über den Gegenstand zu vernehmen. 'Die Mehrheit spricht fich aus, ,der Entwurf wird, weil die' Anfichxen „der Mehrheit die richtigen scheinen, darnach ausgearbettec und der näéhsten Ständeversammlung vorgelegt. Aber die Mehrheit dieser Kammer ist eine ganz andere, als die vorige, andere Anschten smd entstanden. Die Ar- bc'it fsk vergeblich, das Gesch wird verworfen. Bei der nämlichen Mehrheit würde es in beiden Fällen ein an- deres Schicksal gehabt haben. Unter" diesen Verhältnis- sen kann es“der Regierung und ihren Organenxnicht verdacht werden, wenn fie bei de'r Ungewißheit des Er- fylgs, bei der Mözlichk'eic des Zufalls, daß die Früchte ihrer Arbeiten eben so gut vernichtet, aks Segen und
Heil dringend Werden können , fich nur mit ei- ner Art von Widerstreben den Arbeitern der Gesetzge- bxmg widmen, und lieber ihre Zeit und Kräfte andern Gegenständen zuwenden, bei denen ein scheres Resultat vorapszusslun ist. Aber auch m anderer Hinscht" kann fich die Gleichheit der Grundsätze wohlthätig zeigen. Was die 'eine Kammer aufgebaut hat, wird Tie andere nicht zérstören, was aber, zwei Kammern beschlossen ha- ben, darf wenigstens auf eine Dauer von sechs“ Jahren rechnen., Schon großer Gewinn für die Erhaltung be- stehen'dér Einrichtungen. Auf diese Gründe stützt sich der Ihnen vorgelegte Gesetzentwurf.“ *
„Gesekz-Enrwurf. Ludwig von Gottes Gnaden, Großherzog von Baden 2c. Wir haben unter Zustim- mubg Unserer getreyen Stände beschlossen und verkün- den, h_iemit wie folgt: Art. 1. .Die „Abgeordnetcn der Grundherren, der Universtäten, der Städte und Aem- ter zur Ständ'eversammlung werden auf sechs Jahre gewählt. Nach Ablauf diesechirund so immer von sechs zu sechs Jahren treten die gewählten Mitglieder sämm'tlich wieder aus, Wenn nicht die KaMMeru „früher aufgelöst worden smd. Diese gesetzlichen Bestimmun- gen. dehnen s1ch auch auf die gewählter: Mitglieder de gegenwärtigen Ständeversammluug aus. Art. 2. Alle krei-"J'abre muß eine Ständeversammlung Statt finden. AU“ Z. Das Aufiage-Geselz wird in der Regel auf drei Jahr? “gegebeu'. Beschlossen zu Karlsruhe in Unserm großherzoglichetx Staatsministeriüm.“ . '
-- Vom 17. März. In d'or gestrigen Sitzung" der zwoiten Kammer erfolgte, na'ch-“einigen anderen Ver- handlungen, Her Tages-Ordnunq gemäß, die Diskussion über den Gesehenrwurf„ die Ablösung der jährlichsn Entschädigungen, welche die „Standes; und Grundher- ren“ "uud Kor'poratio'nen für verlorene Gefälle beziehen, du? Ausgabe vo'n Rentenscheinén auf Inhaber be- tre end. .
' Rack) vielseitiger Erörterung der Sache und nach geschlossener Diskusfion, an welcherhauptsächlich die' Abgeordneten Engesser, Duttlinger,Föhrenbach, Zacha- réä, Roßhirt, Wild u. s. w. Theil nahmen, wurde der Gesetzesentwurf beinahe einhellig angenommen, mit ei- nigen unwesentlichen“, und von der Regierungskommés- son z'ugegebenen Zusätzen zum 1., 3. und 4. Artikel.
Der Geseßesvorschlag wurde von dem Chef des Fi- nanzminifteriums und dem RegierUngskomnrissair, P?i- nisterialrath Jolly, vercheidigt. ' *
In [a n d.
_ Coblenz. Zu Treis (Kr. Cochernck ist am 1.Febr. die Frau des Inf. "Spies, eines armen Zimmergesellen, von 4 Kindern, 2 Knaben'und 2 TNädchen, entbunden worden. Das zuletzt geborne Kind'starb gleich auf die Geburt,?)ie übrigen nach und nach. ._
280
sind im Hafen von Pillau drei Schiffe mit Ballast '
_232 Laften 52 Scheffel Hafer, 36 Lasten 2 Schesf
Königsbxrg. Im verwichenen Monat Februn
eingelaufen und drei Schiffe, wovon 2 mit Ballast u 1 mit Holz beladen, snd von da ausgelaufen. , --
Zn Memel kam während dieses Zeitxaums 1 bm lastetes Schiff an und 8 Schiffe, wovon 2 mit Saat- 5 mit Holz und 1 mit Hanf beladen waren, liefen da aus. Auf die hiesgen Handlungsspeicher wurd
Allgenieine
Preußische Staats-Zeitung.
aufgemessen: 202 Lasten 53 ScheffelWaihem 176 Lask 31 Scheffel Roggen, 235 Lasten 4 Scheffel Gerst
weiße Erbsen und 35 Leisten 22 Scheffel graue Erbs Abgemessenßwurden überhaupt 102 kleine Lasten n Danzig. An ausländischem Getreide i|_nichts aufg messen, so wie auch nachdem Auslande nichts ab messen „worden. *
Liegnitz. Zn Grünberg smd im abgewichen Monat 2210 Stück Tuche verschiedener Sorten, ;“ . - Wer-YÄvon 31,Z00 Thlr. gefextigr worden. « „ -
11; den einwandhande erhalten 1ch sehr an ' . Aussichten. Die Bleichen sind stark beleg'; gewesen gu [' AMtllChe Nachrichten ck smd bedeutende Quantitäten böhmische Leinwand Vervollständigung des Sortiments eingegangen. ' rohestLeineth-[Ire flethin solchem Preife, daß der Be dien (Ter e er im ebirge den der anderen dorti - * - - . , enk Profesnomsten übersteigt. Dte Ausfuhr von rohem L “ZLF; ??Ysekßtl:dedruiKZFtilZeKYtbdnlexftZZZZ széjtsr nengarn dauert aber noch fort; das Stück“ Garn wi M in Brillanten zu verleihen geruhet.
mic 9“ 10 bis 11 sgl.,-und d“ Flachs mit 3 bis ZM Des Königs Majestät haben dem Geheimen expe-
bezahlt. - , . . , . . . .... - . enden Secretatr tm Ftnqnz ; Mnusterto Krteges- und Zur Verbesserung der Schifffahrt smd dre B mainen- Rath Grothe, dcn Character als Gehei-
m der Oder tm “jah“ 1824 fortgejekzt worden. ** r Hofrath allergnädigsk zu verleihen und das zu
zu diesem Zwecke früher geschehen wirkt wohlrhäré . und es bleiben die Oderfal)rzeuge atfoerschiedx-nen St heFZTFUZchgefeMg“ Patent Allerhöchstselbst zu voll-
Kronik des Tages.
len bei kleinem Wasserstaude, der Untiefen wegen, mehr-wie sonst liegen.
Münster. Ju-allenKreésendeö Reg.-Bezirksij __ seit-kurzem eine sehr vermehrte Nachfrage nach Hor , Durchgertisé. Der Königl. Französische .Ka-
'vieh eixgetreten, eine unbezweifelte Folge des in viel ets- Courier Teisset, von' St. Petersburk nach
Gegenyen" der benachbarten Niederlande duxch die U «. ris- schfoemknunßen fast vernichteten Viehftandes. _ D' = Preise find im Verhältniß dieser Nachfrage bedeuten an manchen Orten im Monate Febr. schon um 25 pC gestiegen. Auch das BegZhrethnach ?Kweinenhac mer lich zugenommen. - - m reise sfeld wurden vi . “ . Pferde von fremden Juden aufgekauft. --. -th . [[, Z éttungs - N a ckrjchten, Absatz an Leinen und Leinengarn war man ziemlich _ frieden. In, der StadtWarendorf hat die Baumseid Fabrikation in der neusten Zeit sehr zugenommen; & Wa'aren find gut und finden auch Absaß. '“ *
, Holz und Eicb'enrjnde find nacb-stets gesuchte 21 Paris, 18. März. Vorgestern isé der Kammer kikcl- Lester: zahlte man die 1000 Pfd. mitY10- rPairs das von der Dcpntirten-Kammer ange- U Thkk- * « mmene Entschädigungsgeseß vorgelegt worden. Herr Martignac, der die Gründe des Gesetzes vortrug, dHerr v. Vaublanc find vom „Könige zu Kommissa- 11 zur Vertheidigung des Gesetzes ernannt worden. In der vorgesrrigen Sitzung. der Deputirten- mmer kam ein am 12. d. voix Herrn C. Perier fdas Bureau niederaelegter Vorschlag folgenden Zn- ts zur Berathung: Der Bericht des Präfidenten der Oberaufstcht der Tilgungskasse bestehenden Kommis- n solle einer Commisfion von neun Mitgliedern über- esen werden, um zu untersuchen, ob kein, Eingriff in _ Dotation der Tilgungscasse und der Tasse für die pots undConügnatjonen geschehensei. (N.B. Leßt- achte Caffe nimmt Dcpofita von streitigen Summen dandere Deposta an, z. B. die beijeder öffentlichen treprise zu bestellende Sicherheit; ingleichen affervirc die Caucionnc'mens :c. Alle diese Summen werdcn ckbestin1mten Regeln zu Gunsten der Interessenten
Ausland.
Königliche Schauspiel:.
Donnersk., 24. März. Jm Opernhaus„ Auf Be“ ren: Die“ Jungfrau von Orleans, romanu] Tragödie in 5 Ahtheil.,* von Schiller. *
Me 't e*o :* o l o g'isch e 'Beo-bach-tu-ng eq-n. Barometer] Therm! Hygr.1-Wind| * Witterung.
22. März A. 28" 5“ +20“ * 65" RW, trüb. 23. März F. 28" & ...st“ 759 O, ueblich, Evoa. H)?.LLO 5“ +4'“ 550 NO. [hell, angxnehm-
/
. Gedruckt bei Feister.
[) sbar angelegt.) Hr. Perier entwickelte seine Prox fition. “Das Finanzgeseß vom I. 181.7, sagte er, hat
Reducteur J o
Tilgungskasss mit 40 Millionen docirt; außerdem
.;ß' 71.
Berlin, Freitag, den 25|en März 1825.
sollte dem Tilgungsfond der Ertrag des-Verkaufes von 150,000 Hektaren Staatswaldungen zuaewendet _wer- den. Die bis jetzt stattgefundenen Verkäufe belaufen fich auf 123,000 Hekc.; es bleiben demnach 27000 Hekk.
zum Verkauf noch übrig; der Berichterstatter der Ober; *
aufficht5-Commisfion_ hat uns aber nicht gesagt, _warum man seit 6 Monaten mit dem Verkauf der WaldUngen inne gehalten hat. Ich wünsche, daß. die Gründe die- ser mir'ungesexzmäßig scheinenden Maaßregel untersucht werden. Was die Cousignationöcaffe betrifft, so hat ste, wenn ich der mir gegebenen Auskunft Glauben bei- messen darf, fich für 16 Mill. zinstragende einlösbare Papiere vom Tresor zu ZH pCt. discontiren lassen und hat dafür, wie man sagt nicht öffentlich, von einem Capitalisken, den ich nicht nennen will,“ einem gewissen „Banquxer, der die leszte Anleihe übernommen hat .... (Eine Stimme: warum nennen Sie nicht gleich Herrn Rothschild) kurz von einem sehr reichen Capitaliften un- gefähr 800,000 Fr. Rauten gakauft. Es ist nothwen- dig, daß ,die Art und Weise, wie*d,ies geschebn, an das Licht gezogen werde. Ueberdies soll jener reiche Capi- talist auch noch von der Administration des 1710111» (16- yjécé auf ein Rentendepoc 9 Millionen geborgc haben. Mit diesen beiden Summen hat er mächtig an der Börse wirken können - und hat in der That mächtig gewirkt und den Cours der Rente in die Höhe getrie- ben. Mau rede also nicht stets von dem hohen Course der Papiere, da dieser Zustand offenbar nur künstlich ist. Ich verlange, daß mein hiernach begründeter An- trag in Erwägung gezogen werde. -- Herr Le'roy. Als Mitglied der Oberauffick)ts-Commisfion komme ich nicht, um mich den Anträgen des Herrn Perier zu wi- derseßen, sondern nur um einige Auskunfc'über den vorliegenden Gegenstand zu geben. Das Gesetz von 1817 hat die' Admmistration zum Verkauf von 150,000 Hektaren Staatswaldungen authortfirc, hat aber diesen Verkauf nicht ausdrücklich befohlen; sobald also die Rente schon das Pari erreicht hatte, war es gerathen, da der Rencen-Rktckkauf ohnedies zu onerös für den Staat wird, jenen Verkauf zu sistjren, bis durch ein Gesetz". über die fernere Handlungsweise der Tilgungs- Casse entschieden sein würde. Die Confignqtions-Casse anlangend, so hat ste allerdings Renten gekauft, und dies zwar," weil fie kein anderes Mittel hatte, ihre Fonds gehörig unterzubringen, dies aber ein vortheil- hafces Placement war, und wenn diese Einkäufe nicht an der Börse, sondern durch Verträge mit Privaten statt gefunden haben, so liegt darin nichts ungewöhn- liches, da solche Transactionen täglich statt finden und gesetzmäßig smd, sofern man sie nur, wie hier geschehen, durch Vermittelung eines ONaklcrs hewirkt. Uebrigens vaxte man hierbei auch noch die besondere Absicht, nicht durch den plöxlichen öffentlichen Ankauf einer so großen
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