Reichs- und Staatsanzeiger Nr. 291 vom 13. Dezember 1934. S. 2
K*. Durchführung der Preisüberwachung. § 19.
(1) Die anckifiihrung der aligemein vorgesch11ebenen P1e19- 11111“1111111111111115111111111111111011 im szclfall l1egt" den _ Pol1ze1- licldiirdcn 111111) “111111“.1111111' dcs „& 7 der Ycrordnnng aber die Befug- 111110 dec; Rci111§k11111111iss11r§ fiir PWWQLUVÜÜRUUg!VOM 8. Dezem- 1111' 1931 1910529. ] S.?47) in dcr Famnng der Verordnung Vom 15. 2111111 11132 1711135211. 1 SWR 1111. _ _
12) Die Beobachtung der Preisbcwcgui1g erfolgt dnxck) die ; Vici5111101111«(0111111511011011 („Z 10) und durch die Von den obcxstcn L1111dc§11111151dc11 hierzu bestimmten Stellen; sie 1111111 111111) Rom- 111111111111ci)ördc11 Übertragen Werden.
x']. Schlußbestimmung. § 20. “Fiese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkundung 111 KUÜT. Berlin, den 11. Dezember 193.4. Ter Reichswmmiffar fiir PreiSüberWachung. Dr. Goerdeler.
Bekanntmachung ' der Verordnung über die Anmeldepflicht von Pretsbmdungen. Vom 11. Dezember 1934.
Auf (Zirimd dcs § 4 der Verordnung über Preissihcr- 1111111111111] 1111111 11. Dezember 1934 wird die Verordnung nber dic *.)l11111cldcpfliclit von Preisbindungen vom 19. November 1934 (:)iGBl. 1 S. 1186) in der nunmehr geltenden Fassung
bekannt gciimcht. Berlin, den 11. Dßzcmbcr 1934. Der Rcich§konm1issar fiir Preisiibcrjvachung. Tr. Goerdeler,
Verordnung über die Anmeldepflicht von Preisbindungen. Vom 11. Dezember 1934.
§ 1.
1 Alle “c t“e 1111 en, Verabredungen odor Empfehlnzigen von Preiß», M?Nsdxsxerr[witnngßspqnneiU Miiidesxhandklskspatxneiz, „1311111111111111111ffc11 odsr Mindestznjchlagcy 1111 111111nd11che11 Geschäfts- verkehr für Güter oder Leistungen, die
11) [eit dem 1. 0111111 193311e11 vorJe-nonimen oder
b]) 1211 dem 1. “(511111 1933 zum Nachteile des Abnehmers vcrändert morden sind, _ _ - , _.
1111111911 bis 311111 31. Texember 1934 bei dem Re1ch§kommissar fur Préisiiberw11ch1111g, Berlin W 9, Voßstr, 8, angßmeldetxwY-rdxn. 2111991110111111911 sind lediglich Fälle, 111 denen jruhere Pretsbm- 1111119111 11 "verändert Verlängert Worden sind.
(2) Preisbindnngen 1111121; Art, die " _ _,
21) auf (1111111d des:; Gesetzes Übé1'_0211 vorlaufigen 211111701111 des Reiäßnährstandeg? nnd M-aßnczhmen zur Mgrkt- und chichegelung la11d111irtschaftl1chcr Erzeug111sse vom 13, September 1933 (RGVU S. 626) 111111 der dazu er-
gangen Verordnungen eroffen Worden jmd,
b) der Regelung des ? eichs-kult11rkan1111erg§seyes vom 22. Scp1mbec 1933 (RGBl.1 S. 661) unterkegen, Werden Von dem Reichsnährstand 11111) vo_11 der_„Yetchs-kultur- kammer unmittelbar dem Reich§xkommxssar fur PreisUberWachUng
“'*"“35"T1e Bestimmungéu des 2111311113, 1 un?» 2 gelten nicht ür Löhne und Gehälter; inSbesondere bletben_d1e Vexprdnungen es Geseßcs zur Ordnung dex nationalen Arbe1t unberuhrt.
§ 2.
Zu der Aiimcldung gemäß F 1 Abs. 1 ist anzngeben,
3) iiir Wclcl)e (Hrnppen oder (3113111151111 Von Gegenständen odor Leistnngen die Festseßnngen, Bembrednngen oder EnipfehlUngen getroffen Worden sind,
b) für Welchen Kreis von Betrichn oder Unternehmungen diE Fcstscßnngen, Vexabredungen oder Empfehlungen be- stimmt sind,
c)11011 1112011111“ Stcxlle die Jnnehaltnng der Festscßnngsn, Vcrabrchngen [)de Empfthingcn UULUVMM wird.
§Z.
Zur Anmeldnng ist di? im § 2 311 0 1191111111119 Stelle Mr- pflichtet. Handelt es sich dabsi um einen Verband oder eine Ver- ei111§1111111, so trifft die Vcrpflichtnng dic Personen, die zur Ver- 1111111111 odcr Gcschäftsijihrung befugt sind, oder dean Stellwer-
1112121“. „Q 4.
FLsLsCLZUTich, Varc1k1r9d11119211 qdcx E11111jsl)l1111gen gemäß “Z 1 21111", 1,di1* dcm 71121ch§k11111111111ar fur Vs€1§1111erivach11ng bis zum 31. "T€;cn1ber 1934 111th genwldet Worde11 smd, treten mrt dcm
211111111? dieses Tages (111 cr Kraft.
Bekanntmachung
dßr Verordnung über Preisbindungen und gegen Ver- teuerung der Bedarfsdeckung.
Verändern. Festsetzungen oder Verabredyngen, die „1111, . dem Inkrafttreten? dieser Vekprdziung ohne eme solche Emw: igu11g getroffen Werden, sind nichtig. € 28. '-
Die Vorschriften der §§ 1 und 2 cxstrccken fish nicht auf Lohne nud Gchälter; insvcsonderc bloibc11_d1c Voxschriften des Geseßcs znr Ordnung der 1111111111111911 Arbeit unberuhrt.
§ 3. l)
Der Weg der Waren vom Erzeuger 311111 Verbxnncher soll durc Einschaltung Volkswirtschaftlich entbehrltcher Z1v1sche11stellen 1111er Art nicht erschivert, vexrlanqsamt oder De_rtciwrt merdyn. ,Ob, eme Zwischenstellc volksn1irtschaftlich entbehrltck) 1st, unterliegt m jedem einzelnen Falle meiner Entscheidung.
§ 4. E13 ist Vorboten, Handlungen vorznncbntxn, durch die 111111201111 oder unmittelbar die Vorschriften der §§ 1 ins 3 umgangen Werden oder Umgangen Werden sollcn. § 5,
Wer den Bestimmungen der §§ 1, 2 Und 4 und den zur Durch- führung der Bestimmungen des §3 lelenen Anordnungen 11111) Entscheidungen fahrlässig oder vorsaßl1 zunnderhandelt Wird
mit Gefängnis und mit Geldstrafe deren Höchstmaß unbeschränkt ist, oder mit einer dieser Strafen Öestrast. _
Großrundfunksender BreSlau. “ Dex 111.1f 100 1197 L-xisvung beritiärktx Großxnwdfavnk's-cnder BreSlaU ist am 1. Dezem1ber enkdgültag 111 WWW genommen Worden,
„___-
Sammelbüchsen des Winterhilfswerts an den Postschaltern. Spende des Postpersonals.
Wie im vorigen Jahr stell-t die Deattq'che Reichspost nyc!) emex Vereinxbarrung mit dem Reichsbeauftragien dens Wm't-xrhtlfSWerks au jeßt wieder an den Schaltern aller Postamter die Sammel- biiYs-en auf. Dadurch hakbeir alle Vol-kstgewosseix damevn-d Gelegen- heit, dem WinterhikfÖWerk 1hre Spen=den 7913101101211.
Wie im Vormhre bst-ei'l-igt sich das Personal der DeUdschen Reichspost anck) jeßt' wieder unmikt-elbax atx dem groß?", Hilfs- werk. Dem Einkommen entsprechend lgßt [Oder Anxgehorrgß der Post einen best'imancke-n Betr'q regelmaßiq 11011 seinem G9h11lt abziehen. Tem WinterüzileWer _WUMU dadurch m tdi-esc111 Winter vova-ussichtlich 2,6 Millionen Reichsamark z-ugerhrt MELDEN,
Photowettbewerb zur Förderung des Fremden- verkehrs.
Unt-ev Veteiligmvg- des Propagankd-aminister-kums, des Reni)?- postaniwisteräams, der Reichs'ba-hn, der Reich-shahn-Zen-tx-ake" fur den dsuvschen Rei-sWerkehr, des Vuers dquxHer" VevbeHrsav-er- bände awd Väkder, des Mitt-elsuropäuschen Ret-1e'b1uros mud,der ReichMreiwigung deutscher Photoam0-toure veranstqjteÉ her Re1ch-s_- „„O-fx,..ß sk»- Joxß 9, 9717 ,- ,7471-5" MmkRsx-«oysx f“!!!- Üw'hiblka-Ul. Der Wektbew-erb t e' _ , bibder aus allen Jahreßzeiten zum Ziele, die geeignet smd, der deutschem VerhehrsWerkbun-g zu di-Mew. „_ ' liches Leben 111110 Verkehrsmittel igM, sinsd erwuwscht, sofern sie nicht gestelkt- und mit der L-anMsZT-fr Vexöun-den erscheinen. Fast 40 Preise sind ausgesetzt, dmvu-nter neun erFte [112 dritte Pxevs-e, die einen Uchb- wa. Dveitägigew Au-f'enthcxlt 111 einem d-entqch-en Erholungsort mit freier Bahnfahrt und emeii B9rhetrag außer- dem en-tlxalteN. 10 Weitere Preiß gewähren ein 1chdnes W9chen- ende einschließlich Fahrt, Beher'ber ung und Verpflegung. Naheres ist aus dem Tezcineberhcft der Zeitschrift „T*e1ut1schl11111d“ zu er-
schcir.
Posttxerkehr nach Belgien.
Nach wahme- 1111111) Post a ufbragsisendnng-en
DevisenbeWirtschastung.
Inkaffotonten.
«.Wirmnmg hevVorragenOer La1wdscha.fts-„ Auch B-ibder, d'ie sport?"
aus Deuiq'chland wach Belgien “wierden n-11r dann dem Empfänger z-ur
“ „ § 6. (1) Diese VerordnunY tritt mit ihrer Verkündung in Kraft, (2 Die Vorschriften er §§ 1 und 3 der Verordnnng gcgcn Preissteigerungen vom 16. Mai 1934 in der Fassung der VM- ordnnnJLU vom 9. Juli und 7. August 1934 (RGW. 1 S. 389, 1307 und 77 ) treten an er Kraft.
Widerruf der Zulassung eines Bildstreifens.
Auf Grund der von dem Reichsminister 0325011741110- klärnng und Propaganda angeordneten Na)pruf1mg dcs "ilms: ck „Heilende Hände“ des Verlags iviffcnscha-ftlicher Filme, Bexlin/ hat die Film- obcrpriifftclle am 12. Dezember 1934 die Zulassung dicses Films Widerrnfen. . _ „_ _
Die am 13. Februar 1932 von der F111nprufste0eBorUn ausgestellten Zulassungskarten Nr, 31046 smd ungult1g.
Berlin, den 12. Dezember 1934.
Der Leiter der Filmoberprüfstelle. Dr. Seeger.
/ Nichtamtliches.
VerkehrZWesen.
disc Sbelle [12 ini t, ein Doppel der auf die SWvdqu 11011111- lichsen Rechnunxszchxes Jeutschen Lieferers erhaiten zu haben. _Po |_. an fträ ge nach Valigien m1t Wechieln, b_ei denen.Wech1s*L'lp111_1e1t ver111it11'lt Werden soll 1119) bis gu-f We1teres nncht zizgelaswn; Telegraphische PostanWeisung-en a-us Vclgre-n nach
Dcmtäch'l-UUD smd vatan Wieder zUlässig.
Aus der Verwaltung.-
121/3-Milsivnen-RM-Lotterie für das Winter- hilfswerk. _
Dem ReichZbea-uftrag-ten des Winterhilfsxver-ks Yst, w1§ wir einem Erlaß des Preußischen Jnnen- mW Fma imsterg 2111- ne-hmew, die Gcnehmiguwg- zur Veran-sbaltung emer osbrtefioZderie zugunsten des Winterhikfsw-erks dxs deat-tff-chen Vq-lkes 1934/31) m1t ei-n-Sm Spiel-öapit-al 131311 12% Millionen; RM eZT-etlt morden.“ Zur, 2l111s-g1abe gelangen 25 M*illi-on-en LDZHUefe zu je 0,50 NM elt1]chl. Lokdekipst-euer. Der Verkauf 0er Lose days a'11'f 9f1f1e111l1ch211 S-t-raßc'n, Plätzen sowie 111 Gast- 1111.11 Bergnugungsstgtten statt- finden. Der Reinertrag der L-ot'tkrte Wird zur Durchfuhrung des Wintsrhilfsaverks veravendei.
Kunst und Wiffenschast.
Spielplan der Berliner Staatötheater.
Freitag, den 14. Dezember Séaaésoporx J u i e v m e z z o. Musikalische - Leitung: Beginn: 20 Uhr. Schauspielhaus: D e 1: G r oß e K u r f ü 11 st. ' Schauspiel von Hans Rehberg. Beginn: 20 Uhr.
1
Ja der NeueinstudieruM'des „Lear“ im Staatlichen Schan- 1
spielhaus spielt Bernhard nett-i den Edmunxd, Walter Franck
den Narren.
Besuch des Generalfeldmarschalls v. Mackensen im Zeughaus.
Am 11. Dezember stattete Generalfeldmarschall v o n M (] cken- sen dem Zeughaus einen 1%sti'111digen Besuch ab untcr Juhrnn? des Generaldirektoxs der Staatlichen Museen Dr. Kumme und des Direktors des «Yughauses, Konteradmiral 11. D. 911181). Er lisß sick) berichten ii r die Pläne zur Darstellung dßs Welt- krieges, die seinen lebhaften BLifall fanden. Besoud_e1's xmgchcnd besichtigte der Generalsekdm-arschall die heereusgesch1ch1l1ch211 Ab- teilungen und die Ruhmeshalle, die als Denkmaler der ruhnwollcn
Einlösung Dorgezeigt, Wenn dießer, eine Erklär1u11g des „Office de Compcns-ation bélgo:l11_xembourgeosis“ in Brüssel vorlegt, 111 der
HÜUÜL'S'LÜ.
preußischen Kriegsgeschichte akte Erinnerungen in ihm erivsckten.
Clearing-Jnstituts um 25,04 (20,35) Mill. hfl. _Die Einzah- lungen bei der Deutschen Verrechnungskasse haben steh von Z:),- auf 42,11 Mill. hfl. erHöht.
Kleiber» -'
Vom 11. Dezember 1934.
Anf 03111111) dcs § 4 der Verordnung über PreiSiihcr- ' 1111119111111 1311111 11. T'czcmber 1934 wird die Verordnung uber , _ . _ _ _ . ?'1k1oisbii1diiugeii 11117.) 1109011 Bcrtsucrung dsr Bedarfsdeckung '! Mktgkedek ÖM d1e W1rt1chaftsgruppe PUVQÜLZ BAngewekbe "“
VFM 12. 9111138111001 1934 (RGW, ] S. 1110) in der mmmehr *
111*11.*11d1'11 771111111111 bckanntgemmcht. "Berlin, Den 11. Tazcmbkr 1934. 7131." ?i*i.1*1cf)§f1111111111"1'11r für VreisübchachUUg. Tr. (“51,1crdslc3r,
Verordnung
iixxz“. PNig-bindnngen und gegen Verteuerung der Bedarss- ;
deckung. Vom 11. Dezember 1934.
§1.
11111) andere Zusammenschlüsse ooer
*.*»xr1-1Z111d9 öffentlichen
, eincr Pkiifimg ausgestellt. konten 111111 bei den auf Grund dLI Abkominßns mit der Schweiz
Der Runderlass Nr. 137 stellt klar, daß die vorgesehene Ueber- führnng der bisherigen Jnkassokonten in solche der neuen Art ohne Weiteres eintritt. Eine Genehmigung für die Umstellung ist nicht erforderlich. In ihrem neuesten RUUdschreiben an ihre
CentralVLrand des Deutschen Bank: und Bankiergetverbes (E. V.) _ aus dem erwähnten Runderlaß nochmals hervor, daß 311 Lasten der neu eingerichteten Jukassokonten die Ueberjvei- 01119211 auf die V0r12ch11111igé31011derk11uten ohne GLULhmignng der
': Devisxnstclle möglich sind. Denn die Einzahlungen auf diese , .Jnkaffokonten "
können nnr 111110111111?) eincr Devisenbsschini- gung erfolgon. Tie Deviset1bescheinigung wird aber erst nach Dagegen ist bei den alten Inkasso- cingcrichtctcn Inkassokonten cine (3211eh111igung nötig, 11191111 Vc- 1rägc auf da!; Sonderkonto des betreffenden Verrech11u1tgsla11d€s überwiesen Werden sollen. Denn die Einzahlungen auf diese Konten erfolgen im Rahmen einer allgemeinen Genehmignng,
1 so daß die Priifung fiir den einzelnen Fall noch nicht durch-
gefiihrt ist.
1-11-11111'1-7111'11 MMZ dj1rf611 1111r mit 1111311191“ Einwilligung oder der -
(:11.11-1111§1:11g_Dcr V0]! 11111 [111,1uft1agtc11 Stellen „Preise, Mindest- V1"11!k1*01111_110€1111111111€11 :)]?i11desthc111dclSsp-„1nnen, HöchstnackUasse oder 91111131115111111111111' "1111 11111111disch€n GcschäftvarkeHr für (Hüter oder
3311111111119" festsWen, Verabreden oder empfehlen oder solche Fest: :
Verabredunßen oder Empfehlnngen zum Nachteil der Festsetzungen, Verabredungen und Empr- 6
0931111111211, AMCWUU Nrändern. 1111111111, die nach Inkrafttreten dicser Verordnung ohne eine sol E1111111l11x11111g getroffen Werdyn, sind nichtig.
§ 2.
E15c11g§1 odsr Großhändlkr diirfen .?"lleiiihandelspreise, -s;=.1:1111*11, [215111111111ch1('i's"c oder -511schlä_cie fiir GiitLr odcr Lcistnngen 1111 "1117-Ü11127iZ-171'11 (91'sci,11111151)c1'kck)r 11111 11111 111011191 Einwilligung 11.1 i.'-'1'Z»,1_-1*11 171111“ 11111 [3011101111111 11301 511111)? Festseynngen 1.1de Ué1_1*:k:,1T;-11111;1)11 311111 “1111101611 der Abnehmer dcs IileinhändlLrS
Der Stand des niederländisch-deutschen Clearings.
Amsterdam, 12. Dezember. Am 8. Dezember beliefen sick), wie das Niederländische Clearing-Jnstitut mitteilt, die Einzah- lungen auf das Deutschlawd-Konto des Niederländischen Clearmg- Instituts bei der Nikdérländiscben Bank auf 40,47 Mill. hfl. gcgen 35,33 Mill, hfl. 11111 30. Nchmdcr. Von diesem Betrag Waren 4,29 (3,53) Mill. l)fl. für rückständige Forderungen, 2,85 1111111.) Mill. hfl. fiir den Zinsendienst aus der DUWLS- und Young-Anlcihe sowie fiir den Stillhaltedicnst, 2,73 (2,51)Mill. hxl. zur frsien Verfügung der Reichsbank und 30,00 (20,89) Mill. hl. für neue 11711?! das Cl-earing fallende Forderungen bestimmt. Der letztere Betrag vcr111i11dert sich durch AUSzahl-ungcn des
Berliner Börse am 13. Dezember.
Braunkohlen fest, Sonst eher schwächer.
Das hcrannahende Weihnachtsfest mit seinem steigench 'Be- darf an flüssigen Mitteln führte auch an der heutigen Bcrlmzkk Börse wioder zu einigen Abgaben, Das herauskommende 211111813111 111111“ jedoch rscht (181111111 und stommt hauptsächlich von der_ 9111111?- die infolgc dcr Interesselosigkeit der Privatkundschast [1111171 VW stimint War. Fiir BxannkohléniVLrte erhielt fick) dagegen 1511111112 Meinnng. Von diesen Werten ausgehend kam bald nach 9211111111151 der ersten „011116 der Rückgang zum Stillstand und _machtc 31111149 einer etwas frenndlichcren Tendenz Plaß. Dic Börse fcblvsx 1de wieder 111 ziemlich lustloser Haltung, _ „ „
Am €)]?o11ta11markt verloryn Felten 1% %, sonst 111111111112 Montanpapiere nur leicht ab. Braunkohlei1iverte_11111rdc11 VOL [Li Kulisse, ereinzelt auch von Publikumsseitc, zurückgekauft. “41“?- !tiegen Eintracht um 5 %, Rhéinische Braunkohlen nnd NUN
ausilzex Kohlen um je 2 %. Beachtung fand der starke RilckgäY der Aku-Aktie 11111 1% %, der in Zußammenhang Jehracht 1111ka mit Meldungen über Produktionßein chränkungen' et de)" Win schaft. Chemische Werte und Kalipapiere lagen 1111 („9191110143 unverändert. Am Elektromarkt Waren Chade (1111111153 1. en Elektrische Schlesien (minus 1%) angeboten, Fernér 13211" Deutsche Telefon und Kabel 2 %, Deutsche Atlanten 172%1111111 MUM 1% %. In gröZeren Veträ en w-urden RUFEN (minus 2%) verkauft, da ie ursprüng iche Anyahme der 91") daß die Reichsbankdividcnde nicht unter das KapitalstockJLsW f(vcr: als falsch angesehen Werden diirfte. Dortmunder UULOU loren 3 %. _ _ „1,1; Nm Kassamarkt kant icilnwise ebenfalls etwas Matcmal HU“ 11, Heimische chtsn wiesen ebenfalls kaum Veränderungen 1110- 1:0" gegen Waren Russen bci Glattstellungen und E ekutro11111ncß 1chwach Tagesgeld War zu 4 bis" 4% % gcs11)t., A3"!1 »," nationalen Deviscnnmrkt lag das englische Pfund 111edrigkkf2*49 Berlin stellte es sich auf 12,30 (12,32%) und der Dollar (111 '
(2,491) RM.
Re1ch8= und Staatsanzeiger Nr. 291 vom 13. Dezember 1934. S. 3
Die volkswutscbaftliche Verflechtung des Saargebiets.
Von den viele11_"ragcn, däe mit der Zubun't der SM" ' - 11111111 “"*Usi) nach “2111111301an dLr V*€1'l)11110111111_.1211 1111 Rom :MZNYK- 111111111811111111111111,_w1_1'_d 111 d41i1 11111611 “' x9101111011019 ch JustitutZ fiir „111,11111111*kt111*71)r1ch1111g dt»? 11111111111111111111ftxliclw Verlcchtnng dos €.111rgc_[11exs dargestyll-t; D18_U11ter1-uch1111*g dLs Ko11j1111km1ri11sti- Wg., Orc 11cl) anf eme _?l'ttaly1c Dcr Tatsachen 1110111311 fiihrt im ejxxz-clnkn 5,11 folgenden Ergebnissen: * '
1, Es triff! nicht zu, daß die Saarwirtschaft be anders cn ' Fraqkretch vexflochten wäre: Deutschlandsnimmt ngWx erttg etiva'emhalbmal mehr saarläwdische Erzeugnisse auf als Frapkrctch, DchA-nbctl _dcr fr1111x15si1'cl1911 Waren an der 2191101910111 d-ch Sagrnmrktcs hat sich seit 1927 stark vormmdertzl TTL «11111131111101'11115 Tc1111'11)l11111d licqt 1933 11111 4% hoher 11433 1921, die Einsfnhr f1'1111.zösisck)cr*War1*11 111191“ 1st „1111 Vergchcl) 311 1927 um 40 % z111'1'ickqc-q1111q611
. Fur das Saarg-obiet 1111-11 zw-ar di-c lothringisihén Erziiefe- x_ungext 19011! großkr __VcHeut-ztiig. Hie1'111115 darf 11001 nicht auf 1111? ethetttg-e A'bban-gqgkctt dcr Sa-arwirv'z'Ö-aft 111111 Frawk- r'c'tcl) ge1chlosskncxMrdch Mis kohlenarMc Frankreich kann z-11n1111-dest 111113 okonomiicbxq Griiwdcn, 11icht unf diy Saar; k11hle Verzichten. A11der1e1ts muß die elsässisch:lothrin- g1„111)-e La-ndw_1rdschaft a*_11*f den Absaß ihker E15c11q11issc an N15 Saarg-wat dcn größten Wert legen, * '
:. Obxvohl dgs S_aargebiet seit 1925 zum französischen Zoll- ?ebtet gehort, ist .es ehenso scharf von der Weltkrise be- scrlofifzezt ?ordedtx wxe seixxxx eitADeutschland, Der „9111211.
)11„ en r sr-anzor 11711 11111rk " " ' Fll-e.n,ki[;u1r also u1iwirldsck11n ] L* t hatte geWahien
„ 1111119 € xt spiegeln sick) schon jeßt d'ent'li dic Anre 1mdcr,_d1-c von der Arbeitsbeschaffung cihm Reich MWF? Saarwtrtschaft qusgehey. _Dic Einfuhr s'amrlän-discher Waren nach DWtqchlan-d Mt 1-eit 1932 um rd. 90 % qcstieqcn _- schncllcr 1113 es der Um aßstcigcrung in der deutséhen Zn- d11strte 2111141111919. "Gegenwärtig sind gut 50 000 bis 55 000 S_aararbetter fur die Außfuhr nach Deutschland tätig. Durch die Z1111_1'1hme der Ausfuhr nach Tcutschlamd haxben rd. 20000 b1s 29000 Sa-arlander Wieder Arbeit und Brot be- kommen; Tiefe 2111reg-1111111n simd um so [1cdc11tq'11mer als Frankre1ch_ nach wie vor unter dem Druck sich verschä'rfen- dxr Deflatwn und steigender Arbeitslosigkeit steht; nur durch die Z11:1111hme der Saxaraquuhr nach Deutschlancd konnte ein Y-nstetgen 71er 'Arbktrsloisigkeit i'm Saargebi-ct verhindert Jvßkden. _D1-e zielk_1eW11ßte Bekämpfung der Arbeitslosigkeit 111111 den in_De11.t1,chlajn-d angicn1e11-det-en Mitteln kann erst nach der Wt-cideretnglMdem-ng in die deursche Volkairt-
Dscha'ftSerfolgHw as „ agrge iet“ ist eine darth das Ver ailler Diktat e-
schaffene kunstltche Koystruktion. Ein mit dem übsrigen Deutschlagnd eng verslochtener 'Wtrtschaftsraum wurde von seinem großen Hinterlan losgertssen, ohne mm für sich allein lebensfähig, „Jutark z_u sem. Der WarenauStausch, der sich bis dahin im Rahmen enter großen VolkHwirtschaft reibungslos vollzogen hatte, 1111111111012 Wach enden SchW1e_rigkeitett und zwang zu tiefqreifenden 1111111811111111811. 3 ach der Abst1m1nung Werden erneute Um'stcllungcn not1ve11d1g. Auf Grund der (viel zu hohen) französischen Schätzun- (11-11, d1e _111 der_Behaquung Frankreichs gipfeln, daß das Saar- Lécbtet sßmen Wrrtschaftltchexx SchWerpunkt mehr und mehr nach ;_1'1111krctch verlegt habe, mußte man ([ohließen, das; um 1927 der Warengusmusch des Saargebietes mit Frankreich (Einfuhr + Aus- fnhr ZUZFMWU) e_tWa_ dopxelt so groß geWesen sei w112 mit Deutsch- 11111d._ «xn erkllchkelt" a „er kam Deutschland bis auf MM 10 % c111_d1e franzostscb- aarlandischen Umsäße heran - mit dem Unter- sxhwy nach, daß eytschland der bessere Ahne mer für. die saar- 11111-dischen Erzeugmse War,. Soweit also ranzösische Waren 11111rh1111pt m das aargebtex eindrin en konnten Wurden sie xvcitgehsnd a11s den Ueberschüffen beza lt, die die Saarwirtschaft 1111 Handel m1t Deutschland erz1elt hat, Im laufenden Jahr fiihrt dix waar mehr Warey nach Deutschland aus als nach Frankreich. MitFrankchch 1st die Haydelsbilanz des Saargebiets etnm aus- L“!)[kchcn- .zm Handel m1t Deutschland wurde ein großer Aus- 11111111101sch1113 e_xz1elt. Die Saarausfuhr nach Deutschland ist seit 1! 1FiZchstteetjl aufmarts, die Ausfuhr nach Frankreich dagegen abwärts
E, ist also festzustellen:
1. Frankreich ist es trotz des Einsatzes aller Mittel der Wirt- schaftspolitik nicht gelungen, eine „Vorherrsthafi“ im Saar- handel zu behaupten.
. Deutschland nimmt1934 mehr saarländische Erzeugnisse aus als Frankreich, obwohl der Kohlenabsaß nach Frankreich
. vo'n der jeßigen Grubenverwaltung besonders gefördert wird.
-. Dre saarwirtschaftliche Handelöbilanz ist im Verkehr mit dem übrigen Deutschland weit aktiver als im Verkehr mit Frankreich.
.Während die Ausfuhr nach Frankreich immer mehr auf Hemmungen stößt, bedingt durch die sich ständig verschär- fende Deflationskrisis, nimmt der Absatz nach Deutschland zu. Im laufenden Jahr dürfte die Ausfuhr nach Deutschland, anss Jahr gerechnet, mindestens 165 bis 170 "Mill. RM betragen, das ist annähernd doppelt soviel wie im Krisen-
* einzelnen
jahr 1932. D1e Saarausfuhr nach Frankreich dürfte, der- gltchen mit 1932, um ein Fünftel niedriger sein.
. Im Jahre 1933 hat die Saareinfuhr aus Deutschland den Stand vom Jahre 1927 noch leicht überschritten, die Einfuhr aus Frankreich aber liegt um rund 40 % tiefer. Dabei kann man d1e aus Deutschland eingeführten Waren als „unent- behrluh“, die Einfuhr aus Frankreich aber als „vertretbar“ bezeichnen.
Erst anf _die_scr_bcrich_tigte11 Basis kann die Vcrflcchtung der
W1rt1chasctszwc1ge dcs Saargcbicts Voll verstanden
1perdc:1. Tas__ 31191111111k1111111stit11t bringt Spezialantersuchungen
11er die VLkhalZnUsc 1111 Kohlcnbc1'gb1111, 111 Nr Gkoßcisenindnstrie nnd dLr-LJUÖWLTUckWsf. Dcr Kohlenbergbau ist das vielgcitannte
Ha11ptb011piel, 111n_ciiie einseitige Abhängigkeit“ der Soarwirt-
1chast Von F1a11kr81ch 311 bcnwiskn: (Frankreich (einschl. Lothringen)
nahm 1933 ru11d_44% des gesamten thlcnabsalzes der Saar-
9111111311 11111. Es Wird 111111 fastgkstcllt, daß nach Ausgliederung des
Ogargcbrets _1'111s der sraitzösisckien Fördernng FrankWick) 14111211
E111f11hrbcd111*s_1111 Kphle hat, der js nach der Wirtschaftlage zwischen
19 und 29 “11110, 1 [119111111 schwankt. Frankreich 1111111 abcr seinen
Markt dex Haarkohle 11111: verschließen, Wenn es seinem eigenen
Yrrtschaf111chc11 Intercncn entgcgcnhandclt. Jm egentetligen
«11102 Waren aber auch in Deutschland geniigend ?bsaxzniögltch-
keitcii quhanden. Zu den strukturéllen Maßnahmen, wie Fracht-
verg11n1t1g11ngen, bcjserc Vermertung dcr Abfallkohle usw., tritt auf lange Sicht bcgünstigend dic konjunkturekle Entwicklung: der
Vx'rb'rauch voti Saarkohle nimmt in Deutschland neuerdings
krgfttg zu. Bls' zum Jahre 1933 hat Tentschland bereits ein
Funstel, Frankretch aber noch nicht ein Zehntel der Krisenverluste
qufgehqlt. Nack) dsn Angaben _der deutschen Au߀11ha11delsstatistik
1st' damit zu„rcchnckn, daß Deut1chland im laufenden JUhr bereits wieder annahernd ebeitjovicl Saaxkohle Verbrauchen wird wie
tn den Jahren 1927 Und 1929.
Die eisenerzeugende Industrie ist neben dem Kohlenbcrgbau der bedeutendste Wirtschaftszweig des Landes, mit der höchsten thl_ der Beschäftigten (vorübergehewd 37 000) und dem umfang- reichsten Kohlcnverbrauck). Von dem Absaßaitsfall während der Krisenjahre hat die saarländische Eisenindustrie bis 1933 im Ver- kehr mit Frankreich nur etma ein Ziyangzigstel, im Verkehr mit De1itschla11d aber fast ein Fünftel, d. h. viermal soviel aufgeholt! Der Etjenabsaß nach Deutschland ist im Gleichtakt mit der deut- schen E1senproduktion - mit) zum Teil sogar schneller -- gestiegen; der Absatz nach Frankreich ist in der lehten Zeit dagegen gesunken und wird im Gesamtergebnis des ahres 1934 uiedr1ger sem als selbst in de_n Jahren der schärfsten eltkrise, Im laufenden Jahr wird Deut1chla11dbereits wieder mehr Erzeugnisse der saarländi- schen Eisenindustrie kaufen als im letzten Jahr dcr Hochkonjunktur 1929. Weitere Untersuchungcn führen zu dem Ergebnis, daß auch vom Absatz her betrachtet die Riickéxliederung kaum SchwierigkeitLU verursachen wird. Das Erzprob em spielt ebenfalls keine aus- schlaggebende Rolle, da bei den Werken umfangreiche Lager wor- handen sind und bei einer etwigen Einstellung der Miiiettelicfe- rungen an?: Lothringen, die die natürliche Grundlage der saar- ländischen Eisenindustrie bilden, sogar nach französischer Meinung die Verarbeiter sich auf andere ausländische und neu erschlossene heimische Erze (Süddeutschland) umstellen könnten.
Das hochindustrialisierte Saargebiet ist nicht imstande, seine Bevölkerung aus eigener Produktion voll tcindig zu _ernährxn; der Wirklichkeit kommen die Angaben am nä sten, die einen quuhr- anteil von etxva der Hälfte de? Bedarfs annehmen. Zum Haupt- lieeranten in Lebensmitteln hat sich nun inden letzten Jahren m-e r und mehr Esaß-Lothringen rausgebil-det. Die Pfalz, der sog. „Saargrenzgüriel“ [Wie das rige Deutschland sind durch- aus in der Lage, die französischen Waren auf dem Saaxxnarkt zu ersehen. Eine plößliche Abriegelung des Saarm-arktes mußte aber Fr die Landivirt'Öcoft EsaJTLot-hrmgens schiverwiegen-de Folgen
»k'en. Auf dem biet der ahrungSmittel besteht also eine „ein- seitige“ Abhängigkeit Frankreich§ vom Saargebiet.
ZnsammcnfassLnd kann gesagt Werden, daß es für Deutschland wünschenswert wäre, nach tvie vor Saarkohle an Frankreich abzu- sehen und lothringische Minette zu beziehen, und für Frankreich, nach wie vor saarländische Kohle zu erhalten und Minette sowie
landwirtschaftliche Erzeugnisse ins Saargebiet zu verkaufen.
Eine Wirtschaftsverftändigung nach vollzogener Rückgliede- rung drängt sich also geradezu auf.
Aber auch eine vollständige „?Yufhebung“ aller Haii-de_1s- bezichnngen zwiscken "rankreich nnd 21112111 311 Deut (11111113 31111111- gekehrten Saarge iet önnre Weder dké Extstßnzder «aaxwirnchaft noch gar die Existenz der deutschen VolksMrUcbaft gefahrden.
_ s Die kommende Arbeitsbeschaffung im Saargebiet diirfte 11m- xa en: 1. Förderung des Kohlenbcrg-bast durch verkehrs- nnd 11111124 Zolitische Maßnahmen; A*bjaßplanung auf lange Steht urch Ans-bau der Frngas- uwd der Stromdersorgqng. 2 öriderung der “anxdwirtschafx „dnrch Vaucrnße-dlang, odenNrbesKung wnd Flurberetmgnng. . _ _. 3. Die größte 5 deutung Wird auch im Saargebiet d1e Forde- rung der Bauwirtschaft haben.
“ ..ck, "||- Gr-ündung einer Deutschen Handelskammer in London.
WUWUÖM, 172. 12. 1934. Zur GrYindur1g einer deut_sch-en Handels- “711111161? _M Q011don_xand am M1tt1voch eme_ Vermrnmlung dcs FZH?!“ Y,!)the11dcn Asus1ch_uffes“ und" der interesserten Handelskrcise d1*11*1-U VF?" dem Voxxißenden des ?[11Hschusses, dem stelchrtreten- q„„„,,;F'JZTJFlppenlerter der NSDAP., Dr. Karl Markan,
.;,„LYZU: “1181111111 seiner Rede begrüßts Tr. Markau den deutschen W5j1i111€1111111 vz) n Hoc s ck, der Von Anfang 1111 _dcm Gedanken dsr 0'1d0111lc'11qWM Deutschen Handelskammer 111 London „außer- 91111111 )év_§§11terosse entgegengcbracht u,nd d1e_ vo1'_bere1tei1dcn dc1**L*1(M ZVlkksüm ztnterstittzt,l)q[)e, nnd 1pr11cl)__.ch111_1111 9111111211 JZ,ch.??MMUOM s-e111_en v§rbmd11chs1en Ta11_k [ur die exwicscZiic ;;„FÉWI 111l§._ Eme 111c_ht mmder Wirkmme Und Viklscit1ge ., ;),),FUYLJUUJ 121 hom ?[11s1ck111ß von dem Außenhandelsamt der ZZ“;,Z*„WÖ«**WW'U1JUN! der NSDAP. in Hamburg zutßil genwrdcn. d,",„1Yb7799'1110110n _steht unter der Leitung eines ?htsxanYE- 11111 111"? dks 0111111211219 E. W. Bohle, dem fast_au§"'1chlteß11§h 111111111111 )kcnc 2111slna11d§dentsche, dte _znm' groß-en'Teck dcmuKazq- 111 1117171 “1419? angehoren und daher dlc v_1elgestaltige11 Verhaltnisse 1a *)[„*f„§?[lkcit de] Welt kennen, Fur Settc sxehßn. An der Spitze „„ Y)l!)!17]1)011delsanlfés der Aus andsorgamsatton steht ebenfalls 5„„,»„*„lYIx'dkdeutscber, Pg. Alfred Heß, als dessen Y_bge- 1119411471" Markup Herrn 'Lu'edtke aus Hamburg bcgrußie.
MWWil»_a1111211190111sat1on, d1e 111 England Hurch dOn Lanxes- ,„111_1«„.„§"9k „L*g- Ott? Vene, Vertrxtken wird, hat das por- “011910111?- A"Iskhnss-es bei den Rer_chsb-ehorden nnd betm Dent]chen [21111 “11113Q'd1-MY Hat1dletag, der dte Belau ? der_de_11tschc11 91111111- :) .;, „„-,“, “S Pändexs 111 e1n-er Zentralste c ver-emigt, unterstutzt. 1114 71. 111111110112 (Jgste bkgriißte Tr. Markau sodann zwei 81110112; .) 110011Ul§sckÖlÜk151xy hkru-bergekommen-e Herreit, Direktor Ergo 11 ams k"ij „„M „„trektyr Jung aus Berlin, die sich *bere1ts 9 fur 1312 Dcutsthe Hai'PclHkammer in London eingesetzt hasben.
1111- -»
Der deutsche Botschafter v o n Ho_e ]" cl), ider nach Dr. Markqu das Wort ergriff, betonte, daß ihm die Sch1asf1111g einer Hq_11dels- kammer in London von jeher am Herzen l_ag, nachdem ex w_1_1hren_d seiner langjährigen Tätigkeit i1_1 Paris gcjchen hatte, wie 1111) die dort Von ihm g-egründete Deut]che Handxlskammer ,beivahrte. Fer Vorschaftcr zollte dem Unternehmnngsgeist, dem 911111 und Yer 2111- krast, die Dr. Marron bei der Grundung der Te1tt1chen Handels- kammer in London an den Tag gelegt hat, hohe 2l1191ken111111g. Botschafter von Hoesch stellte die Handelskammer 1111121" die Schtrm- herrschaft des Führers uwd Reichskanzlers Adoli Hitlexr, ver- traute sie z11gleich dem Schutz der chiernng des" Ga1tla11d9§ Groß- britannien 1111 und schloß: Unter dieser Schuh; und Schirmherr- schaft könne es der Deutschen Handelskammer 111 London an nichts fehlcn.
Nach der gleichfalls mit roßem Beifall aufgcnmnmxncn Rede des Mutscheii Botschafter egann Tr. M arka 11 die Tages- ordnung mit einor knappen und klaren AuSeinandyrscßunJLper Ziele der Handelskammer, Spla'nge sich d1e gegenxeztttgen 111- schaftsbeziehung-Ln in den gelzxuftgen Bahnen der - ergangenhxn a:hgefpielt haben, sei eine Te11t1che Hand-elskaxnnier szar notwendtg, aber nicht gerade unerläßlich geivesen, Tie heut1g_en Zoll- und Mvis-ennmßnahmen ergäben eine dauernde Veranderun? st preisbildcnden Faktorßn und fiihrtxn neben, 1vachsxnder U11 nher- Zeit zu steigenden Al11atzschwierigke1tei1. T1e Vckampfung b_e1d1:r 'rscheinungc-n durch eine JusorymtionSJeniral-c am Oxt, Wie s1e die Mutscho„Handelstammer schaffen wo le, sei daher ke111e Luxus- einrichtnug, sondern ein täglicher Gebrauchsgegenstand. Man Wolle aber nicht nur zeitraubende Rückfragen in Deutschland vermeidén, sondkrn auch praktische Vorschläge für die Weit-cre AUngstaltung
dcr Ha11del§l1ezich1111gcn in griindlick) dnrchdachtcr Form an die'
zustänßigcn S1911011 111.1'it__crleite11.' Daneben solle der Vermitt_l1111g von Ii'o1i1pei11at1011sgc1chaft-cn, nne ste “bereits von der Deut-jchen
HandeLHkamnmr i11 Now York bcgonncn morden ist, „111111; ßesondcre 2_l11s1112rk1"1_1111_k_eit gewidmet wcrdcii. London 1115 ,;Ze11211110 dcs 0111191181101191111827 isi 13111 11111161 “91.111, 11111 d1'11111111c „111111111011.- 1_zit10„11§ge]chc1f11* einzuleitsn, da 1111111 11181 olle “11161111cisc11011 1111112, 1111) 111111 141119111119, Q11111111'1'1 117111. 111161" E1111111€111itcr 511 01.1111- tjexy1i._11nd London 1111111 gcldtkckmikki) dvr 111111111111111111113 511111121116): (HE10)117_1_L 111125 dcm (211111116 ssi. „Daß alle diese ZIM“ da:: [8111711112 Jntcche Vo1_1 Hc111dct 1111d J11O111'1116 fänden, sci ichon 11119111 daraiis 511 erxchcn, d.]ß 747) Bci:11115110111111111911 (1010115 131111119811.
Anf (311111d disscr T11rlcq111111ct1 111103011 dic Vers111111111111111 171)- d111111 die Gründung der Tcutéckwn HaiidclIkanmnek 1111d (1801111111111? ?_cn „Vorbereite11d1'11 2015710105“ mit dsr €111s111111Z111oi1 Waikér- x1'1hr11ng dci“ 051311911112 vis 5111" 9111911 Okdentlicwcii “])Tiixiiicderöcr- 1a1n11111111g, 111 der d1111n da:? LkslL Vorsta11d§koljcz1111111 11c1111'1111t wyrden solle. '.)lllgkmcine Wifgabcn dEr Handclskammer sind: 11119119 11111131 Geschäftsdczi-chn11611 5111111191311 d91111'10211 1111d (111111121911 (N]ckerslentsn, Fördemtng 111h111cr 1111d stexigcr Wirik'clzafchr- hältnisse 5191119011 Tc11tschl1111d und Großbritannien, Nordirland 111121 den 1191111611 (5391199211 de.- Britiscben Reiches, 2111511191111 :wirt- 7ch11_ftlicher Gegensätze und f1'e1111dsclyaftlic99 BeZsitigunzq 111111 Mix";- vcr111111d11issc11. Jm [1810111101811 erstreckt fick) die Tätigkcit dcr H1111d€1§k11111mcr 1111f Bsmtnng iii Wirtschaft§-, ZoU: 1:119ch11cr- Lagen, Erteilung 11011 9015011111211, Nachwcis' 11011 ?[111'111311112111'11, 3011110111119 13011 St191t111k1211911 115111, Die H1111d21§k11111mcr 01110110 sick; j-sder politischen Béxätigmtg.
___-_
Beratungsstelle bei der Deutsch-Bulgarisehen Handelstammer.
. Dic Tkjltsck) Bulgarische Handelskammer, Berlin-Sofia, hat m1t dLM heutigen Tage einen Beratungsdienst eingerichtet. anck _deeZsi-lbcn ist vor (1112111, denjenigen Firmen, die 1111 119111111)- bulgaxischcn Austauscbgcschäftcn interessiert sind, Mitarbeit und 1111181111113111111 zu gcwährcn, die die Handelskammer auf (3r1111d 10181 langjährigen Erfahrungen und ihres Ansehens in beiden Laiidern ihnen zur Verfügung zu sfLULU in Der Lage ist. Die Mrtarbeitcrberatnngsstcüe würde sich auf Wunsch auch auf die Embolyng der Genehmigungen dkr zuständigen deutschen und bulgar1sch€11 Behörden erstrecken,
„Der gemeine Wert.“
Im Rahmen der bet1Éelisjvir11chafrlichen 21rbeitsgcn1ei11schaft an der Ha11delshochsch11le Berlin hielt Dipl.-Kfm. Dr. P arthey einen Einführungsvortrag über „Ten gemeinen Wert“.
Einleitend bemerkte der Vortragonde, daß er in dcr Haupt- sache iiber einen Wert sprechen würde, der sich im Laufe der letzten acht Jahre auf dem gemeinen Wert heraus entwickclt habe. Es ist dies der Teilkvert, der jest in den neucn Steuergeseyen vom Oktober d.J. eine besondere chclung erfahren hat. Zu- rückkommend auf den ursprünglichen gemeinen Wert, 111111 der Redner sodann cinen Ueberblick über die geschichtliche Entwick- lung dicses umstrittenen Wertss in Geseß nnd Rechtsprech11ng. Ter Lcme111e_Wert ist, so führt Tr. P. Weiter aus, im Sinne der SteuergUeße im Wesentlichen Vcränßerunngert, daneben nach den älteren Gcsclzcn: Nutzung?"- oder Ertragékocrt; auch Wert im Wicdcrbeschafsuxixxsnmrkt, insbk'ondsre bei Anlage- gulern, In den neueren Stcuergcscßcn iSt der gemeine Wert wieder 1111Ischließlich VLräUßerungswsrt. Man kann ihn als einen ohjektiVLn Wert bezeichnen, Weil er in seincr Höhe nicht von “Terjonen - eines Marktes _ abhängt,
Ter Teilwert, unter dem man den Betrag zu verstehen hat, den der Eriverber eines Unternehmens für das einzelne Wirt- schaftsgut bei F?rtführung des Unternehmens ansetzen würde, Bhf zwar grundsayück) auch von einem objektiven Wert aus: dem
isderbeschaffungspreis. Sobald aber entsprechende Abschläge von dem _WiederbeschaffungSpreis, der die obere Grenze des Teil- Mrtes bildet, ngelassen Werden, verliert er die Eigsnscliaft eines objektiven 2111129 und wird subjektiv. Es ist nicht möglich, seine Höhe cinWandfrci zu bestimmen. Auch die untere Grenze des Teilwertés, der EinzelliquidationZWert, ist unsicher und im qUJememcn um durch Schätzung zu ermitteln. Für das Ab- [111 on des Tcichrtes unter den Wicderbeschaffunthvert sind zwei Gründe maßgebend: die Unrknticrlichkeit des Betriebes einerseits und “cxie Unrentierlicbkeit dex; Wirtschaftsqutes anderer- seits. ?luck) die1e beiden Faktoreu sind 111 ihren Wirkungün für die Wertßrmittlung nicht 411 berschnen. Genau feststehend ist nur der tatsächliche Il11schaff11ngspreis, dcr infolgedessen zur Grund- lage der gesamten Teilbcwertnng gemacht wird und in dem neuen Einkommcnstcnergcscß daher anch dem ertragsbedingten TcYYiiiext vorangestellt und 1111 Lrstér Stelle qcnannt ist. Der tat1achl1che ?l11scbaff1111gspreis _qilt anch als Wiedkrbcsckmffungs- reis, Wenn nicht eiinvandfrei einß Abwvicbun dargetan wird. nter gleichen Bedingungen gilt der Wic'dérbes )affungswert als Teilfvert.
Abschließend mm'dc 110111 Vortrugcnden fsstgcstcilt, daß die Bemühungen, dLn Teilwertbcgriff theoritisch sichcr zu fundieren, mit gkößtcr _Sorgsalt_ vorgenommen sind, Eine bsfriedigende tlgeorctisckw Losung s_ct naturgemäß bei den Wertbeqriffcn der “**raxis Nicht zu cr1*c1chcn.
Die Lage der deutschen Baumwollspinnerei im November.
Die Verhältnis? in der Vaumjvoüspinncrei habsn sich nach dem Bericht des Gesaintvcrbandcs der Deutschen Baunnooll- spinnercien gegenüber dem Vormonat Wenig geändert. Bei an- haltendex lebhafter Nachfrage mußten sich die Spinnereien in ihrkn (Harnverkäufen und Lieferungen entsprcchi-d den Zu- teil_1111_a1'n dcr Uebérwimbungsstcllo fiir VauntWoUe zwangsläufi Be]chré111k1111g auferlcgcn. Bovorzngte Z111L111111gc'11 crfolgten nac?) wie Vor fiir die ?lbwickkmig 131111 *.)luslniidsaufirägcn dcr garn- Mrarbeitcnden Industrie, die bestrebt ist, das Ll115f1chrgcschäft mit (10911 Mitteln zu fördern. In der Vigognc- und ,ZWcizUlinder- _sp11111c1'ci herrschte 11nVcrändert starke Nachfrage; die Betriebe fonntexi infolge der VerWendUngsmöglichke'it nicht dovix'c11pflicl)1igcii Materials ihre VoUe Beschäftigung einhalten.
Erhöhung der Reifenpreise.
. Die Erhö ung der Rohstoffkosten der Rcifcnindnstrie sowie d1e Tatsache, aß die Fabrikantsnpreise auck) schon Vorher nicht als ayskbmmlich anzusehen Waren, hat dazu geführt, daß 111111 der zu, eineni Ziyangskartell zusamn1engeschlossenen Kraftfahrzeug- rc1fe111n-du1trie eine Erhöhung der Rcifenpreise um 25 “„ Vor- anmmen We'rden muß, solveit die Lieferung an die Fahrzcng- abriken gesch1§?t. Tagxgen bleiben die Bruttolistenprciss, die Verbraycherpret e, unverandert, d. h., wer als Autobefißer Reifen vom Handler kauft, braucht temen höheren Preis zu zahlen.
Neue Erdölfunde im Kreise Peine.
* ' Jm 'Oberger Erdölgebiet wurde die Ebag am Wege" Oberg-
qune mxt der Bohrung 142 in geringer Tiefe schr gut fündig. D1e_Tagesprodukt1on ist bedeutend. 'Nach dem GaIDruck zu uxtetlen, geht'sdie Produktion Weit über das alltägliche Maß hmaus und Wrrd längere Zeit anhalten.