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die gar kein anderes Mittel, um steh zu helfe_n, gewußt habe, als den Finanz-Mimster zu diesem Gevcße zu be- reden, Gedenken Sie, sagte er, dermerkwürdigenAuf- sch|üsse,* die uns H. Davon und H. C. Perier gegeben haben. Das Licht hat an beiden Enden des Horizonts geleuchtet. (Großes Gelächter. _ Hr. D. filz: nämlick) zur äußexsteu Rechten undHr. P. zur äußersten Linken). die aufgsdcckcen Thatsachen, fuhr der Redner fort, smd nicht geleugnet worden, und _es ist jetzt offenkundig, daß besagte Compaquie allein auf das Gelingen des Gesetzes hofft,umausderVerlegenl)eirzu kommen.-DerRednerschloß mit dem Antrags, denTheilderfürdieEucschädigung“nds" thigen Summen, welcher auf eine außerordentliche Weise beschafft werden müsse, aus der Tilgungs-Casse zu neh- meu, -- das Geseß aber zu-verwerfen. -- Nach dieser- Rede wurde der Schluß der Discusfion über das All- gemeine des Geselzes gefordert und gcnehmigc.
. Se. "Durchs. der Fürst von Metternich wird, nach der heutigenEtoile, Paris noch nicht vcrlaffeu, sondern, wie man glaubt, bis zum 8. oder 10. April hier blei- ben, da "Se. eMaj. der Kaiser von Oesterreich "erst am 5. von Wien nach Matland abreisen werden.". Seine Durchl. hat am Montag Abend den Grafen v., Villele besucht und eine lange Conferenz mit demselben gehabt. Eins unserer Blätter, hatte gmreldec, daß gleich nach diesem Besuch der Graf von ViUcw einen Minister- Rath gehalten habe, dem sämmtliche Minister beige- wohnt hätten. Die Etoile erklärt dagegen, daß an je- nem Tage gar keine ' xiuister- Versammlung “bei dem Präfidenten Statt gefunden habe.
Der Minister des König!. Hauses, Herzog v.Dou- _ deanville ist noch immer sehr unwohl.
Briefe aus_Livotno, welche gestern hier angekom- men,-.-meldcn,aus Trtcft, daß durék) ein bümcn 4Tagen von Corfu dort eingelaufenes Schiff die Nach=richr von der am 25, Januar (6. Februar) durch Capiculation erfolgter: Uebérgabe derFesxung Patras an die Grie .chen'-_mitgebracl)c habe. * “ „
Zu dem Kirchsprengel von Valence hat _eiti'großes Aergerniß Statt gefunden, indem ein L-rathanu den Pfarrer von Beaumont" in der Kirche, mittenR-i-n sa'iuen amtlichen Functionen geschimpst, uud Drohungen mit- untermischten Blasphemiecn gegen ihn ausgestoßen hat, um -; ihn zur Eucdcckung des" Beichrgeheimnisscs zu zwingen. „_ , „
Rente 103. 10. 5.
Wiesbaden, 24.»März. Heute wurde unsere, am 28. v. M. eröffnete Ständeversammlung geschloffen. Dieselbe hat in der kurzen Zsér die ihr vorgelegten Rechnungenübcr die Finanzcn qepyüft und fick) dadurch die Gewißheit vcrscbaffc, daß die Beschlüsse der frühe ren landstänkisclwn “Versammlungen pünktlich befolgt worden; auch hat fie nac!) genauer uud sorgfältiger Er- örterung aller- Fordermmen dee Bedürfnisse der Steuer- Kaffe für das Jahr 1825 f-sskg'eskellt. 'Der Bedarf zur Bestreitung aller Ausgaben des" laufenden Jahres be-' trägt überhaupt 1,451,214 "fl. 27 kr. '
.. Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Herr Adams hat, wie die Etoile meldet, die Prästden- teuwücde mittelst folgenden, an das Comitee, welches ihnßvpn'der erfolgten Wal)! in Kcnutniß gescßt hatte, gerinéÜ Schreibens angenommen. Meine Herren! Beim Empfang des mir von den Repräsentanten des VolFs-un'd de_r verkimgten Staaten erwiesenen Ver- trauens]; ergreift mich tief die Betrachtung, der Um
stänkexunter welchen “dasselbe mir zu Thats" gewordeü.“ AU:,meine Vorgänger in dem erhabenen Posten, zu dem, die,Gun| des Hauses“ mich' jetzt beruft, wurden mit der Majorjtät der Wahl-StiMmen in den Pcrm'ar-
Collxgien beehrt. Ich habe das Glück gehabt, durch ' Vcr1chiedenheit der Meinungen, welche bei dieser, G
"genhejt unter unseren Mitbürgern Walteken ,] in ck freund|chaftliche und ehrenvolle Coneurrenz mit d
Mitbürgern zu kommen, “Welche sämmtlich mit Re
und im höchsten Grade die öffentliche Gunst genieß
und deren Werth, Talente und Dienste von Niema
mehr als von mir geachtet werden. Nach den-Best'
muygen der Verfassung mußten die Namen von zwei
dcrjelben, nebst dem meinigen dem Hause zur Ausw
vorgelegt werden, Zone Namen smd mit dem Ruh.
9er Nation "aufs _innigsks verknüpft und der eine be. selben empfahl stch noch überdem durch eine größereA- zal)l_ dev "Primar- Wahlsrimmen als_ich besessen. Unt diejen Umßänden würde ich nichr anstehen, den erha nen Posten auszuschlagen und die' wichtige Frage an
neue 'der Entscheidung desV'olks zu unterwerfen, wen meine Weigerung der Annahme der mir übertragen
Functionen -dem Volk.; eine unmittelbare Gcleaenhß gewähren, könnte, den Gegenstand, dem es den Vorzq gebe, in einer noch mehr an Einstimmtgkeit grenzend Werse zu bezeichnen. Aber die Constitution bar bar über nichts bestimmt, wie im Fall eines Ausschlagé
von meiner Seite weiter zu verfahren sei. Ich wer mich daher auf den Posten, der mir durch die von de verfaffungsmäßigen Organen ausgesprochene Stimme d Landes angewsesen ist, begeben, zwar mit Scheu vo der Größe des Geschäfts, das M) mrtcrnehme„aber er muthigc durch dre Hoffnung auf die großmüchige Un terstülzung mciner P?itbürgcr, 1ve_lch:_ in den Wechsel eines “ihrem Dienste gewidmeten Lebens mir nie entzo gen worden ist, und in der zuversichtlécden C'rwartnn daß die Weisheit der gesetzgebenden Versammlungen mir Als Führer in der Erfüllung meiner amtlichen Pfiich- ten dienen wird; vor Allem aberxauf den 'Beystaud der- göctiiehen Vyrsehung rechnend. .
(Meine Herren, ich bitte Sie, dem Hause die Ver- ficherung melncs tiefen Respects für setn*Vertrauen darzulegen, und “meinen Dank für die wohlwollenden Ausdrücke", in denen sie mir dessen Entscheidur._.x mitge- tyeclc haben, zu emysangen. Washington, 10. Febr. 1825.- * „John Quincy Adams.
_Inxland.
Zn Krebsberg, Luebenschen Kreisxs starb am 23. Jan. d. Z. die Auszüglcr Wittwe, Ro sina Tytel“, geborne Krieg, in dem Alter-von 92 „Jah
Lkegniß.
U" L Monat und 1 Tag. Sie war- stets gesund, la dle féinste Schrift ohne BriUe und ging noch in den
letzten Jahren ihres_Lebens eine halbe Melle “weit in „
die Kirche.
Berichte über den Gesundheits-Zuftand aus dem Inuer|n des Reichs, vom “Ende
Februar. ' .
[. Ostpreußen. -'- Königsberg. Die natürl.!-
cl)en Pock-n, so wie der "Scharlach haben sei) noch hm
* und wic der bei den Kindern gezeigt, doch in minderm Grade
als früher. “Eben so haben auch die bisher sehr herrsässnd gewesenen catharraljschemrheumatischen Eutzündungey und andere Krankheiten merklich nachgelassen, und du“ Sterblichkeit bat den natürlichen Zustand nicht über- schricren. -- Gumbinnen. Mic Eintritt des trocke- nen“ Frostes nnd der scharfen Ostwinde bildecett.fich euc- zündlxch: Krankhenen, besonders der Brust, aus, rheu- maciscl'e Fieber, Husten, Hals; und Augcuentzünduns gen wurden“ in vielen Fäkjeu sehr heftig. Das“ Schar7 lach har iti: Gumbinner und Stallupdner Kr. bedeu- tend nachgelassen, in den Städten Tü'swund Oleßko dauert es dagegeti'noch foxt, Die 'Kmderpoxken jmd
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u gleicher Zeéc'in 3 Grenzdörsern des Lykar Krei- und kurz darauf in Neuendorff, Kirchxpiels Lyk, égebrochcn, durch sorgfältige Sperre der betroffetzden '.user und Vaccination der pockcnfähigen Subjects rd der weitern Ausbreitung aber bald mit thverstcht gebaut werden. -- Ungeachtet der jetzt großen An.- 1 von Kranken ist die Sterblichkeit doch nicht bedeu- d vermehrt. . 11. Westpreußen. -- Danzig. Krankhcateu und erblichkeicen unter den Menschen smd nicbt außerge- hnlich- Bloß in dem adelichen Gute Kollkau, Neu, 'cschen Kr., hat fich ein ungewöhnliches Erkranken oSrerben gezeigt. Der Kreisyl)1;ßkus_er§lärc die ankheic für eine Folge ckimatijcher C'mflusse x_md echterNahrungsmittel, aber nicht für ansteckend, nach ern Nachrichten [)at se fich schon ganz gelegt. -- arienwerder. Der Gesundheitszuskand der O)2_en- n-isr .im Allgemeinen unverändert und die Sterblxc-l); geringe geblieben. Das Scharlacbfieber hat-m Kreisen Grandenz, Calm" und Strasburg nochmcht gehört, fich auch neuerdings im Kr. Stuhm ?pide- ck gezeigt. In den Städten Schwetz und Gollub , die Menschenpochen zum Vorscheitz gekommen, de§- "eben auch in einigen ländlichen-Orcjchaftender Kreixe m und Strasburg. „ Ul. Brandenburg. -- Pocsda_m. Der sce- de Krankheitö-Charakter war rheumarikch€ bald mit zündlicizer, bald gastrischer und bali? nut. ner_v_öscr plication. Ju Runlsdorff hatte fich .em ekpzdemt'jches )arlachßeber mic"'Entzündung der Halsdrujen etnge- t, welches ein bedeutendes Erkranken, und selbst eme t unbeträchtlichc Mortalixäe zur Folge gehabt. Auel) «andern Orten [)ac steh das Scharlachficber, jedoch t so'bösartig gezeigt.- Unter den Kindern bcrr1chten Masern und besonders der Keichusien. Natürliche modificirce Blattern brachen noxh hie “und da wße- aus, und grassirccn besonders „m Schmylde, Rte- lanq, Warnsdorff und in der Stadt PralZwalk. '- a'nkfurt. Unter den Krankheiten bee erwachsenen rsouen wurde der entzündliche Charakter vorherrschend kgenomn'nn. Man bemerkte Hals: und Augeu,e_nt. dungen. Chronische Krankheiten und orgamjche cl haben im Ganzen die größere Zahl ausgemachy -- Woldenberq sind mehrere »Menkchcn an Faulfteber ankt. -- Bei den Kindern hat das Scharlachfieber zu; als abgenommen, aucb find viele von den Ma- nnd der Halsbräune befallen worden. 17. Pommern. - S_cctcin. ' Kranke „qa-b cs Ganzen Wenige, und bejonders dle enrzünhkchch n'kheiten blieben im Vergleich zu andern erery |„bei Kindern sehr zurück Epidemßen kanzxn mcc nahnäe des Scharlachs nicht vor; dickes grgxstrte in _reren- Kr. dieses Reg.-Bez., ohne jedoch U'gendw'o rtig zu sein. Tödlich zetgce eJstch nur, wegn N.? on befallenen Kinder veerckÜäßtgt wnrdßn. QU et- Dorfe des Greasenberchn Kr. kam cm_ typhöscs er mit Bräuue vor, welches mehrere '))?enkchn- weg- ?, nach der neusten Anzeige des Kireis-Phyüct abcr n gänzlich aufgehört l)ac.,-- Cöslezr. Das Schar- eber “herrscht in "mehreren Ortsäzajxett pes htefigen artements, am bedenkendstcn abcr 'm eurem Dorfe Lauenburqscben, in 4 Dörfen deß Fu stentl)um]chen, rünewald NeUskettmscbeu, Und an GruTycbow und ßen, Bciqardschen Kreises. Zn de): zuleßcigengmx Ortschachn ist von dieser Eptdemm fast keu- emzx- "Kind verschont geblieben. Zn Grünewald find “be. * 25, und in Gr. Tychow 17 Kinyer daran vxrstor: Zu einem Dorfe des Laucnburg'chen Kr. bac sic!) catharrhalisch typhöses Fisher gezetgt. DasN rox"- :* herrscht in Alt: und in Neu Liepednfier, Neuster- chen Kr. Bei den aetroffsnen Magt:regeln gerd bei Entfernung„ in welcher die Hämcr von ernander
abstehen, läßt fich indeß .das baldige Aufhören dieser Krankheit erwarten. Auch in Remmi", Schéevelbein- sehen Kr., grassrrt das Nervenfiever, “es zeigt dort einen bösartigen Charakter. Unter den Krankheiten ist die weit Verbreitete Scharlach-EpiNmie die bedeutendste. Nachdem dieselbe in den [“ckth Jahren sach auf- den Stolpscben und Lauenburgscheu Kr. beschränkt hatte, ist fie seit 2 Monaten immer weiter nach Südwest fortge: schritten, nämlich in den Schlaweschen, Neuskettinsaöen, Belgardschen und FürstenthumschcnKr. Zu den meisten
' Orten ist ste von gutartigem, hie und da aber auch von
typhösem Charakter. Die Sterblichkeit ist beträchtlich, besonders bei dem auf dem Lande trotz allen Belehrun- gen,-üblichen fehlerhaften Verhalt-en, -- Stralsund. Die Mortalitätist in dem Monat Februar in keiner ,Weise ausgezeichnet, sondern wie gewöhnlich gewesen. AnsteckenO-e Krankheiten; unter Oen “Mensajzen smd nichr vorgekommen. Unter den Kindertx zeigte stel) ein sehr harctx«*1cki'gerHt:stctj,' dem Keichhusccn ähnlick). 'Die sonst Statt gehabten Krankheiten waren meisicns Caxharre, Husten und Entzündungen der Brust und der Lascwege. Die-Eutzündungcn waren mehrencheils rhenmatischer Art. "“ „
P'. Schlesien. - Breslau. Die am meisten verbreiteten Krankheitsformen waren rheumarischj-euc- zündlwhe Fieber und cargrrhalische Fieber mtc mchten entzündlichen Zufällen, rheumati1che Bruster- und Luu- gencntzündungen , und Unterleibsbeschwerdeu rheuma- tisch-entzündliMr “Art. - Auel) Durchfälle waren sehr häufig, und gegen Ende des Monats Frühgeburten und
Mißfälle mit starker Blutung verbunden." "Unter den , ,
Kindern hier in der Stadt kam der Croup 1v_ex't häufix ger, " als es séic violen Jahren der Fall gswejenx vor, bei einigen iir seiner vouscändiqen AquUdUng. Selze- ner zeigten sich Ausschlaqskrankyeiten, und nur ecmge Fälle vom Scharlach und Keiehhuften. Hingegen war
das Scharlachfieber noch immer sehr verbreitet in der"
Stadt Guhrau und dem dortigen Kreise, "wo zu Lan- ken 7-Kinder daran gestorben waren; zu Wunschelburg und in Stembach, Habelschwerdter Kr., hatte es ":ck, jedoch nur vereinzelt gezeigt, in Hühnern, Trebmher
Kr., aber ein 161ähréges VTädchen hingeraft. Die Rö- _
tbeln gingen im Oelsner, Guhrauer, Striegauer- und Nimptshek Kr. und die Masern im Wohlauer- und Oelsner Kr. herum. Die Menschenblacrern waren zu Fröschen, Wohlauer Kr., zu Bobile, Guhrauer, zmd zu Bukowiuthe, Oelsner Kr., bei einzelnen Perjouenk, und ein ansteckendes Nerveufiober zu Schlien, JNu.nsker- berger, zu „Zieserwisz, Raumarkt1chen, zu Bog]ch_üß, Oels'ner Kr. und zu „Sulau, Schwtbedower und Barn-
väumel, Milicscher Kr., ausgebrochen. Ueberall ünd die -
vorschriftsmäßigen Anstalten gegen die wectexe Vx'rbret- tung dieser Krankheixen sogleich getroffxn wo“r.deu. _- Liegniß. Außer den" gewdlnkljchen Kranktzetren der Jahrszerc herrscht in vielen Kretjsn das Schaxlachfixber unter den Kindern. AUS“ Rocvwasser, Gdrltlzshen Kr., ist es nach Ti-efcnfurcl) u„n_d “Mühlbgckp, Bunzlauschen Kr. eingebracht. In diejen Dörfern find gegen 69 Kinder daran erkrankt, und 5 daran gxstorbcn, dte Übl'lt "gen in der Genesung. Jm Saxganjchcn Kr. zu, Alc- Kleppen starben von 14 kranken Kandern 8, m Reeder-
Gorpe 3, zu Neugabel, Sprottauschen Kr.-4. Jm _
rei ädter Kr. hat sich neuerdings das ScharZachftcb-ex Fu Fllshalk und Lippen “gezeigt. Zm-eGlogau1ch)eaz „K). ist es immer noch nicht ganz. unter'druckt. Auchi-„tsk m diesem Kr. zu Weisholz in emer Gärrncr-Famme das [)ilziqe Nervenfieber ausgckb_rochen, und d - überall, wo es nöthig gesthzenen, Sperre, _und 1011| erfordorlick): Saniräts-Polézet-Maasrcgeln verfügt. A'u mehreren Ortschaften Hes RytyetxburqerZKr. smd (ne Rötheln und im Zanormyen Kr. dae M*",em zum Vor- ]chem gekommen. In jenem [Lud medrercKmder das Opfer
eshalb, so wie *
- a-«ö; '- *'»IXMZÜQ ?JMZ-“KÜÉZK'Z '