geschäfte betreiben.
„Britische Kolonien“: Alle britischen Kolonien oder über- seei'chen Gebiete, alle britischen Protektorate oder Mandatsgebiete, bi'i denen das Ma11dat von der Königlich Britischen Regierung
«1111311911111 wird. _ Artikel 9.
Di? Deutsche _Krcditabionmyen Von 1934 und das Kredit-ab- kommen fiir Tentiche ÖLULUTUÖL Schuldner von 1934 Werden 11111111 dieses Abkommen nicht berührt.
Artikel 10.
Die bertragschließenden Regierungen Werden Vertreter er- 11e1111e11, die 111 511 vereinbarendcn zeitlichen Abständen zusammen- 111'1211 Tollen, 11111 die bei der Durchfiihrung dieses Abkommens zu- 11111' getretenen sowie etwaige sonstige Schwierigkeiten beii lich der Z111111111ge11 im Handelsverkebr zwischen Deutschland un em Vereinigten Königreich zu erörtern.
Artikel 11.
Tiefes Abkommen tritt am 1. Nobember 1934 in Kraft. Es 1111111 111111 jeder der beiden Regierungen zum Ersten jedes Monats“ 1111111 1111111 der anderen Regierung gegeniiber spätestens am Ersten 1115 Vorhergehenden Monats angesprochene Kündigung beendet n1e1'd211 und wird dann durch ein Verrechnungsabkommen erseßt.
(LZesclzehen 311 Berlin am 1. Nobember 1934 in doppelter Aus- feriignng in deutscher und englischer Sprache, die beide in gleicher Wese maßgebend sind.
Für die Deutsche Regierung:
Freiherr yonNeurath Dr. Hjalmar Schacht.
Fiir die Regierung des.?- Vereinigten Königreichs von Großbritanmen und Nordirland:
Eric Phipps F. W. Leith-Roß.
Anordnung 1
Wirtschaftlichen Vereinigung der Mischfuttermittel- hersteller Deutschlands.
1. Die Geschäftsstelle der Wirtschaftlichen Vereinigun
der Mischfuttermittelhersteller Deutschlands befindet siZ
Berlin () 2, Burgstraße 36 111, Fernsprech-anschluß: Berlin
Norden _1) 1 4431. Ab 10. November 1934 Sammelnummer:
Norden ]) 1 6236.
2. Alle Bekanntmachungen und Anordnungen der Wirt- sckmftlichen Vereinigung der Mischfuttermittelhersteller Tentscblands Werden künftighin in nachstehewden amtlichen Veröffenlichungsorganen Verkündet:
1. Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staats-
011501gck
2. „M 2111111111111“, Fachblatt des Reichsnährstandes fiir
Marfibericbterstattung.
Fiir den Zcitpnnkt des Inkrafttretens von Anordnungen 9511 icir-eils der Tag der Veröffentlichung in der „LandWare“. Berlin, den 3. Nobem'be'c 1934.
Der Vorsißende Wirtschaftlichen Vereinigung» der hersteller Deutschlands.
E i ck) 1 n g e r.
der
d;, Misck)futtermittel-
Anordnung 2
Wirtschaftlichen Vereinigung der Mischfuttermittel- hersteller Deutschlands.
Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung Nr. 1 vom 6, Neblung (Nobember) 1934 über die Verteilung von FUtterWeizen, Fnttergerste, Mais und vollwertigen Zucker- schniyeln ergeht hierzu folgende Anordnung: '
1. Eine Zuteilung von Futtertveizen, Futtergerste, Mais und bolljvertigen Zuckerschnißeln zur Herstellung von Geflügelmiscbfutter können nur diejenigen Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung (§ 2 der Sayung) bei der Wirtschaftlichen Vereinigung der Mischfuttermittel- hersteller Deutschlands, Berlin () 2, Burgstr. 26, be- antragen, die im Jahre 1934 Geflügelmisclzfutter her- gestellt haben.
.Die zugeteilten Mengen Futter1veizen, Futterg-erste,
Mais und Vollwertige Zuckerschnitzel dürfen nur zur
der
Verlin-Lankwitz, Marienfeldxr Str. 2,Ver1111-Miig„elheim, straße 26/27, 111111 Berlin-Ruhleben, Stendelweg 19, mit unbeschränkten Annahmebefugnissen eingerichtet. Sie erhalten die Bezeichnung „“Berlin-Britz 4“, „Berlin-Lankwitz 3“, „Berlin- Miiggelheim“ und „Berlin-Rnbleben“. Mit dem Zustelldienst haben 1112 neuen Postanftnlten im allgemeinen keine Befassung. 111111gspostämter sind die Postämter Berlin-Vriß 1, Berlin-Lank- Witz ], Berlin-Köpenick ] und Berlin-Spandau 1.
Herstellung von Geflügelmischfutter vertriendet Werden. Eine Weiterveräußerung in unver- arbeitet-em Zustande ist verboten.
. Die zugeteilten Mengen FutterWeizen, Fntterc'srste und Mais diirfen bis „7,11 20 VH im hergestellten Geflügel- 1iiiscl)futter enthalten sein.
. Tas Geflii'gelmisel)fntter muß je verwendetes Hundert- teil der ,Z1itei11111gs1itenge an Futteriveizen, Futter- gxrste Und Mais 11111 4 Pfennig je 100 11,2 verbilligt ab- gegeben Werden. Diese Bedingung ist bis zum letzten Abnehmer Weiterzugeben.
5. Die richtige Verivendung der zugeteilten Mengen an Jutteriveizen, Futtergerste, Mais und boll1vertigen
(Uckersckmitzeln wird durch die Konirollorgane der.
Wirtschaftlicben Vereinigimg der Mischfutterniittelber- steller Deuschlands geprüft Werden. Tie Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaft- licl)e Erzengnisse behält sick) ihrerseits ebenfalls Kon- trolle vor.
. Verstöße gegen diese Anordnung Werden gemäß § 8 Nr. 9 der Satzung der Wirtscha1ftlichen Vereinigung der Mischfuttermittelhersteller Deutschlands geahndet.
Berlin, den 6. November 1934.
Der Vorsitzende der Wirtschaftlicheu Vereinigung der Mischfuttermittelhersteller Deutschlands. E i ch 1 n g e r.
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Bekanntmachung Nr. 1
der Wirtschaftlichen Vereinigung der Mischfuttermittel- hersteller Deutschlands.
Die Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse stellt mir zur Verteilung an Geflügelmischfutterhersteller eine beschränkte Menge Futter- Weizen, Mais, Futtergerste und volltVertige Zuckerschnitzel zur Verfiigung.
,Die Verteilung der Menge erfolgt im Verhältnis
2 Teile FutterWeizen und 2 Teile Mais oder Zuttergerste.
Die Verteilung der W Wertigen Zuckerschnißel erfolgt gesondert.
Der Preis für die einzelnen Mengen ist
für Futterw eizen: Erzeugeräestpreis, frei Empfangsstation des Festpreidebietes, in Wel- chem der Mischfuttermittelhersteller seinen Sitz hat. Eventueller Mindertvert wird von der Reichsstelie für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse end- gültig festgeseßt;
für Mais: 155,-- RM je Tonne Parität kai- waggonfrei. Hambur -Bremen, bzw. für Süd- deutschland Waggon. rei Regensburg, Donau- Umschlagstelle, nach Wahl der MfG.;
für Futtergerste:155,- RM je Tonne Parität kai-waggonfrei Hamburg-Bremen, bezw. für
Süddeutschlandwagxgonfrei Regensburg, Donau-
Umschlagstelle, WF Wahl der NW.,
für vollWertige uckerschnißel: zu “den Preisen und Bedingungen laut der Anord- nung der RfG. vom 15. Oktober 1934.
Die Preise verstehen sich bei Futtertveizen-, Mais- und
Futtergerste-Zuteilung netto Kasse gegen FreistellungZschein.
Die Ware ist sofort nach Zuteilung zu disponieren. Die
NFG. wird Lieferung ehestens vornehmen. Nach dem 31. De- zember 1934 erlischt jeder Anspruch auf Lieferun
Bei verbawdlicher Zuteilung unter 601 eronzt Beliefe-
rung durch den Handel, Wobei dann 3 RM per t Verteilungs- unkoY-„n von diesem erhoben Werden können.
as gleiche gilt, Wenn von Mis uttermittelherstellern,
die über 601 erhalten, die Zahlungsbedingungen nicht erfüllt Werden.
Die Verteilung erfolgt durch mich im EinverneHMen mit
dem Reichsnährstand.
Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung der Misch-
futtermittelhersteller Deuts'chlawds (§ 2 der Saßung), die im
K
Jahre 1934 Geflügelmischfutter hergestellt haben, können “bis spätestens 12. Neblung (Nov ember) 1934 bei 11111 eingehend ihren voraitssichtliclzen Bedarf an Fnttertveizrn, Mais und Futtergerste fiir die nächsten zwei Monate [1111 höchstens 20 Teilen Beimischung dieser Mengen im Herge- stellten Gcfliigelmisclzfutter beantragen.
Bei Beantragung ist der durchschnittliche Monatsber- brancl) des „Jahres 1933 zngrunde 511 legen.
vaeit die. eingehenden Anträge auf ZU1Veis11ng 1111], Futternwizen, Mais und Futtergerste mengenmäßig die “1111" der_RfG. zur Verfügung gestellt Mengen übersteigen, Werden ent1prechende Kürzungen vorgeTimmcn.
Ick) mache aUSdriicklicl) darauf aufmerksam, daß ick) durch meine Kontrollorgane die eingereichten Anträge Überprüfen lasse und bei Falschangaben den Betreffenden zur Vermit- WortunJ ziehe.
Ein ?[nsprnch auf Zuteilung besteht nicht.
Im Übrigen gelten für die Verwendung der zugeteilten Mengen die Bestimmungen gemäß meiner Anordnung Nr. 2 Vom 6. Ncblung (November) 1934.
Berlin, den 6. November 1934,
Wirtschaftliche Vereinigung der Mischfuttermittelherstcller Deutschlands.
Der Vorsitzende: Ei cl) i n g e r.
Bekanntmachung.
Die am 6. November 1934 ausgegebene Nummer 124
des Reichsgeseßblatts, Teil 1, enthält:
, Verordmmg iiber unzulässige Zusätze und Bchandlnnnger- fahren bei Fleisch und dessen Zubereitu11_ en vom 30. Oktober 1931; Inieite Verordnung „über Den FortZall der Vezugicheinpflicbt
bei etäubungsmitteln', vom 30. Oktober 1934;
_ Verordnung zur Durchfiihrung des Gesekes iiber das Ver- steig-erergeWerbe (Versteigerervorschriften -- VB.), vom 30. Ok- tober 1934;
„ Dritte Verordnung zur Durchführung der Justizausbildungs- ordnung, vom 1. November 1934;
Vierte Verordnung über Aenderung der Verordnung über die Erhebung einer Ausgleichsabgabe auf Fette, vom 1. November 1934.
Umfang: 2 Bogen. Verkaufspreis: 0,30 RM. Postversendungs- ,
gebühren: "0,04 RM fiir ein Stück bei Voreinsen'dung. Berlin 19117 40, den 7. Nobember 1934.
Reichsverlagsamt. F a b ri c i u s.
_
Preußen.
Bekanntmachung.
Auf Grund des § 1 des Gesetzes über die Einziehnng kommunistischen Vermögens vom 26. Mai 1933 (RGW. [ S. 293) in Verbindung mit § 1 der DurchfiihrungZVerord- nung des Preußischen Ministers des Innern vom _31. Mai 1933 (Geseßsamml. S. 207) und dem Gesetze über die Ein? ziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens vom 14.31111-
-1933 (RGBl. 1 S. 479),1_ver1den die beschlagnahmterx Sport-
geräte des ehesifaligen Arbeit'erxT'urn- üitd'" SHo'riBereiné „Vorwärts“ in Paderborn, und ztvar:
1 Spannreck, 13 Nickelstäbe, 1 Slchleuderball, 1 Hoch-
sprungstab und 10 Tamburinenstäbe, .
hiermit zugunsten des Preußischen Staates eingezogen.
Minden, den 31. Oktober 1934.
Der Regierungspräsident. J. A.: von Winterfeld.
Nichtamtliches.“ Deutsches Reich. Der Gesandte von Haiti Constantin Fouchard ist
knack) Berlin zurückgekehrt und hat die Leitung der Gesandt-
schaxft Wieder übernommen.
..
Verkehrstvesen.
Luftpost nach Afrika und Asien. Am 1. November hat der Flug auf der Strecke München-Rom
wegen ungünstigen Wetters nicht ausgefiiLrt Werden können. Da über diese Linie an jedem Donnerstag
Luftpostsendungen fiir die LuftverbindunJ
Asien befördert werden, Werden die Postsen ungen, die am 1. No- vember fiir diese Luftposten vor elegen haben, eine Verzögerung Von _etWa 1 Woche erleiden, Verfehlungen mich in derartigen Aiisnahmefällen wird emp Luftpostsendungen fiir die Luftposten nach Afrika und Asien möglichst so zeitig auszuliefern, daß sie schon mit den am Mitt- ;riocb von München abgehenden Hauptbersanden befördert Werden onnen.
ie Schlußverkande mit en nach Atika und
ur Vermeidung von Anxclßlluß- 0 en,
Auskunft erteilen die Postanstalten.
Kennzeichnung der Rachtbrieftasten. Die Reichspostdirektion Berlin teilt mit, daß, sobald alle
Straßenbrieffasten ihren roten Neuanstrich erhalten haben, die sogeiiannten Nachtbriefkasten durch ein rotes Schild im Leerungs- (111 'eiger gekennzeichnet sein werden, wie es bereits seit einigen Jazhren bei den neueren Kasten der Fall ist.
vorhandenen älteren Karen mit Nachtleerung, die durch einen breiten, orangefarbenen «treifen kenntlich gemacht Waren, Werden jetzt gegen neuere a11§4gewechselt.
Die Wenigen noch
Einrichtung von Postagenturen in Berliner Außenbezirken,
Am 1. Dezember werden in Verlin-Briß, Buckower Chaus ee ?, or - ostageiituren
Abrech-
'die Straßen innerhalb der Gemeinden selbst zu verbessern.
Deutschlands Gemeinden sollen ihre Straßen verbessern.
„Nachdem das Reichsgesetz zur vorläufigen Neuregelung pes StraßenWesens die Gemeinden auch auf_dem kostsHielig'en Gebiete des Straßenbaues entlastet [)at, Wird in dem , NSDAP. fiir Gemeindepolitik Von Paul Herrmann em Appell an die Kommunen gerichtet, nunmehr alles zu unternehmen, “11111; Ortsdurchfahrten allein umfassen insgesamt über 25 000 141", während die iibrigen Ortsstraßeii statistisch noch nicht erfgszt 11117), „ Nachdem vom 1.4.1935 ab die Länder„und Provinzen fur e11_1cn großen Teil der bisher von den Gemeinden mixbetreuten Straß?!) auszukommen haben, sollen, wie der Appell Weiter besagt die Ge- meinden nicht etwa ihre Etats auf dem Gebiete des Stra enbazies zusammenstreichen. Sie sollen vielmehr im Interesse der Arbeits- beschaffun Wie des Verkehrs mehr Geld für die verbliebenen kommuna en Straßen einsetzen zumal decmustandjder kommu- nalen Straßen erheblich schlecßter sei als der her Staats- und Provinzialstraßen. Allerdings müsse beriicksichtigt Werden, daß die Kapitalbeschaffung fiir diese Aufgaben noch e_tWas schwer sk!- Andkrerseits komme aber dem Ausbau der Gemeindestraßen au deshalb steigende Bedeutung zu, Weil noch jeßt rund
38 000 Gemeinden ohne unmittelbaren Bahnanschluß
seien und Wohl noch bleiben Würden. Yori könne Wenn du Straßen entsprechend gestaltet Werden, zusaylicher Kraftverkehr entstehen, der fiir die Arbeitsbeschaffung und Intensivieruyg der Landwirtschaft größte Bedeutung habe, Es_m11ßten also fur den Arisbau der Gemeinde- und Kreisstraßen, die 111 Zukunft [1611111- sächlich die Landxtraßen 11.0rdnung sein morden erhebliehe Mittel im Interesse eines organischen Ausbaues a er Straß? ausgetvorfen Werden. Es bleibe zu hoffen, daß hem Genxkü“ inspektor fiir das deutsche StraßenWesen es gelinge, 93701327“
inanzhilfe des Reiches für diesen ZWeck 11 erhalten. .Zu-21111991; «(ihren Werde man nicht mehr am WecZselnden "Straßenznstünl- die Grenzen zWisckxzn den verschiedenen leistungsfahigeii VerwW tungen erkennen können.
entralblatt der '
Reichs: und Staatöanzeiger Nr. 261 vom 7. November 1934. S. 3
Aus der BerWaltung.
Der Adolf-Hitser-Kanas.
Der Bau des „Oberschlesischen Kanals“, der heute “den stolzen Namen „Adolf Hitler-Kanal“ triigt, wkurde begoiineiiquf Grund der ejqenen Entscheidung des F11hrers_in _der RklchskableUsLiNliig 1111111 22. September 1933. Nach 301ahrtgem Kombi Wurde bie Mxnsrklichung dieseZ fur Sehleiien so _W1chtiqen VroiekteZ erst 1111 Deutschland Adolf Hitlers moglich! Dieser_Ka11al Wird bie bisher 1111111 Verkehr abgeschlossenen Teile des schlesischen Jiibnstriegebietes 11111 der schiffbaren oberen Oder verbinden. T_annt ist'der sett vielen Jahren tobende unfruchtbare Kampf um die Mildernng der Mxkchrsferne dieses Grenzgebietes beendet, und damit smd 1111ch 1111111e11 Zeiten wirtschaftlicher Verkummernng'neue Lebensbedin- 0111111011 fiir die gesamte oberschlenscbe JUdUstUL geschaffen. Eine “9111111111e11de Begründung fur den Bau des ?_idolf Hitlei'-Ka11111s [511111 seine technische Aiisgestaltung (21113111111111'11111', L1111e11fuhru11g, 111-111qssc1111itt bes „911111118, Quer1chiiittausbildung, Bauwerke, («311111111111 des Kanals, Hasen usw.) wird soeben im "amtlichen
9111111116103 der Bauberivaltung“ 1934, Heft 44 Veroffentlwls. 511.5. Fortseßung der Oderivasierstraße mußten daher seine Ab- „1111111119111 den Schiffahrtsverhaltnissen, auf der _Oder angepaßt werden. Aiisgangspunkt des Karials bildetcdas dritte, Haienbecken d:)»; Cokeler Oderbaicns. Von hier aus Wird der Lauf uber das „11*11611itital-Slaiventzitz-Plawniowitz-Sersno gehen, der End- 11111-311 Wird zwischen Laband und (9121in liegen, so daß die Reichs- 11111111 iiber den Gleiwißer Verschiebe- und Giiterbahnho „ange- 114111111211 wird. Auf den Baustellen Werden nach iibers lägiger 2511111111111111 ettva 4 Millionen TageWerke anfallen. Hierzu kommen 11 «1 rd. 2 Millionen Tiigcjvcrke in den Betrieben und Werkstätten. 111111111» der Adolf Hitler-Kanal Oberschlesien und mit ihm dem
' 1111151111 deutschen Osten zum Segen gereichen!
Beflaggung tvird geregelt.
Ncichsminister Dr. Frick kündigt in einem Schreiben an die 17-111desregierungen an, daß die Beflaggung der öffentlichen Ge- 1-.-'1':»11)1, zu denen (11111) die Schnlgebände gebören,demnächst allgemein 1 21111111 werden wird. Bis dahin sei es erwünscht, daß auf diesen "(*„5111ii1ide11 11111“ die Reichs- und Landesfahnen gesetzt Werden.
Borrangbeförderung der alten Kämpfer eine staatspolitische Notwendigkeit.
Ter Staatssekretär im Reichspostministerium, Dr.Ohnesorge, hat Vor Beamten interessante Ausführungen zur Vorrangbeförde- rung der alten Kämpfer in dem großen Bereiche, der Deutschen Reich§post-ge1nacht, die zugleich die grundsätzliche NotWendigkeit dieser Aktion begründen. Der Staatssekretär erklärte, daß für 1ie Förderung der nationalsozialistischen Ziele eine Organisation *1111111e11dig sei, die in der alten, bürokratisch aufgebauten Form “111“ Deutschen Reichspost nicht gegeben War und die erst geschaffen "erden mußte. Darum“mußten die alten bewährten Kämpfer 111111111er und an Stellen eingesetzt Werden, Wo sie soWohl für :e ?11tébreitung des Gedanken?: der Volngemeinsihaft wie auch “11- die kameradschaftlicbe Festigung der Reichspost und fiir .-111'11„(1-* nationalsozialistische Reformen anfeuernd tätig sein 111111911. So sei es zu den Vorrangbeförderungen gekommen, die “111111111119 keine Bevorzugung darstellten, sondern eine staats- *-111liiische NotWendigkeit, Eine Bevorzugung liege schon deshalb 11161 bor, Weil von den betroffenen Parteigenossen außer der selbstberständlichen- Voraussetzung der leichen, Eignung auch eine be-swndere Härte gegen .die eigene Percion und eine um vieles 111151119 Arbeitsleistung erWartet Werden müsse. Ganz allgemein sei man dazu gekommen, mehr auf den Charakter, auf Frische 1111d Härte als auf reines Schulwissen zu sehen. Diese neue Auf- fxiiinng mache fiel) auch bei der Annahme des jungen Nachwuchses fiir den Postdienst bemerkbar. Der Staatssekretär sagte schließ- 11111 11. (1 noch, daß der Einfluß des FreimaurerWesens, der sich 11111101 innerhalb der Gliederungen der Verwiiltunq stark bemerk- 11111“ gemacht hatte zuriickgediimmt Wurde und daß entsprechende Sichernngen getroffen Warden seien.
*
Einheitliche Regelung der Pflichtseuerwehren.
_Der Reichs: 1111d preußische Innenminister hat durch eine Pol1ze1berord111111_g eme einheitliche Regelung der PiliäUfeuer- Yehre11___1n Preußen getroffen, Pflichtfe11er111ehre11 sind 111.111) dem Yenerlo1chgesetz nur 111]owe1t zu bilden, 1115 die, Bernf-Z- und T_z-r911111111ge11 Feuertvehren hinsichtlich ihrer Stärke den örtlichen Berbaltniffen iiicht entsprechen. Beim Einsatz 1111 Briindfiille und bei Uebungen bilden Freiwillige 11111) Pflichtfeuerwehr eine ein- heitliche Ferierwehr. Nach der Verbrdmung sind in der Pflicht- feuerivehr alle männlichen Einwohner der Gemeinde Vom 18. bis zum 60. Lebensirihr dienstpflfrbtig. ?l115'genommen sind im ireseiitlicheti die Beamten und aktiben Militärpersonen, die (Beist- liche11, Lehrer,'Kirche11die11er, Aerzte, ?l1iiitheker und Schiiler, ferner Vahnpoltzeibeanite, MaschiniUen usw. Weitere Befreimigen kann der OrtspolizeiVerwiilter auf Antrag zulassen, Wobei 11111" W1111sch Les M1111sters an erster Stelle die Angehörigen der SA, SO„ VELKD, Teno, des ArbeitSdienstes und des L11ftsch111311u115e§ 1'1_be111cks1ck)tigen sind. Die Eigentümer von Fahrzeugekmiiisen 1e1e (inf Ersuchen der Polizei für Feuerlöschztvecke 5111: Verfiigung Fellen. Der Fahrer eines Löschtrupps heißt Rottenfiihrer, der -.1_11)rer eines Halbliischz1iges Spritzenmeister, der Führer eines LoFchzugeZ Oberiprißenmeister. Jede Pflichtfeuertvehr hat jbochentlick) Wenigstens einmal zivei Stunden zu üben. Wenn ein Pf11chtfenerwchrmann seinen Pflichten nicht nachkommt, kann Zwirngsgeld bis zu 150 &“ festgesetzt Werden.
Straßenbenennungsschilder mit Frakturschrift.
_Jzi einem_ Runderlaß des Reichs- und preußischen Innen- ministers wird festgestellt, daß gegen eine Vertvendung der Frakturschrift statt oder neben der Antiquaschrist auf Straßen- beyennungßschildern nichts einzuivenden sei. Versuche iiber die Wirkung von Schriftarten hätten ergeben, daß die Frakturschrift mindestens in gleicher Weise geeignet sei wie die bisher allgemein übliche Antiquaschrift. Der Minister wiinscht Weiter, daß die Schildgröße Lich grundsätzlich nach der Länge des Straßennamens richtet. Vielack) wiirden die Schilder in der Weise ausqefiihrt, daß ohne Riicksicht auf die Länge der Namen eine bestimmte Größe berWendet Werde. Darunter müsse infol e der Ver- kiir ung der Schriftzeichen und Zwischenräume die. esbarkeit auf gröJere Entfernung leiden.
Kunst und Wissenschaft. Spielplan der Berliner StaatStheater.
Donnerstag, den 8. November.
Staatsoper: M a d a m e B u t t e r f l y. Musikalische Leitung: Preuß. Beginn: 20 Uhr.
Schauspielhaus: D i e H e r m a n n s s ck) [ a cht von Kleist. Be- ginn: 20 Uhr.
Am Sonnabend, den 10. November 1934, bringt die Staats- oper die Erstaufführung von Tschaikow kys „Eugen Onegin“. Maria Cebotari, Charles Kullmann und alter Großmann singen die Hauptpartien. Dirigent: Robert_Heger, Inszenierung: Rudolf Hartmann, Ausstattung: Leo Pasettt. , ,
Aus den Staatlichen Museen.
; iir den als Redner Vorgesehenen, plötzlich, erkrankten Prof. Kurt wird Prof. Carl Koch von den Staatlichen Museen den Vortrag über Matthias GruneWald am Freitag, dem 9. November, um 20 Uhr im Vortragssaal des Pergamon-Museums halten.
Nationalsoziälistische Bevölkerungsvolitik.
Günstige AWWirYngen im 1. Halbjahr 1934.
Die ärgsten Schäden des Liberalismus hat ohne allen ZWeifel der Volkskörper davongetragen. Das beWeist eindeutig die im größten Maße erlittene Geburtenniederlage während der letzten Jahrzehnte. Diese Entwicklung hat zu starken Strukturverände- 1111111111 im Bevölkerungsaufbau gefiihrt. Auf der einen Seite e111g1111z erheblicher durch den Geburtenscbwund bedingter Gene- rationsverlust, auf ider anderen Seite Ueberalterun s- und- Ver- greisnngserscheinungen, die den im Augenblick no giinstig er- [cheinenden Bevölkerun sstand in den nächsten Jahrzehnten außerst ungünstig beein?lusen Werden.
Wien Altersgrup en steckt ie sogenannte „Hypothek des Todes“, ie 111 der ?ukunkt bestimmt fällig wird. „ ,
Tie Ur ache fiir die Gefährdung der Volkssubstanz 111 einem so_lchen Umfang ist nur aus der Gesamthaltung des niedergehenden L1bernlismus zu verstehen, der .allein auf Gegenwiirt und 111111erialisti'ck1e Dinge abgestellt wirr. Im Mittelpunkt stand das 11011 jeder indung losgelöste Einzelschicksal, dem jegliches'Denken 111 Wolf und Gemeinschaft fremd War. Und hier setzte die kraft- Vylle “Idee des Nationalsozialismus ein, in'dem'sie' de_m volks- totenden Niedergiing eine Politik entgegenseßte, d1e tn ihrer Ge- smnthaltung wieder auf die Zukunft des Volkes ausgerichtet ist.
Unsere Führung hat die, zu11111ftsentscheidende Bedeutung des VebiilkernngSproblems erkannt und Hat sich damits fblgerichng ?111 Durchfiihrung volkstiimspiilitischer No't1vendigke1ten _ent- MMM, die in ihrer Tragiveite noch gar nicht abzusehen 11117). Im *)]kittclpunkt des neuen Staates steht die erbgesiinde Familie. 7111111111e und Kind, als die sichersten Grmidlagen 011191" Wieder- 99111111 unseres Volkes, sind wieder zu den heiligsten Gittern der 9111111111 erhoben Worden. _ _ '
Im Zuge dieser neuen Zielsetzung liegen die WegWeisenden V9111111111111111en (Ariergesey und Sterilisatimisgewtz), _die dem Vi1edergang in russischer und erbbiologischer Hinsicht Einhalt ge- 11101011; Weiterhin die Begünstigung der Famrltengrunbung (Che- WUWDÜMYU)“ steuerpolitische Berücksichtigung kinderreicher 1171111111ie11, eseitigung der Privilegien der Junggesellen und__ der kinderlosen bzw. der kinderarmen Familien, Zidann die bevolke- "TUNÖPUlitischen Gesichtspunkte in der neuen grarpol1t1k, m der S1ed11111gs- und Wohnungspolitik usw. _ .
__Die Auswirkungen der neuen Bevölkerungspoligik lasseix slch ?)"Ulklich in ihrer ganzen Breite nur an; gröZere Zeitrqunie "bkksehen. Tie Entwicklungstendenz der 1111 gczei neten Lime 1st allerdings schon sehr deutlich aus der BevölkerungsentW1ck11mg dEr deutschen Städte im 1. Halbjahr 1934 zu ersehen, Nach den 2111s111eisen des Statistischen Reichsamtes ist der Aufschirung .der Bevölkerungsentwicklung, der sich im Jahre 1933 (1111111171111; Weiter fl'kkxiksckxritten. Zuerst ist eine starke Zunahme der jungen Ehen ikstzi1stelle11; dicse fiihrte zusammen mit dem Rückgang der Frncht- ab"".cibmlgkn zu einer von Monat zu Monat ziinehmendkn Stklgkrung der Geburten. Dafiir einige Zahlen, die aus der
Denn in den stark be-
Sonderstatistik von 356 Gemeinden mit iiber 15 000 Einiyohnern von indesamt 30 Millionen errechnet sind. Danach ist, die Ehe- schließung im 1. Halbjahr 1934 um 43900 gegenuber dem 1. Halbjahr 1933 gestiegen. Das ist eine Zunahme _um etwa 36 vH und gegeniiber dem 1. Halbjahr 1932 sogar eme solche um 47 vH. Im 1. Halbjahr 1934 kommen som1t nach einem Gesamtdurcbschnitt der deutschen Städte auf 1000 Emivohner 11,1 Eheschließungen, in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres 8,3 und im 1. Halbjahr 1932 nur 7,6 Eheschließungen.
Interessant in diesem Zutxammenhang sind noch folgende Zahlenangaben. Im 1. Halbja r 1934 war die Zahl der Lebend- geborenen von ortSan ässigen Müttern in der Gesamtheit-Nr Gemeinden mit über 1 000 Einwohnern um mind 44 400 großer als in der gleichen Zeit des Vorjahres; das 111 eine Zunahme um 25,6 vH. Auf 100 Einrvohner sind das 14,7 Geburten gegen nur 11,8 im 1. Halbjahr 1933.
Der Geburteniiberschuß zeigt eine entsprechende FiitWicklurig dank der Zunahme der Geburten und der geringen Sterblichkeit. Fiir die Gesamtheit der Gemeinden betrug der Geburtenubericbuß im 1. Halbjahr 1934 rund 59 700 oder 4,0 aus 1000 der Be- völkerung. An dem Vorjahre gemessen"ist das ein bemerkens- wixrter Fortschritt. War doch die Zahl fur das ]. Hellbxahr" 1933 nur 0,4 und fiir die gleiche Zeit von 1932 "1,5. _Tte naturliche Bevölkerungsbenwgnng des 1. Halbjahres"iibert'rifft 1119111: die Zunahme in den wirtschaftlich verhaltxiiréniaßtg giinstigen (yahren 1927 und 1928 mit einem Geburtenuberxcbuß von 3,6 bzw. 3,8 auf 1000 Einmohner.
Fiir die Gesamtheit der Großstädte ist die Entwicklung noch bezeiclxnender. Hier ergab sicb fiir das_ 1. Halbjahr 1934 e1n_Ge- burtenüberschu von 3,2 auf 1000 Einwohner e_gemiber _emem Sterbeiiberschu von 0,4 auf 1000 111 der getchcn Zeit des Vorjahres. .
Im Zuge der neuen Bevölkerungspblitik liegt auch die wieder ansteigende WanderungsbewFung zW1schen Stadt' und "and. Die Tendenz der volkspolnis en Maßnahmen 111 eine moglichst große Zuriickfiihrung der angästauten Bevolkerungsmengeii aus den Großstädten aufs Land. 111) in der Tat 1_st bereits in der kurzen Spanne Zeit ein günstiges Resultat erzielt Wurden. _Der Wanderungsverlust der 52 Großniidte wiir um rund 29 000 großer als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Er beirn 110120, das sind 11,7 auf 1000 ?egcn 8,8 auf 1000. Es 1st al 1) festzustellen, daß die Städte im . Halbjahr 1934 111cht i_mr betrachtlich obere Geburtenüberschüsse aufmeisen, sondern daruber hinaus 1111 noch Teile des Bevölkerunngestmides an das Land abgegeben „haben,
Wenn auch dieser kleine _Zahlenausschnitt nichts E11dgrilti _es über diik künftige Entwicklung besagt, so 1st er aber _1111_mer 111 bezeichnend fiir den eingeschlagenen Weg der nationalsozialijnschen Bevölkerungspolitik. Dr. Hans Rasch.
. KurSUiv'ea'uZe'r 13 %iger;
Handelswil.
Berliner Börse am 7. November. Publikum kauft wieder.
Die Ztipimimg (111 der Ber1i11er Börse, die bereité .1111 Tic»;-
11111.51e11111ch_1rer111dlich 111111", 11.11 1111) 1111 110111111191 Verkebr 11161" 11111) 11191111“ gebeisert. Abgesebem Von Der T111111che, 5111; 1101111191111“, 1119:- derd115_P11blik11m Imtereiie 1111 (11118 Librie11111erie 2,11 311111»! 11:- Z111111, 111111) der befriedigeiide Zch11111113kck11ff 211114111111 11.111110 Oki"- 1ch1e_de11e iitidere giinstige I)ieldnngeii (1115 der 2911111111111 bei Der Itulisie Beachtung. *«WLUU (11111) Die IrderS 1111111 111111.“111;.11'1*1111 MUM, 10 11111chte sich Doch 111 e1111e111e11 ZPOFiÜlOSPiClOil bers »5 Wieder Materialmangel bemerkbar. Tas (6e1ck1äft 111111-I-3 1111 Lö) [11111 znnir r111)i_qer,die fre1111dliche Grunbsiimmniig 11111111 1111er L*ZZ 311111 Schluß erl1111te11, _ Mbiitaniverte lagen d11111171111111111ch % biH % 17-13 11111111, 11.15 YU" 111111) _bereinzelt heri111§ki1m111e1ide Material 11111152 0L211e _zcliwierr ke1te11 aufgenommen. .Kirc'iitige Erbbliinxien 5011111111 1e- 101ide1§ * 1111itikohlenimpiere, .iiie 116111111111811 1111111 111e1111191' 11.113 71% VO, Zlie-(Je1111ßscbeine 2 13-13, Biibiag 3 VÖ. 211111) 1111“ 711111331, qu111ikob1e11 bestiind J111ereiie (111115 21. 211111 111 911156111011 „111175.- Papieren wie ZglzdLTinrth 1111111115 21 111111 wieder e11111§ “.Mi-111111111 heraiis. Beachtung fand die Kbrserbbiiiiig der Farbemttie 11111 1 vH, 101111 waren wieder .KÜbelwerte bevorzngt, wie beiir-ie.-.=1reiie VUQLWMHT MUS 2%). Bei Tenticbe Telefon & „9111111 1111115 31 rechnet die Börse mit einer kleinen Tjwidende. “21111 Elektromarkt stiegen SiemenS 11111 1% vH und ?(kk11m11111wren 11111 1%- OH. :S0111twgre11 wieder Junghans beborxngt (111115 2%), fe1*11.*r “21111115- 1enb11rger Zellstoff (111103 2%“), 11111) Unter :)]iascbi11e111rer1e11 Eer- 1in-KarlHr1111er Jndnstrie 111111?» 1%). Ta die Börse tei1111eiic mit einer höheren Dividende 1113 5 VÖ bei Berliner Miiicbiiieii 11e- rechnet Hatte, käm in diesem Papier einiges 291111011111 11611113 (111111112 1)
Der Kassamarkt zeigte. 111111111ebr auch ein freundlicties 138- präge. Auch am Rentenmarkt überwiegen 12131 1111112 „911M- besserungen. Fest lagen 2111111111; eplus %) sowie Wiederanibmi- zuschläge (plus %). Tage?,qeld blieb mit 3% bis 43-2 VH Unver- ändert, am internationalen Devisenmarkt erfuhr 73115 e11ch1111che Pfund eine Weitere Steigerung. In Berlin wurde d11§ 11111111) auf 12,46% (12,42) und der Dollar auf 2,492 (2,49) RM icithieyi. Die Mark lag im Ausland unberändert.
Börsenkennziffern für die Woche vom 29. Oktober bis 3. November.
Die vom Statistischen Reichsamt errechneten Börsenkennziiiem stellen sich in der leßten Woche (29.10.1112- 3.11.) im Verg1e'c11 'uc
Vornwche wie folgt: W0chendurchichn1tt
vom 29. 10. vom 22. 10. _ bisZ. 11. bis 27.10. Aktienkurse (Kennziffer 1924 bis 1926 = 100) Bergbau und Schive'cindustrie Verarbeitende Industrie . . Handel und Verkehr Gesamt
Monats- durckiicbnitt Oktober
87 ,52 76,31 87,00 82,05
88,63 77,09 87,40 82,81
89,27 77,60 87,44 83,22
festverziusuchen Wert- papiere Pfandbriefe der Hyp.-Akt.- Banken „„...... Pfandbriefe der öffentlich- rechtlichen Kredit-Anstalten Kommunalobligationen Oeffentliche Anleihen Jndustrieobligationen Durchschnitt
93,04
911,8] 89,139 88,311 92,38 91,533
Werbeaktion für den AuLbau der Verwendung heimischer Rohstoffe.
Zur Zeit Veranstaltet eine deutsche Jndustriegruppe in ver- schiedenen deutschen Großstädten Werbevorträge für bestimmte Er- zeugnisse, die als Ersaßmittel fiir bislang aus dem Ausland be- zogene Waren in Frage kommen und die zum Teil (111111 zeigen, in wie kurzer Zeit iich die deutsche Industrie auf die Ver- arbeitung heimischer Rohstoffe umstellt. Wie in einer 111 Han- nover abgehaltenen Pressebesprechung mitgeteilt Wurde, handelt es sich dabei vornehmlich um die von dem triirttembergischen Wirtschaftsministerium geförderte Herstellung von Ziindholzwaren, ferner um die Verarbeitung deutschen Holzmehles zur Herstellung bon Verbrauchsgegenstäwden aller Art aus PolopaH-Bakelinaise (ein Produkt aus synthetischen Harzen und Holzmebl). Das deutsche Holzmichl ist durch neue FabrikationZWege in der Giite. dcm sch111edischen völlig gleichwertig. Die deutsche Forstwiriichait findet hierdurch einen neuen Großabnehmer. Auch die HersteUnng deutscher Präzisionstverkteile in der Schw1115111i11dcr Uhren- industrie wird stark gefördert, um die deutsche Wirtschaft 111 511- nehmendem Maße vom Au-Zland unabhängig zu machen, 11111»; 111- folge der Absperrung Deutschland?: vom 2111511111d511111rkt 1101111111511] geivorden ist.
Die Tage in der süddeutschen Tederindustrie.
Tie Offenbacher Lederindustrie zeigt infolge der Verschieden- artigkeit der Fabrikate keine einheitliche Lage, Der Ge1_a1nt111111aß ist in der letzten Zeit etWas gestiegen; auch die Ausiribr batte Anteil daran. Das anhaltende gute Wetter fiihrte zu_einer Yer- nachläsxigung der sch1veren Ledersorten, während leichteresiebr gut ge ragt Waren. Wegen der vorhandenen Rohwarenbeitande trat eine Arbeitseinschränkun nicht ein. Die Wormser Leder- industrie berichtet über eine sai onmäßige BelebunJi Tie Bedarfs- deckungen der Schuhin-dustrie bedingten größere _* uftrage 111 der Lberlederindustrie. Jm Auslandsgeschäft fiihrt. die deutiche Iber- lederin-dustrie einen schweren Kampf. Es ist ihr aberxgclungcn, ihren Anteil an der Ausfuhr sich zu sichern. 311 der »fienbgcher Schuhindnstrie ist der A11ftrag§ei1tgang gegenuber der gleiehen Zeit der Vorjahre teilWeise etivas geringer, uberxmegend (iber 111111 die Betriebe gut beßchästigt. Cs setzen bereits pie Fruhjahrs- aufträge ein. Auch ie Darmstadter Schuhindustrie ber1chtet Von starkem Auftragseingang. Ihre Betr1ebe smd voll beschaftigt.